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OberhMsche Zeitung, Marburg «. L. S«mav«id. v« re. November 1932
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süchtig war und weiß Wohl selbst am bcjti warum. Tann diese Geschichte mit bi Ehering. Darüber kommen wir nicht hi weg. D
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„Ames", sagte er, als der Diener erschien, ,too befindet sich jetzt Mr. Barker?"
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Die Kameraden werden gebeten, sich am Sonntag, den 20. Nov.. zahlreich an der Kranzniederlegung zu beteiligen. 6468 Treffvunkt 11 Ubr vor der Kaserne.
Der Borstand.
am Totensonntag,
dem 20. November 1932, abenlh
in den Stadtsälen zu
Darbietungen: Sologesang: Frau L Klavier: Selim Domet, Pianist Klavier zu vier Händen: Lydia i Männerchor des Seminars für £ Mission „Tabor".
Programme, die zu« Eintritt berechtigen, sind za« an der Abendkasse von 7 Uhr ab zu haben. Arbeit
bat größeres Untnernebmen mit bestem Ei kommen verbundene evtl, zur Festanstellut führende leichte Tätigkeit zu vergeben. Kuz gefante Bewerbungen erbeten unter „Herri an die Geschäftsstelle des Blattes. 64
Antreten zur Toten- gedäditnisfeier
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Als Dr. Watson indessen im Garten umher-i wandelte, um das Bild des Friedens ins seine Seele aufzunehmen, ereignete si« etwas Sonderbares, das ihm den traurigem Vorfall wieder lebhaft in Erinnerung bracht^ und einen äußerst peinlichen Eindruck i«j ihm zurückließ.
Hier wurde bereits erwähnt, daß der? Gartenrand mit Eibenbäumen geschmückt! war. An der am weitesten vom Haus cni’i fernt liegenden Stelle verdichteten sich dieses Bäume zu einer lebenden Mauer, aus bereu j abgekehrtcr Seite, dem Auge des vom Hause i Kommenden verborgen, eine steinerne Bau' stand. tFortsctzung feil1’ 1
__________________ wir nicht hin- 2er Mann, der einen Trauring von der Hand eines Toten reißt, — was sagen Sie dazu, Mr. Holmes?"
Tiefer hatte, den Kopf in die Hände gestützt, tief in Gedanken versunken, dagesesien. Nun erhob er sich und drückte auf die Klingel.
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Inhalt bei bisher Abgebrucktcn: Auf dem altcnglische» Herrensitz Birlstouc lebt seit Jahren mit seiner Frau anb zahlreicher Tiencrschaft in ziemlicher Zurückgezogenheit John Touglas. der über reidiltdi« Gelb- mittel verfügt, bie — wie man sagt — aus bcn kali- fvrnischeu Golbfelbcr» stammen. Häufiger Wvhngast bei ihm ist Cecil Barker, bet von früher her mit' ihm be- freunhet ist. Eine» Nachts wirb Tvxzlas in seinem Bi- bliolhelSzimmer von Barier ermorbct aufgefunben. — Ter Meisterdelekliv Sherlock Holmes nimmt mit seinem Freund und stänbigcik Begleiter vr. Watson, vom.Urimiualinspektor McTonald von Scollanb Aarb, bet von Mason, bem Leiter bet Grafschaflspolizei zu nufllärunz dieses scnsalionellen Mordan!chlageS berufen Würbe, eingelaben, an der Morb- aufNärunz teil Xie Tal ist mit einem Jagdgewehr amerikanischer Herkunft verübt Werben, besten Läufe abgesagt und besten beibe Drücker mit Draht untereinander verbunden waren, so daß bet »topf be-s Toten, bet bie volle grobe Schrotlabung ins Gesicht bekommen balle, völlig zertrümmert Würbe. Fußspuren am Fensterbrett scheinen darauf hinzuweisen, haß der Täter burch das Fenster, baS auf ben seichten Wassergraben führt, der rund um baS Schloß gezogen ist, geflohen ist. Au bet Hanb der Toten fehlt bet Ehering. Auch liegt neben dem Ermordeten eine Karte mit bet Beschriftung t VV 341. Ein Hammer liegt auf dem Boden, scheint aber unbenutzt. Ein in der Mitte bei rechten Unterarms eingebrannte« Gehetmzeilben, ein Dreieck inmitten eines Kreises, gibt zu bcnlen. Auch Frau DouglaS wirb vernommen: 7. Fortsetzung
..Können Sie uns sagen, wie lange wohl Ihr Gatte unten war, bevor sie den Schuß hörten?"
„Nein, das kann ich nicht. Er war in seinem Ankleidezimmer, und ich hörte ihn nicht, als er dieses verließ. Er machte jede Nacht vor dem Schlafengehen eine Runde durch das Haus, denn er war wegen der Feuersgefahr besorgt. Tas ist das einzige, worüber ich ihn je besorgt gesehen habe."
,,über diesen Punkt möchten wir gerade mit Ihnen sprechen. Sie haben Ihren Gatten in England kennengelernt, nicht wahr?"
„Jawohl. Wir sind nun fünf Jahre verheiratet."
* „Haben Sie ihn jemals über etwas reden hören, das in Amerika geschehen ist und für ihn eine Gefahr bedeuten konnte?"
Mrs. Touglas dachte eine Weile lang angestrengt nach, bevor sie antwortete.
„Ja", sagte sie endlich. „Ich habe immer vermutet, daß er sich in Gefahr befinde. Aber er wollte niemals mit mir darüber sprechen, nicht etwa aus Mangel an Vertrauen, denn zwischen uns bestanden die innigsten und vertrauensvollsten Beziehun- !ien, aber offenbar, weil er mir Sorge er- paren wollte. Er wußte, daß ich darüber nachgrübeln würde und darum sagte er lieber gar nichts."
„Was haben Sie denn für Anhaltspunkte dafür?"
Ihr Gesicht erhellte sich in einem blitzartigen Lächeln.
„Können Sie sich vorstellen, daß ein Ehemann, der ein Geheimnis mit sich herumträgt, dieses vor der Frau, die ihn liebt, gänzlich verbergen könne? Ich wußte davon aus vielen Tingen. So z. B. weil er sich stets weigerte, über bestimmte Episoden seines Lebens in Amerika zu sprechen. Ich wußte es aus verschiedenen Vorsichtsmaßregeln, die er ergriff, aus Bemerkungen, die er gelegentlich fallen ließ. Ich wußte es aus der Art und Weise, wie er unerwartete Fremde ansah. Ich war mir stets vollkommen klar darüber, daß er mächtige Feinde hatte, daß er sich vor deren Nachstellungen nicht sicher fühlte und vor ihnen stets auf der Hut war. Ich war besten so sicher, daß ich' mich während der ganzen Jahre immer in höchster Aufregung befand, wenn er einmal länger als gewöhnlich ausblieb."
„Darf ich fragen, welche Worte es waren, die besonders Ihre Aufmerksamkeit erregten?"
„Das Tal des Grauens", antwortete sie. „Das war der Ausdruck, den er gebrauchte, als ich ibn auszufragen begann. ,Jch war im Tal des Grauens und bin noch immer
dieser Logenmeister McGinty sei, und von weicher Loge er Meister sei. ,Sei froh, daß er nicht mein Meister i|t‘, antwortete er mit einem Lachen. Tas war alles, was ich aus ihm herauszubringen vermochte. Zweifellos besteht ein Zusammenhang zwischen dem Logenmeister McGinty und dem Tal des Grauens."
„Und noch eins", sagte Inspektor McTonald. „Sie machten die Bekanntschaft von Mr. Touglas ,n einer Londoner Pension und haben sich auch dort mit ihm verlobt, nicht wahr? Lag in dieser Verbindung Romantik, etwas Geheimnisvolles und Ungewöhnliches?"
„Romantik wohl, Romantik liegt immer in einer Liebesheirat. Aber es gab nichts Geheimnisvolles und Ungewöhnliches."
„Er hatte keine Nebenbuhler?"
„Nein, ich war vollkommen frei."
„Sie haben ohne Zweifel gehört, haß man ihm den Ehering abgenommen hat. Gibt Ihnen dies irgendwie zu denken? Angenommen, daß ein alter Feind ihn aufgespürt und getötet hat, welchen Grund konnte der haben, ihm den Trauring wcg- zunchmen?"
Bei^dieser Frage spielte die kaum merkliche Spur eines Lächelns um ihre Lippen.
„Tas kann ich nicht sagen", antwortete sie. ^Sicherlich ist es eine höchst merkwürdige Sache."
„Nun also, wir wollen Sie nicht länger bemühen. Es tut uns außerordentlich leid, daß wir Sie in Ihrer gegenwärtigen Lage belästigen mußten", sagte der Inspektor. „Es mögen vielleicht noch verschiedene Fragen auftauchen, auf die wir zu geeigneter Zeit zurückkommen werden."
Mit einer Neigung ihres Kopfes schwebte sie aus dem Zimmer.
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„Eine schöne Frau — eine auffallend schöne Frau", — sagte McTonald nachdenklich, nachdem sie die Tür hinter sich ge- schlosten hatte. „Tiefer Barker ist zweifellos sehr oft hier gewesen. Er ist ein Mensch, den viele Frauen sicherlich anziehend finiten. Er gibt zu, daß der Tote aus ihn eifersüchtig war und weiß Wohl selbst am besten.
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nicht heraus.' Werden wir jemals dem Tal des Grauens entrinnen können? fragte ich ihn manchmal, als ich ihn ernster als gewöhnlich sah. ,Jch glaube manchmal, daß es uns niemals gelingen wird', antwortete er."
„Sie haben ihn doch sicher gefragt, was er mit dem Tal des Grauens meine?"
,,Tas habe ich, aber sein Gesicht wurde dabei düster, und er schüttelte nur den Kopf. ,Es ist schlimm genug, wenn einer von uns beiden in dessen Schatten leben muß', sagte er. ,Wolle Gott, daß er niemals auf dich fallen möge.' Es war ein wirkliches Tal, in dem er damals lebte und in dem sich irgend etwas Schreckliches zugetragen hatte — das weiß ich, aber mehr kann ich Ihnen darüber nicht sagen."
„Namen hat er wohl niemals genannt?" „Doch. Nach seinem Sturz bei der Fuchs- S, vor etwa drei Jahren, lag er einige
e mit Fieber zu Bett. Ich erinnere mich noch deutlich, daß er in seinem Fieberwahn einen Namen ständig auf den Lippen führte, den er mit Zorn und in einer Art von Schrecken aussprach. McGinty war dieser
„Ich werde nachsehen, Herr.
Jü einigen Minuten war er wieder zurü und gab an, daß Mr. Barker int Garten sei „Können Sie sich erinnern, Ames, wa
Mr. Barker an den Füßen trug, als Sie ih gestern abend in der Bibliothek trafen?"
„Jawohl, Mr. Holmes, ein Paar Pan toffeln. Ich brachte ihm seine Schuhe, b vor er zur Polizei ging."
„Wo sind diese Pantoffel jetzt?" „Unter einem Stuhl in der Halle." „Sehr schön, Ames. Wir müssen natür-I lich wissen, welche Fußspuren von Mr. Bar ker herrühren und welche von dem Fremden/
„Jawohl, Herr. Ich möchte aber bemerken daß alle Pantoffeln Blutspuren haben, au die meinen."
„Tas ist erklärlich in Anbetracht des Zustandes im Zimmer. Also gut, Ames, wir werden nach Ihnen klingeln, wenn wir Sie brauchen."
Einige Minuten später waren alle wieder in der Bibliothek. Holmes hatte die Pantoffeln aus der Halle mit hereingebracht Wie Ames bemerkt hatte, war die Sohle an beiden blutgetränkt.
„Sonderbar", murmelte Holmes, als et sie, beim Fenster stehend, eingehend betrachtete. „Sehr sonderbar!"
Indem er sich mit einer seiner charakteristischen, schnellen, fast katzenartigen Bewegungen bückte, legte er die Pantoffeln auf die Blutspur auf dem Fensterbrett. Tie- beiden deckten sich genau. Lächelnd blickte' er seine Kollegen an.
Ter Inspektor war vor Aufregung toid umgewandelt.
„Mensch", lief er, „kein Zweifel, Barker! hat die Blutspuren am Fenster selber ge-’ macht. Sie sind viel breiter als die von den Schuhen. Sie sagten früher, daß cs ein Plattfuß gewesen sein müsse, hier haben wir die Erklärung. Was steckt dahinter, Mr. Holmes, was steckt dahinter?"
„Jawohl, was steckt dahinter?" antwortete^ dieser nachdenklich.
White Mason gluckste fröhlich und rieb sich! die fetten Hände in höchster beruflicher Befriedigung. i
„Ich habe es ja immer gesagt, es ist eine Sensation", rief et, „eine wirkliche und! wahrhaftige Sensation."
4. Kapitel.
Die et ft en Lichtstrahlen.
Tie drei Detektive hatten noch verschiedene Einzelheiten zu erledigen, was Dr. Wat so« veranlaßte, nach seinem bescheidenen Quar-I tier im Dorfgasthaus zuruckzukehren. Aus dem Wege dorthin schlenderte et durch de« altmodischen Garten, der das Herrenhaus te. 2 umgab. Lange Reihen uralter Eibenbäume, tku, zu wunderlichen Formen beschnitten, um- gürteten ihn. Innerhalb des Gartens lag eine herrliche Rasenfläche, in deren Mitte , sich eine alte Sonnenuhr befand. Ter Ge-^^ samteindruck wat der von Stille und Ruhe-^^ In dieser Umgebung des tiefsten Ftieden/^W konnte man die blutüberströmte Gestalt, dieWW noch immer in der Bibliothek auf dem BodcU^M ausgestreckt lag, vergessen oder an sie nut^H wie an ein grausiges Traumbild denkcn-Wtz
erur die liebevolle Teilnahme, in so wohl tuender Weise, bei dem Hinscheiden unserer innlgstgeliebten Entschlafenen, insbesondere Herrn Pfarrer öünseler und den Herren Ehrentragern des Katb. Eesellenvereins unseren herzlichsten Dank.
Familie Willy Lotz
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Nachruf
Am Donnerstag verschied unser langjähriges Mitglied
Emil Kaiser
Er war ein treuer Anhänger des Kirchen-Gesanges und werden wir ihm ehrendes Gedenken
bewahren.
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Marburg. 6476