Eine bedenkliche Wendung
Deutschland nimmt den
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teilt wird, einem Gedankenaustausch ebenfalls günstig gegenüber, sei aber der Ansicht, das, der Ort der Zusammenkunft noch zum Gegenstand von Erwägungen gemacht werden soll.
Dazu wird bekannt, dass Frankreich plane, die Konferenz nach Lansaune z» ziehen.
Rr.LR 67. (WO.
Marburg a. Lada
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ft. Manila, 10. Ott. Sie hiesige Funkstation hat Rotsig « ale des deutschen Flie. gers v. Gronau ausgefangen, die besagen, daß er wegen eines Motordefekts gezwungen gewesen sei, ans de« Indischen Ozean nordwestlich von Swettenham (Straits Settlements) »iedevzugrheu. Rach einer späteren Mitteilung ist als Positionsangabe des Fliegers 14 Grad 20 Min. nördlicher Breite «nd 17 Grad 10 Mia. östlicher Länge verstanden worden.
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Ein weiterer Fuuksprnch von Krona« besagt, daß er mit seinem Wasserflugzeug etwa 200 Meilen südlich von Raugun bei hohem Seegang treibt. Sein Riedergang aus See sei dnrch Bruch der Wasierpnmpe verursacht worden.
fk. Manila, 10. Ott. Seit Mitternacht ist keine Rachricht «ehr von dem Flieger v. Gronau eingegangeu. Einer seiner letzten Funksprüche, die anfgefange« werden konnte», besagt, daß er versuchen werde, anfzu- fliege«, falls der Wellengang dies gestatte.
Stontao, ttn 10.NL 1932
Berlin, 10 Oft Der Wortlaat der deutschen Antwortnote ans die englische Einladung an einer Konferenz zur Beilegung der Abrüstungsstreitigkeiteu in London teilzunehmen, wird nicht veröffentlicht. Wie verlautet, erklärt die deutsche Regierung jedoch in der Rote ihre Bereitwilligkeit, mit den eingeladenen Mächten in einen offenen Meinungsanstausch über eine zweckmäßige und billige Lösung der aus der rlbrüstungskouferen'z entstandnen Schwierigkeiten einzutreten. Als Ausgangspunkt für Aussprache wird die Schlußerklärung von Lausanne angesehen, in der sestgestellt wurde, Abrüstungskonferenz entstandenen Schwierig- parationsfrage im Wege eines Meinungsaustausches zur Herstellung und Förderung des Friedens und des Vertrauens zwischen den Völkern im Geiste des Ausgleiches der Zusammenarbeit und der Gleichheit geregelt werden löunen. Dagegen wird sestgestellt, daß als Grundlage der Aussprache die englische und sranzösischc Rote aus den deutschen Schritt schlecht geeignet seien. Die deutsche Rote vermeidet es jedoch, einen pessimistischen Ton anzuschlagen und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es möglich fein werde, die Gründe zu beseitige«, die pu dem Fernbleiben Deutschlands von der Abrüstungskonferenz geführt hätten. Bezüglich des Zeitpunktes der Konferenz wird erklärt, daß der ursprünglich in Aussicht genommene Zeitpunkt infolge der Tagung der Bundesratsoersammlung des Völkerbundes in Genf nicht geeignet erscheine. Statt desien wird vorgeschlagen, eine« spätere« Termin zu wähle«.
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Die französische Regierung steht, wie aus Loudon über die franMsche Antwort mitge-
brrtische Botschafter in Parts am Sonnabend Herriot mitteilte, habe Herriot entschiede« Protest gegen eine Erörterung de» deutschen Ansprüche» außer in Genf und unter Teilnahme aller Interessierten eingelegt.
Deutschlands Zustimmung
Der Wortlaut der Antwortnote wird geheimgehalten
Äbechessische Zeitung
fHe »Vberdesstsche Zeitung* et» sechsmal wöchentlich. Be- tnowrfL L Marburg 2.02 09K. ausschl- Zustellimgsgebabr, «nfren Agenturen 1.93 SM.
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von Gronau verunglückt?
Notlandung im Indischen Ozean — Seit Mitternacht keine Nachricht
Infolgedessen habe Macdonald zu einem schon alten Verfahren gegriffen. Er habe den französischen Ministerpräsidenten sondieren lassen, ob er bereit wäre, demnächst zu einer vertraulichen Besprechung nach London zu kommen. Herriot habe allerdings diese Anregung nicht gerade mit Begeisterung ausgenommen.
englischen Vorschlag an - Auch Frankreich stimmt zu - Termin, Ort und Thema unbestimmt
Hernot von Macdonald nach London eingeladen
Die englische Presse über die deusche Antwort.
Das deutsche Engehen auf die englischen Anregungen, den deutsch-französischen Kon- flicktsstoff durch direkte Verhandlungen zwischen den vier hauptbeteiligten Mächten aus der Welt zu schaffen, hat den Ton der Sonntagspreße merklich beeinflußt. „Sunday Referee" gibt der Zuversicht Ausdruck, daß dadurch der Pessimismus zerstreut werde, der die Abrüstung seit der Zurückziehung Deutschlands von (Senf lähmt. Deuschland habe Zeugnis abgelegt von seinem ernsten Begehren, sich unter die fortschrittlichen Kräfte bei allen Nationen einzureihen und di-Zenigen Lügen gestraft, die in der Weigerung, an den Genfer Beratungen teilzunehmen, die Entschloßenbeit erblickten, um jeden Preis aufzurüsten.
Rätselraten «m Heerdts Londoner Reise.
fk. L o n d o n, 10. Okt. Bisher liegt noch keine amtliche Mitteilung darüber vor, ob Herriot die Einladung zu einem privaten Gedankenaustausch mit Macdonald annehm- der „D a i l y M a i l" glaubt allerdings zu wißen, daß Herriot die Einladung bereits angenommen habe. Der Pariser Korrespondent nennt sogar den Mittwoch als wirklichen Tag der Abreise Herriots
Englisch-französische Vorkonferenz
fk. Pari», 10. Ott. In den Unterredungen. die Herriot am Sonnabend eit Henderson «nd Lord Tyrrell hatte, hat H«rrt-t seinen Beschluß bekannt gegeben, zu einer persönlichen Aussprache Mit Macdonald nach London zu reisen. Als Termin der Zusammenkunft der beide« Ministerpräsidenten wird der Mittwoch genannt. Hinsichtlich der Gleichberechtigungssordirung besteht Herriot dagegen auf seiner Forderung, daß dies« nicht in London, sonder« in einem Ort der Schweiz stattfinden müße.
In französischen Kreisen wird erklärt, daß Herriot nach wie vor die Zuständigkeit des Völkerbundes und der Abrüstungskonferenz für die Aussprache über die deutsche Gleichberechtigung, wünscht.
In Londoner Kreisen wird eine Ueber- sicht der politischen Lage gegeben, wonach sich nunmehr alle Beteiligten Mächte grundsätzlich mit einer Erörterung der Eleichberechtigungs- frage einverstanden erklärt hätten. Es bedarf gleichwohl noch des größten diplomatischen Taktes, nun die Besprechung auch wirklich in Gange zu bringen.
Der neue französische Ab- rüstungsplan wird erst der Beschluß- fasiung durch den Obersten Rat für die Landesverteidigung überwiesen und alsdann Ende Oktober vor dem Abrüstungsbüro beraten werden.
Aach Besprech«»« Herriots mit Henderson eine Besprechung zu Fünfen?
fk. Paris, 10. Okt.' Di- Abwesenheit Herriots am Sonntag von Varis hat es auch der sonst gut unterrichteten Presie unmöglich gemacht, nähere Einzelheiten über die beabsichtigte Londoner Reise Herriots zu erlangen. Man. nimmt hier an, daß die amtliche Einladung Macdonalds an Herriot zum Besuch im Laufe des heutigen Montags einstehen wird. In französischen Völkerbundskreisen rechnet man außerdem mit der Möglichkeit, daß sich an die Unterredung zwischen Herriot und Macdonald eine Besprechung zu Fünfen in London oder Genf anschließen wird. Für diese Besprechung wird die zweite Hälfte dieses Monats in Aussicht genommen. Es wird dabei betont, daß eine derartige Zusammenkunft die Zeit nützlich ausfüllen würde, die die französische Regierung noch bis zur endgültigen Feststellung des Ab- ttistungsvorschlags benötige.
»Daily Telegraph* über die Einladung Herriots nach London.
fk. London, 10. Okt. Dem diploma- ftschen Korrespondent des „Daily Telegraph" zufolge habe Macdonald Herriot nach London eingeladen,, um die Bbrüstungsfrage zr erörtern. ■ Diese Zusammenkunft werde im Laufe der Woche erwartet.
Trotz, der versöhnlichen Antwort Ber- li«» an London, tferen Inhalt der
Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesfen Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt »«d »reis Marburg
Neue Gefahren
Das Rätselraten der letzten Tage, das durch die Unsicherheit und die vielfachen Winkelzüge der internationalen Diplomatie Ulm den englischen Vermittlungsvorschlag entstanden war, ist nunmehr endlich durch eine Londoner Meldung beendet worden, daß sowohl Berlin als auch Patts gründe sätzlich einem Gedankenaustausch zur Ben seittgung der Schwiettgkeiten in der Gleich« beritt gungs- und Abrüsttrngsfrage zu- gestimmt haben. Gegenüber der betonten Befriedigung, die die Londoner Diplom matte über diese Entwicklung zur Schau ttägt — was angesichts der durch die ungenügende. diplomatische Vorbereitung der Aktton verursachten Schlappe verständlich ist — muß aber doch gesagt werden, daß ein nennenswetter Fortschritt zunächst jedenfalls noch nicht zu sehen ist. Roch sind die Fragen des Zeitpunktes und des Ortes der Konferenz -zu klären, .und gemessen an den bisherigen Schwiettgkeiten dürfte die Klärung dieser Fragen noch genügend Anlaß zu neuen Intrigen und neuem Wirrwarr geben, vor allem, weil die Pariser Zusage offensichtlich nur mit halbem Herzen und unter dem Druck der deutschen Zusage erfolgt ist.
Diese Zwangslage, in der sich der Quai d'Orsay nach der deutschen Zustimmung befand und die ihm Nur die Wahl ließ, gut- Miene zum bösen Spiel zu machen, oder sich erneut den Vorwurf des ewigen Stö- renftteds zuzuziehen, ist nicht zu vettennen und zweifellos liegt hiettn einer der maßgebenden Gesichtspunkte, die für die Abfassung der deutschen Zusage bestimmend waren. Auch wenn man der deutschen Di- plomatte diesen Erfolg ohne weiteres zu- aesteht, entfallen damit noch nicht die Bedenken, die dem Inhalt der deutschen Antwortnote, die am Sonnabend in London überreicht worden ist. entgegengebracht werden müssen. Der Wortlaut der deutschen Stellungnahme ist zwar nicht veröffentlicht worden, doch geht aus den offiziösen Mitteilungen deutlich genug hervor, daß das Auswärtige Amt offenbar aus den genannten taktt scheu Erwägungen heraus die bisher aufrecht erhaltene Plattform des deutschen Standpunttes verlassen und sich auf einen Weg begeben hat, der doch sehr gefährlich ist. Es ist nicht mehr die Bede von den klaren Voraussetzungen und Bedingungen hinsichtlich der Disttls- sionsgrundlage der Konferenz, wie das bisher der Fall war, sondern an die Stelle dieser Bedingungen ist nun die „Warnung" getreten, es würde schwerlich möglich sein, eine Regelung der Streitfragen herbeizu führen, wenn die Konferenz auf die Grundlage der französischen und der englischen Rote vom 11. bzw. 18. September gesteltt werde. Was aber, wenn die Gegenseite diese Warnung nicht beachtet, sondern das, was für das 'Bewußtsein der deutschen Oeffentlichkeit jenseits jeder internationalen Diskussion als unantastbares Recht dasteht, erneut in einer Weise zu behandeln versucht, die der in der französischen und englischen Rote zum Ausdruck gekommenen Methode nur allzu sehr ähnelt? 'Da ein Umfall der deutschen Politik in dieser Frage nicht zu erwatten ist. bleibt dann nur die Möglichkeit, die Konferenz auffliegen zu lassen und die bewährte Pariser Propaganda wird dann nicht veffehlen, Deutschland vor aller Welt als den Störenftted hinzustellen. Die deutsche Einschaltung in die kommenden