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CberbeHW Zettung. Mardury <u L. Snimttfbatb, btit 12. Roventd« 1932

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Aus der Uwgegend

Verlag Dr. L. Hrtzeroth. Saupttoriftlettcr und verantwortlich für Po- Irtil und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller; für Kommunalpolitik, Provinz und Lokales: Lothar Schneider, sämtlich in Marburg.

Frühlingsschnee, das ist die verlässige glatte Bahn, die trägt und führt, ein Ver­mächtnis des Winters, ein Reichtum, ein lfeberflutz.

Winterschnee: Gewiß, es gibt weniges, was der Schußfahrt im stäubenden Pulver­schnee gleichkommt — aber Firnschnee ist köstlicher noch als Pulverschnee. Und schöner noch als Firnschnee ist die ra­schelnde, zischende Decke grobkörniger Rauh­reifkristalle, die nach frostklaren März­nächten in Millionen und Abermillionen Spiegeln die Frühlingssonne widerstrahlt.

Die Skier aber sind unsere Freunde im Winter und im Frühling, von Dezember bis zum Juni. Und wer sie im Pulver zu führen versteht, dem werden sie doppelt lieb und vertraut sein auf der glatten, der harten Bahn des Firnschnees.

Skilauf: von allen Sparten der leich­teste, der schwerste. Leicht, denn es ist nicht eine einzige Handhabe, keine Bewegung zu erlernen und gleiten kannst du sofort — schwer, unendlich schwer, denn der Schnee ist anders zu jeder Stunde, an jedem Berg- hang.

Skilauf: edelster aller Sporte. Ich kenne keinen, bei dem Kopf und Körper derart Zusammenarbeiten müssen.

Skilauf: größte Verlockung. Er birgt den Reiz gefahrvoller Schnelligkeit, die du mit allereinfachsten Mitteln meisterst.

Aus dem Sleserland

Der Siegener Frauenmord aufgeklärt.

S i e g e n, 11. Roo. Der Mordkommission ist es gelungen, den Frauenmord in der Nähe von Siegen aufzuklären und dre Täter zu ermitteln. Die Tote rft dre Ehe­frau Emma Schüler aus Siegen, dre seit August d. 3. von ihrem Mann ge­trennt lebte. Die Mordkommrsfion brachte in Erfahrung, daß die Ermordete mrt einem jungen Mann aus Siegen ern Ver­hältnis unterhalten hatte, das nrcht ohne Folgen geblieben war. Daraufhin wurde festgestellt, daß der 21 Jahre alte Eleve Werner Stitz sich mit dem glerchaltrrgen Glasergehilfen Herbert Kleemann verab­redet hatte, die Schüler zu beseitigen. Dre beiden lockten die Unglückliche in den Wald und führten' dort die grauenvolle Tat aus Sie wurden festgenommen und haben dort ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Die schnelle Aufklärung des Mordes ist einem grauenhaften Zufall zu verdanken. Als die Mitglieder einer Kolonne des Freiwilligen Arbeitsdienstes, die in der Nähe der Fundstelle beim Bau eines Sportplatzes beschäftigt ist, von dem Mord fuhren, verließen sie ihre Arbeitsstätte, um ihre Neugier zu befriedigen. Auch der Führer der Kolonne, der Schlosser Schüler, ging in den Wald und erkannte zu seinem Entsetzen in .er furchtbar zugerichteten Leiche seine Frau, von der er getrennt lebte, nachdem die Ehe schon kurz nach der Kockzeit in die Brüche gegangen war. In seinem sofort bei der ersten Vernehmung abgelegten Geständnis belastete Stitz, der mit der Frau Schüler ein Verhältnis unterhalten hatte, seinen kürzlich aus Ber­lin zugewanderten freund Kleemann schwer. Er hatte ihm mitgeteilt, daß sein« Beziehungen zu Frau Schüler Folgen ge­zeitigt hatten, und Kleemann wußte rhm keinen andern Rat, als die Frau zu be-

•-en. Kleemann hat auch den ersten Schlag mit dem Totschläger ausgeführt, nachdem sich Sitz abends mit der, Frau auf einem einsamen Waldweg auf einer Bank niedergelassen hatte. Er hatte den Strick in der Tasche, mit dem beide gemeinsam die bereits ohnmächtige Frau erwürgten.

etilauf tinft und jetzt

Hierüber spricht am Sonntag, dem 13. November um 11.15 Uhr im Capital in ein:m Lichtbildervortrag der bekannte Skr- fahrer und Schriftfsteller Dr. Henry Hoek, den die Skiabteilung des Marburger Kanu-Klubs veranstaltet. Wir veröffent­lichen mit Genehmigung des Vortragen­den und des Verlages F. A. Brockhaus, Leipzig, ein Kapitel aus feinem Werk „Schnee, Sonne und Ski", das einen Ein­blick in die Sprache und das Naturerleben Hoeks wiedergeben soll.

Sonne, Schnee und Ski.

Frühling in den Bergen, das ist die vollendete Einheit von Sonne, Schnee und Ski.

Wohl: Auch der Winter hat seine Sonne.

Wintersonne aber ist nur das verblaßte Bild der Geliebten, ist Trost, Erinnerung und Hoffnung, daran man sich klammert.

Frühlingssonne ist Leben und Wirklich­keit..

Winterschnee ist das zu Ueberwindende, das eigentlich Lebensfeindliche, das auch in seinen edelsten Formen des Pulverschnees noch Widerstände bietet; Winterschnee ist Symbol des Todes.

Des Winter Schnee ist der unberührte Pulverschnee, lockend und weich, trügerisch und tief, Gefahren bergend, eine Ver­führung dem llmoisfendew

Die kurhessische Landwirtschaft an den Reichskanzler.

Die Landwirtschastskammer Kasiel und der Kurhessische Landbund haben an den Reichskanzler folgendes Telegramm ge­sandt: „Kurhessische Landwirtschaft, deren Existenz überwiegend vom Gedeihen der Viehwirtschaft abhängt, sieht sich durch den bisherigen Verlauf der Verhandlungen über die Durchführung der Kontingen­tierung bitter enttäuscht. Sie erwartet dringend Erfüllung der der Landwirtschaft gegebenen Zusagen."

Sonntag, den 13. Roo ember.

Pfarrkirche. 10 Uhr: Gottesdienst, Pfr. Bork; 11.15 Uhr: Kindergottesdienst; 17 Uhr: Gottesdienst, Sup. i. R. Wem-

(HHabethkirche. 10 Uhr: Gottesdienst, Sup. i. R. Weinrich; 14 Uhr: Gottes­dienst, Pfr. Wältemath. (Die Kirche ist

M^ich^aels-Kap elle. 11.15 Uhr: Kin­dergott esdienst, canb. theol. Waltemcrth.

Ockers Hausen. 11.30 Uhr: Kindergot- tesdienst. . t „„

Reformierte Gemeinde. 10 Uhr: Akademischer Gottesdienst, Prof. D. Born- Häuser (Seit: 1. Ioh. 5, V. 4; Lieder: 151, 145, 152 und 161).

Selbständige ev.-luth. Gemeind«, Michaels-Kapelle. 17 Uhr: Predigtgottes. dienst, Mr. Greiner.

Diakonis s.-Mutter Haus „Sebro u^' Wehrda. (24. Jahresfest.) 10 Uhr: Festgottesdienst, Pastor Modersohn, Bad Blankenburg (Thür.); 15 und 19.30 Uhr: Festversammlungen.

Katholische Kirche. 6.30 Uhr: Skg. Messe; 7.30 Uhr: Hlg. Messe mit Predigt und gemeinschaftlicher hlg. Kommunion der Jungfrauen und schulpflichtigen Mädchen; 9.30 Uhr: Levitenamt mit Predigt; 11 Uhr: Hlg. Messe mit Predigt; 18 Uhr: Vortrag des Jesuitenpaters Klein; barattf kurze Segensandacht.

Neuapostolische Gemeinde, Hal» singerstraße 5. Gottesdienste: Sonntag 930 und 16 Uhr. * ,

Methodistengemeinde, Wörthstr. 15a.

Sonntag 9.30 Uhr: Gottesdienst; 11 Uhr: Sonntagsschule; 20.15 Uhr: Gottesdienst.

Baptisten gemeinde, Pilgrimstein 6. Sonntag 15 Uhr: Gottesdienst; Bußtag 15 Uhr: Gottesdienst.

Stadtmis ston, Reitgasse 5. Sonntag 8.30 Uhr: Morgenandacht; 10.30 Uhr: Sonntagsschule; 15 Uhr: Frauen-Missions- gebetstunde; 16 Uhr; Iungfrauenstunde; 20.30 Uhr: Evangelisation.

Gemeinschaft Marburg-Süd ilt« nerhalb der Landeskirche, Schwan­allee 47. Sonntag 8 Uhr: Morgenandacht; 10.30 Uhr: Sonntagsschule; 20.30 Uhr: Evangelisation; Mittwoch 20.30 Uhr: Jungmänner - Bibelstunde; Donnerstag 20.30 Uhr: Jugendbund-Bibelstunde; Frei­tag 20.30 Uhr: Bibelbesprechstunde.

Christl. Verein junger Mädchen, Philippshaus. Sonntag 16 Uhr: Beginn der Weltbundgebetswoche; täglich 20.15 Uhr: Eebetsstunde; Montag 14, 16 und 18 Uhr; Bußtag 16 Uhr.

Christi. $ er ein junger Männer, Philippshaus. 10 Uhr: Festgottesdienst m der Luth. Marrkirche, Pfr. Dr. Geller; 15 Uhr: Nachfeier im Philippshaus; 20 Uhr: Filmabend; Montag 17 Uhr: Jungschar­nachmittag; Dienstag 20.30 Uhr: Bläser- chor-llebungsstunde; Mittwoch 20 Uhr: Iungvolkabend; Donnerstag 20.30 Uhr: Bibelstunde; Freitag 19 Uhr: Jungschar­turnen; 20 Uhr: Jungvollturnen.

Verein bes Blaue« Kreuzes, WS- helmstraße 8. Sonntag 20 Uhr: 1. Jah­resfest bes Vereins; Montag 20 Uhr: Iungmädchen stund e; Dienstag 17 Uhr: Hoffnungsbundstunbe für Mädchen (Kin- berabteilung des Blauen Kreuzes); 2030 Uhr: Frauenstunde; Sonnabend 17 Uhr: Knabenstunde; 20.30 Uhr: Männersiunde.

Die Christengemeinschaft (Bewe­gung f. religiöse Erneuerung), Nikolaistr. 1. 9.30 Uhr: Feier der Menschenweihchand- lang (mit Predigt).

Aerztlicher Sonntagsdienst am 13. November:

Prof. Dr. Justi, Wilhelmstraße 28, Fast­sprecher 2762.

Dr. Trenkmann. Marktgasse 18/20,Fern­sprecher 2407.

Zahnärztlicher Sonntagsdienst

am 13. November:

Zahnarzt Henckel, Georg-Doigtstraß« 4» Fernsprecher 2932.

Für Mitglieder der Allgem. Ortskrankenkaffe: Zahnarzt Dr. Seuiel, Deutschhausstr. 38, Fernsprecher 2879.

(Sprechstunde von 10—11 Uhr.)

Sonntagsdienst und Wochendienst der Apotheken

vom 12. bis 18. November:

Adler-Apotheke.

SvitMenft

Sonnabend, den 12. November. SO-Jo st »Kapelle (vor Weidenhausen).

20.30 Uhr: Siturg. Wochenschluß-Abend­segen, Pfr. Bork.

Kreis Mardun

Eine Tegelfliegerstation in Kirchhain.

Kirchhain, 11. Nov. Trotz der schweren Zeit ist der Wille zur Tat noch vorhanden. So hat hier der Sportverein „Blitz", dem die finanzkräftigen Bürger Kirchhains angehören, die erforderlichen Schritte getan, um auf einem günstig gelegenen Berg, dem fogenanten Bichmannshausen, eine Segelflieger» ftation einzurichten. Diese Anlage ist umio erfreulicher, weil die jetzigen Flugplätze auf dem Dörnberg. Vogelsberg und der Rhön für den Bezirk Marburg-Kirchhain ziemlich ab- §elegen sind. Der Kasseler Verband wird dem iesigen Verein mit der Tat zur Seite stehen.

Dieser Berg besitzt einen günstigen Start- unb Landeplatz. Ebenso vorteilhaft wie das Gelände sind die Windverhältnisse, denn der Abhang ist nach Südwesten gerichtet. Es kann also selbst bei Westwind die Westkomponente des Hangwindes benutzt werden. Wald ist keiner vorhanden und am Fuße des Perges dehnt sich eine weite Ebene aus.

Es wäre zu wünschen, wenn sich ^uch Kreise der Marburger Universität und Schulen für diese Einrichtung interessieren würden.

r. R auschenb er g, 12. Nov. Seinen 8 0. Geburtstag kann heute der frühere Gastwirt und Landwirt Gustav Seibert, be­gehen. Der Jubilar erfreut sich körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische. Lange Jahre hat er den städtischen Körperschaften ange­hört, von denen er wegen seiner Verdienste um die Stadtverwaltung vor mehreren Jah­ren zum Stadtältesten ernannt wurde. Jahr­zehntelang hat der Jubilar die Geschäfte bes Standesbeamten geführt. 3n Jägerkreisen ist er als weidgerechter Jäger weit bekannt.

r. Rauschenberg, 12. Nov. Einen Werbeabend HM der Turnverein am Sonntag, abends 8 Uhr, im Seibert'schen Saale ab. Auch in diesem Jahr wartet der Verein mit einer reichhaltigen Vortragsfolge auf, so daß der Besuch der Veranstaltung bestens empfohlen werben kann.

- Neustadt, 11. Nov. Die Tochter des Landwirts Conrad Niepoth stürzte so un­glücklich in der Scheune, daß sie eine schwere Gehirnerschütterung erlitt und in bedenklichem Zustande bamieberliegt. '

, Neustadt, 11. Nov. Oberförster Mathias hier, erlegt auf einer Streifjagd einen prächtigen Keiler.

Sichertshausen, 11. Nov. Gestern fuh­ren hier ein Personenauto und ein Kuh­gespann zusammen. Beide Wagen waren stark beschädigt. Wer die Schuld an dem Un­glück hat, ist noch nicht geklärt.

Kreis Kersselv

Aufklärung des Hersfelder Geldraubes. — Di« Täter in Frankfurt verhaftet.

Hersfeld, 10. Nov. Den polizeilichen Ermittlungen ist es gelungen, ben Raub über­fall auf ben Kassenboten bes Freiwilligen Ar- beitsbienstes am Johannesberg, bei dem ben Räubern 900 Mark rn bi« Hände fielen, aufzuklären. Als Täter wurden zwei Handwerksburschen festgestellt und m Frankfurt a. M. verhaftet.

Brieflasten der Schriftleitung.

«. Die Erbschasts- und Schenkungsiteuer von Erben auf Kinder ist bis 5000 M steuer­frei Ueberfteigt die Erbschaftssteuer den Be­trag von 5000 jK, dann kommt die Freigrenze von 5000 M nicht in Frage, sondern der Erb­anteil ist in seiner gesamten Hohe steuer­pflichtig. Die Steuer betragt b,s zu 10 000 M 2 Prozent.

Mm-RallM m» RaMorMtle

Die Unterschlagungen bei der Dedi-Bank in Kassel.

Kassel, 11. Roo. Vor der hiesigen Großen Strafkammer hatte sich heute der 28 Jahre alte Leiter der Depositenkasse Hohenzollernstraße der Deutschen Bank und Diskonto-Eesellschaft, Wili Ranft, wegen Unterschlagung von 8 3 0 0 0 Mark zu verantworten. Ranft war geständig. Er gab ausführlich an, wie er das unterschlagene Geld verwandt hat, nämlich 40 000 JC für Spekulationen, 7500 Darlehen an Freunde, 7000 M zur Deckung der Verluste im Geschäft, Eigenverbrauch 10 000 im Jahre 1930 und 15 000 JC in den Jahren 1931 und 1932. Die Unterschlagungen erstreckten sich auf mehrere Jahre. Der Staatsanwalt beantragte drei Jahre Gefängnis, das Gericht verurteilte den Angeklagten zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Die Untersuchungshaft wurde angerechnet, der Haftbefehl bleibt bestehen.

Der Carlshafener Ranbuberfall fingiert.

Kassel, 11. Nov. Die Kasseler Kri­minalpolizei hat festgestellt, daß der heute nacht aus Carlshafen gemeldete Raub­überfall auf den Kasienboten Pohlmann fingiert worden ist. Pohlmann, der 2200 JL in Papier und 2800 ’JL in Silber befördern sollte, hatte das Papiergeld bei­seitegeschafft, das Hartgeld nach Einbruch der Dunkelheit auf die Rathaustreppe ge­streut, sich selbst auf den Boden gelegt und den Ueberfallenen und bewußtlos Ge­schlagenen gespielt. Im Kreuzverhör gab der noch jugendliche Täter den Versteck des Geldes an.

Erwerbslose sollen eine Taunusstraße bauen.

Frankfurt a. M., 11. Nov. Bei einem großen Teil der Taunusbevölkerung besteht schon seit langem der Wunsch, die Otte Eppstein und Eppenhain durch eine Fahrstraße in direkter Linie miteinander zu verbinden. Nun haben die Eemeindekörperschaften von Eppstein und Eppenhain das Projekt eingereicht mit der Hoffnung, daß der Bau der Straße im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes in Angriff genommen wird. Die bestehende Fahrstraße ist etwa dreimal so lang als die projektierte Verbindung, da sie über Ruppertshain und Fischbach führt. ' e

Aus bem SMkrelö

Auflösung des Kulturamts Dillenburg?

Dillenburg, 10. Nov. Die Stadt­verordneten nahmen in geheimer Sitzung eine Entschließung zur Weitergabe an dre Regierung und das Ministerium an, tn der mit Befremden davon Kenntnis genommen wird, daß beabsichtigt sei, das Kulturamt von Dillenburg nach Biedenkopf zu ver­legen. Die Verlegung bes. Kulturamts würde eine so schwere Schädigung für Die Stadt bedeuten, daß dagegen der Vorteil, den die Verlegung einer kleinen Zahl von Kreisbeamten nach Dillenburg bringt, nicht ins Gewicht falle. Die Stadtver­ordneten beschlossen ferner, eine Denkschrift über die Lage Dillenburgs und . die bis­herigen Schädigungen den in Frage kom­menden Behörden zu übermitteln.

Eemeindevertretersitzung.

o Gladenbach. Kr. Dillenburg. 11. H- In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertre­tung Gladencha wurde bekannt gegeben, baß bei den Umbauarbeiten am Ortsnetz die fest­gesetzten Kosten um 120 R^k überschritten wurden Die Vertretung nahm hiervon Kenntnis. Die Gemeindevertretung über­nahm die Bürgschaft für den Ausbau der Feld­wege bei den Meliorationsarbeiten.

Schweißhunde bei der Arbeit.

Battenberg, 10. Nov. Vom 6. bis g November hielt der Verein Hirschmann, der die Zucht und Führung des edlen hanno­verschen Schweißhundes betreibt, ferne diesjährige Hauptversammlung, verbun­den mit einer Schweißprüfung für hanno­versche Schweißhunde, in Battenberg ab Zahl­reiche Säger aus allen Gauen Deutschlands waren —' z T. mit ihren Schweißhunden — herbeigeeilt, um unter dem Vorsitz ihres Pra- fibenten, des Prinzen Heinrich der Nieder­lande, an den Veranstaltungen teilzunehmeir. Die Prüfung der Hunde bauerie zwei Tage vnb wurde in den staatlichen Oberförstereien und in den fürstlich-wittgensteinschen Revieren durchgeführt. Den ersten Preis erhielt Herr Oberförster F r e v e r t-Battenberg mit seiner fmnbin „Gilka von Winnefeld". Zum Ab­schluß der Tagung wurde abends vor dem etonbquartier Hotel Clemens in Battenberg die Strecke von 4 Forstbeamten bei Fackel- beleuchtung Verblasen. Langgezogen hallten die vierstimmig geblafene alten Sagbfignale über das Edertal, während Seine Königliche Hoheit, der Prin- der Niederlande, die Strecke abnahm. Allen Teilnehmern werden die schö­nen Tage in den herrlichen, im bunten Herbst­schmuck prangenden Bergen des hessischen Hinterlandes unvergeßlich fein.

h Wallau, 12. Nov. Der bekannte Olympiateilnebmer M. Danz, hielt hier einen ' Dartrag über seine Erlebnisse und Eindrücke gelegentlich der letzten Olympiade in Los Angeles. An H-nd zahlreicher prächtiger Aufnahmen durfte ein dankbares Publikum die Reise auf der Europa und im Pullmann- wagen um den halben Erdball mitmachen, sah die außerordentlichen Möglichkeiten, die Amerikas Jungmannen zur Erreichung solch überragender Leistungen zur Verfügung stehen, sah die spannenden Kämpfe im imposanten Stadion, Land und Leute, die unerschöpflichen Kraftquellen des Landes und hörte immer wieder von bem heißen Interesse unserer Landsleute drüben in der „Neuen Welt" am alten Vaterland.

Kreis WltiyenMn

0 Laasphe, 11. Nov. Die im August einem Eroßfeuer zum Opfer gefallene Jugend­herberge in Kühhude in der Nähe von Berle­burg wird wieder aufgebaut. Die Arbeiten sind bereits gut vorangeschritten. An dem Wiederaufbau der Herberge haben alle Land- roirte und Fuhrunternehmer der Umgebung Anteil, die die Saumaterialien herber schafften.