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(Nachdruck »ertöten.)

Anschluß nach Alteichen!

Roman von Anny von PanhuhS.

Zoachirn Rademacher aber faß in feinem einfachen Zimmer, und die Schatten des Aergers lagen noch auf feiner Stirn. Er war im höchsten Grade verstimmt. Zum ersten Male fest feiner Verlobung empfand er den glatten Ring an feiner Linken tote etwas Anbequemes, Anbehagliches. Es war sein erster größerer Streit mit Betty gewesen. Kleine Meinungsverschieden- heften zwifchen ihnen waren schon öfter vorgekommen, aber er hatte stets nachge­geben. Am des lieben Friedens willen, unb weil die Gründe zu den Meinungs­verschiedenheiten zu belanglos gewesen. And weil er Bettys Gesicht immer so drol­lig niedlich gesunden, wenn sie die Schmol­lende spielte. Heute aber waren seine Augen scharf gewesen, zu scharf, er hatte Betty anders gesehen wie sonst, er begriff nicht mehr, wie sie ihm so sehr hatte gefal­len können, daß er sein Leben an das ihre gebunden durch den Ring. Er blickte dar­aus nieder, drehte ihn langsam hin und her.

Frau Förster steckte den Kopf zur Tür herein. Sie hatte die Tür, chne anzu­klopfen, geöffnet. Anklopfen hielt sie nicht mehr für nötig, feit Joachim Rademacher sich mit ihrer Tochter verlobt hatte.

Ihre rauhe, grämliche (Stimme schreckte den in Gedanken Versunkenen hoch.

^.Blasen Sie doch nicht gleich Trübsal, Achim," begann die Frau in dem grauen Kleid,meine Betty ist ja bis heute abend wieder gut. Gehen Sie jetzt in die Fa­brik, sonst kommen Sie zu spät."

Sie reichte ihm den Hut, der auf dem Bett lag, und zog den Mund schief, zum Zeichen, daß sie liebenswürdig lächelte.

Ja, ja, Frau Förster, es kommt na­türlich zwischen Betty und mir alles wie­der in Ordnung."

Er tat gleichmütig und war doch so grenzenlos verstimmt. Er grüßte und ging. Wie er jeden Mittag grüßte und ging.

Er stieg die drei Treppen hinunter und atmete bedrückt die schlechte Luft des Treppenhauses. Hinter all den Türen, an denen er vorbeiging, schien man heute Kohl gekocht zu haben. Wie ein Strom [ von reiner Lust schwebte der Gedanke an I das Waldsanatorium Alteichen durch die 1

Morste an ihn heran, umschmeichelte ihn tote Frische und Frieden. Er trat auf tHe Straße, eine lernte Hauptverkehrsstraße des Berliner Ostens, aber er sah nicht die Männer und FrcLien, die an ihm vorbei- gingen gur Arbeit wie er, et dachte an Alteichen. Ein Paradies schien es ihm, eine Oase in der Wüste. Mochte nachher wieder der alte Trott kommen! Aber so- toeit wollte er gar mcht denken. Erst kam das Ausruhen, die tiefe heilige Waldes­stille. Das Versinken in Frieden und Be­hagen.

Die kleine Fabrik von Menke & Ev. lag im alleräußersten Osten der großen Stadt. Sie bestand aus zwei Gebäuden, die ein großer Hof trennte. Vor dem Haupteingang stand Herr Theodor Menke. Seine Figur, fein Gesicht, alles atmete dicke, mollige Selbstzufriedenheit.

Mahlzett, lieber Rademacher, Mahl­zeit!" erwiderte er Joachims Gruß mit nachlässigem Wohlwollen. Er faßte ihn am Ärmel.Sorgen Sie dafür, daß die fünfundzwanzig Kaffeemühlen noch an die Vertretung nach Hannover abgehen, ehe Sie übermorgen abend für zwei Wochen bei uns Schluß machen. Aebrigens haben Sie sich schon entschieden, wo Sie hin­wollen? Oder bleiben Sie hier? Zm Tier­gatten ist es ja auch ganz hübsch, man braucht nicht immer gleich zu reifen.

Joachim Rademacher dachte, natürlich, der dicke Menke, der jedes Jahr sechs Wochen nach Karlsbad fuhr mit feiner ebenso dicken Frau hatte leicht reden.

Er antwottete:Möglich, daß ich es so mache, wie Sie mir empfohlen haben."

Während er an feine Arbeit ging, dachte er nach, wie das gekommen, daß er sich auf die Idee versteift hatte, feine fargbemeffe» nen Fetten in dem Waldsanatorium zu verbringen. Schon feit Monaten war ihm in einigen Tageszeitungen und illustrier­ten Blättern eine lange Annonce auf- gefallen, die besonders die Aufmerksam­keit dadurch auf sich zog, weil fettgedruckt die drei Worte darüberstanden:Anschluß nach Alteichen!" @rft hatte er darüber weggelesen, allmählich aber ichten feine Augen schon von selbst die drei Worte, und schließlich hämmetten sie stch ihm ins Gehirn und mit ihnen der übrige Inhalt der Annonce. Er konnte ihn auswendig und konnte die Zeilen auf fugen wie ein Schüler gut Auswendiggelerntes.

Die Annonce hotte es ihm angetan. Er begriff selbst nicht recht, trwher die Macht kam, die sie über ihn gewann. Aber eines Tages faßte er den Entschluß, die Mei Fettentoochen im Herbst im Wald- sanatvttum Alteichen zu Verbringen. Mit­ten in Thüringen lag die kleine Station Alteichen, irgendwo in einem waldigen Tal. Er hatte sich nicht im Sanatorium angemeldet, er hätte also noch Herrn Theodor Menkes Rat befolgen können. Betty tourte ihn bann sofort wieder huld­reich angelächell haben. Aber er blieb seinem Entschluß treu. Als er Betty morgens vor der Abreise, es war an einem Sonntag, Lebewohl sagte, verweigerte sie ihm ihre Lippen und gab Hm sehr kühl die Hand.

Laß dir's gut gehen, Achim, und spiele Herrn Großpratz, wenn du wieder zurück bist, ärgerst du dich ja doch daß du nicht lieber für das Geld den Lüster gekauft halft."

Er zuckte die Achseln, bat:Beantworte, bitte, meine Briefe immer recht bald."

Er sagte es, ohne das Gefühl zu haben, ihm lag etwas daran.

Sie erwidette schnippisch:Brauchst gar nicht zu schreiben, ich antwotte dir doch nicht, dazu hast du mich W sehr geärgert."

Frau Förster mahnte:Betty sei doch nicht immer gleich so patzig!"

Betty warf die Lippen auf:Ich schreibe ihm nicht, dabei bleibt's. Wenn er wieder da ist und einsieht, was fürn Schaf er ge­wesen, wollen wir weitersehen!"

Sie schieden die Verlobten voneinander.

Verstimmt saß Joachim Rademacher bann im Zug, und ganz leise begann es in ihm zu bohren: Wäre er nicht doch ge­scheiter zu Hause geblieben und hätte die vierzehn Tage durch Spaziergänge unh, Lesen zu Ferien gemacht. Er war mit Betty verlobt, er würde sie heiraten.

Er fuhr zweiter Klasse. Er wollte es unterwegs bequem haben. Im Abteil sa­ßen noch ein Herr und eine Dame. Sie sprachen englisch, amerikanisches Englisch. Joachim Rademacher verstand alles, was die beiden anscheinend nicht vermuteten, sonst hätten sie sich wohl leiser und vor­sichtiger unterhalten. Bis jetzt hatten Joachim Rademachers Ohren nur mechanisch auf gefangen. Was ihnen zuflog, dann aber lauschten Sie bewußt, weil das WortAlt- eichen" ausgesprochen worden war.

Joachims Mutter war Amerikanerin gewesen. Newyorkerin. Als Rurfe war sie mit einer Herrschaft von drüben gekom. men und in Deutschland hängengeblieben, weil sie einen Bankbuchhalter kennen­gelernt, der sich in sie verliebt hatte und sie heiratete. Der Vankbuchhalter wat Joachims Vater geworden, die amerika­nische Nurse seine Mutter. Von ihr hatte er sein unverfälschtes amerikanisches Eng­lisch gelernt. Beide waren feit Jahren tot, aber da er die Sprache seiner Mutter gleichsam mit der Muttermilch in sich auf­gesogen, saß in ihm mit derselben Selbst­verständlichkeit wie die deutsche Sprache. Er beherrschte sie genau so sicher.

Achim hörte den Herrn, der in feinem Alter, Ende der Zwanzig stehen mochte, zu der sehr hübschen und raffiniert gekleide­ten goldblonden Dame sagen:Am liebsten begleitete ich dich jetzt nach Franksuri, Daisy, denn ein Zufall, dies Zusammen­treffen fern der Heimat in einem deutschen Eisenbahnabteil dürften wir nicht unge­nützt lassen und mir liegt auch gar nichts an dem Besuch in Alteichen. Ich kenne dort niemand. Ein Herr, Baron von Dorn, mit dem ich in Berlin auf unserer Gesandtschaft bekannt wurde, hat mich eingeladen. Eine ganz blödsinnige Ge­schichte übrigens. Aber es wäre schade, jetzt mit der Erzählung davon die Zeit $n verplempern. Wollen lieber von uns re­den. Weißt du noch, Daisy, als du in Deuyork tanztest und mich so Verrückt mach­test, daß ich dir durch die ganzen Vereinig­ten Staaten nachreiste." Er lachte:So lange nachreiste, bis du dich küssen ließest? Wenn du nicht so bockbeinig gewesen wä­rest, könnten mir jetzt verheiratet sein Meine Eltern hätten schließlich nachgege­ben." Fortsetzung folgt.

Das längste Telegramm der Welt.

Das längste Telegramm, das je in Amerika befördert worden ist, sandten Bürger der Stadt Houston an ihren Ab­geordneten, den Senator Scheppard aus Texas. Sie verlangten in diesem Monstre- Telegramm, daß die Texas-Abgeordneten von der amerikanischen Regierung drako­nische Sparmaßnahmen fordern sollten, und auch den Kongreß zur äußersten Spar­samkeit ermahnen müßten. Das Tele­gramm enthielt 22 205 Worte, 7700 Unter« schriften und füllte 142 Seiten.

Bilderrätsel.

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Figuren-Kreuzworträtsel

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Zwei Besuchskartenrätsel.

Die beiden Damen haben den glichen

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Ida Nenn, Remscheid

Der Lehrer wollte doch m«ne Arbeit nach­sehen.

Bo ist er nur?

Rätsel.

Gestühl Riemen Nehmer Rock Hase Duft Fisch Vogel Stelle Stube

«Stsellösunge» ans der vorigen Nummer.

Silbenrätsel: 1. Lerche, 2. Isar, 3. Eichsfeld, 4. Botanik, 6. Erwin, 6. Siam, 1. Ausnahmezustand, 8. Gamma, 9. Trabant, 10. Manometer, 11. Alster, 12. Niederwald, 13. Salta, 14. Chabarowsk, 15. Osel, 16. Norwegen, 17. Undset, 18. Neandertal, 19. De­mokratie, 20. Reißverschluß, 21. Isthmus, 22. Cha­mäleon, 23. Trapez, 24. Ischias, 25. Gutenberg, 26. Innsbruck, 27. Siedlung, 28. Trickfilm, 29. Er­nährung, 30. Irmgard, 31. Noah, 32. Donnerstag, 33. Ilias, 34. Nessel, 35. Gitarre, 36. Drilling, 37. Arnika, 38. Sisyphus, 39. Äsop, 40. Uhland, 41. Sach­verständige, 42. Siemens, 43. Einstein, 44. Rasputin, 45. Spanien, 46. Technikum, 47. Wiesbaden, 48. Innozenz, 49. Chianti, 50. Toulon, 51. Ischia, 52. Giganten, 53. Nieren, 54. Ilsenburg, 55. Chaplin, 56. Trauermantel, 57. Nansen, 58. Unna, 59. Rot­käppchen, 60. Zuwachs, 61. Iran, 62. Eisenzeit, 63. Haarlem, 64. Tannenberg, 65. Made, 66. Arrak, 67. Niete, 68. Ilmenau, 69. Niagara, 70. Bechstein, 71. Ebenholz, 72. Tenor, Liebe, sagt man schön und richtig, Ist ein Ding, das äußerst wichtig. Nicht nur zieht man in Betracht, Was man selber damit macht, Nein, man ist in solchen SachenAuch gespannt, was andre machen. (Wilhelm Busch: Julchen.)

Suchbild: Bild auf die rechte Seite stellen. Die britte Spargelstecherin erscheint am Fuße der Scheu- nen mit dem Kops am Baumstamm.

Linschieberätsel: Finis, Stern, Finsternis. Monogrammrätsel: Aus Leid folgt Freud'. Bilder-Sreuzworträtsel: Waagerecht: Brücke, «Danzig, Rechen, Globus.

Senkrecht: Korb, Egge, Dnte, Regal, Korfu, Sohle, Glas, Säge.

Rösselsprung: Die Raketen werben den Ster­nen nie schaden, wenn sie auch Heller leuchten und knallen; um sich ganz sicher zu fühlen, braucht mau bloß Stern zu sein. (Hebbel).

Worträtsel: Spiegel.

Zahleurätsel: Braunschweig, Rauch, Augsburg, Ungarn, Nasenbein, Schwein, China, Hans, Wagen, Ebner-Eschenbach, Ingwer, Gewehr.

BesnchskartenrLtsel: Maschinenmeister.

Worträtsel: Erbe, Erbse.

Minna Eich, Dresden

Erganzungs Sänger

Rind ---

Haus

Gold ---

Platz ---

Blau

See

Kunst =

Feder

Morgen

Lemf. , .

Durch MmPellen der Buchstaben tn leder

nek na phie ran ri

AuS vorstehenden 26 Silben sind 12 Wörter' M bilden, deren erste Buchstaben von oben nach unten und deren letzte Buchstaben von unten nach oben gelesen, ein altes deutsches- Rechtssprichwott ergeben; Die emzelnen Wörter bedeuten: 1. Uferschutz, L^lltdeutsche .Bezeichnung für M-t", 3.Handwerier, 4.j FernÄertragung, 5. Ausdruck der Wetter­kunde, 6.indischer Führer, 7-Bündnrs, 8. Lehre von der Wasserkraft, 9 ^Verbrechen, IO.-Stadt inWürttemberg, ll.-ehern. deutsch- Maftitanische^tadt, ll2.^uchzWoseL.

Kreuzworträtsel.

Waagerecht: 1; Planet, 4;auropÜrsche Hauptstadt, 7. Planet, 11. Papageienatt, 12. Stadt in Italien, 14. griechische Göttin, 15.mit 18. RüMand, 16. Massenquartier, Id.Leil

Anstelle der Striche sind Hauptwörier zu setzen, die gleichzeitig hinter das erste, sowie vor das zweite Hauptwort gesetzt, wieder je ein Hauptwori ergeben. Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter nennen eine Roman­schriftstellerin der Jetztzeit.______________________

Meerbusen, 29. seltenes Metall, 31. Himmels- richtung, 32. Leibwache, 33. Frauenname, 34. Singvogel, 36. Frauenname, 37. Tierprodukt, 38. Kriegsgott, 40. Rechnung, 42. Fürwort, 44. Gersteprodukt, 46. Auerochs, 48. Wasser­blume, 50. Fluß in Kurland, 51. Wagenteil, 83. Frauenname, 54. Titel, 55. Pferd, 56. Elend, 57. Weinernte.

Senkrecht: 1. Fluß in Belgien, 2. Stadt an der Mosel, 3. Sonnengott, 4. Erholung, 5. feierliches Gedicht, 6. Fluß zum Rhein, 8. Ton der ital. Tonreihe, 9. dennoch, 10. Trag­tier, 12. gepflegter Hain, 13. Reich in Asien, 16. Philosoph, 17. biblische Männergestalt, 19. Mischling, 21. verstorbener Großadmiral, 22. Fettig! Schluß! 23. Frauenname, 25. Stadt in Oberfranken, 26. Schichal, 27. Restaurant, 28. Frauenname, 30. Präposition, 35. Stadt am Rhein, 37. Schutzdamm, 39. Schleuse, 40. Gesichtsteil, 41. Schloß, 43. Zahl, 44. Frucht­saft, 45. Zahlungsatt, 47. Schiffsteil, 49. jüd- amerikamsche Hauptstadt, 50. Trerleiche, 52. Anrede, ch 1 Buchstabe.

Waagerecht: 2. Fluß in Sibirien, 3. ealj 6. Stacheltier, 7. Kindermädchen, 10. Gründer Roms, 11. Stadt in Frankreich, 12. Hand- tverkszeug, 15. Hülsenfrucht, 16. Lebensmittel, 17. Stern, 18. Wundmal.

Senkrecht: 1. Männl, btbl. Figur, 3. Ab- kürzung für Aktiengesellschaft, 4. Dasein, 5. Polarforscher, 6. Präposition, SJßanb tn Nord­ostafrika, 9. Fluß in Hannover, 10. Shake- spearesche Bühnenfigur, 13. Fluß in Schlesien, 14. Körpettril. __________________________

Silbenrätsel. "

atba buh eher-dar dhi drau en esgangebgrahyikar lam le leit lik ma mene<

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