Mealao, Hn21.S0B.1932
DK .ObrrdkffNck« Stlhina* er- scheint sechsmal wöchentlich. Sc- ,ng«prd« ntonafl.f. Marburg 2.02 ®<0t. ausschl. ZusieUunassebübr» hei unsren Äaentnren 1 93 SM. zuzLgl. Zustellunasaebübr, durch 6k Post 2.25 SM. Für etwa 6»rch Streik. Maschinen defektvder elementare Sreiontsie anssavend« Ikummern wirb kein Ersatz ee» leistet. Verlag. Dr. S. Hltzerotb. Druck der UnN>-S«chbrvckerei I»h. Ang. Koch. Markt 21/23. Feytsdrecher: Rr. 2054«. 9?t 2055 Postscheckkonto: Seit Frankfurt a. M. Rr. 5015. - Sdre»,eit
iDbcchcflifdic
Sr.2<3 «r.StAs. Marburg a.Mn
Ser Anzeigeuprei« betrLgt für »en 11 gespalt. Zestenmillimeter 0.08 GM.. AamNienanzelgen bei Barzahl. 0.07 SM., amtl. u. ans» wckrtigeAnz. 0.10 SM. Sog. klein« Anzeigen nach Sdezialtarif.Vrund- schrift: Seiend. Sd schwierig.Satz, sowie bd Platzvorschrkft 50*1» Aufschlag. — Sammelanzeigen 100"/, Aufschlag Rek1am.-Milltm. 0.40 SM. Srundschrift! Vetit. Jeder Rabat» gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tag«. Offerten-Gebühr: 25 Pfg., bd Zustellung der Anaebot» dnschl. Porto — 60 SM. Beleg« werden berechn«». Erfüllung«»!» Marburg.
Anzeiger für (bas frühere kur-hessische) Oberhessen
Anzeiger der amtNchen Bekanutmachunge« Mr Stadt und «reis Marburg.
der Redaktion von 10—11 und u.i—i Uhr.
Hitler mit der Kabinettsbildung beauftragt
Er soll den Nachweis einer arbeitsfähigen Mehrheit erbringen
----±~.-. -r*» - - - -
„Niedersachsen Stein", das gewaltige Kriegerdenkmal im Teufelsmoor bei Worpswede
:r Kriegerfriedhof zzoo m über dem Meeresspiegel auf dem Pordoi Joch
Gcfallenen-Denkmal in Inzlingen b. Lörrach von Alfred Engler
(Aufnahme Fotokunst Fr. Gutennann, Lörrach)
DES WELTKRIEGES '“,4 — 1916 - f
-,,’A
W MM
cbts : Stimmungsvolle Aufnahme von einem Heldenfriedhof in Istrien
“Icfcn/onntciq
Ursprünglich eingeführt zum Gedenken an die riesigen Blutopfer der Schlacht bei Leipzig im Jahre 1813 ist der Totensonntag inzwischen längst ein allgemeiner Erinnerungstag an die Toten der Nation geworden
L
>
Stunde der Andacht
W
ten Teil des Sonntags im Kaiserhof aufgehalten und eine Reihe von Besprechungen mit seinen engeren Parteifreunden gehabt. Heber den Inhalt der Verhandlungen zwischen Nationalsozialisten und Zentrum wird auf beiden Seiten aller- strengtes Stillschweigen bewahrt, weil man unter -allen Umständen vermeiden will, datz der weitere Verlauf durch Indiskretionen gefährdet werden könnte.
Reichstagspräsident Göring hat auch versucht, mit den Deutschnationa- j len in Fühlung zu kommen. Diese Absicht ist aber zunächst misslungen, und zwar deshalb, weil die Deutschnationalen wohl erwartet hatten, datz Hitler selbst sich an sie wenden würde. Der „M o n t a g", der ja dem Geheimrat Hugenberg nahesteht, berichtet darüber, datz die Verhandlungen in der „etwas merkwürdigen Art" eingeleitet worden seien, datz Reichstags- s Präsident Göring am Sonntag nachmittag durch seinen Adjutanten Geheimrat Hugenberg in das Palais des Reichstagsprä- - fidenten zu sich bestellen lietz.
Dr. Hugenberg,lieg nach der genannten Quelle darauf mitteilen, datz er Herrn Adolf Hitler wie stets, so auch jetzt zu einer politischen Bcsnrechung zur Verfügung stehe. Er müsse es aber nach den Vorgängen der letzten Wochen ablehnen, einer in so ungewöhnlicher Form erfolgten Aufforderung des Herrn Reichstagspräsiden- ten Göring nachzukommen.
♦ <
Warum Göring verhandelte.
i
c i r t
r i !t ■ N r e e
i
Berlin, 20. Nov. An die Verhandlungen, die heute nachmittag beim Reichstagspräsidenten Göring stattgefunden haben, schloffen sich noch interne Besprechungen bei den Nationalsozial ist en im „Kaiserhof", wo auch Adolf Hitler wohnt, und in engerem Kreise der Zentrumsführung. Von unterrichteter Seite erfahren wir, datz die Einladung Görings zu Besprechungen nicht nur auf das Zentrum und die Deutschnationalen beschränkt ist, sondern sich auch auf Deutsche Volkspartei und die bayerische Volkspartei erstrecken. Es ist also sicher, datz auch mit den Führern dieser beiden Parteien verhandelt wird.
Zur Konstruktion dieser ganzen Verhandlungen werden von nationalfoziali- stischer Seite folgende Gesichtspunkte unterstrichen: Die Nationalsozialisten sind bereit, positiv die Aufgabe der Regierungsbildung in Angriff zu nehmen, wenn der Reichspräsident ihnen die Führung überträgt, das beitzt. frerrn Hitler h-n Auftrag erteilt. Dieser Auftrag liegt äisher nicht vor, und deshalb werden die Verhandlungen auch nickt von Adolf Hitler geführt. Vielmehr ist nach nationalsozialistischer Auffassung zunächst Reichstagspräsident Göring der gegebene Mann. Das werde einmal durch keine Stellung als Reichstagspräsident bedingt, noch stärker aber durch die Tatsache unterstrichen, datz er von den Parteien gewählt ist, die vom Reichspräsidenten zur Fraae der nationalen Konzentration gehört morden sind. Seine Unterhaltungen mit hen Parteien gehen von der Frage der Rei-l-- taqseinberufung aus, gelten weiter der Stellung der ’ Parteien zum. Kabinett Papen und von da ans den Möglichkeiten, die zur Bildung einer neuen Negierung führen können. Es wird betont, datz diese Verhandlungen nur informatorisch find und vorbereitenden Charakter haben. ,