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Volkes bestimmen solle..

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Rk.m 67.3oürg Marburg a. Lahn

Mt 11 g-spalt. Seilemnfaftnetet 0.08 GM., 3<nnilienanzeigen bei Barzahl. 0.07 GM., amtl. n. aus­wärtig« Anz. 0.10 GM. Sog. Reine Anzeigen nachSpeziaktartf.Dnmd- schrift: Seiend. Bei sthwiertg.Satz, sowie bei Platzporschrtft SO's« Auf­schlag.- Sammelan, eigen 100*1. Ausschlag <Renam.-9Rintm. 0.40 SM. Grundschrist.. Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerteu-Gebühr: 25 Pfg. bei Zustellung der Angebote duscht Pott».60 GM. Belege werden

bünden) entdeckt.

Zu diese, Zeit befand sich der Ballon in einer Höhe von 14 16000 Metern. Er fliegt in südlicher Richtung mit einer Geschwindigkeit von schätzungsweise 40 Kilometern.

fl. Dübe »vorf. 18. Ang. Professor Piccard ist unter ungeheuerem Jubel einer riesigen Menschenmenge bei fast völ­liger Windstille um 5.05 Uhr früh zu seinem Stratosphärenflug g e st a r t e t.

Die ganze Nacht hindurch fand eine Völ­kerwanderung nach Dübendorf statt. Man zählte etwa 2 0 0 0 A «t o s. Die Spannung unter den Zuschauern, die auf 3040 000 Personen geschätzt wurden, stieg unmittel­bar vor dem Aufstieg von Minute zu Mi- nute. Hebet dem Flugplatz lagerte im Augenblick des Aufstiegs ein ziemlich d i ch- ter Nebel. Wenige Minuten vor 5 Uhr winkte Pros. Piccard seiner Frau und seinen Kindern zum letzte« Male zu. Dann wurden die beiden letzten Haltetaue durch­schnitten und der Ballon stieg langsam hoch. Zunächst nahm der Ballon nördliche ?Nchtung «nd ein Flugzeug umkreiste ihn längere Zeit. Al« der Ballon 1000 bis 1500 Meter hoch war, änderte er tite Rich­tung vollständig und wandte sich nach Süden. Um 5.30 Uhr wurde er bereits von der aufgehenden Sonne beschiene« «nd zeigte eine dunkelgelbe Färbung. Die «eine Eondel war noch teilweise sichtbar.

W i e n. 17. Aug. Der Nationakrat hat | heute in namentlicher Abstimmung das Lausanner Anleiheprotokoll mit 81 gegen 80 Stimmen angenommen. Für das Protokoll stimmte« die Christlich-Sozialen, der Landbund »nd sechs Mitglieder des Heimatblockes. Dagegen stimmte« die Sozialdemokraten, die «roßdeutschen und zwei Heimatblock-Abgeordnete. Ein groß- deutscher Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung war vorher mit demselben Stimmenverhältnis abgelehnt worden.

Der Landesleiter der NSDAP, fordert Auflösung des Rationalrates.

Wie die österreichische Landespressestelle der NSDAP, mitteilt hat der Landeslei­ter der NSDAP, an den Bundespräsiden­ten einen Appell gerichtet, in dem er die Auflösung des Nationalrates fordert. In dem Appell heißt es u. a.: Am Ende der Auseinandersetzungen über den Lausanner Vertrag könne festgestellt werden, daß die überwältigende Mehrheit des Volkes ohne Rücksicht auf sonstige Parteiunterschiede den Lausanner Vertrag in seinem ganzen

fHt .vb-rd-Mche Sdhrng* et- sechsmal wöchentlich. Se- wa«prei« tnonatl. t. Marburg 2.02 ©<1R. ansschl. Znstellnngsgebobr, bei unsren Agenturen 1,93 GM. ,uzügl. Zustellungsgebstbr. durch bte Post 2.25 GM. Fstr etwa purch Streik, Maschinendesekivder elementare Greigniste ausfallende Rummern wird kein Grsab ge­leistet. Verlag, Dr. <S. Hchervtb. Druck der Univ-Buchdruckerei Job Aug. Roch, Markt 21/23. «kernsprecher: Rr. 2054 n. Nr. 2055 Postscheckkonto: Amt Krankfurr «. M. Nr. 6015. SprechM

Oesterreich unterwirft sich

Scharfer Protest der Nationalsozialisten

Die amerikanische Präsidentenwahl

Das Interesse der gesamten amerikani­schen Oeffentlichkeit wird zur Zeit voll­kommen von der Präsidentenwahl im Ro-

vember beherrscht. Nachdem die beiden Parteikongresse die Wahlplattformen fest­gelegt hatten und die zwei Kandidaten Höver und Rosevelt aufgestellt wor-

Roosevelts Anhänger sind zum größten Seil die Vertreter der landwirtschaftlichen Staaten des Südens und Westens, wobei die Mehrheit der Wahlmänner allerdings nicht in den Händen dieser Staaten liegt. Dabei ist auch Roosevelts Stellung in die- sen Staaten dadurch geschwächt, well die Demokraten sich bekanntlich für die völlige Aushebung des Alkoholverbvts ausge­sprochen hatten und die Südstaaten bisher fast ausnahmslostroden eingestellt wa­ren. Schließlich hat auch Roosevelts Ge­genkandidat in der demokratischen Partei» AI Smith es abgelehnt, sich aktiv für Roosevelt einzusehen, so daß die Stellung der Demokraten in den Staaten Massa- chussets, Connecticut, New Jersey und Pennshlvanien dadurch eine weitere Schwächung erfahren wird.

Aus all diesen Umständen folgert man in gut unterrichteten Kreisen Washing­tons, daß Hoover trotz Wirtschaftskrise und manchem Mißerfolg schließlich doch gewählt werden wird, auch wenn er gelegentlich be­sonders während des Wahlkampfes nicht ganz glücklich operierte. So hat Hoover z. B. aus innerpolitischen Gründen in den letzten Monaten Dinge dementiert, die von den verschiedenen Staatsdepartements be­hauptet wurden. Viel böses Dlut hat seine Erklärung erregt, daß die in Washin» ton versammelten Veteranen teils Kom­munisten, tells frühere Verbrecher seien. Dabei ist es eine unbestreitbare Tatsache, daß jeder einzelne Veteran seine Eigen-

Auch der bekannte Schweizer Flieger Mittelholzer verfolgt den Ballon tn einem Flugzeug, das ihm von Privatleu­ten zur Verfügung gestellt wurde. Die Richtung, die der Ballon genommen hat, entspricht nicht den Voraussagen. Es war angenommen worden daß er eine nord­östliche Richtung einschlagen würde.

zaudern, jede Revolte gegen ihre Auto­rität aus der Stelle mit Waffengewalt zu unterdrücken.

Wie die Dinge liegen", erklärte der Kanzler weiter, steht das deutsche Volk jetzt wieder geschlossener denn je hinter seinem obersten Führer, dem Generalfeld­marschall von Hindenburg, und ist voll Vertrauen in seine weise Führung."

wage es mit ihm die Regierung, über ein Gesetz zu beschließen, das auf mindestens 20 Jahre hinaus das Schicksal unseres

Der zweite Stratosphärenflug

Professor Piccard heute morgen gestartet - Er hat um 8 Uhr eine Höhe von 14-16000 Metern erreicht

Der Kanzler gab der Hoffnung Aus­druck, es fei wohl nicht zu befurch- t e n, daß die NSDAP., um ihre Ziele zu erreichen, sich 3« illegalen Sd)rit­ten hinreitzen lassen werde. Er habe von Adolf Hitler eine Zusicher ung in diesem Sinne erhalten und habe beuten Anlaß, Hitler nicht zu glauben. Auf alle Fälle werde die Regierung nicht

Der Reichskanzler ist optimistisch

London, 17. Aug. Der Berliner Reuter-Vertreter berichtet über em Inter­view, das ihm Reichskanzler von P a p e n gewährt hat. Auf die 5rage des Reuter-Vertreters, ob oer Kanzler glaube, daß feine Regierung kommende Weihnachten noch im Amte fei, antwor­tete der Kanzler:Wir werden für lange Zeit im Amte fein. Wei­ter erklärte Reichskanzler von Papen, es sei n i cf) t die Rede davon, daß ferne Regierung dem Reichstag aus dem Wege gehen wolle. Der Kanzler schien von der Zuversicht erfüllt, daß em Appell an den gesunden Menschenverstand der Parteien nicht ohne Erfolg bleiben könne, da auch die Parteien sich klar darüber sein müßten, daß es keine Regierung gebe, die an die Stelle der gegenwärtigen treten könne.

Sollte jedoch ein Mißtrauensvotum zur Annahme gelangen, so würde die Regierung nach Maßgabe der dann geschaffenen Situation handeln, wo­bei sie in jeder Beziehung die Absicht habe, die Verfassung zu achten.

Auf die Frage des Reuter-Vertreters, ob Deutschland aus dem Völ­kerbund austreten wurde, wenn feine Ansprüche aus Gleichberechtigung hinsichtlich der A b r ü st u n g kerne Be­rücksichtigung finden, begnügte sich der Kanzler damit, zu unterstreichen, haß die Frage der Gleichberechtigung aus dem Abrüstungsgebiet für Deutschland eine wichtige Lebensfrage Jet, da Deutschland sich einer solchen Diskri­minierung nicht länger unter­werfen und nicht langer zulassen könne, daß es als Macht zweiter Klasse behandelt werde.

Falls Deutschland die Gleichheit aus dem Gebiete der Sicherheit weiter ver­wehrt werden sollte, werde bte Reichs­regierung die notwendigen Maßnahmen in dem Sinne ergreifen, wie es bereits von General von Schleicher Um­rissen worden sei.Deutschland habe weder den Wunsch noch bte Absicht, zu rüsten", führte Reichskanzler von Papen bazu aus,aber es will, baß bte ande­ren Nationen ihr Versprechen, abzu­rüsten, auch halten."

Er fügte hinzu, daß er in Lausanne bei seinen Unterhaltungen mit Premiermini­ster Macdonald bei dem englischen Staatsmann volle Sympathie für die deutsche Auffassung hinsichtlich Deutsch­lands Benachteiligung in der Abrüstungs­frage habe feststellen können.

Weiter bemerkte der Kanzler, daß Deutschland seine Bestrebungen, etwas von dem früheren d etlichen Ko­lo ni aIbesitz zürückzuerhalten, noch nicht aufgegeben habe, und unterstrich dabei, daß auch hier wieder der Fall einer nicht zu rechtfertigenden Dis­kriminierung zuungunsten von Deutschland vorliege, für den früher ober später Abhilfe geschaffen werben müsse. Indessen seien noch keine diplo- matischen Verhandlungen über diese An­gelegenheiten eingeleitet worden.

Nachdem der Reuter-Korrespondent bann noch einmal als seinen Eindruck hervorgehoben hat, daß Herr von Papen hinsichtlich der Zukunft seines Kabinetts durchaus zuversichtlich sei, berichtet ec weiter:

öberljessische $aw$orotiott Zeitung 8antoitiW

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) OSerhessen

Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen fiir Stadt ««d »reis Marburg

Umfang entschieden ablehne und selbst die Mehrheit des gegenwärtigen Natto- nalrates gegen ihn stimmen wurde wenn nicht Einwirkungen besonderer Art eine ebenso unerlaubte wie unmoralische Kor­rektur an dieser Erundeinstellung vor­nähmen. Der Lausanner Vertrag wurde in vollkommener Uebereinstimmung mit dem Volkswillen fallen und mit thm das Kabinett Dollfuß, wenn nicht der vorn Bundespräsidenten berufene Bundeskanz­ler gemeinsam mit dem Bundesmhrer des Heimatschutzes, Fürst Starhemberg,, de- . durch Vorlage seiner

muht wäre, mit H f I <wilitärpapiere einwandfrei bewiesen hatte.

Methoden seine an und für sich klar vor- ^liiuatpapie^ emnmnmr i handelte parlamentarische Minderheit tn I ^hlkampf^zum großen Teil von der Dtel» -i»° Mehrheit «njumanedn. AmM-h-I-erb-,. b°.

Unter dem Druck des Dolksurteils vom herrscht. Während die Demokraten für 24. April habe der Nationalrat seiner Zeit eine vollständige Aufhebung des Ver­feme Auflösung beschlossen und damit an- I h^ts eintreten, haben die Republikaner erkannt, daß er in dieser Zusammensetzung vorgeschlagenheit, die Angelegenheit den keine Daseinsberechtigung und mithin auch Einzelstaaten zu überlassen, wobei die Sen­tern Entscheidungsrecht mehr gehabt habe, tralregierung sich nur eme Kontrolle über

Heute wage derselbe Nationalrat und die Handhabung und den Schutz der In»

v :----- - t---I teressen dertrockenen Staaten vorbehal-

> I ten soll. Zunächst scheint es, als ob die j demokratische Wahlparole zugkräftiger [ein l wüßte. Tatsächlich liegt es aber so, ba£

I den waren, wird im ganzen Lande eine Verfolgung mit Flugzeug und Kraftwagen Ezm Lande^darunwr auch Senator ' , s Vvrah, haben dabei die Ansicht ver-

Die letzten Vorbereitungen znm Start I daß Hoovers Wahlaussichten sich wurden unter Leitung Piccards von 200 insbesondere in den Staaten des inbu* Pionieren getroffen, die sich hierbei be- striellen Ostens Amerikas außerordentlich sonders bewährten. Die Arbeiten wurden gebessert haben, während die Stellung des UM Mitternacht in dichtem Nebel an-ge- Sta

IW- S-ch-*nW"e,igJÄ ' iue Tatsache sein,

die notwendige Beleuchtung. Dm Eondel die Vertreter der Industrie eine fon- mürbe vor ihrer Befestigung noch einmal serdative Politik befürworten und jegliche ausgewogen und dann auf Schienen zum I Experimente in den nächsten Jahren oer- Ballon gefahren. Vier Autos, hauptsäch- meiden wollen. Sie befürchten anschei- lich mit Angehörigen des ostfchweizerifchen «end daß Roosevelt zu demagogisch auf- Velins für Luftfahrt besetzt, suchen der I treten könnte und weisen darauf hm, daß ....

8^30 hat einer dieser L Erfahrungen Hoovers für sich anführen

Ballon über Saigons (Kanton ®rau | p(nrn> Außerdem hat Hoover in der Frage

der Aufhebung des AlkoholverbotS außer­ordentlich glücklich operiert, was ihm zahl-