Einzelbild herunterladen
 

BüchrrsKlUi

* 2B eltlri eg gegen deutsche Wirtschaft. Es ist heute, 13 Jahre nach Versailles, kein Zweifel: wir haben die Be- «ftschaftttmserer Gegner zur Versöhnlichkeit überschätzt. Was wir zunächst als die launische Willkür der Gegner an­sahen, stellte sich im Laufe der Jahre als die planmäßige Fortführung des im Welt­kriege begonnenen Kampfes gegen Kraft und Lebenswillen des deutschen Volkes heraus. Wo man das Militär zurückzog, setzte man die wirtschaftlichen Mittel an, mit dem festen Willen, den deutschen Konkurrenten in Po­litik und Wirtschaft für immer aus dem Kreise der Mächtigen auszuschalten. Wenn auch der Optimismus in bezug auf den gu­ten Willen unserer Gegner mehr und mehr im Schwinden ist: die wenigsten in Deutsch­land machen sich klar, mit welchen Mittel über die offen zutage tretenden Maßnahmen weit hinaus der Kampf gegen uns geführt worden ist und unverändert, wenn nicht im­mer schärfer weiter geführt wird, und in welchem Maße Deutschlands Wirtschaft heute überfremdet oder geknebelt ist. Und noch immer viel zu wenige übersehen den Weg von Versailles bis zur Verhinderung der Deutsch-Oesterreichischen Zollunion, den Weg des rücksichtslos verhinderten deutschen Wie­deraufbaues. Wir sind, so entsetzlich diese Erkenntnis auch ist, noch immer nicht am Ende dieses Weges, und gerade deshalb ist es so wichtig, daß jeder von uns volle Klar­heit darüber besitzt, mit welchen Mitteln ge­gen uns gekämpft wird und wo der Gegner schon tief in unser Land und unser Leben eingedrungen ist, damit jeder, der zur Mit­arbeit berufen ist, mir aller Deutlichkeit die Stellen erkennt, wo endlich unsere Gegen­arbeit, und sei es auch vielfach in letzter Minute, einsetzen kann. Mit rückhaltloser, schmerzlicher Offenheit, übersichtlich und mit umfassenden Kenntnissen hat nun Carl Rothe in einem soeben bei der Hanseati­schen Verlagsanstalt, Hamburg, erschienenen WerkeWeltkrieg gegen deutsche Wirtschaft" (Kart. 9UL 3,) uns Deut­schen das Buch gegeben, das auch dem Gleich­gültigsten die Augen öffnen wird über den erschreckenden Stand des gigantischen Ringens, das uns mit unserer Wirtschaft für immer zu Boden zu werfen droht. Von der Pariser Wirtschaftskonferenz von 1916, auf der schon für die Zeit nach dem Kriege die möglichen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen uns er­örtert und beschlossen worden sind, über den Raub unseres Privatergentums im Auslände während des Krieges und der Sanktionierung dieser Widerrechtlrchkeit durch Versailles, über den Raub unserer Handelsflotte bis zur Zer­störung des kunstvollen Aufbaues unserer Rhein-Ruhr-Jndustrie durch die Wegnahme der lothringischen Eisenvorkommen, von der Zerreißung Oberschlesiens b^ zum Richrem- bruch, vom Ausverkauf Deutschlands tn der Inflationszeit bis zur immer stärker werden­den Einflußnahme durch Aktienkäufe und dre Gründung anonymer HoldmggesÄkschaften, von den Reparationskonferenzen bts zur Ab- drosselung der deutsch-österreichischen Zolk- unionspläne: alles wird in Rothes umfas­sender DarsteLung vor «rsereu Augen ad-

Oberhesfischr Zeitung, Marburg a. S., Mittwoch, den 20. Juli 1932

Nr. 168

SMportlag des Stahlhelm B. d. F. in Soden-Avendorf

Am 16. und 17. Juli hielt der Gau Kur- ^sscn-Waldeck seinen 6. Gausporttag in Bad Iooden-Allendorf ab, an dem 1200 Ka­meraden des Gaues, sowie Abordnungen der Nachbargaue teilnahmen.

Den Auftakt bildete die Sonnenwendferer mit Weihe von neuen Stahlhelmfahnen, am 16. 7. um 21 Uhr auf dem am Werraufer gelegenen Sportplatz, der sich ein Fackelzug unb der große Zapfenstreich anschlossen. Im Laufe des Abends trafen immer noch neue Ctahlhelmer ein, so daß die Leitung Mühe hatte, »rlle unter zu Bringen. Dank des StahlhelmgrundsatzesSchwierigkeiten sind dazu da, um überwunden zu werden," ge­lang auch dieses, so daß um 24 Uhr in der Stadt vollkommene Ruhe herrschte. Sonntag früh 4 Uhr kam wieder Leben in die Straßen. Aus allen Richtungen rückten die geschlos­senen Trupps zur Kaffeeausgabe heran. Punkt 5.30 Uhr marschierten die Marschgruppen von dem Sportplatz in Abständen von je 10 Minuten zum 15-Kjlometer-Gepäckmarsch ab. Nach dem Eintreffen am Ziel, Vorbeimarsch vor der Führung, dem sich ein Keulenzielwurf, sowie ein 200-Meter-Hindernislauf und 3 Schuß liegend freihändiges Schießen mit Kleinkaliberbüchse anschloß. 6.30 Uhr allge­meiner Weckruf der Spielmannszüge durch bie Stabt. Um 7 Uhr begannen die Wehrsport­kämpfe und das Schießen. 10.15 Uhr fand ein Festgottesdienst in der Kirche in Men­dorf'statt. Hieran schloß sich ein Platzkonzert der Eaukapelle auf dem Marktplätze an, während die Führer unter Leitung des Gau­führers Kam. v. Buch im Hotel zur Wost zu einer Führersitzung zusammentraten. 12.45 Uhr Essenausgabe. Die alte Soldatenkost, Erbsen mit Speck, machte den zubereitenden Kameradinnen des Königin-Luise-Bundes alle Ehre. 13.45 Uhr erfolgte ein Marsch durch die Straßen der Stadt, mit Vorbei­marsch vor dem Kurhause, wo der Eauführer mit Kam. Generaloberst Heye Aufstellung ge­nommen hatte und sich wohl die gesamte Bevölkerung der Stadt und die Kurgäste ein- gefunden hatten. 15 Uhr Fortsetzung der Wettkämpfe. Erst um 19 Uhr konnte die Ciegerverkündigung stattfinden, der sich eine Kundgebung im Kurpark anschloß. Die Schiedsrichter hatten kein leichtes Ami. wur­den doch von allen Kämpfern außerordent­liche Leistungen erzielt, so daß die Entschei­

dungen ost recht schwer wurden. 3m Stahl­helm wird der Sport nicht aus Liebhaberei oder persönlicher Eitelkeit, sondern es w-re den hier Sportarten getrieben, die in ihrer Gesamtheit Wehrfähigkeit und Wehrwillen schaffen, um das gesteckte Ziel, Ertüchtigung der besten Kräfte für den Lebens- und Frei­heitskampf unseres geknechteten Volkes, durch Pflege der allen Soldatentugenden, Ein­ordnung und Gehorsam, Kameradschaft und Treue. Selbstbeherrschung, Mut, Tapferkeit und unerschütterliches Eottvertrauen zu er­langen und der Jugend zu erhalten. Die Wehrsporttage sind dazu da. um dem höheren Führer zu zeigen, wie in den einzelnen Grup­pen gearbeitet wird. Neidlos und stolz sehen die nicht mit Preisen ausgezeichneten Ka­meraden auf die Sieger und träftig schallt das ihnen dargebrachteFro-ntheil" zum Abendhimmel.

Der schönste Preis für alle Teilnehmer war wohl der, als unser hochverehrter Kamerad, Generaloberst Heye in seiner Ansprache il a. folgendes ausführte:Meine lieben Stahl­helmkameraden! Als ehern. Chef der Heeres­leitung nehme ich meine Mütze ab vor euch und vor der Disziplin und 6en Leistungen, die ich von euch in den 2 Tagen sehen durste!" Von der K.-Gr. Marburg beteiligten sich an dem Gepäckmarsch je eine Gruppe der Otts- und der Hochschukgruppe, deren Leistun­gen die volle Anerkennung der Führung und Leitung fanden. War es ihnen auch nicht vergönnt, einen Preis zu eringen, da bei 20 teilnehmenden Gruppen nur 3 Preise zur Verteilung kamen, so standen sie mst an ersten Stellen, was bei der kurzen Zeit, die zum Training zur Verfügung stand und den be­schränkten Mitteln als ein guter Erfolg an­zusehen war. Der Gausporttag Sooden-Al- lenborr ist verklungen. Er soll uns Kam. ein Ansporn sein, mst frohem Mut und eisernem Willen weiter zu arbeiten im Geiste der großen selbstlosen Männer, unserer deut­schen Geschichte und ihren Taten: nach be*~ Stahlhelmspruch:

Dem Feinde die Faust, dem Freunde die Hand.

Treue den Führern, alles für das Vater­land!"

Frontheil!

Spieß, Kreisgruppenführer.

rollt als die Etappen des qualvollsten Lei­densweges, der je einem Volke beschieden war. Mein die Enthüllung der Besitzverhältnisse aller, darunter der bekanntestendeutschen" Firmen, die in Wirklichkeit in ausländischen Händen sind, macht das Buch wettvoll und geradezu unentbehrlich. Wenn der bittere, aber lehrreiche Anschauungsunterricht, den uns Rothes Buch erteilt mit der Erkenntnis un­serer tatsächlichen wittschastlichen Situation endlich auch dazu fühtt, daß sich alle unsere Kräfte, die wirtschaftlichen und politischen, für eine einmütige und wirkungsvolle Abwehr des gegen uns gerichteten Vernichtungskamp­fes zusammentun, um in letzter Stunde die riesige Gefahr einer restlosen und endgültigen Abhängigkest Deutschlands vom Auslande zu bannen, dann hat dieses ernste Buch seinen eigentlichen Sinn erfüllt und einen Dienst am Vaterlande getan, der nicht hoch genug be­wertet werden kann. Gerhard Attstädt

** Kommende Gemeinde, eine un­abhängige religiöse Zeitschrift. Verlag C. L. Hirschfelo in Leipzig. 4. Jahrg., 172. Heft. Das deutsche Volk im Kampf um seinen Glauben" (Einzelpreis 2,50 Jt). Die schon mehrfach gewürdigte Zeitschrift legt mit diesem Hefte einen bedeutsamen Beittag zu dem ungemein wichtigen Fragenkreis vor, der heute schlagworthast bezeichnet wird als Auseinandersetzung zwischen Kirche und Na­tionalsozialismus. Der Herausgeber, Prof. 3. SB. Hauer, zeigt aber in seinen ebenso fesseln­den wie tiefgründigen Ausführungen, daß hier eine wirklich grundlegende Auseinandersetzung, tiefer als aller taaespolitische, vordergründige Streit vor sich geht. Ich stehe nicht an zu sagen, baß in dem großen über diese Frage be­stehenden Schrifttum bisher nie so knapp und so klar die entscheidenden Gegensätze christ­lichen mrd indogermanischen Glaubens dar­gelegt find und nie so mit dem unbedingten Willen zur unvoreingenommenen Gerechtig­keit bettachtet find wie hier. Klar wird von H. betont, daß in den verschiedenen, oft gewiß unvollkommenen Versuchen, zu eigener Elau- bensform germanischer Art zu kommen, eine echte religiöse Bewegung flch kund- tut, deren Anspruch das Christentum erst ein­mal hören und anerkennen muß. Dann freilich ist echte Auseinandersetzung und Entscheidung geboten. Die Auseinandersetzunng hat aber schon eine lange Geschichte, ans der aus der Seite des germanischen Gottsuchens etwa Meister Eckehart, ©iorbano Bruno, der deutsche Idealismus mit Schiller, Goethe und Hölderlin hervorleuchten. Den schärfsten Ge­genpol auf christlich-kirchlicher Seite sieht H. in der protestantischen Neu-Otthodoxie der Barthschen Richtung. Hauer ist überzeugt, daß wie das Christentum einen (wir müssen wohl sagen entscheidenden) Teil des geistigen Schicksals unseres Volkes darstellt die Auseinandersetzung zwischen indogermani­schem und christlichem Glauben zum heil- schaffenden Schicksal unseres Volkes, ja der Welt gehört. Er glaubt nicht und fiept es nicht als mögliche oder gar gute Lösung an, daß eine der beiden Glaubensformen die alleinherrschende wird. Immer werden in un­serem Volke, das ja nicht ein einheitliches Gebilde ist, Menschen leben, bereit Heil nur im Christentum liegt, immer aber auch an­

dere, bie nur auf bem Wege germanischen Eoltsuchertums ben Frieden finden. Diese dynamische Einheit polarer Spannungen , die schon Moeller van dem Bruck als so we­sentlich gekennzeichnet hat, scheint wohl wirk­lich unser Volksschicksal von uns zu verlangen. Bei der Wichtigkeit dieses Teilaufsatzes seien vom übrigen wertvollen Inhalt bes umfang­reichen Heftes nur noch kurz erwähnt: Bo­nus:Vom germanischen Glauben" und von Unruh:Fichte".

" Der Nahe Osten, 4. Jahrg., Heft 11, 12, 13. Verlag: Der Nahe Osten, Berlin W. 35, Einzelpreis der zweimal im Monat er­scheinenden Hefte 0,40 Jt. Der Nahe Osten ist die Zeitschrift, die am lebendigsten bas po­litische Erbe Moeller van ben Vruck's auszu­werten sucht in bei Gestaltung und Neuord­nung unserer wie der europäischen poliftschen Verhältnisse. Ihr Blickpunkt ist aber keines­wegs im engen Sinne nur politisch, wie etwa die Aufsätze von Paul Schütz (Schwaben- borf) über die Kirche unb bie Seelsorge unb H. D. SBenblanb über: Reichsibee, Kirche unb Konfessionskamvf (in Heft 13 mtb 11) bartttn. Der SBenblanbsche Aufsatz ist beson- bets beachtlich als Ergänzung zu den Hauer- schen Ausführungen tn derKommenden Ge­meinde". Entscheidend wichtig aber wirdDer Nahe Osten" dadurch, daß er die einzig echte Opposttion auf nationaler Seite gegen bas Kabinett v. Popen darstellt. Den Ansatz­punkt dazu gewinnt der Herausgeber Hans Schwarz (auf dessen hier eingehend gewür­digten GedichtbandGötter unb Deutsche" nicht oft genug hingewiesen werdn kann) aus der fonfequenten Befolgung einer Ost­politik im Sinne Moeller/Brucks, zu der er aber leider zu Recht alle Möglich­keiten abgebrochen steht durch die Polittk, wie ste Herr von Popen und Schleicher betreiben. Wettere Aufsätze von grundsätzlicher Be­deutung für bas gesamte Ostproblem find die Arbeiten von Friedrich Schinkel: Lösung der Ostftagen, der die Grundgedanken seines BuchesPolen, Preußen und Deutschland" noch einmal klarlegt unb von Hans Schwarz: Vom rusfischen Gestcht, der aus Anlaß bes Huches von Mehnert Jugenb in Sowjetrufilanb" auf bie schlimme Lage bet Jugenb in Deutschlanb hinweist, bie in steter Opposttion gehalten in Gefahr lebt, sich in Träume zu verlieren, nie bie Staats­wirklichkeit verantwortlich zu erleben, fich zu zersetzen ober zu übersteigern.o.r.

** Handbuch der geographischen Wissenschaft. Herausgegeben von llniv- Prof. Dr. Fritz Klute-Eießen unter Mitwir­kung der Universitäts-Professoren Behrmann- Frankfurt. Brand-Prag, Burchard-Münster, Dietrich-Wien, von Drvgalski-München, Frie- derichsen-Breslau, Geisler-Breslau, Hasfinger- Wien, Kretschmer-Berlin, Kühn-Kiel, Macha- tscheck-Wien Maull-Eraz, Meinardus-Göttin- gen, Oberhummer-Wien, Prinz-Fünfkirchen, Scheu-Königsberg, Schrepfer-Frankfurt. Schulz- Hamburn Schultz-Königsberg, Troll-Berlin, van Duuren-lltrecht, Wachner-Kronstadt, Sener-Berlin und anderen. Etwa 4000

ere Textbilder unb Kärtchen, gegen 300 Farbenbilber. viele Kartenbeilagen. In fite« ferungen zu je R^t 2,40. Akabemische Verlagsgesellschaft Athenaion m. b. H., Wildpark-Potsdam. Die neuen Liefe­rungen desHandbuchs der geographischen Wissenschaft" ziehen den Schleier wieder ein wenig weiter von den Wundern unseres Pla­neten zurück. Aber nicht, nur von seinen Wun­dern d. h. von der Schönheit, Seltsamkeit unb Farbenpracht seiner Länden Meere und Völ­ker, sondern ebenso von allen für Wirtschaft, Politik und Verkehr wichtigen Faktoren. Die Universalität des Bildes unserer Erde, die diese großartige Publikation ht Wort und Silb erstrebt, wird mit jeder neuen Lieferung vollendeter. So auch mit den jüngst erschie­nenen Fortsetzungen der Arbeiten über Vor­der- und Südasien und Südost- und Süd­europa. Persien und Afghanistan, Länder °om Zauber bes Orients umgeben, aber ebenso von steigender Bebeutung für bie mo­derne Weltpolitik, behandelt Oskar v. Nieder- wayer mit größter Sachkenntnis, Einbring- lichkeit unb in fesselnder, Land unb Leute wirklich, verlebendigenber Darstellung. Da­neben bie Lieferungen über Bulgarien, Jugo­slawen unb Albanien: bet Balkan, heute wichtiger unb interessanter für Europa als jemals. Welche Veränderungen seit 1918 hier ftattgefunben haben, wie z. B. Bulgarien mit dem Rest seines ihm verbliebenen Gebietes einen schweren Kampf um seine Existenz zu führen hat, wie bedeutend und voller Zu­kunftsmöglichkeiten Jugoslavien ist unb welch enteuropäisches Kuriosum" bet albanische Staat bebeutet, bas geht aus diesen klaren, roteber mit einem ganz vorzüglichen Bild- unb Kartenmaterial versehenen Beschreibun- gen mit aller Deutlichkeit hervor. Eerabe auch bie bilbliche Seite dieses Handbuchs wtrtt in ihrer Vielseitigkeit wie eine Offen­barung. Geographie ist doch eine herrliche Sache, wenn man sie an Hand eines solchen Werkes betreiben kann.

öviel unb Evert

Deutsche Tuenerfchast

Vorbereitungen der Gaue und Bezirk« für das Mittelrheinische Kreisturnfest in Trier Wie Gaue und Bezirke des Mitteirhem- krttses haben ihre Gau- und Bezirksfeste be­reits abgehalten und treffen nunmehr die letz­ten Vorbereitungen und Rüstungen für bas Kreisturnfest. Ueberall wurden schöne Leistungen nicht nur im Geräteturnen son­dern auch in den volkstümlichen Hebungen wie auch in allen übrigen Darbietungen er­zielt. Die Beteiligung war ebenfalls vorzüg­lich, so daß aufgrund dieser großen Proben mit Bestimmtheit anzunehmen ist, daß das Krejsturnjest in Ttter in keinerlei "Weise hin­

ter den bisherigen Kreisturnfesten des Mittel­rheinkreises zurückstehen wird.

Vordeveitungsarbeit für das Kreisturnfest.

In diesen Tagen weilt der Vorstand des Kreis-Turnausschusses in Ttter, um gemein­sam mit den örtlichen Ausschüssen die letzien Vorbereitungen für das vom 5. bis 8. August stattfindende Kreisturnfest zu, erledigen. Re­ben der theoretischen Arbeit findet auch prak­tische Arbeit statt, indem am Sonnabend dfenb in der Stadthalle die allgemeinen Vor­führungen aller am Kreisturnfest teilnehmen­den Turner und Turnerinnen von den Tnerer Turnern und Turnerinnen gemeinsam nut der Festkapelle geübt werden. Es handelt sich um die Freiübungen der Turner, die Keulen­übungen der Turnerinnen und, die Frei­übungen der Turnerinnen nach eigens dafür getriebener Musik. Es sind neuzeitliche Hebungen, die in Trier noch nie gezeigt wur­den und die neben ihrer Zweckmäßigkeit für den menschlichen Körper durch ihre feine Zu­sammensetzung vorzüglich auf den Zuschauer wirken. Desgleichen findet eine Hauptprobe des FestspielsBaut die Brücke" chas die Trierer Turnerjugend am Begrußm^sabend aufführen wird, statt, in Anwesenheit des Verfassers.

Stadlverband für Leibesübungen.

Sportabzeichenprüfung im Radfahrer (Letzter Termin):

Sonntag, den 24. Juli, Treffpunkt pünkt­lich 8 Uhr früh Hauptbahnhof. Leitung: Chr. Jacobs, Radfahrklub 85. llrkunden- hefte mitbringen. A. E.

Stadt. Bekanntmachung

Berordmmg

über das Verbot des Ausschanks mm Brannt­wein und des Kleinhandels mit Trinkbrannt­wein für Sonnnabend, den 30. und Sonntag, ben 3t 7. 1932. .....

Auf Grunb des 8 15 bes Eaststaktenuefetzes oom 28. 4. 1930 (RGBl. I 6. 146) wird an. läßlich bet Reichstagswahl folgendes be­stimmt: $

Der Ausschank von Branntwein and der Kleinhandel mit Branntwein ist am Sonn­abend, dem 30. und Sonntag, ben 3t 7. 1932 bis zur Polizeistunde verboten.

Zuwiderhandlungen werden gemäß § 29 Ziff. 8 des Eaststättengesetzes mit Hast und mit Geldstrafe bis zu 150 ober mit einer dieser Strafen bestraft.

§ 3.

Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Veeröfsentlichung in Kraft.

Berlin, den 7. 7. 1932.

Der Preußische Minister des Innern.

- Severing.

Wird veröffentlicht. (4074

Marburg £., den 18. 7. 1932.

Der Oberbürgermeister als Polizeibehörde. I. V.: Voß.

Staatlich anerkannte

Wile-WiHWeß1,

In ben Ferien geöffnet. Englischer Unterricht burtb akademisch gebildete beraub» sprechende Engländer. [bl854

(möglichst Neubau) sofort gegen Hobe Anzahlung zu laufen gesucht.

Vermittlung ausgeschlossen.

Angebote unter T. Z. 740 an die

Geschäftsstelle d. Bl. b!852

Gewandt, erf.

Verkäufer.

sucht Stellung

ob. IL Geschäft bei ganz bescheid. Ansprüchen.

Angebote unter K F. 20 an die Geschästsft. b!847

U hl Mit? Modern, vornehm' Schlafzimmer, echt Eiche «.Nußbaum. Schrank 180 cm, insg. 9 Teile, nur 390. Mark bat! Briefe u. Möbel­handlung A>0 an die Eefch. 4050

Win; für Lebensmittel­geschäft sofort 06; sucht. 406 < Refomhau! Haring, Bahnhofstraße 14.

Sofortiger Barverdienst Eeschäftsgew.Her- ren können d.über- nahme unserer Ge­schäftsstelle lEeld- verkebttwachweis- lich600M.monatl. verdienen. Em­pfangszimmer er- forberl. Offert, u. Dauerexistenr" anAla" Haasen- stern & Vogler.

Leipzig.

Gesucht 1. Aug. möbliertes

Zimmer

mit 2 Betten unb Balkon. Angebote unter C. 1550 an bte Eesch. 61851

RI. Laden

mit Rebenraum sofort ober später gesucht. bl853

Angeb. u. C. 95 a. b. Eeschst.

S Sommrah (Opel) billig zu verkaufen. Näh. in der Geschäfts­stelle b.Bl. bl855

Gebr. enterb.

Kinderwagen billig zu verkaufen König. sb!841 Marbach. Weg 29a

Brieftasche

mit Ausweisen oerloren

DonnerstagSonn- abendvorig.Woche Abzugehen gegen Belohnung in der Geschäft-»» blS56