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Schlachtsteuee
Ihr Leu, eich will uch häimet mahne, Ihr wetzt vielleicht un könnt nit ahne, Was eam Gesetz deschreawe stitt, Wäi mr doaege sich vergit.
Di« Schloachterei is ezet do,
Deswege deinkt beizeire dro , Flasch für de Selbstverbrauch is ftet, Alles aner muh versteuert sei.
So muht du Steuer ezt berappe, Ob du met Stiwel awer Schlappe Zoum Nochber of die Worschtsobb gihst. Daß du deich nur nit unerstiehst, , Ean baust vielleicht die Worscht oschneire. Letzt deich zou Wellfläsch gar verleire. Dann beast der Steuer du verfann. Sei Flasch mutz easse sealbst der Manu.
Eaßss Erwesbrei un Sauerkraut, Woas sich jo oach ganz gout verdaut, Steach rurr Roiwe, dorr« Quetsche, Dann wirscht du durch die Steuer retsche. E jede Worschtsobb, Bräu un Doaf, Däi ezt eam Dorf mmt sein Berlaaf, Wird do de Polizei bewacht, Detz niemed sich an Bro« macht.
H. Bastian.
6tba»»tttfnmpf Mmburs-Saö-Raudetm
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Der Marburger Schachklub hatte gestern den Schachverein Bad-Nauheim zu einem Klubkampf eingeladcn. Das Interesse für den Wettkampf war seitens 'der Marburger Schachfreunde sehr grotz. Nach kurzer Begrü- tzung der Gäste begann der Kampf an 13 Brettern. Hervorzuheben ist die Partie Kaufmann —Krebs, die der Senior des Marburger Schachklubs durch feine Angriffsführung rasch für sich entschied. Einen ebenso interesianten Kampf bot Herr Siers gegen Pogoschin am 6. Brett. Trotzdem Herr Siers nach wucht,aem Angriff die Dame einstellte, wäre es, ihm bel- nahe noch gelungen, seinen Gegner in größte Verlegenheit zu bringen. , Seitens des Bad- Nauheimer Schachvereins ist die Partie Frau Dr. Morsche! gegen Thomsen hervorzuheben, die trotz materiellen Nachteils einen siegreichen Angriff durchsührte.
Einzelergebnisse:
1. Dr. Eiese — Dr. Hertz %:V>; 2. Kaufmann — Krebs 1:0; 3. v. Schenk — Hofmann 1:0; 4. Althaus — Langsdorf 1:0; 5. Meyer — Dr. Hoddes 1:0; k.Siers — Pogoschin 0:1; 7. Gerdes — Steinmetz 0:1; 8. Sondermann — Rosenthal 1:0; 9. Gebhardt — Gütz — 0:1; 10. Söhngen — Dr. Rokelbusch 1:0: 11. Goetsch — Wilhelm 1:0; 12. Thomsen — Frau Dr. Mörschel 0:1; 13. Naumann — Krebs 0:1.
Marburg erzielte an den ersten 5 Brettern 4Vi Punkte. Dem Rückkampf in Bad-Nauheim sehen wir mit Jnteresie entgegen.
Sie WinterWr im Landkreise
> Marburg
Dreihausen: 7,70 Ztr. Kartoffeln. 2,10 Ztr. Rogoenmehl, 10 Pfd. Weizenmehl, 20 Pfd. Gemüse, 5 Laib Brot.
Fronhausen: 21,40 Ztr. Kartoffeln, 10' Pfd. Roggenmehl, 70 Pfd. Weizenmehl. 2,63 Ztr. Gemüse, 28 Ztr. Hülsenfrüchte, 27 Laib Brot. 4 Pfd. Speck und ein Bargeldbetrag von 313,50 M.
Heskem: 26 Ztr. Kartoffeln, 2,75 Ztr. Roggenmehl.
Wehrda: 24 Ztr. Kartoffeln, 3Pfd.Roggen, mehl, 20 Pfd. Weizenmehl, 3,20 Ztr. Gemüse, 15 Ztr. Hülsenfrüchte, 21 Laib Brot, 30 Pfd. Obst.
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Mittwoch, bet 23. November.
6.15: Wetterbericht. — Anschließend: Morgengymnastik. — 7.20: Schallplatten-Konzett. — 10.10: Schulfunk. — 12.00: llnterhal- ttmgs-Konzert. — 13.30: Konzert. — 15.15: Stunde der Jugend. — 17.00: Konzert des Südwestdeuttchen Rundfunkorchesters. — 18.25: „Shylock und seine Gegenspieler', Vottrag. — 18.50: „Auf zur Arbeit", Gespräch. — 19.30: Unterhaltungs-Konzert des Südwestdeutschen Rundfunkorchesters.— 21.10: „Wer ist es?“, literarische Rätsel. — 21.30: Selbstanzeigen: Joseph Georg Oberkofler. — 21.45: Von London: Cello-Konzert. — 22.15: Zettangabe, Tagesnachrichten, Wetterbericht, Sportbericht. — 22.45: Nachtmusik.
Sette 4
Dbtrttfflldx Zeitung. Marburg e. L. Dienstag, bet 22. November 1932
Privatklinik St. Elisabeth
Die Eröffnungsfeier am Sonntag
Im Kreise geladener 'Gäste, unter welchen besonders die Aerzteschaft unserer Stadt start ocrtreten war, wurde am Sonntag nachmittag in einer schlichten Feier die Pttvattlinik St. Elisabeth, mit deren Bauarbeiten am 1. März 1930 begonnen und die bereits bis zum Herbst im Rohbau fettiggestellt war, ihrer Bestimmung übergeben. Da die frühere Alte Pttvattlinik in der Robert-Kochstraße schon lange nicht mehr den Ansprüchen eines modernen Kranlenhausbetriebes genügte, hatte bekanntlich das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul, Fulda, das Grundstück Bahnhofstraße 19 und ein unmittelbar hinter diesem Hause gelegenes Gelände in der Lahnstraße käuflich erworben, um darauf eine eigene Klinik zu errichten.
Zu der Eröffnungsfeier hatte man mit Absicht den Elisabethtag gewählt, den Tag der großen Heiligen, der in der Kapelle der neuen Klinik in einem großen Gemälde des Münchner Malers Dr. Schmitt ein Denkmal gesetzt worden ist, und die —• wie schon der Name Pttvattlinik St. Elisabeth sagt — Symbol fein soll für diese Klinik und für die Arbeit der barmherzigen Schwestern.
Sinn und Zweck der neuen Klinik umttß wohl am besten der Superior der Barmherzigen Schwestern, Domkapitular Professor Dr. Thielemann aus Fulda in seiner Begrüßungsansprache. 2n dem Neubau sei die Fortsetzung der Alten Prioatklinik in der Robert-Kochstraße (früher Untere Rosenstr.) zu erblicken, die — während des Krieges Lazarett — durch Professor Dr. Müller dann wieder aufs neue eingerichtet wurde, nachdem er die Barmherzigen Schwestern zur Heber« nähme der Pflege gewonnen hatte. Domkapitular Thielemann bat, Professor Dr. Müller hierfür durch ein stilles Gedenken zu danken. Der dauernde Wechsel in der ärztlichen Leitung habe dann für die Anstalt eine gewisse Krise gebracht, zumal sie in einem Mietshaus untergebracht war und sich nicht entwickeln konnte, bis dann endlich durch den Neubau für die Zukunft eine solide Grundlage geschaffen werden konnte. Der Werdegang der Privatklinik St. Elisabeth sei auch charakteristisch für die Entwicklung der modernen Klinik überhaupt. Jahrhundette hindurch sei sie eine Wohlfahrtseinrichtung, Hospital für Bedürftige gewesen, bis dann etwa vor 50 Jahren durch die ärztliche Wissen- schaft und die technischen Errungenschaften der Chirurgie, der Bakteriologie und der Lichttherapie der Strich zwischen Wohlfahttsein- richtung und moderner, Klinik endgültig gezogen wurde. So sei jetzt auch die Privatklinik St. Elisabeth der inneren Ausgestaltung nach eine moderne Klinik, in der aber auch in Zukunft der alte Geist, der Geist der Nächstenliebe walten soll. Erbaut fei das neue Haus durch das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul in Fulda, das nächstes Jahr im Kasseler Be- zin mit ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken kann und dessen Schwestern in Marburg bereits 40 Jahre tätig sind zum Segen der Menschheit.
Baumeister A. Witt, in dessen Händen bekanntlich die Oberleitung für die Ausführung des Baues lag und dem, nebst seinen Mitarbeitern und allen am Bau beteiligten Unternehmern und Arbeitern bei der kirchlichen Feier am Vornttttag Domkapitular Professor Dr. Thielmann warme Wotte des Dankes und der Anettemrung gewinnet hatte, gab dann ein anschauliches Bild von dem Neubau. Er wies u. a. daraüf-hin, daß der Gebäudehöhe insofern Schranken gesetzt waren, als von der Bahnhofsbrücke aus der Blick nach
dem Schloß und nach den Türmen der Elisa- bethkirche nicht beeinttächtigt werden durfte. Die Lage für einen Kliniksbetrieb fei äußerst günstig, weil einmal der Lahnstraße jeder Verkehr fehlt, die Lahnseite niemals verbaut werden kann, und sämtliche Krankenräume nach Südosten gelegt werden konnten.
Ein Rundgcng durch die Klinik.
Die sich anschließende Besichtigung unter Führung von Herrn Baumeister Witt zeigte, daß hier ein Krankenhaus geschaffen worden ist, dem die neuesten Erfahrungen und Einrichtungen eines modernen Klinikbetriebes zugute kommen konnten. An Kranken können tn dem neuen Haus, das sich mit feiner Hauptfront in einer Länge von rund 51 Metern an der Lahnstraße hinzieht, ctroa 35 untergebracht werden. Das Krankenhaus dient einmal der Gebuttshilfe und der Behandlung von Frauenleiden (Dr. H a e n d I y), der Chirurgie (Professor Dr. Klapp) und der Behandlung innerer Krankheiten (Professor Dr. Klewitz); wie wir erfahren, ist aber auch die Einrichtung anderer Spezialabteilungen geplant.
Was den Bau selbst nun anbelangt, so find int Untergeschoß Räume für die Röntgenabteilung, elektrische Therapie und Bäder untergebracht, außerdem befinden sich dort die große Küche und die dazu gehörigen Wittschaftsräume .sowie dte Kesselanlage für die Zentralheizung und dte Warmwasserbereitungsanlage.
In das Erdgeschoß führt in der Ee- bäudeachse von der Lahnstraße aus der Haupteingang. Gegenüber demselben gelangt man in dte zwei Stufen höher liegende Saus« kapelle. Das Erdgeschoß enthält 10 Krankenzimmer, außerdem einen geräumigen Tagesraum für die Patienten, ferner Entbm- dungszimmer, Teeküche und die sonstigen für den Kliniksbetrieb notwendigen Nebenräume. Vom Nebenflur aus, rechts neben der Kapelle, gelangt man auf einen Krankenbalkon, der durch eine Treppe mit dem Erholungsgatten verbunden ist.
Wettere 13 Krankenzimmer mit den dazugehörigen Nebenräumen liegen im Obergeschoß. Dott, und zwar an der Rückfront, in Nordlage, befinden sich auch die Operationsräume mit Nebenräumen. Auch m diesem Stockwerk ist ein besonderer Tagesraum für die Patienten vorhanden. Ebenso wie im Erdgeschoß liegt hier vor dem Nebenflur ein Balkon für die Kranken. Die Empore der Hauskapelle ist unmittelbar vom Flur aus zugänglich.
Im Dachgeschoß sind die Schwestern- räutne mit Nebenräumen, ferner befindet sich dott die rund 60 Quadratmeter große Dachterrasse, die als Liegeterrasse für die Kranken bestimmt ist. Auch sind in einem Raum im Dachgeschoß die Akkumulatorenbatterien und die Wählergestelle usw. für die tm Hause eingebauten Telephon-, Lichtruf-, Person enrus- und Rundfunkanlagen, mit denen sämtliche Krankenzimmer ausgestattet sind, untergebracht. Das Haus ist ferner mit einer Zen- tral-Hhrenanlage versehen. Die Operationsräume haben eine von den Akku- muiatorenbatterien der Schwachstromanlagen gespeiste Notbeleuchtung, die beim Versagen des städtischen Lichtnehes automatisch in Funktion tritt.
Sämtliche Krankenzimmer usw. sind selbstverständlich mit fließendem Kalt- und Warmwasser versehen und haben in den Flurwänden eingebaute Wandschränke. Neben den Waschbecken sind Gurgelbecken vorhanden.
Di« Kranzenzimmer haben Schiebefenster, deren beide Flügel sich senkrecht verschieben
sich einst erlas, sondern seinem treuen, unermüdlich schaffenden Geheimrat reicht sie die Hand. Die» einfache Geschehen ist so schlicht, so allverständlich erzählt, wie es nur ein Dichter vermag, der nie seinem Volk sich entfremdet hat. Dabei ist die Erzählung aber getragen von einer hohen Weisheit und überlegener Güte. Die Weisheit des in Kämpfen gereiften Denkers Paul Ernst läßt ihn all die schlichten Kräfte des Volkes in sinnbildhaften Gestalten zu Wort kommen, die einfachen Kräfte: Ehrlichkeit, Werkfreudigkeit, Zucht und Ordnung, Famllienliebe und bürgerlichhandwerkliche Ehre, zu denen sich zu bekennen man falt verlernt hat in Zeiten der Auflösung und des Werteverfalls. Aber nicht so, als ob Paul Ernst nun Rückkehr zu überlebten Zuständen lehren wollte, nichts liegt ihm ferner. Es geht um unverlierbare Werke und es geht schließlich um eine harmonisch ausgewogene Volksordnung, in der Stände, Familien, eine innere Rangordnung wieder Platz hat — und sehnt sich denn nicht alle Welt nach solch einer schönen und Hellen Ordnung, in der Arbeit und Lohn einander wert sind, Werkeltage und Festtage zueinander gehören? Es ist ein frohes frohmachendes Buch, von einer wärmenden Heiterkeit, die nichts mit dem lauten amerikanischen „Humor" unserer Tage gemein hat, die uns aber not ist wie das tägliche Brot. Kräfttges, nährendes Brot — das ist die Gabe Paul Ernsts für fein geliebtes Volk. Er verschmäht alle psychologisierenden und psychoanalysierenden Mätzchen, mit denen die Modeschreiber ihr Publikum beglücken; er schreibt wie Keller und Raabe schrieben. Er scheut sich garnicht, ein neues Hauptstück ganz einfach so zu beginnen: „Indessen dies geschah, war Kurt wieder zurückgekehrt" — aber diese Sprache versteht dafür auch jedermann, in ihrer einfachen, kräftigen Anschaulichkeit erinnert sie an die Bilder alter Meister. Nichts könnte d-"n Werk Paul Ernsts angemessener fein als dieses eine Wort: meisterlich
—o. r,
«aifetet SiaaMeater
Gerhart Hauptmann „Sauneies Himmelfahrt".
Zum 70. Geburtstag des Dichters.
Mit diefer Traum- und Märchendichtung, die mitten in die realistische Schilderung eines Armenhauses und seines Elends die übersinnliche Traumwelt mit dem Himmel, mit Bil- .bem aus Schneewitchen und Aschenbrödel trägt, ehrte das Staatstheater den 70jährigen Gerhart Hauptmann, der „Hanneles Himmelfahrt" ttotz aller unleugbar vorhandenen Schwächen immer noch zu seinen besten Werken zählen kann — schon deshalb, weil mit ungewöhnlicher Empfindungstiefe und in ergreifender Sprache hier Eefühlsworte vermittelt werden, die sonst in den Hauptmannschen Dichtungen nur spärlich anzutreffen sind.
Der Aufführung gaben Ernst Wendts sorgsam abgewogene Regie und Heinz Helmdachs eindrucksvolles Bühnenbild den würdigen Rahmen. Tilde Maschat spielte das -Sannele mit der ganzen Innerlichkeit und Schlichtheit, die diesem armen, bis zu Tode gequälten Mädchen eigen sind. Neben ihr hatte der Lehrer Gottwald von Karl Randt jenes Matz feinsinniger Gestaltungskunst, durch das dieser ausgezeichnete Darsteller sich immer wieder um das moderne Drama verdient macht. Als Schwester Martha stand Hilde Miller am rechten Platz, lebensnah, verkörperten Trude Tandar, Dörte Pa- rell, Franz Sauer und Paul Berger die Insassen des Armenhauses, Karl Ebhardt den Waldarbeiter Seidel. Von den Traumerscheinungen find Kurt Uhlig als Hanneles Vater, Fritz Hintz- Fabrtciu5, Peter Lühr, Wolfgang D e n d t und F r i'tz R e i ch e r t als Engel, Käte Eordon in der Rolle von Hanneles verstorbener Mutter und Hanschmann als Dorfschneider lobend hervorzuheben.
Das gut besetzte Haus stand sichtlich unter dem Eindruck dieser Hauptmanu-Ehruug. Fl
lassen und die auch ohne Schwierigkeiten vom Zimmer aus gereinigt werden können. Die Schiebefenster gestatten die Ent- und Belüftung der Krankenzimmer, ohne daß der Patient im Bett der Zugluft ausgesetzt wäre.
Besonderes Augenmerk wurde daraus verwandt. die im Hause Genesung Suchenden vor nachteiligen äußeren Störungen soweit als möglich zu schützen. Durch die schon erwähnte Lage des Gebäudes an der ruhigen Lahnstraße dürften Erschütterungs- und Schallbelästigun- gen von außen her so gut wie gar nicht auftreten. Gegen die innerhalb des Baues auftretenden Erschütterungs- und Schallbelästigungen, wie z. B. Gehgeräusche, Sprechgeräusche üsw. haben sämtliche Decken und dre Trenn« wände zwischen den einzelnen Krankenzimmern eine Schallisolation erhalten. Auch bei dem Einbau des vom Keller- bis zum Dachgeschoß führenden elektrisch betriebenen Krankenaufzuges und bei den übrigen im Hause eingebauten Maschinenanlagen ferner bei den Rohrleitungen, sind Schallschutzvorkehrungen getroffen worden.
Bei der Aufführung des Baues waren hie, fige Firmen und Handwerker in wesentlichem Umfang beteiligt. Genannt seien: Baufirma A. Witt; Jakob Müller, £einr. Arnold Nachf., Zimmergeschäft; Gebr. Eiller, Dachdeckergeschäft: Adolf Sonnenschein, Klempnermeister; A. Deinert, Maler- und Stuckgeschäft; Beyer & Sohn, Maler- und Stuck- geschäft; I. Gasdorf. Maler, und Stuckgeschäft; Heinrich Jbelshäuser, Maler- und Anstreichergeschäft; Theodor Riehl Ww., Maler- und An. strerchergeschäst; I. Greif, Malermeister; 3. Siebert; Georg Schott; Klee & Sohn; Ludolf Peter; Oskar Kopp; Möbelfabrik C. Hering; Möbelfabrik Wilh. Brauer; C. A. Hartmann, Komm.-Ges.; Franz Konrad, Schreinermeister; Fritz Brühmann, Schreinermeister; Jak. Müller, Bau, und Möbelschreinerei; Wilh. Bamberger, Glasermeister; Karl R. Bamberger, Elasermeister; Justus Fischer, Schlossermeister; OttoSalowski, Schlossermeister; Jos. Paffrath, Marmor- und Bildhauergeschäft; Hch. Textor, Schreinermeister.
Wie wir erfahren, wird die endgültige Uebersiedlung in das neue Krankenhaus bereits in diesen Tagen erfolgen. Heber die Verwendung des ehemals Berduxschen Gebäudes in der Bahnhofstraße ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen; wie verlautet, ist hier die Einrichtung eines Altersheims geplant. f—r.
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Aus Kem GeetüMaal
Wegen Hausfriedensbruch und SschLeschädigrmg bestraft.
Vier Einwohner von hier hatten eine nationalsozialistische Fahne, die auf einem Grundstück am Ortenberg an einem Mast aufgezogen war, heruntergeholt und hatten dafür einen Strafbefehl von 25 Mark zugestellt erhalten. Damit waren sie aber nicht zufrieden, sondern beantragten gerichtliche Entscheidung. In der gestrigen Verhandlung betonte der Hauptangeklagte, daß er allein die Fahne heruntergeholt hätte und die anderen drei unschuldig seien. Einem weiteren Angeschuldigten wurde aber vorgehalten, daß er in der Wirtschaft erzählt habe, sie hätten die Fahne heruntergeholt. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, daß der Hauptangeschuldigte zu einem Monat Gefängnis und einer zu 25 Mark Geldstrafe verurteilt wird. Zwei erzielten Freisprechung.
Körperperletzimg, Widerstand und Beleidigung.
An der letzten Kirmes in Schwarzenborn nahmen auch einige Burschen aus Schönstadt teil. Im Verlauf der Tanzlustbarkeit wollten die Schönstädter Burschen auch einen Ettratanz gespielt haben, was aber die Burschen von Schwarzenborn nicht zugaben. Ueber diese Angelegenheit kam es dann zu einem Wortgefecht und später zu einer Schlägerei. Bei dieser Schlägerei wurde ein junger Mann aus Schwarzenborn mit einem Spa« zierstock schwer mißhandelt und körperlich verletzt. Als der Oberlandjäger den Spazierstockstock haben wollte, leisteten einige Burschen Widerstand und es kam auch hier zu einer großen Balgerei. Außerdem wurde der Oberlandjäger schwer beleidigt. Wegen dieser Angelegenheit hatten sich gestern vier junge Leute aus Schönstadt vor dem Richter zu ver- afftroorten. Alle bestritten die ihnen zur Last gelegte Tat, während die Zeugen aber die Angeschuldigten erkannt hatten. Die vier jungen Leute wurden wegen Körperverletzung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Beleidigung zu einer Gefängnisstrafe von 2 bis 6 Monaten verurteilt. —tl
* Der Erfinder des Stahlhelms spricht in Marburg. 2m Rabmen der Staatsbürgerlichen Sammeloorlesung spricht am Donnerstag, dem 24. November, 20% Uhr pünktlich, im großen Hörsaal des Landgrafenhauses Herr Prof. S ch w e r d von der Technischen Hochschule Hannover über „Krieg und Technik". Da die hiesige Universität einen Dertteter der Technik nicht hat, wird Herr Prof. Schwerd im Rahmen der Sammel« Vorlesung als Gast sprechen. Er ist als Erfinder des Stahlhelms bekannt und durch seine Tätigkeit im Krieg aufs beste mit den Problemen der Kriegstechnik vertraut.
* Personalien. In den dauernden Ruhestand versetzt wurde Oberbahnhofsinspektor Pelz in Ludwigshütte und Bahnhofsschaffner Hahn in Treysa. — Versetzt: ROS. Schlier von Frankenberg nach Soest.
„Sag mal, Emil,
•über war Deine Frau immer so freundlich uvö istig, jetzt versteht sie gar keinen Spaß mehr.
„Kein Wunder, Otto, daß ihr der Humor ver eht Hast Du eine Ahnung, was es heißt, lämorrhoiden zu leiden?“
„Kenne ich, alles schon dagewesen. Mein* Ite hat der Doktor mit Posterisan in kürzet eit geheilt Glaube mir, ein wunderbares Mittel as sollte Deine Frau auch einmal versuche»
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