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yberhessische Zeitung, Marburg <l g.. Sonnabend, den 8. Oktober 1932

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beitslos-nzahl betrachten, rote es n !* ' Zeit geschehen ist, weil die ständigen ^tmse ich- tungen innerhalb der erroerisstätigen Be­völkerung besonders wahrend einer so lang­wierigen und tiefgreifenden Krise zahlenmäßig nicht erfaßbar sind.

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Daß die Abnahme der Arbeftslosenzahl nicht ohne weiteres mit einer entsprechenden Steigerung des Beschäftigungsgrades gieichge- setzt werden kann, ist bekannt. Man darf

Ein rapides Wachstum erlebt gegenwärtig die japanische Filmindustrie: nach der letzten Statistik wurden tm Jahre 1931 790 Filme in japanischen Ateliers von japa­nischen Gesellschaften hergestellt. Der Ton­film steckt allerdings noch in den Anfängen.

140 bisher unbekannte Briefe Goethes hat mit weiteren 260 wichtigen Dokumenten aus dem Weimarer Goethekreis die Bremer Staatsbibliothek dieser Tage aus Prioat- befitz erworben.

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Tagesanzeiger.

Sonnabend, den 8. Oktober.

VergnSgmtgsanreiger.

Cafe Markees, Rertgasse: Ao 16 u. 20 Ahr: Konzert Hansi Nurtsch mit seinem Orchester.

Cafe Vetter. Reitgasse: Ab 20 Ahr: Bobby Müller und seine Solisten.

Stadtkeller. 20 Ahr: Künstlerkonzert Al' Duesher mit seinen Solisten.

Restaurant Dcrab, Frankfurter Str.: 20 Ahr: Konzert mit Tanzeinlagen.

Capitol, Diegenstr.: .15 Ahr:Sein bester Freund", 17 und 20.15 Ahr:Die «vier von Bob 13.

Kamera. Kasrrnenstraße: 17 u. 20.15 Ahr: Das schöne Abenteuer.

Schloß-Cafe. Marburg: 20.30 Ahr: Ge­sellschaftstanz.

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Sturmbannführer Gunst,

itt hier in Marburg als Reimer bekannt jt, das Wott. Er wies daraus hm, daß üe NSDAP auch im dem kommenden, ihr ungezwungenen Wahlkampf nur an eins zu enken habe, an das deutsche Volk. In 13 Zähren habe Adolf Hitler dem deutschen Btif einen neuen Glauben inte Herz ge- »äckmert. Nicht Herr von Papen, Sicht >err von Eayk und auch nicht Hugenberg eien es gewesen, die in die roten Hochburgen iei Großstädte gegangen seien und um die Seele des deutschen Menschen den Kamps »fgenommen hätten. Wo wären die Man­er vom Herren-Klub, die jetzt zu Amt und Bütben gelangten, damals gewesen, als man örter Einsatz des Lebens Tag für Tag um ie nationale Erweckung des Volkes kämpfen Mißte? Niemand hätte von ihnen gehört, her jetzt nähmen sie die Macht für sich in inspruch, die langst einem anderen gehöre. Benn Herr von Januschau gesagt habe, Mer zuerst schießt, ist Sieger", so möge er ms bedenken: An diesem Tage, da man auf «e Armee Httlers zu schießen wage, würden >en Männern der SA und SS die Waffen

Hitlers, die die Wehr des deutschen Volkes nach außen verstärken und im Innern eine Front ausrichten wolle gegen die von gestern. Denn diese Männer von gestern hätten im Weltkriege und 13 Jahre nachher ihre Aus­gabe nicht erkannt. Hitler aber werde das deutsche Volk, wie er es zu nationalem Wol­len geweckt habe, auch zum «iege führen. Der Redner wurde oft von stürmischem Bei- fast unterbrochen.

Konzert bet SS-Kapelle.

Die Wehrpolitische Kundgebung der SS- Standarte war umrahmt von einem Konzert der SS - Standarten - Kapelle 35 Kas­sel, welche unter der umsichtigen Leitung ihres Dirigenten Malchow erfreuliche Proben ihres Könnens aufzuweisen vermochte. , Das aus jungen Berufsmusikern zusammengeletzte Orche­ster ist besonders gut in Blechmusik (Horner, Trompeten und Tubus) vertreten, und macht

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Iftett öden und hart sein müßten. Die SS-Män- wollten nichts anderes als Kämpfer sein, der Führung Adolf Hitlers, für natio- y? Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Jeder Hai, Mv-Mann fei erfüllt von hartem Willen

Während des zweiten Teiles der Kund- 3 Uhi ebung ergriff der

Ausschußfitzung des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts-Bundes.

Berlin, 7. Oft. Der Ausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbun- des beschäftigte sich heute mit den Konse­quenzen, die durch die Durchführungs­verordnung des ReichSarbeitsministerS vorn 3. Oktober für den Abwehrkampf der Arbeiterschaft gegen den Lohnabbau ent­stehen könnten. Einmütig wurde die Meinung vertreten, daß durch die Ver- vrdnung die Einwände der Gewerkschaften gegen das Bestehen einer Friedenspflicht nicht entkräftet worden seien. Die Ge­werkschaften könnten sich den Protesten ihrer Mitglieder gegen den Lohnabbau nicht verschließen. Die Verantwortung für die Arbeitskämpfe tteffe daher nicht die Gewerkschaften, sondern die Regierung.

In einer öffentlichen Kundgebung der Gewerkschaften am 18. Oktober sollen die unheilvollen Folgen aufgezeigt werden, die sich aus der Durchführung des erneuten Lohnabbaues für die Lebenshaltung und für eine wirksame Arbeitsbeschaffung er­geben müßten.

Tragödie eine« deutschen Ehepaars in einem Schweizer Hotel.

Lugano, 7. Okt. In einem hiesigen Hotel ereignete sich gestern nachmittag eine Ehetragödie. Die 1905 geborene Margarethe Lotz hatte ihren 1899 gebore­nen schwer leidenden Ehemann Albert Lotz durch zwei Schüsse getötet und sich selber schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Das Ehepaar besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Näheres ist nicht bekannt. Die beiden hatten die Absicht, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden.

Die Arbeitsmarktlage

Berlin, 7. Okt. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Ar­beitslosenversicherung für die Zeit vom 16. bis 30. September 1932 waren Ende Sep­tember bei den Arbeitsämtern rund 5 100 000 Ar beitslose gemeldet. Während des ganzen' Monats September hat damit die Arbeitslosenzahl nach eine» vorübergehenden Erhöhung um rund 231 000 a b g e n o m men. Saisonmäßige Einflüsse, die Maß­nahmen der Reichsregierung und in beschränktem Umfange noch die bekannten Aenderungen des Unterstützungs­rechtes haben zu dieser Entwicklung des Zahlenbildes beigetragen.

Die Zahl derHauptunterstützuugs.mpfäuger belief sich Ende September in der Arbeits­losenversicherung auf rund 626 000 (gegen 660 000 am 15. September), in der Krisen­fürsorge aut tu^b 1224 000 (gegen 1280000 am 15. September). Don den Arbeitsämtern anerkannte Wohlfahrtserwerbslose wurden Ende September rund 2 035 000 gezählt, d. h. rund 5000 mehr als Ende August. Die Zahl der Notstandsarbeiter, die sich Ende August auf 67 000 belief, konnte im Laufe des September, begünstigt durch die Witte­rung, noch um etwa 5000 gesteigert werden. Die Zahl der tatsächlich beschäftigten Ar­beitsdienstwilligen ist von rund 144 000 Ende August auf rund 200 000 Ende September gestiegen.

es manchmal den nummerisch bedeutend ge­ringeren Holzbläserenscmble nicht leicht, mtt- zukommen. Im großen und ganzen standen die Holzbläser aber ihren Mann und konnten sich an einzelnen Stellen mit lobenswerten Leistungen ins rechte Licht stellen, besonders der Soloflötist, auch die Flöten- und Klari- nettengruppe, welche von einem harmonischen Trompetenauartett abgelöst wurde. Am besten lag dem stattlichen Tonkörper die absolute Militärmufik, aber auch in anderen Vor-, trägen, z. B. derOrpheus-Ouvertüre" konnte man eine gebiegenbe Auffassung und gutes Musizieren wahrnehmen, ein Zeichen, daß die Kapelle auf dem besten Wege ist, auch höheren Ansprüchen zu genügen. Be­sonders Erwähnung gebührt den Fanfaren­bläsern. welche sauber und rhythmisch straff ihre Aufgabe lösten.

Allen Darbietungen der wackeren Musiker­schar wurde lebhafter Beifall zuteil.

Versammlungen, BortrSge, sportliche jt

Veranstaltungen nfw. v

Jäger und Schützen: Im IägerMvner Monatsversammlung.

Sonntag, den 9.Oktober. Bergnüglmgranreiger.

Schloß-Cafe, Marburg: 15.30 Ahn Konzert. ____

Capitol, Biegenstr.: 14 Uhr:Sein läster Freund, ferner 15.30, 17.30 und 20.15 Uhr:Die vier von Bob 13.

Kamera, Kasernenstraße: 15.30, 17.30 und 20.15 Uhr:Das schöne Abenteuer*.

Cafe Markees. Reitgasse: Ab 16 u. 20 Uhr: Hansi AUttsch mit seinem Orchester: 16 Uhr: Tanz-Tee; 20 Uhr im Saal Gesellschaftstanz.

Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 16 und 20 Ahr: Bobbh Müller und seine Solisten.

Kurhotel Ortenberg: 16 Uhr: Tanztee, 20 Uhr: Gesellschaftstanz.

Restaurant Daub, Frankfurter Str.: 20 Ahr: Konzert mit Tanzeinlagen.

Stadtkeller: 20 Ahr: Kunstlerkonzert mit Tanzeinlagen der Kapelle Al' Buesher.

Stadtsäle: 20 Uhr: 1. Wintergastspiel der Operetten-Bühne Duisburg-Hamborn: Der Dogelhändler.

O. HtzG. D.: 12. Wanderung nach dem Hinterlande, Abfahrt 9 Uhr ab Happt* bahnhof.

RSDAP.: 14 Uhr in den Stadtsälen: Kreistagung.

Verein ehern. Jäger und Schützen: 15 Uhr: Preis- und Kettenschießen.

Auswärtige Veranstaltungen.

Bracht: Bei Gastwirt Weigel: Kirmes. Caldern: Bei Gastwirt Schäfer: Kinne«. Wehrda: Im Lahngarten: Kirmes.

Monttag, den 10. Oktober.

Marburger Hausfrauenverein e. D. und Iugendgruppe: 19 Uhr in den Stein­wegsälen: Fischwerbeabend.

Auswärtige Veranstaltungen: Bracht: Bei Gastwirt Weigel: Kinne«. Caldern: Bei Gastwirt Schäfer: Kinne«. Wehrda: Im Lahngarten: Kirmes.

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jt. 237

^V-Mann sei erfüllt von hartem Willen fanatischer Liebe zu Volk und Vater- ano, aber auch erfüllt von fanatischem Haß Sm alle, die das deutsche Volk am Boden Wten wollten. Das gelte in erster Linie 4t unsere Gegner da draußen, die Fran- ®'en und ihre Trabanten, aber auch für die- Ertgen, die ich auf Kosten des Volkes Stel= n8 und Reichtum selbst barm verschaffen traten, wenn bitterste Not herrsche. Der r^mpf her DNVP, der sich augenblicklich 5? gegen die NSDAP richte, beruhe vor darauf, daß die Nationalsozialisten ? wagten, soziale Forderungen zu erheben und Jr*1 Menschen nicht nach Titel und Rang , ^schätzen. Die Nationalsozialisten seien ^bellen im Sinne Yorks, der seinen König die entschlossene Tat an seine Pflicht Innern mußte. Die NSDAP, werde zur W kommen, und zwar aut legalem Wege, ?nge die anderen diesen Weg nicht oer- Wer frei werden wolle, wer soziale ^ftechligkeit wolle, habe es selbst in der Hand.

solle sich einreihen in die Armee Adolf

ett der wehrpolitischen Kundgebung des Sturms, 11/ SS-Standarte Marburg r." .r ' ten der große Stadtsaal und die Galerien " Ä den letzten Platz besetzt. Der Ein- b b£r 200 strammen SS-Leute unter brobe ' Klängen ber Standarten-Kapeile löste tn b fischen Jubel aus. Nach einer kurzen könnt« uarüßung durch den Sturmführer Koster. Rüh ^tburg, und einigen Musikvorträgen nahm lnäckst der

Äreiu ns Wort zu einer kurzen Ansprache mit dem er Hy Rotte:Soldat, deine Ehre heißt Treue".

)er Eid des Soldaten sei niemals eine oimsache. Der Zusammenbruch des deut- en Volkes ser erst dadurch so unheilvoll Mtden, daß Groener den dem Kaiser Kworenen Eid für eine Formsache erklärt

abe und so den letzten Widerstand der ation unter der Führung des Kaisers ver- mbahi nbert habe. Der erste Ansatz zu neuem i de Idatischem Geist habe sich bei den Kämpfen ich di m die Ostgrenze gebildet, und aus den t niti leihen dieser Männer habe Httler dann bte rften Kämpfer seiner schwarzen Armee ge- »onnen. Daß sie ihre Pflicht bis zum letz- tönnei m zu erfüllen wüßten, bewiesen die 350 hienei loten, die sie in die Erde gebettet hätten.

jtne Frucht dieses nie endenden Kampfes . t. >t auch der letzte Wahlsieg der NSDAP ge- l w01 wesen. Da habe man gehofft, daß es Mich vorher ser mit Terror und Verrat. Iber, was man dem Führer der marristi- * jen und pazifistischen Sozialdemokratie be- ' ingimgslos gewährt habe, habe man Adolf lw t jttler, dem Führer ber größten deutschen en öl «ihertsbewegung versagt. So müsse der Dales tampf werter gehen. Es komme nicht dar- tho ,uf an, wer nach Berlin marschiere, sow Taa tat wer -bald aus Berlin herausmarschie- ir bei tn müsse. Wenn der deutsche Bürger noch übt dem Ansturm des Bolschemismus zum "uue Opfer gefallen sei, so verdanke er das dem Opfermut der SA und der SS. Diejeni- och zi en, die 1918 versagt hätten, sollten nicht sech tauben, daß jetzt die Zeit für gute Pfrun- a tn gekommen und alle Gefahr vorbei sei. sie sollten nie vergessen, mit welchen Opfern huen Ruhe erlauft sei und selber Opfer brin-

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iits den Fingern wachsen. Werde nicht bald ie Zett wtederkommen, wo der deutsche Bür- Itr sehnsüchtig Ausschau hatten werde, ob bm nicht ein jetzt so gern verhöhnter SA- rs; wum gegen den bolschewistischen Terror zu irt, böse komme? Gerade die Spießer und Drt. Jörgler sollten sich überlegen, daß ohne den Opfermut Hitlers und seiner Bewegung Nit Thälmann Diktator von Deutschland gäre. Darum solle aber auch das deutsche ück. »olk den SA- und SS-Leuten das Be- ^hßtsein geben, daß es in gleicher.Opferbe- pttichaft hinter ihnen stehe. Und wer nicht n der Lage sei, selbst sich einzusetzen,, bei jedenfalls materielle Opfer zu bringen Bllfen. Viele aber schienen es immer noch M)t begriffen zu haben, daß ein Volk auf = vben muß, wenn es frei sein will. Und D*eIe schienen nie zu begreifen, daß Kämpfer )t Süßholz raspeln könnten, sondern deutsch

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