Einzelbild herunterladen
 

Seite 2

gegen, als Pazifisten zu gelten, die kein Gefühl für unsere Ehre und für die Inter­essen unseres Volkes hätten. Wir sind Kämpfer und keine schwächlichen Derftän- digungspdiitiker. Unsere Bestrebungen gehen über jede enge Parteiverbundenheit hinaus. Wir sind zu sehr auf das Ganze gerichtet, um Parteifesseln Zu tragen."

Strasser erklärte jetzt: Leipatts Ab­lehnung der Gleichstellung des nattonalen Gedankens mit aristokratisch-kapitalistischen Tendenzen hätten die Nationalsozialisten schon seit jeher verfochten. Wenn die Ge­werkschaften diese Erkenntnis hätten, müß­ten sie folgerichtig sich zum deutschen Staat bekennen und der Internattonale enttagen. Das ist Strassers Hand nach der anderen Seite. In diesem Zusammenhang gewinnt auch ein vor einigen Tagen imVölkischen Beobachter" erschienener Artikel des Abg. Stöhr eine gewisse Bedeutung. Stöhr, der dem Deutschnationalen HanVlungSgehilfen- verband angehört und Querverbindungen zu den übrigen Gewerkschaften besitzt, hat in diesem Arttkel sehr deutlich einer Ver­ständigung mit diesen Kreisen das Wort geredet. Es würde sich also darum han­deln, bisher polittsch widerstrebende Kräfte auf einer sachlichen Grundlage zusammen- zufassen, die man in einem großzügigen Arbeitsbeschaffungsprogramm unter Um­ständen zu finden hofft. Dabei scheint auch der sogenannte Gerecke-Plan, der im Kabinett Papen vor allem an dem Wider­stand Luthers gescheitert ist, eine bedeut­same Rolle zu spielen. Bekanntlich haben sich für diesen Vorschlag sowohl die NSDAP. als auch Stahlhelm, Reichsban­ner and Gewerkschaften zusttmmend ausge- sprvche«. In den gleichen Zusammenhang gehören übrigens Gerüchte, die von er­neuten polittschen Besprechungen des Reichswehrministers sprechen. ES heißt, baß Schleicher, der zur Zeit zur Kur in Süddeutschland weilt, sowohl mit Brüning, als auch mit Gregor Strasser wiederholt in letzter Zeit Besprechungen gehabt habe Und in enger Fühlung stehe.

Was aus alle dem wird, ist heute noch nicht zu übersehen. 2lb«r feststellen Muß man, daß alles im Fluh ist. Die Fronten verschieben sich Zwei große Linien zeich­nen sich ab, die nationale und die ge­werkschaftliche, die sich in der NSDAP, treffen. Die große Bewegung, auf die sich eine Regierung An stützen hätte, könnte theoretisch demnach die nationale Bewe­gung sein oder die Gewerkschaftsfront. Aber gerade der letzteren dürften doch zur Zeit jedenfalls unüberwindbare Hinder­nisse entgegenstehen. Man braucht rtur Männer zu nennen wie Hllferding and Heilmann, die auch ein Seipart, voraus­gesetzt, daß er es überhaupt möchte, nicht v ausschalten kann. Nachdem was Hugen- berg sagte und was Strasser ihm antwor­tete, kann man eher hoffen, daß sich mit der Zeit doch eine nationale Front wieder herausbildet, und wenn die Gewerkschaften dann tatsächlich SeipartS Worte wahr machen, stcht nichts im Wege, daß sie sich dieser nationalen Front anschließen und wir eine breite nationale Einheitsfront er­leben, die die Gegensätze zwischen Arbeit­geber und Arbeitnehmer überbrückt und die nur einen Feind kennt, den äußeren Feind Und alles Internationale.

Politische Kreise zur Rede Strassers

Berlin, 21. Okt. In politischen Krei­sen Berlins hat die Rede Strassers starke Beachtung gesunden. Gregor Strasser rich­tete auch einen Appell, smoohl an den Führer der DADP. Dr. Hugenberg, wie an den Vorsitzenden des ADGD. Seipart. Wir arbeiten, so führte Stras­ser aus, mit jedem gemeinsam zusammen, der Deutschland über alles steW und Deutschland retten will. Ich habe in der Rede Hugenbergs, die er am Sonntag vor dem sozial-politischen Ausschuß seiner Par­tei gehalten hat, Worte gefunden, die man von dieser Seite her noch nie gehört hat. Hugenberg hat von der Notwendigkeit einer Endproletarisierung des deut­schen Arbeiters gesprochen und die Arbeiterbewegung bejccht, die auch wir bejahen. In Abwehr von Zwischenrufen bei der Nennung des Namens Hugenberg fuhr er fort: Ich glaube, daß nicht alles für die Wahl gesprochen ist und daß wir zu einer offenen Politik kommen werden, die auch den Gegner anerkennt bis zum Beweis des Gegenteils vom guten Willen. Ich verstehe nur nicht, warum die DNVP. unbedingt Papen unterstützt, da- gegen kann ich mich auch mit den Ausfüh­rungen Hugenbergs einverstanden erklären, soweit sie dasinterna tional vaga» bundrerende Kapital" betreffen.

An die Adresse Leipartss gewandt, erklärte Strasser, die Ausführungen des Vorsitzenden der Freien Gewerkschaften vom 15. Oft. in Bernau eröffneten Ausblicke in die Zukunft, die jeden mtt freudiger Zustimmung erfüllen müßten. SeipartS Ablehnung der Gleichstellung des natio­nalen Gedankens mit aristokratisch-kapita-

0derdeM»e Settung. Marburg c S» 6em*»ei», den 22. Cffober 1932

«r. 249

Die Arbeitslosigkeit wächst

Wie um die Tatsache herumgeredet wird

Berlin, 21. Okt. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit von 1. bis 15. Okt. beträgt die Zahl der Arbeitslosen, die bei den Arbeitsämtern gemeldet sind, Mitte Oktober 1932 rund 5150 000. Wenn diese Ziffer auch

um rund 48 000 über derjenigen non Ende de» vorige« Monats

liegt, so bedeutet dies nicht, daß sich der Be­schäftigungsgrad tatsächlich in dem gleichen Umfange verschlechtert hat. Die gegenwärtige Entwicklung ist das Ergebnis des sich auf dem Arbeitsmarkt vollziehenden Widerspiels zwi­schen der im Herbst jeden Jahres eintretenden saisonmäßigen Abschwächung des Beschäfti­gungsgrades und der in erneuten Ansätzen zu beobachtenden Belebung einzelner kunjunktur- abhängiger Wirtschaftszweige. Es ist daher durchaus möglich, daß sich die Entwicklung im Oktober ähnlich wie int September vollzieht, in desien erster Hälfte die Arbeitslosenzahl zisternmätzig bekanntlich um etwa 40 000 zu- genommen hatte, während int weiteren Ver­lauf eine stärkere Entlastung des Arbeits­marktes um rd. 160 000 sich durchgesetzt hatte.

Auch der Vergleich der zahlenmäßigen Ent­wicklung in der ersten Oktoberhälfte dieses

Jahres mit her entsprechenden Zahl des Vor­jahres, in der die Arbeitslosenzahl um rund 129 000 gestiegen war, läßt die ruhigere, ver­hältnismäßig günstige Entwicklung des Ar- beitsmarktes in der Gegenwart erkennen.

Bei der Gesamtzahl der Arbeitslosen bleibt die Tatsache zu beachten, daß in der Zahl von 5150 000 Arbeitslosen auch rund 200 000 junge Menschen mitgezäblt find, die bei dem frei­willigen Arbeitsdienst vorübergehend außer­halb der freien Wirtschaft Arbeit und Brot gefunden haben.

Die Zahl der Notstandsarbeiter, die int Laufe des Monats September 1932 noch um rund 21006 auf rund 88 000 gesteigert werden konnte, dürfte auch bis Mitte Oktober «her noch etwas zugenommen haben.

In der Zahl von 5,15 Millionen Arbeits­losen für den Stichtag vom 15. Oktober 1932 sind rund 580 000 Haüptunterstützungsempfän- aer in der Arbeitslosenunterstützung und 1,175 Mill. Hauptunterstützungsempfänger in der Krisenfürsorge enthalten. Die Zahl der Wohl­fahrtserwerbslosen wird bekanntlich für Mitte des Monats nicht festgestellt.

:-t Zwang zur Einsicht

Eine französische Zeitung zur Kriegsschuldlüge

Der Schulerlaß der nationalsozialisti­schen thüringischen Regierung, wonach die Schulkinder den Artikel 231 des Ver­sailler VertragesDeutschlands Alleinschuld am Weltkriege" auswendig lernen muffen, veranlaßt die radikalsozialistische Republigue" zu einer sehr bemerkens­werten Stellungnahme. Das Blatt schreibt, die Frage der Verantwortung am Welt­kriege sei so heikel, daß man sie ausschließ­lich der eingehenden Prüfung durch die Historiker hätte überlaffen müssen. Die Historiker würden nach Beendigung der Prüfung sicherlich festgestellt haben, daß es eine unmittelbare und eine mittelbare Verantwortung am Weltkriege gebe. Zu den unmittelbar Schuldigen gehöre be­sonders Rußland, während unter die zweite Gruppe alleOrganisationen" fielen, die den Rüstungswettlauf unter­stützt hatten.

Wie man darüber auch denken möge, man werde niemals an der Tatsache etwas ändern können, daß Deutschland das Geständnis der Schuld am Welt­kries anfgezumngen worden sei. Wenn Deutschland frei gewesen wäre, würde

es niemals den Artikel 231 unter­zeichnet haben.

Derartige Maßnahmen auch auf intellek­tuellem Gebiet seien eine unmittelbare Verneinung aller Grundsätze, an denen Frankreich sonst stets festhalte. Frankreich habe 1918 wohl das Recht gehabt, Elsaß- Lothringen zurückzufordern, es sei aber nicht berechtigt gewesen, Deutschland eine Erklärung zu entreißen, die in "diesem Lande mit Recht oder Unrecht als Wahrheit widersprechend betrachtet werde, gerade deshalb sei es zu bedauern, daß die thüringischen Schüler diesen Para­graphen auswendig lernten, der sicherlich den Ruhm Frankreichs nicht vergrößere. Es sei zu hoffen, daß die deutschen Lehrer recht bald diesem Para­graphen den Absatz anfügen könnten:

Frankreich erkennt an, daß Artikel 231 weder den gesunden Methoden einer Kritik, noch den französischen Ueberlieferungen von der Großherzig­keit standhält. Es hat die Abschaffung dieses Artikels vorgeschlagen."

Auf den Beweis dieser Großherzigkeit werden wir wohl noch etwas warten müffen.

listifchen Tendenzen Hütten die National- fozialisten schon seit jcher verfochten. Wenn die Gewerkschaften wirklich diese Erkennt­nis hätten, müßten sie sich folgerichtig von den Heilmann und Hilferding trennen, sich zum deutschen Staat bekennen und der Internationale ent­sagen.

Deutsches Reich

Eine Rede Sklverbergs.

Köln, 21. Oft. Dr. Paul Sikver- berg, der heute zum Präsidenten der Köl­ner Industrie- und Handelskammer geroäbtt worden ist, wies in feiner Ansprache darauf hm, daß der deutsche Kaufmannftand stets nach den Grundsätzen des ehrbaren Handels Sehandett habe, was die Hauptgrundlage lr einen Wiederaufbau darstelle. Kemer bedauere mehr als das deutsche Unterneh­mertum, fuhr Dr. Silverborg fort, daß die indtviduellen Verhältnisse zwtschen Unterneh­mern und Arbeiterschaft durch überspitzte kollektive Deriräge stark ins Abstrakte ge­zogen worden seien.

Es müsse daher wieder auf die Indivi­dualisierung in der Wirtschaft hinge- wirkt werden.

Doraussetzung für einen Wiederaufbau fe» ferner, daß das Privateigentum in lernet Weise angetastet werde. Ein solches An­tasten erblicke er aber auch in der steuerlichen lleberiastung, die nur unter Eingriff in die Subftanj getragen werden könne.

Wir alle haben, betonte Dr. SSverberg, das Bekenntnis der Reichsregierung fteudig begrüßt, der Privatwirtschaft zum Wieder­aufbau zu helfen. Was wir aber außer­ordentlich bedauert haben, sind die Erschwe­rungen, die durch Maßnahmen der Reichs- regierung ihren eigenen Grundsätzen entge­gengestellt worden sind. Der Redner mies auf die Kontingent: erungsmaß- n ahm en hin und sprach den Wunsch aus, daß die Reichsregierung mehr als bisher er­kennen möge, welche nachhaltigen Störungen die vorbereitenden Verhandlungen über diese Maßnahmen schon jetzt in Wirtschaft und Produttum hinemgettagen haben. Der Bm- neumarft müsse gestättt werden: der Vet-

edelungswirischaft könne jedoch nicht beffer geholfen werden als durch Hebung der Kauf­kraft, auch wenn er persönlich die Kaufkraft- Theorie grundsätzlich für fal'sch halte.

Zur Hebung des Derttauens und des Kredites forderte Silverberg mtt Nach­druck die Bereiniglmg der öffentlichen

Finanz«, denn der Kredtt <Äs wichtigste und wettest­reichende Funktion stehe und falle mtt der Ordnung der Finanzen der öffentlichen Hand. Der Redner forderte zum Schluß bte Reichs­regierung auf, dafür Sorge zu ttagen, daß die öffentlichen Finanzen sobald wie möglich wieder in geordnete Bahnen gekettet werden.

Für Einbeziehung der Hanszrnssteuer in das Steuergutschernsnstem.

Berkin, 21. Oft. Der Zentralverband Deutscher Haus- und Erundbesitzervereine hat sich erneut an die Reichsregierung mtt dem Appell gewandt, die im Gang befind- lichen neuen Prüfungen beschleunigt m posi- trvem Sinne für bte Einbeziehung der Haus­zinssteuer in das System der Steuergut­scheine zum Abschluß zu bringen. Die Or­ganisation des Hausbesitzes macht hierfür geltend, daß bte bisherige Richtberückfichti- gung dieser produktionshemmenden und wie sie erklärt Millürrdenwerte vernichten­den Sonderiast das wirtschaftliche Wieder- mifbauprogramm der Reichsregierung emp­findlich störe und insbesondere auch dem Appell der Reichsregierung an die Privat- mittative zuwiderlaufe. Die hier geforderte Regelung fet um so dringlicher, nachdem die letzten HilfAnaßnahmen der Reichsregierung auf die Landwirtschaft beschränkt worden seien, obwohl der Haus- und Grundbesitz gleichfalls ein Notstandsgebret darstelle,, das in bte Hilfsaktion der Reichsregierung ernbe- zogen werben müsse. Insbesondere könnten auch in Anbetracht des geringen Umfangs die beretts vorgenommenen Ablösungen der Haus­zinssteuer einen Hindernisgrund nicht bar» stellen.

Politische Zwischenfälle in Berlin.

fk. Berlin, 22. Oft. Angehörige der SPD überfielen heute nacht im Süboften Berlins einen Trupo Nationalsozialisten. Es entwickelte sich eine Schlägerei ,bei der zwei Natio- I nalsozialisten durch Mefferstiche ver» 1

letzt wurden. Fünf SPD-Lc-ite und 7 An» gehörige der NSDAP wurden zwangsgestellt. In Berlin-Lichtenberg kam es zwischen zwei Klebekolonnen zu einer Schlägerei, bei der je­doch niemand verletzt wurde.

DasHamburger Tageblatt" »erboten.

Hamburg, 21. Oft. Das nationalsozia­listischeHamburger Tageblatt" ist auf die Dauer von fünf Tagen verboten worden.

----*----

32 Wahlvorschläge!

An Parteien fehlt es nicht.

Berlin, 21. Okt. Die Hoffnung, daß bei der Reichstagswahl weniger Parteien als bisher in die Erscheinung rieten wür­den, erfüllen sich leider nicht. 3m Wahl­kreis 2 Berlin, liegen bisher rund 32 Kreiswahlvorschläge vor, über deren Zu- laffung allerdings noch nicht entschieden ist.

----*----

Frankreichs Schuldenproblem

Amerikanische Anfragen bei Herriot.

ff. Paris, 22. Okt. Die im Zusam­menhang mit den letzten Beratungen des Auswärtigen Ausschusses aufgerollte Frage, ob Frankreich am 15. Dezember die fällige Schuldenrate an die Ver­einigten Staaten bezahlen werde, hat, wie in politischen Kreisen verlautet, eine An­frage des amerikanischen Ge­schäftsträgers bei dem französischen Ministerpräsidenten veranlaßt, um festzu­stellen, ob die dem französischen Minister­präsidenten von der Preffe zugeschriebene mit dem Mellon-Berenger-Abkommen nicht mehr zulässige Unterscheidung zwi­schen kommerzieller und poli­tischer Schuld tatsächlich von ihm ge­macht worden sei. Herriot hat augen­scheinlich den amerikanischen Geschäftsträ­ger vom Gegenteil unterrichtet und die Preffe-Meldungen über seine angebliche Erklärung vor dem Auswärtigen Ausschuß ableugnen laffen. Deffen ungeachtet steht diese Angelegenheit im Vordergrund des Interesses. Im Quai d'Orsay ist verneint worden, daß die Reise des Direktors im französischen Finanzministerium, B i z o t, nach London mit irgendwelchen Verhand­lungen über die interalliierten Schulden im Zusammenhang steht. Trotzdem wird in unterrichteten Kreisen angenommen, daß die französische Regierung sich mtt der eng­lischen Regierung über die gegenüber der fälligen Schuldnerrate einzunehmende Hal­tung verständigen will.

Pertinax wirft imEcho de Paris* Herriot vor, daß er die Lerbindung zwi­schen den deutschen Reparationen und den interalliierte« Schulden an Amerika, die er Laval gegenüber zugegeben habe, augen­scheinlich wieder vergeffen habe.

DasJournal" erinnert daran, daß durch das Mellon - Berenger - Abkommen eine Pauschal-Schuldensumme verabredet wurde, deren Jahresrate durch Kapital- und Zinsendienst dargestellt sei. Da die im Dezember fällige Rate sich auf das Kapital beziehe, befinden sich Frankreich und Eng­land vor einer grundlegenden Frage, die nicht mehr in der Unterscheidung zwischen kommerzieller und politischer Schuld, son­dern in der Verbindung zwischen deutschen Reparationen und interalliierten Schulden ge­geben sei. Alles hänge von neuen Ver­handlungen ab, jedoch erst nach den amerikanischen Wahlen beginnen könnten. Zwischen Frankreich und England, die in dieser Frage zusammengehen müßten, be­stehe in diesem Punkte bereits insofern eine Einigkeit für beide Mächte, als sie in ihren Haushaltsplan für die Zahlung 1933 keinenPfennigeingefetzt hätten.

Die Regierungsbildung in Brüssel.

Brüssel, 21. Okt. Der 73 Jahre alle Senator de Broquevklle, der sich seit zwei Tagen um das Zustandekommen ether neuen'Regierung bemüht, hat heute abend den Auftrag der Kabinettsbildung vom König angenommen. Er hofft, morgen vormttlag dem König die fertige Mimsteriiste vorlegen zu können.

Das Ministerium hat den umgrenzten Auf­trag, die Kammer aufzulöfen und einen Plan jur Sanierung der staatlichen Finanzen aus­zuarbeiten. Für den Posten des Fmanz- ministers soll Francqui gewonnen werden. Der Finanzplan des Kabinetts wird in der Vermeidung neuer Steuern und in der wei­teren Beschreitung des Anleiheweges bestehen. Das Kriegsministerium soll der ehemalige M- nisterpräsident Theunis übernehmen.

Die Sozialisten sagen dem Kabinett einen verschärften Kampf an.

Großfeuer in einer japanischen Stadt.

ff. Tokio, 22. Dt In Komatsu brach heute früh ein Grobfeuer ans, das, wie «an tzvgibt, über 1000 Häuser zestrört hat.