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im Interesse der Arbeitgeber und der glatten Abwicklung der Nachprüfung, dem Kontrollbeamten die Steuerkarten mit dem Nachweis über die Abführung der Bürgersteuer auf Verlangen vorzu- legen. Arbeitgeber, welche mtt der Ein­behaltung und Abführung der Bürger­steuer für chre Arbeitnehmer, insbeson­dere für Hausangestellte, noch im Rück­stände sein sollten, werden gut tun, un­verzüglich die Bürgersteuer an die Stadl­hauptkasse einzuzahlen. Wenn der Ar­beitgeber innerhalb der auf der Steuer­karte angegebenen Fristen die Bürger­steuer nicht abgeführt hat, so wird er wegen dieser Steuerzuwiderhandlung nach den Vorschriften der Reichsabgaben­ordnung bestraft.

* Iug endtreffen. Kommenden Sonn­tag, den 17. IM, findet hier im Brüder- Haus Tabor am Ortenberg, Lothringerstr. 30, wie alljährlich ein Jugendtreffen statt. Das zur Behandlung stehende Thema „Detuichlands Jugend im Ringen um die Neugestaltung des Lebens" möchte der suchen­den Jugend unserer Tage Antwort auf manche wichtige Lebensfrage geben. Wir laden daher die Jugend aus allen Kreisen Hessens, Stadt und Land herzlich dazu ein. Posaunenmusit und Gesänge werden die Feier verschönern. Für einfaches Essen im Hause ist Sorge getragen. Heber den Ver­lauf des Tages rst Näheres aus dem An­zeigenteil zu ersehen.

Tagesanzeiger.

Sonnabend, den 16. Juli. Vergnügungsanzeiger.

Cafe Markees, Reitgasse: Ab 16 n. 20 Ahr: Konzert der Kapelle Rurtfch unter Mit­wirkung von Willy Bremen als Solist.

Cafe Detter, Rettgasse: Ab 20 Ahr: Efim Seidel mit seinen Jazz-Symphonikern.

Restaurant Daub, Frankfurter Str.: 20 Ahr: Konzert mit Tanzeinlagen.

Stodtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert, Capitol, Diegensttahe: 17 und 20.15 Ahr:

„Jeder fragt nach Erika".

Kamera, Kasernenftt.: 15, 17 il 20.15 Ahr: „Die grausame Freundin".

Restaurant Iägersruh, Kasernenstratze: 20.15 Uhr: Gartenkonzert.

Schloß-Cafe, Marburg: 20.30 Ahr: Ge­sellschaftstanz.

Versammlungen, Vorträge, sportlich« Veranstaltungen »sw.

Hessischer Geschichtsverein und Verein für Heimatschutz: Ausflug nach Biedenkopf. Abfahrt 14.19 Uhr Hauptbahnhof.

Deutschnationale Volkspartei: 17 Uhr, Hotel Freidhof: Mitgliederversammlg.

N.S.D. A. P.: 20.30 Uhr in den Stadt­sälen: Oeffentl. Versammlung; es spricht der Reichstagsabg. Wilhelm Dreher, Ulm.

Aus dem Gerichtssaal

Dor der Straftammer standen gestern einige Berufungssachen an, von denen aber mit zwei zur Verhandlung kamen.

So hatte sich ein Händler aus Gladenbach wegen Betrugs zu verantworten, der vom Dorderrichter in eine Gefängnissttafe von einem Monat genommen war. Diese Strafe war dem Angeklagten zu hoch und er legte Berufung ein, mit der er auch Erfolg hatte. Der Angeschuldigte hatte von einem Land­wirt in Holzhausen bei Gladenbach ein Stück Vieh gekauft und einen Preis bezahlt, der üb­lich war. Eines Tages erhielt aber der Land­wirt einen eingeschriebenen Brief, baß das ihm verkaufte Stück Vieh bei seinem neuen Besitzer einen Fehler aufweise und er es mir unter Schaden verkaufen könne, wovon der Verkäufer und er je einen Teil zu tragen hätten. Diese Angaben sttmmten aber nicht, denn das Stück Vieh war vollkommen ge­sund. In der gestrigen Berufungsverhand­lung bestritt der Angellagte. den Brief ge­schrieben zu haben, gab aber zu, über den Preis noch einmal mit dem Landwirt verhan­delt zu haben. Das Gericht sah die Sache etwas milder an wie der Dorderrichter und verurteilte den Händler zu 350 Mart Geldstrafe.

Der nächste Fall betraf einen jungen Mann laus dem Streife Kirchhain, der in einem Olyrnviade-Aitzug und mtt einem Stock vor den Richtern erschien. Dieser junge Mann, der schon mehrmals vorbesttast ist, war von dem Amtsgericht in Neustadt wegen Dieb­stahls zu 8 Monaten Gefängnis ver­urteilt worden. Der junge Mann wohnte bei einem Hausbesitzer in Mendorf. An Miete war er ihm noch 155 Mark und an Bargeld 20 Mark schuldig. Eines Tages fiel es den Ortsbewohner auf, datz der junge Mann mit feiner Frau große Aufwendungen an Möbeln, Kleidern u. dgl. machte, trotzdem er schon längere Zeit arbeitslos war. Man machte den Hausbesitzer darauf aufmerffant. Bei Nachprüfung feiner Bargelder stellte die­ser feit, daß ihm ungefähr 900 Mark fehlten. Man ließ die Sache laufen und kurze Zeit danach fehlten dem Hausbesitzer wieder 190 Mark. Nirn richtete sich der Verdacht gegen den Angefchuldigten. Es wurde auch durch die Landjägerei festgestellt, daß der Angefchul- digte einen Schlüssel befaß, der zur Wre des Hausbesitzers patzte. In der gestrigen Ver­handlung bestritt der Angellagte ganz ent­schieden, die Diebstähle begangen zu haben. Er betonte, daß er sich in dem Jahr 1928 200 Mark gespart und in den folgenden Jah­ren sogar 800 Mar-" habe beiseite legen kön-

‘'Selbitmorb. Heute nacht machte ein junges Ehepaar durch Selbstmord feinem Le­ben ein Ende. Gründe zu der Tat sind nicht bekannt.

* D a 8 F is ch st erde n in d er Läh it. Heber der Verenden der Fische in der Lahn erhalten wir von amtlicher Stelle folgende Mitteilung: Von Mittwoch bis Donnerstag sind in der Lahn von der Marburg-Grenze bis zur Näh- mühle, asso auf einer Strecke von un­gefähr 5 Kilometern 30 — 40 Zentner Fische einyeganaen. Gestern weilte eine Sachverständigenkommission, darunter ein Herr aus Kassel, an Ort und Stelle, die sich eingehend mit dem Vorfall beschäf­tigte. Bis fetzt konnte durch Wasserproben festgestellt werden, daß die Lahn durch einen Gegenstand verunreinigt worden ist, wodurch den Fischen der Sauer­stoff entzogen worden ist. Es Han. beit sich Hs -en verendeten Fischen nur um leichte Weißfische. Auf größere Fische, wie Schleien, Hechte usw. hat die Verun­reinigung kernen Einfluß gehabt. Daß es sich nur um eine Verunreinigung des Wassers handelt, geht auch daraus schon hervor, daß Fische, die über das Wehr bei der Nähmühle und in frisches Wasser kamen, erhÄts» ZS Die Untersuchung hat bis jetzt einwandfrei ergeben, daß es sich in keinem Fall um ein Fischsterben handelt. Wie die Verunreinigung des Wassers vorge­kommen und an welcher Stelle, das wird die noch laufende Untersuchung ergeben.

• Achtung: Nutzen Kontrolle der Bürgersteuer. Dom Magisttat, Steuerabteilung, wird uns mitgeteilt: Bekanntlich sind die Arbeitgeber ver­pflichtet, dre aus den Steuerkarten ihrer Arbeitnehmer angeforderten Bürger­steuerraten am Fälligkeitstermin vom Arbeitslohn einzimehalten und an die Stadthauptkasse abzuführen. Soweit der Arbeitslohn für Zeiträume von mehr als einer Woche gezahlt wird, war die letzte Rate der Dürgersteuer 1931 am 10. Juni 1932 fällig. Ob die Arbeitgeber dieser Verpflichtung im einzelnen nachgekom­men sind, wttd durch die Autzenkontrolle des Finanzamts geprüft werden. Die Nachprüfung der ordnungsmätzigen Ein­behaltung und Abführung der Bürger­steuer für diejenigen Betriebe, die nichr lohnsteuerpslichtge, aber bürgersteuer- pslichttge Arbeitnehmer beschäftigen, ift für den Bezirk der Stadt Marburg dem . Magistrat übertragen, welcher einen städtischen Angesteltten mit der Nachprü­fung beauftragt hat. Dieser ist mit einem amtlichen Ausweis versehen worden. Mit der Nachprüfung wird' in den näch- ^ftey Aag^begonnen werden. Es liegt

Marburger Sladlzcilung

ßiWmaito mnewagin Marburg

Morgen findet hier in Marburg ein Auf­marsch der Sturmbanne I—IV der SA.-Stan- darte 11 und des Sturmbann 2 der SS.-Stan, darte 35 statt. Um 13.30 Uhr wird die Sturm­fahnenweihe auf der Büraerwiefe sein Dort werden zehn neue Sturmsahnen der SA. ge­weiht und durch den Gruppenführer der Gruppe West, Schneidhuber-Koblenz, den ein­zelnen Stürmen übergeben werden. An­schließend ist der Propagandamarsch durch die Stadt, die durch folgende Sttaßen gehen wird: Weidenhäuser Sttaße, Rudolphplatz, Bieaen- ftraße^ Deutschhausstraße, Vunsenstratze, Ro- bert-Koch-Sttaße, Bahnhofstraße, Elisabeth- sttgße, Steinweg, Neustadt, Wettergasse, Markt, Barfüßerstraße, Am Plan, Kasernen- straße, Wörthstraße, Friedrichsplatz, Orleans- straße, Moltkesttaße, Frankfurter Sttaße. Dort findet in der Nahe des Kämpstasens gegen 15.15 Uhr der Vorbeimarsch vor den Führern statt. Um 15.45 Uhr beginnt die Frei­heitskundgebung im Stadtgarten, dort werden der Landtagspräfident Z ö r n e r« Braunschweig und der Reichstagsabgeordnete Sprenger, Frankfurt, Spitzenkandidat für Hessen-Nassau, über das Thema: Jfflr des Reiches Kraft und Stärke und des deutschen Volkes Freiheit" sprechen. Dieser Aufmarsch wird der größte sein, der hier in Marburg von einer politischen Bewegung veranstaltet wor­den ist. — Um eine reibungslose Durchführung dieses Tages zu gewährleisten, wird gebeten, allen Anordnungen der Polizei und den Ab- sperrkommandos der SS. strengsten, zu befol­gen. Auf der Rückfahtt in ihre Heimatstand­ort« werden von der SA und SS. noch Auf­märsche im Kreise Marburg, in Wetter (18 Uhr), Roth, Fronhausen, Ebsdorf und in Kirchhain veranstaltet. Mit diesen Auf- Märschen werden Kundgebungen verbunden, bei denen verschiedene Redner sprechen werden.

w Polizeiliches. Entwendet wurde am Montag, dem 11. d. Mts. am Lahn­ufer neben dem Sportplatz der Bücking- Promenade ein Netz mit gebrauchten Fuß­ball. Mitteilungen über den Verbleib er­bittet die Kriminal-Polizei.

* Festgenonimen und in das hie­sige Gefängnis eingeliefert wurde ein Mann von We11er, der sich eines Sitt­lichkeitsverbrechens in Verbin­dung mit Blutschande hat zuschulden kommen lassen.

• Unglücksfälle. In Neustadt er­litt ein Einwohner beim Schleifen von Holz einen Beinbruch. — Ein Junge aus Frankenberg brach beim Spielen einen Arm. — Ein Marburger Gastwirt stürzte mit dem Rad und brach ebenfalls einen Arm. — Ein Kind von hier stürzte in einer hiesigen Schule die Treppe herab und erlitt einen Knöchelbruch. — Zum Schluß stürzte eine Frau von einem Fahr­rad und erlitt Kmeverletzungen. Alle mußten der Klinik zugeführt werden.

• Museum. Die Sammlungen und die neue Ausstellung sind am morgigen Sonntag von 11—13 Uhr geöffnet.

* Autoerplosion. Heute morgen er- eignete sich m der Weidenhäuser Straße ein« Autoerplosion. die schwere Folgen hätte haben können. An dem Opelauto des hiesigen E- Werkes entstand ein Vergaserbrand, der von Passanten an dem vor dem Hause Mahr stehenden Auto bemertt wurde. Einwohner von der Wxidenhäufer Straße eilten herbei und wollten den Brand mit Sand löschen. Ein mächtiger Knall und der Wagen explo­dierte mit einer mächtigen Flamme, die an drei Häuser emporschlug. Im Wohnhaus Mahr wurden ent Teil der Fensterscheiben zer­trümmert, und di« Fensterrahmen durch die Flammen beschädigt: ebenfalls wurden zwei weitere Säufer leicht beschädigt. Zwei Ein­wohner von der Weidenhäuser Strgße namens Schneidermeister Preiß und Arbeiter Hans Schäfer wurden durch Brandwunden ver­letzt, so daß sie die Ehirurgische Klinik auf« suchen mußten. Nach Anlegung von Ver­bänden konnten sie wieder entlassen werden.

• Feuerwehrübung. Die drei Züge, einschließlich der Motorspritze, der FreiwNi- gen Feuerwehr, hatten nächsten Montag um 6.30 Uhr abends eine llebung ab. Die Züge üben einzeln. Der erste Zug wttd seine diesjährige Schloßübung vor­nehmen.

‘ Kundgebung d«r National­sozialisten. Auf die heute abe# 2030 Uhr in den Stadtsälen stattfindenden Kund­gebung der NSDAP, mit dem Reichstags­abgeordneten W. Dreher -Ulm als Redner wird nochmals hingewiesen. Der Abgeordnete Dreher, der bei Beginn des Krieges zur Be­satzung des bekannten Kreuzers „Emden" g«. hört hat, ist als ausgezeichneter Redner be­kannt, so daß man seinen Ausführungen mtt Interesse entgegen sieht.

• Schulferien. Mit dem heutigen Tage beginnen die großen Sommerserien, die einen ganzen Monat dauern. Der Unterricht beginnt wieder am 16. August.

• Waldgottesdienst. Morgen früh 10 Uhr findet an Dreyers Quelle ein Waldgottesdienst statt (bei ungünsti­ger Witterung in der Klemkinderschule zu Ockershäusuen).

'70 Jahr« alt. Fran Witwe Mari« Akdag, Hahnengasse 7, tarnt morgen ihren 70. Geburtstag feiern.

* Personaknachrichtett. Dor «Ni­ger Zett hat der Steuerassistent Dr. Schmidt aus Frankenberg seine Obersekretärprüfung in Kassel bestanden. Am 14. Juli wurde.er amtlich zum ObersettetäL^befördert^^—

nm. Nach lang« Beratung kam das Gericht zu dem Ergebnis, die Verhandlung auf un­bestimmte Zeit zu vettagen. Es sollen die Atten aus der Zwangsversteigerungsfache fei­ner Mutter herbeigeholt werden, aus der fest- gestellt werden soll, ob der Angellagte auf bas Saus geboten und wie wett er mit ge­gangen ist. Außerdem soll die Landjägerei feststellen. ob er das Gespräch bei dem Bür­germeister in Emsdorf geführt hat. dem er mitgeteilt haben sollte, daß er dem Haus­besitzer das Geld gestohlm hätte.

Nicht allein die Strafkammer, sondern auch das Große Schöffengericht tagte den ganzen Tag. Sier hatten sich 6 Einwohner aus Treysa wegen Diebstahls und Heh­lerei zu verantworten. Von den Angellag- ten werden vier aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Zum größten Teil sind es die Personen, die in letzter Zeit schon mehrmals das Schöffengericht befdjäftigt haben und in Treysa als diejenigen Leute angesehen werben, die alles verbrochen haben. Wenn auch einige davon wegen verschiedener Straftaten schon bestraft worden sind, so war aber bis heute bas Gericht nicht in der Sage, die Hauptang eschulbigten einer Be­strafung entgegenzuführen. Diesmal wurden sie beschuldigt, m Mengsberg zehn Gänse, m Wasenberg drei Gänse und eine Ente, in der Nähe von Treysa und in Treysa selbst einige Fahrräder gestohlm zu haben. In fast ganztägig« Verhandlung bestrittm die Angellagten jede Schuld, und em« der Angeklagten sagte, daß er immer Gänse gekauft habe, dre er einem Vorgesetzten aus dem Kriege nach Westfalen geschickt habe. Durch die Verhaftung könne er ab« heute nicht mehr sagen, von wem er die Gänse gekauft habe. Ein Zeuge beftäügte, daß ihm die Angellagten erzählten, daß sie die Gänse gestohlen hätten. Hierzu bemertten die Angellagten, daß sie gewußt hätten, daß dieser ein Polizeispitzel fet und es aus dem Grunde erzählt hätten, um die Polizei „auf- zuziehen". Rach langer Beratung kommt das Gericht zu dem Ergebnis, baß fünf Angellagte wegen Mangels an Beweisen freizu sprech en seien, ttotzdem btt Ver­backt ber Täterschaft ttn Bereiche der Mög- lichkett liegt Der sechste Angellagte wttd wegm Diebftahls zu brei Monaten Ge­fängnis verurteilt weil man bet ihm Fahrradlampen gefunden hatte, die von dm gestohlenen Fahrrädern stammten und die durch Zeugen als ihr Eigentum anerkannt mürben. Bei diesem Angeklagten w«dm 27 Tage der Untersuchungshaft angerechnet

—TL

Sonntag, den 17. 3uIl Vergnügung sanzeig«.

Schlotz-Eafe, Marburg: 15.30 Ahr: Konzert: 20.30 Uhr: Gesellschaftstanz.

Capitol, Biegenstraße: 15.30, 17.30 und 20.15 Uhr: „Jeder fragt nach Erika".

Kamera, Kasernenfttahe: 15.30, 17.30 und 20.15 Uhr: „Die grausame Freundin"

Cafe Markees, Reitgasse: 2lb 16 u. 20 Ahr: Abschiedskonze : Willy Sternen; ferner 20 Uhr: Gesellschaftstanz.

Cafe Detter, Reitgasse: Ab 16 und 20 Ahr: Efim Seidel mit seinen Zazz-Sympho, nikern.

RestaurantDaub, FrankfutterStt.: 20Ahr: Konzert mtt Tanzeinlagen.

Stadtteller: 20 Ahr: Künstlettonzert, Maximilian von der Dachen und seine Künstler.

Waldhaus, Mbg.-OckrShausen: 20 Ahn Tanzabend.

Kurhotel Ortenberg: 20 Ahr: GesellschastS- tanz.

Schützenpfuhl, Gisselbetaer Sttaße: 20.15 Uhr: Großes Milttätkonzert, ausgefühv vom Mufikkotps des Ausb.-Batls. 15 Inf. - Regts. Leitung Obermusikmeist« Pfrieme.

Versammlungen, Bortrige, sportliche Veranstaltungen »sw.

Verein ehem. Säger und Schützen: Ab 7.30 Uhr norm.: Schießen.

NSDAP.: 13.30 Uhr auf ber Bürgerwrese: Sturmfahnenweihe: 15.45 Uhr im Stadt­garten: Freiheitskundgebung.

Auswärtige Veranstaltungen.

Etzelmühle, bei Gastwirt Schäfer: 14 Uhr: Sommersest mit Tanz.

Frauenberg, Gastwirtschaft Brunet: 15.30 Uhr: Vokalkonzert des Männergesang' Vereins „Germania", Belterhausen.

Hermershausen, bei Gastwirt Balzer: Große Tanzbelustigung.

Wochenmarktpreise.

Butter Pfd. 100-110

Eier Stck. 7—8

Gr. Handkäse „ 15—20

Handkäschen,, 5

Käsern atte Pfd. 25

Kochkäse „ 50

Kartoffeln Pfd. —

Kartoffeln neue 8—12 Blattgemüse,, Wirsing „ 15

Weißkohl „ 15

Karotten * 10

Rotkohl „ —

Spinat „ —

Zwiebeln „ —

Grüne Bohnen 30-35

Rosenkohl Pfd. —

Sprossenkohl,, —

Schwarzwurzel —

Grünkohl —

Pilze „ —

Tomaten „ 50—60

Birnen „ -

Zwetschen „ —

Weintrauben, Pflaumen . —

Kirschen „ 30—4!

Aepfel » —

Stachelbeer. . 20

Erbs. i. Schot, 20

Radieschen Bdl. 10

Sellerie » —

Endivien Stck. —

Blumenkohl , 30—70 Grüner Salat „ 5—10 Oberkohlrabi „ 10—12 Salatgurken „ 30—50 Einmachgurken —

Rettich Stck. 1Q—-15

Knoblauch » 5—10

Lauch „ 10—15

Meerettich Pfd. 50—60 Gänse Pfd. —

Hähnchen „ 70—100

Hühner „ 60-80 Enten ' „100—120 Tauben Stck.50—60

Reh „ <50-70 Rhabarber ., IC

Spargel Pfd. 30—45

Heidelb. „ 25—30 Johannisb. „ 25—30

Johannes Stuhlmann f.

a. Wetter, 15. Juli. Heute starb nach kurz« Krancheit ber Patriarch unserer Stabt Herr Johannes Stuhlmann, dessen Leben und Wirken anläßlich seines 90. Ge­burtstages am 6. Mai dieses Jahres an die­ser Stelle bereits ein Bericht gewidmet war. Mit ihm ist d« letzte Teilnehmer des Feld­zuges von 1866 und Nichtkombattant des Krieges 1870/71 von uns geschieben. Für seine eigene Person äußerst anspruchslos, stellte er sich stets in ben Dienst des öffentlichen Lebens: er war eine ganze Reihe von Jahren Mitglied des Stadtverordneten- kollegiums. Auch dem Kirchenvorstanb« gehörte er bis zu seinem Tobe, zuletzt als Ehrenmitglied an. In beiden Köwerschasten fanden sein Rat und Stimme stets hervor­ragende Beachtung.

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Letzte Meldungen

Arbeitslosen-Ausschreitungen in Langenselbold.

fk. Langenseelbold, 16. Juli. I« Anschluß an eine auL»I9fte Versammlung der Erwerbslosen in Langenselbold kam es gestern abend zu schweren Ausschrei­tungen. Die Versammlung war der Auf­lösung verfallen, weil gegen die verein­barten Regeln der Redner politische An­gelegenheiten berührt wurden. Es kam zu tätlichen Angriffen gegen die vier an­wesenden Polizeibeamten, wobei Bier­gläser, Stuhlbeine und dergl. als Wurf­geschosse dienten. Die Angriffe wurde« durch die herrschende Dunkelhett begün­stigt, da man im Saal die Lichter ausge­löscht hatte. Ein Polizeibeamter erlitt drei Messerstiche in den Kopf und di« Rase, ein anderer in das rechte Auge, ei« dritter wurde so schwer verletzt, daß e« in die Klinik nach Hanau gebracht wer­den mutzte. Nun machten die Polizei­beamten von der Schußwaffe Gebrauch.

Von den anwesenden Frauen wurde di« Tochter des kommunistischen Beigeordnete« D r«ß l«r und eine verheiratet« Fra« Waldschmidt tödlich getroffe«. Der 31jährige Arbeiter Leißner «rhi^t einen Schutz in die Bauchgegend «ab wurde nach Sauau ins Krankenhaus gebracht.