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Viele Schwerverletzte
Die Antwort Hindenburgs
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fk. München. 15. Sept. Wie der „Völkische Beobachter" mitteUt. hat der Reichstagspräsident Göring den Rechtsanwalt Dr. Frank II beauf- tragt, gegen de« Reichskanzler v. Pape« Strafantrag z« stelle« ««d
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Der Ameigenpreis beträgt fifc Den 11 gespalt. Zeileinutlltmeter 0.08 SM., Familien an zeigen bei Darzabt 0.07 SM., amtl. u. auswärtige An,. 0.10 SM. Sog. kleine Anzeigen nach Spezialtarif.Drund- schrift: §olonei. Bei schtoierig.Satz,
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Goering stellt Strafantrag
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Der Pariser Korrespondent der »Di* meß“ zitiert eine Stelle aus der fran- zösisclien Antwortnote auf die deutsche Denkschrift, in der von dem Streben nach
Paris. 14. Sept. Wie aus Oran (Algerien) gedrahtet wird, ist ein Per- jonenzug, der 510 Fremdenlegionäre, darunter Offiziere und Mannschaften beförderte. in der Nähe von Tlemcen in einen Abgrund gestürzt. Rach den ersten hier vorliegenden Nachrichten soll sich die Zahl der Todesopfer auf nicht weniger als 50 belaufen, während 80 Mann mehr oder weniger schwer verletzt sind. Man nimmt an. datz das Unglück auf die Unterspülung des Eisenbahndammes infolge starker Niederschläge zurückzuführen ist. Nähere Einzelheiten stehen noch aus. Man
befürchtet jedoch, datz die Zahl der Todesopfer sich stark vergrötzer« wird.
120 Tote.
fk. Paris. 15. Sept. Die Zahl der Todesopfer des Müitärzug-Unglücks iu Algerien wird — wie Havas aus Oran meldet — auf 12 0 T o t e geschätzt, die der Verletzten, unter denen sich sehr viele Schwerverletzte befinden, auf 150. Da die Wagen quer und ineinander festgeklammert in der Schlucht liegen, ist die Bergnng der Opfer sehr schwie, r i«. Auberdem find die Verkehrsmöglich- keiten zur Unfallstelle äußerst ungünstig.
Privatklage zu erheben wegen des in dem Brief des Kanzlers a« Göring erhobene« Vorwurfs. Göring habe sich des Berfafsungsbruchs schuldig ge-
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„Daily Expreh" erfährt, datz die britische Regierung im Begriff sei. eine Vertagung der Sitzung des Büros fctet Abrüstungskonferenz nach dem Znfammen- tritt am 21. September vorzuschlagen. Danach soll zwischenden Hauptmächten ein« Beratung stattfinde«, a« der wahrscheinlich die Vertreter Grotz- britanniens. Frankreichs. Deutschlands. Italiens. Belgiens und Polens tellnehmen werden, die ja auf jeden Fall wegen der Session des Völkerbundsrates in Genf fei« würden. Die Initiative zu diesem Vorschlag soll von Macdouald kommen. Das Blatt erklärt, es verlaute, datz die jetzt von der brittschen Regierung betriebene Polittk in der Hauptsache dariu bestehe, Deutschland im Prinzip die Gleichberechtigungsstelluug zu gewähren, womit zunächst eine Vereinbarung verknüpft wäre, durch die Deutschland sich verpflichten würde, tatsächlich nicht ««fzurüften, «nd ferner eine Abrüstungskonventio«. in der sich die ««deren Mächte verpflichten würden, in w-ütergehendem Matze a b zürnst e n. al» sie es bisher getan habe«.
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. £i, .Oberhessische Zeitung' et- ^,int se-b«mal wkckentllch. Be» E«ktei« monatl. t. Marburg 2.02 EM auescbl. Zustellungsgebübr, unsren Aaenturen 1,93 SM. ffljfigL ZustellungegebLbr. durch
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Streik. Maschinendefektoder elementare Ereignisse ausfallende glmnmern wird kein Ersatz ae» Met. Verlag, Dr. 6. <?i*etetb, o—td der Unw-Buchdruckerei
Neue Abrüstungskonferenz?
Macdonald sucht nach einem Ausweg
Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachnngen f«r Stadt und Kreis Marburg.
SbecheMche Zeitung
- Berlin, 14. Sept. 5m Laufe des ^heutigen Vormittags sind bei der Reichs- regierung weitere Schreiben eingegangen, $bie gemeinsam von dem Reichstagspräst- denten und dem Vorsitzenden des Ueber- wachungsausfchusses, Lobe, unterzeichnet find. Von diesen Schreiben ist eines gerichtet an den Reichspräsidenten und abschriftlich dem Reichskanzler zugeleitet, und ein weiteres Schreiben ist dem Reichsminister des Innern, Freiherrn von Eayl, übersandt worden. Wie von zuständiger Stelle erklärt wird, beabsichtigt die Reichsregierung nicht, von sich aus diesen Briefwechsel fortzusetzen. Er ist heute durch folgendes Schreiben des Staatssekretärs Meißner an Reichstagspräsident Göring
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auf eine Kursänderung zinzudeuten. Er begründet diese Ansicht damit, daß die politische Stelle der Theorie von Abrüstung und Sicherheit widerspreche, die bisher die der offiziellen französischen Politik gewesen fei. Der Grundsatz allgemeiner und regulärer Abrüstung, führt der Korrespondent aus, fei bei den letzten Wahlen von der großen Mehrheit der Parteien der Linken angenommen worden.
Gegen die deutfchen Wehrforderungen.
Berlin, 14. Sept. Die sozialdemokratische Reichstagssraktion beendete heute ihre Aussprache über die politische Lage und nahm zu der Aktton der Reichsregierung in der Wehrfrage einstimmig eine Erklärung an, in der es heitztz daß die Sozialdemokratie für Deutschland stets die volle Gleichbere chtigung auf dem Boden der allgemeinen Abrüstung gefordert habe. Die Sicherheit der Völker könne aber mit den Mitteln der mllitärischen Rüstung nicht erreicht werden. Insbesondere gelte dies für Deutschland angesichts seiner geographischen Lage und der militärischen und wirtschaftlichen Kräfte der anderen Lander. Die Sozialdemokratie halte deshalb die wehrpolitische Aktion der Reichsregierung für verfehlt. Diese Aktion berge die Gefahr m sich, daß sie den anderen den Vorwand zu einem uferlosen Wettrüsten gebe, das am meisten die Sicherheit Deutschlands gefährden und die Völker in eine Kata
strophe führen müsse. Jeder Schritt im Sinne der deutschen Rüstungsnote könne die Folge haben, Deutschland in poli« ttsche Isolierung zu führen, die Welt gegen Deutschland zusammenzuschweitzen und das Versailler Diktat zu verewigen. Daß die Reichsregierung in der größten wirtschaftlichen Krise und sozialen Berelendung mit kostspieligen Rüstungsplänen hervorttete, fordere den entschiedensten Widerstand heraus.
Am Schlüsse der Aussprache erklärte der Fraktionsvorsitzende Dr. Bre it- scheid, die Sozialdemokratie erwarte mit aller Bestimmtheit, daß die Reichsregierung nicht von der Verfassung abweichen und daß sie in der verfassungs- mäßigen Frist den Wahltermin ansetzen werde.
Was wird in Preußen?
Berlin, 14. Sept. In der Erörterung der Auswirkungen der Reichstagsauslösung auf Preußen ist auch die Vermutung aufgetaucht, daß ein neuer staatsrechtlicher Konflikt mit der Rerchs- regierung entstehen könnte, wenn der Preußische Landtag einen Ministerpräsidenten wählte, ohne sich vorher mit dem als Reichskommissar in Preußen amtierenden Reichskanzler in Verbindung gesetzt zu haben. Hierzu verlautet aus unterrichteten Kreisen, daß von einem solchen Konflikt gar keine Rede sein dürfe. Es sei darauf hinzuweisen, daß der Reichskanzler als Reichskommissar für Preußen selbst in neuerlichen amtlichen Veröffentlichungen, z. B. dem Staatsrat gegenüber, nicht mehr von dem Ministerpräsidenten a. D. Braun, sondern vom Ministerpräsidenten Dr. Braun, und den Staats- minsstern des Kabinetts Braun spreche, die „von der Ausübung ihrer Amtsobliegenheiten entbunden" worden seien.
Danach stelle sich aach die kommissa- rische Regierung a«f den Standpunkt, datz vo« einer Absetzung des Kabinetts Braun nicht die Rede fei.
Rur leite für das von der Ausübung der Amtspflichten entbundene Kabinett Braun der Reichskömmifsar mit seinen Mitarbeitern die Geschäfte. In diesem Zusammenhang sei noch zu erwähnen, daß Ministerpräsident Braun und die Staatsminister seines Kabinetts weiterhin die vollen Bezüge eines aktiven Ministers erhielten, einschließlich der Nebenbezüge, die wie die Dienstaufwandsentschädigung, nur ak- ttven Beamten zu gewähren seien. Ferner sei es den Ministerpräsidenten und den Staatsministern durchaus gestattet, die Dienstwohnungen und Dienst- Kraftwagen zu benutzen, wenn die Mitglieder der Regierung Braun hiervon auch jetzt keinen Gebrauch machten.
Würde nunmehr der Preußische Landtag in der nächsten Zeit — was man als unwahrscheinlich bezeichnen muß — einen Ministerpräsidenten wählen, so würde nach der staatsrechtlichen Ausfassung maßgebender parlamentarischer Kreise die Mission des Reichskomrmssars beendet sein. Denn der Reichskommis s ar sei lediglich eingesetzt worden, weil in Preußen damals nur eine geschästssich- rende Regierung und nicht eine solche bestand, die entsprechend den Bestimmungen der Verfassung von emer Land- tagsmehrheit gestützt wird.
auftragt, Ihne« de« Empfang Ihres Schreibens vom 13. September zu bestätigen. Unter Hinweis auf se.n gestern an Sie gerichtetes persönliches Schreiben läßt Ihnen der Herr Reichsvrätident mitteflen, datz die nach Uebergabe der Auflösungs- Verordnung vom Reichstag noch gefatzten Beschlüsse verfassungswitiig und damit gegenstandslos sind. Der Herr Reichspräsident beabsichtigt daher nicht, aus diesen Beschlüssen Folgerungen zu ziehe«.
Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung bin ich Ihr ergebener
(gez.) Dr. Meitzner"
Sine Klarstellung Görings.
Berlin, 14. Sept. In politischen Kreisen war es sehr unliebsam aufgefallen, daß der erste der beiden Briefe, die Reichstagspräsident Göring gestern an den Herrn Reichspräsidenten richtete, weder eine Anrede noch eine Höflichkettsformel am Schluß enthielt. Aus diesem Grunde entschloß sich auch der Herr Reichspräsident in gleicher Weise zu antworten.
Heute läßt der Reichstagspräsident erklären, daß sein erstes Schreiben nicht als persönliche Mitteilung, sondern als amtlicher Bericht eines Ausschusses zu betrachten sei, und daß bei amtlichen Berichten die Anwendung von Höflichkeitsformeln nicht üblich sei. Zugleich wird heute der Wortlaut eines weiteren Schreibens bekannt, das der Reichstagspräsident gestern unmittelbar seinem ersten Schreiben folgen ließ. Das Schreiben lautet:
„Sehr geehrter Herr Reichspräsident!
Mein heutiges Schreiben — I 2352 — enthielt nicht den Ausdruck einer Willenskundgebung von mir, mithin auch keineswegs einen von mir persönlich erhobenen Vorwurf des Verfassungsbruchs durch den Reichskanzler bezw. Reichsminister des Innern, sondern — bis auf den letzten von mir angefügten Schlußsatz — den Wortlaut einer vom Ausschuß zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung in seiner heutt- gen Sitzung gefaßten Entschließung die ich als Präsident des Reichstages auf Beschluß des Ausschusses verpflichtet war an Sie Herr Reichspräsident, weiterzuleiten. Ich habe daher Ihre Antwort vom heuttgen Tage an den Vorsitzenden dieses Ausschusses abgegeben. Im übrigen darf ich auf meinen heuttgen ausführlichen Brief an Euer Exzellenz verweisen.
In ausgezeichneter Hochachtung habe ich die Ehre zu sein Ew. Exz. sehr ergebener gez. Hermann Göring."
k°ui« ^hr »cehrter Herr Reichstagspräsident! LelchS I Der Herr Reichspräsident hat mich be-
Schwere Eisenbahnkatastrophe
Ein französischer Militärtransport in einen Abgrund gestürzt — 120 Tote