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OberdesftfAe Bettung, Marburg e. L„ Mittwoch, dem 9. November 1932
Nr. 264
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| Feldherr in Deutschland. Er hat 'eine Bio-
Zwischen dem Vertreter der rumänischen Regierung, dem Premierminister Maniu, Repräsentant gleichzeitig der Carolschen Interessen und der ehemaligen Königin von Rumänien, ist ein Vertrag geschlossen worden, der mit eitlem effektvollen Mittel die Skandalaffäre des Königs Carol und die entsprechende ziemlich bedrohliche Erschütterung seines Thrones ein für allemal beilegen wird.
Geld ist dieses Mittel.
Prinzessin Helene wird von nun an jährlich zu den ihr ursprünglich eingesetzten 14 000 Pfund 15 Millionen Lei extra erhalten, das sind 25 000 englische Pfund.
Außerdem wird ihr das Schloß am Schwarzen Meer zurückgegeben, das man ihr nach der Scheidung entrisien hat, und außerdem bekommt sie ihren Bukarester Palast zur ständigen Residenz zugewiesen.
Sie hat die Freiheit, bis zu ihrem Lebensende hier zu wohnen und darf einen ganzen Monat im Jahr ihren Sohn, beit Prinzen Michael bei sich behalten. Außerdem steht es ihr frei, in der Zwischenzeit die Besuche des Kindes nach Belieben zu empfangen.
Rätsel um Magnesia.
Zu den Schicksalsfragen des deutschen Volkes gehört die Steigerung des Bodenertrages. Die höchst seltsamen Erfahrungen bei der Düngung mit magnesiareichen
Kalisalzen, von denen Ludwig Schmitt, Darmstadt, berichtet, dürften daher allgemeinem Jnteresie begegnen. Man hat bisher angenommen, daß schwefelsaures und salzsaures Magnesium den Säuregehalt des Bodens steigern und daher auf einem ohnehin schon sauren Acker schädigend auf die Pflanzen wirken, eine Tatsache, die sich ja mit der physiologischen Reaktion der Salze unschwer in Zusammenhang bringen läßt. Diese bisher geltenden Anschauungen find jedoch durch zahlreiche Feld- und Eefäßversuche der Darmstädter Versuchsstation widerlegt worden. Auf den austauschsauren Mine- ralböden der Mainebene hat man nämlich nach der Düngung mit magnesiumreichen Kainit auffallend besiere Ernten an Hafer, besonders an Roggen und stellenweise auch an Kartoffeln erzielt als nach der Verwendung von anderen Kalisalzen wie Chlorkalium und schwefelsaurem Kalium. Die mit Magnesia behandelten Felder lieferten bei einer höchst ungünstigen Reaktion des Versuchsbodens Roggenernten bis zu 38 Doppelzentnern. Körner, während die reinen Kalisalze bei gleicher Bodenreaktion nur bis zu 17 Doppelzentnern erbrachten. Das sind Unterschiede die auch dem blutigsten Laien ins Auge springen.
Ein Teil des Schisisparks, der an die Sowiet-Union verkauft wurde.
Der Norddeutsche Lloyd hat jetzt 7 seiner Frachtdamvier an das russische Transport-Koimnisiaftat verkauft. Die schlechte Fracht läge lockt die Reeder, die Angebote der Russen anzunehmen. Alle die verkauften Schiffe werden schon in wenigen Tagen die Sowiet-Fahne Hillen.
Da staunt -er Fachmann ...
und -er Late verlernt -Os Wundern — Eensattvnen aus WA.
In dem „der deutschen Presse" gewidmeten Hause in der Tiergartenstraße in Berlin steht in der Halle groß eine Ente als Symbol der falschen (oder entstellten) Nachricht, auf die der Journalist bei dem 100 Kilometer-Tempo der Rota- tionen leicht hineinfällt. Jeder von uns Zeitungsmenschen kennt dieses liebe Tierchen und ist eifrig bemüht, ihm aus dem Wege zu gehen — im Gegensatz zu dem amerikanischen Kollegen, der es ständig sucht, um dann mit heißem Bemühen aus der Ente einen Elefanten zu machen.
Für die USA.-Presie scheint es (abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen) das Wort „unmöglich" nicht zu geben. Im Gegenteil: Je unglaublicher eine Meldung klingt, umso besser kann man sie „aufziehen", eine „vierspaltige Kastensensation" aus ihr machen. Der deutsche Leser würde sich wundern, wenn er solche Nachrichten vorgesetzt bekäme. Sein amerikanischer Kollege aber hat sich das Wundern schon lange abgewöhnt ....
Ein Beispiel für solche amerikanische Sensationsmeldungen, über die selbst der abgebrühte Fachmann nur noch den Kopf schütteln kann.
Vierspaltige haushohe Ueberschrifte: „Der Mann mit dem Radiogehirn". Darunter, fast ebenso groß: „Er trägt einen Superphonavparat in sich und ist Empfänger und Wiedergabeapparat zugleich." Und dann die Meldung selbst:
„Polnische Aerzte find mit der Untersuchung des Ingenieurs Roman beschäftigt, der imstande ist, jeder Art Radioübertragung aufzunehmen, als wenn er eine vollkommene Apparatur zur Verfügung hätte. Bei Roman funktioniert der ganze Körper oder noch bester das Gehirn nicht anders als ein erstklassiger Radioempfänger. Ohne Hilfsmittel von außen hört er also mit seinem geheimnisvollen Gehirn jede Funksendung und da er musikalisch ist, kann er Melodien oder den Inhalt von Vorträgen nach dem Empfang wiedergeben." Das Radiogehirn Romans funktioniert automatisch, einmal als Empfänger und zweitens wie eine Schallplatte, die die empfangene Sendung wiedergeben kann."
In Deutschland würde man sich derartige Sensationsmeldungen" energisch verbitten. Aber Pankee und Babbit machen runde Augen und sagen (ohne zu misten, wo Polen eigentlich liegen könnte) erstaunt: „Nein, was es alles gibt auf dieser Welt."
Prinzessin Helene unterschrieb...
Aus Bukarest wird gemeldet: Der Vorhang über den letzten Akt der „rumänischen Tragikomödie" ist gefallen. Prinzessin Helene hat unterschrieben.
gehen habe, als er das Werk auf sich nahm; „Für mich selbst erwarte ich kerne andere Kühe mehr als die ewige Rutz" — das bat er als Abschiedsgruß seinen schwedrschen Ee- treuen hinterlassen; und dre. Tollkühnheit m der Schlacht, dre er zum Entsetzen ferner Umgebung immer wieder an den Tag legte, ist wohl die Folg« seiner Todesgewißheit. Ein Opfer aber, das mit solcher Bewußtheit und darum in täglicher Opferbereitschaft gebracht wird, ist ein doppeltes Opfer. Mit ihm ist dem Staatsmann Gustav Adolf geschenkt worden was wenigen zuteil wird, und diesen wenigen nur dann, wenn sie ihr Werk ganz aus dem Glauben heraus tun: daß ihr Werk sie verzehrt und zwar so vollständig und restlos, daß ihr Bild mit ihrem Werk zusammenfallt und, von allem Erdenreft geläutert, hell und klar in die Geschichte eingeht.
Das Werk des Staatsmannes bleibt wie alles Menschenwerk Stückwerk. Der Lutheraner Gustav Adolf, der den Tod auf sich zukommen sah hat dies Stückwerk fröhlich und ohne Resignation bejaht, weil er aus dem Glauben heraus sein Werk tat Er ist lutherischer Staatsmann, nicht weil er zufällig als Erbe eines lutherischen Königreiches geboren ist, sondern weil er mit innerstem Herzen einer Kirche angehört, die das Amt und damit auch das Amt der Obrigkeit in Gottes Auftrag als Gottes Ordnung fuhren lehrt, und die den Glauben treibt, der in der Liebe tätig ist.
Wir wollen das Bild des Staatsmanns Gustav Adolf nicht an uns voruberzrehen lasten, ohne uns zu fragen, obmniolches politisches Werken heut« noch möglich ZN. -l.aß wir « nötig hätten, ist uns keine Frage, da wir seit 20 Jahren unter der maßgeblichen Führung entweder von Dlmdenten oder von Katholiken stehen und auch die neuen politi- 5<6en Kräfte die sich in un eiern Volke regen, KentUch vbn dorth-r bestimmt sind Warum wir solche bewußt evangelische Führung in unsrem Volke nicht gehabt. haben darüber «r.rtt.in jeder mit sich in stiller Stunde zu Rate gehen.^Das evangelische Volk hat immer di- evangelischen Politiker die es verdient; und wenn es keine verdient ,o hat es, keine.
Aber als evangelische Christen wißen wir, dan auch für ein Volk kein Verdienst gift, jonbern nur Erbarmen; daß selbsterworbenes
4000 Bisamratten gefangen
Interessante Festellungen des Bisamrattenjägers.
In der Mitwitzer Gegend hat sich vor etwa sechs Jahren die Bisamratte eingeschlichen und sich nach und nach in allen Teichen der Mitwitzer Schloßherrschaft
schweben besaß, und das während des ganzen deutschen Feldzuges neidisch und grollend dem schwedischen Heere im Rücken lag. Jene Verteidigungsabsicht gegen Oesterreich und Polen war ohne weiteres vorhanden; st- ergab sich für den König aus seiner gottgegebenen landesväterlichen Amtspflicht von felbsi, und sie deckte sich — das ist das Ent'cheidende, für - bas wir Verständnis haben müsten — mit seiner ihm von Gott gegebenen Aufgabe, bie Freiheit des Evangeliums tn Deutschland zu schützen. In der Verteidigung gegen die siegreiche Ggenreformation wird er zum führenden Staatsmann des Luthertums, die Verteidigung Schwedens ist ihm nur eine Teilauf- gabe. So besagt es sein schöner Ausspruch, der auch in der Lützener Eedächtinskapelle zu lesen ist: „Die Freiheit Schwedens und die Kirche Gottes, die darauf beruht, sind wohl wert, daß man für sie jedweden Kummer, fa selbst den Tod erleide." Auch int fremden Lande führt er bie Verteidigung der schwedi
schen Heimat; „und wenn wir alle in Deutschland fallen sollten, würden bann doch die Schweden in Schweden sicher sein." Die e innere Verwurzelung im Heimatboden, von dem er sich doch mit seiner Landung tn Deutschland auf immer getrennt hatte gurt seinen politischen Plänen die Ernsthaftigkeit und bewahrt ihn trotz seiner märchenhaften Erfolg« vbr der abenteuerlichen Projekte- macherei, der sein großer Gegenspieler Wallenstein schließlich zum Opfer gefallen ist.. Daß er die Heimat aber in der Fremde verteidigt, dazu treibt ihn die innere Verbundenheit mit den Elaubensverwandten in Deutschland: „Wir können es sonst vor Gott und der Welt niemals verantworten, wenn um fie verlassen."
So verschlingen sich, wie in der Herrscherpersönlichkeit Gustav Adolfs überhaupt, o auch in den Motiven seines deutschen Feldzuges, volkstümliche Eigenständigkeit und aift das göttliche Glaubens- und Liebesgebot sich gründendes Pflichtbewußtsein zu einer unauflöslichen Einheit, Und dieses Ineinander von Volksverbundenheit und Eottverbundenheit ist echt lutherisch. Das Luthertum ist niemals Polksfache gewesen, es hat auch niemals Bolksfache als Gottessache angesehen; aber es hat immer gelehrt und durch di« Tat bewiesen, daß in der Erfüllung der nächstliegenden, Idem Volke gewidmeten Pflichten zugleich Gottes Liebesgebot erfüllt werde und daß dadurch erst die Elaubensgemeinfckaft der Kirche zu einer wahren Opfergemein'chaft werde.
Es entspricht lutherischer Gesamthaltung, ein Werk, auch ein politisches, aus Glauben heraus anzufangen, d. h. nicht nach einem ins Einzelne durchgeführten Gesamtplan, sondern so, daß man sich aus der Verpflichtung des Glaubens und der Liebe heraus in einem Punkte ganz einsetzt, die Verwertung dieses Einsatzes und die Gestaltung des Werkes aber ben wirkenben Umstänben und. ber daran sichtbar werdenden ofsenbaren göttlichen Leitung überläßt. Solches Handeln ist das Gegenteil jedes politischen Opportunismus, aber auch jeder übernatürlichen Inspiration; es setzt vielmehr einen ganz nüchternen und wahren Wirklichkeitssinn voraus. Dergestalt ist das Wirken Gustav Adolfs als Staatsmann und
festgesetzt. Der Schaden, den fie an den Dämmen anrichteten, war beträchtlich. Erst im vorigen Jahr kostete eine durch dte Wühler notwendig gewordene Dammreparatur 300 Mark. Dem Fischer Eduard Schmidt ist es nach vierjährigem Kampf gelungen, die Teiche von dem gefährlichen Tier so ziemlich zu säubern. Er hat in diesen vier Jahren ungefähr 4000 Bisamratten zur Strecke gebracht. Bei jedem Tier hat er den Mageninhalt untersucht, aber nie etwas anderes als Pflanzenüberreste gefunden. Er erklärt aber, daß er in dem strengen Winter vor einigen Jahren auch die Feststellung gemacht hat, daß die Bisamratte in einer Winterung von 200 eingesetzten Forellen nur zwei übrig gelassen hat. Damals freilich war die Bisamratte in Not, da sie infolge des tiefen Frostes nicht an ihre übliche Wurzelnahrung gelangen konnte. In zwei Fällen hat er auch Wasserburgen in Teichen gefunden, die ähnlich angelegt waren, wie bei dem Biber. Sie hatten einen Durchmesser von :twa 2 Metern.
Eine zweite Orgel in der Leipziger Thomaskirche.
Die Leipziger Thomaskirche, weltbekannt durch die Motetten des Thomanerchors und das Wirken Johann Sebastian Bachs, hat dank der Großzügigkeit ihres Organisten Günther Ramin und des Lübecker Orgelbaumeisters Kampper eine neue zweite Orgel erhalten, die in einer der nächsten kirchenmusikalischen Veranstaltungen zum ersten Mal erklingen soll. Es handelt sich um ein Instrument von nur sieben Stimmen, dessen Klang die Thomaskirche jedoch ganz füllt. Ramins Absichten bei diesem Orgelbau ber* ken sich mit bett Bestrebungen ber neuen Orgelbewegung, bie ben alten Instrumenten aus der großen Zeit des Orgelbaus vor Bach erhöhte Aufmerksamkeit widmet. Der zweiten Orgel der Thomaskirche ist ein sogenannter „Tremolant" beigesellt, der ein gefühlvolles Beben der Einzelstimmen gestattet. Der künstlerische Wert des Instruments, das auf die große Orgel genau abgestimmt ist, wird sich insbesondere beim Konzertieren erweisen. Inter- esiant ist, daß die Leipziger Thomaskirche schon zu Vachs Zeiten einmal über zwei Orgeln verfügt hat. Das von Bach bevor- • zugte Instrument fiel später einer Renovierung der Kirche zum Opfer.
SoKschulnachrtchten
x Wie wir hören, hat Professor Dr. Leo Raape m Hamburg ben Rm an > ibie Universität (Böttingen als Nachfolger bes verstorbenen Prof. H. Rühl auf den Lehrstuhl des bürgerlichen Rechts ab« gelehnt.
X Der emerit. außerordentliche Professor für Chemie an der Leipziger llnwer- fität Dr. Anton Weddige ist gestorben.
x- Wie wir erfahren, hat Professor Dr. Josef Schüller an der Universität Köln den Ruf auf ben Lehrstuhl der Pharmaka- logie in Heidelberg als Nachfolger Heub- ners abgelehnt.
graphen zur Sßeqroetflung gebracht, weil sie ohne Vergewaltigung ihres Stoffes die Left- ideen feiner Kirchführung und Politik nicht klar erkennen konnten und ihn doch nicht der Sprunghaftigkeit zeihen wollten. Solche Erwägungen sind gänzlich verkehrt; sie verkennen, baß Gustav Adolf nicht vom Ziele aus handelte, bas vor ihm stand, sonbern geftie- ben von bem Befehlswort bes Gottes, der hinter ihm stand. Deshalb kann er die Vlane je nach ben Umständen wechseln; das gibt feinen militärischen Operationen die Leichftg- keit, die sich so vorteilhaft abhebt von der zaudernden Schwerfälligkeit seiner großen Gegner Tilly und Wallenstein; das gibt ihm in den schwierigsten Lagen die entschlugfahige Schlagfertigkeit, um deretwillen ihn kein geringerer als Napoleon I. zu den gemalten Feldherren aller Zeiten gerechnet hat. Und diese innere Beweglichkeit verleiht, dem sorgenbeladenen Staatsmann das Kindnch- Narve, das ihn zu einem Liebling von Mit- unb Nachwelt gemacht hat. Er hat in seinem Werke bewie'en, daß lutherische Glaubenskind- schaft und Glaubensfreudigkeit zu verantwortungsvollem und opferbereitem Dienst erst recht befähigen.
Gustav Adolf hat in feiner Politik, wenn man nur auf das Nächstliegende sieht, infolge seines frühen Todes Schiffbruch ^jiMn. Wenn auch das Uebergewicht der katholischen Waffen so wie im Jahre 1629 niemals wieder hergestellt worden ist, so war doch an einen Sieg ber Evangelischen ohne ihn nicht mehr zu denken; und die Freiheit für das Evangelium, die schließlich als Ergebnis des großen Krieges herauskam, galt doch nur den bestehenden Kirchen, schloß indeßen eine sieghafte Durchdringung Deutschlands mit evangelischem Geist und eine Auflockerung ber starren konfessionellen Fronten für immer aus. In einem höheren Sinne dagegen ist gerade sein früher Tod der Grund für den daueinden Erfolg 'eines Werkes gewesen. Er ist nicht als Märtyrer eines Glaubens gestorben wie Admiral Coligny in den Greueln der Bartholomäusnacht, sondern als schlichter Soldat, der in der Stunde der höchsten Gefahr den Einsatz des Lebens nicht nur von anderen fordert, sondern selber vollbringt. Gustav Adolf bat gewußt, daß er den Todesweg zu
«uflae Adels als lulterii»« Staatsmann
(Bon ber politischen Sendung bes Luthertums.l
Don Prioatdozent Pfarrer Lic. Maurer, Marburg-Michelbach.
Aber vielleicht hat man ihn damals und heute doch verkannt, vielleicht wendet er nur Politik aus dem Glauben vor, um desto ungestörter den Rausch der Macht und der allgemeinen Verehrung auszukosten? Dieser Vorwurf muß vor ber gradlinigen und lauteren (Einfalt Gustav Adolfs verstummen. Man kann freilich darauf Hinweisen, daß nach der Eroberung der deutschen Ostseelander durch Wallenstein und nach dem Bündnis des habsburgischen Kaisers mit Polen Schweden von Süden her schwer bedroht war, so daß der Krieg ein notwendiger poliftscher Verteidigungskrieg gewe'en sei; und man hat die Vermutung ausgesprochen, Gustav Adolf habe von Anfang an den Besitz der pommerschen Küste erstrebt, um seinerseits die unbestrittene Herrschaft über die Ostsee, auszuüben. Das ist nicht wahr; Eroberungsabfichten hätte ei viel leichter und nützlicher gegenüber Dänemark verwirklichen können, das damals Süd-