Nr. 256
LportbeNage txt ,Ob«hesstsVe« Zeitung^
Blatt 2
Marburger Slbwimmvercin-ReiftersMten 1932
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Verlag Dr. T. Sitzeroth. Hauptschristleiter und verantwortlich für Po» IM und FeuMeton: Dr. Ernst Scheller; für Kommunalpolitik, Provinz und Lokal«: Lothar Schneider, sämtlich in Marburg.
1:14,8.
Schluß gab es noch ein Wasser- weiches die 1. Mannschaft mit 7:1 buchen konnte. Damit waren die
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Verernsmeister: von Schlippenbach, 43 Punkte.
2. Gesamtsieger: H. Heyer, 33 Punkte.
Titelverteidiger und Meisterin:
E. Fiedler, 54 Punkte.
2. Gesamtsiegerin: M. Kopp, 32 Punkte.
Einzels,«ge in Klassen:
Herrenbrust (100 Meter): 1. von Schlip- penbach, 2. R. Schüler, 3. H. Heyer, 4. E. Erebing.
Herrenrücken (100 Meter): 1. H. Heyer, 2. von Schlippenbach, 3. G. Grebing.
Herrenfreistil (100 Meter): 1. H. Laufe- scheer, 2. von Schlippenbach. 3. ®. Grebing, 4. H. Heyer.
Herrenjugend Kl. B.:
Brustschwimmen (100 Meter): 1. H. Perlstöcker, 2. B. Tönniges, 3. W. Braun, 4.
R. Opfer, 5. R. Kaphingst, 6. E. Hildebrandt, 7. K. Opfer, 8. E. Münscher.
Rücken (100 Meter): 1. K. Opfer, 2. E. Hildebrandt, 3. W. Braun, 4. R. Opfer, 5. H. Peilstöcker, 6. B. Tönniges.
Freistil (100 Meter): 1. E. Hildebrandt, 2. K. Opfer, 3. B. Tönniges, 4. R. Kaphingst, 5. R. Opfer, 6. H. Peilstöcker, 7. W. Braun.
Herrenjugend Kl. A.:
Brustschwimmen (100 Meter): 1. R. Fritzel, 2. W. Kurtz, 3. F. Maar, 4. W. Barth, 5. H. Zimmermann.
Rücken (100 Meter): 1. R. Fritzel.
Knaben Kl. B.:
Brustschwimmen (50 Meter): 1. H. Tön- nrges, 2. E. Fritzel, 3. B. Roth.
Rücken (50 Meter): 1. E. Fritzel, 2. H. Tönniges.
Führung lag, gelang es Marthel Kopp im Endspurt mit 1:44 vor Erna Fiedler mit 1:45,6 ins Ziel zu gehen.
Damit waren die Damenkämpfe beendet und die Herren traten zum Start an.
3m ersten Rennen zeigten die Knaben, datz auch sie ernste Kämpfer sind. Die Kl. A begann in 50 Meter Brust um den Sieg zu ringen. Erster wurde hier Heinz Löwer in 48 Sek. vor W. Vetter in 48,9 Sek. Diese Brustrennen der Knaben wurden mit einem sehr beachtlichen Durchschnitt von 58 Sek. geschwommen. Wiederum ein erfreuliches Zeichen für die gute Trainingsarbeit, die im MEV. geleistet wird. Dieselbe Knabenklasse zeigte, daß sie auch im Rückenschwimmen 50 Meter gut zu brauchen ist. Hierbei konnte ebenfalls wieder H. Löwer in 51 Sek. vor Wilhelm Mater in 1:02,1 den Sieg für sich entscheiden. Ebenso im 50 Meter Crawl in 39 Eek. vor Werner Ae in 41,8 Sek. Ein „Gut-Ratz" diesem kleinen Herrenmeister.
3n der Knabenklasse B 50 Meter Brust wurde Hellmut Tönniges in 48,6 Sek. vor Eberhard Fritzel in 48,9 Sek. Erster. Beim Rückenschwimmen 50 Meter, lauschten beide die Rollen. Fritzel wurde 1. in 47 Sek. und Tönniges 2. in 52,7 Sek. In 50 Meter Crawl wurden beide Sieger, es gab ein totes Rennen in 39 Eek.
3m Herren-Iugendbrustrennen der Kl. A über 100 Meter wurde Rolf 'Fritzel in 1:38,4 Erster. Zweiter Walter Kurtz in 1:40 Min.: Rolf Fritzel konnte ebenfalls noch einen ersten Sieg in 100 Meter Rücken in 1:40 für sich erringen.
3n der Herren-Iugendklasse B. Brustschwimmen über 100 Meter wurden die besten Zeiten des Tages geschwommen. Gelang es doch Hans Pe i l st ö ck e r in einem hervorragenden Rennen mit 1:28,5 seinen Rivalen Bodo Tönniges mit 1:29 zu bezwingen. Ein schöner Erfolg dies« Jugendschwimmer.
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Vielleicht hat der MSV. bald einmal Gelegenheit diese beiden Schwimmer im Kampf gegen den bisherigen Vereins-Westdeutschen und Lollandmeister Rido zu sehen. Das Rückenschwimmen derselben Klasse entschied Karlchen Opfer in 1:32 für sich. Erwin Hildebrandt wurde Zweiter in 1:41,8. Das Crawlschwimmen dagegen konnte Erwin Hildebrandt in 1:17,4 vor Karl Opfer in 1:19,8 an sich bringen.
Herrenbrustschwimmen 100 Meter wurde von o. Schlippenbach in 1:32 gewonnen. Zweiter wurde Richard Schüler in 1:34,5. Das Rückenschwimmen 100 Meter, war Hans Heyer in 1:27,6 nicht zu nehmen. Zweiter wurde v. Schlippenbach in 1:34,5. Beim 100 Meter Freistil für Herren gab es wieder recht spannende Kämpfe: Heinz Laub- ,ch eer konnte, trotzdem v. Schlippenbach bis kurz vor der 3. Wende in Führung lag dieses Rennen in der hervorragenden Zeit von 1:11,2 Mi», erringen: v. Schlippenbach
Kämpfe beendet und das Kampfgericht konnte zur Feststellung der Meister schreiten. Der MSV. hat wiederum gezeigt, datz er auch im verflossenen 3ahr recht beachtliche Fortschritte gemacht Hot, denn es konnten bedeutende Form- und Zeitoerbesserungen festgestellt werden. Vor allen Dingen bei der Jugend, die im MSV. eine gute Sport- und Pflegestätte hat.
Ein „Gut-Ratz" all denen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Die Verteilung der Diplome findet am 7. November für die Jugend abends 7 Uhr. für die Mitglieder ht der darauf folgenden Mo- natsversammlung statt, zu der die Eltern der Jugendlichen und Freunde des MSV. freundlichst eingeladen sind.
Der dänische Meeresforscher 3. Schmidt hat in langjähriger Arbeit sich dem Studium der Elasaale gewidmet, sie rückläufig verfolgt, da ja an einer Stelle schließlich die Aallaroen im frühesten Stadium angetroffen werden mußten, und das gelang ihm nach systematischen Beobachtungen im Atlantik. Man sand tatsächlich immer jüngere Larven, bis man in dem Eargassosee soeben dem El entschlüpfte Larven zu Gesicht bekam. Damit ist die Laichstelle des Aales mit Sicherheit festgestellt.
Wie sich aber der Zeugungsakt abspielt, weiß bis auf den heutigen Tag der Aal allein. Aus den Eiern gehen nun nicht sofort junge Aale hervor, sondern längliche, durchsichtige. wie Weidenblättchen aussehende Lebewesen. Da sie gleichsam verkleidet oder „perlartrt" erscheinen, bezeichnet man sie m diesem Zustande mit „Larven", Leptocepha- len, auch Glasaale genormt.
.Die Glasaale folgen in Schwärmen von vielen Milliarden dem Golfstrom, jener warmen Meeresströmung, die unweigerlich Le- bensbedingung für sie ist, bis sie nach zwei-, merst dreijähriger Wanderung die europäische Kühe erreicht haben. Aus dem Brackwas- ser der Flußmündungen dringen die wurmartigen Tierchen dann in unsere Flüsse und Bäche. Sie zwängen sich mit Erfolg auch der stärksten Strömung entgegen und überwinden die größten Hmdernisse. Mit ihrer fiebrigen Haut vermögen sie senkrechte, feuchte Holz- und Stein roänbe zu erklimmen, und mögen Tausende diesen Anstrengungen erliegen, bte nächsten Tausend erreichen glück- lich. chr Ziel. Von bei überraschenden Klet- terfähigkeit dieser 3ungaa$e kann man sich leicht an sonnigen Sommertagen durch auf- merkslame Beobachtung an Mühlenwehren überzeugen. Zu dicken Klumpen geballt, hän- gen ne oft an den Schaufeln der stM- stefeenden Mühlräder und an den Wehren. Zu vielen Hunderten faßen sie an diesen Orten leibet ben gefrä feigen Ratten zum Opfer. Zur Zeit bet Uebeischwem- mungen toäNen sie den bequemeren Weg durch Wiesen. Hier lauern weit zahlreichere Feinde auf sie. SofeoLd das Wasser gewichen ist, und noch Millionen 3ungaale die sumpfigen Wiesen bevölkern, fliegen Krähen und r-aben artig e Vögel in Scharen herbei und erbeuten bte jungen Tiere in groben Mengen.
Obschon es wissenschaftlich einwandfrei feststeht. daß der Aal Eier legt und nur im Meere laicht, begegnet man noch immer der Ansicht, daß er iebenbige Junge
gebiert. Der Bau seiner Geschlechtsorgane und vor allem die ungeheure Zahl der Eier verbieten die letztere Annahme durchaus. Der Laie freilich ist gar zu leicht geneigt, in einer so interessanten Frage seiner Phantasie die Zügel schießen zu lassen, und so kommt es, daß immer und immer wieder die kleinen Spulwürmer (Asraris labiata), von denen Aale ab und zu geplagt sind, für junge Aale gehalten werden, obwohl das Nichtvorhandenlein der Augen bei diesen Schmarotzern den aufmerksamen Beobachter eines besseren belehren sollte. Richt minder stark verbreitet ist die Annahme, daß der Aal nur ober hauptsächlich von faulem Fleisch lebe. Diese angebliche Vorliebe des Aales für Aas gehört ebenfalls in bas Reich b«r Fabel. Gewiß mag es Vorkommen, baß er sich in versenkten Kadavern oorfindet. Bei der Geschmeidigkeit ' und Schlüpfrigkeit seines Körpers bringt er mit Leichtigkeit und Vorliebe sowohl in den sandigen ober schlammigen Grund der Gewässer als auch tn die weichen Kadaver, jedoch nicht um diese selbst zu verzehren, sondern um dort der niederen Lebewesen, die hier ihren Lebensunterhalt finden, habhaft zu werden. Das weife auch jeder Fischer, sonst würde er sich ferne Angeln statt mit Würmern mit faulendem Fleisch beködern.
.Die Hauptfangmethode des Aales fußt auf den Wanderungen des Aales ins Meer. 3n den Mühlenwehren, wo der Aal gejroungen wird, dem eingeengten Wasser in seine bestimmten Abzugswege zu folgen, legt man Kisten mit durchlöchertem Boden an, aus denen die Fische nicht wieder heraus können, ober man fängt sie m großen Reusen, bie mit der Oeffnuna bem Strome entgegen gerichtet sind. Weltberühmt sinb die großartigen Anstalten zum Fang der Aale in d en Lagunen von Co - nrachio. Diese großen Brackwasserseen sind durch äußerst komplizierte Kanal- und Schien« ienanlagen mit dem Po und bem Abriatl- schen Meere in Verbindung gesetzt. 3m Frühjahr wandert die Aalbrut massenhaft in diese Lagunen ein, indem alsdann das Wasser des Po durch dieselben in das Meer abgeleitet wirb unb bie Fischchen bem Strome entgegenjtreben. 3m September öffnet man zum zweiten Mal bie Abzugskanäle des Po burch bie Lagunen ins Meer. Die reifen Aale, Blankaale, folgen dem Wasser unb werben habet in einem verwickelten System von feststehenben Reusen gefangen, alljährlich bis l'A Millionen Kilo.
Hoden mit Sicherheit nachzuwerfen. Es sind dies zwei schmale, weiße Stränge, an denen nach außen, zu beiden Seiten der Wirbelsäule, kleine, bogig abgerundete Läppchen sitzen. Auch äußerlich unterscheiden sich die Ge- Mechter. Während die männlichen Aale nur eine Länge von 40 bis 45 Zentimetern aufweisen unb em Gewicht von etwa 125 Gramm erreichen, werden bie weiblichen Aale bis zu 1,50 Meter lang und wiegen bisweilen 6 Kilo.
An den Flußmündungen angelangt, beginnt bie Hochzeitsreise der Aale — die männlichen Aale, die mit ganz vereinzelten Ausnahmen nur im Brack- oder Salz« waffer der Küsten gefunden werden, voran — durch den Kanal in den unermeßlichen Atlantischen Ozean. Ohne Ruhe und Rast, ohne Nahrungsaufnahme, immer vorwärts geht's mit zähem, sicherem Instinkt, ihrem Ziele entgegen, das unbedingt erreicht sein muß, löste es, was es wolle! Ihr unwiderstehlicher Wanderdrang treibt sie hinaus in die große Sargassosee. bas altbekannte stromlose Kraubett im Osten Mittelamerikas bis in bie Gegend des Atlantik, die nördlich durch die Bermudas-Inseln unb südlich durch die Antillen begrenzt wird.
. An den Küsten der tropischen Meere wächst m ungeheuren Mengen der Beerentang (Sar- gassum bacctferum). Don der Brandung losgerissen, treibt er in Riesenmengen an der Oberfläche des Wassers. Solche Massen führt der Golfstrom von den Küsten Merikos hinweg in jenen stromlosen Meeresteil. Hier bedeckt der losgerissene Tang eine Wasserfläche von vielen tausend Quadratmeilen. Hier geben sich alle geschlechtsreifen Aale Europas in einer Tiefe von wett mehr als 1000 Metern, dort, wo die Temperatur des Wassers nur 7 Grad Celsius beträgt, ein Stelldichein. Oft bts zu 10 Saferen lebten sie einsam und freudelos in schlammigen Gewässern Europas. Plötzlich, wie von unsichtbarer Gewalt getrieben, von unwiderstehlicher Wanderlust ergriffen, machten sie die Reise um den halben Erdball herum. — Und warum? Nun wahrlich, um einer et«. 3ii«en Stunde felbstoergessenden Liebesglückes willen! Hier zeigt sich, daß unser Flußaal in Wirklichkeit ein Meerestier ist, dem hier hat er ferne wahre Heimat, feier zeugt er feine Jungen. Die Aaltragödie hat ihre Ende gefunden. Auf Nahrung war längst oerzAi- tet worden. Die lange Wanderung hat bte strafte arg m Anspruch genommen unb der Rest gmg auf rm Zeugungsatt. „Der Held stirbt als Sieger", jedenfalls hat er seine Aufgabe erfvüt
Erawlen (50 Meter): 1. H. Tönniges und E. Fritzel, 2. B. Roth.
Knaden Kl. A.:
Brust (50 Meter): 1. H. Löw«. 2. W. Detter, 3. W. Mater, 4. E. Schott, 5. K. Klee, 6. W. Aö, 7. W. Schammert. 8. H. Schiller, 9. F. Schüler, 10. R. Lemmer, 11. F. Allhaus, 12. H. Schammert, 13. H. Roth.
Rücken (50 Meier): 1. H. Löwer, 2. W. Mater, 3. H. Schiller, 4. W. Aö.
Erawlen (50 Meter): 1. H. Löwer, 2.
W. Aö.
Damen: Brustschwimmen (100 Meter): 1. E. Fiedler, 2. E. Thiel. 3. L. Buck. 4. M. Iakobi, 5. L. Herrle, 6. L. Alwyn, 7. U. Gomoll, 8. M. Kopp, 9. L. Nolte, 10. 3. Spörhase.
Rücken 100 Meter: 1. E. Fiedler, 2. M. Kopp, 3. E. Thiel.
Freistil 100 Meter: 1. M. Kopp, 2. E. Fiedler, 3. 3. Spörhase.
Damenjugend Kl. A.. Brustschwimmen (50 Meter): 1. E. Wirth, 2. 3. Bergenstein, 3. H. Fink.
Mädchen Kl. B., Brust (50 Meter): 1. R. Fiedler, 2. B. Fuchs. 3. M. Spörhase. 4. H. Frank, 5. K. Geidt, 6. A. Bewer. 7. A. Weiershäuser, 8. L. Kaiser. 9. L. Seufer, 10. G. Laubscheer, 11. H. Geidt. 12. H. Seidel, 13. A. Boermann, 14. B. Freiking, 15. ffi. Günther.
Crawlen 50 Meter: 1. R. Fiedler, 2. B. Fuchs.
Mädchen Kl. A., Brustschwimmen (50 Meter): 1. H. Hoffmann, 2. R. Schneid«, 3. A. Gutbell.
Der Aal Ml auf -le Hochzeitsreise
Bon Th. Ken ter-Marburg.
Wem im Herbst das Laub von den Bäumen fällt und sich vor den Mühlenwehren und anderen Hemmnissen im Flußbett oft weithin , anstaut, wem orkanartige Herbst- sturme m regnerischen, stockfinsteren Nächten (Neumond) die Bäume unb Sträucher an den Flußufern zerzausen und bie Wogen wild aufpemchen. bann sammeln sich die Aale wie Zugvögel und treten geschlossen ihreWan- derung, ihre Hochzeitsfahrt an. Dann ;,geht der Aal". Dann wandern die gechlechtsrerfen Aale ohne Rast und Leiben lassend, flußabwärts dem Meere entgegen.
Den abroanbernben Aal nennt man Treib- aal und Blankaal. Auch beim Hochwasser rm Sommer vollzieht sich teilweise der Ab- regenarmer der Sommer ist, um so reichlicher ist im Herbst her Abzug. So erklären )Kfe m solchen Saferen Ende Oktober unb Anfang November (1921, 1925) die Be- rS”; E den Küsten über „einen plötzlich ermeßenden Blankaalfegen wie selten zuvor". ■ feineren unb auch stellenweise eine nufet unbedeutende Zahl größerer Aale blei- ben m den fußen Gewässern zurück, um im Schlamm vergraben, den Winterschlaf zu hal- ten, wem — ja wem — hn Water nicht abnorme Wltterungsverhältnisse auftreten und hm und wieder einen Aal zu aeleaent- lichem „Bummel" treiben. So erftärt es sich, wem man um die Weihnachtszeit bei zufällig mildern Wetter zu feiner Ueber- rafchung einen Aal an der Angelschnur fängt Niemals aber ist beobachtet worden daß zurückgebliebene Aale sich fortpstanzten . Vergleicht man bie Wanderaale mit den rm Sommer gefangenen, meist kleineren Aalen, so zeigt sich auf den ersten Blick dem prüfenden Auge des aufmerffernen Beobachters ein deutlicher Unterschied. Der Kopf der Wmderaale hat eine spitze Form angenommen, md die Augen sind größer, und was das Wesentlichste ist, die Ovarien sind gewachten, während die Verdauungswerkzeuge eingeschrumpft find. Die Ovarien des Aales liegen zu beiden Setten bet WirbMäuie, in der ganzen Länge des Rumpfes, und zwar als zwei meist gelbliche, krausenartig gefallene, etwa fingerbreite Bänder. Die Zahl der Er«, die diese enthalten, beläuft sich auf mehrere MiStonen. Es fmb nur weife- Itaje Aale, die bet uns rm Binnenlande Vorkommen. Diemünlrkicheu Aale wurden erst vor roenrgen Jahrzehnten von Syrski m Triest entdeckt, dein es gelungen ist, d«
Ein Ereignis von größter Bedeutung bildete für alle Marburger Schwimmer die Austragung ber diesjährigen Vereinsmeisterschaf- ten des Marburger Schwimmoerems am 18. und 25. Oktober im Luifabad. Datz diese Austragung der Meisterschaften des MEÄ. einer kleinen Olympiade gleich zusteUen ist, unb somit als Ziel und Krönung der schwimm- sportlichen Leistungen und Arbeiten Des verflossenen Jahres dient, bewies der tosende Beifall der Zuschauer und Schwimmer bei den Rennen, besonders aber beim Endkampf. Die Sportleitung des Schwimmvereins bezweckt aber nicht nur damit den Endsieger und Meister festzustellen, sondern sie will durch diese traditionellen Kämpfe um die Meisterschaft auch den breiten Durchschnitt im Verein ermitteln und die Ergebnisse haben gezeigt, datz der MSV. auch darin den richtigen Weg gegangen ist, und zu den führenden Vereinen des Gaues zählt. Der Verein legt einen besonders großen Wert darauf, jeden Schwimmer bis zur Vollendung auszubilden, die natürlich durch die persönliche Veranlagung begrenzt ist. Dieses gilt besonders für die der Schwimmsportsache noch Fernstehenden. „Sportlich schwimmen kann jeder, nicht nur der Begabte", also: Pflegt und fördert den schönsten und gesündesten Sport und werdet Mitglied des 9JIS5B.
Nun zu den Meisterschaften selbst. Fast alle Schwimmer waren angetreten und man konnte an den strahlenden Gesichtern und an »em kaum zu unterdrückenden Startfieber selbst bei den Kleinsten und Allerkleinsten deutlich feftftellen, mit welchem Eifer, Interesse und Freudigkeit sie zum Start antraten und unter allen Umständen entschlossen mären feen Sieg für sich zu erringen.
_Den Anstatt zum Kampf bildeten die Damen. Als erste Rennen konnte man das Brustschwimmen der Mädchen Kl. B 50 Meter sehen. Hierin gelang es nach recht hartem Kampf Ruth Fiedler vor ihrer sehr guten Gegnerin Berta Fuchs mit 51,9 Eek. ben Sieg zu erringen. 3m 50-Meter-Frei- ftilrennen wurde wiederum Ruth Fiedler 'n 54,3 Sef (Erfte, während Berta Fuchs m 58 Sek. Zweite blieb.
3n der Mädchenklasse A, unseren kleinsten Damen war es Hilde Hofmann, die in 50 Meter nnt 1:02,8 siegte. Nach ihr die kleine Nm Schneider, die so freundlich war. naw oct Wende zu warten, bis die anderen auch da waren. Sie brauchte dafür 1:04,5 Min.
Dei der Damen-Iugendttasse A über 50- Mrter-Brustschwimmen wurde Else Wirth ""t 51 Sek. vor Ilse .Berg en st ein mit 53 Sek. Sieger.
3m 100-Meter-Damenbrustschwiminen wurden recht schöne Rennen gezeigt. Erna F re dl e r konnte in 1:45 vor ihrer ausge- zelchneten Gegnerin E. Thiel in 1:47,8 das Rennen für sich entscheiden. 3m Rückenschwim- men über 100 Meter wurde ebenfalls Erna Fiedler in 1:48,8 vor Marthel Kopp in 1:54 Sieger. Das 100-Meter-Freistilrennen brachte wieder einen der spannendsten Kämpfe. Obgleich E. Fiedler bis zur 3. Bahn in
ins Mutter KoMnmm
Dienstag, den 1. November.
6.00: Wetterbericht. — Anschließend: Morgengymnastik. — 7.05: Schallplatten-Konzert. — 10.10: Schulfunk. — 12.00: Schallplatten- Konzert. — 13.30: Konzert. — 15.20: Saus« frauen-Rachmittag. — 15.50: „Ein neuer Hausfrauenberuf", Vortrag. — 16.20: „Em rheinischer Weberjunge erzählt", Improvisationen. — 17.00: Mendelssohn-Konzert. — 18.25: „Das Handwerk und bie Berufs- und Fachschule", Vortrag. — 18.50: „Werden die November-Meteore das fällige Brillant« Feuerwerk geben?", Vortrag. — 19.30: „10 Jahre neue Türkei", Vortrag. — 20.30: Konzert des Südwestdeutschen Rundfunk- ovchesters. — 21.30: „Der Philosoph am Fenster", Hörspiel. — 22.15: Zeitangabe, Tagesnachrichten, Wetterberichts Sportbericht. — 22.45: Orgel-Konzert.