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Mealao, Hn21.S0B.1932

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Anzeiger für (bas frühere kur-hessische) Oberhessen

Anzeiger der amtNchen Bekanutmachunge« Mr Stadt und «reis Marburg.

der Redaktion von 10—11 und u.i—i Uhr.

Hitler mit der Kabinettsbildung beauftragt

Er soll den Nachweis einer arbeitsfähigen Mehrheit erbringen

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„Niedersachsen Stein", das gewaltige Kriegerdenkmal im Teufelsmoor bei Worpswede

:r Kriegerfriedhof zzoo m über dem Meeresspiegel auf dem Pordoi Joch

Gcfallenen-Denkmal in Inzlingen b. Lörrach von Alfred Engler

(Aufnahme Fotokunst Fr. Gutennann, Lörrach)

DES WELTKRIEGES '“,4 — 1916 - f

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cbts : Stimmungsvolle Aufnahme von einem Heldenfriedhof in Istrien

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Ursprünglich eingeführt zum Gedenken an die riesigen Blutopfer der Schlacht bei Leipzig im Jahre 1813 ist der Totensonntag inzwischen längst ein allgemeiner Erinnerungstag an die Toten der Nation geworden

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Stunde der Andacht

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ten Teil des Sonntags im Kaiserhof auf­gehalten und eine Reihe von Besprechun­gen mit seinen engeren Parteifreunden ge­habt. Heber den Inhalt der Verhandlun­gen zwischen Nationalsozialisten und Zen­trum wird auf beiden Seiten aller- strengtes Stillschweigen be­wahrt, weil man unter -allen Umständen vermeiden will, datz der weitere Verlauf durch Indiskretionen gefährdet werden könnte.

Reichstagspräsident Göring hat auch versucht, mit den Deutschnationa- j len in Fühlung zu kommen. Diese Absicht ist aber zunächst misslungen, und zwar deshalb, weil die Deutschnationalen wohl erwartet hatten, datz Hitler selbst sich an sie wenden würde. Der „M o n t a g", der ja dem Geheimrat Hugenberg nahe­steht, berichtet darüber, datz die Verhand­lungen in der „etwas merkwürdigen Art" eingeleitet worden seien, datz Reichstags- s Präsident Göring am Sonntag nachmittag durch seinen Adjutanten Geheimrat Hu­genberg in das Palais des Reichstagsprä- - fidenten zu sich bestellen lietz.

Dr. Hugenberg,lieg nach der genann­ten Quelle darauf mitteilen, datz er Herrn Adolf Hitler wie stets, so auch jetzt zu einer politischen Bcsnrechung zur Verfügung stehe. Er müsse es aber nach den Vorgängen der letzten Wochen ablehnen, einer in so un­gewöhnlicher Form erfolgten Auffor­derung des Herrn Reichstagspräsiden- ten Göring nachzukommen.

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Warum Göring verhandelte.

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Berlin, 20. Nov. An die Verhand­lungen, die heute nachmittag beim Reichs­tagspräsidenten Göring stattgefunden haben, schloffen sich noch interne Be­sprechungen bei den National­sozial ist en im „Kaiserhof", wo auch Adolf Hitler wohnt, und in engerem Kreise der Zentrumsführung. Von unter­richteter Seite erfahren wir, datz die Ein­ladung Görings zu Besprechungen nicht nur auf das Zentrum und die Deutsch­nationalen beschränkt ist, sondern sich auch auf Deutsche Volkspartei und die bayerische Volkspartei erstrecken. Es ist also sicher, datz auch mit den Füh­rern dieser beiden Parteien verhandelt wird.

Zur Konstruktion dieser ganzen Ver­handlungen werden von nationalfoziali- stischer Seite folgende Gesichts­punkte unterstrichen: Die Nationalsozia­listen sind bereit, positiv die Aufgabe der Regierungsbildung in Angriff zu nehmen, wenn der Reichspräsident ihnen die Füh­rung überträgt, das beitzt. frerrn Hitler h-n Auftrag erteilt. Dieser Auftrag liegt äisher nicht vor, und deshalb werden die Verhandlungen auch nickt von Adolf Hit­ler geführt. Vielmehr ist nach national­sozialistischer Auffassung zunächst Reichs­tagspräsident Göring der gegebene Mann. Das werde einmal durch keine Stellung als Reichstagspräsident bedingt, noch stärker aber durch die Tatsache unter­strichen, datz er von den Parteien gewählt ist, die vom Reichspräsidenten zur Fraae der nationalen Konzentration gehört mor­den sind. Seine Unterhaltungen mit hen Parteien gehen von der Frage der Rei-l-- taqseinberufung aus, gelten weiter der Stellung der ’ Parteien zum. Kabinett Papen und von da ans den Möglichkeiten, die zur Bildung einer neuen Negierung führen können. Es wird betont, datz diese Verhandlungen nur informatorisch find und vorbereitenden Charakter haben. ,