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.vberdrfsische Stitintfl' et- fcbeittt sechsmal ivSLentltch. De- ,«oSpret< monatl. t. Marburg 2.02 DM. au«sck>l. Zustelluna-a-bübr. bei unitttt 9!qtntaten 1.93 GM. .ttjflgL Zustrllangfgebühr, durch He Post 2.25 GM. Für etwa Hit* Streik, Maschinendefekt oder elementare Lreigniste anfallende Nummern wird kein Srsa» oe- letstet. Verlag, Dr. S. Hitzervth, Druck der Unib-Buck>druckerei ^oh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 2054 u. Nr. 2055 Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. Sprechzeit der Redaktion von 10tt und

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V,l1 Uhr.

Stegerwald zur Lage

Vorläufig ohne Erfolg

Kontingentierung und Zinssenkung

Me Kabinettsberatungen Wer Vit Kontingentierung abgeschlossen.

Berlin 23. Sept. Wie wir erfahren, sind die Beratungen des Reichskabinetts über die Probleme der Kontingentierung der landwirtschaftlichen Einfuhr und der Zinssenkung bereits heute zum Abschluß gekommen. Es ist im Kabinett eine völlige Einigung erzielt worden. Einzel­heiten werden von den zuständigen Stellen noch nicht mitgeteilt, weil, wie wir bereits sagten, der Reichsernährungsminister m seiner Münchener Rede am Montag das landwittschaftliche Hilfsprogramm tm ganzen bekannt gegeben will.

________ ärtschaftsprogramm sollte der breiten Privatwirtschaft die letzte Chance gegeben werden, aus der gegen*

Die Minister erscheinen vor dem Ausschutz

Berlin, 23. Sept. Wie wir erfah­ren. find bei der Reichsregierung jetzt die Vorladungen für den Ueberwachungsaus- jchutz des Reichstages eingegangen, und zwar find Reichskanzler v. Papen, Reichs­innenminister Freiher von Eayl, Reichs- außenminister Freiherr vo» Neurath und Staatssekretär Planck vorgeladen. Die Vernehmung soll am Dienstag nachmittag «m 15 Uhr stattfinden. Das Reichskabi- nett hat fich bei seine« heutigen Beratun­gen auch hiermit beschäftigt und hat be­schlossen. der Ladung Folge zu leisten.

fk P a r i s, 24. Sept. Der Kabinetts­rat'am Freitag findet besonders Beach­tung da Herriot bedeutsame Erklarun- aen über die künftige Haltung der fran­zösischen Negierung in derSlbr ustunys- frage abgegeben hat. Obgleich über diese Erklärungen nichts in die Oefsentlichkett gedrungen ist, glaubt eine Reihe von Blat­tern doch aus sicherer Quelle zu wisien, Herriot habe seine Kollegen von dem Ent­schluß unterrichtet, daß er

vorläufig auf die Veröffentlichung der Schriftstücke über die angebliche Ee- heimrüstunge« Deutschland» verzichtet.

Dieser Entschluß, so betont der innenpoli­tische Berichterstatter desEcho de Pa-

Illusion.

Don Sen Neuwahlen erwartet er keinen gemäßigteren, sondern einen noch stärker radikalisietten Reichstag. Nachdem das Unglück geschehen sei, müsse für alle wahr* haften gkrtrioten als Ziel des Wahlkamp* fes angesehen werden: Eine starke Staats* führung, die ausreichend im Volk und Parlament fundiett ist.

Bezüglich der Zinssenkungsfrage habe man am Freitag abend gehört, daß der Gedanke der Gewährung von Zins- züschüssen seitens des Reiches im Vordergrund stehe. Die Befürworter dieses Planes hätten ins Feld gefühtt, daß auf diese Weise Eingriffe in das verttag- liche Verhältnis zwischen Schuldner und Gläubiger und eine Zinssenkungsregelung überhaupt vermieden werden können. Wo­her allerdings das Geld dazu genommen werden soll, habe bisher noch niemand ge­sagt. _ _ .

Deutschnationale Landwirtschaftsvertreter Sti Dr. Bracht.

Berlin. 23. Sept. Die Vertreter der Landwirtschaft in der deutschnationalen Fraktion des Preußischen Landtages stat­teten am Freitag unter Führung des Frakionsvorsitzenden Dr. von Winte r - feld dem Reichskommisiar Dr. Bracht einen Besuch ab, um dem Reichskommisiar die Sorgen und Wünsche der Landwltt- schaft zu unterbreiten. Für die Landwirt- schaft des Westens sprach Abg. S ch w e ch t, den Standpunkt der östlichen Landwirt- Uy-rst legten die Abgeordneten von Zitze- roi : Carlsen dar. Dbg. Carl'en

äußerte sich besonders auch über die Rot- laae der deutschen Pferdezucht. .

, von Ser ZentrvmSpvrtek, sonvern von Pa* 1 triotischer nicht parteipolitisch emgestEer Seite an Herrn Dr. Brüning herangetreten I worden mit Sem Wunsche, er möge Mit nationalsozialistischen Kreisen darüber

| Rücksprache nehmen.

DerBayerische Kurier zum Abschluß der Beratung de» Reichskabinetts.

Zu dem am Freitag erfolgten Abschluß der wirtschaftspolitischen Verhandlungen des Reichskabinetts schreibt derBayerische Kurier" u.a.: Was die Kontingentienrngs- frage angehe, so handelte es sich in, der Kabinettssitzung vor allem darum über die letzten sttitttgenPosittonen, also Holz, Bananen, Felle und Haute eine Verständigung herbeizufuhren. Es handelt sich um ungefähr 20 Kontingentteruugs- gebiete.

nung Paul Boncour, und später auch ' mit Ministerpräsident Herriot Rücksprache nehme.

Der englische Außenminister habe sich als Vermittler angeboten.

Einige Blätter können sich außerdem nicht einer Kritik an dem irischen Mmlster- präsidenten de Valera enthalen dem be- llinders das E ch o d e P a r i s vorwirft, im Jahre 1916 mit Unterstützung Deutsch­lands die Unabhängigkeit Jrla^s vorbe­reitet zu haben. Das »Journal halt es für ein Kuriosum, daß eme Konferenz, deren Aufgabe darin bestehe, die Achtung vor den Verträgen zu sichern, vondem Führer einer Regierung geleitet werde die erst jetzt wieder die Theorie vom Papier­fetzen bestätigt habe und öffentlich ihre Finanzverpflichtung ablehne.

(5 e n f. 23. Sept, übe, dke Unterredung , i zwischen Sir John Simon und Freiherr« ' von Neurath wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß i« der etwa zwei» I stündigen Besprechung das ganze Abrüstungsproblem mit besonderer Be­ziehung auf die deusche Gleichberechti- guugsforderung durchgesprochen worden sei. Bestimmte Vorschläge seien von keiner Seite gemacht worden. Eine Verabredung I über die Fortsetzung der Besprechungen sei noch nicht getroffen worden.

lleber die nahezu zweistündige Unter­redung zwischen Sir John Simon und I Freiherrn von Neurath verlautet aus ausländischen Konferenzkreisen, daß Gegenstand der Unterhaltung die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung im Zu­sammenhang mit dem britischen Memoran, I dum gewesen sei. Es scheint dem britischen I Außenminister darauf angekommen zu sein, Erläuterungen zu dem britischen Memo­randum zu geben, und gewiße Verstim- 1 mutigen auszuräumen, die wegen dieses I Memorandums in der deutschen Oeffent- lichkeit entstanden sind. Rach Ansicht Sn John Simons hat man in der deutschen Beurteilung des Memorandums zu stark den Nachdruck auf den juttstischen Teil ge­legt. Nach englischer Auffasiung liegt dte Hauptbedeutung dieses Schriftstückes in dem 5. Teil, wo die Ansicht der englischen Regierung über dieAufgabeunddasI Ziel der Abrüstungskonferenz unter Berücksichtigung der berechtigten Jnteresien jeder Ratton dargelegt wird.

Man hat den Eindruck, daß die Eng­länder augenblicklich zwischen Frank- I

reich und Deutschland zu vermitteln I

suchen.

Sir John Simon glaubt offenbar, daß I die englische Auffasiung über das Gesamt­problem Brücken bildet, auf denen eine Verständigung gefunden werden könnte, j Es verlautet am Spätabend, daß Sir John Simon Paul Boncour über seine Un­terredung mit Freiherrn von Neurath un- terttchtet hat Der Vermittlerrolle, die Sir John Simon offenbar zu übernehmen wünscht, würde es entsprechen, wenn er I seine Bemühungen darauf richtete, in den nächsten Tagen seine heuttgen Besprechun­gen mit von Neurath auch auf andere Mächte auszudehnen; vorläufig.sind wei­tere Besprechungen aber noch nicht anbe- raumt.

Die Pariser Blätter widmen ihre Haupt­aufmerksamkeit der Unterredung, die der Reichsautzenminister von Neurath am Freitag mit dem englischen Auhenminister Sir John Simon hatte. DerPetit Parisien" glaubt zu wisien, daß Sir John Simon den Reichsauhenminister vornehmlich auf diegroßen Opfer" aufmerksam gemacht habe, die sowohl Eng­land als auch Frankreich bereits auf dem Gebiete der Abrüstung gebracht hätten, und daß er auf diese Weise versucht habe, die Reichsregierung zur gerechteren Beurtei­lung der Eesamtlage umzustimmen. Ueber das' Ergebnis dieser Besprechungen sind jedoch sowohl derPettt Pattsien" wie auch alle anderen Blätter im Unklaren. Das Echo de Paris" glaubt zu wisien, daß Sir John Simon lebhaft auf den Reichs- autzenminister eingewirkt habe, damit er mit dem Lüürer der französischen Abord-

Das Märchen von der Gehermrüstung Keniat verzichtet aus die Veröffentlichung seinesMaterials"

Der frühere Rekchsarveitsminister Dr. »Steaerwalb äußerte sich heute in einer Unterredung mit SemSeniner Vertreter derKölnischen Volks* z e itung" über die polittsche Lage. Dabek führte er u. a. aus: . ._

Den allerweitesten Zentrumskveisenl^re I herausgegeben und

es am liebsten gewesen, wenn Maschen tem R^chstagsauflösung herbeigeführt; nun Reichskanzler und den Nattonalsozialisten I . . Begriff, ein agrarisches Kon*

S

ruhig toleriert. Sv hat denn auch die Zenttumspattei sich bis zum 13. August völlig zurückgehalten. Nachher gab eS noch drei Möglichkeiten: Erneute Reichs­tagsauflösung, Dittatur oder eine holprige Notlösung. 3n solcher Situation ist nicht

Anzeiger für (das frühere knrhesfifche) Oberhessen

Anzeiger der amtliche» Bekanntmachungen slir Stadt und Krem Marburg

Die Finanzierung zu diesem Ziele auf der einen Seite und di« gleichzeitige Durchführung e'nes Konttngentte- rungssystems für agrarische Produkte gegenüber der übrigen Welt auf der anderen sowie die Einsetzung großer, wirtschaftsbelebender Mittel und die gleichzeitige Reichstagsauflösung sind miteinander ebenso unvereinbar wie Feuer und Wasier.

3m Verlaufe des Kabinettsrats hatte * n oon Landwirtschaft her Herriot eine 3/s stündige Unterredung mit I ' deutschen Gesamtwirtschaft zur

w'",W;**.-S:9. SX L B«-» m Genf, ^rlegsmlntster Paul Bon- I . &nn cour, der sich angeblich über den Gang werden könne.

der Dinge sehr optirnisttsch äuherte und be- Mcht- mrnSer widerspruchsvoll, ist Sie sonders die vorzügliche Zusammenarbeit I polittsche und wittschaflliche Gesamtein* mit dem englischen Außenminister Sir stellung Ser Regierung von JWn. ^* John Si mon unterstrich, der im Gegen- lange in Deutschland keine polittsche Be­satz zum Präsidenten der Abrüstungskonfe- ruhigung eintritt, Jotange nn >

renz die französische These un- Auslände nicht Sie feste Zuversicht auf po*

terftützt litische Stabilltüt in unserem Vaterland«

9 1 sich Airchsetzt, ist an eine allsettige wirt*

chaftliche Belebung nicht zu denken. Steh« i aerung Ser wirtschaftlichen Anterneh* nmngslust ohne politisches Vertrauen be* trachtet Dr. Stegerwald als eine groß«