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Marburg a. Lahn

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Konzentrischer Druck^aufDeutschland

_____U n h« ..Abrültunasarbeit« - Sind Frankreich und Amerika ermg?

Hoover wünscht weitere Beteiligung Deutschlands an derAbrustungsarbeit

Die Erklärung Hoovers.

dem 3ahre 1929 mnegehavt vorbildlicher Unparteilichkeit aendem Verständnis in die

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Der Sbqtigenbtett betragt für oen 11 gespalt. ZeklenmilltmeMr 0.08 GM., Familienan,eigen bet Barzahl. 0.07 SM., amtl. u. ox* wLrtlgeAm- 0.10 SM. Sog. tfctoe Anzeigen nach Gpezlaltartf.Drunb- schrtft:§olonel.Beischwierlg.Satz, sowie bei Platzborschrift 50*1. Auf­schlag. Sannnelanzeigen 100°!. Aufschlag RkNam.-MilNm. 0.40 SM. Grundschristi Petit. Zeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerten-Gebühr: 25 Pfg^ bei Zustellung der Angebote einschl. Potto.60 GM Belege werde»

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Simon in Genf alles versuchen wird, um die Reichsregierung doch noch zur Ten* nähme an den Arbeiten der Abrüstungs­konferenz zu bewegen. Der Londoner Be­richterstatter des »Petit Parisicn will aus gut unterrichteter Quelle erfah­ren haben, die englische Regierung werde der Reichsregierung die Versicherung ge­ben, daß die Frage der deutschen Gleich­berechtigung im Rahmen eines besonderen Abr üstungsabkvm- mens geregelt werde. Es handelt sich dabei um eine etappenweise Ab­rüstung, so wie sie vom Präsidenten Hoover in seiner am Dienstag im Wei­tzen Haus abgegebenen Erklärung vorge­sehen ist. Englischerseits, betont der Be- ricksterstatter des »Petit Parisren", wolle man die Reichsregierung gewisser- mahen zwingen (?), an den Arbeiten

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»ir .Oberbestische Seitmtfl* ee- ^<iitt sechsmal wöchentlich. Be- «gsvrei« monatl. 1. Marburg 2.02 SM ausschl. ZusteNungogebübr. bei unsren Agenturen 1.93 SM «jfiöL ZustellungSgebühr. durch t4e Post 2.25 SM Mr etwa b«ch Streik, Maschinendestst oder elementare Ereignisse ausfallende Kummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag, Dr. 5. Hitzervtb, qytttd der Unib-Dnchdruckerei geb. Aug. 5kvch, Markt 21/23. Aerustzrecheri Skr. 2054u. Rr.2055 Postscheckkonto: Amt Manksurt

ddtz Deutschland weiterhin an der Abrüstungskonferenz teil. «i« « t. die nunmehr für die ganze Welt so erfolgversprechend (?) aussieht und daß Deutschland an der Erreichung ihrer große« Ziele «ithilft.-

Amerikanisches Doppelspiel.

Rewyork. 20. Sept. Entgegen den Washingtoner Meldungen, daß der Streit um die deutsche Eleichberechtigungsforde- ruug als europäische Angelegenheit ange­sehen werde und daß die amerikanische Re­gierung eine Einmischung ablehne, berich­te« «ne amerikanische Telegramme in Paris, dah eine weitgehende Ueberein­st i m m u n g in den Besprechungen zwischen dem französischen Ministerpräsi­denten Herriot einerseits, dem ameri- kamschen Botschafter in Paris, Edge, »ud dem bekannten Senator Reed ans der anderen Seite gesunde« worden sei. Edge «nv Reed hätten Herriot erklärt, daß die Bereinigten Staaten den Zeitpunkt für die Stevuug des deutschen Verlangens ans Gleichberechtigung als ««gelegen ansehen »nd dah das Volk der Vereinigten Staaten eine Regelung der von Dentsch- land angeschnittenen Frage lieber ans der Genfer Abrüstungskonferenz wünsche. Aaherdem «»sie man auf dtzr

Die Regierung wird im Landtagsplenum nicht vertrete« jein.

Lerli«, -a. Sept. Auf der Tagesordnung der morgige« Plenarsttzu«g des Prenhischen Landtags stehen ein« Reih« von Vorlagen, tue insbesoader« auch die Wirksamkeit der kommis­sarischen Staatsregierung betreffen. Sieben der Debatte über die Notverordnung für den pren- hischen Etat ist die Badepolizeiverordnung des stellvettretenden Reichskommisiars Dr. Bracht zur Beratung gestellt. Entgege» der ursprüng­lichen Annahme, dah die kommisiarische Regie­rung Erklärungen vor alle« auch zur Bade- polizeioerorduung abgeben wolle, wird uus an unterrichteter Stelle jetzt erklärt, dah nicht beabsichtigt sei, Regierungsver- trete« in die Bollfitznng des Landtags entsende«. Daher bleibt es i» dieser Hin­sicht bei de« bisherige« Dispositionen, wonach Regieruugsvettreter sich he Plenarsaal des Landtags und auf tat Tribüne« nicht auf­halten dürfen. Da« Betreten de, Land, tagsgebüudes ist jedoch tat Regierungsver-

Sturmtage im Landtag?

Scharfe Gegensätze zw kqmMssarrschen Regierung

stehen.

Hoovers Appell a« die amerikanische Oeffenttichkeit.

Anzeiger fiir (bas frühere kurhessische) Oberhessen «iaer her amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

Um die prrtchifche kommisiarische Staats- regienmg.

In einer Berliner Morgenzeitung wird im Zusammenhang mit dem Bericht über den Empfang des Landtagspräsidenten Kerrl bei Reichspräsident v. Hindenburg davon gesprochen, daß Reichskanzler v. Pap en, der bei diesem Empfang zugegen war, von dem Landtagspräsidenten die Zurücknahme des f. 3t gefaßten Landtagsbeschlusies verlangte, wonach den preußischen Beamten geraten wurde, den Anordnungen der kommissarischen Staatsregierung nicht Folge zu leisten. Bon zuständiger Stelle wird dazu erklärt daß Reichskanzler v. Papen der Erwartung Au^ druck gegeben hat, dah es bei diesem Beschluh des Landtages nicht bleiben werde. Der Kanz­ler hat den Landtagspräsidenten darauf auf­merksam gemacht, dah die kommisiarische preußische Staatsregierung sich mit einem der­artigen Beschluß des preuhischen Landtages nicht abfinden könne.

fk. München, 21. September. Zu der heutigen Sitzung des preuhischen Landtages bringt die R.S.K. einen Artikel, in dem es

Danzig, 20. Sept. Aus Anlaß des Todes Gras Graninas Haden heute die Ge­bäude des Senats, des Volkstages, sowie der polnischen diplomatischen Vertreter Halbmast geflaggt. Der Danziger Senat hat aus rln- laß bes Ablebens des Grafen Eravma eine Kundgebung erlassen, in der es u. a. heißt: Der Heimgegangene hat sein hohes richtcr- liches Amt seit dem Jahre 1929 mnegehabt und hat es in vorbildlicher Unparteilichkeit u>d mit einbringenbem Verständnis in bie schwierigen politischen unb wirtschaftlichen Verhältnisse ber Freien Stabt Danzig ausge- übt. Die volle Hingabe an feine Aufgabe und seine große Bedeutung als Staatsmann und Diplomaten haben ihm die Führung des schwierigen Amtes erleichtett. Seme vor­nehme ritterliche Gesinnung und die hervor­ragenden Gaben seines Geistes und Charak­ters haben auf alle, denen er, nahekam, «nen tiefen Eindruck gemacht. Die Freie otabt Danzig und die Danziger Regierung werden dem Entschlafenen über das Grab hinaus stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Einsetzung eines vorläufigen Völkerbunds- konnnissars geplant.

Genf, 20. Sept. Das unerwartete,Hin- scheiden des Danziger Dölkerbundskommmars Graf Gravina hat m Dolkerbrmdskrei- sen allgemein große Trauer und Bestürzung ausgelöst. Unmittelbar nach.dem Emtteffen der Todesnachricht haben Besprechungen über die jetzt zu ergreifenden Maßnahmen begon­nen/ Da man hier allgemein eine Einigung zischen Deutschland, Polen und den übrigen Großmächten auf eine geeignete Perlon ichkeit in so kurzer Zeit für ausgeichlwien halt, be­steht die Absicht, emen vollauf,genVülker- bundskommissar zu ernennen, der lediglich für einige Monate. eingesetzt werden . soll. Es wird gegenwättlg erwogen, daß em höherer Beamter entweder des Völkerbundsiekretariats oder des Foreign Office mit der verttetungs- weisen Führung der Geschäfte des Danziger Völkerbundskommissars beauftragt wirv.

Choleraepidemie in der Provinz Schansi.

London, 20. Sept. Rach Meldnngen au« Peking ist in der Provinz Schansi eine schwere Choleraepidemie ausgebrochen. Die Seuche hat bisher 160 Ortschaften heim gesucht unb be- teils 2500 Todesopfer gefordert.

heißt, es habe den Anschein, als ob das der­zeitige Reichskabinett die Wahl eines preußischen Ministerpräsidenten auf parlamentarischem das heißt verfas- ungsmätzigem Wege überhaupt verhin­dern wolle, um Zeit zu haben, das in der Verfassung festgelegte Berhältnis zwi- chen Reich und Preußen zu ändern.

Weiter beabsichtige nur« sogar, natür­lich mittel» einer Rotverord- ««n g, die preußische Polizei «nd tüe La«djSgerei dem Reich z« «nterstellen «nd ihr« Leitang Offiziere« der Reichswehr zu über, trage«.

Wenn derartige Pläne vorläufig aus takti- schen Gründen noch abgeleugnet oder ver­schwiegen würden, so sei doch bekannt, daß man sich in bestimmten Reichsstellen sehr ernst­lich mit ihnen beschäftige. Letzten Endes lie­fen alle diese Pläne auf eine Zerschlag­ung Preußens und auf die Vernichtung seiner Eigenstaatlichkeit hinaus Hiergegen werde sich das deutsche Volk und das preu­ßische Volk mit allen Mitteln zu wehren wis­sen. Alles in allem ständen bei dem Preußi­schen Landtag Sturmtage bevor und man dürfe gespannt sein, welche Mittel das Pra- sidialkabinett von Papen dagegen anroenben werde. Sie könnten nurauf dem Wege des Staatsskeiches und des Derfasiungsbruches liegen, denn eine Land tag saufl öfumg könne nur vom Landtag selbst oder von dem Drei-Männer-Kollegium vorgenommen werben. Roch keine Entscheidung wegen der Gemeinde­wahlen.

Zu dem Beschluß des Gemembeausschusies des Preußischen Landtages auf Abhaltung ber Gemeinbewahlen am 6. November, ber am Mittwoch auch vom Plenum beftatigt werben dürfte, hat bas preußische Staatsministerium noch nicht Stellung genommen. Dem Nach­richtenbüro bes Vbz. wirb an zustanbiger Stelle bazu erklärt, baß biefe Frage eng ver­knüpft sei mit ben weiter geplanten Maßnah­men auf bem Gebiete der Derwaltungsreform. Diese wiederum müßten zurückgestellt werden, bis der Staatsgerichtshof in dem verfassungs­rechtlichen Streit zwischen der Regierung Braun und dem Reichskommisiar entschieden habe. Eine Entscheidung über eventuelle Ge- meindewcchlen ist daher vorläufig nicht zu er- warten.

der Abrüstungskonferenz teilzmrchmm. Eine Weigerung würde als em Bew«s dafür ausgelegt werden, dah Deutscylano weniger die Abrüstung der anderen, als die eigene Aufrüstung wünsche (!).

Herriot ««d Sir John Simon fahren gemeinsam nach Genf.

ft. Paris, 21. Sept. Herriot ist am Dienstag nach Genf abgereist. Den gleichen Zug hat auch der englische Auhen- Minister Sir John Simon bestiegen, so daß die beiden Staatsmänner noch einmal Gelegenheft haben, sich vor Beginn der Genfer Arbeiten über die sämtlichen un Vordergrund des Interesses stehenden Fragen eingehend zu unterhalten. Kttegs- Minister Paul Boncour, der als stän­diger Vertreter Frankreichs und Führer der französischen Abordnung in Genf blei­ben wird, besteigt den Zug unterwegs da er sich bis zum letzten Augenblick im Ma­növergebiet bei EhalonS sur Marne auf­hält. Auf dem Pariser Bahnhof hatten sich neben den Mitgliedern des Kabinetts eine große Anzahl von hochstehenden po- littsc^n und parlamentarischen Persönlich­keiten eingefunden, die den Ministerpräsi­denten bet seiner Abreise begrüßten. Die französische Abordnung bei den kommen­den Arbeiten, die ursprünglich gelegentlich des Kabinettsrates am Dienstag abend ernannt werden sollte, ist wider Erwarten noch nicht bestimmt worden.

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Nach dem Tode Eravinas

Tnmerkundgebung des Danziger Senats.

Standpunkt in der Rüstungsfrage vollkom­men unbegründet feien, daß Amerika viel- mehr an dem Entwaffnungsdrktat des Vetsailler Vertrages keineswegs interessiert sei. ES wird ferner her­vorgehoben, daß Hoover, dem feit sei­nem Regierungsantritt die Forderung der Weltabrustung das höchste-und tnmgst er­wünschte Ziel seiner Außenpolitik set, Deutschland zur weiteren Mit­arbeitbrauche, in der festen und von ganz Amerika geteilten UeberzeugjunA daß weder der Weltfriede noch Deutschlands

ftärung des Präsidenten lediglich an die breite Oeffentlichkeit gerichtet und nicht von einer diplomatischen Aktion sei es hier ober durch die amerikanische Botschaft in Berlin begleitet war, obwohl man da­her von einem formellen Appell an die Reichsregierung nicht sprechen kann, so wird doch in der amerikanischen Presse die mit dramatischer Plötzlichkeit erfolgte Kundgebung Hoovers als ein »Appell an Deutschland" bezeichnet. In den Zeitungen wird überwiegerft» betont, Hoo­ver habe Deutschland darüber bemhigen wollen, daß die von Pans ausgehenden Gerüchte über eine franzosisch-amenka- i Nische Einheitsfront gegen Deutschlands j

Washingto«. 20. Sept. Präsident Hoover gab ««erwartet eine Erklärung «6. ht de, «niet Bezugnahme auf Pa­riser Presiemeldunge« über die deutsche Gleichberechtigungsforderung zunächst fest- stellt, daß die Stellung der amerikanischen Regierung z« dieser Frage klar sei. »Die einzige Frage, a« der die Vereinigten Staaten interessiert find, ist die schritt- ____

«eise Herabsetznng der Rüst««- I Interessen gefördert werden könn-

ge« in der Minze« Welt. Wir find keine wenn Deutschland sich von den Ver- Partner des Versailler Vertragswerkes. Handlungen fern hatte.

Die Beschränkung der deutschen Rüstungen Englischer Druck ans Deutschland, ist eine rein enropäische Frage. Amerika fl. Paris, 21. Sept. In gut unter­bat bereits erNärt. daß es an den diesbe- j^ten französischen Kreisen glaubt man, zügliche« Erörterungen keinen Anteil neh- I daß der englische Außenminister Sir John men wolle. Wir find daran interesfiert,--

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