Einzelbild herunterladen
 

Reniav, »tn 21. «66.1932

DK .Ob«rt>effif<be gefhmfl* t» scheint sechsmal toM'tntli*. De- ntflflstei« tnonafl. t. Marburg 2.02 ®<R. aueschl. ZuflellungSgebübr, hei unsren Agenturen 1.93 GM. zuzLgl. ZustellunqSaebübr. durch 6fe Post 2.25 GM. M>r etwa durch Streik, MaschKiendefektvder elementar« Gretontste ausfallend« «stunnnern wird kein Grsad oe* lttstet. Verlag, Dr. 6. Hitzerotb. Druck der Unlb-Buchdruckeret I«h. Äug. «och, Mark, 21/23. «?eq,sbrecher:Nr. 2054». Nr. 2055 Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr. 5015. — Sbrech-eN

(DbttheWe

««Mm AiTi < MG A w ÄMAMwr 4 Br.ll l| B 111 SaEM»

Nr. 273 «7. WO. RmbllkgaMn

Ser Anzelgenpre!« betrügt für »en 11 gespalt. ZellenmilNmetrr 0.08 GM., AamNienanzelgen M Barzahl. 0.07 DM., amtl. n. aus» wärttgeAn». 0.10 DM Sog. klein« Anzeigen »ach Svezialtartf.Grund* schrift: §»lonel. Bet schwierig. Saft, sowie bei Platzvorschrift 50°/« Auf­schlag. — «ammelanzeigeu 100*/« Aufschlag Reklam.-Milltm. 0.40 SM. Grundschrift- Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerteu-SebLhrr 25 Pfg., bei Zustellung der Anaeboke einschl. Porto — 60 SM. Beleg« werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

der Redaktion von 10—11 und (

Anzeiger für (das frühere knrheffifche) Oberhessen Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und «reis Marburg.

Hitler mit der Kabinettsbildung beauftragt

Er soll den Nachweis einer arbeitsfähigen Mehrheit erbringen

Links : Geheimrat TheodorWiegand ist an Stelle Professor Rodenwaldts vom

Reichskabinett zum kommissarischen Präsidenten des Archäologischen Reichsinstituts ernannt worden

i

Rechts: Die Kunst­halle Hamburg hat gelegentlich der Hundertjahraus­stellung des Ham­burger Künstlerver­eins eine von Paul W. Henle geschaffene Porträtbüste des Ge­neralmusikdirektors amHamburger Stadt-' theater Egon Pollak angekauft

/^Gustav-Adolf-Gedächtnisfeier in Lützen. Im Beisein des schwedischen t2>nPrinzenpaares, geistlicher Würdenträger und Mihtärmissionen aus Schweden und j'knd fand am 300. Jahrestag des Todes Gustav Adolfs eine Gedächtnisfeier statt £hts ob en : Kronprinz Gustav Adolf von Schweden hält vor dem Gedenkstein Ji^nsprache. (Der Gedenkstein bezeichnet die Stelle, wo man Gustav Adolf tot aufiand) P*®: Der schwedische Kronprinz schreitet die Front der Traditionsfahnen ab Rechts nebenstehend: Trachtengruppe aus Schweden

MAuui

l°vorbildlicherVcrkehrsrichtungs weiser wurde in Görlitz aufgestcllt. Die chts erleuchtete Ampel ragt weit über die Straße und zeigt den Autofahrern den Weg

;onbus

0

1 i

K

5

W . I

Ein „eisiger“ Blumengruß für Elli Beinhorn Die deutsche Fliegerin Elli Beinhorn hat sich auf ihrem Weltfluge überall Freunde erworben. Sie hat jetzt von ihren australischen Ver­ehrern eine Blumensendung erhalten, die, damit sie recht frisch ankäme, in einem Eisblock verpackt war

M'

ten Teil des Sonntags im Kaiserhof auf­gehalten und eine Reihe von Besprechun­gen mit seinen engeren Parteifreunden ge­habt. Ucber den Inhalt der Verhandlun­gen zwischen Nationalsozialisten und Zen­trum wird auf beiden Seiten aller­strengtes Stillschweigen be­wahrt, weil man unter -allen Umständen vermeiden will, datz der weitere Verlauf durch Indiskretionen gefährdet werden könnte.

r t .t w X

e e

Neichstagspräsident Göring hat auch versucht, mit den Deutschnationa­len in Fühlung zu kommen. Diese Absicht ist aber zunächst mißlungen, und zwar deshalb, weil die Deutschnationalen wohl erwartet hatten, datz Hitler selbst sich an sie wenden würde. Der „M 0 n t a g", der ja dem Geheimrat Hugenberg nahe­steht, berichtet darüber, datz die Verhand­lungen in der „etwas merkwürdigen Art" eingeleitet worden seien, datz Reichstags­präsident Göriug am Sonntag nachmittag durch seinen Adjutanten Geheimrat Hu­genberg in das Palais des Reichstagsprä­sidenten zu sich bestellen lietz.

Dr. Hugenberg lietz nach der genann­ten Quelle darauf mitteilen, datz er Herrn Adolf Hitler wie stets, so auch jetzt zu einer politischen Besprechung zur Verfügung stehe. Er müsse es aber nach den Vorgängen der letzten Wochen a b l e h n e n, einer in so un­gewöhnlicher Form erfolgten Auffor­derung des Herrn Reichstagspräsiden- ten Göring nachzukommen.

♦ <

Warum Göring verhandelte.

Berlin, 20. Nov. An die Verhand­lungen, die heute nachmittag beim Neichs- tagspräsidenten Göring stattgefunden haben, schloffen sich noch interne Be­sprechungen bei den National­sozialisten im „Kaiserhof", wo auch Adolf Hitler wohnt, und in engerem Kreise der Zentrumsführung. Von unter­richteter Seite erfahren wir, datz die Ein­ladung Görings zu Besprechungen nicht nur auf das Zentrum und die Deutsch­nationalen beschränkt ist, sondern sich auch auf Deutsche Volkspartei und die bayerische Volkspartei erstrecken. Es ist also sicher, datz auch mit den Füh­rern dieser beiden Parteien verhandelt wird.

Zur Konstruktion dieser ganzen Ver­handlungen werden von nationalfoziall- stischer Seite folgende Gesichts­punkte unterstrichen: Die Nationalsozia­listen sind bereit, positiv die Aufgabe der Regierungsbildung in Angriff zu nehmen, wenn der Reichspräsident ihnen die Füh­rung überträgt, das beitzt, 5>errn Hitler d-n Auftrag erteilt. Dieser Auftrag liegt äisher nicht vor, und deshalb werden dis Verhandlungen auch nicht von Ado^f Hit­ler geführt. Vielmehr ist nach nat'onal- fozialistischer Auffaffung zunächst Reichs­tagspräsident Göring der gegebene Mann. Das werde einmal durch leine Stellung als Reichstaaspräsident bedingt, noch stärker aber durch die Tatsache unter­strichen, datz er von den Parteien gewählt ist, die vom Reichspräsidenten zur Fraas der nationalen Konzentration gehört wor­den sind. Seine Unterhaltungen mU den Parteien gehen von der Frage derNei^- tagseinberufvng aus, gelten weiter der Stellung der Parteien zum. Kabinett Papen und von da aus den Möglichkeiten, die zur Bildung einer neuen Regierung führen können. Es wird betont, datz diese Verhandlungen nur informatorisch find und vorbereitenden Charakter haben. ,