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Nr. 279

CTeflkmw Seftimfl. Marv«A ft S_ Mchttag, beit 28. November 1932

Sette 9

„Die Schmiede der Zukunft"

Das Arbeitslager Rotzberg eröffnet

Am Südausgang von Rohberg, da wo die Straße nach Wermertshausen führt, liegt die ehemalige Oberförsterei Rotzberg. Der umfangreiche Gebäudekompler dient heute verschiedenen Zwecken. In dem einen Haus wohnt der Förster, in dem zweiten em Wald­arbeiter und aus dem dritten ist nun „die Schmiede der Zukunft" geworden —.ein Arbeitslager des Jungdeutschm Ordens. Das Haus gehört dem Fiskus, wurde von der Marburger Kreisverwaltung gepachtet und an den Jungdeutschm Ordm weiterverpachtet. Forsthäuser liegen ge­wöhnlich schön, so auch diese neue Heimstätte der Arbeitsfreiwilligen. Ringsum herrlicher Wald, der sich brs Wermertshausm und Nordeck hinauf erstreckt. Hinter dem Ge­höft ein schmaler Wiesengrund, durch dm sich ein Bächlein zwängt, das man einmal zu einem klemm Staubecken sammeln will, um Badegelegmheit zu schaffen. Vorläufig aber sollen die Arbeitsfreiwilligen ihre Ge­neralreinigung in der Schule von Rotzberg vornehmen können, die Brause- und Wannm- bäder hat. Jedenfalls ist die Lage dieses ehemaligen Forsthauses so schön, daß die Ab­sicht besteht, hier später einmal eine I u - gendherberge einzurichten. Die Vor­bedingungen dazu sind jedenfalls reichlich ge­geben — genau so wie für das jetzt hier bestehende geschlossene Arbeitslager, das zu­nächst bis zum März nächsten Jahres ge­sichert ist.

Der Freiwillige Arbeitsdienst soll be­kanntlich nicht allein auf dem Wege der Ar­beit produktive Werte schaffen (die uns bei der einfachen Unterstützung verloren gehens, er soll vor allem auch in unserer Jugend den Gemeinschaftssinn wecken,, soll soziale und politische Gegensätze überbrücken helfen. Der letzteren Aufgabe wird er aber eigent­lich nur dann gerecht, wenn die Arbeitsfrei- willigen in geschlossenen Arbeitslagern und nicht — wie die zweite Bezeichnung heitzt, im „offenen Arbeitsdienst" unterge­bracht sind. Deshalb ist man auch bemüht, die jungen Leute in erster Linie für das ge­schlossene Arbeitslager zu gern innen, in dem sie restlos aufeinander Lngewiesm sind, wo der Kameradschaftsgeist auflebt, den die Frontkämpfer aus dem Schützengraben lennen und der uns heute bitter not tut. So soll' also auch das Arbeitslager Roßberg, wie der Führer der Bruderschaft Marburg des Jung- deutschen Ordens, Herr stud. Jaeger, in seinen Begrüßungsworten ausführte, unserer Jugmd eine Schmiede der Zukunft sein.

Träger des Dienstes in diesem Arbeits­lager ist der Jungdeutsche Orden, Träger der Arbeit die Gemeinde Wermertshausen und auch Roßberg. Für die Schaffung des Arbeitslagers, das etwa 60—80 Mann um­faßt, haben sich Kreisverwaltung und Ar­beitsamt weitestgehend eingesetzt. Von den Arbeitssreiwilligen entfallen 13 auf die Stadt Marburg, die übrigen auf dm Landkreis, etwa 40 sind in dem geschlossenen Arbeits­lager untergebracht. Ihr Führer und Be­rater ist Dipl.-Ingenieur Groß aus Frank­furt, der bereits große Erfahrungen im Frei­willigen Arbeitsdienst besitzt. Ein Mann, der im Kriege als Pronieroffizier mit dem Pour le merite ausgezeichnet wurde und der jetzt als treuester Kamerad unter der Jugend steht.

Was dm Arbeitsplan anbelangt, so ist durch das Arbeitslager Rotzberg zur Zeit der Ausbau von Holzabfuhrwegen in der Ge­markung Wermertshausm in Angriff ge- nommm worden, wobei die Steine an Ort und Stelle gebrochen werden und die Bewoh­ner von Wermertshausen einige tausmd Fuh­ren kostenlos leisten. Weiter sind vorge­sehen Wegebauarbeitm in der Gemarkung Rotzberg und als Endziel ein direkter fahrbarer Verbin dungsweg von Wermertshausen nach Nordeck, durch dm ein Umweg von etwa 12 Kilome­tern eingespart werden kann. Der Arbeits­dienst vollzieht sich in der Weise, daß der Abmarsch zur Arbeitsstätte um 7.30 Uhr erfolgt, an Ort und Stelle gibt es ein war­mes Frühstück. Rückmarsch um 15.30 Uhr. Um 16.15 Uhr folgt dann das Mittag­essen mit anschliehmdem Jnnmdimst. Nach dem Abmdbrot sind noch Vorträge usw. an- gesetzt, bis dann um 21.30 Uhr Lagerruhe befohlen wird, e

Die Ausnutzung des Hauses als Arbeits­lager ist in praktischer Weise und mit dm einfachstm Mitteln gelöst wordm. Im Ober­geschoß liegen die gemeinschaftlichen Schlaf­räume. für biedre Jugendherberge in dankens­werter Weise Bettm zur Verfügung gestellt hat. Im Untergeschoß ein großer Tages­raum, in dem jetzt ein schöner Adventskranz hängt, die Küche, in der drei regelrechte Köche in weißer Uniform ihr Amt ausüben, eine kleine Vorratskammer mit Sekbstge- ichlachtetem und schließlich in dem früheren Stall der Waschraum und baneben in der Scheune Fahrräder usw. Die gesamte tä». richtung ist mit großer Liebe zusmnmengetra- gen und meist selbst angefertigt. Dre pm* gen Leute lassen es sich sogar nicht nehmen, ihre Wäsche selbst zu waschm imb zu bügeln und daß sie bei aö dieser ungewohnten Ar­beit hie gute Laune nicht verlieren, beweist z. B. der Spruch an der Sammelbüchse: „Ge­denket der hungrigm Vögel im ArbettÄager" Daß aber her der Verpflegung unsere Land­bevölkerung nach bestm Straften mithilft, zeigt ohne weiteres der Speisezettel, auf dem immer triebet rie .Mutstjuppe" steht, die

ja schließlich irgendwoher kommen muß, be­wies auch die Kaffeetafel, zu der man mit Kuchen beigesteuert hatte.

Bet der Eröffnungsfeier, die sich selbstver­ständlich im schlichtesten Rahmen vollzog, überbrachte Dr. Wtskemann die Grüße des Landrates, an dessen Stelle Kreisinspek- tor Seufer vertreten war, und die der Uni­versität. Er wies dabei darauf hin, daß letztere, nachdem sie die theoretische Seite des Freiwilligen Arbeitsdienstes behandelt hat, mm auch praktische Arbeit leisten müsse, um — so wie es nach den Freiheitskriegen war — die Jugend wieder in den Arbeitsprozeß einzugliedern und an Ordnung zu gewöhnen. — Ämtsleiter Seip von der Großballe! des Jungdeutschen Ordens für Hessen-Nassau sprach kurz über das Wesen des Freiwilligen Arbeitsdienstes, der heute zum Lleblingskmd der öffentlichen Meinung geworden sei. Er sei nicht erst geboren aus der Notverordnung Brünings, sondern schon kurz nach dem Kriege habe man ähnliche Forderungen gestellt, um einmal im Freiwilligen Dienst für den Staat werteschaffende Arbeit zu leisten, und gleichzeitig den Gemeinschaftssinn zu wecken und soziale und politische Gegensätze zu über­brücken. Das Ziel müsse allerdings die all­

gemeine Dolksdien st pflicht sein, die sich also auf die gesamte deutsche Jugend er­streckt. Die drei Forderungen des Jun.z- deutschen Ordens lauteten: Mobilisierung der Arbeit, der Gemeinschaft und die des Bodens, zu der Deutschland durch die Umstellung der Weltwirtschaft einfach gezwungen ser. — Stud. Jaeger schloß mit der Forderung: „Packt an, Kameraden, es lebe Deutschland".

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Nach dem Einblick in das Arbeitslager Roßberg sind auch wir der Ueberjeugung. daß die dort gesammelten Arbeitsfrerwilligen ihr Werk entschlossen und mit Freude au- packen werden, zumal sie unter einem prächti­gen Führer stehen. Es ist uns darum auch nicht bange um die „Schmiede der Zukunft".

M.

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Ern neues Arbeitslager m btt Dammühkt.

Wie wir erfahren, wird das Arbeitslager im Rahmen des Freiwilligen Arbeitsdienstes auf den Neuhöfen in nächster Zeit aufgelöst, da die Arbeiten dort beendet sind. Statt dessen ist die Eröffnung eines neuen Arbeits­lagers in der Dammühle vorgesehen, das etwa 70 Arbeitsfreiwillige umfassen wird. Ein Teil der Arbeitsfreiwilligen wird nach wie vor auf den Neuhöfen untergebracht.

Eine WeihrmKtsbitte!

Wie alljährlich, so soll auch in diesem Jahr beim Weihnachtsfest in der Wandererarbeits­stätte den Aermsten, die das Schicksal auf die Landstraße geführt, eine Freude bereitet wer­den. Es wird ja in der heutigen Zeit soviel der Armen gedacht, man vergesse deshalb auch die Handwerksburschen nicht. Wer irgend et­was noch erübrigen kann, an Kleider, Schuhe oder Geld, wofür Strümpfe und Unterzeug ge­kauft werden soll, der sende es an die Wan­dererarbeitsstätte ober mache derselben Mit­teilung. Jede Gabe wird gern abgeholt. In der Wandererarbeitsstätte kehren täglich 50 bis 60 Wanderer ein, während der Feiertage wird sich diese Zahl noch erhöhen. Viele von ihnen, besonders diejenigen, die keine Heimat mehr haben, werden dies zu Weihnachten doppel schwer empfinden. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß diese Armen die ja alle einmal — und, wenn auch vielleicht zuletzt als Kind unter dem Weihnachtsbaum gestanden haben, auch diesmal beim Fest der Liebe nicht ganz vergessen werden.

Ausbaü des ZugaiMms zur Bltn-Mudienanitalt

Der bei der Einweihung des neuen Werk­stättengebäudes bet Marburger Blinden­studienanstalt geäußerte Wunsch auf Ausbau des Zugangweges geht nun in Erfüllung. Seit einiger Zeit sind vor allem Wohlfahrts­erwerblose und Pflichtarbeiter, aber auch Facharbeiter dabei, den „Brümmelsgraben" in einen menschenwürdigen Zustand zu bringen. Der Weg war bekanntlich immer sehr schlecht, da bei Regenwetter bas Wasser den Boden aufritz. Jetzt soll der Weg bis zu dem neuen Werkstättengebäude der Blindenstudienanstalt als fahrbare Straße ausgebaut werden, dix drei Meter breit ist und eine große ge­pflasterte Wasserrinne aufweist, liebet das Werkstättengebäude hinaus soll dann die Straße wenigstens als Fußweg ausgebaut werden. Die Instandsetzung des Brümmels- grabengraben ist außerordentlich zu begrüßen im Interesse der Blindenstudienanstalt, der Eartenanleger, aber auch der vielen Passanten, die hier nach Marbach gehen.

Ein Notruf -er Sotet- und SuMüttenWverbeS

In einer SJiUglieberoer'annnlung des Hotel­besitzervereins von Hessen nnd Waldeck beschäf­tigte man sich mit dem Bericht über die Lage im Hotel- und Eaststättengewerbe. Man be­schloß nach einer eingechenden Aussprache zu­sammen mit dem Pnwinzial-Gastwrrteverband einen Rotruf an die maßgebenden Be­hörden zu richten, in dem auf die katastrophale Lage im deutschen Hotel- und EcHstättenge- roerbe hingewiesen wird Die Gastwirte der Provinz Hessen-Rassau richten an fie die drin­gende Forderung, unvemüglich alle Mittel an» zuwenden, die gut Entlastung des Gewerbes beitragen können. Hilfe könne vor allem durch steuerliche Erleichterungen und steuerliche Gleichstellung mit den anderen Staatsbürgern kommen. Im weiteren Berlanf der Sitzung behandelte man recht eingehend die Ge­tränke steuer, wobei den Mitgliedern abgeraten wurde, ngenböetoe Pauschalierung entgu» gehen. Zn dem Plan, das Landesfinanzamt Kassel nach Frankfurt n. M zu verlegen, wurde beschlosst«, der von von den Wirtschafts­verbänden gesoßten Entschlietzrng beizu treten und gegen die Verlegung schärfsten Protest ein, zulegen.

Das HHono-FmchHmm Zio.-2ng. Karl Steinmetz hätte Kr Mstern «mittag zu einem Tel e funken-Matinee in das Capitol eingeladen, dem ein überaus mufikbe«rstertes Publikum Folge «leistet hatte. Wie auf dem Gebiet der Radio-Technik, so haben sich auch die Teleinrrken-Platten einen Weltruf erworben. Die Platten find auf das Feinste abgrstrmmt und geben jeden Ton mit einer vollkommenen Reinheit wieder, daß man glaubte, das Orchester oder äet Strittet sec

sich zu haben. In der überaus reichen Vor- tragsfolge konnte man dies besonders bei der klassischen Musik wie „Andante aus der 5. Symphonie", „Das berühmte Menuett" fest­stellen. Richt jedem ist es vergönnt, Opern zu besuchen, und so haben sich die Telefunken einen großen Verdienst erworben, daß sie das zweite Final« aus der Oper „Aida" und einen Querschnitt aus „Die Geisha" auf Schall- platten übertragen haben. Diese beiden Plat­ten fanden eine besondere Anerkennung. Bei der Herstellung der Schallplatten haben auch die Telefunken jedem Musikfreund Rechnung getragen. Für den alten Soldaten ist es die Marschmusik oder sind es die Lieder, die er einst in dem blauen Rock gesungen hat. Für die Jugend sind es besonders die Platten, die die modernsten Tänze mit den neuesten Schla­gern zu Gehör bringen und wonach man munter das Tanzbein schwingen kann. Um nun jedem Musikfreund auf leichte Art und Weise die Platten zugänglich zu machen, haben die Telefunkenwerke in Marburg eine Ver­kaufszentrale errichtet, die dem Phono-Funk- Haus Ziv.-Jng. Karl Steinmetz übertragen worden ist. Sri gestrige Veranstaltung hat dazu beigetragen, die Musikfreunde von der Güte und Reichhaltigkeit der Telefunken­platten zu überzeugen. 3m Vorraum des Ca­pitols waren Geräte aus dem Gebiete der radio-technischen Erfindungen ausgestellt. —n.

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Aus -er Hingegen»

Kreis Marburg

Geflügelschau.

-o- Kirchhain, 28. Rov. Die vom Ge­flügelzuchtverein Kirchhain in der Zeit von Freitag bis Sonntag veranstaltete 21. All­gemeine Geflügelschau war für den Veranstalter ein großer Erfolg. Sie war von bestem Zuchtmaterial beschickt und erfreute sich eines außergewöhnlich starken Besuches. Durch hiesige Eewerbetteibende waren Ehrenpreise in großer Zahl gestiftet; ein wertvoller Wan­derpreis des alten Kreisausschusses des ehe­maligen Kreises Kirchhain verdient hierbei besonders genannt zu werden. Für beste Ge­lamtleistung erhielten Jäck Altheinz und Hch. Lang aus Kirchhain die ersten Preise. Staats­und Kammermedailleu errangen Gläser-Kirch­hain, Lang-Kirchhain, Pfeiffer-Marburg und Stau von Goldammer-Hof Plausdorf. Die Leistungspreise errangen Hankel, Jäck und Altheinz aus Kirchhain, sowie Stuhlmann aus Wetter. Insgesamt wurden 58 Ehrenpreise zur Ausgabe gebracht, desgleichen eine An­zahl Bundes- und Verbandsehrenpreise.

Avö öem SMttett

Todessturz eines Segelfliegers.

Dillenburg, 28. R-». Auf dem Segel- flügge iänbe Hirzenhain ereignete sich um Sonntag ein tödlicher Unfall. Der Segelflug- schiiler Biber, ei« Hirzenhainer, im Alter wu 27 Jahren, war in Begriff, seine Schluß- Prüfung zu machen. Ans etwa 60 Meter Höhe stürzte der Genannte ab. Schwer verletzt wurde der junge Mann an, den Trümmern der Ma­schine hervorgezogen. Als er in« Krankenhaus eingeliefert wurde, »ar er bereits tot. Er hinterläßt Fran und Kind.

93 Jahre «H.

0 Biedenkopf, 27. Rov. Der weit in der Umgebung bestens bekannte East- und Landwirt Wilhelm Reibert aus Eifa beging «n Samstag in körperlicher und geistmer Frische den 93. Geburtstag. Der alte Herr hat viele Jahre lang öffentliche Aemter bekleidet nnd ist über cm eine geschätzte Persönlichkeit geworden.

XX Dodenau, 26. Rov. Im freiwilligen Arbeitsdienst will die Nachbargemeinde HÄz» hausen den durch einen WieftWrund führen­den Bach regulieren, wodamch viel Oedland urbar gemacht werden kann. Hierdurch wer- den triebet eine ganze Anzahl Personen Be- schäfffgWw erhalten. Die Arbeiten am hie- Jigen Meöoch find noch in oolkSn Gange.

Stssen-RaM undRmbbakgebiele

Tödliche Verkehrsunfalle.

Erotz-llmstadt, 27. Nov. Sonn­abend abend gegen 8 Uhr ereignete sich auf der Straße Höchst—Groß-Umstadt ein tödlicher Unglücksfall. Der mit seinem Motorrad aus Heubach kommende und von dort stammende Schmied Otto Gruber stieß in der Höhe des Umstädter Schwimm­bades auf den Wagen des Mühlenbe­sitzers Heinrich Martin Hax. Gruber er­litt so schwere Verletzungen, daß der her­beigerufene Arzt nur noch den Tod fest­stellen konnte.

Kassel, 27. Nov. Hier kam ein Last- kraftwaaen mit Anhänger, der über den Lutherplatz in Richtung Mauerstraße fuhr, an einer Straßenbiegung ins Rutschen und fuhr auf den Bürgersteig. Hierbei wurde der Straßenmeister Wilhelm Poppe aus Grebenstein angefahren und zu Boden ge­worfen. Mit inneren Verletzungen wurde Poppe ins Krankenhaus transportiert, wo er bald nach der Einlieferung an den Folgen des Unfalls verstarb.

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Das Frankfurter Mia-Maranm

DttnstM, den 29. November.

6.15: Wetterbericht. — Anschließeich: Mor­gengymnastik. — 7.20: Sch allplatt en-Konzert, — 12.00: Konzert. — 13.30: SchaAplattei». Konzert. — 15.20: Hausfrau en-Nachmittas. — 18.25: „Zum literarischen Wmterpro- gramm", Vottrag. — 18.35: Selbstameigen: Kasimir Edschmid spricht. — 18.50: „Führ«- ausbildung im Freiwilligen Arbettsmensr, Vottrag. — 19.30: Erlebte Zett: „Feri- Dahn", Unterhaltung. — 20.00: Orchester- Konzert des Südwestdeutschen Rundfunk­orchesters. — 21.30: Wirtschaft und Aufbau: „Siedlung", Hörbericht. — 22.20: Zetta»- gäbe, Tagesnachrichten, Wetterbericht, Sport- breicht. — 22.45: Nachtmusik.

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(Hn neuer Ottv Gebühr-Film. In Tempelhof hat Carl Froehlich die Aufnah­men zu einem neuen Otto-Eebühr-Film er Choral von Leuthen" be­gonnen. Die Partnerin des „Alten Fritz" ist Dtg« Tschechowa.

„Die Kaiserin und ich". Soeben find die Vorarbeiten für den neuen Ufa-Ton» film „Die Kaiserin und ich" beendet wor­den. Die weibliche Haupttolle fpitit Lilian Harvey. Ihre Partner find Conrad V e i d t, Heinz Rühmann und Mady Christians. Die Regie führt der bekannte Komponist Friedrich Hollän­der.

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,Morgen rot". Anter diesem 3BH wird in Neubabelsberg an einem netten Groß-Tonfilm gearbeitet. Die Außenauf­nahmen find bereits in Kiel und Helfing- fors beendet. Der Fflm schildert Eeschey- nisie in der Heimat und an Bord eines deutschen Unterseebootes im Jahre 1915 erzählt von heldenhaftem Kampf, Auf­opferung und treuer Kameradschaft der ll-Bootleute. Die männliche Hauptrolle spielt Rudolf Forster.

Wetterbeobachtungen 27/28. Nov.

Höchste Temperatur am 27. Rooemb. 9.2 Celsius

Niedrigste Temperatur lebte Nacht 0,9 Celsius

PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÖHLER

Seit

Sarometerft. reduziert auf N. N.

Tempe­ratur

Relltttve Lint- feuchtig- kett

27.11.2 Uhr nachm.

757,3 mm

8,0 Teil.

7V ff»

27.11. 9 Ubr nachm.

28.11.7 Ubr

759,1 mm

3.4 Teil.

91 ff.

763,1 mm

3,0Tels.

87 ff.

norm.

Wetiergasse 30 Bahnhofstr. 9

Marburg/Lahn Fernruf 2248 ♦ Wetterbericht.

Wctteraussichten für Dienstag: Zu­nächst noch Mter und Beruhigung, doch voraussichtlich baldiger Anschlag zu Schrichooetter roahvschmNKch.

Gottesdienst.

Dienstag, den 29. November.

Reformierte Eemeinde. 20 Uhr:

Frauenhilfe des Südbezirks im Philipps- haus. ...