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Nr. 292

Oberdessische 3ettnng, Marburg «. L> Dienstag, dm 13. Dezember 1932

Auf Spuren des Weltkrieges durch London

Das Reichs-Kriegs-Muieum die eng­lische Sammelstätte zur Erinnerung an den Weltkrieg. Nur mit ängstlich beklemmen­der Erwartung wird der Deutsche sich zur Besichtigung entschließen können: ist doch für England das Ende des Weltkrieges der Sieg, also die deutsche Niederlage!

Bereits in der Vorhalle nimmt die Mu- .[gumsleitung das für England wichtige voraus den deutschen Zusammenbruch: deutsche Zeitungen aus den Novemberta- 1 gen 1918,Marinemeutereien in Kiel", Unruhen in Berlin und München",Kai­ser und Kronprinz zurückgetreten".

Ein englischer Offizier führt eine Gruppe Studenten durch das Museum. Seine auf­klärenden Worte schließen mit der Bemer­kung:Wir Soldaten hätten an der Somme und bei Boern niemals zugetraut, haft er uns dasfinifh" so leicht machen könnte." Nur schwer stnd treffendere Worte für senen Eeschichtsabschnitt zu finden. Die­ser ehemalae Feind konnte aus eigener An- i sebauung die wirkliche Kraft des deutschen Widerstandes beurteilen.

Wen-ae Schritte weiter ein interesiantes Schrift't>'ck: Geheimbsfebl an den deutschen Gencralstab im Jahre 1918. Luftangriffe auf England durchführen! Auch London für Angriff" durch den. Kaiser freig--aeben! Auf [eben krall jedoch wichtige Kunstdenk­mäler wie Meftminister-Abtey. St. Paul's Eathedral. königliche Schlösier schonen!" Dieses Dokument, irgendwie in Feindes- Hand gefallen, zeiat überzeu"end die ritter­liche Art der deutschen Kriegsführunq. Trotzdem blieben wir für alle Welt die barbarischen Hunnen.

Sehr lehrreich ist eine Sammlung von Zeichnungen und Gemälden aus der Zeit des Krieges. Wenn auch die einzelnen Bilder oft nur geringen künstlerischen Wert besitzen, so gestatten sie doch einen Einblick in das hier festgehaltene Leben im feindlichen Kriegslager:Konferen­zen der alliierten Eeneral- ,stöbe" ..London während beut« 'scher Luftangriffe"Verneh­mung eines deutschen Gefangenen". In wechselroller Reibe werben hier lebens­wahre Kriegsschilderungen gegeben.

Eine äußerst reichhaltige Waffen-. Uni- -form- und Atzsrüstungssammlung bietet allein Stoff genug für ein langes Studium der Fachleute.

Bemerkenswert ist eine dem Museum angegliederte Zusammenstellung von etwa hunderttausend Lichtbildern aus dem Weltkriege. Eine Unmenge hat man zusammen getragen und wissenschaft- kich geordnet. Vor dem Leser, der die zahl­reichen Bände durchblättert, marschieren alle feindlichen Armeen wieder, auf. die durch deutsche Soldaten über vier Jahre lang von unseren Grenzen ferngehalten mürben. Jemehr wir vom ehemaligen Gegner erfahren, desto mehr wächst die Leistung deutschen Soldatentums ins Hel­denhafte . . .

Vor dem Haufe steht ein arbeitsloser Etraßenphotograph Er war über zwei Jahre als Kriegsgefangener in Deutsch­land, kennt Weimar, Apolda, Kassel und Langensalza. Kein bitteres Wort fällt

über die Zeit im deutschen Gefangenen­lager. Vielmehr bringt er stolz seinen ge­ringen deutschen Sprachschatz an den Mann: Essen war schlecht, aber Deutsche kein zu esien selbst!"

Man verläßt das Reichs-Kriegs-Museum mit der neu bestärkten üeberzeugung, daß der deutsche Soldat des Weltkrieges nicht zu Unrecht den englischen Soldaten als den ritterlichsten unter seinen vielen Gegnern bezeichnete. Ritterlich ist die ganze Art, in der das Museum angelegt wurde.

Ganz im Gegensatz dazu das Denkmal der Edith Canell. Hier muh der Be­schauer eine andere Luft einatmen. Hier ist nicht der ritterliche englische Soldat am

Werke gewesen, hier treffen wir vielmehr auf den peinlichen Schlußstein der übelsten deutsch-feindlichen Kriegshetze.

Der deutsche Beschauer kann nur eine einzige Frage finden: Wozu hier mitten im stärksten Londoner Verkehr dieses auffäl­lige Denkmal? Es kann und will nicht mehr und nicht weniger sagen als den Satz: Im Weltkriege haben die Deutschen diese Krankenschwester erschosien! Was weiß schon der Durchschnittsengländer über die Vorgeschichte des Falles? Was weiß er über die erfolgreiche Spionage- arbeit der Canell zum Schaden Deutschlands?

Amerika sichert seine Küsten

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Abschuh eines riesigen weittragenden Geschützes an der Käste von Kalifornien.

Amerikas siebende Armee ist verglichen mit europäischen Militärstärken, nur klein. Dafür befin­den sich aber alle Kriegsmaschinen, wie weittragende Geschütze, Flugzeuge. Panzerkreuzer rind U-Boote in solcher Vollkommenbeit, dah Amerika des Schutzes aller seiner Küsten gegen Angriffe von auhen her sicher sein dürfte.

Wem gehören öle Taschen des Ehemannes?

Wenn eine Ehefrau den Taschen ihres Mannes große Aufmerksamkeit widmet, pflegt man das im allgemeinen eher als einen Verzug denn als einen Nachteil, schlimmstenfalls als die ja gar nicht so un­gewöhnliche, harmlose weibliche Neugierde zu bezeichnen. Aber heute wird eben aus jener Kleinigkeit ein Grund zur Eheschei­dung gemacht. Und so darf denn auch das Schicksal der Lebensgefährtin des ungari­schen Ingenieurs Alexander <5j)enbe allge­meines Interesse beanspruchen. Frau Ilona hatte nämlich, wie ihr erzürnter Gatte vor Gericht aussagte, die Angewohn- hett, die Taschen seines Anzuges peinlich genau zu untersuchen. Angeblich suche sie

darin Liebesbriefe. Und sie mache ihm auch recht häufig Eifersuchtsszenen. Aber und das ist die Quelle alles Aergers Ilona finde niemals solche belastenden Schreiben, statt dessennur Geld, das sie dann ungesäumt an sich nehme. Dieses Eheleben sei ihm zu teuer, erklärte der zornige Alercrnder. Dagegen wendete Ilona ein, er gebe ihr stets zu wenig Geld, so daß sie gezwungen sei, sich auf diese Weise die für Kleider und Haushalt er­forderlichen Mittel zu beschaffen. Sie wolle jedoch gern davon ablassen, falls der Mann sie besser versorge. Aber Alexander begehrte die Ehescheidung. Der Richter erwies sich als galanter Mann: Wenn der Ehegatte seiner Frau nicht genügend Geld zur Verfügung stellt, gehörte seine Tascheix auch ihr. Und der Mann sei nicht berech- figt, deswegen die Scheidung zu verlangen.

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Varese

Wer von Norden übet den St. Gotthard aufs köstlichste in Italien einfahren will, um nach Mailand zu gelangen, der mache sich ein­mal von dem allzu gebräuchlichen Wege und dem allzu abgetretenen Orte Lugano-Chiasso los und steige in,Bellinzona schon ans, das mit seinen zwei Burgen und dem prächtigen Dome wohl ein paar Stunden beanspruchen darf. Dann benutze et die Bahn nach Luino am Dftufer des Lago Maggiore, vergesse auch dort in der Friedhofskirche S. Pietro nicht die frühen Luimftesken nnb fahre mit der elek­trischen Fernbahn von der Schiffslände durch die steile Bergkette nach Südosten an Alm­siedlungen, die beliebte italienische Sommer« Aufenthalte geworden find, und bnjrij Paß- engen hinab ins leuchtende, strotzende Tal von Barese

Das ist eine Landstadt von zentralisierender Kraft und großer Betriebsamkeit. Wenig Altes hat sich in dem neuernngssüchtigen Orte er­halten: zwei Sttaßenzüge mit Lauben, unter denen man die besten Cafes für die ver'chrr- denen Gesellschaftsklassen findet; von einer dieser Straßen durch einen monumentalen Ä zum stattlichen Dome mit höchst beben« freistbendem Glockenturm, den man dem Tibaldi zusihreiben möchte, aber dem Bet. Nasconi zuweisen muß; das Gotteshaus ein Bildernnqeum der Lombarden und Piacen- stnet aus spätem 16. und 17. Jahrhundert; ein« ausgedehnte Palastvilla, die ein fürstlicher Statthalter im 18. Jahrhundert baute und da­hinter bereits an einem Höhenzuge hinan einen weiten Park anlegte, vorn archrtektoni- nett, hinten oben hoher Waldbestand und über dem jenseitigen Abfall eine Terrasse zur Ans­icht über die zwei flachen Seen gegen Abend, die da aus üppigem Grün wie flüssiges Blei schimmern. Gibt es irgend in Italien köst- 'icheres Obst als fix Varese?

Die Stadt breitet sich weit ins Flachland ub steigt anderseits in Buchten und Falten,

auf flachwellendem ober jäh auspringendem Höhenzuge aufwärts, lachend, blumen- und farbenreich, Elektrische Fernbahnen fahren weithin; auch bis nach Mailand neben zwei Eisenbahnlinien durch die hitzebrodelnde und staubverschleierte (Ebene; hinauf in die la­bende Kühle der Berghalden und bis auf kahle Spitzen, wo auch einmal ein Riesengast- hof a Sa Rigi steht mit abzweigender Draht­seilbahn. Das ist nur für die ganz Reichen und ganz Müßigen, unsäglich langweilig, ver­klatscht und fast ohne Bewegungsmögkichkeit aicher auf dem Tennisplatz. Wir wenden uns lieber nach rechts mit dem andren Pahn- zweige zum heftigen Berge.

Das ist nun wieder eine andere Erscheinung solchen Wallftihttsortes: eine kahle nach drei Seiten schroff abstürzende Felskuppe, auf deren höchster (Erhebung nach NO. die Gnadenkirche, die Priesterwohnung und eine strengsfe Non- nenllausur allmöhlig «ttstand. Nach SW. entwickelte sich aber ein kleiner Ott mit drei Gasthöfen, die sich an Billigkeit und Trefslich- keit überbieten. Enge Gasfan winden sich ab- schüssig und über gehauene Treppen durch den lebendigen Fels, die Unterbauten der Häu­ser aus Bruchstein und meist unter den Häu­sern hindurch und doch "tauber! jum engen Platze von der Kirchenschauseile. Die­ses Bergnest läßt an Abbruzzenftädtchen den­ken oder Rocca di Papa. Aber wo wäre dott die frohe Farbigkett in Hausanstrich und Blumenreichtum? Sie gehen wie vom Son­nenbrände gebleicht mit dem glimmernden oder grauen und schwarzen Gestein der Um» gebung zusammen, fast ununterscheidbar.

Vor dem unablvendllch verschlossenen Frauenkloster Tritt der engen Türe und spär­lichen Leinen 'Fenstern liegt ein kleiner Matz gepflastert und vergrast, schon ein Zeichen seiner Unnahbarkeit. Nie haben wir eine der Schwestern gesehen oder gehört. Nur einmal wurde mir eine Stimme daher laut: auf eine briefliche fachmännische Anfrage in mei­

nem besten italienisch; es war eine deutsche, schr liebenswürdige gütige. Auch in die Eixadenkirche kommen sie nur durch den sorg­lich abgeblendeten Flur zur räumigen Empore über den nördlichen Seiteneingang her.

An diesem endet der eigentliche Pilgenm- stteg zum hl. Berge. Wohl 10 Meter breit, ist er kn unendlich mühseliger, kostspieliger Ar­beit einer östlich weit ausspringenden Berg­nase in Zickzackführung abgewonnen. Eine gewaltige Leistung im 17. Jhdt., aber kein Gnadenweg": wohl eine Stunde vom ersten Eingangsbogen, der davor stehenden Vorbe- reittmgskapelle xmd dem zuletzt labenden Brunnen ohne Schutz gegen die Sonne, weit ausschwingend intb doch steil und mit Eiersteinen gepflastert. Der Üppige Eras- wuchs dazwischen tröffet wenig, beim Abstieg gar nicht, denn er macht das Geholper auch noch glatt, wemx er genügend verdorrt ist. Jedenfalls «kennt man an dieserNaturer­scheinung". baß der Weg xoenig mehr von den breiten und tiefen Pilgerscharen begangen wird, auf die er berechnet ist.

Und doch ist er auch ohne Wallfahrtsab­sicht dttngendst $u empfahlen. Denn er ist mit den 15 Kapellen der Rosenkranzperlen so genau in eins gearbeitet, daß auch diese Einkichck wesentlich zum Begreifen dessen hilft, mit wie wenig Recht man die barocke eine ab­gängige Kunst nennt (160490). Auf äußer­sten Vorsprüngen oder breiten Untermauerun­gen am Absturze stehen diese raumstarken fein« gliebrigen Prachtstücke frei vor Himmel und Äerglandschaft über dem farbenreichen Tale, wenige an die bäum- und sttauchreichen Ab­hänge der Innensette gelehnt. Dabei sind sie so sorgfältig abgemessen verteilt, daß von einer zur andern der Andächtige 10 mal das fällige Gebet sprechen könne. Ueber der letz­ten Kehre tritt nun als Hintergrund und Ziel der geweihte Bezirk auf dem Gipfel oder auch das ganze am Feld klebende Nest ein, über­ragt von dem Kirchturm desselben Bemas-

Seife 3

Ständig schmücken frische Blumen das Denkmal. In jeder Minute des Tages sind die Blicke zahlreicher Menschen auf das auffällige Bauwerk gerichtet. Der Verfas­ser konnte innerhalb von 50 Minuten in drei Fällen anhören, wie Kindern durch Erwachsene erklärt wurde:Diese Nurse wurde von den Deutschen ermordet."

Denkmäler haben ihre Bedeutung haupt­sächlich für kommende Geschlechter. Eng­land könnte mit Leichtigkeit aus den Mil­lionen seiner Kriegsteilnehmer einen Na­tionalhelden herausfinden, der nxcht zwischen zwei rassisch miteinander verwand­ten Völkern stehen würde. Denkmäler wxe das der Edith Cavell dienen zu nichts an­derem als der Verewigung des Kriegszu­standes. A. Mailbach.

Berlin wird idyllisch ...

Weihnachtsromantik durch Verordnung.

Die Wiedergeburt der Postkutsche.

Manmal kommt der Märchenduft der Träumerei, der Schimmer der Romantik auch aus Richtungen, in der der nach diesen Dingen sehnsüchtige, in den Weihnachts­tagen sogar heißhungrige Mensch von heute am allerwenigsten blickt. Bexsptelswexse aus Amtsstuben

So hat jetzt eine Verordnung der Oberpostdirektion den Verlxnern eine besondere Ueberraschung und sehr gro­ßen Faktor für das rechte Aufkommen der Vorfeierstimmung, der warm einhüllenden Weihnachtsatmosphäre geschenkt: Post­kutschen, wie sie unsere Väter und Vorva­ter sahen und wie sie in manchen Teilern Deutschlands erst vor einigen Jahren aus dem Straßenbild verschwunden sind.

Man sollte es nicht glauben. Gelbe, hoch schwankende Kutschen mit munteren Pferd­chen und hoch droben auf schwindelndem Bock den Schwager Postillon.

Ein Stückchen von der Versponnenheit der Vorväterzeit, von ihrer behaglichen Geruhsamkeit und der einlullenden stillen, ungestörten Weihnachtsvorfreude längst vergangener Zeiten bringen sie mit sich. Berlin wird idyllisch . . .

Allerdings ist dieses Idyll, ist dieser überraschende Sinn für die Dekoration, diese Neigung zum malerischen Detail nur Sache einer Verlegenheit.

Um die Pakethochflut vor den Feierta­gen nur einigermaßen bewältigen zu kön­nen, sah sich die Oberpostdirektion genötigt, eine Verordnung zu erlaßen, wonach alle längst ausrangierten gelben Postkutschen wieder zum Dienst herangezogen werden sollen.

Peitschenknallende Postillons _ werden aber dazu noch, wenn sie die Lust verspü­ren, Hörnerklang beimengen können, denn im Arsenal der Post liegen noch unzählige Posthörner von anno dazumal. Auch ge­lackte Zylinder sind noch vergebbar.

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com, 'der winkt und ruft; am Fuße des Klosterberges, da^ wo die Fahrstraße vom Tale mit letzter Schleife einbiegt der große weißschimmernde Mosesbrunnen, wie ent Nach­folger des an Via 20. Settemtre in Rom. Der Glockenschall das Gemüt mahnend, der plätschernde Brunnen den Leib lockend, Staot- und Hochgebirgsbild die Augen, das Profane in uns, fesselnd. Da hier die Land­schaft keinen Raum dafür gewährt, daß der Pilger nach dem Bittgänge den Berg hinauf und dem rauschenden Gottesdienste sein Mahl im Freien einnehmen könne, stellt jeder Gast­hof wirklich gastfrei weite Hallen mtt Tischen und Bänken, ja sogar mit Gedeck diesem Be­dürfnisse zur Verfügung; das ist wahrhaft soziale" Gemeinschaftspflege.

So überspannt die Zeit der Jndulgenzen in Oropa ist 3 Monate so sparsam ist man hier mit dieser Gunst gewesen. Daher der Andrang der Heilsuchenden hier weit mäßiger ist. Aber jeder Sonntag zeigt das baulich einfache, im 17. Jhdt. schmucküber- labene Gotteshaus übervoll. Das Grün­dungswunder ist ja auch mehr historischen Geistes: daß es unter dem hl. Ambrosius end­lich gelang nach langer Selbstbehauptung die letzten dott verschanzten Arianer mit Hilfe des Himmels vernichtend zu schlagen, woraufhin der rechtgläubige Bischof' dort eine Marien- verehrung einrichtete (368). 3m 15. Jhdt. zogen sich zwei Jungfrauen zu stillem Ein­siedler« und Büsserdasein in Höhlen dieses Berges zurück, die erst die Neugierde der Umwohner anzogen, dann durch ipr vorbild­liches Leben Nachfolge warben, die Anfänge des Frauenklosters da oben. Die weit an­regendere Idee zu den Gnadenkapellen brachte ein wallfahrender Priester von Varallo mi! am Ende des 16. Jhdts. Plan und Ausfüh­rung sind aber wohl nirgends so aus einem Gusse, wenn auch von mehrerer Künstler Hand, und mit sparsamerem Figurenauswano« großartiger geraten als am heiligen Berge von Varese. Ht.