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Die Kommunen zur Erhöhung des Reichszuschusses
Wie das Nachrichtenbüro des VDZ. meldet, wird in maßgebenden lommnnalpolitischen Kreisen die von der Reichsregierung verfügte Erhöhung des Reichszuschusses für die Kommunen als eine Teillösung begrüßt. Zwar würden nun die Kommunen für die nächsten fünf Monate statt nach dem ursprünglichen Plan des Reiches 65 jetzt je 75 Millionen Rcichszuschuß pro Monat erhalten. Bei der großen Finanznot der Gemeinden sei diese Hilfe nicht zu unterschätzen, aber nicht ausreichend. Die Kommunen legten weiterhin Wert darauf, in der von ihnen vorgeschlagenen Weise in das Arbeitsbeschaffungsprogramm eingeschaltet zu werden. Sie erstrebten darüber weitere Verhandlungen mit dem Reichsfinanzministerium. Auch begrüßten die 'Kommunen den Plan, die Steigerung der 'Zahl der von ihnen zu betreuenden Wohlfahrts-Erwerbslosen bis auf weiteres dadurch unmöglich zu machen, daß die Frist für das 'Verbleiben der Erwerbslosen in der Krisen- .fürsorge verlängert wird.
Die Finanzierung der Mehrüberwcisung an die Kommunen und einer Verlängerung der Fristen in der Krisenfürsorge nimmt das Reich durch Verwendung von Ueberschüssen der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und .Arbeitslosen-Versicherung vor. Die Reichs- vnstalt hatte im abgelaufenen Haushalts- Halbjahr rund 45 Millionen Ueberschüsse der Reichsregienmg zur Verfügung stellen können und rechnet damit, daß im kommenden Halbjahr sogar noch ein sehr beträchtlich höherer Betrag als Ueberschuß herauskommt. Die- -ser verhältnismäßig günstige finanzielle Abschluß der Reichsanstalt ist nicht nur auf die Kürzungen in der Erwerbslosenfürsorge und auf die Einführung der strengen Bedürftig- keitsprüfung zurückzuführen, sondern auch dar- aüf, daß der Reichsanstakt jetzt auch die Mittel aus der Arbeitslosenhilfe zufließen. Der normale Beitragseingang der Anstalt hält ifidj dagegen in einem mäßigen Umfang wegen [les gelingen Beschäftigungsgrades.
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Deutsches Reich
Chemische Industrie zur Handelspolitik.
SerIin, 4. Nov. Auf der heute hier abgehaltenen Mitgliederversammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands wurde aufgrund von demnächst im Druck erscheinenden Ausführungen des Geheimrats Bosch über die handelspolitischen Notwendigkeiten übereinstimmend festgestellt, daß die angekündigten Kontingentsmaßnahmen allergrößte Besorgnis Hervorrufen müßten. Die Rückwirkung der Repressalien der von den geplanten Kontingenten getroffenen Länder hätten jetzt schon zu einer empfindlichen Schädigung des über 1 Milliarde betragenden chemischen Er- portvolumens geführt. Die chemische Industrie sei der Auffassung, daß der deutschen Landwirtschaft im nationalen Interesse unbedingt geholfen werben und ihr der Weg zur Sanie- .nmg ihrer Verhältnisse vor allem durch innerorganisatorische Maßnahmen geebnet werden müsse: sie sehe aber in den angekündigten Kontingentsmaßnahmen diese Hilfe nicht. Der Erlös für die landwirtschaftlichen Produkte hänge wesentlich von dem Ausmaß der inländischen Kaufkraft ab, die Kaufkraft der industriellen Bevölkerung, des größten Abnehmers der Landwirtschaft, werde aber durch die Repressalien des Auslands entscheidend gefährdet.
Der Präsident der Braunschweigischen Ber- ficherungsanstalt seines Amtes enthoben.
ft. Braunschweig, 8 Nov. Der Präsident der Versicherungsanstalt Braunschweig, Erotewohl, ist vom braunschweigischen Minister des Innern vorläufig seines Amtes enthoben worden. Gleichzeitig wird ein Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Dienstentlassung gegen ihn eingeleitet. Die Maßnahme wird begründet mit Unregelmäßigkeiten in der Dienstführung. Es handelt sich um di« Hergabe von Leihgeldern an die Freie Turnerschaft zum Bau eines Stadions -und um die Angelegenheit eines Eemeindevertreters wegen Veruntreuung von Jnvaltdengeldern. Präsident Erotewohl war im letzten Reichstag sozialdemokratischer Abgeordneter.
Der Streit um Scann« Amtsräume.
Serlin, 4. Nov. Zu den Ausführungen des Mmisterpräsidenten Braun über die Frage der Amtsräume wird von feiten der kommissarischen preußischen Regierung folgendes erklärt:
Das Haus W ilh elm st raße 64 kPreu- ßi'ches Staatsmmisterium) soll nach den gestrigen Erklärungen des Minffterpräsiden- ten Braun dessen Dienstwohnung enthalten. Hierzu ist -festzustellen, daß auf Wunsch des Ministerpräsidenten Braun die Räume im Hause Wilhelmstraße 64 rm Preußischen Haushalt als Arntsräurne aufgeführt werden und nicht mehr als Dienstwohnung, und daß das Geld für die seinerzeitige Dienstwohnung dem Ministerpräsidenten Braun für dessen Privatwohnung zur Verfügung gestellt worden fit.
Direktor Dr. Herzog tödlich oerilnglückt.
Hannover, 4. Nov. Der Sohn des Braumeisters der Stadtbrauerei in Göppingen, Emil Herzog, der 28jährige Dr. Berthold Herzog, hatte mit seiner jungen Frau auf der Hochzeitsreise in Italien einen schweren Krast- wagenunfall. Der Wagen fuhr in voller Fahrt gegen eine geschloffene Bahnschranke. Dr. Herzog kam so schwer zu Schaden, daß er nach kurzer Zeit starb. Seine Gattin kam ohne Verletzungen davon. Dr. Herzog war Direktor des Verbandes der Norddeutschen Brauereiindu- ■ striellen in Berlin.
«Äderhemae Zetttmg. Marvnrg «. L. Semnaibenb, bett 5. November 1932
Str. 261
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Berkin, Braun stellt
Vorläufige Antwort des Reichspräsidenten.
Berlin, 4. Nov. Wie das Nachrichtenbüro des Vdz. meldet,- ist der vom Ministerpräsidenten Braun in der gestrigen Pressekonferenz angekündigte Brief noch gestern abend im Büro des Reichspräsidenten ern- gcgangen. Der Reichspräsident hat dem preußichen Ministerpräsidenten eine vorläufige Antwort erteilt, die die persönliche Unterschrift des Reichspräsidenten trägt, den Empfang des Briefes des Mi-nisterpräsiden- ten bestätigt und hinzufügt, daß das Schreiben Brauns zur Prüfung cm den Reichskanzler weitergeleitet worden fei. Der Wortlaut des Schreibens dürste erst später veröffentlicht werden.
anzeiger" berichtet, hat sich der in Duisburg wegen Raubverdachts feftgenommene 21jähr. Kaufmann Elberth, dessen Verhaftung unter sehr verdächtigen Umständen bereits zemeldet wurde und von verschiedenen Seiten. in Zusammenhang mit dem Kölner Doppelraubmord gebracht wird, tatsächlich vorübergehend in Köln aufgehalten. Da auch die Kleidung Elberths genau mit der Beschreibung des Mannes, der auf der Treppe des Mordhauses in Köln gesehen worden ist, über« einstimmt, verdichtet sich der Verdacht gegen ihn, bei dem Kölner Anschlag auch seine Hand im Spiel gehabt zu haben.
Herrn Reichspräsidenten mit der Begründung zur Versügung, daß über dieses Schreiben ht der Oefsentlichkeit unrichtige Darstellungen verbreitet worden seien.
Das Schreiben geht davon aus, daß die preußische Staatsregierung übereinstimmend der Austassung sei, das Reich habe seine Pflicht, die Entscheidung des Staatsgerichtshofes vom 25. Oktober d. 3s. durchzuführen, bisher nicht erfüllt.
Aus der Staatsgerichtshofentscheidung folgest das Schreiben, daß die Staatsminister zwar dulden müssen, daß Zuständigkeiten des Landes in weitem Umfange vorübergehend auf das Reich übertragen werden, daß sie aber Anspruch darauf haben, daß sie in ihr Amt als Staatsminister und als Landesregierung ohnejedenVorbehaltwi«- ber eingesetzt werden. Das sei aber bisher nicht geschehen.
„In erster Linie habe ich namens der Staatsregierung — so schreibt Ministerpräsident Braun roetter — den Wunsch ausgesprochen, daß nunmehr die Verordnung vom 20. Juki aufgehoben und von allen Son- dermaßnahmen ht Preußen abgesehen wird. Wenn Sie, Herr Reichspräsident, es nicht für möglich gehalten haben, diesem Wunsche zu entsprechen, so bedauert dies die Staatsregierung aufrichtig, fügt sich aber selbstverständlich denjenigen Anordnungen, zu denen Sie nach der Vestassumg und der Auslegung der Verfassung durch die Entscheidung des Staatsgerichtshofes befugt sind."
Um so mehr aber wäre es unter diesen Umständen Pflicht der Reichskornmissare gewesen, der vestassungsmäßigen Landesregie-
sidenten der Abrüstungskonferenz überreichen.
Frankreichs „Konstrwftiver Plan".
Genua, 4. Nov. Aus not
Doppel-Raubmord in Dortmund.
ff. Dortmund, 5. Nov. Al, der FSrder- maschinist Schmidt gestern abend von seiner Arbeitsstätte nach Hanse zurückkehrte, fand er in seiner Wohnung seine Frau nutz die Hausangestellte Thieme mit Schußuer- letzungen tot auf. Die Mordkommission stellte Raubmord fest. De« Tätern sind 300 Ji in die Hände gefallen. Zwei Knechte wurden unter dem Verdacht der Täterschaft seftgenommeu.
Die Duisburger Verhaftung.
Köln, 5. Nov. Wie der „Kölner Stadi-
rung mit bet erforderlichen sachlichen und for- mellen Achtung ihrer Rechte zu begegnen. Der Verkehr der Minister mit ihren eigenen Beamten, letbft derjenigen mit den stellvertretenden Bevollmächtigten zum Reichstag sowie chre Arbeit mit amtlichen Asten werde von den Kommissaren kontrolliest und überwacht und äußerlich so schwierig gestaltet, daß er geradezu scheitern müsse.
Zum Schluß wird der Reichsprässi>ent gebeten, „die loyale Durchführung der Ent- Icheidung des .Staatsgerichtshofes zu veranlassen und die wenig ritterliche Ast und Weise, m der Kommissare des Reiches die Mitglieder der rechtmäßigen Landesregie- HV-ng Preußens behandeln, abzustellen."
Am Ende heißt es wörtlich: „Wir bitten Sie, Herr Reichspräsident, durch ihre Anweisung es dem Lande Preußen und dem Reiche zu ersparen, daß nochmals derStaats- gerichtshof angerufen werden m u tz."
Eens, 4. Nov. Vor dem Büro der Abrüstungskonferenz sprach heute vormittag der französische Kriegsminister Paul- Boncour über den
französischen Sicherheits- und Ab- rüstnngsplan.
Er umriß den Plan in großen Linien. Seine Ausführungen gingen über die Andeutungen Herriots in der französischen Kammer inhaltlich kaum hinaus. Er erklärte selbst, daß ein endgültiges Urteil über den Plan erst möglich sei, wenn er schriftlich dem Büro eingereicht sein werde. Zu Beginn seiner Ausführungen wies der französische Delegierte auf die Krise hin, in der sich die Abrüstungskonferenz befinde. Es gelte jetzt, ihren Zusammenbruch zu vermeiden. Deshalb habe sich Frankreich entschlosien, einen Weg zu zeigen. Paul-Boncour entwickelte zunächst die verschiedenen Sicherheitsgaranften, die der Plan vorsteht.
Die bisherigen Dersache, Dergleichs- maßstäbe für die Truppenmacht der einzelnen Länder zu schaffen, sind auf außerordentlich, zunächst unüberwindbare Schwierigkeiten gestoßen. Jedoch muß diese Vereinheitlichung des Heeres von dem Gedanken ausgehen, daß jede militärische Macht relativ ist und daher auch die Herabsetzung nur relativ sein kann.
Eine scharfe Unterscheidung muß auch zwischen dem Heer und den „Polizeitruppen- gefunden «erden. Das bewegliche Kriegsmaterial muß im wesentlichen der internationalen Streitmacht zur Verfügung gestellt werden, die zur Abwehr des ersten Angriffsvorstoßes eingesetzt werden soll. Die Frage der künftigen Form der Heere ist für die mitteleuropäischen Mächte von entscheidender Bedeutung.
Die Berufsheere bilde« infolge ihrer langjährigen Ausbildung und Durch- organifierung eine Angriffswaffe von entscheidender Bedeutung, die den Heeren der anderen Mächte überlegen ist. Die Vereinheitlichung der Heere gleichzeitig mit der Einschränkung der bisherigen Mobilisierung des ganzen Volkes im Angriffsfalle anstelle der Berufsheere und die internationale Streitmacht des Völkerbundes bilden die entscheidende bisher noch nicht geschaffene Bürgschaft für den Frieden. Die Ueberlegenheit der Bevölkerungsziffern darf in Zukunft nicht mehr zu einer größeren Rekrutenaushebung führen.
Auf de« Gebiete des Luftfahrtwesens muß eine internationale Luftstreitmacht dem Völkerbünde zur Verfügung gestellt werden, um ein sofortiges Einschreiten des Völkerbundes gegen den angreifenden Staat zu ermöglichen.
Die französische Regierung wird ihren Plan bereits in der nächsten Zeit dem Prä-
Frankreichs Abrüstungsplan
Warum die Reichswehr abgeschafft werden soll
Die Gustav Adolf-Feier
Line Botschaft des deutsch«! Kirchcmbundes an Schwede«.
Stockholkn, 4. Nov. König Gustav von Schweden empfing gm Freitag im Schloß zu Stockholm den Berliner Theologie- Profeffor, Geheimrat Dr. Dr. Deiß- mann, $ur Entgegennahme der Botfchaft des deutschen Evangelischen Kirchenbundes Mm 300. Todestag Gustav Adolfs (6. November) an die Kirche Schwedens. Die Botschaft, die von Dr. Deißmann verlesen wurde, bringt bett Dattkesgruß uttb Segenswunsch bes beut scheu Protestantismus an bie schwedischen Glaubensgenossen dar. In einer Zeit, die an innerer Schwere den Drangsalen des ZOjähri- gen Krieges nichts na<bgebe, bezeuge der deutsche evangelische Kirchenbund der Kirche Schwedens die Gemeinschaft des Glaubens, die Gustav Adolf in die Tat umgesetzt und mit seinem Blute besiegelt habe. 3n seiner Antwort an Dr. Deißmann sprach der König seinen herzlichen Dank aus für die großartige Teilnahme Deutschlands an der schwedischen Feier. Die Großtat des unsterblichen Hel- denkönigs habe in gleicher Weife den evange- lifchen Kirchen in Schweden und Deutschland Segen gebracht. Mögen die beiden Kirchen fortdauernd im Geiste Gustav Adolfs $ur Erfüllung ihrer christlichen Mission gemeinsam weiterwirken.
Zahlreiche schwedische Gelehrte sind ju Ehrendoktoren deut scher Universitäten promoviert worden.
Das Schreiben Brauns
An den Reichskanzler weitergeleitet
----- — .. unbekannter Ursache brach heute nacht im Flughafen bei mittelmeerländifchen Fluggesellschaft am Lido von Venedig ein Feuer aus, bas einen Schuppen vollständig vernichtete, in dem sich fünf einmotorige Junkersapparate zur Reparatur befanden. Ein anderer Schuppen, der als Reparaturwerkstatt für Motore dient, wurde schwer beschädigt.
4. Nov. Ministerpräs-ident sein gestriges Schreiben an den
Großer Schmuggeltransport abgefangen.
Du i s6 ur g, 5. Nov. Zwei Beamte der Düsseldorfer Zollfahndungsstelle brachten am Donnerstag einen verdächtigen holländischen Lastkraftwagen nach Beschießen zum Halten. Dem Führer des Wagens gelang es, zu entkommen. Auf dem Wagen befanden sich 22 Zentner Tabak und 65 000 Zigaretten.
Bon einer Löwin angefallen.
Vermischtes vom Tage
Rußlandreise deutscher Kommunisten verhindert.
Berlin, 4. Nov. Wie aus Tilsit berichtet wird, wurden am Freitagmorgen aus dem Zuge nach Moskau 16 reichsdeutsche Arbertervertreter, die sich aus der Reife nach Moskau befanden, festgenom- men und auf das Tilsiter Polizeipräsidium gebracht. Dort wurde ihnen mitgeteilt, daß auf Anweisung von Berlin ihre Ausreise aus Deutschland verhindert wetden müsse. Sämtlichen Vertretern, die angeblich zu einer ©tubienreife nach Sowjetrußland eingeladen waren, wurden daraufhin die Pässe abgenommen.
Ausland
Eftre Anfrage MBer den ehemaligen deutschen Kaiser in der Kammer.
Haag, 4. Nov. 3n bet Zweien Kammer wurde kürzlich eine Anftage an bie Regierung gerichtet, ob Prefferneldungen, wonach bet ehemalige beutsche Kaiser in letzter Zeit eine bemerkenswerte Aktivität entfalte, den Tatsachen entsprächen,!. Hierauf hat die Regierung jetzt geantwortet, baß bet ehemalige deutsche Kaiser, soweit der Regierung bekannt sei, sich in Uebeieinftimmung mit seinem f. Z. gegebenen Versprechen aller Handlungen politischen Charakers enthalte.
Fünf italienische Flugzeuge verbrannt.
Die Rebe Paul Boncours im Präsi- bium ber Abrüstungskonferenz in Genf, bie er am Freitag hielt, hat sofort ein nachhaltiges Echo in ben maßgebenden politischen unb Regierungskreisen Deutschlands gefunden. Es sind zwar auch jetzt nicht besondere Einzelheiten mitgeteilt roorben, weil diese erst noch u apsgearbeitet werden. Aber schon das, was I Ql man zu hören bekam, läßt deutlich darauf I te schließen, daß die französische Regierung nach wie vor nicht gewillt ist, in dem einzig möglichen Sinne die Frage der deutschen Gleichberechtigung zu behandeln und zu lösen. Paul Boncour prägte einige, zu gefährlichen Täuschungen Anlaß gebende Wendungen, die sicherlich auf die anderen europäischen Großmächte und vor allem auf die Vasallenstaaten Frankreichs einen bestimmten Eindruck machen I 9% 'Xahre ffiefänanis an«,»
werben. Was er aber über die herabgesetzten Jahre Eefangn.s und eine Million Mark ständigen Streitkräfte als Völkerbundsarmee, I Geldstrafe für Szymanski.
was er über die gegenseitige Hilfeleistung im I Wuppertal, 5. Nov. In den späten Konfliktsfalle, über die Verwendung des I Abendstunden des Freitag wurde in dem schweren Heeresmateriaks sagte, zeigt uns, nach Schmuggelprozeß Szymanski von der Ero- ber Ansicht maßgebender politischer Kreise. I pen Strafkammer das Urteil gefällt. Szyman- daß Frankreich bestrebt bleibt, unter keinen sii erhielt 2% Jahre Gefängnis und 1 Mil- Umständen bie schweren 'Angriffswaffen ab- I lion Mark Geldstrafe, ersatzweise ein weiteres zuschaffen, sie aber auch nicht Deutschland zu- I 2°hr Gefängnis, Sahin 8 Monate Gefäng- zubilligen. Des wetteren soll zwar die Reichs- I vis und 14 000 Geldstrafe und Wülfing wehr verschwinden, aber das dafür zugestan- I 1 Wochen Gefängnis und 7000 M Geldstrafe, bene beutsche Dolksheer soll in seiner Stärke Das Verfahren gegen Ohlig wurde abgc- weit unter dem französischen stehen. Be- I £.ennt, weil er gegenwärtig eine Strafe ver- fonbers bezeichnend ist schließlich bie Tatsache, | "u6£ unb versehentlich nicht geladen wurde, daß bei dem geplanten internationalen System die Flottenfrage gänzlich außer Betracht bleibt.
Braunschweig, 3. Nov. Im Löwenzwinger bes Städtischen Schlacht- und Viehhofes, in dem die Stadt Braunschweig zwei Löwen, die Wappentiere Braunschweigs, hält, ereignete sich heute nachmittag ein bedauerlicher Unfall. Der Betteuer der Tiere, der Direktor des Schlacht- und Viehhofes, Stadtveterinärarzt. Dr. Kramer, wurde plötzlich von einer sonst durchaus friedlichen Löwin angefallen und durch Prankenhiebe und Biffe schwer verletzt. Durch das entschloffen«. Dazwischentreten eines Heizers wurde das Tier veramaßt von feinem Opfer abzulassen, so daß Dr. Kramer aus dem Zwinger flüchten konnte.
Mißglückter Failschirmabspnmg vom Berliner Funttvrm.
Berkin, 4. Nov. Ern Erfinder namens Wahrburg aus Hannover sprang heute mittag von der höchsten Plattform bes Funkturms mit einem selbstgebauten Fallschirm ab. Der Fallschirm riß schon kurz nwh bent Absprung. Wahrburg würbe mit schweren Verletzungen ms Krankenhaus gebracht.
Lloyddampfer rettet 24 japanische Schiffbrüchige. k
Bremen, 4. Nov. Der ie der Hong- Kong-Neuguinea-Fahrl beschaff H Lauipfer „Friüerun^ des Norddeutschen rettete
in ostasiatischen Gewässern 2-, .panische Schiffbrüchige und landete sie in Manila.