Einzelbild herunterladen
 

Mtt* 0-. A.

Germania spielt gegen Kurhessen unentschieden

Auch Borussia verliert einen Punkt

Germanin Marburg - KurWen Kassel 2:2 (1:2)

Mit dem von uns erhofften Siege der Ger­manen ist es leider nichts geworden. Es wurde nur ein Unentschieden erzielt, aber das fei gleich festgehalten, daß, wenn je ein Sieg verdient gewesen war, er gestern kommen mußte. In der Eermanenelf war ein ganz anderer Zug als sonst, überall klappte es viel bester als sonst, nm an einer Stelle noch nicht, und das war beim Halbrechten Schaub. Er war in feinen Abgaben zu langsam und zu ungenau; hätte er entschloßener gespielt, nur 2 oder 3 der sich ihm bietenden Gelegenheiten ausgenutzt, so wären die Kurhesten mit einer überzeugenden Niederlage nach Hause ge­fahren. # Und die batten ste verdient. Das waren gestern nicht die Kurhesten, die uns vor Wochen an der Gisselbergerstraße durch ihr prachtvolles Spiel so begeistern konnten. Die Elf hat nachgelassen, ganz bestimmt, wenn wir auch zugeben wollen, daß der hart­gefrorene Platz mit seinen Unebenheiten man­chen schönen Kombinationszug verdarb, weil der Ball gewöhnlich irgendwo anders hin­sprang als er sollte. Aber unter diesem Mangel litt auch der Gegner

Als Unparteiischer stellte sich Herr Urbanski vom VfB. Weidenau vor. Wenn er auch manchmal etwas zu kleinlich pfiff, so konnte er doch als guter Leiter überzeugen; nur schien er kein Freund von Elfmetern zu sein, denn zwei für Germania und einer für Kur­hesten waren bestimmt fällig. 2hm stellten sich die Mannschaften Kassel: Kniep; Dar- mitzel, Schröder; Rindermann, Wuth. Falk; Melchior, Mausehund, Luckhardt, Jordan, Siebert. Es fehlte also der verletzte Trageser, den Mausehund nicht ersetzen konnte. Ger­mania: Wagner 1, Zschocke, Wagner 2, Schaub, Leiser; Happ 1, Werner 2, Pusch; Werner 1, Emmler; Happ 2.

Bei den Gästen zeigte Kniep einige schöne Paraden; die zwei Tore waren für ihn nicht haltbar. Gut war die Verteidigung, wenn auch manchmal etwas reichlich unsicher. Die Läuferreihe spielte fast durchweg defensiv; dadurch litten die Sturmleistungen. Siebert, Jordan und Luckhardt zeigten wobl ganz schöne Einzelleistungen, aber im Zusammen­harmonieren klappte es nicht. Der rechte Flü­gel der Kurhesten siel fast ganz ab.

Happ 2 int Eermanentor war wieder reich­lich nervös, wodurch einige brenzliche Situa­tionen entstanden; er hielt aber auch manche Sachen ganz ausgezeichnet. Die Verteidigung, abgesehen von etlichen „Kerzen", gut, beson­ders Emmler. Ausgezeichnet war die Läufer­reihe, besonders Happ 1 und Pusch. Beide stellten die Flügel der Kurhesten fast ganz kalt. Auch Werner 2 war auf dem Damm, nur muß er flacher spielen. Im Sturm war mehr Zusammenhang als sonst. Wenn Schaub die anfangs gerügten Fehler ablegt und wie­der schießt, wie vor einem Jahr, dann gibt es auch Sieg« für Germania.

Anfänglich war das Spiel beiderseits etwas zerfahren, da sich die Bodenverhält- niste als sehr störend erwiesen. Langsam stellte man sich darauf ein und dann kam Ruhe in das Spiel. Germania hatte sich zuerst gefunden und drängte die Kurhesten zurück. Schaub verschoß hintereinander zweimal planlos. Bei einem Eegenvorstoß ging es Luckhardt ebenso. Happ hatte dann den ersten schweren Schuß zu meistern. Etwas später rettete Kniep noch gerade auf der Linie zur ersten Ecke für Ger­mania, die aber abgewehrt wurde. Dann mußte Happ bei einem Strafstoß wegen Handspiel eingreifen. Es gab auch einen Eckball für Kurhesten, dann wieder einen für Germania. Die Kastelaner verteidig­ten manchmal mit acht Mann, so daß jeder Schuß an irgend einem abprallte. Kniep wollte im Herauslaufen eine Flanke ab­fangen, verfehlt aber den Ball, Wagner 1 bekam ihn, flankte vors leere Tor, aber kein anderer war da. Endlich, nachdem die Germanen noch zwei Eckbälle getreten hatten, kam der Ball zu Leiser, der schön aufs Tor schoß. Kniep war die Aussicht versperrt, so daß er sich zu spät warf. Ger­mania führte nach 26 Minuten; aber nur wenig später stand die Partie 1:1. Jor­dan schoß nach schöner Kombination aus vollem Lauf. Dadurch waren die Ger­manen etwas deprimiert, denn die Kur­hesten kamen merklich auf, hatten bis zur Pause sogar mehr vom Spiel. Luckhardt spitzelte dann in der 36. Minute zum 2:1 für Kastel. Werner 1 rettete dann zwei­mal zur Ecke; Erfolge fielen aber nicht mehr bis zur Pause. Nach einer Taste warmen Tee ging es weiter. Die Ger­manen kamen wieder auf, aber nichts wollte klappen. Immer wieder rettete Kniep, oder zerstörte ein anderer Kurheste

die Angriffe. Das Publikum wurde warm, besonders als Wagner 2 auf schöne Vorlage seines Bruders zum Ausgleich einschoß. Jetzt sollte der Sieg kommen, aber es blieb beim 2:2, trotzdem die Kur­hesten von den Germanen fast eingeschnürt

waren. Aber Unentschlossenheit, zum Teil auch Pech ließen den Siegestreffer nicht zu.

Dem Unparteiischen war es unerklärlich, daß Germania am Tabellenende steht; das mag Beweis genug sein, daß die Elf dies­mal gut gespielt hat. —n.

Die ..leben-e" Blume

MM,

WM'*' !!**?*<

<Wte. AWv- -

I ' *

,£ * - v!T ' V- f 4

MUMM

■Ä .

■

. .X V- <.xv- -----

ras

WW

Eine schöne gymnastische Schaunummer.

die bei dem Hallensvortfest des Verbandes brandenburgischer Atbletikvereine vorgeführt wurde.

Die Wallauer Revanche 8$. Saüaii — SfS.-Siitb. Marburg 5:3 (1:1)

Als die Wallauer am vergangenen Sonn­tag mit einer 5:1-Packung nach Hause kamen, da gab es im Hinterländer Fußballager lange Gesichter. Jedenfalls waren die ehrgeizigen Wallauer Spieler darauf bedacht, das Re­sultat in Wallau einer Revision zu unter­ziehen, was bann auch gelungen ist.

Für die Marburger Schimmelretter waren die Aussichten an und für sich von vornherein nicht sehr rosig, da sie mit Ersatz antreten mußten. In der Eästemannschaft: Weyand: Wiese, Weber; Koch, Mathee, Dietrich; Eckardt, Berndt, Fischer, Röll, Gobrecht; ver­mißte man Süß, Schmitz. Adorf, Böttner und Michel. Die Wallauer Mannschaft mit: Henkel; Bonacker 2, Schwarz 2; Bonacker 1, Henkel 1, Roßbach; Bonacker 3, Blöcher, Henkel 3, Runkel, Schwarz 1 führte das Spiel im großen und ganzen überlegen durch und errang einen vollauf verdienten Sieg.

Marburg diktierte am Anfang den Gang der Dinge, und es schien so, als ob die Wal­lauer nicht richtig ins Spiel kommen wollten. Aber nach einigen aufregenden Momenten vor dem einheimischen Gehäuse, wurden auch die vorderen Reihen warm. Das erste Tor

Wallaus, das Runkel mit langem Strafstoß­schuß erzielte und das nicht unhaltbar erschien, glich Marburg etwas später durch seinen besten Stürmer Fischer aus. So blieb es bis zur Pause. Bald nach Wiederbeginn wurde es 2:1 für Wallau. Bonacker 2 war der Schütze. Wieder ist es Fischer, der mit famosem Schub seinen Farben abermals den Ausgleich brachte. Einige Ecken für Wallau bringen endlich auch einen Erfolg. Blöcher köpft an dem wie er­starrt dastehenden Wevand vorbei ein. Weyand verläßt daraufhin sein Tor, Wiese, der hervorragende Verteidiger will ihn er­setzen, was ihm aber nicht ganz gelingt. In kurzen Abständen erhöhen die Wallauer durch Runkel und Bonacker 2 auf 5:2. Eben vor Schluß wird es 5:3.

Alles in allem, die Marburger konnten diesmal nicht so überzeugen, wie dies in früheren Spielen geschah. Vollauf 'ihre Pflicht taten nur der famose Mittelläufer Mathee, Wiese, Dietrich, Fischer und Berndt.

Schiri Berghoff-Wiesenbach war korrekt, er durfte aber niemals den letzten Treffer der Marburger werten.

Ae Spiele in Men-Sminever

Punkteinbu'gen der Favoriten.

Der Sonntag brachte in Hessen Han­nover bei den Verbandsspielen der ersten Klasse insofern Aeberraschungen. als sich der bisher ungeschlagene Tabellenführer Borussia Fulda ebenso wie der Tabellen­zweite, Kurhessen Kassel, je einen Punkt abnehmen ließen. Sowohl -Fulda gegen Hermannia Kassel als auch Kurhessen ge­gen Germania Marburg erzielten jeweils nur ein 2:2. Spielverein Kassel wellte in Göttingen und Unterlag dort gegen SV. 05 nnt 3: 4 Toren. In der Tabelle sind keine wesentlichen Veränderungen ein­getreten. Nach wie vor führt Borussia Fulda mit 19:1 Punkten vor den Kasseler Kurhessen (17:5) Und SE. 03 Kassel (12:8 Punkten).

Göttingen 05 — Spieloereiu Kastel 4:3.

Göttingen war in der ersten Halbzeit stark überlegen und konnte bis zur Pause eine verdiente 3:1-Führung herausholen. Der dritte Treffer war ein von Müller verwandelter Elfmeter. Aach dem Wechsel zogen die Göttinger sogar auf 4:1 davon, Dann aber riß sich der Spielverein zu­

sammen Und zeigte im Sturm achtbare Leistungen. Zwar holte Spielverein auf 4:3 aus, zUm Ausgleich langte es aber nicht mehr.

Hermannia Kastel — Borussia Fulda 2:2.

Trotz des kalten Wetters war der Be­such dieses Treffens recht gut. Die er­warteten großen Leistungen der Borussen blieben aber aus. Die Hermannen waren durch großen Eifer Und Schnelligkeit ein gleichwertiger Gegner. Den Hauptanteil an dem guten Ergebnis hatte die Ver­teidigung Hermanmas, die mit ihrer Härte Und Entschlossenheit den Sturm der Ful­daer kalt stellte. Bis zur Pause war Bo­russia durch Strasser und Weisel erfolg­reich, während Hermannia bei einer leicht­sinnigen Abwehr des Borussenhüters Büchner zum ersten Treffen kam. Aach dem Wechsel übernahm zunächst Herman­nia das Kommando und konnte durch Reinke den Ausgleich erzwingen. Bo­russia wurde in der letzten Viertelstunde stark überlegen, so daß die Hermannen ihre Verteidigung verstärken mußten. Zu zähl­baren Erfolgen kam Borussia aber nicht mehr, da Hermannia sehr geschickt ver­teidigte.

Lerbmi-ssMe in Wöeutschlanb

Gruppe Main:

Eintracht Frankfurt — Kickers Offenbach 2:2 Germania Bieber — FC. Hanau 93 2:0 Rot-Weiß Frankfurt — FSB. Frankfurt 1:2 VfB. Friedberg — Sportfreunde Franks. 3:0 Union Niederrod — VfL. Neu-Isenburg 4:1

Gruppe Hessen:

Fvgg. 06 Kastel — 1. FC. Langen 5:0 FSV. Mainz 05 — Olympia Lorsch 2:1 Alemannia Worms — Fvgg. Mombach 2:0 VfR. Bürstadt — Wormatia Worms 0:1 Viktoria Urberach — SV. Wiesbaden 2:5

Gruppe Nordbayern:

FC. Bayreuth — 1. F C.Nürnberg 1:2 Spvgg. Erlangen — Spvgg. Fürth 1:6

Gruppe Südbayern:

Jahn Regensburg — 1860 München 2:0 Bayern München — DSD. München 3:0 Schwaben Augsburg — Wacker München 1:1

Gruppe Württemberg:

Stuttgarter Kickers — FC. Birkenfeld 1:0 VfB. Stuttgart — Normannia Gmünd 4:1

Gruppe Baden:

FC. Mühlburg — Phönir Karlsruhe 0:2 Freiburger FC. — FV. Rastatt 04 4:0

Gruppe Rhein:

Phönir L'Hafen — Amicitia Viernheim 3:1 SV. Waldhof — VfL. Neckarau 2:1

VfR. Mannheim — Spvgg. Sandhofen 3:1 'Gruppe Saar:

SV. Völllingen — FK. Pirmasens 3:2

Länderspiel ht Brüssel:

Belgien — Oesterreich 1:6

Wer nimmt in EMeutWan- an -en Endwtelen teil?

An diesem Sonntag sind fast alle Ent­scheidungen über die Besetzung der beiden ersten Plätze gefallen. Man kann also heute schon feststellen, wer an den süd­deutschen Endspielen tellnehmen wird. Be­kanntlich spielen in diesem Jahre die Be­zirke Dahem und Rhein-Saar in der Ab- teigung 1 und die Bezirke Main-Hessen und Württemberg-Baden in der Abtei­lung 2. Dis jetzt sind 13 Endspielteil- nehmer ermittelt, die sich auf die beiden Abteilungen wie folgt verteilen: Abtei­lung 1: l.FC. Nürnberg, Spvg. Fürth. Bayern München, SV. Waldhof, Phönix Ludwigshafen, FK. Pirmasens, 1. FC. Kai­serslautern. Es fehlt nur noch der zweite Vertreter der Gruppe Südbayern, der aber «nit größter Wahrscheinlichkeit München 1860 heißen wird. Abteilung 2: Fuh- ballsportverein und Eintracht Frankfurt, Mainz 05, Wormatia Worms, Karlsruher FV., Phönix Karlsruhe. Es fehlen nur noch die beiden Ersten der Gruppe Würt­temberg (Stuttgarter Kickers, VfB. Stutt- gart oder Union BöckingenX

Vitdenlovl-ErbimMli 8:2

Die Gäste hatten in Biedenkopf nicht viel zu bestellen. Tie gut zusammenspielenden Bie­denkopfer schafften 8 feine Treffer, denen Erd­haufen nur 2 Tore entgegenzusetzen hatte.

Wiesenbach — Frechenhausen.

Frechenhausen überließ Wiesenbach kampf­los die beiden Puntte.

Cölbe 1. — Wehrda 1. 5:0 (2:0).

Die Wehrda er Elf weilte gestern zum Ver­bandsrückspiel in Cölbe. Die beiden ftets an der Spitze liegenden Mannschaften traten zum Teil umgestellt an. Das hohe Spiel der Wehrdaer, eine ihrer größten Schwächen, ließ sich Cölbe nicht aufdrängen. Sie spielten ihren flachen Paßball wie stets, wodurch sie die Gäste vollständig verwirrten. Wehrda hatte Anstoß, verlor den Ball und Cölbe rückte vor das Wehrdaer Tor, jedoch wurde die erste Torchance unterbunden. Weiter ver­lief das Spiel offen. Wehrda rückte energisch vor das Cölber Tor, jedoch fehlte es hier an guten Torschützen. Cölbe hatte in seinem Halbrechten einen solchen, der den ersten Tref­fer erzielte. Wehrda kam gut auf, doch wur­den sichere Torgelegenheiten von der Eölber Vetteidigung unterbunden, auch der Hüter zeigte gute Leistungen. Durch eine schöne Abgabe an den Cölber Mittelstürmer, welcher schnell mit dem Ball vor Tor rückte, wurde 10 Minuten später bas 2. Tor erzielt.

Wehrba stellte bie Mannschaft um. Jcurz nach Halbzeit bot sich bem Cölber Mittel­läufer bie Gelegenheit burch scharfen Schuß bas 3. Tor zu schießen. Einige Zeit später schoß bei- Cölber Halbrechte zum vierten Tref-