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Blatt 2

Rach Feirrabod, Bellas« bet Oberhessischen Zeitung

Nr. 267

(Nachdruck verboten.)

Anschluß nach Alterchen!

Vornan von Anny von Panhuys.

(Fortsetzung.)

Dick: blickte noch minutenlang auf die Tür, hinter der die schmale Gestalt Der Mutter eben verschwunden war, dann setzte sie sich in den breiten Stuhl am Bett und dachte nach. Fast eine halbe Stunde ver­harrte sie so. Plötzlich sprang sie auf, und ein zufriedenes Lächeln lag um ihren Mund.

Sie suchte den Detter und fand ihn in der mollig erwärmten Bibliothek in sehr nachdenklicher Haltung. Sie ging auf ihn zu, lachte ihn an: „Ich weiß, woran du denkst, Archibald."

Er zuckte die Achseln.

„Ich glaube kaum, daß du es weißt, Dick:."

„Doch", beharrte sie, du denkst an Arna Falke und überlegst, ob du nicht der erste Herzog von Grenshire sein sollst, der mit dem Blech aufräuntt, seine Herzogin dürste nur aus Adelskreisen stammen."

Er rückte sich etwas in Positur.

„Der Ausdruck Blech ist doch Wohl eigentlich ein wenig zu stark für Dinge, die mit der Tradition Zusammenhängen."

Sie hatte neben ihim Platz genommen.

„Bewahre, Archibald, er ist nicht zu stark! Mutter hat mir verraten, warum du uns morgen schon verlassen willst, und ich staune, weil da dich so auf der Stelle in Arna verguckt hat, aber ich begreife es, denn eine Schönere wie sie kannsi du weit und breit suchen. Mir ihre jüngere Schwester Lissi kann sich neben ihr zeigen. Aber die ist erst siebzehn Jahre und ver­steht es nicht, sich so wundervoll in Szene zu setzen wie Arna. Lissi rast mit einem halben Dutzend oder noch mehr Hunden herum und ist manchmal selbst noch täp­pisch und eckig wie ein junger Jagdhund. Aber wenn ich in deiner Lage wäre, bliebe ich noch ein Weilchen hier und gäbe mir Mühe, ArnaS Wohlgefallen zu er­regen." Sie lachte schelmisch. „Ich kann mir kein Herzogspaar vorstellen, das bes­ser zusammenpaßte wie ihr beide."

Ein mattes Lächeln glitt um die schma­len Lippen des Herzogs.

„Mir scheint, du möchtest deine Freun- din gern als meine Frau sehen."

Sie nickte eifrig: „Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen."

Er machte eine unschlüssige Gebärd«.

„Ich wollte mir die Gedanken an die junge Dame, die mir gestern bei ihrem Anblick plötzlich kamen und sich gleich so unheimlich fest in mir gesetzt haben, eigentlich mtt aller Gewalt verjagen, aber nun sehe ich alles wieder anders." Er sann nach. „Ich werde abreisen und mich prüfen! Hüll der große Eindruck, den Miß Falke auf mich gemacht, stand, dann werde ich ihr schreiben und sie fragen, ob ste mir gestattet, mich um ihre Hand zu , bewerben/

„So ist's richtig", lobte Dicki.

Nachdem der Herzog abgereist war. be­nutzte Dicki die erste Gelegenheit, Arna zu besuchen. Sie erzählte zuerst, Archibald Grenshire märe nun fort. Dabei beob­achtete sie. wie ein Schatten über die schmale wundervoll gemeißelte (Stirn Ar­mas flog und erzählte: „Gr hat sich mordsmäßig sozusagen auf den ersten Blick in eine junge Dame unserer Nachbar­schaft verliebt und ist abgereist, um seine Gefühle zu prüfen. Er sagte mir, wenn er in einem Dietteljahr noch genau so emp­finde wie jetzt, würde er der Dame schrei­ben und sie fragen, ob er sich um ihre Hand bewerben dürfe."

Arna wollte fragen: Wer ist die Dame? Doch ein Blick Dickis verriet ihr, daß sie selbst gemeint war. Doch stieg die <Atel- keit in ihr hoch wie eine machtvolle Welle, von der das bißchen Gernhaben für Jo­achim Rademacher überschwemmt und ver­nichtet wurde wie von einer Elementar­gewalt.

Sie sah in Dicki eine starke Bundes- genossin und log: „Du, wenn er mir schriebe, ich wüßte ja gar nicht, was ich anfangen sollte vor Gluck, denn ich habe, seit ich ihn gesehen, an nichts anderes mehr denken können als nur an ihn. Ich glaube, ich liebte auch auf den ersten Blick."

Sie wußte genau, sie liebt ihn nicht, sie empfand nicht die geringste Zuneigung für ihn. Aber vielleicht stand Dicki mit ihm in Briefwechsel und es wäre gut, wenn er erfuhr, sie liebte ihn schon vom ersten Sehen.

Bickr'begeisterte: „Das ist ja wunder­voll. Arna! Mutter ist natürlich ver­ärgert, weil er mich nicht zu seiner Her­zogin machen wollte und sich so auf der Stelle in dich verknallte, aber ich hoffe, sie findet sich später darin, Franz Ritt­bergs Schwiegermutter za werden. Mir

fehlt der Charme zur Herzogin. Du da­gegen hast alles dafür."

Sie faltete die Hände. „Hoffentlich hält Archibalds Liebe der Prüfung nach einem Vierteljahr stand und er schreibt dir wirk­lich Sonst töte es mir wirklich sehr leid, dir etwas verraten zu haben."

Arna lächelte: „Wie es auch kommen mag Dickr, dankbar bin ich brr doch so wie so, denn es ist schon schön zu wissen, ich habe ihm gefallen." Sie küßte ihre ver­schlungenen Hände. „Ich habe ihn lieb, Dicki, und toerm er mich schon in einem Vierteljahr vergessen haben sollte, will ich ttotzdem nicht ttaurig sein, weil ich weiß, ich bedeutete ihm doch etwas, wenn auch nur für kurze Zett."

Die harmlose, durch und durch ehrliche Dick 'von Klein, nahm jedes Wort als volle Wahrhett hin und verfaßte bereits ein paar Tage später einen Brief an den Vetter, in dem sie ihre Unterhaltung mit Arna fast wortgetreu wiedergab.

Der Brief erreichte den Herzog in Wien und nachdem er ihn gesehen, stieg ihm der Gedanke, das zauberschöne Mädchen liebe ihn, wie ein starker Rausch zu Kopf. Er schrieb sofott an Arna und legte den Brief seiner Antwott an Dicki bei.

Vickc holte allmvrgendlich selbst die Post von der nächsten Station und so kam der Brief ihrer Mutter gar nicht erst vor die Augen. Sie sandte das Beigefügte Schrei­ben sofott an Arna mtt' den erklärenden Wotten, sie hätte dem Herzog verraten, er würde wiedergeliebt. Arna trium- phiette. Also war sie Flug gewesen, Dicki von ihrer Liebe zu reden. Sie lächelte und dachte, einer richtigen großen Liebe war sie wohl gar nicht fähig, ihr kam es nur darauf an, etwas vorzustellen, in der Welt eine Rolle zu spielen.

Sie las Archibald Grenshires Brief: Gr 'tour in englischer Sprache geschrieben: Sie las:

„Hochverehrte Miß Falke!

Seit ich Sie kennen gelernt, mutz ich sehr viel an Sie denken und ich wäre glücklich, wenn Sie mir die Erlaubnis geben würden, mich bei Ihrem Herrn Da­tei um Ihre Hand zu bewerben. Ich reise noch über Weihnachten nach Ungarn zu Freunden, bleibe vielleicht noch ein paar Wochen dort und würde mit Ihrer, und vor allem auch mit Erlaubnis Ihrer Eltern, im Februar nach dort kommen. Wenn ich die Erlaubnis erhalte, mutz ich

aber sicher sein, Sie nehmen den Ring an, den ich für Sie mitbttngen werde."

Arna hätte am liebsten laut aufge­jubelt. Beim Himmel, das entwickelte sich ja alles mit einer solchen Schnelligkeit, oatz es gar nicht zu fassen war. Sie lief mit dem Brief zur Mutter, gab ein paar Erklärungen. -

Frau Falke schlug Ne Hände zusammen vor Erregung.

„Mädel, das ist ja ein beinahe unvor­stellbares Glück. Du eine Herzogin. Ich sehe dich schon am englischen Königshofe vorgestellt in der Kurschleppe mit einem Diadem von Brillanten und Perlen auf dem Haar."

Arna lachte und sagte dann langsam und fast anbä^tig: „Arnolda, Herzogin von Grenshire!"

Lissi war eben in das Zimmer der Mut­ter getreten. Sie blieb an der Tür stehen nnd wiederholte: „Arnolda, Herzogin von Grenshire? Wer ist damit gemeint?"

Arna ging der Schwester entgegen.

„Bicki von Kleins Vetter, der englische Herzog von Grenshire hat sich neulich bei der Gesellschaft in mich verliebt, wenn ich will, wird er im Februar hierherkommen und sich mit mir verloben."

Lissi lächelte: „Ach so! Und da hast du mal aus Scherz ausprobiert, wie dein Name klänge, wenn du seine Frau würdest, ^a er dich aber erst einmal ge­sehen hat, wird er wahrscheinlich nicht gleich von Kummer sterben, wenn du ihm die Mitteilung machst, du denkst nicht daran, seine Frau zu werden."

Arna lachte laut aufs

„Du bist gut, Lissi. Warum sollte ich denn die Riesendummheit begehen? Her­zöge, noch dazu so steinreiche wie Archibald Grenshire, ftnb dünn gesät. Mi 'beiden Händen fasse ich zu. Auherdem gefällt er mir. Ich werde also Herzogin werden."

Lissi sah die Aeltere fassungslos an.

Arna lachte noch mehr.

„Du scheinst es dir gerade entsetzlich vo-r- zustellen, Herzogin zu werden, deinem Ge­sicht nach zu urteilen."

(Fortsetzung folgt)

Lachen ist gesund.

Also, im Essen Matz halten, und vor allem keinen Alkohol! Abends etwas kalte« Braten, am besten Geflügel. — Also „kalt« Ente", Herr Doktor?

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Umschrift-Kreuzworträtsel.

Umschrift: Die Buchstaben im Staude des Kreuzworträtsels sind nach einer bestimm­ten Reihenfolge aneinanderzureihen, sie er­geben bann einen Spruch." Kreuzworträtsel:

Waagerecht: 1. Schreibinstrument, 7. fei­erliches Gedicht, 8. südamerikanische Haupt­stadt, 9. Bergwiese, 11. Stadt in Belgien»

Rösselsprung.

Der Rösselsprung ist der Gang des Rössels oder Springers über sämlliche 64 Felder des Schachbrettes. In das abgebildete Schach­brett ist ein Ausspruch eines bedeutenden Gelehrten des vorigen Jahrhunderts genau nach den Sprüngen des Rössels eingetragen. Es gilt nun, den Ausspruch wieder zusammen­zusetzen. Die Schachspieler werden das zu-

:anbe bringen. Schwerer ist die Aufgabe st , « -- — * । j

ür jene, die noch nicht vor dem Schachbrett | W. Berneinung, Iß. schlechte Eigenschaft,

Wo ist die Magd?

Bilderrätsel.

gesesien haben; aber wer sich genau merkt,

daß das Rössel stets schräg ins dritte Feld springt, der wird bei fleißiger Übung auch zum Ergebnis kommen.

tum

17. Stadt in DÄmatien, 19. seltenes Metall, 21. Zahl, 22. indische Münze, 23. Werk von Zola, 26. Geschenk, 28. Bogel, 31. Kurort, 33. weiblicher Vorname, 34. Naturerscheinung, 36. Zeitmesser, 36. englische Anrede, 37. Meer­enge.

Senkrecht: L Kurort im Erzgebirge, 2. Kttche, 3. Überbleibsel, 4. See in Rußland, 5. Erd art, 6. rheinische Provinz, 10. biblische Frauengestalt, 12. geographischer Punkt, 14. weiblicher Vorname, 16. Gemüse, 16. Sin- neswerkzeug, 18. nordische Hirschart, 20. Se­gelstange, 24. Papageieilart, 25. Schiffseite, 27. Meeresbucht, 29. Zeitalter, 30. Ver­wandte, 32. Tonart, 34. Ort nt Tirol.

Silbenrätsel.

bach — bai — ber — beth — bon — bürg dar — de — de — den — di — dolf dro e — e — e — e — e — en — eur — fisch ford — ge — ge — ge — bim — i — i — il in — in — kau — kau — kü — kun — h lau — lek — li — E — fi — K — B — lis lu — ly — me — me — na — naa — nanm ne — nek — net — new — ni — o — on or —<» — <* — <ä — re — re — rik — ru sa — ea — wi — ee — sen — atel — so ta — tar — than — t&t — ti — to — ton tri — teohn — ar — va — ve — ver — vo

vo — wal — wal — ae — xL

Ans vorstehenden 92 Silben find 33 Wörter zu bilden, deren Anfangs- nnd Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Zitat aus Schillers „Wilhelm Tell" ergeben. Die einzelner Wörter bedeuten: L Oper von Wagner, 2. Beruf, 3. Umwälzung, 4. Bucht in Afrika, 6. Luftbewegung, 6. Dichtungsart, 7. Stadt in der Schweiz, 8. Prophst, 9. Lessing- sche Figur, 10. Zeitraum, 11. Wildschwein, 12. Staat in Europa, 13. kaufmännischer Aus­druck, 14. Krafterzeuger, 15. Kurort in Thü­ringen, 16. englischer Naturforscher, 17. griech. Göttin, 18. Narr, 19. Göttertrank, 20. Kriegs­beschädigter, 21. Nervenmittelpunkt, 22. Stadt an der Aller, 23. Frucht des OlbaumeS, 24. portugiesische Stadt, 25. Peitsche, 26. Mittel- gebttge, 27. Stadt in England, 28. Stadt an der Saale, 29. Vogel, 30. männlicher Vor­name, 31. weiblicher Vorname, 32. frühere Kaiserin von Österreich, 33. Säugetier (ü --- ue).

Geographisches Rebus.

®u *h jedem Rebusteil zu erratende geographische Bezeichnung ist durch ein Frage­zeichen kennllich gemacht. Nach dem im Mittelteil der Higur befindlichen Hinweis

werden die Rebustelle verbunden.

Wie lautet der Text?

RätsrilSsnugen ans bet vorigen Rümmer.

Bilderrätsel: Die Pflicht ist das Erhabenste, und Treue ist die erste Pflicht.

Rätselhafte Anschrift: Vergeben und Vergessen ist die Rache des braven Mannes. (Es werde« stets 2 Felder übersprungen.)

Besnchskarteurätsel: Studienreferendar.

Rechenaufgabe: Der Jäger muß den Rehbock noch 900 Sprüngen eingeholt haben.

»notenrätsel: L Grammophon, 2. Nadelkissen, 3. Waldameise,». Krankenhaus, S.Bitterfeld, 6. Petersilie.

Berdeckte Buchstaben: 1. Moor, 2. Lake, 3. Maas, 4. Urne, 5. Lire, 6. Reis.

SUbentrenzwortrittfri: Waagerecht: L Pa- prika, 3. Vorarlberg, 5. Ravenna, 6. Taumel, 7. Kefet, 9. Rebe, 11. Minna, 13. Odessa, 16. Ma­schine, 16. Ohio, 17. Saronne, 19. Onkel, 21. (Eule, 22. Tenor, 24. Magen, 26. Mantilla, 28. Sardine, 29. Gamasche.

Senkrecht: 1. Papier, 2. Ikaramel, 3. Vorname, 4. Bergwerk, 6. Taube, 8. Termin, 9. Reklamation, 10. Hadej, 12. Rationale, 13. Onega, 14. Saone, 18. Ronde, 20. Reite, 21. Eugen, 23. Normanne, 24. Malaga, 25. Husar, 27. Asche.

Silbenrätsel: 1. Adam, 2. Muskau, 3. Balalaika, 4. Reisekorb, 5. Umbrien, 6. Nase, 7. Neuseeland, 8. Emden, 9. New, 10. Barel, 11. Ofen, 12. Rienzi, 13. Dohle, 14. Edikt, 15. Macbeth, 16. Tanne, 17. Orest, 18. Riga, 19. Elend. Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum.

Rösselsprung: Wenig große Lieder bleiben, mag chr Ruhm auch stolzer sein, doch die kleinen Sprüche schreiben, sich ins Herz des Volkes ein; schlagen Wurzri, treiben Blüte, ttagen Frucht und wirken fort. Wunder wirkt oft im Gemüte ein geweiltes Dichterwort. von Bvdenlte^t.

Scherz-Znsammenstell-Rätsri: Pan, Tosjel, Held. — Pantosfejheld.