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Im Kampf um die Gleichberechtigung
Nr. US 67. Mrs
Marburgs. Ma
Der Än^lgenprett beträgt ffc »en 11 gespalt. Zeilemnilltmetee 0.08 ®9R„ Aamilienanzeigen bei Barzahl. 0.07 GM., amtl. a. au* »SrttgeAn^ 0.1 OEM. Sog. kleine Anzeigen nach Spezialiarif.Srund- schrift: §olonel. Bei schwierig.GaS. sowie bei Platzdorschrifl SO«/- Aufschlag. — Sammelanzeigen 100*1, Aufschlag RekIam.-MMim. 0.40 SM. Srundschrist r Pelil. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Lage. Sfferten-Gebühr: 25 Pfg, bei Zustellung der Angebote einschl. Porto —.60 GM. Belege werden bctccbncl« (EtftiUiutgdoti 92?ntbutg.
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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesse»
Anzeigev der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
Absagebrief an Henderson — Deutschland baut den 3. Ersatz-Panzertreuzer
Berlin, 16. Sept. Der Reichsautzen- minifter hat unter dem 14. ds. Mts. an den Vorsitzenden der Abrüstungskonferenz Henderson das nachstehende Schreiben gerichtet:
„3n den Verhandlungen der Generalkommission, die der Annahme der Resolution vom 23. Juli ds. Is. vorausgingen, hat der Führer der deutsche Delegation die Gründe dargelegt, ans denen die deutsche Regierung diese Resolution ablehnen mutzte. Er hat dabei ausge- sührt, datz nach dem Stande der Konse- renzverhandlungen die Frage der Gleichberechtigung der entwaffneten Staaten nicht mehr länger ohne Lösung bleiben dürfte. Dementsprechend hat er bei diesem Anlatz die Erklärung abgegeben, datz sich die deutsche Regie- ntng an den weiteren Arbeiten der Konferenz nicht beteiligen könne, bevor eine befriedigende Klärung der Frage der Gleichberechtigung Deutschlands erfolgt sei.
Nachdem die Resolution gleichwohl zur Annahme gelangte, steht schon jetzt fest,
datz die künftige Rbrüstungskon- vention autzerordentlich weit hinter dem Entwaffnungsregime des Versailler Verlages Zurückbleiben und datz sie sich von diesem hinsichtlich der Art und Weise der Abrüstung wesentlich unterscheiden wird.
Da ist die Frage unmittelbar aktuell geworden, wie es mit der Anwendung des künftigen Regimes auf Deutschland werden soll. Es liegt auf der Hand, datz ohne Beantwortung dieser Frage eine Reaelung der einzelnen konkreten Punkte des Abrüstungsproblems nicht möglich ist.
Nach Ansicht der deutschen Regierung kann nur e i n e Lösung in Betracht kommen, die Lösung nämlich, datz
alle Staaten in Bezug aus die Abrüstung denselben Regeln und Grundsätzen unterworfen werden, und daß für keinen Staat ein diskriminierendes Ausnahmeregime gilt.
Es kann Deutschland nicht zugemutet werden, an den Verhandlungen über die in der Konvention sestzulegenden Ab- rüstungsmatznahmen teilzunehmen, solange nicht feststeht, datz die gefundenen Lösungen auch auf Deutschland Anwendung finden sollen.
Um diese Voraussetzung für ihre weitere Mitarbeit in der Konferenz so schnell als möglich zu verwirklichen, hat sich die deutsche Regierung inzwischen bemüht, eine Klärung der Frage der Gleichberechtigung auf d i p I o m a - tische m Wege herbeizuführen. Leider mutz festgestellt werden, daß die deutschen Bemühungen bisher zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt haben. Unter diesen Umständen sehe ich mich zu meinem Bedauern genötigt, Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß die deutsche Regierung der Einladung zu der am 21. September ds. Is. beginnenden Tagung des Büros der Konferenz nicht Folge leisten kann.
Die deutsche Regierung ist nach wie vor der Ueberzeugung, daß e.ne radikale Durchführung der allgemeinen Abrüstung im Interesse der Sicherung des Friedens dringend geboten ist. Sie wird die Arbeiten der Konferenz mit Interesse verfolgen und sich je nach deren Verlauf über ihr weiteres Verhalten schlüssig werden."
einer Meldnng der ra « k -
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Erleichterung des Kreditgeschäfts Reichshilfe für eine Amortisationskasse
lieber die weitere Behandlung der Frage der Gleichberechtigung Deutschlands erfahren wir von zuständiger Seite, daß die Reich rregierung nicht beabsichtigt, die am letzten Sonntag überreichte französische Note schriftlich zu beantworten. Sie bedauert, feststellen zu müssen, datz diese Note das Problem der Gleichverechtigung sowohl in seinen Voraussetzungen wie in seinen Folgen unrichtig aufsatzt, und datz sie in keinem wesentlichen Punkte eine Annäherung an den deutschen Standpunkt zeigt, wie er in dem deutschen Memorandum vom 29. August dargelegt wurde.
Durchführung des Arbeitsdienstes in Preußen.
Berlin, 14. Sept. Im Namen des
furter Zeitung- soll eine weitreichende Aktion vorgenommen werden, bei der mau die kommende Bilanzaufstellung der Banke« »«d die Rückgewinnung ihrer Liquidität erleichtern will, «m ihnen dadurch mehr Spielraum für die Gewährung von Krediten an die übrige Wirtschaft zu verschaffe«. Rach Information der Zeitung steht die Gründung einer Aurortisationskasie bevor, welche eingefrorene Forderungen der Banken «ad bei Sanierung anfallende Aktienpakete übernehmen soll. Dabei solle« sich Golddiskont- bank. Akzeptbank und Bank für Deutsche Jndüftrieobligatione« mit Kapital beteilige«. und die Reichsbank soll einen
Paris ist sehr entrüstet
Deutschland soll wehrlos bleiben
hervorgehoben zu werden. Die heutige Polemik stellt die Blättermeldunaen, wonach demnächst die Kiellegung für den Bau eines dritten Ersatz-Panzer- sch'iffes erfolgen soll, in den Vordergrund der Argumentation. Mit viel Geschick wird versucht, die Haupt-Seemächte England und Amerika ins Fahrwasser der französischen Politik zu bringen. Daneben tritt die Besprechung der letzten Note an Henderson, die Unterredung mit Francois Poncet und der E r - tüchtigungserlaß des Reichs- p r ä s i d e n t e n fast in den Hmtergrund.
„Oeuvre" versteift sich auf die These, daß diese Dinge Deutschland offenkundig ins Unrecht setzen und genügen würden, die Reichsregierung vor den Völkerbund, ja sogar vor den Internationalen Gerichtshof im Haag zu bringen.
„Populaire" nennt von Neuraths Mitteilung an Henderson eine indirekte Antwort auf die französische Note. Herrwt ergänzt diese Anschauung und sagt, man könne darin ersehen, datz Deutschland einer öffentlichen Diskussion ausweicht.
Das Panzerschiff „C" wird gebaut.
Berlin. 16. Sept. Nachdem die Abrüstungskonferenz bisher kein« praktischen Ergebnisie gezeitigt hat. hat die Reichsregierung, wie die „D. A. Z." aus Wilhelmshaven berichtet, jetzt der Wilhelmshavener Marinewerft den Auftrag gegeben, ibn Bau des Panzerschiffes „C.“ in Angriff ,« nehmen. Die Kiellegung erfolgt am 1. Oktober. Die Bauzeit ist auf vier Jahre veranschlagt.
Die erste Baurate für das Panzerschiff „C“ war in den noch vor der Regierung Brüning aufgestellten diesjährigen Marinehaushalt eingesetzt worden. Die Regierung hatte aber die Einschränkung gemacht, den Baubeginn von den Ergebnissen der Genfer Abrüstungskonferenz abhängig zu machen. *
Wenngleich die geplante Rentenkonvertierung das Hauptthema der heutigen französischen Presse bildet, so werden doch die Schritte Deutschlands zur Erlangung feiner militärischenGleichberech- t i g u n g nach wie vor mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt. Datz die Blätter einmütig eine scharf ablehnende Stel- lung einnehmen, braucht nicht besonders
gehen, die Bewegungsfreiheit der Banken zu verstärken, damit sie sich ohne übertriebene Hemmungen in den Dienst der Ankurbelung stellen können.
Man hält es, so schreibt das Blatt, für notwendig, den Banken eine^ Liquiditätshilfe zu gewähren, damit sie sich den möglicherweise an sie herantretenden wirtschaftlich durchaus gesunden Kreditgesuchen gegenüber nicht aus Kassensorgen zu verschlietzen brauchen. Es wird ihnen die Möglichkeit gegeben, festgefrorene, aber in ihrer Sicherheit einwandfreie Debitoren, die ihre Bankschuld lediglich infolge der Zerrüttung des Kapitalmarktes nicht durch die Emission von Aktien oder Schuldverschreibungen haben ablösen können, in eine neuzugründende Gesellschaft. das „Jndu- strie-Finanzierungsinstitut" einzubringen.
Dieses Institut wird voraussichtlich ein Aktienkapital von 30 Millionen Reichsmark haben, an desien Zeichnung sich die Banken beteiligen, die von der Einrichtung überhaupt Gebrauch zu machen wünschen.
Unabhängig von der Gründung des In- dustrie-Finanzierungsinstitutes sieht die Verordnung zur Förderung des gewerblichen Kredites noch die Errichtung einer Amortisationskoffe vor, deren Bildung bereits in einer Frankfurter Meldung angekündigt worden ist. Diese Amortisaiions- kasie soll als Auffangorganisation für sanierungsreife Debitoren und ab^chrei- bungsbedürftige Effektenbestände der Ban-
Don einer Fortsetzung des Meinungsaustausches auf dem Wege des Notenwechsels glaubt die Reichsregierung sich keine Förderung der Sache versprechen zu können. Selbstverständlich ist sie aber nach wie vor zu einem Meinungsaustausch auf dem Wege mündlicher diplomatischer Unterhaltungen bereit. Der Reichsautzenminister hat heute den französischen Botschafter Herrn Francois Poncet empfangen und ihm eine entsprechende Mitteilung gemacht. Im gleichen Sinne sind auch die übrigen Regierungen verständigt worden, die von der Reichsregierung mit der Angelegenheit besaßt worden waren.
Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und des Ministers für Handel und Gewerbe hat der preutzische Minister für Volkswohlfahrt einen Erlaß über die Durchführung des Freiwilligen Arbeitsdienstes in Preußen herausgegeben. Um das Zusammenarbeiten der Bezirkskommissare mit den Behörden der allgemeinen Lcmdesverwaltung sicher- Der „M a t i n“ geht noch weiter und er- I zustellen, legt die Reichsregierung Wert klärt Deutschland arbeitet nicht mehr mit I darauf, daß die Landesregierung eine Worten, sondern mit Taten, eine Ansicht, Behörde bestimmt, die die Verbindung die auch das „Petit Journal" ver- I mit den beteiligten Kommissaren für den tritt. I Freiwilligen Arbeitsdienst unmittelbar
__ I hält und die Verhandlungen mit den Be- I zirkskonunissaren führt. Wie der Amtliche Preußische Presiedienst mitteilt, werden als solche für Preußen die Regierungspräsidenten bestimmt.
Ueber die Auswahl der Arbeiten für den Freiwilligen Arbeitsdienst führt der Rückhalt für die Finanzierung ge- I Erlaß u. a. aus: Auf die Dauer können Ehre«. I mit dem Freiwilligen Arbeitsdienst Er-
Der Plan befindet sich, wie wir erfahre«, folge nur bann erzielt werden, wenn das im Stadium erster Erwägungen. Aller- Zur Verfügung gestellte Kapital richtig h- .u , «rihlnnonaBme mit I angesetzt wird. Der Hebung der Pro-
dings »st bereits eine Fuhlungnah duktivität werden solche Arbeiten dienen,
Sachverstandigeu aus Bankkreifen erfolgt. &ur$ bie Anlagen und Einrichtungen Eine Verordnung zur Förderung des hergestellt werden, die einen Ueberschutz Kredits. I her Einnahmen über die Kosten abroer«
Angesichts der erhöhten Kreditanfor- fen Insoweit bei der Bewirtschaftung berungen, bie bas Wirtschaftsprogramm ber gßege des Freiwilligen Arbeitstier Reichsregierung bei ber zu erwarten- dienstes erstellten Anlagen unb Einrich-
ben Belebung der Produktion an bie bh> Erzielung von Ueberschüsien
Banken stellen wirb, ist, wie b,e »Vos- gefid)ertö erscheint, müssen diese
fische Zeitung berichtet, beabsich- ^nfaHs geeignet fein, mittelbar zu M' npmprhMenrb«reb9ite5" 3U erlassen einer Verbesserung unb Verbilligung ber
bie in hur3er^eitÄDeröHentIid)t und un- Produktion zu führen, indem sie bie mittelbar barauf in Kraft gesetzt werben Rentabilität derjenigen Produktwusstat. soll. Ihr wesentlichstes Ziel soll bahm 1 ten steigern, bie sich ihrer bebienen.