Blatt 2
(Nachdruck verboten.)
Anschluß nach Alteichen!
Roman von Anny von Panhuys.
(Fortsetzung.)
Arno war ein wenig erregt. Sie bei» hchlte es sich nicht. James Maker interessierte sie sehr, und es ärgerte sie, daß solche Dinge über ihn in der Zeitung standen.
Gin bißchen verdutzt langte Joachim Rademacher noch dem Blatt, das ihm Arno stumm entgegenhiest. Gr fichlte dabei ein jähes Anbehagen.
«Lesen Sie nur“, drängte sie, und bot ihm Platz an.
Gr blieb stehen und las, während sich sein Anbehagen bei jedem Woll, das er las, noch verstärkte:
„Amsterdam. In einem eleganten Restaurant schoß ein junger Mann, der hiesigen ersten Gesellschaft angehörend, aus Eifersucht auf den Sohn des bekannten Reuyorker Großindustriellen Maker, der sich zur Zeit in Europa befindet. Die Der- wundung ist eine sehr schwere. Den Grund zur Eifersucht gab die bekannte amerikanische Tänzerin Daisy Murray, die jetzt Europa bereist, und mit der James Maker überallhin mttgereist sein soll. Die Tänzerin erzählt, sie kenne James Maker schon lange, und wenn seine Ellern nicht so sehr dagegen gewesen, hätte er sie in Amerika geheiratet. Der Zustand des amerikanischen MUlttmillivnärS soll ae- fährkich sein.“
Joachim Rademacher fühlte die Blicke der beiden Augenpaare, die auf ihm ruhten, während er laS, wie ein Brennen auf seinem Gesicht. Gr gebot sich selbst: Zu- sammenreihen bis zum Aeußersten! Seine Züge durften nichts von dem verraten, was in ihm vorging. Aber schwer war das Zusammenreißen.
Peter Paul Falle sagte lebhafter wie eS sonst seine Att zu sprechen war: „Was sagen Sie zu diesem Ansinn? Das ist doch nun ein geradezu schreiender Beweis dafür, was die Zeitungen manchmal für un- nochgeprüfte Neuigkeiten in die Welt hin- ausschicken. Also was sagen Sie nur dazu? Jedenfalls war der Verwundete noch nicht vernehmungsfähig und auf das I Geschwätz hin von irgend jemand heißt I es einfach, es handelt sich um James Ma- '
Nach Feierabend, Beilage der Oberhessische« Zeitung
ker. WaS wollen Sie in der Angelegen- hell tun?“
Joachim Rademacher konnte nicht anders, er mußte die Achseln Kicken und er* klären: „Ich weiß es nicht!“
Er wußte es wirllich nicht, denn er konnte doch gar nichts tun, der Verwundete war besfimmt James Maker. Er dachte an seine Reise nach Alteichen und dachte an den etwas verlebt aussehenden Amerikaner und die Tänzerin, der er sich angeschlossen. Aber über sein Wissen mußte er natürlich schweigen.
Arna sah ihn etwas verwunndert an. „Sie wissen nicht, was Sie tun sollen? Aber ich meine, das ist doch ganz einfach, es liegt doch auf der Hand, Sie müssen vor allem an die Amsterdamer Polizei schreiben, es handele sich um einen Irrtum Und Sie verlangten dringend eine Berichtigung. Dann müssen Sie Ihrem Vater kabeln, ihm alles kurz erklären, falls die falsche Nachricht auch in Amerika verbreitet wird. Sonst ängstigt er sich Ihretwegen und Ihre Mutter ängsfigt sich auch. ES entsteht dann wahrscheinlich das größte Durcheinander.“
Peter Paul Falke nickte: „Meine Tochter hat recht, ähnlich werden Sie es machen müssen, Mister Maker.“'
Joachim Rademacher zuckte zusammen bei dem Namen. So sehr wie eben hat es ihn noch nie gestött, wenn sie Peter Paul Falke versprach.
Mister James Maker! Wenn er ihn nur nie mehr hören brauchte diesen Na- nten. Er war sich darüber klar, einer langen Unterhaltung über die Zeitungs- neurgkeit waren seine revoltterenden Nerven jetzt nicht gewachsen. Arna Falke kam ihm da zu Hilfe mit ihrem Rat, vor allen Dingen Nachricht nach Neuhork zu senden. Das wäre das Wichtigste. Den Water beruhigen im Voraus und seine Mutter.
„Sie haben doch noch eine Mutter?“ fragte Peter Paul Falle. „Sie haben noch nie etwas darüber erwähnt.“
Was wußte Joachim Rademacher, ob James Maker noch eine Mutter besaß. Er neigte nur den Kopf und erwiderte Hastig: „Ich laufe sofott zur Post, schicke das Telegramm fort, den Brief an die Amsterdamer Polizei schreibe ich nachher.“
I Ihm lag vor allem daran, den Blicken von Vater und Tochter zu entfliehen, die ihn verwirrten. Unter dem Vorwand, zur Post zu gehen, konnte er wenigstens ein Weilchen draußen im Freien Sammlung suchen. Er verabschiedete sich rasch und überstürzt.
Peter Paul Falle rief ihn zurück:
„Brauchen Sie noch Geld, das Telegramm wird ziemlich teuer werden. Aber machen Sie es nur klar und ausführlich, nur nicht auf Kosten der Klarheit an Worten sparen.“
Joachim dankte, er wäre mll Geld versehen.
Er ging in sein Ommer, zog hastig den Paletot an, setzte den.Hut auf und eilte hinaus. Die kalte winterliche Luft der Schwarzwaldberge sog er ein wie einen fiebrisch ersehnten Trunk. Wie tat die Frische gut, wie kühlte sie den heißen wirren Kopf! Er suchte stille Sttaßen auf, nahm manchmal den Hut ab, ließ die wundervolle Luft durch sein Haar stretchen Und überlegte, was er jetzt tun sollte. Eigentlich müßte er unter dem Vorwand, die unangenehme Angelegenheit an Ort und Stelle in Amsterdam aufzuklären, abreisen, um auf diese Weiss für immer zu verschwinden, für Peter Paul Falke und seine Familie, für Dr. Dillfang Und für Die „Rheinland“. Aber das brachte er nicht fertig. Er war kurz zuvor noch so glücklich. Der Ueßergang zu der Gefahr, in der er sich jetzt befand, war zu schroff gewesen.
Uralte Häuser tauchten auf, in 6er abendlichen Beleuchtung wirkten sie seltsam. Mittelalterlich spukhaft erhob sich das Kaufhaus“ vor ihm, hemmte seinen Schritt. Er vergaß über den Zauber des alten Dauwerwerkes flüchtig seine Sorge. Langsam ging er weiter und stand plötzlich vor dem Dom. Das Portal war offen, Orgeltöne quollen breit und feierlich aus Innern des Gotteshauses, und wie ma- gnettsch davon angezogen, trat Joachim Rademacher ein. Kerzen flammten, eine Priesterstimme erwachte nach verstummtem Orgelspiel, verhallende lateinische Wolle zogen um die Pfeiler. Und beruhi- ?end legte sich sanfter Weihrauchduft um soachirnS Stirn, hinter der sich wieder quälend die Gedanken um einen Ausweg mühten.
— aber Sie nicht!
Wäl
Sei
Stt
Rur vereinzelte Kirchenbesucher sahy ' in den Bänken, verloren sich fast dann.
Auch Joachim Rademacher setzte sh und in der Stille ringsum, in der Gleich Mäßigkeit des Tonfalles, mit der die
teinischen Wolle in den Frieden ber Kinh tropften, fand er sich wieder zurecht, tz gab keinen Grund für ihn, sollzulauft aus dem beglückenden Jetzt. Bald gen» , - würde doch alles zu Ende sein für shj vten 1 aber erst wollte er noch tüchtig arbeite, 15
......aber welch ein Vergleich! Dir Sonne ging gestern doch auch schon um sie ben Uhr zu Bett und ich ging erst um 3 Uhi iebung morgens schlafen!"
Stunden aufgegangen ist . . .? ■ Sie fo*!
Worauf der junge Gentleman gähnen! jte R erwiderte: ,en, bi
Der Radfahrer dreht sich um: „Ich schoi “ . ftüor fftö tttAt f itiylich
* j tntorb
Lachen ist yesun- S”"
Intion
Auf den Geleisen der Stratzenbahi ^bert fährt ein Radfahrer. Der Führer be gbatii herannahenden Bahn tritt ärgerlich bi m bi< Signalglocke — der Radfahrer biegt nich Uüen aus riten •
Der Führer brüllt ihn an: „Könne, m zu Sie denn nicht endlich von den Schiene, loten, herunterfahren?" Dine ?
lernen, sein Wissen praktisch erprob« <a und bereichern, damit er irgendwo in de ^miid Fremde darauf weiterarbeiten könnt« Lrüfi Noch wollte er nicht fort aus der Näh j^bu Arnas. ML st
Er verließ die Kirche erhobenen Haus»
tes, und nachdem er noch ein paar Kreuz a5 ®i Und Querwege gemacht, kehrte er f» Mo: Hotel zurück. ;er E
Fortsetzung folgt, ormia
• [bei,
aber welch ein Vergleich ..." ben u
Die Königin Mary von England is nicht entzückt von dem Ruf, der ihren äl «ißet testen Sohn, den Prinzen von SBales, tampf zwar überall populär, aber selten „ho «f ar nourable" macht. Als es ihr dieser Tag, «u tt wieder einmal zu Ohren kam, daß bei ® Thronfolger sich recht spät erhoben hatte Ä l bemerkte sie tadelnd zu ihm: ^|crn
„. . . . schämst Du Dich nicht noch zi :en, b chtt-n, wenn die Sonne schon sech (anbei
Der Irrgarten
ben
durch
springt, der wird bei fleißiger llbung auch
8nb
mfgej, Men lehren
1,12. Aus- heinpfalz,
ins bt He Ar >en M uts be «e 3 ei Itt je] W ni Kamt
dun en -
- ken - — lass
mer - na —
dort - ein
ken — kies
Ausgabe: Welchen Weg muß der Schatz- I zukommen? gröber nehmen, um cm den Schatz heran-
Anfang und Ende sind einen Pfeil gekennzeichnet.
>crr i eien e- iei E, Seele atfgen er vo bürde Nter ( ie nai nutzte': der ji mspru Lernt
Rösselsprung.
Der Rösselsprung ist der Gang des Rössels oder Springers über sämtliche 64 Felder des Schachbrettes. In das abgebildete Schachbrett sind zwei Strophen eines Frühlingsgedichtes genau nach den Sprüngen des Rössels eingetragen. Es gilt nun, das Gedicht wieder zusammenzusetzen. Die Schachspieler werden das zustandebllngen. Schwerer ist die Aufgabe für jene, die noch nicht vor dem Schachbrett gesessen haben; aber wer sich merkt daß das Rössel stets schräg ins dlltte Feld
28, photographischer Artikel, 26. Beeteinfas.' Jung, 27. australische Stadt, 28. Pflichtzah.
3"LeI' Wörtliche Veranstaltung, 31. Trergattung, 32. schwe- drsches König-geschlecht, 33. asiatisches Volk, 34. Geschichtswell, 35. schlechte Eigenschaft, 36. Nebenfluß des Rheines, 37. Entgelt 38. afrikamscheS Kaiserreich, 39. indianisches Kulturvoll, 40. Nebenfluß der Etsch, 41. Hin. terlassenschaft, 42. Geldsystem, 43. Ureinwohner MexlloS, 44. Abschlußballen, 45. Zeitangabe.
sch-^l Buchstabe; ss--ß.)
SuS vorstehenden 128 Silben sind 45 Möller in bilden, deren erste Buchstaben von oben »ach unten, und deren vierte Buchstaben von untim nach oben gelesen einen Vers von JulmS Lohmeyer ergeben. Die einzelnen Möller bedeuten: 1. Walzerkomponist, 2. Rundfunkgerät, 3. bühnentechnischer Ausdruck, 4. Gotteshaus, 5. Schlachtort von 1813, l 6. spanische Urbevölkerung, 7. Jnfekttons- krankheit, 8. Ostseebad, 9. Verwandter, 10. narkotisches Mittel, 11. "" ----1
druck für Pöbel, 13.
14. Günstling be8J-----... _____
!6. ©tngDögel, 177 Mädchenname, 18. pmsches Königreich, 19. Zusammen!
Wien
Sr U71 »'en u fnigen
liomps »UI OE «Wem
- mte — mo na — nach - nie — nik
«ilbenrStsel.
a — a — ab — an — az — bat — be ben — bend — bes — oha — cha chib — cho — chro — chrom — di de — de — del — den — der — dom
stich — en — sy — gyd — te — te — te ten — ten — ter — ter — tra — tum — tung u — nm — ur — re — ven — vet — wa wäh — wort — zer
Bilderrätsel: Böses Gewerbe bringt bösen Lobn.
Geographische Umbildungsausgabe: Bebra, Borna, Gotha, Bingen, Sellin, Steinberg, Thale.
ZahlenrStsel: Bulgarien, Uralgebirge, Lilie, Galilei, Aula, Riga, Innung, Erna, Nibelungen.
Suchbild: Bild auf die linke Seite stellen, der Angler erscheint sodann unter, den untersten Ästen der Bäume.
Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Garderobe, 6. Ars, 7. Mal, 8. Ala, 10. Elend, 12. J.N.R.J., 13. Dorn, 14. Laken, 17. San, 19. Lot, 20. Hai, 21. Jmmelmann.
Senkrecht: 1. Gallipoli, 2. Arm, 3. Elle, 4. Bar, 5. Elfenbein, 8. alias, 9. Anden, 10. Erl, 11. Don, 15. Karl, 16. Rom, 18. Man.
Silbenrätsel: 1. Donizetti, 2. Industrie, 3. Eisen, 4. Faulvelz, 5. Regenpfeifer, 6. Edda, 7. Ulme, 8. November, 9. Drehbühne, 10. Ebert, 11. Nullpunkt, 12. Exaudi, 13. Nabob, 14. Nuntius, 15. Erdöl 16 Novarra, 17. Säbel, 18. Igel, 19. Chamisso, 20. Akropolis, 21. Ungarn, 22. Fichte, 23. Reichsgesetz, 24. Ilse, 25. Chevreau, 26. Thüringen, 27. Irene, 28. Generalstab, 29. Diskus, 30. Jrawadi, 31. Eisbein 32. Flaschenpost, 33. Edelstein, 34. Immergrün, 35.'Novelle, 36. Dänemark, 37. Einzeller, 38. Saline 39. Ingolstadt, 40. Nobelpreis, 41. Teneb, 42. Eifeh 43. Sandale, 44. Davos, 45. Abgeordneter, 46. Honolulu, 47. Eisenerz, 48. Raffael, 49. Mittelschule, 50. Abendland, 51. Niagara, 52. Idealist, 53. Haben, 54. Ranke. Die Freunde nennen sich auf- rrchtrg, die Feinde sinh es — daher man ihren Tadel zur Selbsterkenntnis benütze» soll als bittere Arznei. (Schopenhauers
mahl — mei — mein — mün — mufl — na — ne — nen — ner — ney
Kreuzworträtsel.
Waagerecht: 1.türkischer Titel, 4.Hinter-
7 Theaterplatz, 9. Fluß zur Wolga, II. englische Insel, 12. Kurort, 14. Stadt in Südtirol, 16. Gewichtsbezeichnung, 18. Fluß in der Schweiz, 20. Stadt in Petmsvlvanien, 21. Saugetter, 22. Wurm, 24. Stadt in Frankreich, 27. indische Münze, 29. Zuruf, oo H^ntmelsrichtung, 31. Massenguallier, ^brtpapier, 33. Stadt in Frankreich.
Senkrecht: 1. Tttnkspruch, 2. Stadt in
•”fcn. i*f)t bi Me Biele si licht S kedrtl t Bet tvo Bitter i Spie F
btttd) Sjitnet Macht ?langi Letzen.
Belgien, 3. Glieder, 4. Fluß in Sibirien,, 5. Gestalt aus dem Nibelungenlied, 6. Gattung, 8. deutsche Stadt, 10. Gebäck, 13. Tageszeit, 14. Matrize, 15. Stadt in Brandenburg, 17. nordafrikanische Landschaft, 19. schlimm, 21. Stadt in Kleinasien, 23. Schiffsführer, 25. fruchtbares Land, 26. englischer Adel, 28. Drameneinteilung, 30. Fett, (ch = 1 Buchstabe; ö — oe.)
Türschildrätsel.
| Rudi Habelholz. |
Durch Umstellen der Buchstaben ist der Beruf des Wohnungsinhabers zu ermitteln.
Rätsellösmigcn aus der »orige« Nummer.
Rösselsprung: So leb' denn wohl, du stilles Haus! Ich zieh' betnibt von dir hinaus;
' o ' * * [Utt^ w I --
noch unbestimmt, an welchen Ort. -sörgie . So lebt denn all' ihr Lieben wohl, pPfern von denen ich jetzt scheiden soll: ängjt
und find' ich draußen auch mein Glück >6re. denk' ich doch stets an euch zurück. Solt j Rechenaufgabe: Die Breite der zweiten Flache »ütztfei beträgt 48 m; denn 24 x 36 = 864 qm und feilsche 18 x 48 = 864 qm. lt bet
.SR?' B'" - - .<
I
geh'n
dem
| UN
en
te
wald
te»
ken
66
die
wie
der
gar
durch
h"
I nach
ten
wan
ten
blau
und
got
gen
1 che
wol
gen
stab
fen
Pran
am
Maxi
ta
8»
zieh'«
en
ist-.
den
fl»
dern
fen
schön
in
und
ben
grü
fen
strauß
grei
lingS
neu
die
blu
nig
Hei
che
in
weis
fen
früh
nen
9
men
Won