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«sverveMcke 3rttnng. Marvms e. L, Mantas, bet 21. November 1932

Marburger Sladlzeüung

Sie SeldengebeMier auf dem Ehrenfriedhof

Wieder,

* Elisabethtag und „ewiges Ge­bet" im S ch w e st e r n h a u s. Am Elisa- bethtag hatten sich die Gläubigen, und vor allen Dingen die katholische Jugend von Marburg zum levierten Hochamt in der Kugel­kirche überaus zahlreich eingefunden. Die beiden Elisabethlieder gestalteten den Gottes­dienst schlicht und feierlich. Den ganzen Tag über war am, mit Blumen gezierten Elisa- bcthaltar die Elisabethrelique zur stillen An­betung ausgesetzt. Am selben Tage war die katholische Schwesternhaus-Kapelle der Mt- telpunkt einer eindrucksvollen Feierstunde, wo nach den Gottesdiensten am Morgen ein­zelne Betstunden mit Lobgesängen folgten. Es war hier das „ewige Gebet" der kath. Schwestern Marburgs. Eine große Anzahl von Pfarrangehörigen hatten sich zusammen mit den barmherzigen Schwestern um den reich­haltigen geschmückten, im Lichte unzähliger Kerzen erstrahlenden Altar geschart, um den Tag mit der Schlußandacht zu beendigen. Machtvoll erschallten am Schluffe die Weisen des Liedes „Großer Gott wir loben dich" und

Beginn der Deutschen Woche

Morgen beginnt die Deutsche Woche in Marburg. Als Auftakt findet nachmit­tags um 4 Uhr im Kurhotel 'Ortenberg eine Kleiderschau statt. Den 'erläuternden Vortrag: „Die Maßschneiderin als Ver- mMerin zwischen Mode und Persönlichkeit" hat Fräulein Hilde H o b o h m übernommen. Für den Eintritt werden Ausstellungskarten ausgegeben, die nach dieser Veranstaltung für die Ausstellung Gültigkeit haben. Mitt­woch beginnt die große Weihnachts- allsstellung mit den vielen Nebenveran- stattungen, die bis zum Montagabend dauert. Den Abschluß der Deutschen Woche bildet anl Dienstag, den 29. November, 20 Uhr, der Deutsche Kulturabend. Es ist wegen des zu erwartenden Andrangs ratsam, die Karten dazu im Vorverkauf an der Aus­stellungskasse rechtzeitig zu lösen. Es wird empfohlen, das heute veröffentliche Pro­gramm der Deutschen Woche auszuschneiden und aufzuheben.

Der Verlauf der Heldengedenkfeier fft ohne Störung, planmäßig, würdig und eindrucks­voll vonstatten gegangen. Seit 1920 wird diese Kundgebung für die gefallenen Helden von den Kyffhäuser-Kriegervereinen veran­staltet, die dazu Behörden, Bürger- und Stu­dentenschaft, sowie die Vereine und Verbünde nationaler Art einladen. Der überaus zahl­reiche Besuch der Gedenkfeier am Nachmittag hat von neuem den Beweis erbracht, daß diese Huldigung vor den gefallenen Helden der aller Schlichtheit tief eingewurzelt ist imb ihre versöhnliche Wirkung auch unter den Gegensätzen unserer Tage nicht verfehlt. Der nebelgraue, feuchte Tag tat dem Besuch der Feier leinen Abtrag.

Voran gingen am Vormittag nach Schluß der Gottesdienste die Kranzniederlegungen am Jägerdenkmal im Schülerpark und am Studentendenkmal auf dem Ru- dolphsplatz, wo eine Abordnung des 1932 führenden Kriegervereins (Artillerie- v e r e r n s) unter dessen Vorsitzenden Frank den gefallenen Helden die Ehrung erwies.

Zur Hauptfeier um 15 Uhr auf dem E h - renfriedhos strömte schon eine Stunde vorher eine schier unübersehbare Menge, die an der Verehrung der toten Selben teilneh­men wollte. So hatte sich eine dichte, tiefe Menschenmauer rings um den von der Stadt sehr schön geschmückten Ehrenfriedhof auf­gebaut, als mit dem Schlage 15 Uhr die Feier begann. Die Behörden hatten sich am Kreuze selbst versammelt. 3m Mittel­gang standen die Vereine, gegenüber dem Kreuz auf dem Hauptweg die Studentenver­bindungen mit ihren Fahnen, die sonstigen Fahnen beiderseits des Kreuzes. Ganz be­sonders stark war die Studentenschaft vertre­ten. Vorn AusbildungsbataMon war ein Zug nebst der Musik zur Stelle. Die K p f f- Häuser-Iugendgruppen waren an­wesend und taten dar, wie gerade der Ju­gend die Ehrenpflicht erwächst, die Groß­taten deutscher Vergangenheit in sich aufzu­nehmen und in heiliger Ehrfurcht auf die Selben zu schauen. Die Ansprache hielt

Tagung res Museumsverbandes

In Fulda fand eine Eeschäftsführerbe- sprechung des Museumsverbandes für Äurheffen und Waldeck statt, an der erst­malig Profeffor Dr. h. c. V o n d e r a u teilnahm. Es wurde iv a. beschlossen, zur befferen Betreuung der angeschloffenen Heimatmuseen das Verbandsgebiet in der Weise zu gliedern, daß der Kreis Fulda- Land sowie die Kreise Hersfeld, Schlüch­tern, Gelnhausen und Hanau vom Ge­schäftsführer Profeffor Vonderau, die Kreise Marburg, Kirchhain, Zie­genhain, Frankenberg und Vie- d e n k o p f vom Geschäftsführer Profeffor Dr. H a m a n n - Marburg und die nieder- hessischen und waldeckischen Kreise sowie der Kreis Schmalkalden vom Geschäfts­führer Profeffor Dr. Luthmer-Kaffel betreut werden sollen.

Als eine der nächsten Aufgaben des Museumsverbandes wurde die Erfaffung und Katalogisierung der M u f e u ms- best ä n d e nach einheitlichen Gesichts­punkten bezeichnet. Die so gewonnenes Kataloge könnten auch der örtlichen Frem­denwerbung dienstbar gemacht werden. Schließlich wurde die Frage der Heraus­gabe einer Verbandszeitschrift erörtert.

Die SlintenMenanftalt im Rundfunk

3m Rahmen seiner Zeitberichte übertrug gestern der Frankfurter Sender eine Unterhal­tung zwischen Herrn Dr. Brühl imb dem Leiter der Marburger Blindenstudienanstalt Marburg, Herrn Dr. Strehl. Zunächst er­läuterte dieser in kurzen Worten die Ausgaben der Anstalt. 1917 eigentlich für die Kriegs­blinden gegründet, widmet sie sich heute der höheren Schulausbildung begabter Blinder, Betreuung von blinden Studierenden und Weiterausbildung sür einen geeigneten ^eruf, 3en Vermittlung auch noch zu ihren Auf- en gehört. Jntereffant war auch noch zu hören in welcher Weise diese Ausbildung ge­handhabt wird, da es einesteils Blinde gibt, die erst in späteren Jahren ihr Augenlicht ver, loren, vorher die Welt also kennen gelernt haben und sich danach einstellen können. Den Blindgeborenen oder im Alter bis zu 5 Jahren Erblindeten fehlt dieses Begriffsvermögen; sie müssen auf Grund ihres Tastgefühls langsam sich dieses Kennenlernen aneignen.

Nach diesen Besprechungen sand dann eine kurze Besichtigung bei Anstalt statt. Direktor Dr. Strehl erläuterterte dem Frankfurter Herrn die Herstellung der Blindenbücher und Lehrmittel. Damen und Herren, die damit be- schäftigt waren, gaben kurze Erläuterungen, so daß man sich einen Begriff von der müh­samen Arbeit machen konnte, die aber gern geleistet wird, um den Blinden Einblicke in alle Gebiete der Wissenschaft — auf ihre Art — zu gewähren. In den Schlußworten, die gleichzeitig Dank an Herrn Dr. Strehl für die interessanten Ausführungen waren, bedauerte Herr Dr. Brühl, daß nicht längere Zeit zur Verfügung stand, um noch mehr von diesem idealen Werk berichten zu können.

• Polizeiliches. In der Nacht vom 17. zum 18. ds. Mts. wurde in der Augustinergaffe die Scheibe eines S ch a u- fensters zertrümmert. Entwendet wurden hier eine silberne Herren- armbanduhr, ein Lederband, läng­lich-eckiges Format, auf dem Zifferblatt befindet sich die Bezeichnung „3 nut arabischen Zahlen, Stempel 800. Wert. 22,50 Mark. — Ferner eine vernickelte Herrenarmbanduhr an Leder­riemen, rundes Forma, Deckel eckig, Zif­ferblatt mit arabischen Zahlen, Sekunden­zeiger versehen, die Zahlen von 13 bis 24 sind rot. Ferner einen glatten goldenen Trauring mit Stempel 585, innen ist der Name Ilschen 1.8.31 graviert. Hm sach­dienliche Mitteilungen, auch vertraulich, bittet die Kriminalpolizei.

»Unruhestifter. In der Aacht von Sonnabend auf Sonntag wurden mehrere junge Leute wegen Ruhestörung, Ra<- menausfageverweigerung und Widerstands zwangsgestellt und einige davon in Schutz­haft genommen. — In der Sonntagnacht fand in einer hiesigen Gastwirtschaft eine Schlägerei statt, wobei es mehrere Verletzte gab.

• Unglücksfall. Jy tiefe Trauer wurde die Familie des verstorbenen Direk­tors der Medizinischen Poliklinik, Prof. Dr. E. Müller versetzt. Der einzige Sohn die­ser Familie, stud.techn.phps. Helmut Mül­ler, ist einem Unglücksfall in Darmstadt zum Opfer gefallen.

• Marburger Beobachtungen zu dem Erdbeben in Westdeutschland. Von der Beobachtungsstelle des Physika­lischen Instituts wurde das Erdbeben in Westdeutschland mit Veso mm festgestellt.

• Begräbnis. Die Teilnahme an Trauerfeier für den verstorbenen Der- waltungsoberfekretär Emil Kaiser am Samstag, 19. Dovember, 1 Ahr, war ein« so außergewöhnlich große, daß die Fried- hofskapelle die Leidtragenden nicht an­nähernd fassen tonnte. Pfarrer Deer- hvsf hielt die Ansprache, die den Spruch Treue ton Treue" zum Mittelpunkt hatte. Der Liederverein 1842 trug zwei eindrucks­volle Lieder vor. Kränze legten mit An­sprachen nieder die Vertreter, bzw. Dor­sitzenden des Krieges- und Landwehrver­eins Marburg, der Derwaltungsbeamten der Aniversität, des Militäranwärterver­eins, des Liedervereins 1842, des refor­mierten Kirchenchores. Nachher gab, wäh- rend der Sarge in den Wage« geladen wur­de, auf dem Mittelweg des asten Fried­hofs die Schießgruppe des Krieger- Und Landwehrvereins die drei Ehrensalven für den Heimgegangenen alten Ehinakämpfer von 1900/02 ab. Die soldatisch-kamerad­schaftliche Ghrenbegleitung zog bis zum Wilhelrnsplatz mit Hier wurden die letz­ten Ehrenbezeugungen erwiesen, während der Wagen mit dem toten Kameraden un- der Schwesternchor verherrlichte den' feier- I ter den Klängen des „Kameradrnliedes" licheu Augenblick durch einige mehrstimmige sich in Dichtung nach Gießea in Bewegung

Pfarrer Deerhofs, zu Herzen gtijenb, erhebend, einbruckvoll. Er betonte, daß bei Deutsche nicht länger taub bleiben dürfe gegen das Gebot der Einheit und nationalen Freiheit. Das sei der Dank, den die Lebenden den Gefallenen schuldeten. Die Kranzniederlegungen fanden in folgender Reihenfolge statt: der führende Kriegerverein, der Vertreter der Stadt, der Rektor der Universität, Ausbildungsbataillon, Deutscher Offizier- und Reichs-Offiziersbund, Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, Stahlhelm, Bund Königin Luise, Allgemeine Marburger Studentenschaft, Marburger Kor­porationsausschuß, Iungdmtscher Orden. Ein­gerahmt wurde die Feier durch Musikstücke der Kapelle des Ausbildungsbataillons, durch Ge- langsvotträge des Männergesangvereins Lie­derverein und durch gemeinsame Gesänge, deren Wottlaut gedruckt und verteilt war, eine sehr zweckmäßige Maßnahme.

Bald nach 16 Uhr schloß sich am Denkmal der 30 zu Marburg im Lazarett verstorbenen Helden des Krieges 1870/71 auf dem alten Friedhof eine Gedenkfeier an. Der Kreiskne- gerverbandsvorsitzende, Oberst a. D. Im­manuel, erinnerte daran, daß der ehr­würdige Denkstein gerade vor 60 Jahren er­richtet worden ist. Die toten Helden sollten nicht vergessen sein, die Namen Wörth und ©eben hochgehalten werden, denn damals sei die deutsche Kaiserkrone und mit ihr die nationale Einheit im Feuer geschmiedet wor­den. Nach Niederlegung eines Kranzes be­wegte sich der stille Zug — voran die Jugend­gruppe, bann die Kriegervereine — nach dem Denkmal auf dem Friedrichsplatz. Dort gemahnte der Kreiskriegerverbandsvorlitzenbe an die 1000 Helden, die aus Stadt und Kreis Marburg im Weltkrieg gefallen sind. Sie rufen uns zu: „Seid einig, wie wir es im Kämpfen und Sterben waren! Seid treu und Vaterlands ergeben, wie wir es in Not und Tod gewesen sind! Erzieht die Jugend zu Mannes- und Soldatentugenden!" Mit der Kranmiederlegung schloß die ein­drucksvolle Feier, als sich die Dämmerung auf den Platz senkte. B. K.

Filmfchau

„Mensch ohne gianten".

Kamera. Dieser Film ist in der Tat eine bedeutende und große Leistung. Das bleibt er auch gegenüber kleinen Einwendun­gen, die man hier und da machen kann. Wohl noch nie sah man Werner Kraus in einem Film, in dem man das Geschehen so mensch­lich vertieft und bedeutsam auf die Leinwand gebannt.

„Mensch ohne Namm" ist ein Monodrama, ein Solofilm, in der Filmsprache ein Star­film par eicellence. So einsam und für sich allein hat kaum je ein Darsteller gestanden, wie hier Werner Kraus, trotzdem er umgeben ist von einem Ensemble höchststehender Dar­steller bis in die kleinste Nebenrolle hinein. Ermöglicht wurde das durch Werner Kraus' künstlettsche Eigmart und feine Gestaltungs­kraft. Er spielt nicht, sondern ist eben der „Mensch ohne Namm", der nach 15jähriger Gefangenschaft, die msammen mit seiner Gas­vergiftung alles in ihm ausgelöscht, nach Hause zurückkehrt, der zuletzt nur noch um seinen Namen kämpft, nachdem Weib, Kind und Gut ihm verloren gegangen.

Die Aufnahmen sind fast unfaßlich groß unb ergreifenb, so die Szene in der Millionen- karthothek der Kriegsopfer, die zum Besim gehört. Dann auch die Art der Straßen- izmen, das Vorübergehende. Da gibt es nur wenig Worte, aber das schlichte, einfache Wort weiß, mit dem Bild verschmolz und im Wechsel einer oft fabelhaft rhythmisch und ausbrucksvollm Begleitmusik, Abgründe des mmschlichm Lebm^^u öffnen. Seine auf- heilende Note erhält der schwere Stoff durch die „neue Welt" des Namenlosen. Falken- stein» Grünbaum und Maria Bard, von dmen besonders letztere eine wundervolle warme Menschlichkeit ausstrahlt. Nur He­len e T h i m i g als die ehemalige Frau kann nicht überzeugen, wenn auch zu ihrer Ent­schuldigung gesagt werden darf, daß ihre Rolle bestimmt nicht die leichteste ist.

Die Regie Gustav ll c i k y s verdient unein­geschränktes Lob. Erstklaffig aber sein Wert, so wie es vor uns steht. s—r.

* Ein Flieger kommt nach Mar bürg. Zu Beginn der Ausstellung des Mar­burger Hausfrauen-Bereins e. D. (Reichsver­band) wird voraussichtlich für Mittwoch, dm 23. und Donnerstag, den 24. d. Mts., ein Flugzeug in Marburg auf dem Flugplatz an­wesend fein. Das Flugzeug ist ent Dreisitzer Argus-Klemm, und wird von dem bekannten Marburger Sportsmann Otto Bohlen ge­steuert. Allm flugbegeifterten Damen und Herren bietet sich Gelegenheit zum Mit- füegen.

* Uebergabe der Klinik „St Elisabeth". Gestern nachmittag wurde die neuerbaute Klinik „St. Elisabeth" in feierlicher Weife ihrer Bestimmung übergeben. Wir werden morgen über die Feier berichten.

* Ehrung von Marburger Sport­lern. Der Westdeutsche Spielverband hat zwei verdienten Verbandsbeamten des Gaues Marburg und zWar dem Gaujugendobmann Karl Feutzner und dem Gauathletikob­mann Willi Reichert, beide in Mar­burg, die goldene Ehrennadel des Verbandes verlieheUj

Rr. 273

• Dokkshochfchur«. Mit bet heute beginnenden Ünterrichtswoche treten folgende Verändenmgm im Stundenplan ein: 1. Arn Dienstag um 20.15 llhr übernimmt Prr» vatdozent Dr. Fricke die Leitung des zwei- ten Teiles der wirtschaftspolitischen Diskus sionsabmde. In diesem werden wieder ganz neue Probleme behandelt. 2. Am Mittwoch um 20.15 llhr spricht zmn elften Mate Professor Dr. Tönniges im Zoologischen Institut am der Ketzerbach über „Die Wunder des Lebens im üßaifertropfen". Der Vor­trag wird durch Hebungen am Mikroskop er» gäret. 3. Die offene Singstunde von Musik- lehr er Hörschelm atm wird auf Freitag, 2030 Uhr, verlegt und findet vom jetzt am in der Süd schule statt.

Tagesanzeiger.

Montag, 21. Aovember. $ttgnfigmtfl5an$eifltt.

Kratzffche Bierstube, Marktgasse: 17 Uni 20 Ahr: Künsüertonzert der Kapelle Willy Otto.

Cafe Markees, Reitgasse: Ab 20 Ahr: Konzert, Hansi Rurtsch mit seinem Orchester.

Cafe Better, Reftgasse: Ab 20 Ahr: Bobby Müller und seine Solisten.

Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert. Restaurant Daub, Frankfurter Stt.: 20 Ahm Konzert mit Tanzeinlagen.

Capitol, Diegensttaße: 17 und 20.15 Ahr: „Wie sag 'ich's meinem Mann?"

Kamera, Kasernensttaße: 17 u. 20.15 Ahr: „Mensch ohne Ramen".

Versammlungen, Vorträge, sportliche Beranttaltungeu asm.

Volkshochschule: 20.15 Ahr im Hörsaal 29 des Landgrafenhauses: Pfarrer Dr. Rit­ter: „Die Geschichte der deutschen Hu- Nendbewegung".

Verein für Heimatschutz in Kurhessen, Zweigverein Oberhessen und Hinterland luitb Hessischer Geschichtsverein: 20.30 Llhr im Hörsaal des Instituts für Lei­besübungen (Saalbau): Vortrag Dr. B. Martin über „Die Flurnamensammlung in Hessen und Rassan".

Dienstag, 22. Rovember.

Marburger Hausfrauenverein e.V.: 16 Ahr im Kurhotel Ortenberg: Ausstellung ^Deutsche Woche", 17.30 Ahr auf dem Marktplatz: Konzert der Reichswehr.

St.-Elisabethverein: 16 Ahr im Stt-Elisa- bcthhaus: Iahresfest.

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Letzte MelSungen

Hohe Zuchthausstrafen im Altonaer Sprengstoff-Prozeß.

fk. Altona, 21. Nov. Nach mehr­tägiger Verhandlung fällte heute das Son­dergericht seine Entscheidung in dem Pro­zeß gegen die wegen der schkeswiz-holster- nischen Handgranatenanschläge angeklag­ten Nationalsozialisten. Der Hauptange­klagte, der Standartenführer und Mrt- glied des Reichstages Moder, wurde zu 6V2 Jahren Zuchthaus, Strathmann zu 5 Jahren und Plaehn zu 5y2 Jahren Zuchthaus. Acht Angeklagte erhielten je 114 Jahren Zuchthaus, zehn Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen von 1—7 Mo­naten, 11 Angeklagte wurden sreigespro- chen.

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NblmbtvieWarkt Frankfurt a. M.

21. November, mittags 12 Ubr. (Vorbericht)

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24-26 20—23 17—19 13-16

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Och! en, vollfleffchlge ausgemästete Ztr. Lbg. höchst»! Schlachtwerts jüngere Mt. 2^—31 ältere

sonstige voll fleischige jüngere

Bullen, jüngere, vollflellchige höchsten Schlachtwerts sonstige vollfleischige od. ausgemästete fleischige

Stälbe® sung^e.^vollfleischige höchsten Schlachtwerts . sonstige vollfleischige od.ausgemäflete fleischige gering genährte

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Färien (Kalbinnen, Jungrinderi vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts . „

vollfleischige . • „

fleischige . • -

& Kälber: oe t Mast- und Saugkälber „

mittlere Mast- und Saugkälber .

geringe Kälber

tz. Schafe:

Mastlämmer und jüngere

Masthämmel Weidemast „

Stallmast „ mittlere Mastlämmer, ältere Mast- hämmel und gut genährte Schafe „ fleischiges Schafvieh - »

gering genährtes Schafoieh . „

Fewchw^e*ü'ber 300 Pfd. Lebendgewicht vollfleisch.Schwetne v. c<l240—300 Pt.Lbdg. vollfleijch.Schweine d.ccl200—240 Ps-Lbdg. vollflei!ch.Schweine v.ca.160—200 Pf-Lbdg. fleischige Schweine v.ca.lW-160 Pf-Lbdg. fleischige Schweine unter 120 Psd.Ldbg. Sauen

Auftrieb: 1486 Rinder, darunter 324 Ochsen, 120 Bullen, 522 Kühe, 447 Fär­sen, ferner 705 Kälber, 125 Schafe und 4067 Schwenke. — Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweine schleppend, Schafe mittelmäßig.

Gottesdienst.

Montag, den 21. November.

Marbach. 19 Uhr: Bibchtunde, Pst.

Waftemath.