Einzelbild herunterladen
 

Seite 6

Oberdesfische Setting. Marburg a. L. Mittwoch, den 23. November 1932

Nr. 275

Aus der Uwgegend

Hessen Nassau und Rachbargebiete

P

l f

2 r c t

2

2

1

2

2

Stui «C

5er wöl wer

Gpi Xui Sei Ü)0

EL Ko Xu Gei

6p Bo Ge

Sei Xu Bo Vf!

Xu $>e' Gü Vf

Xu 6C Gc

Bc El Tr

6( ®<

Xi

He

6i

Vs Ti S<

Xi s< s<

G Si V

gänzungsverträgen mit genügender Deut­lichkeit festgelezt fei. Der beklagte Wal- deckische Zweckverband dagegen machte die Auffassung geltend, daß die Ergänzungs­verträge als Sonderverträge anzusehen seien, die nicht mehr unter den Staatsver­trag zwischen Preußen und Waldeck fallen und beansprucht deshalb die in Rede stehenden 29 Einzelgrundstücke in den Ge­markungen Wildungen, Alt-Wildungen, Kleinern und Geismar für sich. Das er­kennende Gericht wies die Auffassung je­doch zurück und bezeichnete sie im Urteil als gekünstelt. Aus diesem Grunde wurde der Zweckverband dazu verurteilt, einzu­willigen, datz anstelle des waldeckischen Staates der preußische Staat als Eigen­tümer der umstrittenen Grundstücke in das Grundbuch eingetragen werde. Der Streit­wert des Prozesses wurde vom Gericht auf 120 000 .41 festgelegt und das Urteil gegen eine Sicherheitsleistung von 100 000 Jt als vorläufig vollstreckbar erklärt. Von den

Verlangen Sie auch beim Nachfiillen von MAGGlsWürze

= Auch aufan‘/ere MAGGh-Erzeugnlsse.wfe MAGGI*Suppen und MAGGI* 1 * Fleischbrühwürfel,gibt es Gutscheine

sind sie gesehen worden. Ihre Autos stan­den noch in den Garagen. Sie waren plötz­lich wie vom Erdboden verschwunden."

„Das kann ich mir lebhaft denken, Herr Notar!" Debroix überlegte einen Augen­blick. „Ob die beiden nicht einen Abstecher nach Paris oder Monte Carlo gemacht ha­ben?"

„Das glaube ich nicht. Die Möglichkeit kann nicht bestehen, weil beide kein Geld mehr hatten. Außerdem fand man ihre Garderobe nebst Koffer in ihren Wohnun­gen vor. Zu einer solchen Reise hätte sie aber sicher dies alles mitgenommen."

„Rätselhaft, hä . . ." Debroix fuhr sich mit der Hand ans Kinn und sah vor sich nieder. Der Notar schien ein guter Men­schenkenner zu sein, denn ein iaum merk­liches Lächeln umspielte seinen Mund.

„Wer weiß, wohin sie sich gewendet ha­ben? — Ich glaube nicht, daß sie noch hier in Berlin sind."

Der Alte holte tief und schwer Atem.

„Aber zum Teufel nochmal! — Sie müs­sen doch aufzufinden sein. Sie können doch nicht gut auf den Mond geflogen sein. Das ist ja eine ganz fabelhafte Geschichte . . . Mein Brief sollte doch nur bezwecken, daß mich der Kerl einmal aufsuchte, damit ich ihn zur Raison bringen konnte, — ich hätte ihm doch dann ohne weiteres das Geld ausqehändigt. Weshalb rennt dieser dumme Mensch nun weg? — Vielleicht

legt er sogar Hand an sich. Man darf ja gar nicht darüber nachdenken . . . Der letzte unseres Geschlechts — der Erbe meines ge­

samten Besitzes . . . Herr Notar, Sie müs­sen alles in Bewegung setzen, damit er wieder hierher kommt. Ich muß ihn wieder­haben und wenn er mich noch einmal so­viel Geld kostet wie bisher."

Der Notar hatte ohne Zweifel voraus­gesehen, was kommen würde.

(gutiiegung folgt

23 21 S M H

S

Er bat mich um dreihunderttausend Mark. Von verschiedenen Seiten war ich auf sein flottes Leben aufmerksam gemacht wor­den. Er besitzt nämlich die leichte Art in Eeldausgeben, wie ich sie auch in meiner Jugend hatte. Ich tat also, was mein Va­ter auch einst tat, — ich beschloß, ihm eine gehörige Lektion zu erteilen. Nun lese ich diesen Artikel in der Zeitung . . ."

Debroix warf sich erschöpft zurück. Der Notar zog die Stirne in Falten.

„Sie können aber doch die ganze Sache wieder gut machen. Herr Debroix," meinte er begütigend. „Ziehen Sie doch Ihren Herrn Neffen aus der Kalamität heraus! Uebrigens beruht es nicht auf Tatsachen, wenn die Zeitung schreibt, Ihr Herr Neffe und der Baron seien tief verschuldet. Vor ihrer Abreise übertrugen mir beide die Re­gelung ihrer Angelegenheiten hier in Ber­lin. Ich habe den gesamten Besitz der Herren ihrem Wunsche gemäß verkauft und zwar so vorteilhaft, datz ich nicht nur alle Schulden decken, sondern auch für je­den noch eine beträchtliche Summe erübri­gen konnte."

„Sehen Sie, — sehen Sie?? . - - . Da haben wir es ja ... Es find sogar keine Schulden mehr da."

„Haben Sie denn die Abficht, Ihren Herrn Neffen wieder zu unterstützen?"

„Ja, das ist doch selbstverständlich! — Mein ganzes Vermögen bekommt er ja doch einmal. Er ist ja der letzte unseres Geschlechts!"

Der Notar freute fich innerlich. Wohl hatte er schon viel von dem alten steinrei­chen Sonderling gehört, der nichts kannte als seine Güter, sein Geschäft, — nun war er doch überrascht von Ixr seltsamen Art dieses Mannes.

„Es besteht jetzt die Schwierigkeit, Herr Debroir. seinen Aufenthaltsorts zu erfah­ren. Kein Mensch weitz, wo sich die zwei hingewendet haben. Auf keinem Bahnhof

kNachdruck verboten.)

.Ae Srei ton tot LmMato"

Ein heiterer Roman von: R. S- lltsch. (Copyright by Verlag Alfred Bechthold in Braunschweig).

4. Fortsetzung.

Langsam schritt er bis in die Mitte des Zimmers. Dann grützte er gemessen und lässig.

„Gut Tag, Herr Notar!"

„Guten Tag, mein Herr! — was ver­schafft mir die Ehre? — Bitte, nehmen Sie Platz! ..."

Der Notar schob dem Besuchet einen —- Stuhl hin.

- ,®a.n^e !?hr. — äußerst zuvorkommend! Hä, ich bin doch wohl richtig hier, nicht wahr? — Sie sind doch der Notar meines Neffen, ha? . . ."

„Langenbach ist mein Name!" versetzte, erstaunt über des Fremden Rede, der No­tar.

„Ganz richffg! — Jawohl, ganz richtig, — Langenbach, der ist es . . ." Er streckte die Beine weit von sich und fuhr dann fort: „Hä, Sie sind also der Notar meines Neffen?"

„Wollen Sie mir bitte besten Namen nennen!“

„Ah so, ja natürlich — Dobroix, — na­türlich!"

„Ja, mein Herr, ich bin sein Rechtsbei­stand und der Verwalter seines Vermö­gens."

Der Lange holte tief Atem und begann dann mit lauter schnarrender Stimme:

„Da lese ich gestern in einer Berliner Zeitung, — und dieses Blatt wagt den Namen Debroix in einem ganz fabelhaften Tone zu nennen," er fuhr mit seiner hage­ren Hand in die Brusttasche seines Cuts und zog langsam eine Zeitung hervor — „einen Namen, der im 13. Jahrhundert

seine Träger gehabt — der durch ein Jahr­tausend klar wie die Sonne geglänzt hat. Der Artikel bildet doch in seiner Art ge­radezu eine riesenhafte Blamage für unser Geschlecht. — Hä, es ist zum ... na, ein­fach zum Verzweifeln! . . ."

Mit zitternden Händen reichte er dem Notar die Zeitung und zeigte auf einen rotumrandeten Artikel. Der Notar las?

Aufsehenerregendes Verschwinden!

Zwei Mitglieder der Berliner Gesell­schaft, Baron von Molden und Axel Deb­roix, find seit vierzehn Tagen spurlos ver­schwunden. Man bringt dies mit ihrer schwierigen Finanzlage in Verbindung, denn wie fich neuerdings herausgestellt hat, waren beide tief verschuldet. Das ausschweifende Leben der Bonvivants, ihre Verluste auf dem Rennvlatz und beim Spiel hatten fie — zuverlässigen Nachrich­ten zufolge — in diese verzweifelte Lage gebracht. Der Fall erregt großes Auf­sehen. Man nimmt an, datz die beiden ins Ausland geflüchtet find.

„Nun. was sagen Sie denn dazu, Herr Notar?"

„Ich mutz leider den Bericht der Zeitung bestätigen!"

Dem alten Dehroix schwoll die Zornes- ader auf der Stirne.

„Was? . . . Mein Neffe tief verschuldet? — Ins Ausland geflohen . . . Wie können Sie sich so etwas erklären, Herr Notar? — Hä — kann überhaupt ein Debroix fliehen? — und dann wegen einiger hun-' derttausend Mark ... Es ist ja rein zum Lachen! ..."

Er lachte gezwungen auf, dann wurde er etwas ruhiger.

„Dieser Baron von Molden geht mich ia absolut nichts an. Der kann meinetwe­gen zu den Kaffern gehen, — und auch einet werden. Es handelt fich nun um meinen Neffen. — Ungefähr vor einem Monat erhielt ich einen Brief von ihm.

F 2l £ V

23 1!

F $ 21

23 2j P

F $

£ 1!

T

£ 2

2 2 F

KrelS Fransenberg

Rasch tritt ixt Tod den Menschen an.

xx Frankenberg, 22. Nov. Heute morgen verschied ganz plötzlich und uner- wartet, mfolge Herzschlag, der Xreisveteri- narrat a. D. Dr. Kalb von hier. Der so plötzlich aus dem Leben Geschiedene war ein hilfsbereffer. bescheidener und stets fteund- licher Mensch und infolge seiner so stark aus­geprägten Güte bei jung und alt in Fran­kenberg und der weiteren Umgebung beliebt und hoch geachtet.

Aus dem smrrets

Sitzung der Ortsbrandmeister.

. 'Biedenkopf, 23. Nov. Am Montag fand in Biedenkopf eine Sitzung der Orts- b r a n d m e i st e r unter dem Voffitz des Kreis brandmelsters Koch aus Gladenbach statt die sich mit der Frage beschäftigte, ob sich die Feuerwehr des ehemaligen Kreises Biedenkopf kurh.-waldeckschen Feuerwehrverband an- schließen soll. Nach längerer Aussprache faßte man den einstimmigen Beschluß, vorerst bei dem nassauischen Feuerwehrverband zu bleiben.

Etwa 14000 Mark Fehlbetrag.

Q ^^hausen, 22. Nov. Der Ee- melndeetat des neuen Rechnungsjahres schließt mit entern Fehlbetrag von rund 14 000 Mark

Z? Bm^euer wurde in Anbetracht auf den fünffachen Landessatz herauf­gesetzt, ebenso wurden die übrigen Real­steuern erhöht.

kinder, unter Glockengeläut und den Marsch- klängen des Posaunenchores zur neuen Schule. Hier nahm Bürgermeister Böttcher das Wort und begrüßte die Spitzen der Behör- den, besonders Herrn Regierungspräsident Dr. Fnedensburg und seine Gemahlin. Auch wurde des verstorbenen Generaldirektors Dr. Müller gedacht, der 30 000 Mark zu dem Schulneubau gestiftet hatte. Die Weihe der Schule wurde durch den Ortspfarrer Herrn Zwitzer vorgenommen. Dann überbrachte Herr Regierungspräsident Dr. Friedensburg die Glückwünsche der Regierung. Auch Herr Landrat Xlapv schloß sich an. Nach dem Vortrag des Chorals: „Großer Gott, wir loben dich" wurden die Türen des Schul- haufes geöffnet. Gemeinsamer Kaffee in den Räumen der neuen Schule, Ansprachen und Musikvorträge des Posaunxnchors schlossen die Feier.

KrelS Mittsieniteln

b. Laasphe, Nov. Am Montag beging Herr Hegemeister Schäfer seinen 82. Geburtstag, zu dem ihm der hiesige Posaunenchor ein Ständchen brachte. Hege- ^el’££Lc®<Wer dst noch ziemlich rüstig und ist Mitbegründer des Xriegervereins.

b. Berleburg, 23. Nov. 3m 57. Le- bensiahre verschied hier Herr Oekonornie-In- spettor Aug. Möhn, der weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus als För­derer der Landwirtschaft und des heimat­lichen, bodenständigen Eewerbeffeißes bekannt war.

Kress Matturs

Dom Wetschaftstalsängerbund.

s. Wetter, 23. Nov. Die Jahreshaupt- veriammlung des Wetschaftstalsängerbundes wird am Sonntag, dem 4. Dezember, nachm. 2 Uhr, in der Bahnhofswirtschaft 3unk-2Let­ter stattfinden. Den Teilnehmern an dieser Hauptversammlung, die sich aus allen Ort­schaften des Nordfteises Marburg in Wetter ernfinden werden, soll gleichzeitig Eelegenhett geboten werden, das Männerchorkonzert des Männergesangvereins „Orpheus" m Wetter zu besuchen.

^Erksdorf 22. Nov. 3m dichtbesetzten saale der Gastwirtschaft Henkel ging gestern abend der S o m m e f i I m über die Leinwand Nach einigen einleitenden Worten des Herrn Lehrer Grünewald rollten sich die Bilder vor unfern Augen mit einer solchen Deutlich­keit ab, daß man eine Vorstellung von dem schrecklichsten aller Weltkriege und von den Entbehrungen der Truppe, aber auch von dem Heldenmut derselben bekommen konnte. Die atemlose Stille während der Vorführung zeugte davon, daß der Film mit großem Ver­ständnis ausgenommen wurde. Zum Schluß sang der Männergesangverein „Sänaerlust" Erksdorf das Lied: „Ich halt' einen Ka­meraden."

Erksdorf, 22. Nov. Wie in andern Orten des Kreises, so soll jetzt auch bei uns der „Freiwillige Arbeitsdienst" einge- führt werden. Etwa 20 junge Leute haben sich dazu gemeldet. Man plant die Kultivierung von Oedland und die Chaussierung des Müh­lenwegs, eines Verbindungswegs zwischen Erksdorf und Hatzbach.

Gedenkfeier bei dem Kriegerdenkmal.

Lohra, 21. Nov. Gestern fand hier eine eindrucksvolle vaterländische Eedenffeier hei dem Xriegerdenkmal statt. Die Feier wurde veranstaltet vom Sturm 1211 unter Mit­beteiligung von Krieger-, Gesang- und Turn- verein, sowie dem Posaunenchor. Es hatte sich eine sehr große Menschenmenge eingefun­den. Pfarrer Schmidt aus Oberweimar hielt eine zu Herzen gehende eindrucksvolle An­sprache. Am Schluß der Feier legte der Füh- der der SA. einen Kranz nieder.

Aus Waldes

Schuleinweihung.

XX Sachs en berg, 23. Nov. Am 19. November fand hier die feierliche Ein­weihung der neuen Schule, die im oberen Teil unserer Stadt gelegen ist, statt. Um 3 Uhr versammelten sich die Schulkin­der, Eememdemffglieder und geladenen Gäste an der alten Schule, um von ihr, in der 75 Jahre Unterricht erteilt wurde, Abschied zu nehmen. Glockengeläut, Musikoottrag des Posaunenchors und gemeinsamer Gesang wechselten ab. Die Abschiedsworte sprach Lehrer Seger. Nach dem gemeinsamen Lied „Untern Ausgang segne Gott" mar« schierten alle Teilnehmer, voran die Schul-

Preutzen gewinnt den Prozeß gegen Waldeck.

Kassel, 22. Nov. Im Frühjahr 1931 hatte der preußische Staat, vertreten durch die Regierung in Kassel, gegen den Ee- meindezweckverband als Eesamtrechtsnach- folger des Waldeckischen Domaniums in Arolsen einen Prozeß angestrengt, der am 19. d. M. vor dem Landgericht Kassel zu­gunsten des preußischen Staates entschieden wurde. Nach Abschluß des Staatsvertrages am 23. März 1928 zwischen dem preußi­schen Staat und dem Staate Waldeck waren Differenzen darüber eingetreten, welche Grundstücke zu Bad Wil­dungen, das vom preußischen Staat als Eigentum übernommen wurde, gehören und welche nicht. Der preußische Staat vertrat die Auffassung, daß Bad Wildun­gen eine wirtschafliche Einheit sei, die in dem Vertrage des Staates Waldeck mit der Mineralquellen 21. (5. in Wildungen t)om 9. April 1898 und verschiedenen Er- I

Kosten hat der Zweckverband elf Zwölftel, der preußische Staat ein Zwölftel zu zah­len, der letztere deshalb, weil bezüglich eines nachAbschluß des Staatsvertrages von der Mineralquellen A. E. gekauften Grundstücks die Klage abgewiesen wurde.

Der Kasseler Viirgerdunh protestiert gegen die Verlegung des Landesfinanzamts.

Kassel, 22. Nov. Der Kasseler Bür­gerbund hielt dieser Tage eine Sitzung ab, in der die Frage der Verlegung des Lan­desfinanzamts Kassel nach Frankfutt a. M. behandelt wurde. Es wurde eine Ent­schließung an den Reichsfinanzminister ge­sandt, in der in energischer Weise gegen ein solches Vorgehen protestiert wird.

Erotzfeuer auf einem Mühlengehöft.

Gießen, 22. 11. Auf der Herrnmühle in Merlau bei Grünberg (Oberhessen) . brach gestern nachmittag in der großen Scheune Feuer aus, dem trotz eifriger Ar­beit der Feuerwehren die Scheune mit der ganzen Heu- und Strohernte, einer großen Menge Brennholz, einem Elektromotor und einer Kreissäge innerhalb weniger Stunden zum Opfer fiel.

80 000 .41 Defizit in Butzbach.

Butzbach, 22. Nov. Infolge großer Steuerausfälle, erheblichen Ansteigens der Wohlfahrtsausgaben usw. ergibt sich für die Stadt Butzbach ein Fehlbetrag von fast 80 000 ..4t.

Durch Kohlenoxydgase vergiftet.

Diez (Lahn), 22. Nov. Montag früh fand man eine hiesige Beamtenwitwe mit ihrer 16jährigen Adoptivtochter in ihren Betten vergiftet auf. Während die Frau noch Lebenszeichen von sich gab, war das Mädchen tot. Als Ursache wurde Kohlen­oxydgasvergiftung ermittelt. Das künftige und neblige Wetter in der Nacht hatte die Gase nach unten gedrückt, wo sie durch eine schadhafte K aminklappe in das Zimmer des Mädchens entwichen und das Unglück verursachten. In der Wohnung selbst war nicht geheizt worden, dagegen im Stockwerk darüber. Die Frau dürfte auch kaum mit dem Leben davonkommen.

SMchullwckrtchten

X Aus Münster wird uns gemeldet: 9üt der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster wurde die feierliche Immatriku­lation der Studierenden abgeschlossen. Ins­gesamt wurden 909 Studierende neuimma- trikuliert. Da 4262 Studierende des Sommer, semesters in Münster geblieben sind, zählt die Universität heute 5171 voll- immatrikulierte akademische Bürger (gegen 5754 im Wintersemester 1931/32 und 5704 im Sommersemester 1932).

g

1.

1