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Blatt 2

Sportbeilage dec „Cbert-eifitotn Jetiune'

Nr. 273

500 Fahre Fahrra- / 8on Dr. Paul Thieme

Anglaublich klingt es. Dennoch ist es wahr. Die ehrsamen Bürger der im schö­nen Thüringer Land gelegenen Stadt Mei­ningen erlebten im Jahre 1447, also vor fast einem halben Jahrtausend ein nie ge­sehenes Schauspiel: den ersten Radfahrer. Allerdings darf man dabei nicht an einen Menschen auf einem Fahrrad denken wie er heute in der ganzen Welt als sozusagen- den integrierenden Bestandteil des Der- kehrSlebens gilt. Doch muß das Prinzip der Fortbewegung bei diesem spätmittel­alterlichen Vehikel dem des modernen Mederrades nahezu völlig entsprochen ha­ben, denn der Meininger Dhromst be-

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Ans dem Muse«« geholt---

Ein uraltes Hochrad, gefahren von einer modernen jungen Dame.

richtet wörtlich: „daß selbiger Mann mit einem selbstgetretenen Wagen durch das Stadttor in Meiningen ohne groß Be- schwär eingefahren, zum Marktplatz sich begeben, dort gewendet und wieder davon- aerädert sei!"

Nachahmer hat dieser erfindungsreiche Kopf anscheinend nicht gefunden. Jeden­falls ist von dieser verbürgt ersten fahr­radähnlichen Erscheinung nicht mehr als obige Kunde aus uns gekommen. Jahr­hundertelang hat der Gedanke an ein Verkehrsmittel ähnlicher Art dann ge­schlummert. Der badische Forstmeister Karl von Drais, Freiherr von Sauerbronn, hat ihn zu neuem Leben erweckt und im Jahre 1817 der verwunderten Mitwelt sein aus dielen Abbildungen bekanntes, zweiräderiges, hölzernes Fahrgestell vor­geführt, das nach dem Erfinder „Drai­sine" genannt wurde. Das Interesse, das diese Reuschöpfung fand, muß ziemlich rege gewesen sein, denn schon am" 28. April 1829 hielt man ein Draisinenwett-- fahren — also eigentlich das elfte Rad­rennen — in München ob.

Rach diesem aufsehenerregenden Ereig­nis wurde es wieder still Um die Draisine. Reuen Antrieb gab ihrer Entwicklung der Franzose Michaud um 1862, nach anderen Quellen bereits 10 Jahre früher, der Schweinsutther Instrumentenmacher Fischer.

Das Fahrrad und sein Benutzer gehör­ten in dieser Zeit zu den häufig abgewan­delten Themen der Witzblätter. Allge­mein wies man ihm, nach einer polizei­lichen Anordnung einen Platz unter „Turngeräten Und sonsttgen Massage­apparaturen" M. AUr ganz wenige, un­entwegte Fanattker hielten am Radfahr­sport fest und glaubten an seine Zukunft.' Sie sollten Recht behalten. 1869 kam es zur Gründung des ersten Radfahrervereins und 1872 8ur Abhaltung der ersten Rad­rennen. Die Freude war nur von kurzer Dauer. Einige schwere Stürze gaben den Polizeibehörden Anlaß, die fernere Ab­haltung derartiger Veranstaltungen zu verbieten. Auf die Dauer war das Ver­bot nicht haltbar und schon am 26. Juni 1880 konnte in München die erste Rad­rennbahn eröffnet werden.

Zm Verlauf des SportbettiebeS machte auch der Fahrradbau bedeutsame Fort­schritte. Stahlfelgen, Stahlspeichen, Brem­sen, Kugellager und das Mlerwichtigste: Pneumatiks kamen Ausgang der 80er Jahre auf, doch waren Luftreifen im Rennbetrieb bis um etwa 1896 verpönt.

Der erste deutsche RcD-WÄttmeister, August Lehr aus Frankfurt a. M., der 1894 an einem Tage in Antwerpen jbfe Rad- Weltmeisterschaften über l’iunß 10 eog*

lische Meilen gewann, fuhr noch auf Voll­gummireifen. Mit Fahrten über wette Distanzen begann man das IMeresse des großen Publikums zu wecken. Der eng­lische Rotth Road Club hielt 1888 eine große „Fahrt durch die Insel" Und Stto- ßenzeitfahren über 12 und 24 Stunden ab. Andere Länder folgten mit 25- und 100- Kilometer-Rennen. Ganz große natio­nale Ereignisse wurden 1891 die Fernfahrt Paris—Bordeaux und 1892 das Distanz- rennen Wien—Berlin.

Damit begann die Blütezeit des Rad­fahrens als Spott. Allerotts wurden Rennbahnen eröffnet und 1896 die ersten Rennen hinter Schrittmachern abgehalten. Von den vielen Schrittmachermannschaften erwarben sich Weltruhm, die „DunlopS", das ist eine Gruppe von zehn Mann,

welche Fünfsitzer fuhren. Sie lösten sich im Rennen mit außerordentlicher Geschick­lichkeit ab und hatten sehr große Erfolge, denn im Verfolg ihres Wittens schnellte die höchste Stundengeschwindigkeit in ge­schlossener Bahn von 35 aus 50 Kilometer empor. Richt viel später, 1897, wurden die elften Motorschrittmachermaschinen in Gebrauch genommen und schon 1900 lag die Stunde ngeschwindigkett im Durchschnitt bet weit über 90 Kilometer. Bis zur Jahrhundertwende hatten im Rahmen radspvttlicher Veranstaltungen die Ama­teur» oder Herrenfahrer, aus denen sie hervorgegangen, sich behauptet. Wit dem Einzug der Schrittmachermotoren verloren sie an Geltung und öffentliche Radrennen wurden von da an fast ausschließlich von Berufsfahrern besttitten.

Wttbkllbe«» Des KiUMüMmittt „KM"

Im Rahmen des Werbeabends des Deutschen Hoihseesportverbandes „Hansa" sprach am Frectaa abend im großen Hörsaal des Land- grasenhauses Fregattenkapitän a. D. Apel über „Deutschland auf See und über See, ein st und jetz t". Einleitend be­grüßte cand. phil. Löhlein als Leiter der Kameradschaft Marburg im Hochseefportver- band und als Obmann für Hochseesport im A. W. K. Marburg die Erschienenen, insbeson­dere Seine Magnifizenz den Herrn Rektor der Philippsunioersttät Prof. Dr. Merk und die anwesenden Professoren und Dozenten, sowie die erschienenen aktiven und inaktiven Offi­ziere, vor allem General Schniewindt und Vizeadmiral Engel. Redner wies bann auf die Aufgaben der Kameradschaften hin, neben der Pflege der Praxis und der Theorie auf seemännischem Gebiet, für die Verbreitung und Betretung des Gedankens „navigare ne- eesse est“ zu wirken. Die Verbundenheit auch des Binnenlandes mit der Reichsmartn« sei bei der Riobe-Katastrophe so recht zum Ausdruck gekommen. Jeder müsse beim Neu­bau eines neuen Segelschulschiffes helfen. So sei auch die heutige Veranstaltung unter das Motto der Niobe-Volksspende gestellt worden. 2n Fregattenkapitän Apel konnte Redner einen in Krieg und Frieden, im Jn- und Ausland mit Marinefragen vertraut ge­wordenen Fachmann begrüßen.

Fregattenkapitän Apel wies zunächst da­rauf hin, daß er in Anbetracht der kurzen Zeit nur einen allgemeinen Ueberblick über das große Gebiet des zu behandelnden Themas geben könne. In großen Umrissen stellte Red­ner die Entwicklung der deutschen Flott« von den Anfängen zu Zeiten der Wikinger über die Hansa bis zur neuesten Zeit dar und ver­stand es, im Lauf« seiner Ausführungen die wichtigsten Marksteine innerhalb dieser Ent­wicklung aufzuzeigen. So schildert^ Redner Aufstieg und Niedergang der Hansa, sowie die Begründung der brandenburgischen Flotte, mit deren Verkauf 1717 die deutsche Flagge für fast 150 Jahre von den Weltmeeren ver­schwand. Redner ging sodann ein auf die Ent­stehung der Kaiserlichen Marine, die sich aus bet- alten Bundesmarine und der preußischen Marine entwickelte. Erst nachdem mit der Gründung des Deutschen Reiches die Grund­lagen geschaffen worden seien, habe man an einen Ausbau der deutschen Handelsflotte und einer durch diese bedingten Kriegsmarine den, ken können. Beschleunigt sei diese Entwicklung durch den Erwerb der Kolonien. Auch der Weltkrieg habe nicht vermocht, Deutschland für

immer von der einmal erworbenen Machtstel­lung zur See zu verdrängen. Trotz des Ver­sailler Diktats, das uns die gesamte Kriegs­und Handelsmarine zerschlagen habe, habe sich Deutschland wieder auf die vierte Stelle in der Reihe der seefahrenden Mächte empor­gearbeitet. Nicht sei zu vergeßen, daß Deutsch­land wieder im Besitz des „Blauen Bandes des Ozeans" ist. Nach eingehender Schilde­rung bet Entwicklung bes deutschen Kolonial­besitzes, der uns auch durch den Schandfrieden von Versailles so gut wie geraubt sei, stellte Redner zum Schluß seiner Ausführungen die Forderung: das Versailler Diktat muss« auch hinsichtlich der Rückgabe der Kolonien eine Revision erfahren, und ließ seinen Vortag in die Worte ausklingen: Wir verlangen die Rückgabe unserer Wehrfreiheit und die Rückgabe unserer Kolo­nien, nicht nach dem Grundsatz der Gleich­berechtigung der Staaten, sondern auf Grund der Lei st ungen des deutschen Rei­ches im Verlauf seines 60jährigen Bestehen."

Anschließend sprach cand. phil. Löhlein dem Redner den Dank der Zuhörerschaft und des Hochseefportverbandes aus. Redner betonte, daß zur Wahrung der überseeischen Belange Deutschlands unbedingt eine stärkere Flotte nötig sei, als das Schmachdiktat von Versailles uns gestatte. Nicht sei es uns aber verwehrt, di« deutsche Jugend geistig und körperlich zu schulen. Diese Aufgabe durchzuführen, habe sich der Hochseesportverband auf seemännischem Gebiet zum Ziel gefetzt, wie das A. W. A. auf dem Land. Beide Organisationen arbeiten eng zusammen. Redner gab dann eine ausführ­liche Schilderung der Einrichtung der Hanse­atischen Pachtschule in Neustadt in Holstein und der Bayrischen Yachtschule in Prien am Ehiemsee. In bunten Farben entstand vor den Augen der Zuhörerschaft ein Bild vom Dienst­betrieb der Yachtfchulen sowie von den Aus­landsreisen der Schulschuner nach Skandinavien und Dänemark.

Dabei sand sich Gelegenheit, auf allgemein« wehrsportliche Fragen einzugehen. Es wurden insbesondere Fragen berührt, die das A. W- K. Marburg angehen. In scharfen Motten geißelte Redner die Tatsache, daß gewisse studentische Kreise noch heute die Mitarbeit am A. W- K. Marburg ablehnen, ja die Arbeit des A. W- K. Marburg zu untergraben suchen. Redner rich­tete an die Studentenschaft den Appell, in die, fer für die Zukunft des deutschen Volkes le­benswichtigen Frage einig zu sein.

M Nr IkllWeu lmMlAst Inrngao Men

Am vergangenen Sonntag fand in Ereßen eine Gauvotturner stunde statt, an der sich dann eine Turnausschußbesprechung anschloß, über die wir bereits berichtet haben. In der Turnauschußsitzlmg wurde aber auch der Uebungsplcm für das Jahr 1932/33 festge­setzt, der für die einzelnen Turnvereine eme Fülle von Uebungsstoff bietet. So sieht der Uebungsplan Lehrgänge vor zur Aus­bildung von Turnwatten und Vorturnern, die an vier Sonntagen im Januar 1933 in Gießen durchgefühtt werden. Die Bezirks- Dorfumerftimben wurden für ben 20. No­vember 1932, 8. Januar, 12. Februar 1933 und die letzte vier bis fünf Wochen vor dem Gauturnfest festgesetzt. Für den 1. Be­zirk findet die Bezirksvotturnerstunde immer im Turnergarten statt. Die zwette Gauvotturnerftumde wttd Mttte April 1933 in Gießen stattfinden. Die turnettschen Ver- anstoStungen für den Gau sind wie folgt festgesetzt: Die W int er g er äte wett­turnen in den einzelnen Bezirken müssen bis zum 26. März 1933 durchgefühtt sein und die Bezirkswetturnen müssen bis zum 11. Ium ihre Erledigung gefunden haben. Das Gauturnfest, verbunden mit Fech­ten, wird am 2. Juli abgehalten. Hierfür jst der Ott noch nicht bestimmt worden. Am 16. Juli findet dann in Grünberg das G an - Wettschwimmen, am 13. August das Gauvolksturnen (Ott noch nicht be- strmmt) und als letzte Gauveranstaltung das Gaufrauenturnen am 27. August in Heuchelheim statt.

B-ezittsvorturnerstlmde des 1. Bezirks.

Am gestrigen Vormittag fand im Tur­nergatten die erste Bezirksvotturnerstunde statt, die in Anbetracht des Totensonntag

von denen Vereinen nicht so gut beschickt war, wie das sonst üblich ist. Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Bezirksturnwart, Martin Tertor, wurde fofott mit der praktischen Arbeit begonnen. Vor allem wa­ren es hier die Freiübungen für das Deut­sche Turnfest in Stuttgart, welche den Turn­watten und Vorturnern gezeigt und durch­geturnt wurden. Aber auch die Geräte wur­den nicht vernachlässigt und neue Anregun­gen für die Arbeit in den Vereinen den Turnmatten mit auf den Weg gegeben.

In den Nachmittagsstunden fand bann eine Turnmatte - Versammlung im Restaurant Becker statt. In dieser Sitzung gab der erste Bezirksturnwart, Martin Tertor, einen kurzen Rückblick über die im Lauf« des vergangenen Jahres stattgefundenen Bezirks- veranstaltungen. Wenn and) in der Teilneh- merzahl an den Wintergerätewetturnen ein flehtet Rückgang zu verzeichnen ist, so muß man aber feststellen, daß bv den Bezirks- wetturnen eine größere Teilnehmerzahl er­reicht wurde. Als Ott für das Wintet- geräteroettumen wurde Marburg oder Cölbe in Vorschlag gebracht, weil die­ses die Otte sind, die von allen Vereinen des weitverzweigten Bezirkes leicht zu errei­chen find. Das Bezirks wett urnen fin­det im kommenden Iahte in Sterzhaufen statt. Dann gab der Bezirksturnwatt be­kannt, daß sich die Turner am Freiwilligen Arbeitsdienst beteiligen sollen. Die Vereine sollen die Namen der Turnet feststellen und dem Bezirksturnwatt Martin Tettot sofott mitteilen. Der vom Reich geplante Wehr­spott soll nach den Bestimmungen der Deut­schen Turnetschaft durchgefühtt werden. Der Bezirksspottwatt Moll-Rauschenberg hat sein Amt niedergelegt. Bts zur Neuwahl soll

der zweite Bezirksturnwatt Metz-Cölbe die­ses Amt mitverwalten. Nachdem noch einige interne Bezirksangelegenheiten besprochen wor­den warm, hatte die Veranstaltung ihr Ende erreicht. —n.

AugmMüblNig hi RitttlbklMlM

vom 14. bis 24. 11. 1932 im Raume Gera—

Rorbhailseu—Erfurt—Kassel—Gießen—Fulda

—Meiningen.

Die wichtigst« Ausgabe des Fluamelde- d i e n st e s besteht darin, den Lustraum im Falle eines Äriegcs nach feindlichen Flugzeugen zu beobachten und durch ihre rechtzmtiae Meldung die Vorbedingung für die Wirflamkeit der passiven, zivilen Lust­schutzmaßnahmen zu schaffen. Diese Aufgabe kann nut erfüllt werden, wenn das Flug- meldenetz bereits in Friedenszeiten ausgebaut und von Zeit zu Zeit übetprust und erprobt wird. Demzufolge schenken das Ausland, vor allem unsere stark gerüsteten Nachbarstaaten, diesem Gebiet bet Landesverteidigung beson­dere Aufmarksamkeit.

Deutschland fft hinsichtlich bes Luftschutzes im Reichsgebiet bekanntlich auf rein passive Maßnahmen angewiesen. Umso mehr ist es daher erforderlich, diese passiven Vorbereitun­gen und im besonderen das Flugmeldenetz ht den einzelnen Gebieten des Reiches zu er­proben. Diesem Zwecke dienten bereits die Flugmeldeübungen in Ostpreußen und in den Küstengebieten. Mitte November soll eine weitere Hebung in Teilen der mitteldeutschen Länder und Provinzen stattfinden. Diese Uebung stellt eine Fortsetzung der vorgenann­ten Erprobungen dar, deren Erfahrungsergeb- nisse bereits berücksichtigt werden.

Die Uebung wird infolge der Gtöße ihres Eesamtbereichs in einzeln« Uebungsabschnitte eingeteilt sein.

Ermietete Flugzeug« — eine Militärluft­fahrt ist Deutschland nach dem Versailler Ver­trag verboten — werden zur Ziellwrstellung verwandt werden. Auf Durchführung und Auswertung der Uebung muß sich diese Be­helfsmaßnahme nachteilig auswirken, weil die Zivilflugzeuge weder die Geschwindigkeit der zur Zeit im Ausland verwendeten Militär­flugzeuge (140 Std.-Klm. gegen 250 Std.-Klm) noch ihre Steigfähigkeit (3000 Meter gegen 6—8000 Meter erreichen.

Die Uebungslage hat auf diese Mißstände weitgehend« Rücksicht nehmen müssen uns nicht vermeiden können, daß durch sie hier und da int Verlaufe der Uebung Verhältnisse ein­treten werden, hie dem Ernstfall nicht ent­sprechen.

Die Dienststellen des Flugmelde- und Luft­schutzwarndienstes werden durch Zivilpersonen besetzt werden, die sich freiwillig für diese wecke zur Verfügung gestellt haben.

In den heutigen Zeiten schwerer wirtschaft­licher Not ist diese freiwillige Meldung umso höher zu werten, als seitens der leitenden Be­hörden eine Entschädigung für di« Dienst­leistung nicht gewährt werden kann. Allen denen, die sich selbstlos in den Dienst der All­gemeinheit im Rahmen der Uebung stellen, ge, biihrt daher schon jetzt der Dank der Uebungs- leitung.

Für di« nicht beteiligte Bevölkerung sei darauf hingewiesen, daß die Uebung nach außen wenig in Erscheinung treten wird.

Sportneuiskeittn in Kürze

Im Silberschildspiel schlug Norddeutsch- lanb in Hannover die mitteldeutsche Hvckeyelf mit 6:1. 3m Silberschild-Endspiel treffen nun also Norddeutschland und Brandenburg zusammen.

Amateur-Bor-Clubkämpfe. Fußballsport- verein Franffutt war in Kreuznach über ben dortigen Bor-Club 1928 mit 11:5 siegreich: Eintracht Franffutt schlug zu Hause Union Böckingen mit 11:3.

Das 100-Kilometer-Mannschaftsreiuien im Eröffnungs-Programm der Frankfurter Win­terbahn wurde von Schön/Buschenhagen mit Rundenvorsprung vor Funda/Maiborn, Ztms/Perelaer, Gebt. Nickel und Kroll/Wolke gewonnen.

Pvseido-n Köln stellte in Aachen in her Crawl-Schwellstaffel über 50, 100, 200, 100, 50 Metern mit 5:27,2 Mm. einen neuen beutschen Rekord auf.

Die Eishockeymannschaft bes Berliner Schlittschuh-Clubs wurde in Prag vor 10000 Zuschauern von LTC. Prag mit 3:1 ge­schlagen.

Sonja Henie „wird alt".

Scnja Henie, die bekannte schwedische Meisterin im Kunsteislauf, hat beschlossen, sich nach dem Ende der Mntersportsaison von allen öffentlichen Veranstaltungen zu' rückzuziehen. Sonja hat sechsmal hinter­einander die Weltmeisterschaft, zweimal bas olympische Championat unb dreimal bie Europameisterschaft im Eiskunstlauf errungen. Sonja Henie hofft in diesem Winter, noch einmal die Weltmeisterschaft gewinnen zu können. Sie meint, es ge­nüge, siebenmal nacheinander so hohe Ehren zu erringen, und außerdem „werde sie bereits alt" — Sonja steht im 20. Le­bensjahr! Vor allen Dingen sei sie aber müde . . . jeden Abend zeitig schlafen zu gehen, denn das müsse sie, solange sie sich an Meisterschaftskämpfen beteilige. Sie wolle ab und zu einmal ins Theater gehen, und schließlich gäbe es ja auch noch andere Dinge in der Welt als Meister­schaften. Son.-a Henie will aber den Eis­sport nicht aalet sagen. Sie ist im Begriff, sich im Eistanz auszubilden und wird schon in nächster Zeit mit dem durch die Paw­lowa berühmt gewordenen „sterbenden Schwan" debütieren.