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«jbtrbtTfifdfc 3#ttwnfl, Marburg «. L-. Freitag, bet 7. Oktober 1932
Nr. 235
Marburger Stadtzeitung
Mmrderung in tos Sinttrionb
, Dom OHGV. wird uns geschrieben: Die für Sonntag, 9. Oktober angesetzte Wanderung führt in das schöne Hinterland. Dieses Gebiet war 6js zur Eröffnung der Bahn Niederwalgern—Herborn für den Verkehr verschlossen. Hohe Dämme und gewaltige Üeber- brüaungen muhten in diesem Teil des Rhein. Schiefergebirges bei dem Bau der Eisenbahn geschaffen werden. Eine Wanderung in dieses vom Zweigverein Gladenbach betreute oberhessische Wandergebiet gehört zu den ab» wechselungsreichsten. Besonders von Hartenrod an bietet sich dem Wanderer ein charakteristisches Landschaftsbild. Hohe aussichtsreiche Berge, saftige Wiesengründe und herrliche Laubwälder im Gebiet der Salzböd« geben eine Fülle des Anziehenden.
Die Wanderung beginnt, nachdem die Eisenbahn über eine 18 Meter hohe und 175 Meter lange Ueberführung gelaufen ist, in Hartenrod. Der Weg führt an dem Schwerspatwerk vorüber über den Pausch- berg durch das Siegenbachtal nach dem hoch und malerisch gelegenen Dorf Tringen- stein, oyn dessen Burgberg sich eine herrliche Fernsicht darbietet. Nach kurzer Rast geht es von hier über die Hohe Straße zum Wilhelm st ein. einem mächtigen Grünsteinfelsen und einem Äagdhäuschen, in dem sich Herzog Adolf von Nassau zur Zeit der Auerhahn-Balz oft aufhielt. Die Hohe Straße fthrt die Wanderer weiter durch Nieder- und Hochwald am Angelberg vorüber ins Gans- bachtal nach Gönnern, "dem Ziel der Wan- derung. 3m Gasthaus Thomas werden sich dte Wanderer von den Anstrengungen erholen und mit dem Zuge 17.04 Uhr über Wallau- Bredenkopf die Heimfahrt antreten.
Die Wanderung ist wenig anstrengend, da kaum Steigungen zu überwinden sind. Ge- rabe letzt ist eine Streife durch die schöne Herbstlandschast des Hinterlandes ein besonderer Genuß. Die Wanderer fahren am Sonntag 9 Uhr ab Hauptbahnhof mit Sonn- tagskarte Hartenrod. Wer am Südbahnhof emsteigen will, besorge sich tags zuvor die Sonntagskarte, die nur am Hauptbahnhof ausgegeben wird. Frisch auf.' zur Herbst- sichen Fahrt! ©q
Gewagte Vorschläge an die Stabte
Um auch eine möglichst umfangreiche Beteiligung der Gemeinden an den Ankurbelungsmaßnahmen der Reichsregierung zu ermöglichen, wurden seitens der Reichsregierung jetzt mit den Spitzenverbänden der deutschen Städte Verhandlungen gepflogen. Aus gut unterrichteten Kreisen hören wir, daß es dem Reichsfinanzminister hauptsächlich darauf ankommt, jegliche Finanzierungsmöglichkeiten für die Arbeitsbeschaffung zu erfassen und man rechnet damit, daß auch noch die Städte in der Lage sein werden, durch irgendwelche Maßnahmen geldlich« Mittel herbei zu schaffen. Wir wir weiter hären, hat man den Städten teilweise sehr gewagte oder noch sehr unklare Projekte zum Vorschlag gebracht. Im besonderen wies man darauf hin, daß es doch möglich wäre, die Steuereinnahmen der Gemeinden in späteren Jahren schon jetzt durch Kredite zu bevorschusien, um damit für die Arbeitsbeschaffung zusätzliche Gelder zu erhalten. Eine derartige Verpfändung zukünfttger Steuereinnahmen wurde seitens der Städte grundsätzlich zurückgewiesen, so daß dieser Vorschlag, da er praktisch und rechtlich ebenfalls undurchführbar sei, als endgültig erledigt zu betrachten ist. Um das Eefamt- programm zu erweitern, konnten brauchbare Vorschläge bei den Verhandlungen nicht vor- gebracht werden, jedoch haben die Gemeinden im Verlauf der Verhandlungen ihre Forderung auf Vergrößerung der Reickshilfe mit Nachdruck abermals begründet und vorge
bracht. Dazu hören wir, daß die Erhöhung der Reichshilfe höchstens 50—70 Millionen betragen wird, während bekanntlich die Gemeinden nach wie vor eine Forderung von 150 Millionen aufstellten.
Der neue südwestdeutsche Rundfunksender.
Die Oberpostdirektion Frankfurt a. M. teilt mit: Der neue Rundfunksender Frankfurt a. M. ist fettiggestellt und hat bereits mehrere Probesendungen veranstaltet. Die endgültige Inbetriebnahme verzögert sich jedoch dadurch, daß die Wellen zwischen dem Frankfurter und Leipziger 'Sender getauscht werden müssen, und der neue Leipziger Sender noch mcht in Betrieb genommen werden kann. Die für uns bestimmte Welle des alten Senders wird aber dann erst frei.
Chronik der Unfälle.
Im sog. Eselsgrund bei Beltershausen kam eine Frau mit ihrem Rad einer Böschung zu nahe und stürzte ab. Mit erheblichen Kopf- und Bemverletzungen wurde sie in die Marburger Chirurgische Klinik emgeliefert.
In Wehrda wurde gestern ein etwa 20- jähriges Mädchen, das vor der Haustür stand, plötzlich von einer Kugel getroffen. Man kann nur annehmen, daß es sich um ein verirrtes Geschoß handelt, das irgendwo im Felde abgefeuert worden ist. Die Verletzung war glücklicherweise nur leicht.
• Heute: Der Roman unserer Jllustriertey. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß wir in der heutigen Ausgabe den Beginn des neuen Romans unserer illustrierten Beilage bringen, die dann morgen mit der 1. Fortsetzung beigelegt wird.
* Lu nähme der Strafprozesse. Die.strafbaren Handlungen haben in der letzten Leit einen Umfang angenommen, daß sich die hiesigen Gerichte veranlaßt ?esehen Haben, weitere Verhand- ungstage einzulegen. Als Derhand- lungstage Lind am Schöffengericht Montag und Donnerstag und bei der Strafkammer Dienstag und Freitag vorgesehen. Am nächsten Dienstag begibt sich das Gericht nach Hassenhausen.um eine Anklage wegen Körperverletzung zu erledigen.
* Vom Ostbund. Heute abend 8.30 Uhr. findet bei Bopp ein Treffen des Ostbundes, Ortsgruppe Marburg, statt. Es wird seitens des Vorstandes um recht zahlreiches Erscheinen gebeten.
* DoX in Frankfurt-Griesheim. Am 8. Oktober wird Do X in Frankfurt- Griesheim eintreffen und an der Staustufe bis Freitag ankern. Aus diesem Anlaß werden auf den Bahnhöfen im Umkreise von 100 Tarifkilometern um Frankfurt a. M. Hbf. Sonntagskarten (Blankosonntagskarten) mit folgender Geltungsdauer ausgegeben. Vorn Sonnabend, 8. Oktober ab 9 Uhr bis Montag, 10. Oktober 12 Uhr. Ferner am Mittwoch, 12. und am Freitag, 14. Oktober jeweils von 9 bis 24 Uhr (Antritt der Rückfahrt).
• Mit Sonntagsrückfahrkarten nach Kassel zur Generalversammlung des Evangelischen Bundes. Zu der vom 7. bis 9. Oktober in Kassel stattfindenden Generalversammlung des evangelischen Bundes und den Aufführungen des Festspiels „Gustav Adolf" werden im Umkreis von 120 Tarifkilometern um Kassel auf allen Bahnhöfen Sonntagskarten nach Kassel ausgegeben. Diese Sonntagskarten gelten zur Hinfahrt vom Sonnabend, dem 8. Oktober, 12 Uhr, bis Sonntag, dem 9. Oktober, 24 Uhr, und zur Rückfahtt vorn Sonnabend, dem 8. Oktober, 12 Uhr, bis Montag, dem 10. Oktober, 24 Uhr — Antritt der Rückfahrt.
I
Bevölkerung Rechnung zu tragen, und es hat fast den Anschein, als ob sich Birlftone aus einem altehrwürdigen Dörfchen zu einer modernen Stadt entwickeln wird. Es ist der Mittelpunkt eines weit ausgebreiteten Landstriches, denn der nächste bedeutende Ort, Tunbridge Wells, liegt mehr als zehn Meilen davon ab, jenseits der Grenze der Erafschast, in Äent Etwa eine halbe Meile vom Dorfe entfernt erhebt sich in einem alten Park berühmt wegen feines Bestandes an riesigen Buchen das alte Herrenhaus von Birlftone. Teile davon reichen in die Zeit der ersten Kreuzzüge zurück, als Hugo de Capus eine Durg inmitten des Besitzes, mit dem ihn der rote König belehnt hatte, erbaute. Ein Feuer hat im Jahre 1543 dieses Gebäude zerstört. Einige der rauchgeschwärzten Ecksteine waren noch vorhanden und fanden Verwendung, als später, in der jakobinischen Zeit, auf den Ruinen der feudalen Burg ein Landhaus in Ziegelmauerwerk errichtet wurde. Dieses H«rrenbaus mit feinen vielen Giebeln und rhombischen Fenstern war noch fast so wie es aus den Händen des Baumeisters, Anfang des siebzehnten Jahrhunderts, hervorgegangen war. Den äußeren der beiden Wallgraben, mit denen sein kriegerischer Vorläufer umgeben war, hatte man aufgelassen. Er diente jetzt einer ko prosaischen Ausgabe wie der eines Gemüsegartens. Der innere war noch vorhanden und lief, etwa zwölf Meter breit aber nur einige Fuß tief, um das ganze Haus herum. Er wurde von einem kleinen Bach gespeist, der jenseits seinen Ausfluß hatte, so daß das Wasser darin, obwohl hübe, doch keineswegs stagnierend und ungesund war. Die Fenster des Erdgeschosses lagen nur etwa einen Fuß über dem Wasserspiegel. Der einzige Zugang zum Hause führte über eine Zugbrücke, deren Ketten und Windevorrichtungen längst verrostet und brüchig geworden waren. Die gegenwärtigen Inhaber des
Herrenhauses hatten sie indessen mit bemerkenswertem Eifer instandsetzen lasten, und die Zugbrücke konnte nunmehr wieder aufgezogen und herabgesenkt werden, was auch tatsächlich >eden Abend beziehungsweise jeden Morgen, geschah. fJndein so der Brauch aus der alten Ritterzeit erneuert wurde, verwandelte sich das Herrenhaus die Nacht ge- wistermaßen in eine Insel, eine Tatsache, die eine sehr wichtige Rolle ht den Ereignissen spielte, die alsbald die Aufmerksamkeit ganz Englands auf das alte Herrenhaus lenken sollten. Es war eine Reihe'von Jahren unbewohnt geblieben und drohte in einen malerischen Trümmerhaufen zu zerfallen, als es Douglas in Besitz nahm. Die Familie des neuen Inhabers bestand lediglich aus zwei Personen, John Douglas und seiner Frau. Douglas war ein bemerkenswerter Mann, sowohl was Charatter als Aeußeres anbelangt. Er war etwa fünfzig Jahre alt, hatte ein derbes Gesicht mit kräftigem Kinn und auffallend lebhaften grauen Augen, einen grau- gesprenkelten Schnurbart und eine sehnige, kraftvolle Gestalt, die nichts von der Elastizität und Beweglichkeit der Jugend eingebutzt hatte. Er war von heiterem Wesen, freundlich gegen jedermann, aber etwas brüsk in feinem Benehmen, wodurch er den Eindruck erweckte, daß es in feinem Leben Zeiten gegeben habe, wo er sich in weit niedrigeren Ee- sellfchaftsschichten bewegte als in jenen Kreisen, die in der Grafschaft Sussex tonangebend waren. Wenn auch seine Nachbarn der begüterten Klasse ihn mit Neugier betrachteten und mit Zurückhaltung behandelten, hatte er sich unter den Dorfbewohnern bald große Beliebtheit errungen. Er steuerte freigebig zu allen gemeinnützigen Unhnehmungn bei, nahm an den örtlichen Veranstaltungen stets' gern teil und war jederzeit zur Hand, mit seiner wohlklingenden Tenorstimme das Konzertprogramm zu bereichern.
Ser erste Gturmtao tu Marburg
Man schreibt uns:
Das vom Kath. Jungmännerverve r b a n d ausgerufene Sturmjahr, das nunmehr nach dem Wunsche des Diözesanbischoss in den Monaten September und Oktober seinen Höhepunkt erreichen soll, hat auch schon bei uns hier in Marburg bereits Hunderte in di« Front der Chriftusiugend eingereiht- So haben sich die hiesigen katholischen Jugendbewegungen eng zusammengeschloksen und mit ihrem lieben Präses Herrn Kaplan Wiegand den Plan und das endgültige Programm ausgearbeitet, so daß sich bann am 16. Oktober der erste Sturmtag in Hessen gut abwickeln wird. Das wird dann ein Erlebnis für uns Marburger sein, welches bann später nie wieder aus unseren Herzen verdrängt werden kann.
„Wenn die vielen Banner und Wimpel der Christusjugend in Marburgs alten Straßen und Gasten wehen, voran das neu erworbene des hiesigen katholischen Jungmännerverbandes, zackig wird der Umzug der Hunderte und Hunderte werden, die aus ganz Ober» besten herbeieilten, um bann hier bei uns im alten Marburg ben Sturmtag abzuhalten. Hell erklingen bann bie Trommeln und Peifen an der Spitze des Marsches."
Und dann nachmittags die große Kundgebung der Deutschen Christusjugend im festlichen Stadion, wo die Kundgebung durch „Kraft und Jugend" und durch „Freude der Jugend", aus Sprechchor und Lied, aus Spiel und Freiübungen bestehend, reichen Gewinn bringen wird.
So wollen wir hoffen, daß sich der Sturm« tag unserer Marburger katholischen Jugend in programmäßiger und harmonischer Weise abspielt, denn dann wird dieser Sturmtag ein der Iugendsache geweihter Tag, der sicherlich gute Früchte zeitigen wird.
Wissen Sie's schon
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Die Fristen zur Einreichung der Wahlvorschläge.
Wie der Oberpräsident bekannt gibt, sind die KreiSwahlvor schläge spätestens am 20. Oktober 1932, die Anschlußerklärungen spätestens am 29. Oktober 1932 beim Kreiswahlleiter und die Verbindlichkeitserklärungen spätestens am 25. Oktober 1932 beim Verbandswahlleiter einzureichen.
* Die Zierfischausstellung im Restaurant Prinz, Cappeler Straße, wird auf Wunsch bis über den Sonntag verlängert.
* „Der Dogelhändler". Am Sonntag abend 8 Uhr bringt die Operetten-Bühne Duisburg-Hamborn in den Stadtsälen die bekannte Operette „Der Vogelhändler" von Karl Zeller zur Aufführung. Der Vorverkauf bei Elwett hat bereits begonnen.
* Der kaufmännische Stellenmarkt im September. Rach den Feststellungen der Kaufmännischen Stellenvermittlung im Deutschnationalen Handlungsgehilsen- Verband zeigte der kaufmännische Stellenmarkt in der ersten Septemberhälfte einige Merkmale der Beruhigung. Sie sind aber sowohl nach Gebieten als auch nach Fachgruppen durchaus uneinheitlich. In Süddeutschland behauptete sich die im August ein» setzende rückläufige Bewegung des Bewerberzuganges. In Mitteldeutschland liegt der Andrang etwa gleich August. Das Vermittlungsgeschäft hielt sich in der ersten Monatshälfte allgemein im ganzen Reich in, den Grenzen mäßiger Besserung. Die Besetzungsaufttäge wurden etwas freudiger erteilt. Das Bild änderte sich fast augenblicklich am Tage der Reichstagsauflösung. Der Eingang von Be- setzungsaufttägen wurde zögernd und stockte hier und da gänzlich. Neben den politischen Sorgen wirkte sich alsbald auch die Befürchtung aus, Kaufkraftschrumpfung als Auswirkung der Notverordnung könne den Konsum bedrohen und also die Ankurbelungsmaßnahmen der Regierung in sich aufheben. Dazu kam eine pessimistische Beurteilung der Geschäftslage in der Exportgüterindustrie und namentlich in den Handelsunternehmungen der hanfeatifchen Wirtschaftsgebiete. Dem- entfprechend wurde die Entscheidung über Neueinstellungen häufig zurückgestellt. Auch null man zumeist die Ausführungsverordnung über die Zuteilung von Steueranrechnungs- fcheinen abwarten. Hoffnungen auf eine Entspannung des Stellenmarktes gründen sich demnach Ende September hauptsächlich auf Qen etwaigen Erfolg des steuerrecktlichen Teiles der Notverordnung.
EmeMofeN'Kundgebung
Das Kasseler lieberfallfommanbo muß Einschreiten.
Obetlaufungen, 6. Ott. 3m Anschluß an eine Versammlung tarn es heute nachmittag zu Demonstrationen von Erwerbslosen, da die rückständigen Unterstützungen nicht gezahlt werden konnten. Etwa 100 Mann zogen schließlich zum Gemeindehaus, wo sie die Tür emdrück- ten und ihren Forderungen durch Svrech- chöre Ausdruck gaben. Der hiesige Landjägereibeamte, der durch einen Landjägerer
beamten aus Helsa verstärkt worden g, hielt die Demonstranten mit seinem Re» oer m Schach, so daß diese nicht ht j, Haus einzudringen wagten. Da die L, jedoch bedrohlich blieb und ine Beamten b Haus nicht verlassen konnten, mußte schlj, sich das Uebelf allkommando ai Kassel ang efordert werden, dem dann auch gelang, die Ruhe wieder bet, stellen. Um weitere Demonstration en zu» hindern, bleibt das Ueberfallkommando h« nacht hier stationiett. Es wird morgen st durch Landjägereibeamte abgelöst werde»,
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Wahlaufruf des Stahlhelms.
Berlin, 6. Oft Die Bundesführer | Stahlhelms erlassen folgende Kundgebung der bevorstehenden Reichstagswahl:
„SBieber einmal steht das deutsche Volk, einer Wahl. Wir haben sie nicht gewüns weil auch durch diese Wahl grundlegend nid gebessert werden kann. Trotzdem bleibt ; Beteiligung wie immer selbstverständli Pflicht jedes Kameraden. Keinesfalls bi Verärgerung zur Wahlenthaltung und da, zur Stärkung des Marxismus führen, j Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, wi nach wie vor keine Bindungen mit einzeln Parteien eingehen. Die Richtung lei» Kampfes wird durch feine großen unverand lichen Ziele bestimmt: Starke Staatsführui unabhängig von Parteien, bebingungsli Wehrhoheit, Neuaufbau des Reiches Ei'ngl derung aller Deutschen in Erzeugung und S nuß des Volksvermögens, Eigentum für jew Deutschen. Hiernach muß sich jeder Stal Helmkamerad schlüssig werden, welcher Pach er seine Stimme zu geben hat."
Tagesanzeiger.
Freitag, »den 7. Oktober.
Vergnügtmgsanzeiger.
Eafä Mattees, Reitgasse: Ab 20 Af Konzett Hansi Auttsch mit seiiu "Orchester.
Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 20 As Bobby Müller und seine Solisten.
Stadtkeller. 20 Uhr: Künstlettonzert 1 Buesher mit seinen Solisten.
Restaurant Daub, Frankfurter Stt.» 20 As Konzett mit Tanzeinlagen.
Cafe Spangenberg. Dahnhofstr.: 20 Ist Konzett..
Schutzstaffeln der RSDAP.: 20 Ahr den Stadtsälen: Wehrpolitische Kun gebungen des SS.-Sturmbann 11/35 m Konzett, Kapelle der SS-Standarte: Kassel.
Capitol, Biegenstraße: 17 und 20.15 Ah „Die vier von Bob 13“.
Kamera, Kasernenstraße: 17 u. 20.15 Ah „Das schöne Abenteuer“.
Versammlungen. Vorträge, sportliche Veranstaltungen usw.
Marburger Konzettverein e. D.: 16.30 AI im Rathaus Mitgliederversammlung.
Ostmärker: 20.30 Ahr: Treffen bei Bops vorderes Linuner rechts.
Bekanntmachung
Abdruck aus dem amtlichen Kreisblatt.
• Achte Verordnung
über die Lockerung der Wohnungszwoms wirtschaft vom 15. September 1932.
Auf Grund der §§ 1 und 10 des Wo! nungsmangelgesetzes vorn 26. Juli 193 (Reichsgesetzbl. I S. 754) wird mit sofort ger Wirkung folgendes angeordnet:
- Einziger Paragraph.
Für den Tausch von selbständigen benid len Wohnungen innerhalb desselben Grün! stückes nach Maßgabe des § 8, Wohnung! Mangelgesetzes, ist die Genehmigung der G meindebehörde nicht erforberlidi. Der Vs Mieter hat jedoch von der Durchführung ix Tausches unverzüglich der Gerneindebehörl Anzeige zu erstatten.
Berlin, den 15. September 1932.
(Siegel.)
Der preußische Mimst« für Volkswohlfah« Mit Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt gez. Scheidt.
Wird veröffentlicht.
Marburg, den 30. September 1932. (551
Der Landrat.
gez. Schwebe
Letzte ......ttlbmewungen
r. Frankfurt .7. Ott. Im Anschiß an die leichte Befestigung der gestrig«^ Abendbörse war auch im heutigen Vor mrittagsvettehr eine freundliche Grunb stimmung unverkennbar. Durch die Iurüch Haltung des Publikums macht sich auch bO der Spekulation eine solche bemerkbar Infolge der fteundlichen Stimmung ast dem Ruhrrevier macht sich eine günstige Stimmung für Montanwerke bemerkbar Farbenindustrie 94yä (94) .Stahlverein 2* (21), Reichsbank 124—124-/, (123 ’/J A.E.G. 32-, (327s).
r. Berlin, 7. Ott. Das Geschäft Produktenrnattt wat heute recht mäßig. A« Brotgetreibernattt sind die Sieferungspretl1 für Weizen -/, und für Roggen 1 Mark w1 briger. Hafer freundlich, Gerste stetig.