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Sette 4

OBetttenw Zekttms. Maevsrg «. L. Rwftag, dm 28. November 1932

Nr. 279

hat und vollständig

Gegen Erthwden

bei känstfrcliem

URO-PUNKTAL

man überwintern will, im

ttnei

vorbendenen.

Blätter abwer» Dunklen überwintert

wieder vollgefogen durchfeuchtet ist.

Pflanzen, die di« f« n, können im

Wen Ammervflamen im Winter

Die dieses Jahr so zeitig einsetzenden Nachtfröste mahnen uns daran, die noch im Freien stehenden Zimmerpflanzen rechtzeitig hereii^uholen und sie an ihren lleberwinternngsort zu bringen. Soweit sie in Töpfen oder Kübeln stehen, ist darauf zu achten, datz sie nicht ballen­trocken ins Winterquartier kommen, sonst vertrocknen sie über Winter, da das wenig« Waffer, das sie beim winterlichen Gießen bekommen, den Ballen nicht durch­feuchtet. Solche Pflanzen müssen daher vor der Einwinternng in ein Gefäß mit Wasser gestellt und solange darin gelassen werden, bis sich der Ballen

sches erib Aützüches ist darunter, und »ach Kräften zur Dorfreude auf die Cmaden uud Segen bringende Zeit beigetragen zu ha. den, verleiht stilles GfiickSgefiihl. Dir bitten herzikich um zahlreichen Bestich a«z allen Kreisen dvm 6.-8. Dezencher. Näheres später durch Inserat.

* Eine Frankfurter Ehrung für Geheimrat Haeuser. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat Geheimrat Haeuser zu seinem 75. Geburtstag seine Glückwünsche ausgesprochen und ihm in dankbarer Der. ehrung und Anerkennung seiner Verdienste eine silberne Plakette verliehen, die von dem Höchster Künstler Bieringer gr. schaffen worden ist.

• Der Konzertvereinschor beginnt heute 20.15 Uhr im Iubiläumsbau feine Pro. den für das Februarkonzert; gleichzeitig fin. bet eine Neuaufnahme Mitwirkender statt.

werden. Alle Pflanzen aber, die grüne Blatter behalten, müsien in einem helleren Raum überwintert werden. Dabei ist es selbstverständlich, daß diese lleberwinterungsräume frostfrei sein müs­sen. Pflanzen, die im Freien eingepflanzt waren, muß man natürlich in Töpfe oder Kästen pflanzen. Beim Verpflanzen ist es notwendig, die Wurzeln etwas zu stutzen. Die Zimmerpflanzen, die sich im Winter in einem Ruhestand befinden, brauchen nur sehr wenig Wasser. Di« Folge zu starken Gießens im Winter ist Ver­säuerung der Erde und Fäulnis der Wurzeln.

Pflanzen, die im Winter blühen und treiben, müssen reichlicher bewässert wer­den, da sie ja auch mehr Wasser ver­dunsten. Natürlich erhalten Pflanzen, die

Marburger Winierbiife

Morgen kommt wieder die Stratzensammlung.

Morgen Dienstag wird die Stratzensamm- lung in folgenden Straßen durchgeführt: Eappeler Straße, Kassweg. Galgenweg, Han- sonhäuser, Kirchhainer Weg, Höhlsgaffe, Großseelheimer Straße, Körnerstraße.

* Unfälle. In Albshausen geriet der Einwohner S. in einem Mühlenwerk in eine Transmission, so daß ihm in der Chirurgischen Klinik zu Marburg ein Finger amputiert werden mußte. Weiter wurden zwei Fuß­ballspieler eingeliesert, die sich Fuß- bezw. Knieverletzungen zugezogen hatten.

* Deutfch-Edangel. Frauen­bund. Die 2tot ist größer denn je, Und wir dürfen nicht aufhören zu helfen und aufzurichten. Deshalb veranstalten wir in diesekn Jahre wieder die hier schon be­kannte Weihnachtsmesse im Phi­lip P Sh« u s (Volksbibliothek). Die Hand- arbeiten und kunstgewerblichen Arbeiten unserer einheimischen bedürftigen Rentnerinnen werden den Frauen Mar­burgs Gelegenheit zum Einkauf geeigneter Weihnachtsgeschenke bieten. Viel Hüb-

dere Note. Sie kommen durchweg in ihrer monochromen Schlichtheft der Naturwittung nahe. — Prächtige Arbeiten stellten in ihrer zanen und doch leuchtenden Farbenfrische die naturnahen Aguarelte dar, meist Blumen und Blüten, gutgewählte Ausschnitte aus der Na­tur, die uns täglich zurust: Menschenkind, lerne m e h r s e h e n ! Sie ist ja die un- erchopflrche Fundgrube für immer neue Mo- twe. Die Aquarelle hüten sich in ihrer Aus- arbertung vor gequälter Technik wie auch oberflächlicher Nachahmung der Natur Die ausgestellten Pastell- und Stabilozeichrrüngen uberrachten durch ihre außerordentliche Zart­heft und ließen letztere do chnirgends em Feuchten der feinen wasserausgemalten Farb- tone verminen. Als gang vortreffliche Ar- beften, die weit über Normalleistungen 13- bis 14iahrrger Knaben hinausgehen, erfchie- nen die ausgestellten Federzeichnungen. Wenn

%ebcJ ,br?5 einzige streng zeichnerische Matreial darsteftt, so bietet sie in der An­wendung große Schwierigkeiten. Sie sind in den vorliegenden Arbeiten sichtlich überwun­den. Duftige Kontur- und feine Abschattie­rung geben ihnen eine künstlerische Tiefe und Zartheft. — Die Herausstellung heraldischer Zeichnungen m farbiger Tusche beweisen, wie- weft diese Schüler technisch gefördert sind.

dl- ausgestellten zahlreichen Linol- ^u^e dilftten wett über den Rahmen des ^5"M^"^bnuterrichts usw. hinausgehen Dre Motive smd sämtlich heimatgebundene, lleberrachend feine Arbeiten — diese von Wtnberb(rnben mft Konturmesser, Stichel und Geißfuß bis zu fernsten Druckstocklinien her- ausgearbetteten sauberen Schablonen und die ausgehangten Drucke in ihrem schlichten, aber so überzeugenden Schwarz-Weiß! Welch mühevoller Weg bis zu solch technischem Kön- 2E —7 Die ausgestellten Scherenschnitte sind Dirett-Arberten nach Modell. Früher iah man auf unseren Jahrmärkten ab und zu einen Äünftler, der sich so fein Brot ver- bterrte. Wie haben wir ihn angestaunt! Utzd es 'ft wirklich etne Kunst, gar für em Kmd, die Profillinien in ihren Proportionen äu erfassen und mittels Schere und Schwarz­papier festzuhalten. — Ein Gebiet für sich ist die Projektion. Ihr größter Wett liegt auf rem technischem Gebiet. Sie dient dem praktischen Handwerk, soweit Volksschular- beft hier überhaupt no chm Betracht kommt, rn der fachlichen Maßskizze die Fachbildung des angehenden Handwerkslehttmgs vorberei-

M<rn schreibt uns: Der Marburger Haus- frauenoerem e. V. findet mit der Veran­staltung dieser Ausstellung, die mit größter Sorgfalt und Umsicht organisiert und nicht von erwerbsmäßigen, sondern von kulturellen Gesichtspunkten aus zusammengestellt wurde, allseftig wohlverdiente Anerkennung. Die ver­gangenen Tage haben immer Tausende von Besuchern in die Ausstellung gebracht, der Andrang am gestrigen Tage übettraf die kühnsten Erwartungen. Die Besucher der Aus­stellung sprachen sich alle hochbefttedigt aus und kamen reichlich auf ihre Kosten. Es wird gekocht, gebraten, gewaschen, gesttckt und gereinigt. — 3m Kindergatten herrscht gro­ßer Jubel! Das schöne Kasperle-Theater und die vielen gemeinsamen Spiele bringen täg­lich wachsenden Zusttom von Kindern, so daß beide Freidhofsäle kaum ausreichen.

Besonders wettvoll ist im Philippshaus neben der Ausstellung das, was der VDA. zeigt. Die Landwirtschaft bietet eine ge­schlossene Schau im 3ägerjimmer. Den größ­ten Anziehungspunkt bildet wie im Voriahre die Lehrküche des Vereins, in der täglich Ge­dichte an Totten, Gebäck und Schnitten von den in der Küche waltenden fleißigen Haus­frauen hervorg^aubett und zur Schau ge­stellt werden. Als letzte Sonderveranstaltung findet heute um 5 Ifijr im Philippshaus eine große Vorführung von Schülerinnen des an» erkannten Vorseminars der Bodeschule Berlin unter Leitung von Frl. Koll Mar­burg statt. Darum. aus zur Ausstellung, «he sie am heutigen Abend um 9 Uhr ihre Pforten schließt.

Ser NMkulturaben-

afc Abschluß der Deutschen Woche.

Als vor einiger Zeit der hiesige Arbeits­ausschuß für die „Deutsche Woche" zu Be­ratungen über die vorn 23.-29. November geplanten Einzelveranstaltungen zusammen­trat, glaubte er, für den Abschluß einen Volks­kulturabend vorsehen $u müssen. Die Vor­bereitungen für ihn sind nunmehr beendet. Der Abschlußabend will eine Reihe Bilder aus dem deutschen Dolkskulturleben von (.Einst und Heute" bieten. Ausgehend davon, daß das deutsche Volkslied die tiefere Seelenstimmung eines Volkes am natürlichsten und innigsten zum Ausdruck bringt, soll die Einstimmung für die gesamte Vottragssolge durch eine Anzahl Volkslieder, darunter solche aus dem 16. Iahrh., erfolgen. Der Elisabeth- chor hat sich gern für diesen Teil des Abends zur Verfügung gestellt. 3m Volkscharatter tief verwurzelt Ist auch das deutsche V o l k s s p i e l, wie wir es aus der älteren Zeit z. B. in den Hans-Sachs-Spielen kennen. So wurde denn das „Spiel vorn fahrenden Schüler im Paradies", das von einheimischen Kräften dargestellt wird, in das Programm des Kulturabends auf genommen. Ms drittes: Das dentscheTurnen. Die Marburger Tumgemeinde wird darum ans ihrer Der- einsarbeit „Historisches Turnen und neuzeft- liche Körperschulung" zeigen, womft für die Besucher des Abends nicht nur eine ange­nehme Unterhaltung, sondern auch gleichzei­tig eine zweckentsprechende Belehrung geboten wird. 3m vietten Tell des Abends soll dann noch eine oberheffische Spinn stub« mft Volksweisen und Volkstänzen gezeigt wer­den, wofür sich fin dankenswerter Weise Damen und Herren aus Marburg zur Der- Tügung gestellt haben. Zwischen den Einzel- darbietungen des Abends liegen nöch zwfi Referate: 1. „Was will die deutsche Woche?", Herr Syndikus 'Dr. Langsdorfs, Frankfutt a. M., Dors, der Arbeftsgemeinschaft der deutschen Woche, Rhein-Main-Gebiet. 2. „Di« Bedeutung der ö sflichen Siedlungsgebiete in Bezug auf Arbeitsbeschaffung", Herr fhtb. theol. Horhausen, Marburg. Geselliges Bei­sammensein und deutsche Tänze werden den I Ausklang des Abends und damtt der „Deut- I schon Woche" bilden.

Sie Ausstellung rer Mirgerschule-Ror-

3m Rahmen der Deutschen Woche waren im Philippshaus Schülerarbeiten aus dem Zeichen- und Werkunterricht der Oberstufe der Nord-Schule ausgestellt. Es war sicher ein glücklicher Gedanke, hier zu zeigen, wie ein gediegener, moderner Zeichen- unb Werk­unterricht einer Volksschule bereits deutsche Oualitätsarbeit schafft. Der Zeichenunterricht hat in den letzten beiden Jahrzehnten er* freulicherweise etne bedeutungsvolle Entwick­lung genommen. Er ist kein bescheidenes technisches Fach, kein Nebenfach mehr, er baut sich auf völlig neuen Arbeitsgrundlagen auf. Wenn er hierbei als gestaltende Hrträfte Phantasie und Vorstellung, bildformend, in seinen Dienst stellt und hieraus Auffassungs­und Darstelkungsvermögen nach Natur und Gedächtnis bewußt entwickelt und weitgehendst die Möglichkeiten der bildmäßigen Gestal­tung einsetzt, so dient er gewiß an fernem Teile der Erziehung zur Ktmst. Und wirklich zeigte die selten umfangreiche, in ihrer Zu­sammensetzung fern abgeitimmte Ausstellung der Schülerarbeiten der Nordschule fast aus­schließlich Herne Kunstwerke, aus deren jeden einzelnen bereits persönliche Erlebnis kraft, und beherrschter Formungswille der jugendlichen Schüler spricht.

Tie ausgestellten Zeichnungen tn Mei «5e- brauch-gegen stände, Attsttldien, Naturaus- tonttte) zeigten sämtlich ent erstaunlich fei­nes Gefühl im Erfassen des Charakteristi­schen wie ftn Darstellen desselben, -durchweg gefühlsbetonte, innige Versenkung in den Ge­genstand -der Darstellung. Die zatte Tonung mft ihren Lichtern und -der klaren Tiefen­wirkung geben diese.Zeichnungen ihre.bejon-vl.

unb Herbst keine Düngung mehr, denn durch Düngung werden sie zur Bildung neuer Triebe angeregt, die nicht ausreifen können.

Die Temperatur unserer Wohn räume beträgt im Durchschnitt meist um 15 Grad herum. In einer solchen Temperatur können wir im Winter Blattbegonien, Zierspargel, die Zimmerfarne sowie einige Palmen unterbringen. Ein« Tem­peratur von 5—10 Grad fieben wieder Keiftie, Dracaene, Alsophila, Arancaria, Aspidiatra, Ccttladie,' Cinerariv und die meisten Äofleat und Fettpflanzen" sowie das Mpenveflchev, btt Gmmnibaum unb bie Zimmerlinben. Bei 2—5 Grad sollten überwintert werden Fuchsien, Pelargonien, Myrten, Ehrysamthemen, Nellen, (gfeu, Goldlack, Erika mtb 2tt6eeu

Die Deutsche Woche

Heute letzter Ausstellungstag - Der Volkskullurabend

len, begründen kann. Die dieses Gebiet be­treffenden Zeichnungen müssen als Höchst­leistungen einer Volksschule gelten. Sie setzen neben klarem gedanklichem Durch­dringen des Modells bereits fachliche Kennt­nisse, den Arbeitsvorgang, voraus und stellen an die jugendlichen Zeichner denkbar größte Anforderungen. In Sinne der neuen mini­steriellen Richtlinien für den Zeichenunterricht zeigte die Ausstellung der Nordschule auch Kunst- bzw. Zierschriftarbeiten in Block- und Planschrift und Buchstabenausmalung; Plan­schrift gilt ja als offizielle allgemeine Norm­schrift des deutschen Normalverbandes. Die Fertigkeit darin muß neben ihrem kunstbil­denden Wert unfern Volksschülern eine wert­volle Zugabe fürs Leben fein. Auf langen Tischen zeigte dann die Ausstellung Arbeiten aus einem auf breitester Basis aufgebauten Werkunterricht. 3m Vordergrund steht Papier- und Papparbeit. Vom schlichten Heftchen über Kartenrändern und -ecken fühtt der Werk­unterricht der Nordschule bis zum Buchein­banddeckel bzw. Bucheinband. Mappen, Stun­denpläne. Schildchen, Heftbändchen, Noten­taschen, Kunstwart-Vildermappe haben Kinder, Hände sauber gefertigt. Es ist eine Freude, diese meist aus selbstgefertigten Vorsatzpapieren gemachten Arbeiten zu betrachten. Sehr nett sind auch die Arbeiten aus Papierschlangen (Schalen, Körbchen, Taffen, Zierbecher u. a.) sowie die Bastarbeiten vom einfachen Unter­sätzchen bis zum Basthut; von der Wickel über die Zopfflechte zur Webetechnik. Eine uralte deutsche Hauskunst lebt in den mittels schlich­ten „Webkämmchens" und Schiffchens recht mühsam gefertigten niedlichen Landwebereien auf. Eigengestaltungskraft spricht besonders aus den ausgelegten zeichnerischen Musterent­würfen, den Stoffmalereien mit Lasur- und Auflegearbeit, sowie den Roumfüll- und Situ­ationsbildchen, die als Klebarbeiten aus Buntpapier, mosaikattig zusammengesetzt sind. Eine kleine Ausstellung für sich bilden die ausgelegten Vorsatzpapiere, von Kindern in allen möglichen Kleister-, Batik-, Oelfarben- und Eallpapiertechniken gefertigt, außerordent. lich farb-reizvoll und farbecht.

Die Ausstellung war — es zeigt sich das be­sonders in dem regen Besuch und dem urn- faffenden Interesse, das sie allseitig fand — ein voller Erfolg der ausstellenden Schule, der dem Lehrer und den Schülern für ihre Arbeit das beste Zeugnis ausstellt, sie gewiß zu wei­terer Arbeit mutig und freudig machen wird.

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"Hitler und die deutsche Auf­gabe. Preis 80 Erneuerungs-Verlag, ,Berlin-Wilmersdorf 1, Berlinerstr. 6. — Die kleine Schrift ist eine tiefgründige^ staats- poliiische Untersuchung über die Vorgänge, die sich zwischen der Präsidialregierung und der NSDAP abgespielt haben. Sie untersucht die Entstehung des autoritären Staates und di« geistigen Grundlagen der NSDAP. Don ersterem weist sie nach, daß er ohne die grotz antiparlamentarische Volksbewegung der Ns - --.'M- ft ■■■ttftt möglich gewesen fei,

weshalb so die Präsidialregierung als Vor­frucht der Hitler-Bewegung erscheint. 3n dem Nichtzusammenkommen zwischen Hindenburg und Hitler wird ein nationales Unglück ge­sehen, was durch die bisherigen politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen der Papen- Regierung insbesondere der Verfaffungs-Re- formpläne und der Notverordnung vom 4. 9. erst recht sichtbar wird. Die NSDAP wird von der organisch-ganzheitlichen Auffaffunz aus beurteilt. Es wird mit überraschender Deutlichkeit nachgewiesen — besonders durch genaues Eingehen auf Hitlers Buch „Mein Kampf" —, wie sehr die NSDAP einer gesell- schaftswiffenschaftlichen Prüfung standhälf, da sie die wahren Kräfte einer neuen Gestaltung in der deutschen Volksseele sucht und so die erste politische Organisation von konservativer, organischer, lebenswahrer Gesetzmäßigkeit und hierarchischem Aufbau ist. — Der Verfasser kommt zu ebenso überraschenden wie überzeu­genden Ergebniffen, weshalb die Durcharbei­tung der kleinen Schrift sehr zu empfehlen ist.

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•* Die Schlacht über Berlin. Em Menetekel! Von Arel Alexander. Preip L— 9UC Verlag „Offene Worte", Berlin W 35. — Die strategische Verwendung der Luftflotten, der Attionsrvdius der Flug­zeuge und die erreichbare Gipfelhöhe stellen — fern jeder Utopie — eine logische Weiter­entwicklung des heutigen technischen Standes dar und entsprechen durchaus dm modern-, stm militärischen Anschauungen. So und nicht anders wird sich ein moderner Krieg ab- spielm! Mft dramatischer Wucht schildett der Verfasser diesen Kampf der Luftflotten. Das ist fern Phantasiegebilde! Das ist vorausgesehenes Zukunftsbild! Packend und abschreckend, besonders für ein Volk, das ferner Wehrhaftigkeit beraubt ist. So ist das spannend getriebene Buch Fanal, Warnung und Forderung zugleich.

— Die Wohn ungsgeftaltung als Aufgabe der Frau. „Was berechtigt darin eine besondere Aufgabe der Frau zu sehen? Zur Lösung gehört unbedingt außer gründlicher Kenntnis hauswittschaftlich-prak- tischer und hygienischer Forderungen, die a» eine Wohnung zu (teilen sind, ein starkes Ein­fühlungsvermögen, Verständnis für Raum­schönheft und ein taktvolles Wissen um den Zusammentlang von Menscheneigenart und Raumeigenart. Sind das nicht Voraus­setzungen, die ganz besonders eine Frau er­füllen könnte? Allerdings mühten die fast in jeder Frau liegenden Anlagen plan­mäßig geroßt unb geschult werden." Das ist eine der wertvollen Anregungen, welch« uns die Zeitschrift „Frau und ©egenroart -7 Neue Frauenfleidung und Frauenkultur" gibt Das Oktoberheft zeigt in Bildern unb Bei­trägen Erfahrungen unb Sortierungen in der Wohnungsgestaltung. Dabet ftnb bie per­sönlichen Ansprüche unb Geschmacksrichtungen und auch die sozialen Verhältnisse berücksich­tigt. 3m Modelest sieht man viel persön­liche Kleidung im Rahmen der Mode, natür­lich unb statt rm Wesensausdruck. Di« künstlerischen Handarbeiten sind ein Aufklang für die weihnachtlichen Vorbereitungen. Her­vorzuheben ist bie Verwendung handgeweb­ter Borten am Kinderkleid, wozu entzückmde Modelle gezeigt werden. Die Zeitschrift be­zieht man durch jede Buchhandlung am Ott oder ben Verlag G. Braun, Karlsruhe u B., der auch Probenummern unter Bezug­nahme auf diese Zeitung verschickt.

•* SB. Witt „Das neue Champignon- b u ch". Jeder fein eigner Champignonzüchter. Warum sollte man den leckeren Champignon nicht selbst ziehen können? Er ist nämliw ebenso selten wie — gesucht. 3hn im Freien zu finden, ist Glückssache, ihn kaufen zu können — ebenfalls! Was liegt darum näher, als ibn selber zu ziehen. Aber wie wird das gemacht, wo gedeiht er am besten, was ist dabei zu be­achten? Alles Fragen, die nur ein erfahrener Fachmann beantworten kann. Der bekannte Champignoiizüchter Wilhelm Witt hat des­halb „Das neue Champignonbuch" geschrieben, das soeben im Gartenbauverlag Trowitzsch Sohn, Frankfurt/Oder (Preis 3 erschienen ist. Auf 90 Seiten ist mit 70 Abbildungen und 21 Zeichnungen alles genau beschrieben.

ftKLZEBS) füSSS* Drudeschrift wUto" kostenfrei von Carl Zeisi, Jena, A J Betin, Womiorf, Köln, Wien.