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Oberhessisih« Zeitung, Marburg a. L. Montag, den 12. Dezember 1932
Nr. 291
Deutschland gleichberechtigt ist, dann mutz die uns aufgezwungene Entwaffnung auch auf die, übrige Welt angewandt werden. Dieser Teil des Versailler Vertrages kann also nur insofern aufrechterhalten werden, als seine einzelnen Bestimmungen von allen an der Abrüstungskonferenz beteiligten Staaten für sich selbst in Anwendung gebracht werden.
Es liegt im Zuge dieser Entwicklung, datz mit der heutigen Erklärung auch bereits der von uns stets abgelehnte, aber immer noch zur Debatte stehende Artikel 53 des Konventionsentwurfes der Vorbereitenden Abrüstungskommiss.ion bereits erledigt ist, der die Diskriminierung Deutschlands aufrecht zu erhalten suchte. Als besonders erfreulich ist schlieh- lich noch zu unterstreichen, daß der Erfolg der deutschen Bemühungen das Problem gleichzeitig für die anderen entwaffneten Staaten erfaßt, also auch für Oesterreich, Ungarn und Bulgarien. 2n der Erklärung wird ausdrücklich von „allen Staaten" gesprochen.
Faßt man das erreichte Ergebnis des deutschen Kampfes um die Gleichberechtigung zusammen, so mutz man zu der Feststellung gelangen, datz ein sehr wesentlicher Fortschritt erzielt wurde. In den matzgebenden Kreisen der Reichshauptstadt wird erwartet, datz er sich auch auf die schlietzlicke Lösung des Abrüstungsproblems selbst aus wirten wird.
Paris ist sehr zufrieden
Die Denker Einigung wird auch von der Paris er Morgenpresse fast einmütig begrüßt und als ein Erfolg der Bemühungen Paul Boncours und Macdonalds bezeichnet. Trotz des außer» ordentlich nichtssagenden Anscheins der Fünfer-Ettlämng, so betont „PetitPa- r i s i e n“ habe sie den Wert, daß
Frankreich die Wiederbeteili- g u n g Deutschlands an der Ab- riistungsbesprechung erreicht habe, ohne anf irgend einem Gebiet lebenswichtige Interessen anfgegeben z« habe».
Wenn man sich die Schwierigkeiten vergegenwärtige, die heute einer Anwendung des Artikels 213 (Kontrolle) entgegenstehen, so werde man den ganzen Wert ermessen, den die Schaffung eines internationalen Kontrollsystems (!) habe, die nun in greifbare Nähe gerückt sei. Artikel 5 des Versailler Vertrages werde zwar durch ein neues Abrüstungs-Abkommen ersetzt werden, aber dieses Abkommen werde- durch eine Reihe von Sicher- ^heitsbedingungen^ausgeglichen und ß * ' stelle kein neues Zugeständnis dar.
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Das „3 o u t n al“ Unterstreicht ebenfalls das Ende des Artikels 5 des Versailler Vertrages, betont aber gleichzeitig, daß die ganze Frage der Gleichberechtt- gung von neuem aufgerollt werde, wenn Frankreich nicht die Sicherheits- bedtngungen erreicht^ die es verlange. Dieser Vorbehalt komme in dem Wortlaut der Fünfer Erklärung klar zum Ausdruck.
Das „Petit Journal" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Reichsregie- rung Mnmehr auf ihren Plan zur Aufrüstung verzichtet habe, und , daß die Arbeiten der Abrüstungskonferenz recht bald zur Schaffung eines internationalen und ständigeii-Kontroll» ausfchuf ses (!) führe.
Das „Oeuvre" ficht in der Tatsache, daß man sowohl deutscher- wie auch französischerseits von einem Erfolg spreche, den besten Beweis dafür, daß die Verhandlungen einen für beide Teile günstigen Verlauf genommen hätten Und zu allen Hoffnungen berechtigten.
Die Londoner Presse zur Einigung in Genf.
Zu der Einigung in Genf schreibt „Daily Telegraph": Trotz der scheinbaren Einfachheit dessen, was endlich vereinbart worden ist, schließt die Erklärung gewisse Zugeständnisse ein, auf die noch vor einer Woche so gut wie keine Aussicht bestand, aber wenn jetzt der Weg für einen neuen Fortschritt in der Abrüstungssache frei geworden ist, fragt es sich, wie weit die Konferenz ihn gehen wird.
„News E h r o n i c l e" erklärt, die Nachricht, daß Deutschland zur Abrüstungskonferenz zurückkehre, sei die beste, die seit längerer Zeit aus Genf gekommen sei, Deutschlands formelle Teilnahme werde der Konferenz einen kräftigen An- stoß geben.
Neurath nach Berkin abgereist.
Genf, 11. Dez. Reichsminister Frei- herrvonNeurath ist Sonntag abend in Begleitun des Gesandten Eöppert und des Vortragenden Legationsrates Dr. Katzen berge r nach Berlin zurück-
Bedingungslos zahlen!
Amerika gibt nicht nach
Annahme der französischen Schuldenzahknng nur ohne Bedingungen.
fk. W a s h i n g t o n, 12. Dez. Hohe Beamte des Staatssekretariats erklärten, datz die amerikanische Re8ierun8 die am 15. Dezember fällige französische Schuldenrate nicht annehmen werde, falls Frankreich bestimmte B e d i n g u n g en an die Zahlung knüpfe. Wenn die Schuldenländer die Dezember-Zahlung nicht leisten, so geschehe dies auf ihre eigene Verantwortung und mit dem ausdrücklichen Hinweis, datz irgendwelche Bedingungen von der amerikanischen Regierung nicht angenommen worden seien.
Die Haltung der französischen Regierung zur Schuldenfrage.
Paris, 11. Dez. Heber die Entscheidung, die der heutige Kabinettsrat in der Schuldenfrage getroffen hat, berichtet Havas, die Minister hätten einstimmig die Ansicht vertreten, daß Frankreich den Fälligkeitstermin vom 15. Dezember einhalten müsse. Infolgedessen werde Herriot Montag der Kammer vorschlagen, die zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden 19 800 000 Dollar unter Vorbehalt zu zahlen. Dieser Vorschlag werde morgen vormittag von einem Ministerrat unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik ratifiziert werden. Herriot werde sofort nach Eröffnung der Kammersitzung darlegen, daß für die Haltung der Regierung zwei Faktoren besonders maßgebend gewesen seien: Einmal der Wunsch, einen Parallelismus zwischen der französischen und der englischen Haltung zu wahren, zum anderen das größere Entgegenkommen der zweiten amerikanischen Rote, das durch die letzten aus Washington eingetroffenen Nachrichten noch unterstrichen würde.
Die britische Rote an Amerika.
London, 12. Dez. Reuter meldet: Die neue britische Note an die Vereinigten Staaten war von allen Mitgliedern des Kabinetts gebilligt worden. Ein Gerücht, Frankreich werde das für die Zahlung nötige Geld an England leihen, wird amtlich nachdrücklich als unzutreffend erklärt. Etwas derartiges komme nicht in Frage. Wegen der Zahlung wird kein Nachtragsbudget im Parlament eingebracht. Die Bezahlung an Amerika wird nicht als budgetäre ' Zahlung, sondern als Kapitalzahlung betrachtet in dem Sinne, daß sie nicht unter den regelmäßigen Ausgaben des Finanzjahres aufgeführt wird. Die Zahlung an Amerika hat die Höhe der Dezemberschuldenrate,- aber die britische Regierung betrachtet sie nicht als die am 15. Dezember fällige Rate. Nach ihrer Ansicht hat sie nicht die regelmäßigen Zahlungen an Amerika wieder ausgenommen, sondern erwartet, daß die Vereinigten Staaten die Summe bei einer endgültigen Regelung in Rechnung stellen. Die Frage, in welchem Maße es notwendig ist, Gold nach den Vereinigten Staaten zu verschiffen, wird demnächst erwogen. Sie wird aber nicht als dringend betrachtet. Es gibt Mittel und Wege, um der Bundesreservebank den notwendigen Betrag durch ein Papiertransfer zur Verfügung zu stellen.
Die amerikanische Antwort auf Großbritanniens Note.
Washington, 11. Dez. In der Antwortnote des Staatssekretärs Stimson auf die neueste britische Note wird zum Ausdruck gebracht, daß die amerikanische Regierung die britische Erklärung, daß die Zahlung am 15. Dezember nicht als Wiederaufnahme der regelmäßigen Zahlungen betrachtet werden sollte, als unzulässig betrachtet. Der Staatssekretär erklärt, der Schatzamtssekretär habe keine Autorität, Kriegsschuldenzahlungen anzunehmen außer in der Weise, wie es im Fundierungsabkommen vorgesehen sei.
Schärfster Kampf
* Hitler bei den Amtswaltertagungen
Hitker vor den schlesischen Amtswaltern der NSDAP.
Breslau. 11. Dez. Die drei schlesischen Gaue der NSDAP hielten am Sonnabend im Messehof eine Amtswalterversammlung ab, an der auch Adolf Httler teilnahm.
Reichstagsabgeordneter Brückner führte, wie aus Kreisen der NSDAP mitgeteilt wird, in einer Rede aus, datz die schlesischen Nationalsozialisten mehr denn je in Treue zum Führer der Bewegung ständen. Ohne ihn wäre die nationalsozialistische Bewegung undenkbar.
Httler erklärte in einer Ansprache, datz der Kampf nach den Geschehnissen der letzten Wochen mit allen erdenklichen Mitteln schärfer denn je geführt werde.
Sonntag früh fuhr Httler nach Dresden wetter.
Sitter vor der Amtswalter schäft Sachsens.
fk. Dresden, 12. Dez. Von Schlesien kommend traf Adolf Httler am Sonntagvormittag in Dresden zur Amtswalterschafts- Tagung der örtlichen Kreise des Gaues Sachsen der NSDAP, ein. Er fühtte u. a. aus: „Die anderen brauchen unseren Namen, unsere Kraft und Stärke. Sie können das haben: wir verlangen aber dafür die Macht Zug um Zug. Die Regierung von heute, die Regierung ohne Volk, gleicht einer belagerten Festung.
Mr gehen in die Regierung hinein, dba nur dann, wenn die anderen himms- gehen.
Gewiß haben wir 30 Mandate verloren, aber unterdessen haben unsere Gegner Mei Regierungen verloren. Auch das neue Kabinett wird nicht lange leben. Wir werden die 30 Mandate wieder herbeiholen, denn unser Rekrutendepot ist größer als bas ihre. Am 2. Ianuar schließt der Burgfriede und am 3. Januar werden wir wiederum im Kamps stehen."
Anschließend fuhr Httler mtt feiner Be- glettung im Kraftwagen nach Chemnitz und nach Leipzig. In beiden Städten machte er vor der Amtswalterschast etwa die gleichen Ausführungen.
Tagung der Amtswalter in Kassel.
Kassel, 12. Dez. In der Stadthalle in Kastel fand gestern eine Amtswalter-Tagung «es ©oues Hessen-Nassau Nord der NSDAP statt, zu der über 3000 Amtswalter aus allen Ortsgruppen des Gaues erschienen waren. Eaurnspetteur Sprenger unterstrich, datz die nationalsozialistische Bewegung in Erfüllung ihres leitenden Grundsatzes, des Füh- rerprinzips — nur einen Führer kenne, und der heitze Adolf Hitler. Er habe die Bewegung geschaffen und ihr zum Siege oer- hoifon, er habe Deutschland einen neuen
Glauben und eine Weltanschauung gegeben, die der ganzen Welt ein neues Gesicht geben werde. Sein Wille sei allein entscheidend. Der Gauleiter und die Leiter der Hauptabteilungen knüpften an ihre Tätigkeitsberichte die gleichen Forderungen unbedingter Disziplin und rücksichtslosen Kampfeswillens.
In einem Telegramm an Adolf Hitler geloben die versammelten 3000 Amtswalter des Gaues Hitler erneut unerschütterlich e Treue und bedingungslose Gefolgschaft.
Schlägerei zwischen Natümalsozialisten und Stahlhelmleuten.
Altona, 11. Dez. Zwischen Nationalsozialisten und Angehörigen des Stahlhelms kam es im Vorraum des Hotels „Kaiserhof" in Altona zu einer Schlägerei. Zwei junge Nationalsozialisten waren wegen po- lttischer Auseinandersetzuengen aus einer Weihnachtsfeier des Stahlhelms verwiesen worden. In den frühen Morgenstunden erschienen daraufhin tm Vestibül des Hotels etwa 25 Nationalsozialisten, die mit den Stahlhelmleuten in Streit gerieten. Bei der Schlägerei wurden fünf Personen verletzt. Ein lbjähriger SA-Mann wurde festgenommen. Der Sachschaden ist recht erheblich.
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Rechtsausschutzsitzung der D.V.P.
Berlin, 11. Dez. Der ReichsauS- schuß der DVP. trat am Sonntag in Berlin zu einer Sitzung zusammen. Der Parteiführer, 2lbg. Dingeldey, erklärte, wie die Pressestelle der DVP. mitteilt, daß das parlamentarische System, wie es heute beschaffen ist, kein Vettrauen verdiene, daß aber die große Mehrheit des Volles den polittschen Konflift nicht um des Konfliktes willen herbeiwünsche. Die Vertagung des Reichstages sei mit Summen bezahlt worden, die bis hott an die Grenze des Erträglichen gehen. Die DVP. denke dabei nicht in erster Linie an die so- zialpoliüschen Beschlüsse, sondern an Rahmen und Umfang der Amnestie. Die organisatorischen Aufgaben der Pattei sind gewaltig. Dingeldey teilte weiter mit, daß er der Entlastung bedürfe und deshalb den Reichstagsabgevrdneten Dr. Hugo als stellvertretender Parteiführer bestimmt habe. Die Ausgabe ergab volle Zusttm- rrrung zum Kurs der Deutschen Volls- pattei. Am Schluß sprach Finanzminister Dr. Mattes über die polttische Vage im Badischen Landtag.
Ausland
Die „fkeinigungsaktion" in der Komm« nistischen Partei Sowjet, rußlands.
Moskau, 11. Dez. Das Zentral, konrttee der Kvnrmunisttschen Partei der Sowjetunion hat angeordnet, daß im Laufe des Jahres 1933 eine sog. „Tschästka", eine Säuberung und Revision des Mitgliederbestandes der Konrmiunisttschen Partei sowie der Anwärter für di« Patteimit- gliedschaft durchgefühtt wird. Weiterhin wird vom 11. Dezember ab eine Aus. nahmesperre sowohl für die Mitglieder als auch die Patteianwätterschaft für das Ge» santtgebiet der Sowjetunion in Stadt und Land verhängt.
Derartige PatteisäuberUnyen haben wie- derhM stattgefunden. Richtunggebend für die Att ihrer Durchführung war die all» gemeine „Tschistka", die unter Lenin im Jahre 1921 vorgenommen wurde. Zn den Jahren 1922—1928 fand eine laufend« Aeberprüfung des Personalstandes der Patter durch Kontrollkommissionen statt. Rund 260 000 Personen schieden in diesen Zähren aus der Pattei aus. Im Ro» vember 1928 beschloß das Zentralkomitee eine neue „Generalischistka", von der oe» sonders die Anhänger der Trotzki-Opposition erfaßt werden sollten. Die Durch, führung dieser Säuberungsaktion, die bis zum Jahre 1930 anhielt, und auf Grund der Richtlinien der Patteikonferenz vom Apttl 1929 erfolgte, traf praktisch besonders die Rechtsopposition, die inzwischen zu einer neuen Gefahr angewachsen war.
Die neu angekündigte Generalsäuberung foH wiederum oppositionelle Einflüsse zu- ! rückdämmen und durch hartes disziplinan- sches Durchgreifen den Gehorsam der Parteimassen gegenüber der obersten Führung sichern. ।
Die lleberreft« btt Maud-Erpedttion gefunden.
Oslo, 11. Dez. Ein Funkspruch vom , Cap Scheljuskin in Nordsibirien von der rus- fischen bei Maudharn überwinternden Erpe- dition meldet, daß man Amundsens Hütte von der Maud-Erpedttion gefunden hat. Die < Hütte ist 16 Quadratmeter grob, aus Stein ' gebaut, mit einem Holzdach und Segeltuch '
darüber gedeckt. Ferner hat man ein Tage- .
buch gefunden, das von April bis Ium 1919 ।
reicht und von einem der Erpeditionsteilneh- i mer, Testen geführt wurde. Auherdern hat '
man noch ein norwegisches Fangboot und 1
Konserven gefunden. Testen ist zusammen ■ mit Knutfen auf der ErpeditioN ümgekommen, ] als sie nach der Telegraphenstation am Flusse 1
Jenissei unterwegs waren. Man hat auch '
die Leiche von Testen gefunden. M <
Die Maud-Erpedttion war 1918 von I \ Ammidsen von den nordsibirischen Inseln aus W s unternommen worden mit dem Ziel, mit dem F - Polarstrom über den Nordpol zu tieiben. I j Nach drei Jahren mutzte jedoch der Versuch I ] aufgegeben werden. Die Strömung verlief | \ anders, als man vorausgesetzt hatte.
Deutsches Reich
Schwerer Unfall eines mit Nationalsozialisten besetzten Autos.
Trier, 11. Dez. Ein Wagen, der mit 15 Nationalsozialisten besetzt war, die zu einer Koblenzer Versammlung wollten, stieß etwa 10 Kilometer hinter Cochem gegen den Pfeiler einer Eisenbahnunterführung. Der 50 Jahre alte Nationalsozialist Jette aus Nennig a. d. Obermosel, Vater von zehn Kindern, war s o s fort tot, ein Insasse wurde schwer, zwei wurden leicht verletzt. Das Unglück geschah an einer gefährlichen Stelle. Ob der Führer des Autos die Warnungszeichen übersetzen hat, oder welcher Ursache sonst das Unglück zugeschoben werden muß, ist noch nicht festgestellt.
Kirchenwahlen in Mecklenburg - Schwerin.
Schwerin, 11. Dez. Am Sonntag fanden in Mecklenburg-Schwerin Kirchen- Eemeinderatswahlen statt. In den weitaus meisten Kirchengemeinden war nur eine Vorschlagsliste eingereicht. Nur in ganz wenigen Städten waren auch die Nationalsozialisten mit einer eigenen Vorschlagsliste hervorgetreten. — In Schwerin selbst wurden abgegeben für die unpolitische Liste 5998 Stimmen und für nationalsozialistische Liste 2141 Stimmen. — Aus Waren wird gemeldet, daß dort bei der Mariengemeinde für die unpolitische Liste 220 Stimmen und für die national- sozialische Liste 131 Stimmen abgegeben worden seien. — Die Wahlbeteiligung war sehr gering; sie betrug 25—30 Prozent.
Die Kirchengemeinderatswahlen in Rostock.
Rostock, 11. Dez. Bei den heutigen Kirchengemeinderatswahlen wurden in den fünf Rostocker Gemeinden für die unpolitische christliche Liste insgesamt 6804 und für die nationalsozialistische Lifte ins* gesamt 1960 Stimmen abgegeben.
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