«dbttWVbe 3«m»S. Mattmrg a. L. Frritag, dm ZV. S-ptemb« 1932
«r. 23V
Gesundheitsregeln für den Herbst
Aus dem SerichtSfaal
aber lernen Führerschein besaß. Dafür hatte er einen Strafbefehl von 20 Marl erhalten. Gestern entschuldigte er sich damit, daß er die Prüfung gemacht habe. Er besitze nur den Schein noch nicht. Es bleibt bei dm 20 Mark Geldstrafe.
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Zu 35 Marl Geldstrafe wurde ein weiterer Kraftfahrer verurteilt, der wohl einen Führerschein besaß, aber nicht den richtigen.
Hak uns ein plöMher Regerrgntz fiffcr» rascht, dann säume man nicht, sobald man zu Hause angelangt ist, die durchnähte Kleidung zu wechseln. Das gilt besonders für Schuhe und Strümpfe.
Ob man im Herbst schon heizen soll, ist eine Frage, die wmiger der Kalender als vielmehr das Zimmerthermometer beantworten sollte. Auch darf dabei niemals außer Acht gelassen werden, daß blutarme Menschen und alte Leute leichter frieren als andere.
Es wird auch zweckmäßig sein, die Kost im Herbst etwas 'fettreicher zu gestalten. Im übrigen sollte man für die Ernährung die Gaben der Jahreszeit, vor allem aber irische-- Obst und frisches Gemüse, so lange sie noch zu haben sind, bevorzugen und sich so Nährstoffe, die uns im Winter fehlen, gleichsam auf Vorrat einverleiben. Ein falscher Ehrgeiz ist es, sich im Herbst „abhärten" zu wollen und die Tücken der herbstlichen Witterung unbeachtet zu lassen. Wer nicht den Frühling und Sommer dazu benutzt hat, der darf sich nicht wundern. wenn er dem Heer der Herbstkrankheiten bei einer solcher „Abhärtung" zum Opfer fällt.
Die schönen Tag«, die uns der Fruh- herbst gebracht hatte, machen uns den Abschied vom Sommer schwer. Wrr wollen es nicht wahr haben, daß die warme Jahreszeit nun schon vorüber ist und lasten uns im Herbst oft zu Torheiten verleben, die wir dann mit einem Schnupfen, einem Hexenschuß, einem Blasenkatarrh, wenn nicht mit schwererer Erkrankung, büßen müsien. Da heißt es also aufpasten und sich einige Eesundheitsregeln für den Herlst zu eigen zu machen.
Zunächst müssen wer tn der Auswahl unserer Kleidung den scharfen Tempem- tur-Gegensätzen der herbstlichen Witterung gebührend Rechnung tragen. Am Morgen und am Abend vergesie man nicht, een Mantel anzuziehen oder wemgstens sur den Bedarfsfall mitzunehmen. Auch empfiehlt es sich, schon ein wenig wärmerer Unterzeug, da heißt möglichst wollene uw terkleidung besonders wenn das Wettei feucht oder neblig ist. zu tragen. Das von Sommer her gewohnte lange Sitzen tn Freien und besonders an kühlen Abender muß man vermeiden, dagegen ist er, herbstlicher Spaziergang, der Vas Blut n Umlauf bringt, durchaus zu empfehlen
Ein Mann, der auf dem Krekel wohnt, hatte einen Beamten, der dort dienstlich zu tun hatte, mit allerlei „schönen" Worten beleidigt. Er hatte einen Strafbefehl von 2 Monaten Gefängnis erhalten. Die eingelegte gerichtliche Entscheidung ermäßigte das Urteil um 1 Woche.
r. Berlin, 30. Sept. Trotz dem geringen Angebot an der Produktenbörse ist dieses doch ausreichend. Brotgetreide liegt vorläufig still und etwas niedriger. Haier und Gerste sind auf gestrigem Satz gehalten. Die Lieferungspreise liegen Vz Mark unter gestrigem Schluß Brief gesprochen.
r. Frankfurt, 30. Sept. Im Heun-
Ei n Lehrling eines hiesigen Weißbindergeschäftes war von seinem Meister in die Weißenburgstraße geschickt worden, um einen Wandspiegel abzuholen. Die Abwesenheit der Kundin benutzte der Lehrling, um einen Ring mitzunehmen. Die Kundin hatte aber sofort den Verlust des Ringes gemerkt und hatte sich zu dem Arbeitgeber begeben und diesem mitgeteitt, daß der Lehrling beim Abholen des Spiegels einen Ring mitgenommen habe. Der Arbeitgeber stellte den Lehrling zur Rede, der aber leugnete, den Ring zu haben. Der Lehrling fühlte aber doch Reue und brachte den gestohlenen Ring zurück. Für diese Tat hatte er im Sttaf- befehlverfahren 3 Monate Gefängnis erhalten. Die Strafe wurde durch Entscheidung des Gerichtes auf 2 Monate ermäßigt. —n.
der Unfall«.
3n Sterzhausen erlitt der Landwirt Geißler einen eigenartigen Unfall. Er war mit seinem Sohne dabei, Bretter aus dem Kellerfenster zu reichen, als ihn ein Brett so schwer am Kopfe traf daß er in die Chirurgische Klinik zu Marburg einge- liefett werden mutzte.
• -flSe« m frer ®ne
unny Reihe von Anzeichen deuten bavauMu daß di« DiebeSbeute aus dem Ginbruch in das Zluwelengefchäst Freund nach Frankfurt geschafft tixntien ifL Die Frankfurter KriminalPÄizer gibt bereits eine Beschreibung des vermutlichen Täters.
• Durchsü«s«r. Gestern,abend geoen 6.30 Uhr ging m der Rittersttaße das Fuhrwerk des Bäckermeisters Thielemanu aus Cölbe durch. Durch, spielende Kinder, me eine Trommel bei sich hatten,, scheute das Pferd. In rasender Geschwindigkeit kam es nebst Wagen die Rittersttaße herunter. Kurz vor dem Hause Markt 23 drehte das Pferd ab, und der Wagen rannte mtt voller Wucht gegen dos 5aus. Der Wagen wurde schwer beschädigt und dos Pferd, das ebenfalls an einem Vorder» und Hinterbein verletzt wurde, wurde auf dem Marktplatz eingefangen.
» Da S Kasseler Tageblatt geht ein. Wie die demokratische Tageszeitung Der Stadt Kassel, das „Kasseler Tage- blatt" heute nritteilt, stellt die Zeitung zum 1. Oktrcher d.Z. ihr Erscheinen ein.
* Wieder eine neue milk- türische Stelle in Kassel. Wie wir erfahren, wird Kassel vom 1. Oktober ab zum Standort einer neuen militärischen Befehlsstelle. Außer der bereits gemeldeten Verlegung des Jnfanterieführers V von Stuttgart nach Kasiel werden die Herden hiesigen Kraftfahrkompanren, dre 3. und die 4. Kompanie der 5. Kraftfahrabteilung, zu einer Halbabteilung zusam- mengefaßt, deren Führer, Mazor Schroder, seinen Standott künftig in Rreder- zwehren erhält.
* Jubiläen. Morgen find es 25 Sichre, daß Techniker Gottfried Mank am hre- siqen Städtischen Vauamt beschäftigt ist. — Die gleiche Zeit ist auch Stadtobersekretar Heinrich Seeger bei der «tadtverwal- tung tätig.
Am Sonntag, dem 2. Oktober, wirdie Reichsbahn den Winterfahrplan zur E»h- runa bringen, der bis nun 14. Mar 193311 Hcrtett hat. Don den Aen^rnngen mkrtrt uns besonders, daß die Erlzuge E 70 Hcmnover - Kastel - Frankfurt und uck zwischen Kasiel und Frankfutt in Full kommen. .
Weiter ist in bei Richtung von Kasiedch Marburg ausgefallen: D 180 nach Frarrt, Ob 5.02; P 774 verläßt Kastel 5.14,s- her 5.22; D 76 nach Basel fährt ab KasieSS lbisber 6.00). Ausgefallen rst E 70, )e- Kastel ab 10.47; P 776 verläßt Kastel.46 (bisher 10.52; ausgefallen ist D 178 nachil- dunaen Kasiel ab 13L2. — Aus der Rrng Marburg—Wabern ist ausgefallen D 1/on Waldungen Kassel 17.33, ebenso auch 69 von Franfturt, Kassel an 19-15 ; D 7wn Basel kommt in Kassel an 0D4 (bisher 8) ausgefallen ist D 179 von Frankfurt, sei au 0.20 llhr.
Beflaggung de« Kirche« a« Hinderrgs Geburtstag.
Der Evangelische Oberkirchenraster Evangelischen Kirche der altpieulen Union hat angeordnet daß am »ve- burtstag des Reichspräsidenten dre leskirchlichen Dienstgebäude die Krrchen.en zeigen sollen. Zugleich hat er die Ern- den zur Beflaggung aufgefordertJm übrigen verttaut die oberste Kn- behörde darauf, daß in den Eottesd-en des 2 Oktober überall des Reichsprrn- ten fürbittend gedacht werden wird.
Notruf der Blindenl
Der Hessen-Nassauische Blindenbuer- anstaltet bis zum 2. Oktober eine Hs - sammlung und vom 1. Oktobatt- iazs bis 2. Oktober abends eine Ca = ßensammluug. Es wird herzgebeten, die Sammlung nach befteu.ien zu unterstützen.
Die Basattsteinfrrma Lenz & Co. m Dre hausen hatte im Jahre 1929 erneu Betriebleiter eingestellt, der dann den ganzen B trieb zu leiten hatte. Bald aber stellte s, heraus, daß die Bücher des Baialtwerk« sehr unardentlich gefühtt waren, und d« ich der Bettiebsletter nicht mehr durchfmd« konnte. Er teilte dieses seiner Firma : Westfalen mtt und diese schickte nun em« Bankbeamten, der die Bücher tn Ordnm bringen sollte. Alle Bemühungen auch dies Herrn nützten nichts, und der Konkurs drüber das Werk herein, wobei em Scharr von ungefähr 300 000 Mark entstanden i Der Betriebsleiter und der Bankbeamte.vn- den nun unter Anllage gestellt, well sie i versäumt hatten, den Konkurs crnzmnelD. Gestern hatten sich nun beide vor dem Sch- fengericht zu verantworten. Beide Besch- digten bestretten ganz entschieden, sich ejs Vergeh ms gegen die Konkursordnung sch- big gemacht zu haben. Es wurden dcnrnr- gefähr 10 Zeugen und drei Sachverstame vemommm. Aber auch aus diesen A- (agen konnte das Gericht mM $u der Heb zeugung kommen, daß sich der Betriebsler schädig gemacht haben soll. Die. Bur feien bei seiner Uebernahme nicht m D- nung gewesen. Außerdem sei er kemkf- männisch gebildeter Mann, dm die . Te so korrett übersehen konnte. Wenn sich m der Bettiebsletter lern Vergehen gegente Konkursordnung zu Schuwm hat, komm läffen, dann könne auch drin Mriwn e- schnldig'tm keine Schuld beigem elfen wem. Aus aßen diesen Gründen müsse Fr- sprechung erfolgen..
Am 22. August wurde ein junger Tm dabei bettoffm, daß er em Motorrad tt.
Schützt die Wegezeichm!
Der Derkehrsverband für Hessen und Waldeck in Kassel schreibt: In letzter Zeit haben wir wiederholt die Beobachtung machen müs- fen, daß die Wegereichen der Durchgangs wand erstreck en von Unbefugten beschädigt, ja sogar entfernt worden sind. Leider ist es bis heute nicht gelungen, Personm so namhaft zu machen, daß wir sie sttafrechtlich verfolgen konnten. Die Schilder sind dem Schutz der Wanderer empfohlen. Personen, welche die Schilder be- schädigm, werdm rücksichtslos zur Anzeige gebracht.
* l!tus dLr Landeskirche. Der Pfarrer Schweckendieck in Braunschweig ist ab 1. 11. 32 zum Pfarrer in Lohra, Kirchenkreis Marburg ernannt worden.
e.-- -?nH wie ausaewechseft, r. Frankfurt, 30. Sept. Zm yeun'
„ . , ”5'®S.nd we sehen Sie gen Dormittagsverkehr war eine zuverlast
?vsvlem Schulz, vergnügt und fnsch sehen Sie änic^t ga erkennen. Seitens
^G^ädige Frau, Sie wissen doch, daß ich so der Spekulation wird ftcfte ZarÜckhallung schrecklich unter Hämorrhoiden zu leiden hatte, beobachtet. Die schwache Deuyorkr Dvrfr Die Aerztin hat mir ein Mittel dagegen verord- der Preis--Einbruch für Kaffee stan net Seit einiger Zeit verwende ich es gewissen- freundlichen Ausführungen Thhst
haft, Posterisan, Salbe und Zäpfch«^ morgens \ Königsberger G. D. gegen» und abends. All die unangenehmen Beschwerden l wenig veränderte Kurse,
und Schmerzen, unter denen ich gelitten habe, yuue
sind verschwunden Ich bin ja so glücklich. — Färbernndustrie 99 (991/2), ^rayiverei Die Tube Salbe kostet in jeder Apotheke 191/2 (19-/«), Akku 57 (57V«), Reubestt BM L59. die Packung Zäpfchen RM. 2^2. 63/4, Schutzgebiete 5,55—5,60 (5,40).
9« ewmWmwl im Oktober
Der erste Stern, der in der Dämmerung im Süboften bis Süden aufblinkt, ist der Planet Saturn, der im Sternbild des Schützen steht und zu Monatsbeginn kurz nach Mitter- nacht, Ende des Monats schon um 22.15 Uhr untergeht. Dom ersten Monatsdrtttel ab iff am Abendhimmel auch Merkur sichtbar (am Siidwesthorizont); am 31. geht er erst 40 Minuten nach der Sonne unter, so daß die Sicht- barkeitsverhältniste ziemlich günstig zu nennen sind. Am Abendhimmel steht ferner als- Stern etwa sechster Größe Uranus am 14. in Opposition zur Sonne; er steht dann auf der Verbindungslinie der Sterne Zeta-Onnkron der Fische. Die anderen Planeten finden sich am Morgenhimmel. Zunächst geht etwa '/2 Stunde nach Mitternacht Mars auf, der vom Krebs bis nahe an Regulus im Löwen heran» wandert. Dann folgt im Löwen Jupiter, der Snächst um vier Uhr, gegen Monatsende on um 2.30 Uhr aufgeht. Schließlich finden wir als Morgenstern noch £ie Venus, die anfangs um 230 Uhr, Ende des Monats erst 3.30 Uhr aufgeht; bemerkenswert ist, daß dieser Planet am 15. nur 13 Bogensekunden südlich von Neptun steht, und am 20. sogar nur 7 Minuten (ein Viertel Monddurchmesfer) südlich von Jupiter; die Konstellation gewährt bann den Anblick eines Hellen Doppelsterns.
Am abendlichen Fixsternhimmel erblicken wir zunächst Wega fast im Scheitelpunkt, Ark- tur im Westen. Bei Eintritt völliger Dunkelheit finden wir im Nordwesten den Wagen, im Westen Bootes. Krone und Schlange, im Südwesten Herkules und Ophiuchus. Jrn Südwesten erhebt sich die Milchstraße durch den Schützen ziehend über den Horizont und leitet über Adler, Schwan, Leier, Cephens, Cassiopeia auf den Perseus über, bis sie am nördlichen Horizont im Sternbild des Fuhr- manne (mit der Hellen Capella) verschwindet. Im Perseus steht der bekannte in 2s/< Tagen veränderliche Stern Algol, dessen Minima am 11. um 23.30 Uhr und am 14. um 20.25 für den Sternfreund leicht zu beobachten sind. Der Osthimmel zeigt die typischen Herbststern, bilder Pegasus und Andromeda (mit dem be- kannten Spiralnebelfleck), unter ihnen Wassermann, Widder und Fische. Im Nordosten erhebt sich das Siebengestirn (Plejagen), auch ein Vorbote der rauhen Jahreszeit.
Der Mond leuchtet am 6. im ersten Viertel, Vollmond ist am 14., der 22. bringt das letzte Viertel und Neumond ist am 29.
* Vom Gießener Stadttheater, das bekanntlich auch in diesem Winter in Marburg gastieren wird, sind folgende Mitglieder ausgeschieden:' Maria Sachse und Hans Paetsch jetzt am Stadttheater Heidelberg, Raimund Schiecher, jetzt am Neuen Theater in Franksura, und Albert Janscheck, jetzt in Bamberg. — Reu engagiert sind für das Schauspielhaus der jugendliche Held und Liebhaber Rainer Eggemann, zuletzt in Röl>, Kurt Peter- Hamel von der Frankfurter Schauspielschule, ferner als erste Sängerin Sybille Flemming vom Stadttheater Landsberg (Warthe) und die Soubrette Liesel Beling vom Landestheater Gotha.
* Auf zum Winzerfest nach Bacha- rach! Das Reisebüro, Marburg/Lahn, Bahnhofstraße 20, veranstaltet am Sonnabend und Sonntag, 8. und 9. Oktober die diesjährige letzte Autoreise mit dem großen Ausflugswagen der Deutschen Reichspost nach Bacha- rach zum Winzerfest. Das Winzerfest in Dacharach ist das letzte diesjährige Winzerfest im ganzen Rheingau, somit wird nochmals jedem Gelegenheit gegeben, das rheinische Leben und Treiben kennen ju lernen.
• Der Gottesdienst im Diakonis, sen-Mutterhaus „Hebron" in Marburg- Wehrda beginnt ab Sonntag, den 2. Oktober d. I., das Winterhalbjahr hindurch um 10 Uhr.
* Marburger Schachklub. Die am vergangenen Mittwoch stattgefundene Simultanvorstellung des Großmeisters Vogolbujow war für alle Marburger Schachfreunde em großes Erlebnis. Der Großmeister spielte an 24 Brettern, gewann davon 21 und verlor - Partien und spielte eine Partie remis. Die beiden Partien gewannen die Herren Dr. Giese und Decker vom Marburger Schachklub. Remis erzielte Herr Kapitän Ahrendt-Kassel, zurzeit Marburg.
* Die VDA-Tagung fällt aus. Es fei ausdrücklich noch einmal darauf hingewie- fen daß das für die Zeit vom 30. September bis' 2. Oktober angekündigte Landesoerbandstreffen des VDA abgesagt ist.
* Reitjagd. Morgen, Sonnabend, 1. Ottober, ist die 3. Jagd des Marburger Reit- und Fahrvereins. Stelldichein ist tn Goßfelden am Gasthaus Scheele um 15V, Uhr, Halall in der Nähe des Bahnbo' Sarnau.
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ttm 1. Oktober kann die Firma Stan- möll« r & Co. in Marburg, Wetter- &."* * 40jährig«s Bestehen rurück-
Serr Friedrich Braumöller gründete die Firma am 1. Ottober 1892. In einem Leben voll unermüdlicher Arbeit und vorbildlicher Gewissenhaftigkeit gelang « chm, unterstützt durch die aufopfernde Mitarbeit sel- zA Gattin/ das Geschäft seiner heutigen Größe und Geltung entgegenzufuhren Am 1 April 1928 wurde das Geschäft von dem in langjähriger tatkräftigen Mttar^it gereiften Sohn, Herrn Wilhelm Brau- möller, übernommen, der es,.verstanden hat, dem Geschäft weiteren Aufschwung zu geben. .
Mit seinen neuzeitlich eingenchteten D«- kaufsräumen, seinen sorgfältig crusgewahltvt reichhaltigen Lägern, besonders m moderner Strickbekleidung für Daimen. Herren und Krn- der, sowie in Strumpf-Modewaren, Lerren- artikeln und Handarbeiten gehottdas Saus Braumöller heute zu den führenden GesHaf- ten am Platze und erfreut sich als solches emes ausgezeichneten Rufes bis wett über bte Grenzen des Heimatbezirkes hinaus.
Herrn Friedrich Braumöller «nd feiner Gattin wünschen wir nach lahrzehntelanger erfolgreicher Arbeit im Wittschaftsleben unserer Stadt einen gesegneten Lebensabend. -■ Herrn Wilhelm Braumöller, als derzeitigen Inhaber der Firma, entbieten rat dre besten
Wünsche für ein weiteres glückliches Gedeihen der Firma.
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Marburger EtMeitung
»luifotntat als Lernt
Heute vormittag sprach ein Mann jüngeren Alters in unserer Redaktton vor, der mit amtlichen Bescheinigungen nach- kveisen konnte, daß er die Blutabgabe als •Beruf betreibt »Blutspender" — P> fW auf seiner Steuerkarte. Er heißt Walter L e s k e, tixtr früher Seemann und stelltt sich 1929 zum erstenmal M einer Bluttransfusion zur Verfügung. Da fern uw die Blutgruppe Bull, die ttniverfalgruppe unter den vier Blutatten enthält, und da ihm die Blutabgabe keinerlei Besch^rde verursacht, ist er immer wieder als Blut- spender in Tätigkeit getreten. Mckst nur in Deutschland, sondern auch rm Ausland. Er hat neben dem Reichskanzler Muller, neben Lord Cunningham gelegen, hat der Krau eines Millionärs und auch manchem armen Teufel mit seinem Blukeausgehol- fen. Er ist in seiner Art em Phänomen: 57mal hat er Blut gespendet, insgesamt 38280 Kubikzentr* meter. An einem Tage wurde er sogar zweimal in Anspruch genommen. Meist mit 400 und dann mit 500 Kubikzentimeter.
Al« Blutspender hätt Leske, ein Mann ttünaeren Alters mtt 152 Pfund, den Ae<-