Sette 4
DtafeeffifAe Seitens. Marburg e. L, Mittwoch, den 31. August 1932
Zar -le Erhaltung -er Amtsgerichte
Wochenmarkt.
Butter Pfd. 120—130
50
20-60
5-8
20
Blumenkohl Grüner Salat Oberkohlrabi
25-35
30-35
15-20 5
25
Hähnchen Hühner Enten Tauben Reh Hasen Rhabarber Heidelb.
4 Pfg.
10-12
8-10
10
12—15
10
12
10-15
15-20
Stachelbeer., Himbeeren Brombeeren
35-40 8—15
20-40
25
40-50 20-25
• Unfall In Holzhausen, Ar. Biedenkopf, stürzte em junger Mann mit feinem Rade so unglücklich, daß e- mit einer schweren Gehirnerschütterung in die Chirurgische Klinik zu Marburg eingeliefert werden mußte.
* Eine botanische Seltenheit. Heute morgen wurde uns von Herrn Herr» mann, Sybelstraße, eine Sonnenblume prä< jentiert, die in ihrer Art zweifellos eine botanische Seltenheit darstellt. Die Blüte war etwa so groß wie ein Teller, glich aber in der Stoßen Dahlie. Herr Herrmann ^sügung stellen.^"' Botanischen Garten zur
Kartoffeln neue Blattgemüse „ Wirsing Weißkohl „ Karotten „
Rotkohl „
Mohrrüben „ Zwiebeln „ Grüne Bohnen Gelbe Bohnen Rosenkohl Pfd. Spinat Grünkohl Pilze „
Tomaten »
Birnen »
Zwetschen „
Weintrauben,.
Pflaumen „
angegeben. Leiter des Heimer.
Bekanntmachung
Abdruck aus dem amtlichen Kreisblatt.
Der Gastwirt Ludwig Balzer aus Hermershausen hat auf seinem Anwesen eine Armbanduhr gefunden. Der Eigentümer kann die Uhr gegen Erstattung der Bekanntmachungskosten usw. bei dem Binder in Empfang nehmen. (4818
träge nicht zu besuchen pflegen, möchten ihr Vorurteil beiseite lassen und kommen. Das Familienleben geht uns alle an. Eintritt frei. Standort des Zeltes: Bürgerwiese, neben der Festhalle. (Siehe Inserat.)
Frühäpfel Pfd. 25—40
Gänse Pfd. 60-70 90—100 60-70
Cs war gerade umgekehrt.
Lor dem Amtsgericht in Fronhaufen batten sich drei Einwohner aus Damm zu verantworten, welche angeklagt waren, einen Reichsbannermann körperlich mißhandelt zu haben und zwar zu mehreren gemeinschaftlich und aus volittschen Beweggründen.
Diese den Angeklagten zur Last gelegte strafbare Handlung ist nach den Bestimmungen der Notverordnung vom 16.6. ds. Is. unter Ausschluß mildernder Umstände mit einer Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis bedroht.
In der Hauptverhandlung am 30. Aug. ds. Is., in der die Angeklagten von Rechtsanwalt Dr. Böttcher in Marburg vertreten wurden, kam es zu einer umfangreichen Beweisaufnahme. Es stellte fich dabei, insbesondere durch die «on dem Verteidiger geladenen Zeugen, heraus, daß nicht die Angeklagten, sondern hex Reichsbannermann die Schlägerei angefangen und daß die Angeklagten in Notwehr gehandelt hatten. Die Angeklagten wurden daher gemäß dem Antrag des Verteidigers frei- gesprochen.
beitslager. haben wir
Tagesanzeiger.
Mittwoch, den 31. August.
Vergnügungsanzeiger.
Cafe Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Ahr: Konzert Hansi Auttsch mit seinem Orchester.
Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 20 Uhr: Efirn Seidel mit seinen Jazz-Symphonikern.
Restaurant Daub, Frankfutter Stt.: 20 Ahr: Konzert mit Tanzeinlagen.
Stadtteiler: 20 Ahr: Künstlerkonzett der Kapelle Ralph Kellermann.
Capitol. Diegenstraße: 17 und 20.15 Uhr: »Weltmeisterschaftskampf Schmeling — [ Sharkeh" und »Tom rechnet ob“.
Kamera, Kasernenstraße: 17 u. 20.15 Ahr: »Kavaliere vom Kurfürstendamm".
Bersammlungen. Vorträge, sportliche Veranstaltungen «sw.
Elisabethchvr: 19.30 Ahr im Lyzeum Probe.
Eier Stck.
Gr. Handkäse » Handkäschen„ Käsematte Pfd.
Polizeiliches. 3n der ver-
Preißelbeeren ,. 20—30 Rote Rüben „ 10—15 Erbs. 1. Schot., 15—20 Radieschen BdL 10 Endivien Stck. 15—20
Stck.40-50
Pfd. 50-80
» 50—60
.. IC
Kochkäse „ 5
Kartoffeln Ztr 3.50
Marburger Sladlzeilimg
Aus 6cm GertÄtsfaal
Der ungetreue Geschäftsführer.
Der frühere Geschäftsführer des K r e is, Handwerkerbundes Biedenkopf, Kaufmann Sch. stand vor dem hiesigen Schöffengericht unter der Anklage, im vergangenen Jahre den Kreishandwerkerbund Lftdenkopf sowie verschiedene Geschäftsleute in Biedenkopf, Niederlaasphe und Gießen um rund 2500 Mark durch Unterschlagung und Betrug geschädigt zu haben. Sch. gestand im Wesentlichen seine Verfehlungen ein und gab an. durch unregelmäßige Auszahlung seines Monatsgehaltes von 180 Mark in Schulden geraten zu sein die sich noch erhöhten, als er zu Anfang vorigen Jahres heiratete und allein für mehr als 2000 Mark Möbel kaufte. In seiner Not borgte er von mehreren Geschäftsleuten 1600, 780, 600 und 200 Mark, entnahm dem' Bankkonto des Handwerkerbundes 550 Mark, kassierte Buchstellenbeiträge, ohne die notwendigen Buchungen zu machen, führte Steuergelder nicht an das Finanzamt ab und ließ auch die Lebensversicherungsbeiträge mehrerer Handwerksmeister ht der eigenen Tasche verschwin-
Salatgurken » 5—30 Einmachgurken 2—3 Rettich Stflt 10—15
Knoblauch , „ 5—10
Lauch „ 10
stenz der verschiedensten öffentlichen und privaten Einrichtungen gerade in den kleinen Landstädten nur auf dem Vorhandensein eines Amtsgerichts beruht.
Diese Beziehungen werden durch Aufhebung der Amtsgerichte für alle Zeiten zerstört, da die sämtlichen Gettchtseingeseffenen zwangs» läufig nach anderen Orten gelenkt werden. Die Folge ist ein starker Rückgang von Handel und Wandel zum Schaden des bisherigen Gettchtsortes.
In den beteiligten Gemeinden herrscht völliges Verständnis für die Bestrebungen der Staatsregierung, die auf Verminderung der Staatsausgaben abzielen. Unverständlich bleibt aber eine Maßnahme, bei der 17 arme Landstädtchen und Landgemeinden in ihrer Existenz auf das schwerste gefährdet und außerdem noch um den letzten Rest ihres Ansehens gebracht werden sollen. Dabei steht der finanzielle Gewinn für den Staat in gar keinem Verhältnis zu den Ausgaben, die mit der Aufhebung und Zusammenlegung von Gerichtsbezirken verbunden sind. (Kosten für Neubauten, Umzugskosten usw.) Hat der Staat hierfür ausreichende Mittel, so kann er auch bis auf weiteres noch die für einzelne Gerichte etwa ettorderlichen Zuschüsse mit in den Kauf nehmen. Wenn von Kennern der Verhältnisse die gesamten zukünftigen Ersparnisse nur mit 1000 000 9LÄ veranschlagt werden, so steht dieser Summe ein Mehrfaches an erhöhten Zeugen-, Sachverständigengebühren, Anwaltsund Reisekosten gegenüber, das der Allgemeinheit zur Last fällt.
Wenn in einzelnen Gettchtsbezirken die Arbeitskraft des Einzelrichters nicht voll ausgenutzt werden kann, so ließen sich gewisse Ersparnisse dadurch erzielen, daß sogenannte Reiserichter für mehrere Amtsgerichte bestellt werden, die unter Benutzung moderner Ver- kehrseinttchtungen ihre Tätigkeit an den einzelnen Orten ausüben könnten, oder man erweitere die Zuständigkeit der Amtsgerichte, insbesondere auf die der Rechtspflege.
Von schwerer Sorge um die Existenz ihrer Gemeinden erfüllt, fordern deshalb die Unterzeichneten Aufhebung der Verordnung vom 30. Juli 1932."
Diese Entschließung soll den beteiligten Stellen umgehend übermittelt werden. Ferner wurde auch ein entsprechendes Telegramm an den heute in Berlin versammelten Preußischen Landtag abgesandt.
Die im Bezirk Kassel vorhandenen kleinen Amtsgerichte verdanken ihre Existenz wirt- schaftlrchen, soziologischen und verkehrstechni- schen Erwägungen.
Neben den Kreisstädten gewannen im Laufe der Zeit auch die Gerichtsorte insofern eine besondere Stellung unter den.übrigen Gemeinden, als sich von und nach xynen verkehrswirtschaftliche Beziehungen entwickelten, die dem einzelnen Orte fein besonderes Gepräge verliehen.
Zur Pflege dieser Beziehungen haben- die (Berichtsorte vielfach schwere Opfer auf sich nehmen müssen, beispielsweise durch Herstellung und Unterhaltung von Gerichtsgebäuden, Dienstwohnungen usw., wie überhaupt die Exi-
• Schafmarkt. Für den morgigen Schafmarkt ist ein starker Auftrieb zu erwarten, da sich der Schäferverein des Kreises Marburg bereit erklärte, a'es verkaufbare Material aufzutreiben. Der Beiuch des Marktes dürfte dementsprechend auch gut werden.
* 100 000 M Gewinn auf die Nummer 345 043. In der Vormittagsziehung der Preutz--Südd. Klassenlotterie wurde ein Gewinn von 100 000 M auf die Nummer 345 043 gezogen. Diese wird in der ersten Abteilung in Hessen und in der zweiten Abteilung in Berlin in Achtellosen gespielt.
* Die Goethe-Plakette für Geh. OberregierungsratDr. von Hülsen. Dem Kurator der Philipps- Aniversitüt in Marburg, Geheimen Oder<- regierungsrat Dr. Dr. h. c. von Hülsen ist anläßlich der Goethe-Jahrhundertfeier die vom freien deutschen Hochsttst in Frank- futt a. M. gestiftete Goethe-Plakette verliehen worden.
* Der Reichsbahn-Sonderzug nach Obersdorf fährt, wie man uns mitteilt, am 2. September, 7.05 Uhr früh ab Marburg.
* 2l»f 3«m Edersee! Das hiesige Reisebüro veranstaltet am kommenden Sonntag, 4. September, eine billige Autoreise nnt Motorboots ahtt an den Edersee. Der Preis für diese Reise beträgt nur 5,70 AM. 3n diesen Preis sind eingeschlossen: Autofahtt mit einem großen Ausflugswagen der Deutschen Rerchspost von Marburg nach Herzhausen; von dott mit Motorboot nach der Sperrmauer; ab Sperrmauer wieder mit Auto nach Schloß Waldeck, von da Rückreise über Bad Wildungen nach Marburg. Die Nachfrage zu dieser Reise ist sehr rege. Der erste Ausflugswagen ist schon vollständig ausverkauft und wird daher noch ein zweiter Wagen mitfahren, um die Reiselust der Marburger befriedigen zu können. Für eine gute Platzbelegung kann nur noch bei einer sofortigen Anmeldung garantiert werden. Anmeldungen nimmt das Reisebüro, Bahnhofstraße 20, Telephon 2031, entgegen.
Ausklang im (Ealberner A r- Infolge undeutlicher Schrift den Namen des Verfassers falsch Der Artikel stammt von dem Arbeitslagers, Alfred Obern»
gangenen Nacht wurde in Büroräume eines Geschäftes in der Bahnhofstraße eingebrochen. Sämtliche Behältnisse in dem Büro wurden durchsucht und es find von dem Täter 13 Mark bares Geld, für 7,50 Mark Vrefmarken, sowie aus einer angebrochenen Kiste etwa 40 Zigarren gestohlen. — Entwendet wurde hier ein Damenfahrrad, Marke „Deutschland", Fabriknummer unbekannt, schwarzer Rahmenbau, gelbe Felgen mit schwarzem Rand, vorderes Schutzblech fehlt, hochgebogener deutscher Lenker mit dunkelgrünen Horngriffen, neue Glocke mit Kleeblatt, buntes Schutznetz am Hinterrad, Hinterrad neue dunkelgraue Decke. Wert 30—40 Mark. — In der Zeit vom 27. bis 29. August ds. Is. wurde in ein Gartenhaus am Ortenberg eingebrochen. Der, bezw. die Täter haben die Eatteneingangstür und die Tür am Gartenhaus mittels Nachschlüssel geöffnet. Don den in dem Gattenhaus aufbewahrten Sachen haben fie folgende Kleidungsstücke entwendet: ein gut erhaltenes grau gestreiftes, gemustettes Herrenjackett, eine fast neue blaue Herrenleinenfacke einen gestttckten Herrenpullover mit Äermel (grau mit grünen Streifen), ein Paar . . _ ... _ .. ....
Herrensandalen, zwei Handtücher gestreift I Deutsche ZeItmNlion — Spe- weiß und grau und weiß mit blau ge- I 3Dor.V ?.£■ Morgen, Donnerstag, zeichnet P.J. und ein 9 mm Tesching.' Ilm Sonder-
•» I vorrrag gehalten über das Thema: „G ott- sachdrenltche bezw. vettraulrche Mitteilung h liche Ordnungen im Famrlienle- bittet die Kriminalpolizei. | ben". Es handelt sich um em überaus wich-
ttges und zeitgemäßes Thema. Ist doch die Famllie die Keimzelle und Grundlage des Staates. Eine Besserung unserer zum Teil recht zerrütteten Verhältnisse ist nur dann zu erwarten, wenn die Erneuerung des Familienlebens einsetzt. Zahlreiche mißratene Kinder, zahlreiche unglückliche grauen, zahlreiche Ehescheidungen, die sich tn rasch aufsteigender Lüne befinden, liefern den Beweis dafür daß es um bas Familienleben traurig bestellt ist; es krantt an den Folgen der Kriegs- und Nachkriegszeit. Da ist es fraglos von groß, ter Wichtigkeit, daß Bolksootträge über das Familienleben gehalten und auch besucht werden. Auch solche, die sonst religiöse Dor-
3n Staffel fand unter dem Vorsitz des Bürgermeisters W e y r i ch-Wanfried eine Versammlung von Vertretern der durch die Notverordnung vom 30. Juli 1932 betroffenen Ge- richtsgememden des Oberlandesgerichtsbezirks Kassel statt Die Versammlung konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Verordnung vom 30. Juli mehr nach politischen als nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ergangen ift Mit der bloßen Aufhebung einer Anzahl kleinerer Gerichte lasse sich das Staatsdefizit auf keinen Fall beseitigen. Wohl aber trage diese Maßnahme nur dazu bei, schwere Verstimmung im Lande zu schaffen und die Verdrossenheit über die augenblicklichen Zustände im Staate zu vergrößern.
Nach einmütiger Ueberjeugung der Versammlung lassen sich wohl auch in der Justizverwaltung gewisse Ersparnisse erzielen. Es ist aber durchaus nicht notwendig, daß es die- serhalb zur Aufhebung von 60 Amtsgerichten, wovon allein 17 auf Hessen entfallen, kommen muß. Nach dem Vorbild der anderen Bezirke haben sich darum die SBerfammelten zu einer Interessengemeinschaft zu; ammenges chlossen
und ihre Ansichten in einer
Entschließung
niedergelegt, in der es u. a. heißt:
„Die von der Verordnung des Preuß. b»n Der Anaekläate aab an daß er I Staatsministeriums vom 30. Juli d. Is. be- ” troffenen Gemeinden des Oberlandesgerichts- EMer gehofft habe, die veruntreuten I bezirkes Kassel erheben hierdurch unter Be- Gelder durch Erhalt eines beantragten I zugnahme auf die bereits vorliegenden Einzel- Darlehens, welches aber nicht zustande befchwerden noch einmal in ihrer Gesamtheit kam, ersetzen zu können. Das Urteil des fdjärfften Protest gegen die Aufhebung ihrer Gerichts lautete wegen Betrugs, Unter- I Amtsgerichte, indem sie auf folgendes hin- schlagung und Untreue auf zwei Mo- I roe,'en: nate und zwei Wochen Gefängnis. Bei Ersatz des angerichtrten Schadens innerhalb von drei Jahren kann Bewährungsfrist eintteten,
20}
Warschau
^Kavaliere vom Knrfürstendamm-.
Kamera. Eine junge Frau, die ihrem Mann aus einer kleinen Insel h Golf von Neapel wohnt, verläßt, weil & sich nach dem großen Leben sehnt, Gatten mit einem Mann, der sie nach lin führt. Aber schon die ersten Tage der Großstadt bringen die Enttäusch^ und die Reae, die sie den Weg Mrückfinde lassen. Der Mann, den sie zu llehy glaubte, betreibt recht dunkle »Geschäfte' ist em Gauner and lebt unter Gauners Dieses Milieu bildet den interessanten tergnmö des Films, dessen ttagende Rq, len Harry Frank und Friedl Haerlln spj^, len. Beide gut, er als Gentleman-Py, brecher, sie als ahnungslos Liebende Sympathisch in weiteren Rollen Paul Öfjj and Hilde Boenisch. Sehr gut auch di, DiebSthpen, die Angelo Ferrari, Erik and Reinhold Dernt spielen. Die Reg« von Romano Mengon gab dem Film an gute Naturaufnahmen mit. Auch das Bei Programm ist gut, so daß ein Besuch eny fohlen werden kann.
* Die Durchführung der Sefiens, mitteltontrolle. Man schreibt uns Trotz wiederholter Forderung der komm» nalen Spitzenverbände, insbesondere bg Reichsstädtebundes, hat der Preußische M nifter für Volkswohlfahrt abaelehnt, ein Einschränkung der Lebensmittelkontrolle ans Ersparnisgründen eintteten zu lassen. T« Umfang der polizeilichen Lebensmittelkw trolle habe in den meisten Gebieten des Reich, bisher gerade ausgereicht, um wenigstenns bi schwersten und schädlichsten Mißstände g unterbinden. Jede Einschränkung müßte b» her die bedenklichsten Folgen haben.DieDer sorgung des Volks mit einwandfreien, gesund heitlich unbedenklichen Lebensmitteln wück geschädigt, die Begriffe von Treu und Eia» ben im gewerblichen Verkehr würden erschiit tert werden Dem Anträge ist nur insoweii stattgegeben, als die Pauschgebühren für bir amtlich durch die Polizei entnommenen L» bensmittelproben um 10 v. H. gesenkt roetba sollen.
* Starker Rückgang der deut schen Auswanderung. Jrn 2. Vien teljahre 1932 sind insgesamt 1374 Deutsch nach Uebersee ausgewandert. In dies« Ziffer prägt sich ein starker Rückgang bei deutschen Auswanderung aus, find doch in gleichen Vierteljahr des Vorjahres noi 3172 Deutsche nach Uebersee ausgewandeü im gleichen Zeitraum 1930 sogar 10 504.
Fußball
Bet der Terminliste der 1. BezirksklD war dem Fußballsachbearbeiter eine llnstm migkeit unterlaufen. Zwei Spiele maia doppelt angesetzt — wir hatten fie ht unserer Veröffentlichung vom 18. 8. weggelaf sen —, dafür fehlten zwei andere Spiele Deren Termin ist nunmehr auch bestimmt und zwar:
6. 11. Fronhausen — Wetzlar Bottenhorn — Wallau.
Wir bitten, unsere Terminliste vom 18. 8 entsprechend zu vervollständigen.
Wetter wurden folgende allgemein intet essierende Bekanntmachungen erlassen: Verbandsschiedsrichterausschuß:
Wir machen die Schiedrichter darauf auf merksam, daß weder Platzordner noch Trat ner während des Spieles sich innerhalb bei Platzabsperrung aufhalten dürfen. Ein besonders unspottliches Bild ist es, wenn dies« Leute dann, auch noch rauchen. (Anscheinen) herrscht dieser Üebelstand also nicht nur a Marburg.)
Bezirksvorstand:
Das Verbandsspiel Frechenhausen — Erd Hausen (2. Bezirksklasse) wird aus technische« Gründen vorläufig abgesetzt.
Anträge verschiedener Vereine auf Aen- derung der Einteilung der 1. Bezittsklastl wurden abgelehnt.
Gauvorstand Marburg:
Leidenhofen hat die 2. Mannschaft zurückgezogen: die angesetzten Spiele fallen dahs aus.
Das Spiel Erdhausen-Wiesenbach ist füi E. gewonnen, da W. nicht angetteten.
Die Nachrunde beginnt am 30. 10. Et' waige Wünsche über freie Sonntage usw. sind bis spätestens 15. 9. an Herrn Dr» Leukel einzureichen.
Anzeigen von Verfehlungen dürfen von Vereinen nur erstattet werden, wenn auch bü nötigen Unterlagen dafür beigebracht werden- --e--
Letzte WirMlislsliMungen
r. Frankfurt, 31. Aug. Auch <£» Frankfurter Produktenmarkt ist eine W schwache Tendenz zu erkennen. Das Ülng» vot an Brotgetreide hat sich etwas verstärkt Man kann eine abwartende Haltung beobaöl
» - Preise können als unverändert aifl
gestrigen Schluß gesprochen werden.
r. $ e r I i n, 31. Aug. Die ErundstiM mung ist am Produktenmarkt eher schwä' cher. Weizen ungefähr 1,25, Roggen 1,5® Mark niedriger. Die Lieferungspreist find für Weizen iy2, für Roggen V/2 unter gestrigem Schluß gesprochen. Hasel und Gerste stettg.
Briefkasten der Schriftleitung.
Bracht. Die Adresse lautet: Maschinen' stelle der D. L. G., Berlin SW 11- Dessauerstt. 6—7.