Die Bedeutung der
Personal-Veränderungen
beim Obeipräsidrum in Magdeburg beauflagt. (Di. Bärenspiimg ist Sozialoemo-
luli. Ein Landwirt-
Le ip zig, 28. Juli. Ein »astsgehilfe aus Groß-Zossen,
der der
Nr. 17k 67.306T6. Marburg a. Lahn
Der Anzeigenpreis beträgt für den 11 gespalt. Zellenmillimeter 0.08 GM.. Familienanzeigen bei Barzahl. 0.07 GM., amtl. u. an* toärtige An,. 0.10GM. Sog. flehte Anzeigen nach Gpezialtarif.Grnnd- schrist: §olonel. Bei schwierig.Satz. sowie bet Plahdorschrist 50*1» Aufschlag. — Samnwlanzeigen 100°/. Aufschlag ReNanu-Millim. 0.40 «M. Grundschrift: Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Sfferten-Sebührr 25 Pfg bet Zustellung der Angebote etnschl Porto —.60 GM. Belege werden berechnet. Lrsülluugsort Marburg.
Jugenderziehung
Berlin, 28. Juli. Der Reichsminister des Innern, Freiherr von Gayl, hat an die Unterrichtsminister der Länder ein Schreiben gerichtet, in dem er aus die Bedeutung der deutschen Kuaender Ziehung für die Wieder
NSDAP. angehört, jourbe heuL nacht in Kahnsdorf bei Borna auf der Rückkehr von einer Parteiversammlung von Kommunisten vom Fahrrcch gerissen, geschlagen und erheblich verletzt. In der Notwehr stach er, wie die Polizei mitteilt, einem 21 Jahre alten Schlosser ein feststehendes Messer in die Brust und verwundete ihn tödlich. Der Täter wurde «rhastot. '
Freiing, feg 29.30111932
vr« .vberhefflsch« Sefttmg' er- scheint sechsmal wtcheutlich. Bezugspreis mouatl.t. Marburg 2.02 <xM ausschl- Zustelluugsgebühr. bei unsren Agenturen 1,93 GÄL zazügl. Zustellungsgebühr. durch pie Post 2.25 EM. Für etwa durch Streik. Maschinendefektoder elementar« Ereignisse ausfallend« Nummern wird kein Ersad 6t* leistet. Verlag, Dr. 6. Hitzervch, Druck der Unid-Buchdruckerei Ivb. Ang. Noch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 2054 u.Rr. 2055 Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. —
der Redaktion von 10- >/.!-1 Uhr-
Waffen für das Reichsbanner „In guten Händen"
fiat.) , . ... _
Der Landrat Staatsmmister <l D. Sterins m Nauen wird auf seinen Antrag mis Gesundheitsgründen zum 1. Oktober d. -3s. in den Ruhestand versetzt.
Es werden in den einstweiligen Ruhestand versetzt die Landräte B r and t m Peme, Thristtans in Blumenthal, Freier m R alau, Gauglitz in Goldberg, Grahn in Usingen, 3. 3t m Eschwege, Luft rn Eer- dauen, Di. Mtddelhaufe m Ilfeld, Dr. Sommer in Perleberg. Letzterer wrrd bet einer Regierung wieder verwandt werden.
Der dem Landrat C uitze in Tlausthar- Zellerfeld erteilte Auftrag zur Verwaltung des Landratsamtes in Goslar wrrd aufgehoben.
Der Regierungsrat Dr. Fuchs in Arns- berg wird mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes in Altena, Regierungsbezirk Arnsberg .beauftragt. Der Landrat.- a. W. von E.o hler in Arnsbexz wirl mit der kommissarischen Verwaltung bte Landratsamtes in Perleberg beauftragt.
Der Landrat a. W. Dr. Deichmann wird mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes in Eschwege beauftragt.
Der Regierungsrat Reeder in Köln wird mit der vertretungsweisen Verwaltung des Landratsamtes in Segeberg beauftragt.
e Frage des gesetzes harre noch immer der Lösung. Er hoffe, demnächst mit den Ländern die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Arbeiten an diesem Gesetz klären zu können und dabei die Erfahrungen der Länder in weitestem Matze heranzuziehen. Das Schrei- den enthält weiterhin eine Darlegung allgemeiner Gesichtspunkte für Jugender-
B erlitt, 28. Juli. Amtlich wird mit- Swä—ä. & iä den folgende P ersonalveränderun- g en beschlossen.
Der Ministerialdirektor beim vreußrschm Staatsministerium Dr. B r e ch t mit mit Rücksicht auf die sich aus der Tatsache der Vertretung der bisherigen preußischen Slactts- regierung vor dem Staatsgerichtshof für fern Amt ergebenden Schwierigkeiten, in den emst- weil,gen Ruhestand versetzt. Die Entscheidung über seine spätere Wiederverwendung bleibt vorbehalten.
Mit der kommissarischen Verwaltung der Geschäfte des Direktors der Versasmngsabter- lung im Ministerium des Innern wird der Ministerialrat m diesem Ministerium, Dr. Schütze, beauftragt.
Der Regierungspräsident Dr. von Bahr- seid m Königsberg i. Pr. wird in den emst- weiligen Ruhestand versetzt. Mit der vertretungsweisen Verwaltung wird der Landrat Friedrich in Mohrungen beauftragt.
Die Vizepräsidenten der Regierung in Op-" peln, von Basse, und der Regierung in Schleswig, G r t m p e, werden bis auf weiteres von ihren Dienstgeschäften beurlaubt.
Der Polizeipräsident Dr. Bärensprung in Magdeburg wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Mit der kommissarischen Verwaltung der «stelle wird der Oberregierungsrat Freiherr von Rordenflycht
B e r l i n, ?8. Juli. Der mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Jnnenzninisteriums beauftragte Beoou- mächtigte des Reichskommissars Dr. Bracht gibt bekannt^
In Shrsführnng der zweiten preußische« Sparverordnung vom 23.12.31 sind durch Berordnung des Staatsministeriums vom 27. d. M. eine größere Anzahl von Landkreisen und Amtsgerichten eingespart worden. Die Einzelheiten dieser Verordnnng können zurzeit «och nicht bekanntgegebe« werden.
Abgesehen von diesen Einsparungen in der Lokalinstanz stehen weitere Maßnahmen mit dem Ziele einer Konzentration in der Zentralinstanz bevor.
Mit der Reichsregierung sind Verhandlungen über eine engere Zusammenarbeit und zweckmäßigere Aussteifung der Aufgaben zwischen Reich und Preußen eingeleitet. Bxj diesen Verhandlungen wird dif Frage im Vordergrund stehen, ob die unter dem Zwang der Berhältnisie durch die Berordnung vom 8. Juni 1932 auferlegten drückenden Lasten wieder beseitigt oder weuigstens gemildert werden können.
Suhl, 28. Juli. Die Polizei kam einem unerlaubten Verkauf oou Waffen auf die Spur. Zwei zum Waffenhandel berechtigte Büchsenmacher habe« 450 Pistolen und viele tausend Schuß Munition an einen Reichsbauueraugehörigen te Werdau fSachsen) verkauft. Die beiden Büchsenmacher wurden am Sonntag verhaftet.
Nachdem sestgestellt worden ist. daß die Pistolen au» Sahl in großen Mengen au das Reichsbanner Zwickau abgeliefert find, wurden der sozialdemokratische Par» tetsekretär Päckert. der Schriftsetzer Berthold Schad und de, Eisenbahnsekretär Glöckner verhaftet. Schad hat hn Reichsbanner eine führende Rolle inne. Einigung in der Ruudfunkangelegeuheit.
Landrat Christians schwer beschuldigt.
Stade, 28. Juli. Wie aus unbedingt zuverlässiger Quelle berichtet wird, hatte unter dem Vorsitz des jetzt in den einstweiligen Ruhestand versetzten Landrat Christians in Blumenthal eine Landjägerversammlung stattgefunden, während der ein Oberlandjäger dem Landrat darüber Meldung erstattete, daß sich i« dem Hause einer bestimmten Gemeinde des Kreises zwei Maschinengewehre mtt bettächtlichen Munitionsvorräten befänden. Ein großer Teil der Munition wäre zu Dum-Dum-Ma- nition umgearbeitet. Der Landrat wies die Landjägereibeamten an, die Angelegenheit nicht weiter zu verfolgen und knüpfte daran die Bemerkung, daß sich diese Waffen in guten Händen befänden und bet einer bevorstehenden
Auseinandersetzung gut gebraucht werden könnten. Die Maschinengewehre befanden sich nt linksradikalen Händen.
Von Seiten der Landjägereibeamten wurde diese Tatsache der vorgesetzten Behörde zur Kenntnis gebracht. Bei seiner Vernehmung gab Landrat Christians an, daß er sich an die Vorgänge in der Landjägereiversammlung nicht mehr genau erinnern könne, er hätte aber keinen Beamten zu einer Dienstverletzung verleitet.
Als die Beschlagnahme der Maschinengewehre höheren Ottes angeordnet wurde, waren die Gewehre bereits abtranspottiett und find bis heute noch nicht gefunden worden. Landrat Chttstians ist Mitglied der S.P.D. Der Regierungs- präfident Dr. Rosen in Stade, dem die Vorgänge in Blumenthal zur Kenntnis gegeben worden waren, hat lediglich den betteffenden Landrat zur Aeußerung nach Stade beordett.
Politischer Totschlag.
Zu der heuttgen Mitteilung der preußischen Staatsregierung ist noch ergänzend zu melden daß die Verwaltungsreform mit größter Beschleunigung durchgeführt werden soll. Es ist beabsichttgt, von den insgesamt 408 preußischen Landkreisen 58 zusammenzulegen, die nur über eine geringe Einwohnerzahl verfügen und tiotz- dem einen ziemlich großen Verwaltungs- appairat beansprucht hatten. Es handelt sich dabei im wesentlichen um Landkreise mit weniger als 20 000 Einwohnern. In Betracht kommen vor allem Gebiete in der Provinz Hannover, ferner in den Provinzen Hesien-Rassau und Sachsen. Die Vei- waltungsreform wird sich später, wie erwähnt, auch auf eine Reihe von Amts- gerjchtsbezirken erstrecken. Man erwattet von diesen Maßnahme^ erhebliche Ersparnisse für die preußische Verwaltung. Eine entsprechende Vorlage war bereits von dem Kabinett Braun ausgearbeitet worden, man hafte sich aber aus patteipolittschen Gründen bisher über die Zusammenlegung noch nicht zu einigen vermocht. Die Bekanntgabe der aufgelösten Kr»Ue uns Amtsgerichte soll erst nach den Wahlen er- folgzn, weil derartige Maßnahmen stets Beunruhigung hervorzurufen pflegen, die man tunlichst vermeiden will. Von vielleicht noch größerer Bedeutung ist die Ankündigung, daß Preußen mit dem Reich über eine yeue Aufgabenvetteilung verhandelt. Man spricht davon, daß eine Verschmelzung von Verwaltungszweigen geplant sei, die die selbständigen Ausgaben von Preußen vermindern würde. Man nennt dabtt eine Zusammenlegung mit Reichsministerien, und es sollen hierbei vor allem in Betracht kommen die pieußi» schetz Ministetten für Landwirtschaft, Han- bd und Volkswohlfahtt, deren Aufgaben den Reichsministerien für Ernährung, Wittschaft und Arbeit übertragen werden könnten. Ob es zu dieser Maßnahme kommen wird, ist zur Zeit noch nicht zu sagen, ohne Frage aber wird man eine wesentliche Verkleinerung der preußischen Aottralverwaltung voraussage» können..
Anzeiger für (bas frühere kur-hessisches Oberhessen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachung«« für Stadt ««d Kreis Marburg
Iugenderziehun ausdauarbeit hinweist. ReichsschuIgesetz
ziehung.
Die Erziehung z« Volk und Staat, zur Verantwortung und Opserfähig- keit gegenüber dem Ganzen wird als vornehmste Aufgabe der Schule be- , „ zeichnet.
In Zukunft werde man die -fachlichen Anforderungen wieder in allen Schularten steigern müssen, ohne die wertvollen pädagogischen und methodischen Neuerungen des letzten Jahrzehnts preiszu- geben. Die volks- und staatspolitische Erziehungsaufgabe der deutschen Schule stehe in scharfem Gegensatz zu der parteipolitischen Beeinflussung der Jugend.
Die schrankenlose Verhetzung durch patteipolttische Organisationen fei schlimmste Versündigung und das Gegenteil zur Erziehung zu echter Staatsgesinnung.
Die bisherigen Maßnahmen zur Entpoli- ttsierung der Schulen feien nicht hinreichend. Leider hätten sich auch die Führer großer Parteien dem Ruf versagt, aus die patteipolitische Bearbeitung der Wahlunmündigen zu verzichten. Parteipolitische Einseitigkeiten in der Personal- Politik und der Einführung von Lehrbüchern habe
in der Elternschaft ein tiefes Mitz- ttauen gegen die Staatsschule erregt und innerhalb der Lehrerschaft Unsicherheit und patteipolttische Erbitterung hervorgerufen.
Lehrer dürfen deshalb keine Parteimänner, sondern Ingen der- z i e h e r sein, die in ihrer pädagogischen Haltung den überparteilichen Staatsgedanken verkörpern. Die Ziehung zu echter Staatsgesinnung ni.qje ergänzt und vertieft werden durch eine deutsche Bildung, die sich aus die geschichtlich- kulturelle Volksgemeinschaft des deutschen Volkes gründet und ein lebendiges Volksbewutztsein entwickelt. Dieser Gedanke wird in dem Schreiben dann weiterhin mit Bezug auf die einzelnen Schularten entwickelt. Betont w«rd, daß die Erziehung zur Staatsgesinni. j und zum Volksbürgertum ihre stärkste innerliche Kraft aus den Wahrheiten des Christentums empfange. Deshalb werde der Minister es als besondere Pflicht betrachten, die freie Entfaltung der christlichen Schule und die christliche Grundlage aller Erziehung zu sichern.
»
Im Reichsinnenmimsterrum ist man gegenwärtig mit den Vorarbeiten für die von der Regierung geplante Betreuung der Jugend beschäftigt. Wie wir hören, liegen den Absichten der Regierung sol-
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Em Anfang zur Verwaltungsreform
Einsparung °°n Landkreisen und Amtsgerichten - Engere Zusammenarbeit zwischen dem Reich und Preutzen