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Blatt 2

Nach Feierabend, Beilage der Oberhesstschen Zeitung

Nr. 272

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Ter Rösselsprung ist der Gang des Rössels oder Springers über sämtliche 64 Felder des Schachbrettes. In das abgebildete Schach.

-tein ®et§ Von Emanuel Geibel mit Überschrift genau nach den Sprüngen des Ropels eingetragen. Es gilt nun, den Bers wieder zusammenzusetzen.

18. Straußenart, 19. Fache, 21. schweizer

Kreu-wortrLtsel.

3- altes Längenmaß, 6. ger« mam|d)er Gott, 7. Lebensgemeinschaft, ®: Haustrer, 10. Insel im Mittel,

ländischen Meer, 12. westdeutscher Fluk 14. deutsche^Universitätsstadt, 16KomP°rüst,'

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Bilderrätsel.

lNachdruck verboten.)

Anschluß nach Metchen!

■ Oman von Anny von Pan Huys.

l Fortsetzung.)

17.

Da das Wetter milde war, hatte man bis kurz vor Weihnachten am Dau der Bergbahn tätig sein können. Run sollten die Arbeiten ruhen bis zum Frühling. Ostern würde die Bahn eingeweiht wer­den. Joachim Rademacher schob seine Hand in 'die Drusttasche, während ihn Peter Paul Falke mit keiner Älbe mehr daran erinnert hatte, daß er chn für James Maker hielt. Die Arbeiter wur­den entlassen, die Spezialarbeiter fuhren heim in die Kolonie, nur ein paar Mon­teure blieben zurück für die Jnnenmontage- arbeiten.

Auch Dr. Dillfang und Joachim Rade­macher reisten zurück, unterhielten sich un­terwegs in frohester Stimmung.

Am Rachmittag des Heiligen Abends ließ Peter Paul Falke Joachim Rade­macher in sein Büro rufen. Er bot ihm Platz an und sagte dann lächelnd: „Alle Angestellten der „Rheinland" vom Ersten herab bis zum kleinsten Lehrjungen, ha­ben von der Direktton eine Weihnacksts- gratifikatton bekommen. Ich halte selbst­verständlich auch für Sie eine bereit Und möchte jetzt nur ganz diskret fragen, ob ich mir nicht etwa bei James Maker einen Korb hole, wenn ich ihm den Umschlag mit der Gratifikation gebe."

Joachim Rademruher dachte, wenn Peter Paul Falke ahnte, wie sehr ihm daran lag, recht viel Geld zusammenzusparen, hätte ' er nicht gefragt. Aber er hielt ihn ja für einen Millionärssohn.

Er erwidette: „Ich bitte Sie, Herr Direftor, Joachim Rademacher genau so zu behandeln wie jeden anderen Zhrrr Herren."

Peter Paul Falke reichte ihm einen leicht geschlossenen Umschlag, den Joachim Rademacher in seine Brusttasche schob, während er sich mit ein paar Worten bedankte.

Peter Paul Falke spielte mechanisch mit einem Bleistift.

„Anter uns, es tut mir wirklich leid, daß Die uns in absehbarer Zeit verlassen werden. Im Frühsommer hätte ich Sie sonst in die Schweiz geschickt. Da ist ein

Berg von siebenhundert Meter, der soll schnellstens seine Bahn bekommen."

Joachim Rademacher schwebte des Be­kenntnis seiner Lüge auf der Zunge, aber es gebrach ihm an Mut. So blieb der günstige Moment ungenützt.

Er ging wie ein Träumer über den riesigen Hof, wo alte Eisenteile lagerten, ging wie ein Träumender vorbei an den Schuppen voll von Feldbahnschienen und Drahtsellen, vorbei an den Montagehallen für die Tragpfeller der Hängebahnen und der Untergestelle für Bergbahnen. Heute war es hier überall sttll. Das Rattern der Methämmer, das sonst wie eine gleich­förmige Melodie hier über allem schwebte, war auch verklungen vor der Feier des heuttgen Tages. Er ging in sein Leines Daheim, in sein Zimmer bei der Witwe Sührsen. Sein Hund kam chm schweif­wedelnd entgegen, sprang an ihm hoch. Joachim stteichelte chn, schloß sich ein und dachte, erbittert auf sich selbst, nun hatte er eine günstige Gelegenheit, die Wahrheit zu bekennen, verpaßt. Feige war er, gräßlich feige.

Hätte er den nötigen Mut aufgebracht Mm Bekennen, wäre vielleicht jetzt all seine Sorge schon zu Ende.

Lissis tröstende Worte erwachten in ihm. Arna hätte dann auch gleich ge­wußt, was er in Wirklichkeit war und wenn sie chn liebte — o, dann wäre ein Glück gekommen, das nicht auszudenken groß war.

Er öffnete den Umschlag und erschrak, als er fünfhundert Mark darin fand. Ein schöner Beitrag war das für seine Spar­kasse. in die er jeden Monat die Hälfte seines Gehalts legte. Er kam allmählich mit dem, was er bereits besessen, ein ganz achtbares Sümmchen zusammen. Er brauchte wenigstens vorläufig keine.Angst zu haben vor der Lebensnot, wenn £r hier fortging, um sich irgendwo in Uebersee eine Stellung zu suchen. Jetzt hatte er schon ziemliche praktische Erfahrung im Förderbahnbau, jetzt konnte er es getrost wagen, sich um eine Stellung zu be­mühen, die seiner jetzigen Stellung glich. Dr. Dillfang schrieb die Zeugnisse für die Ingenieure und Monteure, er wußte wchts von einem James Maker, kannte ihn nur als Joachim Rademacher. Mit irgend einer List mußte es sich machen lassen, von ihm ein Zeugnis zu erhalten

vor dem Fortgehen, hinter dem Rücken Peter Paul Falkes, der ja nicht begreifen würde, weshalb James Maker seinem Dater kein Zeugnis auf den eigenen Ra- men ausgestellt Bringen wollte.

Er beschwor Arnas Bild herauf, dachte an morgen, wo er sie sehen würde, und wunderte sich, weshalb sich Amas Bild immer in das Lissis wandelle. Aber die Schwestern sahen einander zu ähnlich, das trug wohl die Schuld daran.

Kurz nach Eintritt der Dämmerung schlüpfte Lissr in das Häuschen Dr. Dill­fangs. Er wurde jeden Heiligabend von Peter Paul Falke zur Mitfeier unter dem Christbaum eingeladen und jedes J<chr dankte er, versprach dafür am ersten Feier­tag zu Tisch zu kommen. Er sagte stets: den Heiligabend möchte ich für mich haben. Da setze ich mich unter mein Bäumchen und unterhalte mich mit der Vergangen­heit. während ich sonst von so nutzlosen Anterhaltungen nichts wissen will!

Lissl Lopfte bei ihm an. Ihr dunkler Pelzmantel war schneeüberstäubt und auch in ihrem Haar schimmerten weißsllberne Schchneesternchen.

Sie knipste das Licht an, denn Dr. Dill­fang hatte bisher im Dunkeln gesessen.

„Jetzt komme ich, um dir zu bescheren, Onkel Dillfang", lächelte sie ihn an und stellte ein großes Paket ab.

Er blinzelte ins Licht.

„Mädel, was ist denn da nur alles drin, der Amfang von dem Karton ist ja un­heimlich."

„Geh mal nebenan ins Zimmer, Onkel Dillfang, ich baue dir auf. Es ist ja viel Platz auf dem Tisch da drüben, wo der Baum steht."

Dr. Dillfang wußte, Lissis Bescherung gehörte zu seinem Christabend, und wenn sie nicht gekommen wäre, hätte sie ihm gefehlt.

Er erhob sich. „Ra, da komm aber erst mal her, Mäuschen, und nimm dein Chrtst- Lndchen vom ollen Onkel."

Dr. Dillfang erhielt von niemand aus der Familie des Chefs etwas geschenkt, außer von Vissi, und er schenkte alljährlich auch nur 'Lissi etwas. Ein Etui holte er herbei, schob es ihr in die Hand: Mach mal auf, Leines Mädel!"

Eine wunderschöne Armbanduhr lag im Etui, sie war mit winzigen Brillanten ver­ziert.

Lisst blickte sprachlos auf das wertvolle Schmuckstück, denn sie war mir Schmuck noch nicht verwöhnt.

Sie stellte das Etui sorgfälttg auf den nächsten Tisch und warf die Anne Um Den Hals des Mannes, küßte ihn stürmisch.

„Innigen Dank, du Guter, heute hast du mir eine ganz große Freude gemacht."

Sie hatte in diesem Augenblick sogar ein wenig ihren Herzenskummer vergessen.

Dr. Dillfang dachte, als er Lissi im Arm hielt, an ihre Mutter, die so falsch gewesen, wie sie schön war. Langsam gab er sie frei.

„Ich freue mich, Kind, deinen Geschmack getroffen zu haben", sagte er und dann ging er in das Rebenzimmer, damit ihm Lissl aufbauen konnte.

Jimmy Walker verläßt Amerika.

Jimmy Walker, New SJorfs Ex-Bürger­meister, hat sich entschlossen, Amerika für immer den Rücken zu kehren. Er hat zu einem Freunde geäußert, daß er sich, wenn er nach Newyork käme, immer vorkäme wie ein verkrüppelter Veteran, der auf das Schlachtfeld zurückkehrt. Er hat sich an Bord des italienischen Dampfers „Conte Grande" begeben, um nach Italien zu reisen. In seiner Begleitung befinden sich fünf seiner Freunde und die bekannte amerikanische Schauspielerin Miß Comp- ton, die in den Korruptionsskandal um Walker verwickelt war. Jimmy hatte ihr einen Scheck über einen großen Betrag ge­geben und Miß Compton weigerte sich in der Verhandlung etwas Näheres darüber auszusagen, da die Angelegenheit „zu per­sönlich" sei. Walker, der sich bis jetzt auf dem Gut seines Freundes Blumenthal be­fand, hat geäußert, daß er nie wieder nach Amerika zurückzukehren gedenke. Nach seiner Jtalienreise wolle er nach Indien fahren, um den Maharadscha von Nysore zu besuchen. Vor längerer Zeit hatte der Fürst Walker, der damals noch Bürger­meister von Newyork war, einen Besuch abgestattet. Der Ex-Bürgermeister ist auf seiner Reise, die er in aller Heimlichkeit angetreten hat, dauernd von zwei Detek­tiven umgeben, die damit beschäftigt sind, ihm neugierige Zeitungsreporter vom Leibe zu halten. Einen Reporter, dem er doch gelang, an Walter heranzukommen, hat er gesagt, daß er nie wieder an den Schauplatz seines „politischen Waterloo" zurückzukehren gedenke.

Rössesprnng.

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Wo ist das Leine Mädchen?

paar im oberen Zahn des linken Rades.

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! Kanton, 22. gute Eigenschaft, 23. deutscher I Schriftsteller.

Senkrecht: 1. englisches Bier, 2. Neben- flufj der Wolga, 3. Schauspiel von Suder­mann, 4. Figur aus Lohengrin, 5. Parasit, 6. süddeutscher Fluß, 11. ungarischer Würden­träger, 13. Ort in Tirol, 14. Wasserfahrzeug, 15. Tierwohnung, 16. Bereinigung, 17. Tier- Waffe, 20. Energieäußerung, 21. Zeitmesser

Silbenrätsel.

chi — cho — de — e — e — e — en — es ett — ge — ge — ge — gel — hei — ho hu — i — ko — 11 — la — lu — mar — me mie — mit — na — nal — nähr — ne — ne nie — no — no — no — nu — o — o — or ö — phä — ra — ra — ra — ral — ral — ran re — re — rha — rie — sig — stoff — ta ta — ti — tin — tie — tro — tü — u — nr.

Aus vorstehenden 61 Silben sind 22 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Sprich, wort ergeben. Die einzelnen Wörter bedeuten: 1. Tanz, 2. Frucht, 3. Krankheit, 4. Stadt in Thüringen, 6. Würze, 6. Wissenschaft, 7. Kna- bemanne, 8. Ort in Italien, 9. Verschluß- Vorrichtung, 10. militärische Würde, 11. mu- sikallsches Übungsstück, 12. notwendiges Le- bensprodukt, 13. weiblicher Vorname, 14. Vogel, 15. biblischer Name, 16. Organ, 17. Land in Europa, 18. Kirchenlied, 19. Sieges- reiche», 20. Tropenstadt, 21. Einsiedler, 22. Gefäß, (ch -- 1 Buchstabe.)__________________

„ dPruch.Zahnradrätsel.

xfe Zahnradpaare von oben nach unten müssen so meinander gesetzt werden, daß bei emer Drehung die Buchstaben auf den Zähnen einen Spruch ergeben. Zur Erleichterung be- fmdet sich der Anfang bei jedem Zahnrad-

Wre lautet der Text?

«SksellSsnugen ans bet vorigen Nummer.

Snchbild: Bild auf den Kopf stellen, der Kopf der Magd erscheint in der Baumkrone.

Bilderrätsel: Der hat die Macht, an den die Menge glaubt.

Rösselsprung: Es ist eine eigene Sache im Leben, daß, wenn man gar nicht an Glück oder Unglück denkt, sondern nur an strenge, sich nicht schonende Pflichterfüllung, daS Glück sich von selbst, muh bei entbehrender, mühevoller Lebensweise einstellt.

Wllh. von Humboldt.

Umschrift-Kreuzworträtsel: i. Umschrift: Denn wer da Hoffnung bringt, der bringt auch Hilfe. (68 werden stets zwei Felder übersprungen.)

2. Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Feder- Halter, 7. Ode, 8. Rio, 9. Mm, 11. Spa, 13. nie, 15. Stolz, 17. Zara, 19. Uran, 21. elf, 22. Ana, 23. Nana, 26. Gabe, 28. Taube, 31. Bad, 33. Eva 34. «8, 35. Uhr, 36. Sir, 37. Dardanellen.

eenltedjt: 1. Franzensbad, 2. Dom, 3. Rest, 4. «ral, 5. Ton, 6. Rheinhessen, 10. Lea, 12. Pol.

Salat, 16. Zunge, 18. Ren, 20. Raa, « 271 Bai, 29. Aera, 30. Base,

Silbenrätsel: 1. Walküre, 2. Ingenieur, 3. Re- volutwn, 4. Walfischbai, 5. Orkan, 6. Stint, 7. Lau- sänne, 8. Eli, 9. Nathan, 10. Sekunde, 11. Eber, 12. Italien, 13. Netto, 14. Elektrizität, 15. Ilmenau, 16 «ernton, 17. Eos, 18. Idiot, 19. Nektar, 20. In' Mibe, 21. Gehirn, 22. Verden, 23. Olive, 24. Lissa- bon, 25. Kantschu, 26. Vogesen, 27. Orford, 28. Naumburg, 29. Bachstelze, 30. Rudolf, 31. Ur- juta, 32. Elisabeth, 33. Dromedar. Wir wolle» sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Rot ans trennen und Gefahr.

< Schiller: „Wilhelm Teil.")

Geographisches Rebus: 1. Guben, 2. Sieg, Athen, 4. Seine, 5. Ems, 6. Eger, 7. Stade, 8. Lille. Gute Sitten sind des Verstandes Bild.