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Oberveffffche Jeittmg, Marburg e. L. Mittwoch, t*n L November 1932
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Marburger Aabtzettung
Deutscher Nein
Im Hotel Freidhof fand gestern abertb die Einführung der Weinwerbestube der deutschen Winzergenoffenfchasten statt. Herr Diplvmlandwirt Haack begrüßte die erschienenen Gäste und sprach über die allgemeine Lage der Winzer und den Versuch, den deutschen Wein wieder populärer Au machen, dem die Weinwerbestuben dienen sollen. 360 Winzergenossenschasten sind in einer Organisation vertreten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den deutschen Wein naturrein und Preiswert dem Publikum zu bieten. Mosel und Rheingau, Rheinhessen und die Malz, Vaden und Württemberg sind in ihr vertreten. In allen Gegenden Deutschlands werden Werbestuben eingerichtet, wo jeder einzelne Wein in seiner Besonderheit dem Publikum praktisch demonstriert wird. Es handelt sich dämm, den Wein in seiner Eigenart zu zeigen, nicht nach Namen und Etikette, wie früher üblich. Deshalb wird auch der Pokalausschank gepflegt. Zudem ist dieser Ausschank billig und kann heute schon mit dem Vier konkurrieren. Man will nicht dem Handel Konkurrenz machen, sondem für den Wein werben, soweit er in Winzergenossenschaften gebaut wrd gepflegt wird. Das geschieht auch dadurch daß man den Wein möglichst billig und in bester Qualität an den Kunden bringt. Direktor Hennings von der Hessenland-Organifation in Kassel nahm im Verlaufe des Abends noch das Wort und erklärte, daß der Reichsverband der deutschen landwirtschastl. Genossenschaften (Raiffeisen), seitdem die Winzer- genossenschasten dem Verband angehvrten, auch an ihnen interessiert sei. Er gab ganz interessante Zahlen über den deutschen Wein. Die Jahresproduktion beträgt zwei Millionen Hektoliter. Auf den Kopf der Bevölkerung kommen jährlich 3,4 Liter Verbrauch, in Frankreich 147, Italien 98, Oesterreich 16. Der Bierverbrauch Deutschlands beträgt 90 Liter pro Kopf. In angeregter Stimmung wurden dann die einzelnen Weine in einer richtigen laufenden Weinprobe durchprobiert, wobei ein Herr Becker aus Frankfurt zu jedem Wein eine besondere Charakteristik gab, während Herr Diplomlandwirt Haak über die einzelnen Weinbaugebiete allerhand Wissenswertes noch mitzuteilen verstand. Hinzugefügt sei, daß für jede einzelne Weinart noch ein besonders künstlerisch entworfenes Glas gegeben wird und daß jeder Wein ganz genau bezeichnet ist nach Jahrgang, Kreszenz usw„ so daß die Karten beim Ausgeben des Weins regelmäßig geändert werden. Mit einem Wort: es ist für Bestimmtheit, Klarheit und Sicherheit im Weinverbrauch in den Werbestuben soviel wie möglich gesorgt.
Die Hessische Missionskonferenz
Einen zweiten Vortrag hielt Herr Professor Dr. Dipp cm gestrigen Abend über ärztliche Mission unter Vorzeigung von Lichtbildern im Landgrafenhaus. Man konnte die Anwesenden und vor allem die vielen Studenten beglückwünschen, daß sie dies schlichte und darum so packende Zeugnis eines Mannes hören dursten, der draußen in China und hier in der Heimat sein ganzes Leben für den Dienst an den hilflosen und darum so hilfsbedürftigen Farbigen eingesetzt hat, und deshalb ein hohes Lebensziel zeigen konnte. Der Vortragende berichtete nach einigen einleitenden Hinweisen, wie es bei einzelnen jungen Menschen zum Entschluß gekommen sei, Missionsarzt zu werden, über das Entstehen der ärztlichen Mission in Deutschland, über einzelne hervorragende Missionsärzte und Freunde der ärztlichen Mission wie Dr. Liebendörfer und Dr. L e ch l e r, u?7es daraufhin, daß es zur Zeit 38 deutsche evangelische Missionsärzte gebe, darunter 6 Aerztinnen, sprach über Albert Schweitzer und wie dbrch ihn die große Aufgabe der ärztlichen Mission in weiten Kreisen bekannt geworden sei, und ging dann auf die verhängnisvollen falschen Vorstellungen des Orientalen bezüglich dessen, was menschlicher Gesundheit schädlich oder nützlich fei, ein. Er veranschaulichte dann durch Lichtbilder zuerst den Aberglauben der Farbigen, was Krankenbehandlung be- I
treffe, gab eine Anzahl von Krankenbildern, machte ebenso bekannt mit Krankheitserregern wie Sandfloh, Elossinen, Pest- und Cholera- Bazillen und Trypanosomen, sowie den Verwüstungen, die sie im menschlichen Organismus anrichten, leitete darauf über zu den großen Entdeckern der Krankheitserreger und erzählte von ihnen im Anschluß an die Lichtbilder. die sie darstellten. Weiter wurde nod) eine Reihe von Bildern gezeigt, die hervorragende missionsärztliche Institute, Hospitäler und andere Stätten der Krankenbehandlung uns vor Augen führten. Den Schluß bildete ein kraftvoller, warmherziger Appell an die Studenten, diesem großen Hilfsdienst an der leidenden Völkerwelt außerhalb des Abendlandes ihre Aufmerksamkeit und tatkräftige Teilnahme zu zuwenden, sich deshalb mittelst der in der Vorhalle ausliegenden Schriften mit ihm bekannt zu machen und auch andere dafür zu werben. Wer als Christ sein Leben für dielen Dienst einsehe, werde ein in Wahrheit glücklicher Mensch, wie immer sein Leben äußerlich sich gestalten möge. Es herrschte beim Auseinandergehen der Versammlung wohl bei allen Teilnehmern ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für das "Gebotene. Möchte diese Dankbarkeit sich in Betätigung auswjrken. Das wäre der rd>ö n ft e Lohn für solch mühevollen Vortragsdienst. 3.
Subertuktas
Der Tag der Schutzheiligen der Jägerei, der 3. November, wird von dieser noch immer festlich begangen, wenn auch nicht mit solchem Pomp wie in vergangenen Zeiten, wo man, hoch zu Rotz, mit der Hundemeute hinauszog zur Hubertusjagd, um auf Hirsch, Huchs oder Hasen zu jagen. Vorher fand ein feierlicher Feldgottes- dienst statt, bei dem das Feld der Parforcejagd eingesegnet wurde. Heute sind die Parforcejagden, wo sie noch geritten werden, reine Schaustücke restlicher Betätigung geworden, die meist mit eigentlicher Jagd nichts mehr zu tun haben. Aber der zünftige Weidmann lätzt es sich doch nicht nehmen, hinauszuziehen in die Eeselsschast froher Weidgenossen, um seine Hubertusjagd abzuhalten. Denn: am 3. November, trotz Wintersturm und Eis, mutz jeder ziehn zu Holze, der um das Weidwerk weiss. Und auch bei der Hafen- und Fasanenjagd verlebt man schöne Stunden bei der Kesseljagd am Schlüsse und feiert den Jagdkönig des Hubertustages. St. Hubertus ist und bleibt einmal der Schutzheilige der Jäger und niemand wird sich dem Zauber der Hubertuslegende entziehen können.
• Die Pfarrstelle zu Lohra, Kirchenkreis Marburg, ist infolge Versetzung ihres bisherigen Inhabers am 1. April d. 3s. zur Erledigung gekommen. Bewerbungsge- fuche sind an das Patronat der Stelle, z. Hd. Sr. Durchlaucht des Fürsten Reinhard zu Solms-Hohensolms-Lich in Lich bei Gießen zu richten und beim Landesffrchenamt bis zum 1. Dezember d. I. einzureichen.
General Fett 60 Jahre.
In Kassel vollendete der kn weiten Kreisen des Hessenlandes bekannte Generalleutnant a. D. Albert Fett das 60. Lebensjahr. Der Jubilar wurde als Sohn des Sanitätsrats Dr. Fett in Remerod (Kreis Weitersburg) geboren und besuchte später das Gymnasium Philippinum $u Marburg. In seiner wechselvollen militärischen Laufbahn war General Fett u. a. auch Kommandant des 1. Hessischen Grenadier-Bataillons 15 in Eietzen. Am 1. Februar 1924 wurde er zum Kommandeur des 15. I. R. und gleichzeitig zum Landeskommandant in Hessen ernannt. Im Februar 1929 trat Generalleutnant Fett, zuletzt Infanterie-Führer i in Süllen« stein, in den Ruhestand.
* Marburger HaUsfrauenver- ein. Zum bevorstehenden Dorttag des Pfhcho-Phhsiognomikers Richard Glaser, Frankfurt, Donnerstan, den 3. November, abends 8.30 Ahr im Freidhoffaal, veran- staltet vom Marburger Hausfrauenverein, wird uns von fachkundiger Seite geschrieben: Die Pshchophhsiognomik echebt den Anspruch, auf Grund seelischer Einfühlung die Zusammenhänge Wischen Schädelbau, insbesondere Gefichtszügen und seelisch- geistiger Wesensatt aufzudecken. Herr Glaser hat schon in Wei Zusammenkünften des Kreislehrervereins (1930 und 1932) Proben seiner bemerkenswerten Fähigkeiten gegeben, nachdem feine Darbietungen schon fest Jahren in zahlreichen Großstädten begeistette Aufnahme gefunden und zur Gründung von dauernden Stuüien- kreisen gefühtt haben. Daß die Catt Huberssche Gharakterkunde bisher noch we-
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Arbeitslager Neuhöfe, 1. 11. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon •-tropft der kalte Herbstregen unablässig auf den grohen Teich, den wir im Wiejen- Munde ausheben.
Als 'ich dem ersten meiner Arbeitsbrüder die Hand zur Begrützung reichte, lag der grüne Hessenwald noch in warmer Sonne und die letzten Garben harrten Loch der Einfuhr.
Die nasse Tonerde klebt zäh am Spate» und die Fütze finden keinen Halt, wenn wir uns an die Loren pressen, um -sie bergauf zu schieben. Der kleine temperamenttolle Vorarbeiter stemmt seine Schulter energisch gegen das Nietblech und izählt unermüdlich: „Eins, zwei, drei... »ins, zwei, drei". Der geruhsame Theolo- giestudent putzt die Regentropfen von seiner Brille und stochert sleihig die klebrige «Erde aus der umgekippten Lore; man Aeht, datz er solche Arbeit noch nicht getan.
sind noch mehr Studenten bei uns. Ein Naturwissenschaftler im ersten Semester, ein Philologe und einige Techniker. Aber Nicht nur Studenten find da. Der da seinen Hut tief über die Stirne gezogen hat, sist Maurer und der grosse Mensch mit dem bilden Gesicht hat Schreiner gelernt. Er Sft aber garnicht so wild, wie er aussieht. ■<sr sagt nicht: „Bitteschön", wenn beim uÄaffeetrinfen seine Tasse leer ist, er haut ihte Blechtasse einfach mit einem Knall auf den Tisch, dann weitz der neben ihm isitzende Akademiker, was er zu tun hat.
Krastausdrücke fallen allenthalben; wie das bei der schweren Arbeit unumgäng« Lch ist; aber keiner fühlt sich beleidigt. Es geht hart auf hart und am Ende lacht man. Der große Teich drunten in der Hßiefe hat schon viele Tagewerke verschluckt und viele Stiesel schmutzig gemacht. Ganz Allmählich sieht man, was es werden soll:
Ein arotzes Wasserreservoir für die trockenen Sommermonate. Von allen Seiten münden in den Teich die Ausläufer der Drainage- rohren und speien einen dünnen Wasserstrahl in das halbferttge Becken. Das Wasser kommt aus dem weitverzweigten Drainagenetz, das in die umliegenden Steifer versenkt ist. Drüben am Waldrand werden noch immer neue Röhren gelegt. Zahlreiche Gräben trennen die einzelnen Koppel voneinander, fast mathematisch. In diesen Gräben sammelt sich Tropfen um Tropfen zu einem schmutzigen Rinnsal.
Droben hn Hof ertönt plötzlich ein Horn- sigual. Die Mittagspause winkt.
Bald dröhnen schwere nasse Stiefel in den Tagesraum und jeder setzt sich vor den dampfenden Napf, den der Küchendienst hingestellt hat. Es gibt Sauerkraut mit Kartoffeln und fettes Fleisch.
Allen schmeckt es vorzüglich, während das Feuer im Ofen knistett, das die nassen Arbeitskittel ttocknen soll. Die Mahlzeit ist bald beendet und der Schreiner entzündet seine „Knasterkanone". Witze und abfällige Bemerkungen, die sich auf die Qualität des Tabaks beziehen, erhöhen ihm den Eenutz.
Rauchen ist hier bei uns zum Bedürfnis geworden. Richt so, daß Unmengen von Tabak konsumiert werden; jedoch raucht jeder gerne nach den Mahlzeiten eine Zigarette oder ein kurzes Pfeifchen.
Nach dreiviettelstündiger Siesta nimmt die Arbeit ihren Fottgang. Gegen fünf llhr bläst der Küchenchef wieder, zum Zeichen, daß das Tagewerk vollendet ist. Die Loren werden aus dem Geleise gehoben und die Geräte einer gründlichen Reinigung unterzogen.
Fast still liegen die großen Fachwerk- hauser während des Nachmittag und nur das Rundfunkkonzert im Tagesraum unterbricht die ländliche Stille. Man möchte fast garnicht glauben, dass Lier
dreißig junge Menschen Feierabend haben. Der eine liest ein Buch, der andere zieht sich einen schnurgraden Scheitel und wieder andere dreschen einen Skat mit allen Nuancen.
Zweimal in der Woche ist schon am frühen Mittag die Arbeit zu Ende und dann steigt ein Fußballspiel, an dem sich fast alle aktik oder bezw. als Gäste beteiligen. 3m nahen Steinbruch hört man die Kleinkaliberbüchsen knallen.
Um zehn Uhr des Abends ist der geselligen Unterhaltung ein Ziel gesetzt. „Auf gehts in die Feldbetten!" Jedes Bett hat ein oberes und ein unteres Stockwerk. Im oberen schlafen die „Schwindelfreien".
Wenn der Sttbenälteste am Morgen seine Donnerstimme erhebt, gibts kein Zögern mehr. Der versteht keinen Spatz und ist imstande, einem rücksichtslos die Decke vom Leibe zu ziehen.
So geht es Tag für Tag. Manchmal kommt Besuch, der dann alles genaustens beäugt und manchmal sogar hinunter an den Teich geht.
Sonnabends herrscht Bienenhausbetrieb. Die in der Nähe wohnenden gehen über Sonntag zu Muttern und die Uebrigen suchen die noch gangbarste Krawatte aus dem Spind, um in der Stadt einen guten Eindruck zu machen. Natürlich mutz jeder melden, wo er hingehen will, und wie lange er fernzubleiben gedenkt, damit der Lagerführer weiß, wo sich seine Burschen herumtteiben.
Das Leben im Lager ist schön und ich möchte nicht so schnell wieder fort. Zwar sind fünfzig Pfennige pro Tag nicht viel Geld, aber wir alle wissen es, der eine mehr, der andere weniger: Wir schaffen für unser Volk und lernen voneinander. Wir finden uns zu gemeinsamen Ziel und weben mit an dem Band, das uns Deutsche wieder fest zufammenschließen soll zur Arbett für eine bessere Zukunft.
Willi Schäfer.
nig Eingang in den Kreisen der „toiffen* fchastlichen" Psychologen gefunden hat, liegt sicherlich weniger daran, daß sie aus ßmenfreifen stammt, sondern in erster Linie daran, daß ihre Ausübung eine ausgesprochene Begabung zur Voraussetzung hat, die nur wemge in so hohem Maße ihr eigen nennen dürfen, wie sie Herrn Glaser verliehen zu sein scheint.
- Dr. M. H.
' Der Prüsidenldss Preußischen Landtages, Sans Kerrl, spricht am Donnerstag, dem 3. November, abends 8.30 Uhr, m den Stadtsälen in der letzten Wahlkundgebung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Das Thema des Vorttages lautet: „Für oder wider Papen? Clubr egierung oder Volksregierung?" Landiags- präfident Kerrl gehörte im früheren Landtag zu den ersten sechs preußischen Abgeordneten der Nationalsozialisten. Er ist dort neben dem Fraktionsführer Kube als einer der besten, sachlichsten und ruhigsten Redner bekannt geworden. Gerade jetzt nach dem Urteil des Staatsgerichtshofes dürften die Ausführungen des Landtagspräsidenten Kerrl besonderes Interesse Hervorrufen, da der Präsident des Landtages bet der Neubildung der Regierung entscheidend mitzuwirken hat. Die von gewisser Sette ausgestreuten Gerüchte, daß Landtagspräsident Kerrl zur Versamm- lung nicht kommen würde, entbehren jeglicher Begründung.
Tagesanzeiger.
Mittwoch, den 2. November. Vergnügimasanzeiser.
Kratzsche Bierstube, Marktgasfe: Ab 16.30 und 20.30 Ah: Künstlerkonzert der Kapelle Willh Otto.
Eafä Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Ahr: Konzert Hansi Nurtsch mit seinem Orchester.
Cafä Detter, Reitgasse: Ab 20 Ahr: Bobby Müller und seine Solisten.
Restaurant „Iägersruh", Kasernensttahe: Ab 20 Ahr: Konzert mit Tanzeinlagen.
Stadtteller: 20 Ahr: Oktoberfest.
Restaurant Daub, Frankfurter Str.: 20 Ahr:
Konzert mit Tanzeinlagen.
Capitol, Biegenstraße: 17 und 20.15 Ahr: „Quick".
Kamera, Kasernenstraße: 17 u. 20.15 XHjt: „Der träumende Mund".
Versammlungen, Vorträge, sportliche Veranstaltungen usw
Volkshochschule: 15.30 Uhr: Privatdozent Dr. Steinbach: Führung durch die Elisa- bethkirche.
Techniker-Verein Marburg: Monatsversammlung.
Stadtsäle: 20.15 Uhr: Kammermusik-Abend des Klingler-Quartetts.
Auswärtige Veranstaltungen. Wetter: 20 Uhr hn Bahnhofshotel: Oes- fentliche Wählerversammlung. Thema: „Mtt Hindenburg für ein freies Deutschland".
Wochenmarkt.
Batter Pfd. 1.10—1.20 Preißeibeeren „ —
Eier Stck. 12—14 Rote Rüben „ 10
Gr. Handkäse „ 15—20 Radieschen BdL 10
Handkäschen „ 5 Sellerie 10—15
Käsemarte Ptd. 25
Endivien Stck. 8—15
Kochkäse „ 50
Blumenkohl „
10-60
Kartoffeln Ztr. 2—2.50
Grüner Salat „
5—10
„ Pfd.3—4^
Oberkohlrabi,
5-8
Wirsing „ 10
Salatgurken „
5—30
Weißkohl „ 6-8
Meerettich
40-70
Karotten „ 10
Rettich Stck. 10—15
Rotkohl „ 8—10
Knoblauch „
5-10
Mohrrüben „ 10
Lauch „
10
Zwiebeln „. 12
Grüne Bohnen —
Aepfel Pfd.
10—30
Gänse Pfd.
70
Gelbe Bohnen —
Hähnchen „
90—100
Rosenkohl Pfd. 30
Hühner „
60-70
Spinat 10—20
Enten
93—100
Grünkohl 15—20
Tauben Stck. 40—50
Pilze „ 20-35
Reh Pfd.
50-80
Tomaten „ 35—50
Häsen
40—50
Birnen „ 10-30
Rhabarber „
—
Zwetschen „ 15-20
Heidelb. „
—
Weintrauben „ 25—40
Stachelbeer.,,
—
Pflaumen „ —
Brombeeren „ 20—25
Feldsalat
Kürbis 5—8
15-20
Schwarzw. , 25-30
Rebhühner
80—100
Statt. Bekanntmachung
Wegen Ausführung von Sttaßenbauarbel- ten werden bis auf weiteres folgende Straßen für allen Verkehr gesperrt:
1. Hindenburgstraße vom Hochwafserdamm bis Untere Sieche,
2. Kaffweg vom Eisenbahnübergang bis zum Weg nach Hansenhaus links.
Marburg, den 2. November 1932. (6091
Der Oberbürgermeister als Ortspofizcibehörd«.
3. V. V o ß.
Wt WjrtMaftsawldrmsrn
r. Kran kfurt, 2. Nov. Die Tendenz war im heutigen Vormiltagsverkehr als zurückhaltend zu bezeichnen. Man tarierte bas Kursniveau trotz der wieder schwachen Neu- yorker Börse unverändert. Die Spekulation verhielt sich weiter abwartend. Die einge- ttetene Befestigung des englischen Pfundes wirtte eher anregend._________________________
Gottesdienst.
Donnerstag, b en 3. November.
Haus Bethanien am Ortenberg. 20.3k Uhr: Gerneinde-Bibelstunde, Pft. Fliegen- schmidt.
Elisabethhaus. 20.15 Uhr: Bibel- stunde, Vrkar Fotten.
Selbständige eo.-luth. Gemeinde, Michaels-Kapelle. 20 Uhr: Gottesdienst, Sup. Martin.