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Oderdesfische Jeitnns, Mardurg e. L. Donnerstag, den 17. Rovemb« 1932
Rr. 270
Wetterbeobachtungen 16.17. Nov.
Höchste Temveratur am 16. Nooemb. 1.0 (Eelfius
Niedrigst' Temperatur letzte Nach!-1,2 Eelfius
Zeit
Barometerst. reduziert auf N. N.
Temperatur
Relative
Luftfeuchtigkeit
16.11.2 Ubr nachm.
766.4 mm
0.6 Tess.
98',.
16.11. 9 Ubr nachm.
766.8 mm
0.2 Teil.
98
17.11.7 Ubr
767.5 mm
-0.2 Lett.
86%
vorm.
PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÖHLER
Weitergabe 30 Bahnhofftr. I
Marburg/Lahn
Fernruf 2248.
*
Wetterbericht.
WftterungSauss tchten für Freitag: Iw wesentlichen Fortdauern des bestehenden Witterungscharakters, doch Aeigang zu Aufheiterung sich verstärkend.
_ Gottesdienst.
Donnerstag, den 17. Nor cmber.
Laus Bethanien am Ortendera. 2L30 Uhr: Bib«ftimhe, Dikar Räub
3chrM Les
Sereins junger Ulmer
behr gut ist das Beiprogramm.
f-r-
Capitol, Diegenstratze: 17 und 20.15 Ahr- »Tannenberg".
Kamera, Kasernenstrahe: 17 u. 20.15 Ahr »Theodor Körner".
Landrat Dr. Jerfchke Reoierxngsvizepräfident tu Kassel.
.Wie b*r Amtliche Preussische Pressedienst mrtteilt, haben die Kommissare des Reiches m Preußen in einer Staatsmmisterialsrtzung vom 14. d. Mts. beschlossen, den Landrat Geheimen Regierungsrat Dr. Jerschke in Gloaau zum Regierungsvtzepräsidenten bei der Regierung in Kassel zu ernennen.
Marburger Aadtzrtlmis Buß- und Stttoo
Am gestrigen Butz- und Bettag war die Sonne dicht verschleiert und ein ferner Nebel lag über den Lahnbergen, ein Tag, wie geschaffen für die innere Einkehr. Nach den Tagen des politischen Kampfes wirkte die allgemeine Ruhe auf den Stratzen nur wohltuend. Die Gottesdienste erfreuten sich eines autzerordentlich starken Besuches. Die immer noch nicht erreichte Einheitlichkeit in der Abhaltung des Butz- und Bettages brachte es mit sich, datz auch einige Einwohner der Stadt und der näheren Umgebung die Reise nach Giehen antraten, wo man versuchte, den „preußischen Bürgern" alle möglichen Zerstreuungen zu bieten.
Steuerkarlen für 1<M
Die für alle Arbeitnehmer vorgeschriebenen Steuerkarten für 1933 sind für den Stadtbezirk Marburg ausgestellt und werden noch im Laufe dieses Monats durch Beauftragte des Magistrats den Arbeitnehmern zugestellt werden. Auf Seite 4 der Steuerkarte, ist auch die Bürgersteuer 1933 a—fordert. Nach der Vorschrift des § 15 3 der Verordnung zur Durch
führung der Bürgersteuer 1933 bedarf es einer verschlosienen Zustellung der Steuerkarten nicht. Arbeitnehmer, die aus besonderen Gründen eine verschlossene Zustellung der Steuerkarte durch die Post wünschen, wollen dies bis späte st ens 2 V. d. M. dem Stadtsteueramt unter Beifügung eines mit genauer Anschrift (Straße und Hausnummer) und einer 8- Pf.-Marke versehenen Briefumschlags, mitteilen. Jeder Arbeitnehmer ist verpflichtet, seine Steuerkarte dem Arbeitgeber vor Beginn des Kalenderjahres 1933, oder bei Beginn des Dienstverhältnisses auszuhändigen. Solange die Aushändigung nicht erfolgt ist. mutz der Arbeitgeber vom vollen Lohnbetrag 10 v. H., ohne jede Ermäßigung, als Steuer einbehalten. Es empfiehlt sich, die Steuerkarte nachzu- prüfen, ob die gesetzlichen Steuerermäßigungen für die Ehefrau und die minder- fäb/'aen Kinder auf der Karte voll berücksichtigt sind. Kinder über 18 Jahre mit eigenem Arbeitseinkommen werden nicht bei der Steuerermäßigung angerechnet. Sofern Familienangehörige, für welche eine Steuerermäßigung zu beanspruchen ist, auf. der Steuerkarte nicht berücksichtigt sind, ist dem städtischen Steueramt unter Einsendung der Steuerkarte Mitteilung zu machen. Eine Aenderung der Eintragungen auf der Steuerkarte durch den Arbeitnehmer. Arbeitgeber oder andere Personen ist verboten. Arbeitnehmer, die bis zum 1. Dezember d. I. die Steuerkarte für 1933 nicht zugestellt erhalten haben, wollen dem städtischen Steueramt hiervon Mitteilung machen.
Stadt. Bekanntmachung
Das Ausbildungsbataillon des 15.2nf.-Reat,. hält am 17. November 1932 von 8 bis 17 fifc und am 24. November 1932 von 8 bis 17 Uhr auf den Gefechtsschießständen in der Knutzbach Geländeschießen ab. Vor dem Betreten des durch Suherheitsposten abgesperrten Geländes wird gewarnt.
Marburg, den 15. November 1932. (6426
Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörtz, I. V-: Boß.
Tagesauzeiger.
Donnerstag, 17. Ao de mb er.
VerguSstmgsaureiger.
Stadttheater: 20 Ahr in den Sbadtsälen Komische Oper »Die Hochzeit des Figaro".
Kratz'sche Bierstube, Marktgasse: 17 und 20 Ahr: Künstlerkonzert der Kapelle Wrllh Otto.
Cafe Markees, Reitgasse: Ab 20 Ahr: Konzert, Hansi Aurtsch mit seinem Orchester.
Cafe Detter, Reitgasse: Ab 20 Ahr: Bobby Müller und seine Solisten.
Stadtteller: 20 Uhr: Künstlerkonzert.
Restaurant Daub, Frankfutter Str.: 20 Ahr: Snnaort mit Tanzeinlagen.
Heber das Thema „Jesus und die Männer" sprach Herr Pfarrer Bork- Ockershausen m der Festpredigt am Vormittag. Wenn der Mann vor Jesus steht, dann werden nicht viel Sorte gewechselt. Das Wesentliche roitb_ gesagt: ob die Nachfolge möglich oder unmöglich ist — drei Begegnungen, drei Typen von Menschen, worin sich jeder wieder findtt. Wir wundern uns darüber, datz Jesus für jeden Mann das rechte Wott weiß.
... ich will dir folgen, wo du hingehst.. so spricht die lodernde Begeisterung der Jugend. Vater und Mutter werden verlassen. Um so mehr wundern wir uns, datz Jesus ihn nicht mit offenen Armen aufnrmmt. Er sagt nicht „komm" und auch nicht „geh". Aber er sagt das eine nüchterne Wott: „Die Füchse haben Gruben und dte Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hm- lege." Zu einer rechten Nachfolge ist mehr nötig als oberflächliche Begeisterung, nämlich Stta- pazen aushallen, Entbehrungen mitmachen, Opfer bringen. Jesus braucht ganze Männer.
Entgegengesetzter Natur ist der zwette Marm. Bedachte der erste zu wenig — der Zweite bedachte zu viel. Zeichntte sich der erste durch voreilige Begeisterung aus — hier ist es die zögernde und bedenlliche Att. Er weiß nicht: soll er nachfolgen oder soll er nicht. Er schwantt. Sicherlich ist er ein guter, braver Mensch, ehrlich und tief. Wenn er einmal einen Entschlutz gefaßt hat, dann steht er fest, aber den Entschluß zu fassen fällt ihm schwer. Jesus sieht seinen Wett, aber auch seine Schwäche. Er spricht zu ihm: Folge mir nach. Da leuchten seine Augen auf; das möchte er ja. Aber da kommen die Bedenken: Zu Hause der kranke Vater, mit dem er doch die letzte Lebenszeit verbringen möchte. Und hier der Ruf des Herrn Jesus: „Gehe hin und verkündige das Reich Gottes." Ein wahrhaft männliches Wort, das Jesus ihm hier entgegenschleudert: „Latz die Toten ihre Toten begraben".
Und nun der Dritte. Er macht eine Einschränkung. Er will noch einen fröhlichen Abschied machen. Ein Mann mit geteiltem
Herzen. Das Ich strebt zurück z« alten Gewohnheiten. Er glaubt beides befriedigen zu können. Ich will dir nachfolgen, aber erlaube mir zuvor... Sowohl — als auch, wird es immer heißen in seinem Leben. Jesus will nicht solche, die Ja und Rein sagen. „Wer die Hand an den Pflug legt... 3e» sus kann dem lodernden Ester die rechte Tiefe verleihen und bei fehlender Begeiste- rung die Kraft geben, aber di« halben Men- scheu kann er nicht gebrauchen: denn „die Freiheft und das Himmelreich ererben keine Halben".
Das kam auch zur Geltung am Nachmft- tag, als Herr Michalsky-Barmen in sei- ner Kundgebung zu der Jungmannschaft sprach: „Jugend im Kampf um di« Welt". — Auch um die Herne Welt, sagte Herr Pfarrer A l 1 en d o r f - Wittelsberg. „Sich selbst besiegen ist der allerschwerste Krieg". — Dazu gehött ein ganzer Mann! So wie es der 1. Vorsitzende, Herr Buchhändler Sonnenschein meinte in seiner Einleitung: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben". Ja, das ist es, was unsere Kirche und unser Volk braucht: christusgläubige junge Männer und Männer.
Es Hang wie ein Bekenntnis und äks Echo zugleich, als eine Schar junger Menschen Hiervon Zeugnis ablegten sowohl im Sprechchor als auch durch die Aufführung: „Deutschlands Not und Rettung". Wir wissen wohl, daß man uns rechts und links verlacht — daß Leben opfern heißt — daß Leben Kampf bedeutet — nicht Spiel. Eimen kurzen Augenblick unterbrach die Jungschar mft ihren frohen rhythmischen Körperübungen den Ernst der Feierstunde.
Gleichsam als Ausdruck innigster Derbun- denheft mit den Gleichgesinnten im weften Land beschloß der Film „Eichenkreuz über Koblenz" den Festtag ab. „Deutschlands Not und Rettung" hatte einen solch tiefen Eindruck gemacht, daß es abends im überfüllten Saal des Philippshauses vom Jungvolk wiederholt wurde.
* Polizeiliches. Gin Betrunkener, der in der Nacht zum Mittwoch, am Pilgrimstein einen Menschenauflauf verursachte .wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen. — Am Dienstag gegen 20.30 Ahr erfolgte auf der Großseelheimer Straße ein Zusammenstoß zwischen zwer Personenautos. Die beiden Wagenführer, sowie die Insassen, des einen Autos, wurden leicht verletzt.
"Kauf eines Rittergutes. Bei der Zwangsversteigerung sämtlicher bebauter und unbebauter Liegenschaften des Rittergutes x61”®, bei Eisenberg soll unter vier Bietern etn Marburger mit 143500 Jl Höchstbietender geworden sein.
* Staatsbürgerliche Sammek- oorlesung. Am Donnerstag, dem 17. November, spricht tn der Staatsbürgerlichen wammelvorlesung (20.30 Uhr pünktlich hn großen Sonaal des Landgrafenhauses) Prof. R o p k e über „Die Bilanz des Weltktteges".
* Verein ehemal. Gardisten Marburg. Zu dem Dettcht über das 40jähttge Sttftungs in der »Oberhessischen Zeitung" vom 14. d.M. ist infolge eines Versehens die Liste der Gründer des Der er ns, die mit der Verleihung von Hindenburgblldern nebst Urkunden ausgezeichnet worden sind, nicht vollständig Und daher durch fünf wettere Kameraden zu ergänzen. Es sind dies die Kameraden: Adolf Röll, Christian Rodenhausen, Karl Sälzer, August Springer, August Wissemann. Zusammen haben also 11 Kameraden als Gründer des Vereins diese schöne Ehrung erhalten. Die prachtvolle, von den Frauen I knd Jungfrauen des Vereins überreichte sFahnenschleife ist im Schaufenster des Kameraden August Springer. Wetter- jgasse 23, ausgestellt. i
Letzte MMungen
CtfoMtmWn te «eitMtaKntiti?
ft. Berlin, 17. Nov. Das Reich» kadinett ist heute vormittag um 11 Uhr $e der angekündigten Sitzung zusammen, getreten. Der Sitzung ging eine auhen- politische Aussprach« voraus. Nach de» Verlauf soll in politischen Kreisen die An. ficht vorherrschen, datz das Kabinett mSg. licherweise den Beschluß fassen wird, de« Reichspräsidenten seine Gesamt- demission anzubieten. Kommt das Kabinett zu dieser Entscheidung, s, wird es natürlicherweise geschäftsführeud im Amt bleiben. Der Reichspräsident hat dann eine breitere Basis für seine Verhandlungen mit den ^xA'iett. Es ist übrigens anzunehmen, datz der Beschlutz des Kabinetts bekanntgegeden wird, ehe der Reichskanzler dem Reichspräsidenten Vortrag gehalten hat.
Hitler in Berlin.
ff. Berlin, 17. Nov. Adolf Hitler ist heute früh in Berlin eingetroffen und im Hotel Kaiserhof abgestiegen. Eine Unterredung mit dem Reichskanzler kommt nicht in Frage. Eine Unterredung mit dem Herrn Reichspräsident ist nicht ausgeschlossen, doch dürfte diese nicht vor morgen stattfinden. Hierbei wird Hitler das Regierungsprozramm der NSDAP, vortragen und vertreten.
*Der Kanarienzucht -und Vogel sch utzvere in Marburg unv Umgebung hält am Totensonntag in I den Steinwegsälen seine diesjährige Ka- narienausstellung mit Verlosung ab. Der Verein wird, tote alljährlich, nebst besten Eesangkanarien auch wieder einen großen Vogelpark mit Forsthütte aufstellen. Das Bestreben des Vereins ist nicht allein den Gesang des Kanarienvogels zu veredeln, sondern er schützt auch unsere heimische Vogelwelt im Winter, indem er Futterkästen ausgehängt hat und diese mit Futter versorgt, sodaß die Tiere nicht den Hungertod finden müssen. Aus diesem Grund ist die Ausstellung jedem zu empfehlen.
| (Näheres Inserat am Sonnabend.)
* Inspektor Emil Kaiser f. Der in weiten Kreisen der Bürgerschaft bekannte Inspektor der Augenfliiuk, Emil Kaiser, ist im After von 56 Jahren gestorben. Kaiser wurde im Jahre 1876 in Göttingen geboren. Seine Dienstzeit legte er beim 82. Infantette-Regiment in Einbeck zurück, trat dann in die Schutztruppe ein Und nahm an der China--(Spedition teil. Im Jahre 1902 kam er aus China zurück. Am 1. September 1914 wurde er Hausverwalter an der Augenklinik und später Inspektor. Kaiser ist Inhaber der China-Denkmünze, der Landwehwer- dienstauszeichnung zweiter Klasse und des Verdienstkreuzes für Kttegshilfe.
* Begräbnis. Die Beisetzung des verstorbenen Steuettnspeftors Eduard Müller am Dienstag, dem 15. i>. M., nachmittags auf dem alten Friedhof war eine würdige Kundgebung für die Beliebtheft und Wertschätzung, deren sich der Heimgegangene erfreut hatte. In der Kapelle hiell Pfarrer Waltemath die Ansprache, eingerahmt von ergreifenden Gesangsvorträgen des Liedervereins 1842. Am Grabe legten die Vertreter dieses Vereins, der Gesellschaft Frohsinn und des Ktteger- und Landwehrvereins Marburg Ehrenkränze nieder. Der Vorsitzende des letztgenannten Vereins wies darauf hin, daß der Verstorbene im Herbst 1870 beim Ersatz-Bataillon Inf.-Regts. 82 ein« getreten ist, ohne den Ktteg 1870/71 noch an der Front mitmachen zu können. Lange Jahre hat er dem Vaterland als Soldat gedient, ein Musterbild der Pflichttreue. 1887 kam er zum Ktteger- und Landwehrverein Marburg, zuletzt als Ehrenmitglied. Das Andenken an diesen lieben, bescheidenen, guten Kameraden wird unvergessen bleiben.
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Fttmfchau
Theodor Körner.
Kamera. Marschall Vorwärts und nun Theodor Körner, zwei nationale Filme, die wir kurz hintereinander zu sehen bekamen. Zieht man jetzt einmal die ktttische Bilanz, so muß doch gesagt werden, daß es mit dem nationalen Filmwillen allein nicht getan ist. Es genügt nicht, nationale Themen so zu verfilmen, daß nur die Leute, die schon an sich dafür begeistert sind, ihre Freud« daran haben, man wartet vielmehr auf einen Film mit einer derattigen künstlerischen Vehemenz, mit solcher Schwungkraft, daß er über alle Einwände hinwegbraust, alle Zaudernden mitreißt, ein gewaltiges Massenerlebnis wird. Das war wohl bei den Fridericus-Filmen der Fall, auch bei der „Anderen Seite“, nicht aber restlos bei den zwei vorher genannten Filmen, lleberhaupt scheint nichts schwerer zu sein als Gestalten zu filmen, fcie uns aus dem Schulbuch vertraut sind. Wir haben von solchen ©e_ statten ganz feste, körperliche Vorstellungen, die aber doch wieder so einfach sind, daß sie nicht ausreichen würden, wenn wir daraus eine genaue Verbildlichung unseres Helden ableiten wollten. Ein Film muß also über die allgemeine Vorstellung einer solchen Gestalt hinaus soviel an Bildlichkeit haben, daß wir dann unseren Helden als wirklichen, lebendigen handelnden Menschen vor uns sehen können. Das ist leider bei diesen letzten nationalen Filmen nicht der Fall, die einfach als großes Jllustrationswerk zu nehmen find Als solches wird der Film in einer Zeit die sich an großer deutscher Vergangenheit aufrichten will, auf Millionen Deutsche nicht ohne Wirkung bleiben.
Auch bei „Theodor Körner" sind die Szenen von singenden und fechtenden Studenten, den kämpfenden Lützowschen Freischaren, vom dich- renden, rezitierenden und kämpfenden Körner Schulbuchillustrationen, recht hübsche Bilder die der Regisseur Earl Boefe geschickt zusam- mengestellt hat. Theodor Korner ist in dem Stirn Domgraf-Fatzbaender. Er macht das sehr würdig und bleibt uns doch fremd. 2 0 F ° e “ Wieck ist eine schöne, zarte Xotu abam6er8er, gut auch Lissi Arna als Elenore Prohaska, nur in den Eroßkopf- aufnahmen wirkt sie nicht sonderlich. Sehr gut HL Ivrer natürlichen Schlichtheit sind die Lutzows: Stguro Lohde und Maria Meißner.
Wn besten ist der sinnbildlich überwälti- gende Schluß mit dem Grab Theodor Körners und den aufs neue in den Kampf reitenden Lützowschen Jagern.
Mte WlrtWaflsmeAmgeil
r. Frankfurt, 17. Dov. Dach Ser Feiertagsunterbrechung kam ein Geschäft an der Bött enur zögernd in Gang. Die Zuspitzung der innerpoftttschcn Lage und der schwachen Reuyorker Börse veMmm- ten. Die Tendenz ist eher schwächer. Farbenindusttte 93, Gelsenkirchen 36»,4, J^udesitz 6,35, Mannesmann 51, KaÜ- Aschersleben 100.
SMkblviebrnarkt Frankfurt a.R.
, November, mittags 12 Ubr. (Vorbericht)
Jj. ■ Mast- und Saugkälber 37—4l
mittlere Mast» und Saugkälber „ 32—33 geringe Kälber 26—31
3. Schafe:
Mastlämmer und jüngere
Masthämmel Weidemast . 22—25
Stallmaft _ —
mittlere Mastlämmer, ältere Mast-
Hammel und gut genährte Schafe „ 18—21 fleischiges Schafvieh „ 14—17
gering genährtes Cchafvieh . „ —
■ . Schweine:
Fettichweine über 300 Pfd. Lebendgewicht „ —
oollfleisch.Schweine v. ca.240—OOOPf.Vbdg. ., 35—44 vollNeisch.Schweine v.ca.200—240Pf.Lbdg. „ 35-44 vollfleilch.Schweine v.ca.160—200Pf.Lbdg. „ —
fleischige Schweine o.ca.120—IKOPf.Lbdg. „ —
fleischige Schweine unter 120 Pfd.Ldbg. „ —
Sauen „ —
Auftrieb: 73 Rinder, 850 Kälber, 536 Schafe, 353 Schweine. — Marktverlauf: Kälber und Schafe langsam, Schweine rege.