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Stw 4

-Jtertxfitfdie 3ettuno. Marburg a. g Dienstag, dm 11. Oktober 1932

-Nr. 239

Keeistasrrns -er N S D A P

Ortsgruppen notwendig

die <nt

Am Sonntag, dem 9. Oktober, fand in

wurde ein

die Ausführungen des der Eaugeschästsführer die politische Lage und

86—<0 30-35

Marburgs in zwei wäre.

Im Anschluß an Kreisleiters sprach Friedrichs über

30-33 27-29 22-26

Frühschoppen. Nach dem Mittagessen ging eS wieder nach Bacharach. ®ort fand dann der große Winzeizug statt. Auch hier, ähnlich wie in RüdeshÄm Zur Wein­festwoche, kommen die Besucher doll auf

Verlag Dr. (£. Httzero 1 h. Hauptschriftleiter und verantwortlich für Po- Irtil und Feuilleton: Dr. E r n st Scheller; für Kommunalpolitik, Provinz und Lokales: Lothar Schneider, sämtlich in Marburg.

Gottesdienst.

Mittwoch, den 12. DIto6er.

Reformierte Gemeinde. 20.30 Itoi: Abendandacht Pfr. Dr. Ritter.

* Polizeiliches. Festgenommen wurde ein Mann, der sich im Zuge einem jungen Mädchen in unsittlicher Weise ge­nähert haben soll.

o«ing genährte . —

Ruhe, füngere, vollfleischige

höchsten Schlachtwerts . „ 24—26

sonstige volllleischige od. ausgemästete „ 20—23 fleischige . „ 15—19

Festzelt gegeben hatte.

Entlang geht es an den Burgen Und Schlösser des Rheins, an Ahmaniähausen, Rüdesheim und dem Wederwalddenfmal vorbei nach Bingen-Mainz. In Mainz wird das Abendessen eingenommen. Aach einer kurzen Stadtbesich-tiMng geht es in flotter Fahrt über Frankfurt nach Mar­burg, wo der Wagen programmgemäß trm 24 Ahr eintrifft.

Vezittsveretulgllng -er Geflüsel Züchter

für die Kreise Marburg—Kirchhain— Frankenberg.

Bevölkerung habe ein Recht, mrtzubestnn- men, wenn sie Opfer über Opfer bringen muß. Die NSDAP, fordere das Recht der Mitverantwortung aller Schaffenden. Wenn sie sich tn diesem Kampf zettweise der parla­mentarischen Mittel, auch der Verhandlungen mit einer anderen Partei, bediene, so sei das ein aufgezwungenes, zettweise unentbehrliches Mittel zum Zweck. Niemals werde die Freiheitsbewegung Adolf Httlers parlamen­tarisch fein, ihre Ziele sind und bleiben die Volksgemeinschaft und das Führerprinzlp. Wie schlecht sei man beraten gewesen, als man glaubte, Adolf Hitler mtt einem be­zahlten Vizekanzlerposten kaufen zu können. Httler lasse sich nicht vom deutschen Volke trennen, er bleibe der einzige Hort des Natio­nalismus und des deutschen Sozialismus. Daß dieser Sozialismus etwas anders aus­sieht, als ihn die Gegner hinstellten, gehe wohl daraus hervor, daß das konservativste Element, das das Volk kenne, der deutsche Bauer, in der nationalsozialistischen Bewe­gung seine polttische Heimat gefunden habe. Und daß dieser Sozialismus ganz etwas an­deres sei als der Marrismus, könne man aus der Angst der Hochfinanz vor der NSDAP, ersehen. Der Marrismus habe, das sei a nun klar erwiesen, nach 13jähriger Herrschaft dem Kapitalismus in seinen letz­ten Auswüchsen zum Siege verhalfen. Wenn darauf nicht das Chaos, d. h. der Bolschewis­mus folgen solle, müsse eine deutsche Volks­bewegung da sein, deren Organisation sttaff und fähig sei, den Staat zu überneh­men. Im Kampfe fiele nun manches hatte Wott, geschehe auch giwiß mancher Fehl- griff. Die Idee aber müsse davon unberühtt

Tagesanzeiger.

Dienstag, den II. Oktober.

m, BergnSmmgsanreiger.

Markees, Reitgasse: Ab 20 Ahr:

Hansi Ruttsch mit seinem Orchester.

^Detter. Reitgasse: Ab 20 Ahr: «x $ Müller und seine Solisten.

Stadtkeller, 20 Ahr: Künstlerkonzett Al' Duesher mit seinen Solisten.

R^taarant Daab, Franffuner Stt.: 20 Ahr: Konzett mit Tanzeinlagen.

DapEol. Diegenstraße: 17 and 20.15 Ahr: „Die vier von Bob 13“.

Kamera, Kasernenstraße: 17 u. 20.15 Ahr:

-Das schöne Abenteuer“.

Versammlungen. Vortrage, sportliche

, Leranftaltungea »sw.

Ehristengemeinschaft, Rikolaistt. 1: 20.15 ^>r: Oeffentlicher Dottrag „Die @t4t> losenbewegung als Gettcht“.

* Der Schulbeginn. Der Unterricht an den hiesigen Schulen wird nach den Herbst- fetten am Donnerstag, 13. d. Mts. wieder aufgenommen. — Don der Hausgal­tun g s - und Gewerbeschule wird uns dazu mftgeteilt, daß der Versammlungsort 9 Uhr in der Turnhalle der Nordschule ist.

* Literarische Gesellschaft. Zu unserem Attikel in der Sonnabendnummer „Kulturelle Fragen unserer Stadt" wird uns noch mitgeteilt, daß der erste Vottrag mit Professor Ponten am 11. November statt­finden wird. Der zwette Dottrag ist am 12. Dezember.

* Zum JubisSumskonzert des Liedervereins wird uns mitgetttlt: Das Chorprogramm bttngt — außer dem Eröff­nungschor Hpnme an Me Musik von V. Lachner— Komposifionen zeitgenössischer Ton- scher. Zwei Chöre sollen dem Andenken des vor kurzem verstorbenen Hugo Kann gewid- mef fein. Es sind ferner vertreten A. Men­delssohn mit Stimmigen Chören, Walter Rein, Hans Heinttchs, Ftttz Hoffmann. Die Chöre werden die Zuhörer nicht nur wegen ihres tettsichen und musikalischen Inhalts in- tereffieren, sie zeigen auch, wie durch den polyphonen Satz Leben und Deweglichkttt in den Männergesangverein gebracht werden kön­nen. Kammersänger Fritz Windgassen bat eine prächfige Auswahl von Liedern von Schubett, Schumann, Wolf, Reger und Mah­ler getroffen und ergänzt somit in vorteil­hafter Weise das Chorvrogramm durch die alten Meister der Sololiedkomposifion. Die zuletzt vorliegenden Besprechungen feiern Ftttz Windgassen als den großen Künstler und Ge­stalter. , Seine Mitwirkung im Konzett bürfte allgemein freudige Zustimmung finden. Der Vorverkauf hat bereits rege eingesetzt

Lon -er Anklage -er fa-rlWgen Tötung freigeivrvchen

Heute vormittag hatte sich das Schöf­fengericht nach Hassenhausen bege­ben, um den Zusammenstoß eines Kraft­wagens mit einem Motorradfahrer abzuur­teilen, bet dem der 24jährige Motorradfah­rer Kreb aus Gladenbach schwer verletzt wurde und später in der Klinik zu Marburg verstorben ist. Angellagt war der Autofahrer E. N. von Marburg, der mtt seinem Wagen die Sttatze entlang kam. In der Kurve begegnete ihnen der Kraftfah­rer K. aus Gladenbach. N., der die ttchtige Sttaßensette inmegehalten hatte, ver­suchte mtt aller Kraft einen Zusammenstoß zu verhindern, was auch gelungen, wenn der Motorradfahrer nicht mit dem Schutzblech hängen geblieben wäre. Der Sachverständige war der Ansicht, daß N. ttchtig gehandelt habe und auf keinen Fall für den Zusammenstoß verantwottlich zu machen sei. Der Vertreter der Anllage be­antragte Freisprechung, dem sich das Gettcht auch anschloß.

):( Interessante Vorführung bei der Finna I.. Herneberg & Co. Bei der Firma 5. Hnneberg & Co. wird zur Zett ein Ma­schinenstopfapparat vorgeführt, welcher das Neueste und Vollkommenste auf diesem Le­rnet ift Dieser Apparat „Heinz elmännch^" ist m der Tat ein Heinzelmännchen, welcher es jeder Hausftau in einigen Minuten er­möglicht, selbst die größten Löcher in allen Geweben fast unsichtbar zu stopfen. Er wttft verblüffend, wie die Dofführdame mit der größten Leichtigkeit es jeder Hausfrau erklärt und prakttsch oorfühtt. Versäume da­her keine Hausfrau, sich diesen Apparat, welcher durch seine Regulierung einzig da­steht, bei der Firma 3. Seineberg & Co. anzusehen.

qun sguvsisMSK ajp aig -öunöamaqsMg; fang bekannt, daß bei der Plakatpropaganda namentlich alle Verkehrsschilder unbedingt ver­schont bleiben müßten und jede Beschädigung vermieden werden solle. Was die ersten Wahlreden anbetreffe, so sei auffallend, daß die Redner der DNVP. sich fast ausschließ­lich gegen die NSDAP, wendeten. Es werde ' der NSDAP, vorgeworfen, sie sei „parla- mentarifa)" geworden und pflege den Klassen­kampf. Die DNVP. habe zu solchen Äor- roürfen am wenigsten Berechtigung. Sie sei erst dann weniger parlamentattsch geworden, als sie so klttn wurde, daß ihr Einfiuß völlig schwand. Aber heute noch regiere sie parla­mentattsch, wo es nur möglich fei, und zwar in Wütttemberg, Danzig und — toletterend — in Bayern, und zwar ausgerechnet mit dem Zentrum zusammen. Klassenkämp- fettsch sei aber doch wohl nicht eine große den Wahlkampf. Er gab zunächst die Anwei- Schichten umfasse und ein Spiegelbild wahrer Volksgemeinschaft fei, sondern die kleine Par­tei, die alle Macht, allen Einfiuß und alle Posten nur einer kleinen Schicht zugedacht hät­ten, die mit der Hochfinanz und der Schwer- industtte in enger Verbindung stehe. Daß- die DNVP. ihre alten völkischen Grundsätze vreisgegeben habe, werde dadurch sichtbar, daß sie mit der „Frankfutter 3 et hing", der „Dossi- schen Zeitung" und dem „Bersiner Tageblatt" die gleiche Politik der Großbanken und Schwettndusttte vettrete. Hugenberg habe im .Scherlverlag immer schon über 20 Juden und «uch als Generaldirektor der Ufa Herrn Aros geduldet. Noch deutlicher würden diese Be­ziehungen zur Hochfinanz durch die Zugehörig- leit der Herren Solmson, Warburg und Was­sermann mm Herrenfiub. Die DNVP. wolle konservativ und monarKssfisch fein, sie habe aber doch das Revublikschutzgesetz angenom­men, ihre Minister hätten es durchgeführt und die Rückkehr des Kaisers bis zum heutigen Tag verhindett. Konservativ stt dagegen wohl eher die Patttt, die zuglttch die größte Bauernbeweguna der Geschichte darstelle, die dem deutschen Menschen die deutsche Scholle wiedergeben wolle und niemals ein solches Wirtschaftsprogramm vertreten werde rote das des Herrn von Popen, das alle Lasten einer fragwürdigen Ankurbelung auf die Schultern der Arbttter. Angestellten, Eewerbettttbenden und Landvolk abwälze. Die Bewegung Hitlers stt auch deswegen wahrhaft konservativ well sie dem Arbeiter ge­nau fo wie dem Unternehmer eine deuffche Heimat geben wolle und nicht die Arbeiter der Faust zu Untertanen zweiter Klasse mache. Wenn man an den Weltkrieg denke, in dem das ganze Volk, grade auch der Handarbeiter, so unendliche viele Ovser ge­bracht hätten, und sehe nun, wie Herr von Paven das deutsche Volk von aller Mitarbeit ausschließe und ihm nur die Lallen aufbürde, dann müßte man verzweifeln. Die vernünfti­gen Arbeitgeber hätten auch schon eingesehen. daß die Neueinstellung von Arbeitern nach diesem Programm, nämlich nur auf Kosten der Arbeitnehmer, ungerecht und un­sozial sei. Wenn man das deutsche Volk schon im Voraus mit neuen Steuern belaste, könne der Staat natürlich einige Aufträge verteilen, wodurch auch einige Taufenb Arbeiter — na­mentlich kurz vor den Wahlen — eingestellt werden mürben. Aber das sei nicht gesunde Privatwirtschaft, sondern ein Staats- sozialismus mit Prämien für Groß- betriebe, wie man ihn so gerne der NSDAP andichten möchte. Es sei doch sehr zu beachten daß nicht nur die Börse auf das Papen-Pro- gramm immer saurer reagiert, sondern daß die privaten Unternehmer, die sich noch einen gesunden Blick bewahrt hätten, von ihm mehr und mehr abrücken. Die Privatwirtschaft lehne vor allem die Formel: „Nach Paven bas Chaos“ ab, denn ein Reichskanzler könne — das wüßten die Deuffchen ja zur Genüge — anfangs für sehr unentbehrlich gehalten wer­den. plötzlich sei es bann mit bet Herrlichkeit vorbei.

Daß oiele Menschen an den ersten Maß. nahmne des Herrn von Papen Gefallen ge- funden hätten, sei erklärlich, ebenso, daß viele Menschen der Aufregungen des Wahlkampfes wirklich überdrüssig wären. Nicht der handele verantwortungslos, der auf die großen Ge­fahren der Entwicklung Hinweise, sondern der, der sie nicht erkennen wolle. Das Volk lasse sich nicht an die Wand drücken, die schaffende

ihre Rechnung. ES wird der Werdegang des Weins gezeigt, hfftottsche Gruppen und zum Teil auch recht humottsttsche Wagen ziehen vorüber. Anter anderem fShtt auch WM Ostermann in dem Festzug mit, der am Abend vorher ein Gastspiel in dem

Elfjähriger Junge durch Ueberfahren getötet.

Ms der lljähttge Sohn des Arbeiters Georg Schaf aus Hachborn (Ebsdorfer Grund), der gegenwärtig während seiner Fetten im Aachbardorfe Erbenhausen weift, an einer abschüssigen Stelle einen mit Rü­ben beladenen Wagen abbremsen wollte, geriet er unter den Wagen. Der Junge wurde vom Hinterrad überfahren und so schwer verletzt, daß er kurz darauf starb.

gering genährte

F ärien fKalbinnen, Jungrinder) vollfleiichige, ausgeniästete höchsten Schlachtwerts vollfleischige fleischige

2. Ralber :

belle Mast- und Saugkälber mittlere Mast» und Saugkälber geringe Kälber

Ochsen, volllleischige ausgemöftete Ztr. Lbg. höchsten Schlachtwerts jüngere Mt. 30—32 altere „ 26—29 sonstige volllleischige jüngere 20—25

Bullen, jüngere, volllleischige

höchsten Schlachtwerts „ 26—28

sonsttge-vollfleischige ob.ausgemästete „ 22—25 fleischige . . —

Dann geht die Reise nach Bacharach Alle Häuser haben geflaggt und sind rot erleuchtet. In Bacharach selbst herrscht fröhlicher Winzertreiben. Alle Legale sind überfüllt. Allzu früh schlägt die Tren- irungsstunde. Doch einige Anentwegte las­sen sich nicht abhalten und sollen noch bis

in die Morgenstunde das Tanzbein ge­schwungen und auch dem Wein tüchttg zu- gesprochen haben. Da keine Fahrgelegen­heit mehr vorhanden war, mußten sie den fast 8 Kilometer langen Weg zu Fuß zurücklegen. Der Sonntag morgen ver-

Hachborn eine Versammlung ber Vereins- I

gung statt, bte trotz ber schlechten Witterung I Frühschoppen. Rach dem Mittagessen ging sehr gut besucht war. Vertreten waren bte Vereine Marburg, Kirchhain, Wetter, Erotz- seelheim, Dreihausen, Einselborf, Hachborn. Der Vorsitzende ber Vereinigung, Hofmann- Marburg, eröffnete bte Versammlung um 3 Uhr unb gab zunächst bekannt, daß ber Ee- flitgelzttchtverein Kirchhain seine allgemeine Ausstellung auf bett 25. bis 27. November ver­legt habe, bte Vezirksvereine möchten bie Schau durch zahlreiche Anmeldungen unter­stützen. Der Schriftführer der Vereinigung war durch Krankheit am Erscheinen verhin­dert, deshalb übernahm Herr Kraul- Ebs­dorf bte Protokollführung. Herr Vogel- Hachborn gab bett Entwurf des Programms der 3. Bezirksausstellung, die vom 13. bis 15. 3anuar 1933 in Hachborn ftattfinbet, bekannt. Nach einigen Ergänzungen und Beantwortung einzelner Anfragen durch den Beztrksvor- sitzenden wurde der Entwurf gut geheißen. Hierauf wurde in die Besprechung der An­träge zu der am 22. Oktober in Hannover ftattfinenben Hauptversammlung des Bundes ,

sonders diejenigm^ äs^Direkwrs^Vechtel I Stöbt. Bekanntmachung Breslau-Carlowitz, nach Verlesung durch den Vorsitzenden, eingehend erörtert. Die Ver- fafae einstimmig folgenden Ve-

Wuß: Die Bezirksversammlung der Ge- llugelzuchtvereine für die Preise Marburg— Kirchham—Frankenberg effucht den Verbands- vorsitzenden, Herrn Hordemann-Kassel, in ber Bundesversammlung in Hannover für bie Anträge bes Herrn Direktor Vechtel zu stim­men, mindestens aber die auf unsere Vereini­gung entfallenden Stimmen in diesem Sinne abzugeben/' Die Vereine Frankenberg Wit­telsberg, Mötsch und Schröck, bie in ber Ver­sammlung nicht vertreten waren, sollen von dem Beschluß m Kenntnis gesetzt werden und thre Stellungnahme zu demselben innerhalb 8 Tagen an den Bezirksvorfitzenden mitteilen. Der Vorsitzende verlas hierauf ein Schreiben bes "Bundesvorstandes betreffend die Lieferung • Defiügelfatter. aus dem MA b,a6 Preis für dasselbe

W bekannt ist und die Züchter mit der Bestellung noch warten sollen. Die nächste Be- QT■*rirtTr.?,! nun begin-

5^". Ausstellungsperiode erst int Februar bei dem Mittglied E.

Petl, Glifabetbbrunnen bei Schröck.

Man schreibt uns:

Am Sonntag nachmittag fand im über­füllten Etadtsaal eine Kreistagung der Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte des Kreises Marburg-Kirchhain ber NSDAP, statt, wobei zunächst die Erunb- züge ber Neuorganisation durch den Kreis- kttter erläutert wurden. Das deutsche Reich ttnschließlich Oesterreich ist in 10 Landes­inspektionen eingeteilt, die 2 Reichsinspektio­nen, als nächster Instanz ber Reichsorgani- fationsleitung unb schließlich bem Führer Adolf Hitler unterstellt sind. Die Landesinspektio­nen seriellen in Gaue, die etwa einem Wahl­kreis entsprechen, die Gaue in Kreise, die einem selbständigen Verwaltungsgebiet (Land­kreis, kreisfrtte Stadt) entsprechen. Der Kreis Marburg umfaßt 17 Ortsgruppen mit je etwa 500 Mitgliedern, eine Ortsgruppe des Kreises umfaßt je nach der Größe 1 bis 14 Ortschaften. Ortsgruppen sind in Zellen mit etwa 50 Mitgliedern, Zellen in Blocks mit je 10 Mitgliedern eingeteilt. Die Ortsgruppe Marburg hat 14 Zellen und 59 Blocks und dazu eine besondere Organisation für nicht ständig anwesende Pattttgenossen, da wegen der hohen Mitgliederzahl sonst die Aufteilung

steine, owie die AbsperrungSvorrichtungeii zur Serie und werter geht die Fahtt über die aufgerissene Sttatze nach Oberwestt. In Oberwesel werden Rachtguartiere ge­sucht, denn Bacharach ist überfüllt.

8um Winzerfest tn Nacharach

Wan schreibt uns: Am Sonnabend ver, ließ der große Ausflugswagen der bleiben. Um die große Dewegmm noch I Reichspost Marburg zu einer Fahtt, die straffer zusammen zu fassen, habe Hitler nun vom Reisebüro veranstaltet Wörde, ^uch..die volltssche Organisation nmh mili- mar, nach Bacharach zum Winzerfest. Eine tätlichen Enmfaatzen durchgefuhrt. Em star- erstklassig SttmmunaSkavelle forctte ff, les Führertum mittlerer und unterer Grade I «V inwL,;

sorge für die lebendige Verbindung mit allen

Volkskreisen. Jeder dieser Unterführer sei | kurz hinter Marburg war alles eine ein Soldat Hitlers und habe, selbst ein einzige Familie. Die Fahtt fühtte über Vorbild, für Ordnung und Ehrenhaftigkeit I Gießen, Wetzlar, Braunfels, Weilburg in seinen Reihen zu sorgen. I nach Limburg, wo der Kaffee eingenommen

Der Redner schloß mit den Worten: „Der vmrde Aach kurzer P<ms e ging eS weiter Zusammenbruch von 1918 ist m elfter Linie über Katzenellenbogen, Aaltätten nach St. ein Versagen der Führung gewesen. Man Goarshausen. Dott setzte die große Fähre ließ die Nation Opfer über Opfer bringen, I den Ausflugswagen nach St. Goar über, ohne den tiefen Sinn des Geschehens, das I Bon St. Goar ging die Fahtt auf direktem einer Wt Respekt vor der deutschen Kraft Wege, längs des Rheins, nach Oberwesel. abnotrgte, zu begreifen. Heute ist es wieder Bet dieser Nabtt aalt es einige SSrnäer. so. Die Nation opfert und darbt, ein gro-

ßer Führer will diesen Opfern Strm und ^ffe zu überwinden, denn die Hanpffttahe Ziel geben. Aber zwischen ihn unb den instandgesetzt. Durch die Amlettungs- Führer im Weltkrieg, dessen hehre Gestalt straßen kommt man mit dem großen Post,

von furchtbarer Tragik umgeben ist, schieben wagen nicht durch, die Hauptstraße ist

sich Ratgeber, die nicht wissen wollen, daß I gesperrt und zurückfahren kann man nicht, jetzt um bas Schicksal Deutschlands. da die Reise ja zum Winzerfest in Bacho-

N'cht aber um die Interessen enter reaktiv- rach gehen soll. Kurz enffchloffen räumen

■c aniOT I die Fahrtteilnehmer einen Haufen Pflaster-

Volk hat tn seiner Mehrheit bte Stunde 1 - ■ - - — 1 ■ - 1

erkannt. Adolf Hitler rotrb niemals kapi­tulieren. Entgegen allen Prophezeiungen ist ber zweite Wahlgang um die Präsidenten­würde ein übermältigenber Erfolg ber deut­schen Freiheitsbewegung geworden. So gehen mir auch voll unerschütterlichen Glau­bens und Kampfeswillens in den neuen Wahlkampf."

Eine nichtöffentliche Besprechung der Orts- gruppenleiter schloß sich an.

Die ßanbjägeteiabteilung hält am Freitag, bem 14. Oktober 1932, von 8 bis 12 llhr auf ben Eefechtsschießstänben in ber Knutzbach Ge­fechtsschießen ab.

Vor bem Betteten bes durch Sicherheits­posten abgesperrten Geländes wirb gewarnt.

Marburg, ben 10. Oktober 1932. (5653

Der Oberbürgermeister als Polizeibehörde. ______________I. V.: Voß. ___________

echlacktvle-martt MlMurl a.M.

, Ottober, mittags 12 Uhr. (Vorbericht) 1. Rinder: