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VfV.-Kurhessen gewinnt inKassel- Germania verliert

Germania 08 - 05 Göttingen 3:4 (0:2)

Wieder einmal mutzten die Eermanen- anhänger enttäuscht den Heimweg antreten. Hatten doch alle im Stillen gehofft, dah durch die Spielberechtigung von Leiser das goch im Sturme endlich ausgefüllt sein würde, daß endlich die alte Durchschlagskraft wiederherge­stellt wäre und im letzten Spiele der Vor­runde auch der erste Sieg herausgeholt würde. Und gerade Leiser kam bei der Kritik nach dem Treffen sehr schlecht weg. Ob es richtig ist, gleich nach dem ersten Spiel den Stab über ihn zu brechen, wollen wir dahingestellt sein lassen. Tatsache war gestern, datz er sich garnicht Mrecht fand, datz ihm im Sturm so- sufagen nichts gelang; Schuld mag daran wohl sein einmal die lange Pause, dann aber auch,, datz seine Spielweise und Auffassung garnicht mit der der andern Germanen har­moniert. Es war daher ein Experiment der Eermanenleitung, ihn uneingespielt mit seinen Nebenleuten mitwirken M lassen, und zwar eins, das fehlgeschlagen ist. , Ein weiterer Fehler war, den Innenstürmer Wagner 2 dis Rechtsautzen und den Nrir-Autzenstürmer Schaub in die Mitte zu nehmen. Als endlich Wagner 2 zur Mitte ging, Happ und Leiser tauschten — nebenbei schien Leiser als Läu­fer viel brauchbarer — kam endlich etwas Schwung in den Marburger Angttff, und dann fielen auch Tore. Bis dahin hatten die Göttinger aber schon drei Treffer vor­gelegt und davon Jonnten sie zehren.

Betrachten wir die Eermanenelf etwas kritisch. Happ 2 im Tor hielt manch unver­hofften Schutz, aber im Fangen machte er manchmal einen unsicheren Eindruck; dadurch entging ihm auch der Ball beim vierten Tor, das er, vermeiden mutzte. Emmler und Werner ztoei gute Verteidiger, die aber auch manchmal schwache Momente hatten; beim ersten Tor standen sie beide dabei, ohne ent­schlossen eimugreifen. Die Läuferreihe war eifrig, besonders Happ; seine Vorlagen waren aber, alle $u ungenau und dazu fast immer in di« Mitte, aber nie an die Flügel. Erst Leiser brachte als Mittelläufer etwas Ab­wechslung jn diese ^pielweise. Sauerwald spielte manchmal auch etwas zu rauh; das Opfer war er dann selbst, da er durch eine wieder su Tage getretene Verletzung in dm letztm 25 Minuten ausscheiden muhte. Im Sturm klappte in der Aufstellung Wagner 1, Zschocke, Leiser, Schaub, Wagner 2 anfangs garnichts. Die Autzenstürmer bekamen fast gar keinen Ball; die Innmstürmer dagegen versuchtm es $u sehr feder auf eigene Faust, bis ein Gegner dm Ball abnahm. Erst im zweiten Teil wurde es etwas besser. Da sah man, wieder etwas vom früheren Geist. Wenn dieser wieder Platz greift, dann wer- dm auch wieder Siege kommen; hoffentlich ist das recht bald der Fall.

Die Göttinger hattm die Sache sehr ernst genommen und deshalb die stärkste Aufstel­lung herausgebracht. Sie hattm sogar ihren Spieler Sroda kommm lassen, so datz das alte Verteidigungsdreieck mit Knauff, Reich­stem und Sroda stand, das zu dem 'Siege sehr viel beigetragen hat. Sehr gut war auch die Läuferreihe sowohl in der Detteidigung als auch in der Angriffsunterstützung. Der Sturm war flink und kombiniette zeitweise sehr schön. Besonders gefallen konnten die zweckmäßigen Flügelangriffe, die durch ihre Schnelligkeit manche krittsche Situation hervorriefen. Zu b -Mängeln war höchstms die etwas fehlende Schußfreudigkeit, da das Spiel etwas Mviel au, dm Halblinken Musiatowski $u geschnitten war. Unverständlich blieb es, warum die Elf mit einem Male, als ste 3:0 führte, von ihrem Angriffsspiel abging und sich $u sehr aut Defensive legte. Dadurch lauten die Ger­manen kn der letztm halbm Stunde stark auf; wenn die Göttinger Mletzt ihre Takttk nicht wieder geändert hätten, ein Punkt oder gar beide wären in Marburg geblieben.

Pünttlich liefe Schneider-Marbach beginnen. Er bot als Unparteiischer eine befriedigende Leistung; manchmal pfiff er wohl etwas reich­lich kleinlich, dann war er wieder machmal ZU. großzügig; er benachteiligte, bzw. beoor- tetlte damit aber keine der Parteien, was ja seine Hauptaufgabe war. Von .Anstoß weg überraschten die Göttinger mit flotten An- gnffen, bei denen schneller Flankenwechsel die Marburger Verteidigung etwas durcheinander brachte. Aber bald hatte sie sich auch darauf eingesteflt und wehrte mit weiten Schlägen ab, doch vermochte der Jnnmstunn der Ger- manen mit diesen Vorlagen nichts anzufangen Anders die ©üttmger. Meder einmal schickte der Mittelläufer dm Rechtsautzm auf Reism, der flantte MM Halblinkm, der Mm Mittel­stürmer patzte. Dieser konnte schietzen, be­diente aber dm besser stehenden Halbrechten, der auch placiert einschotz. Kaum 10 Minuten warm gespielt. (Bermama antwortete mit einigen flotten Gegenangriffen, aber alle ver­pufften zwecklos, weil die Ballabgabe fast durchweg ungenau war, so datz meistens' ein Göttinger dm Ball bekam. (Einen schönen Vorstotz schlotz der Mittelstürmer der Gäste mit ebenso schönem Schüfe ab: der Ball wurde mit der Hand abgewehrt, der Schiedsrichter hatte es aber nicht gesehen, mffchied daher auck» nicht ttotz der Reklamation der Göt­tinger auf Elfmeter Etwas später tarnen v Göttinger dann durch schönen Schub des

Halblinkm $u ihrem zweiten Tor. Bei den Germanen klappte es immer noch nicht; kam wirflich einmal ein Angriff bis in den Straf­raum, wurde entweder ungenau geschossen oder die Göttinger Vetteidigung, besonders Sroda, fuhr mtschlossm dazwischen. Ohne Pause wurde gewechselt, da Göttingen mit dem Zug um V-5 Uhr fahren wollte. Germania ipidte immer noch in der ersten Aufstellung; da­durch behielten die Gäste weiter leicht die Oberhand. 10 Minuten nach dem Wechsel eine kurze Pause zum Gedächtnis der Toten; entblößten Hauptes standen die Zuschauer. Dann ging es wieder weiter. Musiatowski spielte sich fein durch, sein folgender Schutz war unhaltbar. 3:0 für Göttingen. Drei, vier Gelegenheiten ließen die beiden Außen- stürrner der Gäste aus. Dann stellten die Einheimischen endlich um. WM Wagner ging in die Mitte, er mutzte Zschocke richtig ein« zusetzen, der jetzt etwas zur Geltung kam.

Bald holt« er auch ein Tor auf; drei Mi- nuten später auf schöne Vorlage von dem nach links gelaufenen Schaub ein zweites. Der Ausgleich lag in der Lust, da (Böttingen mit 9 Mann verteidigte. Noch 15 Minuten zu spielen. Sauerwald war ausgeschiedm, dadurch.war der Rechtsautzm ungedeckt. Mit einer weiten Vorlage rast er ab, schob, Happ roarf sich, schien auch den Ball $u haben; er prallte ihm aber anscheinend aus der Hand ins Netz. (Böttingen spielte nun etwas auf Zeit; immer weit nach vorn die Bälle. Noch 2 Minuten, da berührte der rechte Läufer im Fallm dm Ball mit der Hand. Der Iln- pattensche entschied Elfmeter, vielleicht etwas M hart, da Absicht kaum oorlag. „Willi", riefen die Zuschauer, als Zschocke den Straf­stoß ausführm wollte. Wagner 2 verwan­delte auch sicher. Dann folgte Anstoß und wmige Sekunden später Abpfiff; die Punkte gingen nach (Böttingen.

Ski Trainins ohne Schnee

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Oben links; Eine Vorübung zur Kehrtwendung. Auf glattem Boden schützt man sich durch gegen­seitiges Anfallen vor dem Fallen. Daneben: Der Sportlehrer erklärt den Stemmbogen. Unten links: Wie stehe ich richtig auf, um mich vor Bruch zu schützen? Daneben: Ebenfalls eine Vorübung zur Kehrtwendung, wobei auf die richtige Haltung der Bretter Wert zu legen ist.

Die Skiverbände haben auch in diesem Jahr wieder in vielen deutschen Städten Trocken- Skikurse ins Leben gerufen. Tausenden von jungen Sportlern in der Großstadt wird so Gele­genheit geboten, sich schon in den schneefreien Tagen auf das weiße Regiment vorzubereiten, um dann beim Einzug des Winters in das nahe oder fernere Gebirge zu eilen und den herrlichen Sport auf den schnellen schlanken Brettern inmitten weißer Zaubervracht auszuüben.

Rasen Cvlelausbeute am Totensonntag

Am Totensonntag fanden in Hessen- Hannover nur drei Spidle der ersten Klasse statt. Die Kurhessen besiegten Dura Kassel verdient mit 4:0, die Marburger Kurhes­sen fertigten den Kasseler Spielverein Werraschend hoch mit 5:2 ab und Döt­tingen konnte von den Marburger Ger­manen knapp mit 4:3 Sieg und Punkte holen. Borussia Fulda und Kurheffen Kassel gewinnen sichtlich Dorsprung. An der Tabellenspitze liegt nach wie vor Bo­russia FUlba mit 18:0 Punkten, hart be» drängt von Kurhessen Kaflel mit 14:2 Punkten. An dritter Stelle rangiert der SE. 03 Kassel mtt 8:8 Punkten; er hat kaum noch Aussichten, an die beiden Füh­renden heranzukommen. Die Fuldaer Bo­russen nutzten den spielfreien Sonntag zu einem Freundschaftsspiel gegen Germania Bieber. Auch der Dettreter der Main- bezirksliga konnte den Siegeslauf der Bo­russen nicht hemmen, er mußte eine ver­diente 4: OSchlappe einstecken.

Kurhessen Kassel — Tara Kassel 4:0 (4:0).

Kurhessen führte in der ersten Halbzeit ein schönes gefälliges Spiel vor und konnte auf Grund der besseren Leistungen beson­ders in technischer Beziehung eine 4:0» Führung bis zur Pause herausholen. Dura kam nach dem Wechsel auf, war sogar zeit­

weilig überlegen, vermochte es jedoch nicht, die sehr gute Verteidigung der Kurhessen zu überwinden. Gegen Schluß des Spieles lagen die Kurhessen wieder in Front, ohne indessen weitere Dore zu erzielen.

Spielverein Kassel — Kurhessen Marburg 2:5 (2:3).

Die Marburger gewannen verdient, vö- wohl Spielverein im Felde ein gleichwer­tiger Gegner war, ja teflweise sogar eine leichte Ueberlegenheit herausarbeitete, was auch schon aus dem Eckenverhältnis von 11:1 hervorgeht. Der Sturm war aber ungemein schuh schwach und konnte gegen die gute Marburger Abwehr nichts aus­richten. Bet den Marburgern gefiel die Angriffsreihe, in der der frühere Frank­furter Süß und der Rechtsaußen Röll hervorragten.

Der heutige Stand der Tabelle lautet:

BezirkÄiga:

Verein

Borussia Fulda Kurbellen Kallel

S. C. 03 Kallel Iura Kallel V. f. B. K. Marburg Spielverein Kallel Köttingen 05 öermania Kallel Hellen Hersfeld Germania Marburg

9

8

8

8

9

9

9

8

9

9

9 7

3

3

2

3 3

2 2

0

0 0 37: 9 18:0

0 1 30: 5 14:2

2 3 21:19 8:8

2 3 14:23 8:8

4 3 16:22 8:10

2 4 16:24 8:10

1 5 21:28 7:10

2 4 13:17 6:10

2 5 18:24 6:12

3 <* 15:30 3:15

Breidenbach - Stkershausen 1:1 GM

(Es sei gleich vorweg gesagt, mit dem Remis können beide Parteien zufrieden sein, wenn auch regulär Ockershaus«: ein Sieg zustand. Eine offensichtlich ange­wandte Taktik aus beiden Seiten nahm dem Spiel so ziemlich alle höheren Qua­litäten, es war ein reines Defensivspiel, bet dem die beiden Stürmerreihen mit ihren Leistungen zu kurz kamen. Allzu Schönes oder gar Begeisterndes wurde den Zuschauern nicht geboten.

Bet Ockershausen war die Hintermann­schaft das beste. Reben den beiden schlag­sicheren Backs zeigte der Torhüter Much ganz ausgezeichnete Leistungen, die chn zu dem besten Mann auf dem Platz stem­pelten. Dagegen war der Mittelläufer ein glatter Versager, der sowohl in Zer­störung wie Ausbau eine klägliche Rolle spielte. Die beiden Außenläufer, vor allem der rechte, waren ganz auf ihrem Posten. Der Sturm konnte, wie schon erwähnt. Nur wenige Angriffe einleiten.

Gas Spiel begann mit einer großen Dreidenbacher Hebe riegenbeit, die auch bis zur Pause anhielt. Aber alle noch so gut gemeinten Borstöße führten zu kei­nem Erfolg. Nachdem kam Ockershausen besser zur Geltung, wenn man auch von einer Lleberlegenheit nicht sprechen darf. Aber ganz unerwartet kam der FührUngs- treffer für Ockershausen durch den ener­gischen Halbrechten. Die Breidenbachs kämpften für die Folge verzweifelt, abe* die Verteidigung der Gäste fünfte da­zwischen, daß jede Hoffnung an den Aus­gleich schwand. Erst kurz vor Schluß ver­wandelte der Breidenbacher Halblinke, der sich den Ball im Anschluß an einen Straf­stoß mit der Hand mitnahm, zum Aus­gleich. Das war übrigens auch die einzige Fehlentscheidung des sonst sehr guten Lei­ters Peter-Germania Marburg.

1. Bezirks»«»-:

Verein

’S 19

S o s

a

g

E 3

5 a

3 »

Tore für gegen

1900 Eießen

7

4

2

1

17:8

10:4

V. f. B. Eießen

7

2

4

1

15:10

8:6

F.V. Wallau

7

2

4

1

8:7

7:7

Breidenbach

7

2

3

2

16:16

4:2

ff. V. Ockershausen

7

1

5

1

12:11

8:6

Frohnhausen

7

2

3

2

13:16

7:7

S.V. Wetzlar

7

2

2

3

14:14

6:8

Bottenhorn

7

0

2

5

10:23

2:12

Berbandsspiele in Süddeutschland:

Gruppe Main:

VfB. Friedberg — Hanau 93 3:3.

Gruppe Hessen:

Mainz 05 — VfR. Bürstadt 5:0.

Gruppe Nordbahern:

Germania Nürnberg — FE. Nürnberg 1:1. Spvg. Fürth — VfR. Mich 1:1.

Gruppe Südbahern:

Bayern München — Teutonia München 0:0 Wacker München — 1860 München 4:3.

Gruppe Baden:

Spvg. Schramberg — Karlsruher FV. 0:1.

Gruppe Württemberg:

VfB. Stuttgart — Stuttg. Kickers. 1:1.

Gruppe Rhein:

Phömx Ludwigshafen — SB. Waldhof 1:0. VfR. Kaiserslautem VfR. Mannheim 2:2. Amicitia Viernheim — FE. Mannheim 08

1:1.

Gruppe Saar:

FE. Idar — FC. Kaiserslautern 2:1. FK. Pirmasens — Borussia Neunkirchen 2:1.

Süddeutsche Vereine auf Reisen:

Preußen Münster — Etntr. Franffurt 0:2. Borussia Fulda — Germania Bieber 4: 0.

Germania 1. Sch. — VfB.-K. 1. Sch. 2: 0. Germania 2. Sch — VfB.-K. 2. Sch. 0:2.

Schwedens Fußballmeister, A2K. Stock­holm. gab am Sonntag in Köln cm Gast­spiel; vor 3000 Zuschauern siegten die Schwe­den gegen den Kölner SC. 99 mit 7:3 (2:0).

Der süddeutsche Fußballmeist«, Eintracht Frankfurt, trug in Münster i. W. ein Freund­schaftsspiel aus, das er vor 4000 Zuschauern gegen Preußen Münster durch Treffer von (Efemer und Leis mtt 2:0 (1:0) gewann.

SBafttt Rensels Gegner bet feinem Kampf am 26. November in der Frankfurter Fest Halle ist der Engländer Unroin, mtt der er schon vor einigen Monaten in London horte. Der Kampf ging damals über die volle Distanz von zehn Runden und endete mtt einem knappen Punftsteg des Deutschen.