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gfltims. gwMWta «• L. Tonnabmd, beit 23. Iusi 193^
Nr. 171
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Kommunalpolitik in Sowjetrußland
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SSe Maschine, JD 2053 mit der jetzt (Stanau zu seinem dritten Atlautir-Flng gcBartet ist.
Von bet Insel Sylt startete jetzt Wolfgang von Gronau, mn wiederum über die Nordroute den Atlantik zu überaueren und dabei die für eine dauernde Verbindung zwischen Europa und Amerika günstigsten Bedingungen zu erkunden.
jede elektrische llebermittlung, die.Stimme sowieso etwas verändert. Durch eine sinnreiche Konstruktion beim Empfang kann man die Stimme ebenfalls verändern, so daß derselbe Redner gleichzeitig von verschiedenen Stationen aus in verschiedenen Tonarten gehört werden kann. Für rednerisch schwach begabte Politiker bieten sich durch diese Erfindung ungeahnte Möglichkeiten. Vielleicht kann man später allen lokalen Wünschen gerecht werden, indem z. B. ein Berliner Redner in München mit bayrischen, in Breslau mit schlesischen und gleichzeittg in Leipzig mit sächsischem Klang gehört wird. Prächtige Aussichten!
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Instanzen durchführen. Im Gebiete ihrer Zuständigkeit haben die Stadtsowjets auch das Recht, verbindliche Verordnungen zu erlassen, rote auf dem Gebiete der Polizei in sanitärer und baupolizei- lcher Hinsicht und in hygienischer Hinsicht usro. Die Bekämpfung des Ver- brechersroesens legt ebenfalls den städtischen Organen ob. Besonders bemerkenswert ist auch, datz von den Stadtsowjets sogenannte Volksrichter, die etwa den deutschen Schiedsrichtern entsprechen, auf Jahresfrist berufen werden.
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Rvch vor wenigen Monaten war das Fernfeh-Telephon eine Utopie, die noch in werter Ferne lag, und an deren Verwirklichung in unserem Jahrzehnt wohl niemand'zn glauben wagte. Aber wir müssen uns langsam abgewöhnen, Dinge für unmöglich zu erklären. Jetzt wurde in Parts das erste F-e-rmfeh-Tebe-phion für ÜXtnerbet-cbeb in Dienst gestellt. Es soll, falls es sich bewahrt, sehr bald allen Kunden des Pariser Fernsprechnetzes zur Verfügung gestellt werden. Augenblicklich besteht als erste Dauerverbindung eine Leitung zwischen der Redaktion des „Matra" and einem großen Warenhaus.
In einer besonders konstruierten Telephonkabine wird der Teilnehmer von einer 1000 Watt starken Lampe mit unsichtbaren infra-roten Strahlen „beleuchtet". Diese unsichtbare Beleuchtung war erforderlich,^ weil der Teilnehmer stmst in der Hellen Zelle nicht die immerhin noch schwachen Konturen seines Sprechpartners erkennen könnte. Eine rotierende Nipkow-Scheide tastet strahlenmätzig die Teilnehmer ab. Dadurch werden die Eesichtszüge auf eine Anzahl von Photozelken reflektiert, die die verschiedenen Helligkertsgrade in Strom» stütze umwandeln, die in die Zelle des r<n»r5 geleitet werden. Dort wiederholt sich der Vorgang in umgekehrter Reihen» folge.
Erstes Treffen auf dem Ramerberg in Frankfurt a. M.
ca. 50000 Sänget aus allen deutschen Gauen und aus dem deutschsprachigem Ausland stnd jetzt in Franfurt a. M. eingetroffen, um das 11. Deutsche Sängerbundesfest zu begehen.
Dit! Stadtsowjets Kronen ihrerseits wieder Sektionen wählen, die den preu- tzischen städtischen Deputationen entsprechen und bei denen es — wie bei uns den Bürgerdeputierten — ebenfalls möglich ist, auch Vertreter, die nicht Stadtsowjets als solchem angehören, hinzu- zuwäylen. In mancher Hinsicht ist allerdings die Stellung dieser Sektionen verantwortungsvoller als die der preu- tzischen städtischen Deputation, da die Beschlüsse der Sektionen nach Bestätigung durch das Präsidium der Stadtsowjets direkt ausgeKhrt werden, nur bei einer Unstimmigkeit zwischen Sektion und Präsidium ist eine Appellation an die Vollversammlung möglich. Antzer- halb der gesetzlichen Bestimmungen haben sich aus der Praxis heraus sogenannte Deputiertengruppen geblldet, die zur Erfüllung bestimmter Aufgaben bestimmt sind und die in der Hauptsache die Stadtsowjets auf den Gebieten der Wirtschaft und der Kultur unterstützen.
Wir geben nachstehend einen sach- chen Bericht über die sowjetrusiische Kommunalpolitik, der einen interesian- ten (Anblick in die von den Sowjets unter Ausschlutz alles „Bürgerlichen' beherrschte Verwaltungsorganisauon gibt.
Es ist das Nächstliegende, das staats- aolitische Leben eines Landes und das Zusammenwirken seiner Kräfte von der Urzelle des Staates, von der Gemeinde heraus zu betrachten. Die Ansätze zu einer sowjetrüssischen Kommunalwirtschaft und -Politik sind noch oerhältnis- mätzig jungen Datums, sie wurde bisher immer in den Schatten gestellt von den schweren Kämpfen um die neue soziale und wirtschaftliche Ordnung des Sowjetstaates. Zu einem Verständnis der fowjetruffischen Kommunalprobleme mutz man zunächst von dem Gegensatz zwischen Stadt und Land ausgehen, wobei in erster Linie festZustellen ist, datz es den großen, sogenannten Stadtsowjets gelungen ist, im Leben der Sowjetunion überhaupt, bereits in kurzer Zeit eine führende Stellung zu erringen. Diese Stadtsowjets haben teilweise sogar jetzt auch die politfche Führung der ihnen angeschlossenen ländlichen Rayons übernommen. Dieses starke Uebergewicht verdanken die Städte erstens der Tatsache der stärker werdenden Industrieali- sierung des Landes, andererseits aber auch durch die verwaltungstechnische Gliederung der Sowjetunion in natio- nalautonome Republiken, die ungefähr die Stellung der deutschen Länder haben und in denen die wirtschaftlichen Großstädte naturgemäß eine Führerrolle übernehmen mußten.
Die Verwaltung dieser Städte geschieht nun durch die „Stadtsowjets", und zwar in den Städten mit über 50 000 Einwohnern. In kleineren Städten sind die Stadtsowjets verhältnismäßig unselbständig und dem Exekuttvkommitee der Rayons unterstellt. Aus den Stadtsowjets — die in der Regel auf ein Jahr von sämtlichen wahlberechtigten Einwohnern beiderlei Geschlechts über 18 Jahren gewählt werden — werden dann die Vertreter in die nächst höheren Sowjet- Kongresse des Gaus der autonomen Republik und der Union entsandt. Wahlberechtigt sind alle Leute, die sich mit sozialnützlicher Arbeit befassen und in der betreffenden Stadt leben. Personen, die zu „Profit"zwecken fremde Lohnarbeit benutzen oder von nicht werktätigen Einnahmen, wie Kapitalzinsen usw. leben, sind nicht wahlberechtigt. Ebenso sind alle ehemaligen Angestellten des Zarenreiches sowie Geistliche nicht wahlberechtigt. Die Wahlen erfolgen in Wahlversammlungen der Produktionsund Gewerschaftseinheiten, und zwar dann, wenn mindestens 35 Prozent der Wahlberechtigten anwesend sind. Bei bestimmten Voraussetzungen und unrechtmäßigen Handlungen können die Wahlen durch übergeordnete Behörden für ungültig erklärt werden. Die Schlüsselzahl für die Wahlen ist derartig sestgelegt, daß in Kleinstädten verhältnismäßig große und in den Großstädten nicht übermäßig große Sowjets gesichert sind. Bei den letzten Wahlen im Jahre 1931 zahlte der kleinste Sowjet 64 und der größte 2412 Abgeordnete. Die Stadtsowjets scheiden sich in die Vollversammlung uNd in ein Präsidium, das etwa die Stellung eines ständigen Ausschusses mit besonderen Kompetenzen hat. Die Vollversammlung hat in der Regel den Haushaltsplan der Stadt festzusetzen, sämtliche Fragen der örtlichen Verwaltung und der Wirtschaft zu prüfen und die Abgeordneten für die Sowjetkongresse zu wählen. Die Kompetenz liegt also analog den preußischen
Das Sönsorbun-esfeft in Frankfurt a. M. hat beyvmirn
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Besonders bemerkenswert ist der enge Kontakt zwischen Wählern und Gewählten. An genau festgelegten Zetpunkten müssen die Abgeordneten in ihren Wahlbezirken Bericht erstatten und können dort unter Umständen bei Anwesenheit von 35 Prozent der Wähler abberufen werden. Die Zuständigkeit der Stadtsowjets erstteckt sich in erster Linie auf die Verbesserung der kulturell-wirtschaftlichen Verhältnisse und der Lebenshaltung der Bevölkerung. Außerdem müssen sie die Beschlüsse der höheren
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Wolfgang v. Gronau.
dem bereits zweimal die Ueberaaeruns des Ozeans auf der Route Europa — Grönland Nordamerika geglückt ist ,
v. Cronan auf Island gelandet.
fk. London, 23. Juli. Wie aus Reykjavik gemeldet wird, sst der deutsche Ozeanstieger von Gronau mit feinem Wasserflugzeug am Freitag abend sicher in Seydjs-Fjord gelandet und hat somit die erste Strecke feines Atlantikfluges zurückgelegt. Die bisher zurückgelegte Strecke beträgt rund über 600 Kilometer.
Cinc miMenerresrn-e Nerfteisemng in England
In Aldwick in der englischen Grafschaft Susiex wttd in der ersten Augustwoche eine Versteigerung stattfinden, die schon jetzt in den Kreisen der englischen Aristokratie großes Aufsehen erregt. Zur Versteigerung kommen die Einrichtungsgegenstände des Schlosses Craigweil, das dem englischen König einige Zeit als Residenz diente. Nachdem König Georg vor drei Jahren seine schwere Krankheit überstanden hatte, wurde er von Sir Arthur du Eros auf Schloß Craigwail eingeladen. Der König lesstete dieser Einladung Folge und übersiedelte am 9. Februar 1929 vom Bnckhingham-Zalast nach Schloß Craig» mail, wo er sich einige Wochen big zu seiner völligen Genesung aufhielt. Jetzt soll ein Test der Emrichtungsgegenstände aus den Zimmern, die der König bewohnte, versteigert werden. Das Hauptinteresse erwecken die zahlreichen Kunstgegenstände, mit denen das Schloß geradezu übersät ist. Die Gemäldegalerie enthält mehr als hundert Bilder, unter denen sich Werke von Rembrandt, van Dyck, Raphael, Velas- qnez, Murillo und Gainsborough befinden. Außerdem kommt eine auserlesene Sammlung von Porzellanen, Miniattiren, Vron» zen und Schnitzereien unter den Hammer. Die Versteigerung ist ein deutliches Zeichen dafür, baß auch die englische Art» stokratfie schwerun-ter der Wirt- schaftisruise zu leiden hat. Unter normalen Umständen wäre eine solche Ver, steigerung in England, dem klassischen Lande der Tradition, unmöglich gewesen.
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= Ein Heeresmuseum im Reuen Stuttgarter Schloß. Wie verlautet, ist in diesen Tagen im Stuttgtter Neuen Schloß die Aufstellung des schwäbischen Heeres- museums fettiggestellt worden. Zu dem im Jahre 1930 bereits der Oeffentlichkeit zugänglich gemachten Teile, der die Zeit vom Mittelalter bis zur Reichsgründung um- faßt, ist jetzt ein zweiter Teil hinzugekom- men, der die Uniformierung und Ausrüstung des württembergischen Heeres in der Vorkttegszeit und Kttegszeit zeigt. Die
x Wie wir erfahren, ist Professor Dr. Friedttch Klaeber zum Honorarprofessor in der philosophischen Fakuttät Ser Universität Berlin ernannt worden.
NttüMrlikbltit der Stimme im Radio
Aus Amerika kommt die Kunde von einer Erfindung, die für uns gerade jetzt insofern Bedeutung hat, als im gegenwär- figen Wahlkampf die polittschen Redner aller Parteien im Rundfunk sprechen. Der frühere Radiokommissar von Amerika und jetzige Herausgeber einer der größten elektrotechnischen Fachzeitschriften, D. H. Caidwell, hat kürzlich vor geladenem Publikum eine Neuerung vorgeführt, mit deren Hilfe man die (Stimme eines Vortragenden am Mikrophon eindringlicher gestalten und verschönern kann. Es ist bekannt, daß die Uebertragung im Radio, rote
Sammlung ist bis ins kleinste Aurüstungs- stück vollständig. In einem besonderen Raume werden wechselnde Ausstellungen von Skizzen und Bildern aus dem Welt- friege gezeigt und in einem Ehrenraume finden sich etwa 50 Listen mit den Namen der im Weltkriege gefallenen 82 000 Württemberger.
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