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Nr. 163__

Landtag erst im August

Berlin, 13. Juli. Der A e l t e st e n= rat des preußischen Landtages beschäf­tigte sich am Mittwoch mit dem kommu­nistischen Verlangen, den Landtag vor den Reichstagswahlen noch einmal ein­zuberufen. Der Antrag der Kommuni­sten fand seitens der anderen Parteien nicht genügend Unterstützung und war damit erledigt. Es wurde beschlossen, am 3. August, also unmittelbar nach den Reichstagswahlen, eine neue Sitzung des Aeltestenrates abzuhalten, um dann über den Termin der nächsten Landtagssitzung, die voraussichtlich schon bald nach den Reichstagswahlen stattfinden wird, Be­schluß zu fassen.

Brandkatastrophe ,n einem Newyorker Vergnügungsviertel.

ff. Newqork, 14. Juli. Im Newyor­ker Bergnügungsviertel Caneq Island wütete am Mittwoch nachmittag ein Riefenbrand, dem 6 Häuserblocks zum Opfer fielen. Hunderte von Menschen wurden verletzt und ein ungeheurer Scha­den ist entstanden.

Der Schaden, der durch das Riesenfeuer in Caney Island verursacht worden ist, wird auf 214 Millionen Dollar geschätzt. 500 Personen wurden verletzt. Etwa 5000 Personen mutzten die Heimfahrt im Badeanzug antreten, weil ihre Kleider verbrannt sind. Von den verletzten Personen muhten 40 in ein Krankenhaus geschafft werden. Die Feuer­wehr konnte erst heute früh der Flammen Herr werden.

OderDesstsche 3ewma. «- D«mast«. den 14. 1938_

Reorganisationspläne im Rundfunk

Berlin, 13. Juli. In der Presse ist in den letzten Tagen mehrfach von Reform- pläneu der Reichsregierung für eine Um- gestaltung des Rundfunks die Rede gewesen. Ein Berliner Mittagsblatt bringt hierzu wettere Einzelhetten.

Wie wir hören, ist in der Tat eine Reform beabsichtigt. Die Besprechungen innerhalb der Reichsregierung sind aber noch nicht abge­schlossen, und man kann deshalb auch nicht sagen, wieweit die Einzelheiten der bishengen Veröffentlichungen auch wirklich praktisch durchgesühtt werden. Hauptsächlich ging es bei den bisherigen Besprechungen darum, den Widerstand des Reichspostministeriums zu überwinden. Das scheint durch eine Lösung gelungen zu sein, durch die die praktischen Entscheidungen in die Hand des ichsinnenministeriu ms gelegt werden, während die Einnahmen weiter der Reichspost zuflietzen. Der Grundgedanke der Reform geht auf eine stärkere zentrale Einffutznahme hinaus. Des­halb soll auch neben dem jetzt schon bestehen­den Reichsrundfunkkommissariat ein zweites, politisches Kommissariat errichtet werden. Diese beiden Persönlichkeiten werden dann aber nicht Kommissare, sondern Direktoren sein.

Dagegen scheint es nicht zuzutreffen, daß eine parallele Umformung auch b« den Sendegesellschaften beabsichtigt ist. Soweit wir unterrichtet sind, dentt man augenblick­lich daran, statt dessen den D e u t s ch l a n d - send er weiter auszubauen und ihn den Zielen des Reiches stärker dienst­barzumachen. Eine solche Lösung würde durchaus mit dem Grundsatz einer kulturel­

len Dezenttalisation und einer politischen Kon- zentration übereinstimmen. Jedenfalls wur­den aus diese Weise auch die Schwierigkeiten umgangen, die sich sonst unter Umständen von den Ländern her einstellen könnten. In unterridjteten Kreisen rechnet man damit, MB bie Umgestaltung des Rundfunks schon in kurzer Zeit Tatsache werden wird.

Zu der beabsichtigen Umorganisierung des Rundfunks erfahren wir in Ergänzung un­serer bereits gegebenen Darstellung vom Reichsinnenministerium, daß in nächster Zeit auch Besprechungen mit den zuständigen Re­ferenten der ßänberregierungen stattfinden werden und daß sich dann auch der Rcichsrat mit dem Plan der Reichsregierung beschäf­tigen wird. Die Behauptung eines Berliner Mittagsblattes, daß der Rundfunk vollständig vom Reichsinnenministerium übernommen wer­den soll, trifft nicht zu.

Wahlreden tat Rundfunk.

Berlin, 14. Juli. Wie bereits gemel­det. werden in der letzten Woche vor dem Wahltag alle großen und mittleren Patteren (mit Ausnahme der Kommunisten) Gelegen­heit erhalten, ihr Wahlprogramm im Rund­funk vorzutragen. Hierzu erfährt derLokal- Anzeiger", als Redner die folgenden Per­sönlichkeiten in Aussicht genommen worden sind: für die Deutschnationalen: Geheimrat Hilgenberg, für die Wirtschaftspartei: Drewitz, für die Bayerische Volkspattei: Schäffer, für Ms Zentrum: Dr. Brü­ning. für die Staatspartei: Dietrich, für die Sozialdemokraten: Wels: wer für die Nationalsozialisten sprechen wird, steht noch nicht fest.

Wirtschaft und Handel

Berliner Börsenbericht vom 13. Juli

Die Börse zeigte heute stimmungs­mäßig ein unverkennbar schwächeres Aussehen, was allerdings, wohl haupt­sächlich infolge des kleinen Geschäfts, kursmäßig weniger stark zum Ausdruck kam. Immerhin waren Abschläge bis zu 1 Prozent gegen den jetzigen Schluß recht häufig. Es lagen eine ganze Reche ver­stimmender Momente vor, die beim Publikum und Spekulation starke Zu­rückhaltung auslösten. Deutsche Anleihen lagen sehr schwach. Alt- und Neubesitz­anleihe erschienen beide mit Minus- Minuszeichen, büßten dann 1,2 bezw. 0.35 Prozent em. Auslandsrenten lagen still, teilweise etwas schwächer. Anatolier waren etwas freundlicher. Am Markt der festverzinslichen Werte läge heute gleichfalls allgemein Angebot vor. Die Rückgänge betrugen in der Regel bis zu 1 Prozent, bei Reichsschuldbuchforderun­gen bis zu 2 Prozent. Reichsbahnvor­zugsaktien büßten i/2 Prozent ein und gaben im Verlaufe weitere */s Prozent nach. Der Geldmarkt ist unverändert.

Berliner Devisenbericht vom 13. Juli.

Helsingfors 6.364-^.376; Wien 51.95 bis 52.05; Prag 12.46512.485; Sofia 3.0573.063; Holland 169.98170.27; Oslo 74.1374.27; Kopenhagen 81.07 bis 81.23; Stockholm 76.7276.88; London 14.94514.985; Buenos Aires 0.933 bis 0.937; Neuyork 4.2094.217; Belgien 58.4458.51; Italien 21.4521.49; Paris 16.5216.56; Schweiz 81.9682.12; Spa­nien 33.7233.78; Danzig 82.1282.28; Japan 1.1491.151.

Warenmärkte

Vetveibe tn 1000 Äifogt., Wehl und Futter, mittel fe 100 Kilogramm.

Berliner Produktenbericht vom 13. Juli.

Weizen 235237; Roggen 177179; Futter- und Industriegerste 153166; Hafer 167; Weizenmehl 30.0033.75; Roggenmehl 25.0027.00; Weizenkleie 11.2511.50; Roggenkleie 10.2511.60.

Das Hauptkennzeichen der Produkten­börse ist gegenwärtig die entgegenge­setzte Preisbewegung für Brotgetreide alter und neuer Ernte, wodurch eine not­wendige Verringerung der Preisdiffe­renz herbeigeführt wird. Weizen und Roggen alter Ernte stad auch bei Preis­konzessionen der Verkäufer schwer unter­zubringen, zumal der Mehlabfatz sehr schleppend bleibt. In Weizen neuer Ernte hat sich das Offertenmaterial nach den Preisrückgängen der letzten Tage da­gegen verringert, und die Mühlen muß­ten bei Deckungskäufen 1 Mark höhere Preife als gestern anlegen. Auch für Weizen-Exportfchetae waren leichte Preis- defferungen zu verzeichnen. Am Liefe- rungsmarht zogen die späteren Sichten gleichfalls um 1 Mark an. In Neu- Roggen bleibt die Umsatztätigkeit gering, die Aufgelder für kurzfristige Lieferung vermindern sich täglich. Am Lieserungs- morkt waren die späteren Sichten infolge eee Interventionen her ftnntliApn Ge­

sellschaft gehalten, Juli-Roggen war ebenso wie Juli-Weizen abgeschwacht. Am Mehlmarkt beschränkt sich der Kon­sum auf die Deckung des notwendigsten Bedarfes, Engagements auf etwas wei­tere Sicht werden kaum eingegangen. Hafer ist ruhig aber ziemlich stetig. Win­tergerste ist nur zu gedrückten Preisen abzusetzen, wobei besonders abfallende Sorten recht schwach liegen.

Frankfurter Getreidemarkt vom 13. Juli.

Weizen 253.50255.00; Roggen 215.00; Hafer 170.00180.00; Weizenmehl (südd. Spezial 0 tn. Austauschw.) 38.1539.05; Weizenmehl (niederrh. Spezial m. Aus­tauschw.) 38.1538.80; Roggenmehl 70 % Ausmahlung 28.5029.25; Weizenkleie 9.159.25; Roggenkleie 9.25.

Svkl Md Sperl

Faustballmeisterfchaften der Universität.

Die diesjährigen Faustballmeisterschaf­ten der Universität hatten wiederum ein sehr gutes Meldeergebnis gezeitigt. Von 12 Korporationen waren insgesamt 16 Mannschaften gemeldet worden. Hiervon kamen auf A. T.V. Kurhessen, A.T.V. 'Marburg, S.M.F. und V.D.St. je zwei Mannschaften.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal die Meisterschaft wieder in zwei Klassen ausgetragen. In der A-Klasse, die die spielstärkeren Mannschaften vereinigte, spielten Nibe- lungia, A. T. V. Kurhessen I, S. M. F. I, A.T. V. Marburg I, Schaumburgia, Her- cynia, Saxonia und V. D. St. I. Leider zogen die drei letzteren Korporationen im Verlauf der Spielzeit ihre Mannschaf­ten zurück, so daß nur 5 Mannschaften für den Kampf um den Meistertitel übrig blieben. Um fo erfreulicher war es, fest­stellen zu können, daß unsere Spitzen­mannschaften eine sehr ausgeglichene Spielstärke besitzen. Es wurde wohl noch in keinem Jahre fo erbittert um Sieg und Meisterschaft gekämpft wie gerade diesmal. So nahmen fast sämtliche Spiele einen sehr spannenden Verlauf, und die Entscheidung fiel immer erst in den letz­ten Minuten. Wie ausgeglichen die Sprelstäke war, veranschaulicht am besten folgende Tabelle:

Mannschaft Jalil i>. Spiele gern. petL mientsch. Vmkte

TOfehmgio 4

R.T.S. «eaheffe» 1 4

S.9IL8. 1 4

R.r.55. 9Itae6«g I 4

Schaambaegia 4

6 6

5 2

1

Nachdem so Mbettmgia und A.S. T. Küchessen mit gleicher Punktzahl in Füh­rung lagen, war man aus den Ausgang des Entscheidungsspieles sehr gespannt. Der erwartete harte Kamps blieb auch nicht aus. Keine der beiden Mann­schaften wollte der anderen nachgeben, jede den Meistertitel für sich erringen. So «war dann auch das Ergebnis äußerst

knapp. 46:40 für Mbelungia lautete es. Mbelungia hat den Titel errungen.

3n der B-Klasse beteiligten sich, nach­dem der D. D.St. feine 2. Mannschaft

zurückgezogen hatte, noch sieben Mttnw- schäften. Um eine raschere Durchführung der Spiele zu ermöglichen, wurden zwei Gruppen gebildet, deren Sieger um die Meisterschaft in der B-Klasse zu kämp­fen hatten. In der 1. Gruppespielten A.T. B. Kurhessen 2., A.D.B. Mavubrg bürg 2. und Frankonia, in der 2. Gruppe S. M. F. 2., Marcaria, Arminia und Nheinfranken. Hier zeigte die Tabelle zum Schluß folgenden Stand:

Stpppe I

0

a

o

2

0

6

0

0

s s 3 3

0 1 2 3

0 o

1 0

6 bann

S.M.» 11 Marraria

Htminia

2

2

2

tapp« U

N.T.D. Marburg U Aroconia

Mannschaft !

S.T.D. RurbefTen 11

«hkinfranbe»

Im Entscheidungsspiel traten sich S.M.F. II. und A.T. V. Kurhessen H. gegenüber. Nach schönem Kamps siegte S. M. F. mit 52 : 37 verdient.

Karl Hatzfeld.

gohl b. Spiele gew. oed. anentfä. Punkte

Ktabkampf des Marburg« Schlviimiiverekrs gegen Schwimm verein Stegaland Siegen.

Der Marburger Schwimmverein folgte am Sonntag. 10. Juli, einer Einladung . des Schwimmvereins Siegerland Siegen $u einem Klubkampf. 24 Schwimmer und Schwimmer­innen des MSV. traten um 9 Ahr im Omnibus bei schönstem Wetter die Fahrt durch die herrliche Gegend über BiedenkMf- Laasphe nach Siegen an. Zwischen beiden Vereinen besteht feit 2 Jahren ein inniges Freundschaftsverhältnis, welches am Sonn­tag wieder besonders bekräftigt wurde, um 11.30 Uhr wurden die Marburg« von ihren Schwimmkameraden in Siegen herzlichst emp­fangen. Die Fahrt ging dann gleich wett« nach dem 7 Kilometer entfernten Seelbacher Weiher. Seit zwei Jahren befindet sich dott ein herrliches Sommerbad: 160 Meter lang und 80 Meter breit mit anliegendem Rasen und einem vorzüglichen Wirtschaftslokal, alles von Tannenwald umgeben. In wenigen Minuten waren alle Marburger in iprer Badekleidung, um sich hi« an dem schönen Strande zu lagern.

D« MSV. hat in Siegen schon emen Ci Namen bekommen, so MH der Kmb- f eine Menschenmenge anlockte, wie sie die Badeanlagen bisher nicht gesehen hatten. 6 große Omnibusse, Hunderte von Fahr-,und Motorräd« und ein grob« Park von Privat­autos hatten als Verkehrsmittel gedient. Ueber 4000 Menschen sind im Bad gewesen.

Um 2.30 Uhr begann der mit Spannung erwartete Klubkampf tnit einem Reigen der Siegener Damen. In der Eröffnungslagen­staffel 3mal 3 Bahnen Rücken, Brust und Freist,'s bekam der Marburger Rückenschwim- m« Hey« einen Gegner, mit dem er nicht gerechnet hatte. Mit gröht« Anstrengung schwamm Heyer die 100 Met« in der ganz hervorragenden Zeit von 1,21 Mm. und mußte trotzdem seinem Gegner einen Vor­sprung von 2 Meter lassen. Auch Schüler hatte in 100 Meter Brust seinen Meister ge- fanden und konnte nur einen Meter auf­holen. Erst im letzten Lauf entschied Laub- sche« im Freistil mit knappem Vorsprung Ms Rennen für Marburg. , _ m

Bei dem zweiten Kampf 3mal-100-Meter- Damenjugend-Bruststaffel kämpfte Frl. Herrle mit zäher Kraft und gab der zweiten Schwim­merin, Frl. Buck 3 Meter Vorsprung: Frl. Buck hatte wohl ihre Gegnerin unterschätzt, sie mutzte bald merken, daß der Vorsprung aufgeholt wurde und nun ging es los, doch keine der Schwimmerinnen konnte aufholen. Die letzte Marburger Schwimmerin, Frl. Fiedler, schwamm mit der besten Siegener Schwimmerin: Bahn für Bahn lagen beide

Schickt« an Schütter, in den letzten TO Met« aing Frl. Fiedler vor und entschied auch dre- fe Rennen für Marburg. Es folgte die lOmaI-50-Meter-Crawlstaffel, die ebenfalls von Marburg gewonnen wurde. Die lümal« 50-Meter-BruststaffeI, die nun geschwommen wurde, mutzten die Marburg« md kleinem Vorsprung den Siegenern lassen. Für dieses Rennen fehlten dem MSÄ. einige seiner besten Brustschwimmer u .a. auch Dorfmuller, Mr dienstlich verhindert war. Das Wasser- MNspiel enMte 4:4 unentschieden. Der Klub- kämpf war Mimt mit 8:6 Punkten von Mar­burg gewonnen. Als Einlagen wurden ein hervorragendes Figurenlegen der Siegener Damen und Einzelschwimmen gezeigt.

Um 6.30 Uhr ging die Fahrt zurück nach Siegen in die Bürgersäle, wo die Marburger Mnn noch 2 Stunden mit ihren Siegen« Wasierfreunden verlebten. Es war zu früh, als um 9 Uhr jur Abfahrt gerufen wurde, ab« geschieden mutzte werden. Nach 2-stundi- aer Fahrt wurde Marburg wieder erreicht. Es war ein echt« MSV.-Tag, der den Mar­burg« Schwimmern noch lange in freuotg« Erinnerung bleiben wird. dl. S.

Tenntssport

In der Zeit vom 15. bis 17. Juli ver­anstaltet der Studentische Ausschuß für Leibesübungen der Philipps-Universität fein diesjähriges Universitätstennisturnier auf den ideal gelegenen sechs Plätzen am Sommerbad. Da die Beteiligung an dar Spielen, vor allem in der Herrenklasse recht beachtlich ist, sind auch in diesem Jahre wieder recht spannende Kämpfe zu erwarten. In der Gruppe A für Stu­denten dürfte in Herrn Tüschep wohl der diesjährige Universitätsmeister feststehen. Dagegen ist die Frage nach dem Zweiten der Gruppe schwer vorauszusehen, da so­wohl Herr Hillmer als auch Herr Hall- wachs über große Spieltechnik und Spiel­erfahrung verfugen. Wenn sich Herr Hallwachs von seiner Erkrankung ganz er­holt hat, ist er Herrn Hillmer bestimmt ebenbürtig. In den Damenspielen moch- ten wir von einer Voraussage absehen, da hier besttmmt mit einer Ueberraschung zu rechnen ist. Das Mixed dürfte eine sichere Beute von Frl. Scheidt/ Professor Mommsen fein.

Wir hoffen, daß uns der Wettergott auch an diesen drei Tagen keinen Streich spielen wird und sehen voll Verttauen dem Austrag der Spiele entgegen. Um jedem den Besuch der bestimmt interesian- ten Kämpfe zu ermöglichen, ist der Ein­trittspreis auf 30 Pfg. festgesetzt.

Str kkuMen SrEvorM in Los Angeles

Der Mutsche Athletik-Spottverban-d von 1891 e. 03., die erfolgreichste deutsche Sportgruppe, welche auf der Olympiade in Amsterdam, unter Berücksichtigung der ersten sechs Plätze, 51 Punkte errang, gegenüber den Leichtathleten mit nur 37 Punkten, ist auch in Los Angeles wieder mit seinen Besten vertreten. Diese Bettreter, unter Führung des OSerbandsvorsitzenden Aug. Kampmann, durch zahlreiche AuS- scheidungskämpfe auserwählt, haben zu zei­gen, daß der Deutsche Athletik-Spottver- band die letzten vier Jahre nicht unbenutzt hat vorüberziehen lassen, sondern durch fleißiges Heben noch dazu gelernt hat.

3m Ringen ist es zunächst der lang­jährige deuffche Meister und dreifache Europameister im Leichtgewicht,Sper­ling (Dortmund), dann der erfolgreiche Meister tat Weltergewicht Föl- deak (Hamburg) und Gehring (Ludwigs­hafen tat Schwergewicht, die beide schon einmal Europameister und oft deutsche Meister wurden. Dazu noch zwei jüngere Kräfte, Ehrl (München) und Brendel (Nürnberg), welche beide zu den Welt­besten zählen.

3m Gewichtheben sind wir durch den Sieger von 1928, Straßberger (Mün­chen), im Schwergewicht gut vertre­ten. Ferner kämpft tat Halbschwer­gewicht mit großen Aussichten ein junger Student, Jsmeier (München), der durch seine vielfache Weltbestleistungen schon Aufsehen erregt hat und 1931 Europameister wurde. Außerdem statten tat Federgewicht Wölpettt (München) und Schäfer (Stuttgart).

Wenn mehr Mittel zur Verfügung ständen, könnten in allen Klassen erfolg­reiche Kämpfer gestellt werden, die immer noch einen der ersten Wätze garantierten. Aber so müssen wir uns mit der kleinen Elstettuppe begnügen, welche sich in der Höhle des Löwen tapfer schlagen und die deutschen Farben erfolgreich _ vertreten wird. Wer sie in Amsterdam gesehen hat, dem ist vor Los Angeles nicht bange. Kraft Heil! L.

Verlag Dr. C. Hitzeroth.

Verantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. 33.: Lothar Schneider; für Kom­munalpolitik, Provinz und Lokales: Lothar Schneider in Marburg. Dr. Schellet beurlaubt/''