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Oderdesiisihe 3eit*ng. Marvmg a. L. Dmrnerstas. den 17. Nvvemb« 1932

Nr. 270

Tellntimer « der (hlna-Expeditkin 1900/1902

Marburg, den 16. November 1932.

W. DOMGRAF -FASSBAENDE R.

OteoOor

crner

EIN DEUTSCHES HELDENLIED

Der Weg zur Unsterblichkeit.

weinen

dl .

5 und 8.15 llbr Jugendliche zahlen 0.40 Mk.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Dina Kaiser, geb. Kaiser.

Leben, Lieben und Kämpfen des Dichters der Freiheitskriege — Körner im Kreis der Leip­ziger Studenten — Eine Mensur mit bösen Folgen — Die schöne Unbekannte — Hof- theaterdichter in Wien — Körners große Liebe Toni Adamberger, der Liebling des Wiener Tbeaterpublikums — Das Volk steht auf. der Sturm bricht los — Schmerzliche Trennung — Als Jäger im Lützowschen Frei­korps — Erste Gefechte — Zwei Sekunden vor dem Tode — Lützows wilde, verwegene Jagd — Das Opfer der Eleonore von Prohaska — Ver­rat bei Kitzen — Wiedersehen mit den Client — Der letzte Abschied—„Du Schwert an meiner Linken" — Die tödliche Kugel — Zwei Frauen

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Nur bis einschUetzlich Freitag

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Musikhaus Häcker Am Plan 415.

Telephon 2528. |

Die Trauerfeier findet Sonnabend, den 19. November nachm. 3 ühr in der Friedhofskapelle statt. Anschließend Ueberfiihrung nach Gießen zur Ein­äscherung. Beileidsbesuche dankend verbeten.

Zuoerl. Person r. üort.Beztrks- nliale als Ge­neralvertreter ges. Hob. 6au» ernd.Verb.,Be- ruf gl.lkostenl.) fiütiiiüLiail. Unkel I IRb. 393

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Heute abend verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein innigstgeliebter herzensguter Gatte, unser treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel der

Verwaltungs-Obersekretär Emil Kaiser

FußbaU

FV. Cölbe — VfL. Biedenkopf 5:0.

Am vergangenen Sonntag hatte der FV. Cölbe den Führer der 2. Bezirksklasse zu East. Alles hatte mit einem Stege der Hinterländer gerechnet. Aber es kam wieder einmal anders. Die Kälber spielten mit einem Eifer rote selten, so daß am Schluß die Gäste eine ziemlich hohe Niederlage hinneh­men mutzten. Kolbe hat damit bewiesen, datz es auch schwerere Gegner nicht zu fürchten braucht.

VfL. Biedenkopf — FV. WaLlau 02 (02),

Es ist schon zur Tradition geworden, dah die Wallauer jedesmal am Butz- und Bettag in Biedenkopf ihr Debüt abgeben. Diesmal brachten die Wallauer Biedenkopf ein volles Haus und bann lieferten sie ein Feldsviel, das jeden Zuschauer begeistern mutzte. Flache, mustergültige Kombinationen und Freilaufen brachten den favorisierten Spitzenreiter der 2. Vezirksklasse vollständig aus dem Konzept. Datz die technisch klare Ueberlegenheit der Wallauer nicht noch durch mehr Tore ausge- drückt wurde, lag einesteils an dem grotzen Pech, d,s die Gästestürmer mit ihren scharfen Schüssen hatten und andererseits aber auch an der ganz vorzüglichen Abwehrarbeit der Biedenkopfer Hintermannschaft.

Die beiden Treffer fielen in der ersten Hälfte durch Runkel und Schwarz 1, während in der zweiten Hälfte trotz größter Ueber­legenheit der Wallauer keine Tore mehr ge­treten wurden.

Cappel 1. — Schönstadt 1. 5:1 (2:1).

Cappel hatte den Tabellenführer Schönstadt zum Verbandsrückspiel als Gast und schlug seinen tapferen Gegner nach erbitterter Ge­genwehr, auch in dieser Höhe verdient. Schön­stadt, vor der Pause gegen den Wind spielend, trug rasende Angriffe nach vorn, aber die in blendender Form befindliche Hintermannschaft einschließlich Läuferreihe von Cappel blieb in dieser kritischen Zeit Herr der Lage. Cappel machte wuchtige Gegenangriffe, bei denen der Mittelstürmer schlietzlich das Führungstor erzielte (vorher wurde schon ein Tor wegen Abseits nicht gewertet). Schönstadt kam durch Elfer zum Ausgleich, im Gegenstotz erzielte der Cappeler Halblinke durch Prachtschuß wieder die Führung. Nach der Pause lief Cappel zu prächtiger Form auf, der Linksaußen erzielte durch Bombenschutz Nr. 3. (Bei einem Zu­sammenprall verletzten sich der Halbrechte von Cappel und der Mittelläufer von Schönstadt, welcher ganz ausschied.) Cappel erzielte nun noch zwei Tore- durch Halbrechts und Rechts­außen, verschiedene Chancen wurden im Heber» eifer nicht ausgenutzt. Trotz Ersatz für Mittel­läufer und rechten Verteidiger, die aber sehr gut waren, stellte Cappel eine ganz hervor­ragende Elf, wo einer den andern übertraf, besonders in der Hintermannschaft. Schönstadt stellte eine überaus kräftige und wuchtige Mannschaft, die am Schluß ber Serie bestimmt unter den ersten sein wird. Daß sie heute so glatt verlor, lag eben in der Form des Eeg-

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Todesurteil in Chemnitz.

Chemnitz, 16. Nov. Der Arbeit« B a t. t e l wurde vom Schwurgericht wegen gemein­schaftlichen Mordes zum Tote verurteilt. Bartel ist am 4. August gegen Mitternacht mit einem ihm angeblich unbekannten Komrnu-, nisten in das hauptsächlich von Nationalsozia­listen besuchten Cafe Herold gegangen, und dort haben beide einen UeberfaU inszeniert, wobei der Unbekannte den Dentisten Kre­beck durch Kopfschuß tötete.

Ein Zeppelin-Flnghafen in Sevilla.

Sevilla, 15. Nov. Zwischen dem hie- gen Eemeinderat und dem Luftschiffbau Zeppelin wurde heute vormittag ein Ab­kommen über die Errichtung eines Flug­hafens abgeschlossen. Die. Unterzeichner des Abkommens sind der Bürgermeister von Sevilla und Dr. Eckener.

Deutsches Reich

Unterredung Bracht—Brecht.

Wie das Nachrichtenbüro des VD.Z meldet, fand auf Wunsch des stellvertretenden Reichs- kommiffars für Preußen Dr. Bracht am Diens­tag eine Unterredung zwischen Reichsminister Dr. Bracht und dem Vertreter der Regierung Braun, Ministerialdirektor Dr. Brecht, statt. Es handelte sich um eine Vorbesprechung für die noch in dieser Woche zu erwartende aber­malige Zusammenkunft zwischen dem Reichs­kanzler v. Papen und dem Ministerpräsidenten Braun. Es soll dann weiter versucht werden, eine Verständigung über die praktischen Aus­wirkungen des Leipziger Urteils herbeizu- fiihren.

Preußischer Staatsrat und Leipziger Urteil.

Der Verfassungsausschuß des Preußischen Staatsrats erörterte am Dienstag die für den Staatsrat durch das Urteil des Staats­gerichtshofs und seine praktischen Auswirkun­gen geschaffene Lage. Die Fraktion der Ar­beitsgemeinschaft der Rechtsparteien legte einen Antrag vor, der feststellt, daß der Staatsrat sich nach dem Leipziger Urteil an die Regierung Braun zu halten habe und nicht an die kommissarische Regie­rung. Der letzteren und der Regierung Braun bleibe überlassen, zu klären, welcher Weg ge­funden werden könne, um dem Staatsrat die Ausübung seiner verfasiungsmätzigen Rechte zu ermöglichen- Eine abschließende Stellung­nahme vertagte der Ausschuß auf später, da­mit die einzelnen Fraktionen noch einmal Ge­legenheit zur Erörterung dieser Dinge erhal­ten können. Der Verfassungsausschuß will am Dienstag, dem 22. November, wieder zusam­mentreten. Er will dann auch prüfen, ob die gutachtliche Stellungnahmen des Staatsrats zu den Vorlagen, die vor dem Leipziger Ur­teil von der kommissarischen Regierung ge­macht wurden, noch als gültig betrachtet wer­den können. Man nimmt an, oaß der Ausschuß dem Staatsrat vorschlagen wird, diese Frage auf sich beruhen zu lasien. An der Sitzung des Lerfasiungsausschuffes nahmen für die Regie­rung Braun die Ministerialdirettoren Dr. Brecht und Dr. Badt teil.

13 Oberpostdirektionen sollen abgebaut werden.

Im Rahmen der Sparmaßnahmen Jetten von den 45 Oberpostdirektionen allmählich im Laufe der nächsten Jahr« 13 Oberpostdirek­tionen eingezogen werden. Es finden gegen­wärtig über diese Frage Verhandlungen mit den Ländern statt. Entscheidungen über die Zusammenlegung und die neuen Abgrenzun­gen der Oberpostdirektionen find daher noch nicht erfolgt.

Äopitänlentnont Ruhsus Navigationsoffizier der „Königsberg".

Berlin, 16. Nov- Der ftühere Komman­dant der „miobe“, Kapitänleutnant Ruhfus, der bisher zur Verfügung des Inspekteurs des Bildungswesens der Marine stand, ist zum Ravigationsoffizier des Kreuz«» ^Königs­bergs befohlen worden.

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Ausland

Dor netten Kämpfen in der Mandschurei.

fk. Tokio, 17. Nov. Der nordmand­schurische Aufständftchen-Eeneral Supingmen hat alle japanischen Vermittlungsversuche ausgeschlagen. Er hat durch den russischen Autzenkommissar Korachan der japanischen Re­gierung mitteilen lassen, datz er die in Dauria versammelte japanische Abordnung, die mit ihm über einen Waffenstillstand verhandeln wollte, nicht empfangen habe. Auch die Der- mittlungsangebote des Bürgermeisters von Tsitsikar blieb erfolglos. Die Lage für die Japaner ist daher äußerst schwierig. Obwohl em japanischer Angriff auf Mandschuria wahrscheinlich das Leben der 250 japant» lchen Geiseln, unter denen sich der japa­nische Konsul und mehrere Beamte befinden, «efährden würde, scheinen die japanischen Be- örden jetzt einen Dernichtungsfeld- zug gegen Supingmen gu planen.

Die Ergebnisse der Folkekingswachlen in Dänemark.

fk. Kopenhagen, 17. Nov. Die Er­gebnisse der Wahlen zum Folketing stellen sich heute folgendermaßen dar: Sozialisten 660 782 Stimmen gegen 593191 bei den letz­ten Wahlen, danach 62 Mandate gegen 61 in der letzten Wahl: Gemäßigte Linke 381760 Stimmen gegen 402 121 und 38 Mandate gegen 44; Konservative 289 525 Stimmen gegen 233 935 und 27 Mandate gegen 23; Links-Radikale 145 206 gegen 151746 und 14 Mandate gegen 16; Ge- orgisten (Rechtsverbände) 41215 Stimmen gegen 25 810 und 4 Mandate gegen 3; Kommunisten 17172 Stimmen gegen 3656 und 2 Mandate gegen 0; Partei der Schles­wiger (Deutsche) 9867 Stimmen gegen 9787 und 1 Mandat wie bei der vorigen Wohl; Nationalfozialisten 756 Stimmen gegen 0. 3m allgemeinen ergeben die Wahlen Ver­luste für die Linksradikalen und die Gemä- tzigte Linke zu Gunsten ber Konservativen und Sozialisten.

ners begründet. Schiedsrichter Lucy (VfB.-K.) zeigt«, daß er noch nichts verlernt hat.

Deutsche Tuenerschaft

Bezirksvorturnerstunde.

Kommenden S onnt a g den 20. Ao» v e m b e r, 9.30 Ahr, findet hier im Tur- nergarten eine planmäßige Bezirks- Borturnerstunde statt, zu der aUS 56 Bezirksvereinen alle ersten Turnwarte und Vorturner antreten. Außer einem reichhaltigen Aebungsstoff für die Winter­arbeit werden die allgemeinen Frei­übungen für Bezirks- und Gauveranstal­tungen sowie für das Deutsche Turnfest in Stuttgart gezeigt.

Aach der Turnstunde finden Sport­abzeichenprüfungen statt. Weiter werden die noch rüdfftändigen Diplome von den verflossenen Bezirks- und Gau­turnen ausgegeben.

AachmittagS 2 Ahr findet eine Sum­te arte Versammlung statt. Ort und Tagesordnung werden vormittags bekannt gelben. M. T.

Boxkampf

Am Sonnabend, dem 12. November, veran­staltete der Marburger Boxring in Cappel einen Voxsport-Werbeabend.

Schon lange vor Beginn der Veranstaltung hatte sich zahlreiches Publikum eingefunden, und als die Kämpfe ihren Anfang nahmen, war der Nau'fche Saal, in dem die Veranstal­tung stattfand, fast ausverkauft.

Zuerst zeigren einige Clubpaarungen sehr schöne Kämpfe, die dank der guten Ring­richtereigenschaft des Herrn O. Schmalz glatt vonstatten gingen. Dann aber kam die «en» lation des Abends. Unter anhaltendem Bei» fall stieg der Cappeler B ö t h gegen den Mar­burger y> Vaupel in den Ring. Böth, ein ehemaliger aktiver Kämpfer, zeigte eine Härte im Rehmen und Schlagen, wie man sie nur selten steht. Er brachte es auch fertig, obwohl er kem Training hatte, stch in den ersten beiden Runden einen knappen Punkt­vorsprung zu stchern. In der dritten Runde mußte B. jedoch die Führung an D. abtreten, da er sichtlich erschöpft und auch wohl ange­schlagen war. So konnte V. trotz einer schwe­ren Handverletzung, die er sich in der 2. Runde mog, seinen Gegner in der 3. Runde zur Aufgabe zwingen.

Mit zwei Klubpaarungen, wobei es noch einen k. o. gab. schloß der gut gelungene Werbeabend.

Anschließend richtete Herr Heuser- Cap­pel lobende Worte an die Marburger Boxer und dankte für die Aufmerksamkeit, die der MBR 31 den Cappelern mit dieser Veranstal­tung erwies, ganz besonders aber Herrn O. Schmal, für sein korrektes Ringrichteramt.

Im Namen des MBR 31 dankte Herr Hch- Vaupel als Vorstand des Vereins und schloß seine Worte mit einem „Box Heil!"