Einzelbild herunterladen
 

Nr. 204

CTtttNfW 3m StotMTS «. L. Mtttwoch, d«, 31. WW 1933

ewe 9

»T?"

<

LMM ?

Mer auch in diesem neuen Haus find schon wieder neuzeitlichere, technische Errungenschaft ten eingebaut worden. Erst in den letzten Wochen wurde der mittlere Sendesaal nach den modernsten akustischen Erfahrungen um« gestaltet.

Im Zusammenwirken von Reichspost und Sendegesellschaft ist somit alles geschehen, um einen modernen Sendebetried durchzuführen,

Sevtrmbrrmürtte

Am 1. in Marburg Rind, Schweine und Schafe und in Kastel Schlachtvieh; am 3. in Hanau Ferkel und Wochenmarkt; am 5. in Kastel Schlachtvieh, in Steinbach-Hallenberg Kram und in Wrexen Kram, Rind, Pferde, Schweine und Ziegen; am 6. in Bergen Kram- Rind, Schlachtvieh, Schweine und Ziegen, in Gudensberg Kram und Rind in Hersfeld, Hünfeld und Steinbach-Hallenberg Schwein«; in Kirchhain Rind und Schweine; in Roden­berg Kram, Rind und Schweine; in Schlüch­tern Rind, Pferde, Schweine, Schafe und Zie­gen, in Schwarzenborn Rind; am 7. in Barch- feld und Salzschlirf Kram, in Großenlüder, Bettenhausen und Rotenburg Schweine, in anau Wochenmarkt, in Kastel Zuchtschweine, in Landau Kram, Rind und Pferde und in Witzenhausen Kram, Rind Pferde, Schweine (zwei Tage); am 8. in Kastel Schlachtvieh, in Rauschenberg Kram, Rind und Schweine und in Uttrichshausen (Oberkalbach) Kram; am 9. in Hessisch Oldendorf Kram, Rind. Schweine; am 10. in Hanau Ferkel und Wochenmarkt; am 12. in Kastel Schlachtvieh und in Rinteln Kram, Rind, Pferde uno Schweine; am 13. in Marburg Pferde und in Wabern Kram und Rind; am 14. in Borken und Jesberg Kram, in Hanau Dieh und Wochenmarkt; im 19. in Kastel Schlachtvieh; am 20. Schweine, in Rho­den Kram, Rind, Pferde und Schwein« (zwei Tage), in Sterbfritz Rind und in Treysa Kram, Rind, Pferd« und Schweine; am 15. in Fulda Rind, in Kastel Schlachtvieh und in Tann Kram und Schweine; am 17. in Hanau Ferkel und Wochenmarkt; am 19. in Kastel Schlachtvieh am 20. in Eiterfeld und Schwar­zenborn Kram, in Fritzlar, Hünfeld und Kirchhain Rind und Schweine und in lllnt- bach Schweine; am 21. in Gersfeld Schweine, in Hanau Wochenmarkt, in Ibra (Oberaula) Kram, in Kassel Zuchtschweine, in Oberaula Kram und Rind, in Wächtersbach Rind und in Wetter Kram, Rind und Schweine; am 22. in Kastel Schlachtvieh; am 24. in Hanau Fer­kel und Wochenmarkt; am 26. in Kastel Schlachtvieh; am 27. in Neukirchen Rind und in Obernkirchen Rind und Schweine; am 28. in Bergheim Kram und Rind, in Frankenau und Wanfried Kram, in Hanau Vieh und Wochenmarkt, in Hilders Kram, Rind und Schweine, in Melsungen Kram, Groß- und Kleinvieh und in Schwarzenborn Rind; im 29. in Burghaun Rind und Schweine, in Gelnhausen, Marburg und Steinau Kram, in Kastel "Schlachtvieh und in Neustadt Kram, Rind und Schweine; am 30 in Poppenhausen Kram.

* Preishüten. Die Landwirt- fchaftskammer beabsichtigt, wieder zwei Preishüten zur Prüfung von Herdenhun­den der Schäfer abzuhalten. Das Preis­hüten findet nach den Richtlinien der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft statt. Es werden Preise für gute Hüteleistung durch eine Prämiierungskommission ver­geben, welche aus einem Vertreter der Landwirtschaftskammer, einem praktischen Landwirt und einem Schafmeister besteht. Die Preishüten finden statt: 1. am Diens­tag, dem 27. September, in Hofgeismar. Treffpunkt: Bahnhof Hofgeismar um 10 Ahr, 2. am Freftag, dem 30. Septem­ber, in Wächtersbach. Treffpunkt: Bahn­hof Wächtersbach um 10 Uhr.

* Die eiserne Ration. Eine in- teressante Feststellung machte in Torgau ein Kriegsteilnehmer. Er hatte sich seine eiserne Ration, die er, als er im Jahre 1914 ins Feld zog, erhalten hatte, als An­denken aufgehoben. Run trat aber die Zeitnot auch an ihn heran, und er öffnete die Konservenbüchse. Dabei stellte sich heraus, daß das darin befindliche R lnd- fleffch vollständig frisch und sehr wohl noch zu gebrauchen war. Ein gutes Zeugnis für die Konservenindustrie,_______

Mitteilungen aus dem Leserkreise

Auf das Eingesandt in Nr. 201, betref­fend Bückingsgatten, möchte ich den Einsender fragen:Warum geht man nicht mit dem kosen Hufeisen auf geradem Wege an die rechte Schmiedes'

Ich möchte meinest siebest Mitbewohnern Marburgs empfehlen, sich mit solchen kleinen Anliegen dkreft an den Magisttat zu wenden. Ich selbst habe mich^lich zu Gunsten der Allgememhett btzügfich einer öffentlichen An­stalt an diese Adresse gewandt, selbstver­ständlich in Form einer Bitte nicht einer Beschwerde. Sofort wurde Abhilfe geschaffen und nur davon Mitteilung gemacht. Mehr kann man doch nicht vettangen.

Zu einer Mitteilung an die Mgernem- heft ist dagegen die Angelegenhett der Frau Sorge durchaus berechtigt. Hier güt esfür alle" dagegen Stellung zu nehmen, daß Fa­milien m Amt und Würden und mit ohne­dies leidlich auskömmlichen Einnahmen "de­nen die Eristenz nehmen, die zur Fristimg ihres Lebens allein auf ZnnmervermietUW angewiesen sind. Aus diesem Grunde soll­ten sie sich d>gar «irr in äußersten Fällen dazu verstehen, Zemmer unentgeltlich abzugv- ben. Es sollte doch auch Einhalt geboten werden den ungebührlichen Forderungen der Studenten, .die für 20, ja 15 Mark ein Zim- wer einschließlich Bedienung, Kaffee. Lichts

Die neue Frankfurter Wette

NiLiBÄfcktiMis

sal-

eise

das Bettrauen, daß die neue Regie- Hilfe bringen werde. Um den in Sam« aufgestellten Richtlinien des Hausbe- und des Handwerks größeren Rach- zu verleihen, habe man beschlossen, Richtlinien den einzelnen Organisatio-

aber rung bürg sitzes druck diese

setzung der

Gewerbe sowie zur

losennot nutzbar zu machen. Die Not der

Wirtschaft, die in Da Zahl von 6 Millionen Arbeitslosen und der täglich ansteigenden

Herr T. W. Schneider wies schließlich Noch darauf hin, daß da Hausbesitz lernen sehnlicheren Wunsch hat, als die Häuser wie­der instand zu setzen, sorntt die Mittel al|o 8wm Hosdepttk kommen würden.

Syndikus Hoffmann vom Krekshand- werkerbund fühtte u. a. aus, daß der Haus- zinssteuer fast eine geschichtliche Bedeutung zukomme, indem es da Manismus darauf absah, das Restvermögen des Mittelstandes zu schlucken, nachdem das eigentliche Vermö­gen baeits da Inflation zum Opfa gefak- fen war. Dem wilden Raffen dieser Kreise müsse endlich Einhatt geboten werden. Da­her müsse auch imma wieda die Forderung auf restlose Beseitigung da Hauszinssteuer erhoben werden. Erfteulich sei es, daß die Regierung von Popen nun endlich die berech­tigten Forderungen des Hausbesitzes ettamrt habe und so sei es Pflicht jedes Hausbe­sitzers und jedes Handwakers, diese Bestte- bungen zu unterstützen. Ausgeschlossen sei es auch, daß durch das System da Steuer« Anrechnungsscheine eine neue Inflation zu befürchten ist, die immer von denen an ine Wand gemalt werde, die sie seiner Zett ge­macht hätten. . Wenn das Wittschaftspro- Sn da Reichsregierung verwirklicht und auch dem Hausbesitz geholfen wird, so sei es selbstverständlich Ehrenpflicht des Hausbesitzes, mögtichst viele Mittel frei zu machen, um für das sttbstäichige Handwett Arbeit r» schaffen.

In den Sternwegsälen fand gestern abend ] bei verhältnismäßig gutem Besuch eine große Kundgebung des Marburger Grund- und Hausbesitzervereins und des Kreishandwer- kerbundes statt.

Herr C. W. Schneider bttonte an­fangs, daß sich Hausbesitzer und Handwerk jetzt zu einer gemeinsamen Kampffront zu­sammengeschlossen haben, da diese beiden Or­ganisationen auf Leben und Tod mtteman- ber verbunden seien. Der Hausbesitz und mit ihm das Handwerk seien durch die marristische Herrschaft in den letzten Jahren an den Ruin gebracht worden, auch die Not­verordnung vom 8. Dezember 1931 habe keine Erleichterung gebracht, nach der Ta­gung des Haus- und Erundbesitzervereins in Hamburg, bei der Reichsinnenminister von Eayl persönlich anwesend war, habe man

Kundgebung der SausbMer und des Sandwerks Für die VefeiUvuns -er Hauszmsfteuer

nen vorzulegen. Nur wenn Hausbesitz und Handwerk Hand in Hand gehen, könne wie­der Arbeit beschafft und die schlimmste Ge­fahr für unser Volk, der Müßiggang, besei­tigt werden.

Direttor Dietrich vom Haus- und Erundbesitzerverein berichtete dann ausführ­lich über die Hamburger Tagung. Schon in früheren Jahren habe man sich mit demsel­ben Thema beschäftigt, unter der alten Re­gierung sei aber so gut wie nichts erreicht worden. So gehe man mit einer fast rui­nierten Wirtschaft in den Winter hinein. Schuld an diesem Elend trügen jene Partei­fanatiker, die seit 1918 in unserem Volke Haß und Zwietracht säten, die zur Nach­giebigkeit gegenüber den Alliierten predigten, die Verschwendung ttieben mit öffentlichen Geldern und die die Parlamente über die Wirtschaft stellten. Seit Jahren habe der Hausbesitz Vernunft gepredigt, aber verge­bens. Hausbesitz und Handwerk seien aber auf Gedeih und Verderb mttemander ver­bunden und heute wisse man, daß die Not des Handwerks in erster Lime auf die kata­strophale Lage des Hausbesitzes zurückzufüh­ren ist. Ritt dem Hausbesitz seien aber auch verbunden Tausende von Arbeitern, die wie­der durch das Bauhandwerk ihr Brot finden. Immer wieder habe der Zentralverband dar­auf hingewiesen, daß gerade durch den Haus- besitz Arbett geschafft werden kann, wenn er aus seiner mißlichen Lage befreit wird. Auch in Marburg seien in den Häusern unendlich viele Instandsetzungen nötig, vom Hausflur bis zum Dachgeschoß, und wenn hier und da auch gearbeitet werde, so trüge dies Bild, da die Reparaturen meist nicht aus den Mie­ten, sondern von den Gehältern bestritten werden. Die Not der Zeit zwinge auch den Hausbesitz, sich auf kleine moderne Woh­nungen umzustellen also eine Fülle der Arbeitsmöglichkeit. Wenn irgend ein Witt- schaftszweig das Recht auf billige Kredite habe, so sei es der Hausbesitz, man müsse aber dabei auch die Voraussetzungen schaf­fen, daß diese Kredtte wieder zurückbezahlt werden können. So müsse immer wieder die Forderung auf Aufhebung der Hauszins st euer erhoben werden, mit einer Aufhebung im Jahre 1940 und einer wetteren Senkung bis zu diesem Jahre sei dem Hausbesitz nicht gedient.

Herr C. W. Schneider rotes noch dar- aüf hin, daß seit dem Jahre 1924 seitens des Hausbesitzes 11 Milliarden H aus- zinssteuer aufgebracht worden feien. Wohin diese Gelder geflossen seien, das wisse niemand. Schneidermeister Bremer be­grüßte die Tatsache, daß sich nun endlich zwei Organisationen rote Hausbesitz und Handwerk zusammengeschlossen haben, hinter denen Millionen von Deutschen stehen. Es heiße hier nicht allein Hausbesitzer und Hand­werker, sondern auch Mieter, die schließlich dieselben Interessen nerfolgen.

8es Mktergleichstroms, sondern KMkttekbar durch Beeinflussung der Gitterspannung der Röhre m der fünften Stufe. Die sechste Stufe, die zugleich Endstufe ist, enthält zwei im Gegentakt geschaltete wassergekühlte 40 Kilo­watt-Röhren. Die Stufe ist doppelt vorhan­den. Die eine dient zum Betritt», die andere zur Reserve.

Die 81 n t e n n-e besteht aus einer etwa 70 Meter langen senkrechten Reuse, die in der Mitte eines zwischen den beiden Türmen aus» gespannten Hanfseiles befestigt ist.

Mtt der Entwicklung des Frankfurter Sen­ders, von der uns heute sehr klein anmuten» den ersten Anlage in und auf dem Postscheck­amt über den ersten Sender auf dem Hei- I^enstock zum heutigen 17 Kilowatt Sender ging naturgemäß die Entwicklung der Besprechungsräume Hand in Hand. Die drangvoll fürchterliche Enge im obersten Stockwerk des Postscheckamtes in den mit Wollstoffen tradierten Räumen der unver­gessene Silins gtesni nannte fix nur Schwitz­kasten ist den breiten hohen und unge» dämpften Sälen und Räumen in dem neuen Sendehause schon sin Winter WA) gewichen»

Flut von Zusammenbrüchen wirtschaftlicher Unternehmungen einen furchtbaren Ausdruck findet, zwingt gebieterisch, den Hausbesitz als Arbeitsgebiet zu erschließen. Dies berechtigt zu folgenden Forderungen: 1. Für die In­standsetzung und Modernisierung des Haus­besitzes sowie für die Aufteilung von Eroß- wohnungen sofort ausreichenden Reichskredit zu verbilligtem Zins zur Verfügung zu stellen. 2. Die Verzinsung und Abdeckung aller für diese Zwecke seit dem 1. Januar 1932 aufge­wendeten Geldbeträge durch Steuersenkung zu ermöglichen und zu sichern. 3. Die Steuer­senkung durch zwingendes Reichsgesetz in der Weise für das ganze Reich anzuordnen, daß jährlich mindestens 15 % aller nach dem Stande des Jahres 1932 auf dem Hause ruhenden Landes- und Gemeindesteuern so lange nach­gelassen werden, bis der Reparaturenbetrag int Einzelfall getilgt ist. Unter diesen Vor­aussetzungen erklärt sich der Hausbesttz bereit, eine umfangreiche Jnstandsetzungsarbettdurch­zuführen. Bei einem Bestand von mehr als fünf Millionen Althäusern int Reiche schafft em Reparaturaufroand von durch­schnittlich nur 300 RM. je Haus kaufend Ar- bettsgelegenhett von jährlich 1,5 Milliarden RM., in einem Jahre aber schon ein Mehr­faches der durch das Reich angebahnten und finanzietten einmaligen Arbeitsbeschaffung, Die für Eebäudeinstandsetzung und Woh- nungsaufteilunA bereitzustellenden Bettäge fließen restlos m bte Witt schäft. Der zeitlich begrenzte Einnahmeausfall durch Realsteuer­nachlässe wird infolge der dadurch hervorge- rufen en dauernden Belebung der Wittschast und der deshalb zu ermattenden Mehrein­nahmen bei anderen Steuern, insbesondere aber durch Einsparung von Arbeitslofenunter- stützung und Wohlfahttslasten, zweifellos ausgeglichen."

Dem Hausbesitz wurde seit dem Jahre 1924 mindestens die Hälfte des jewei­ligen gesetzlichen Mietertrags weggesteuert. Diese Besteuerung hat den Hausbesitz ohne sein Verschulden in die heutige Not- und Zwangslage gebracht, die letzten Reserven des Volksvermögens bis auf einen geringen Rest aufgezehrt und damit auch das Fundament des Hypothekenkredits zerstört Der organisierte Hausbesttz fordert in Uebereinstimmung mit allen Spitzenver­bänden der Wirtschaft, insbesondere Hand­werk und Gewerbe, und unterstützt vom Urteil der Wissenschaft Wiedergutmachung der steuerlichen Aufsaugung der Mieten durch ge­setzgeberische Maßnahmen, die es dem Haus- befitz ermöglichen, einen Teil der bisherigen Steuerbeträge auf dem Wege der Jnstand- A l t h ä u f e r dem Handwerk und »wie zur Linderung der Arbeiis-

Die Ausführungen wurden von dm An­wesenden mtt starkem Beifall aufgmommm. Schließlich wurdm noch nachfolgmde

Entschließungm

emftimmtg angenommen:

Die heute in Marburg (Lahn) sehr zahlreich versammelten Grund- und Hausbesitzer, Hand­werker und Gewerbetreibende haben folgende Entschließungen einstimmig angenommen:

I.

Die Wiedergesundung des Mietwesens und der Wohnwirtschaft hat anerkanntermaßen zur Voraussetzung die Wiederherstel­lung der Rentabilität des Haus­besitzes und die Schaffung fester Wirtschafts- und Rechtsgrund­lagen, auf denen allein die Rückkehr des verlorengegangenen Vertrauens in eine sta­bile und gerechte Gesetzgebung erwartet wer­den kann. Grundvoraussetzungen einer sol­chen streng an den Grundsätzen der Wirt- schaftsfteiheit und Privatinitiative orientier­ten Reform sind: 1. daß die Wohnungs­zwangswirtschaft unter Vermeidung des bis­herigen, immer neue Komplikationen schaffen­den stufenweisen Abbaus sofort restlos und unter Aufgabe des Gedankens einessozialen" Mietrechts beseitigt wird und die mietrecht­lichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetz­buchs unverändert wieder in Kraft gesetzt werden; 2. daß unbedingte Gewähr für die Sicherheit und Unantastbarkeit des Privat­eigentums an Grund und Boden geschaffen wird; 3. daß eine fühlbare Senkung der über­spannten Steuerlasten und Beseitigung aller einseitigen Sonderbelastungen des Alt- und Neuhausbesitzes erfolgt (Realsteuer, Haus- zinssteuer, Besitzwechselabgaben) und daß von der Einführung einer Steuer auf den Wohn- raum ober einer anderen neuen steuerlichen Belastung des Hausbesitzes auch auf dem Wege über Länder und Gemeinden Abstand genommen wird; 4. daß der Realkredit als Lebensnerv des Hausbesitzes wieder auf eine sichere Grundlage gebracht, der darnieder­liegende Pfandbriefmarkt neu belebt und der weiteren Verschleuderung von Grundeigentum vorgebeugt wird; 5. daß das Problem der Ar- beitsbeschaffling vor allem durch eine groß­zügige Wiederinstandsetzung des Althaus- besitzes tatkräftig in Angriff genommen wird. Ferner sind dringend Sofortmaßnahmen zur Begegnung der katastrophalen Derhältniffe am Raummarkt (volle Ausgleichung der Mietausfälle in der Steuer) erforderlich.

Der Hausbesitz erwartet von der Reichs­regierung eine schnelle und entschlossene Durchführung dieser Forderun­gen im Jntereffe des Wohnungswesens und der Gesamtwirtschaft."

Der neue Südwestdeutsche GrvG-SeNver am Heiligenstock bei Frankfurt wird nun voraus­sichtlich in den ersten Septembettagen in Be­trieb genommen .Er hat mit 17 Kilowatt die zehnfache Leistung des alten Senders und arbeitet in Zukunft auf Welle 259,3 statt bis­her 389,6.

Das neue Sendegebäude bttkeht in der Hauptsache aus zwei großen Räumen. 3n dem einen befindet sich der eigentliche Sender, während in dem anderen di« Zusatzeinrich- tungen für die Umwandlung des vom Frank­furter städttschen Elektrizitätswerk bezogenen Drehstroms von 5000 Volt in den für den Sendebetrieb notwendigen Gleichstrom der ver­schiedenen Spannungen ausgestellt sind.

Der Aufbau des neuen Senders ist den Fortschtttten der Technik entsprechend anders gestaltet als der des alten. Die im Sende­saal befindliche eigentliche Eendeeinrichtung besteht aus sechs Stufen, während der alte Frankfurter Sender deren nur zwei hatte. Die Modulation, das heißt die Beeinflussung der Stärke der Trägerwellen im Takte der Sprach- bezw. Musikschwingungen erfolgt nicht wie beim alten Sender durch tue Beemslujftmg