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ObecdeWchr 3etttmg, Marburg <t £., Donnerstag, bet 14. Jttli 1932

Stt. 153

Aus der Umgegend

Kreis Marburg

s. Welter, 10. Juli. Die Ortsgruppe Wetter des Zentraloerbandes Deutscher Kriegsbeschädigter und Hinterbliebener ver­anstaltete am Sonntag in der Dahnhofs- wirtschaft Iunt (Wetter) eine Kundgebung gegen die Notverordnung des Kabinetts von Papen. Der Vorsitzende der Ortsgruppe begrüßte die erschienenen Gäste, insbesondere den Vorsitzenden der Ortsgruppe Dreihausen, Kamerad Lorch. Dann hielt er einen Vor­trag über die Abhängigkeit der Rentenver­sorgung von dm wirtschaftspolitischen Zu- sammenhängm der Eegmwart. 3m An­schluß an diese wirtschaftspolitischen Eedan- kengänge wurde über die Auswirkungm der Notverordnung des Kabinetts von Papm gesprochen. Die Festlegung der Waisenren- ten auf das 15. Lebensjahr bedeute für die Beteiligten eine große Härte, ebmso die Kürzung der Leichtbeschädigtenrmtm um 20 Prozent. Zum Schluß wurde von der Ver­sammlung beschlossen, dm Vorsitzmdm der Ortsgruppe zum Bremer Derbandstag, auf dem der Zusammenschluß des Zentralverban­des mit dem Reichsoerband erfolgen soll, zu entsenden.

«rett Ätnbbofn

f. Schweinsberg, 12. Juli. Der Schreinermeister Ernst Hilbert feierte hmte seinen 70. Geburtstag. Dem weithin be- kanntm und allseitig geschätzten Manne brach- tm der Kriegerverein und der Gesangverein gemeinschaftlich ein Ständchen mit Fackelzug. Der Dirigent des Gesangvereins Lehrer Bal­zer feierte dm Jubilar als vorbildlichm Sänger und der Ehrenvorsitzmde des Krie­gervereins, Oberstlmtnant a. D. Freiherr Schenk zu Schweinsberg-Burg, ehrte ihn als guten Kameraden.

flttW Franlenderg

Da Etat da Stadt Frankmbag.

br. Frantenberg, 14. Just. Die Stadtverordnetenversammlungen über dm städtischen Etat für das Rechnungsjahr 1932« 1933 smd beendet wordm. Der Voranschlag der Einnahmen lautet auf 341 689 Mark, der Aysgabm auf 390 957 Mark, es verbleibt ein Defizit von 49 268 Mark. Die Steuern sind der wirtschaftlichen Not gemäß nicht er­höht wordm. Mehrbeträge aus dem Was­serwerk (13 768 Mark), Elektrizitätswerk (29 765 Mark), bett städtischm Viehweiden (4234 Mark) und Ward (2400 Mark). Die Ausgabe zur Tragung der Wohlfahrtslasim ist erhöht, der Etat für Bauverwattung ist gekürzt wordm. Zur Deckung der Zinsm der städtischm Schulden werdm 74448 Mark be­nötigt, da die Schuldmsumme immer noch 844 500 Mark beträgt.

Ileberfall durch Kommumften.

j. Löhlbach, 14. Juli. Die SA. ver­anstaltete am .vergangenm 'Sonntag einen Propagandamarsch nach hier und marschierte hierbei durch das benachbart« Grüsm, wo der Schluß des Zuges plötzlich durch Kommuniftm überfallen wurde. Nach dem Bericht von Augenzeugen sollen die Kommunisten in der dortigen Wirtschaft gesessm haben und stark angetrunken gewesm sein. Sie haben dm SA.-Sturm erst vorüberziehen lassen und ha-

bm sich alsdann auf den Schluß des Zuges geworfen. Mit Pflastersteinen, Mes­sern,Zaunlatteng in gendie Kom­muni st en gegen die ahnungslos daherziehende Nachhut des Pro­vagandamarsches vor. Es entspann sich «in Handgemenge wobei die SA. einen Schwerverletzten und 2 Lichtver­letzte hatte. Mit welcher Brutalität die Kommunistm vorgingen, beweist daß ein Kommunist mit einer Art bewaffnet sogar in dm Kampf eingreifen wollte. Da die An­führer und Rädelsführer bekannt sind, wer­dm sie sich in Kürze vor dem Gericht zu ver- antwortm haben und für längere Zeit hinter die schwedischm Gardinen wandern. Der Schwerverletzte mußte sich in die Klinik nach Marburg begebm.

Kreis Biedenkovf

Wlldschioemplag«.

0 Biedenkopf, 13. Juki. In der letzten Zeft nehmm die Wildschweine wie­der in einigen Gemarkungen des Hinterlandes erheblich zu. Insbesondere im Edergebiet fassm die Tiere bei dm reichen Waldungm Fuß. So wurdm in dm letztm Wochen bei Berghofen und bei Battmfeld an ben Aeckern beträchtlicher Schaden angerichtet, be­sonders habm die Kartoffelfelder erheblich gelitten. Dm schwarzen Gesellen müßte man mergisch zu Leibe rückm.

k. Dodenau, 14. Juli. Das Wehr an der Rösmühle, welches erst vor 5 Jahren mit einem Kostenaufwand von 6500 Mark erbaut wurde, ist schon wieder derart schad­haft gewordm, daß größere Repcrrcrturm unvermeidlich sind. Hierdurch mtstehm der Gemeinde erhebliche Kosten, da die mit dem Bau damals beauftragte Firma inzwischen in Konkurs geraten ist, also die sonst unmt- geltlkb zu erledigenden Reparaturen nicht ausführen kann. Wohl oder übel nruß die Gemeinde die Reparaturkostm übernehmm, wodurch der GemeindesäckÄ «ine wesentliche Erleichterung erfahrm wird.

Aus -em Edertal

f. Aus dem Edertal, 14. Juli. Nach drückender Schwüle entlud sich am Dienstag- nachmittag ein schweres Gewitter mit einem bald wolkenbruchartigen Regen. Die Sommer­frucht der Aecker in guter Lage hat sich in­folge der Schwere des Regens platt nieder­gelegt. Jedoch ist zu hoffen, daß bei ein­tretendem Sonnenschein dieser Schaden teil­weise wieder behoben wird.

Aus dem AlilkrelS

Hitler Ehrenbürger der brüten Dillkreis- gememde.

0 Dillenburg, 13. Juli. Die Ge­meinde Allmdorf hat dem Führer der NSDAP, das Ehrenbürgerrecht der Ge­meinde verliehm.

Hessen Nassau und Rachbarsebiete

Echlachthofstreik in Kassel beendet.

Kassel, 13. Juli. Nachdem die Mit­glieder des Kurhessischen Viehhändlerver­eins vorige Woche beschlossen hatten, den Montagviehmarkt in Kassel nicht zu be­schicken, fand am Montag nachmittag eine Versammlung des Dererns statt, in der Stellvertretender Obermeister Eduard Lauckner feststellte, daß der Vorstand des Vereins gar keinen Anlaß hatte, seine Mitglieder zu einer Boykottierung des Kasieler Schlachtviehmarktes zu bewegen. Der Boykottversuch sei übrigens gescheitert, denn am 11. Juli sei trotz des Beschlusses ordnungsmäßig gehandelt und auch notiert worden. Es sei unter diesen Umständen am zweckmäßigsten, wenn man die Streit­axt begrabe. Nach stundenlangen Ver­handlungen wurde schließlich beschlossen, den Bgykott restlos aufzuheben.

60. Geburtstag eines oberhessischen Tnrnerführers.

Gießen, 13. Juli. Der langjährige erste Vorsitzende des Gießener Männer­turnvereins und Vorsitzende des im Jahre 1925 in Gießen abgehaltenen großen Mit­telrheinischen Kreisturnfestes, Rektor Georg Kling, vollendet heute in bester körperlicher und geistiger Frische sein 60. Lebensjahr.

DerlagsbuchhSndler Otto Roth in Gießen gestorben.

Gießen, 13. Juli. Im Alter von fast 83 Jahren ist gestern der im Hessenland und weit darüber hinaus bekannte Ver­lagsbuchhändler Otto Roth. Senior der hiesigen Verlagsbuchhandlung Emil Roth, gestorben. Der Verstorbene hat sich beson­dere Verdienste um die Förderung zahl­reicher Wissenschaftler von Rang erwor­ben und war bahnbrechend auf dem Ge­biete des Schulbuchverlages tätig.

Dr. Scheller Bürgermeister von Butzbach.

Butzbach, 13. Juli. Die Stadtver­ordnetensitzung wählte am Dienstag gegen die Stimmen der Rechtsparteien den Bürgermeister von Franzburg (Pom­mern) Dr. Scheller, zum Bürgermeister von Butzbach. Dr. Scheller, der im 39. Lebensjahr steht, ist in Kassel gebürttg, polittsch steht er der Staatspartei nahe.

Notflughafen in Limburg.

L imburg, 13. Juli. In der Nacht zum Dienstag trat zum ersten Male auch der seiner Vollendung entgegengehende Limburger Notflughafen in Tätigkeit, allerdings nur in passiver Weise, da er nur beleuchtet war, um für den beginnenden Nachtflugverkehr zwischen Frankfurt und Köln als Wegweiser zu dienen. Man hat

für diesen Nachtverkehr auf dem Nau­heimer Kopf einen Scheinwerfer erttchtet, der eine Reichweite von etwa 60 Kilometer hat, dann folgt der Notlandeplatz Lim­burg mit seiner Beleuchtungsanlage und auf dem Westerwalde der Scheinwerfer in Meudt im Kreise Westerburg.

31 000 Mark Fehlbetrag in Bad Orb.

Bad Orb, 13. Juli. 2n der letzten Stadtoerordnetensitzung wurde Bericht er­stattet über die Jahresrechnung 1930/31, dit mit einer Einnahme von 894 943,87 Mark und einer Ausgabe von 1042 911,55 Mark abschließt, wobei Einnahmereste von 27 810,58 Mark verbleiben. Da aus den Jahren 1924 bis 1929 ein ungedeckter Fehl­betrag von 117 155,54 Mark mit in das Rechnungsjahr übernommen wurde, stellt sich der eigentliche Fehlbetrag nur auf 30 812,14 Mark.

Politische Ausschreitungen in Hanau.

Hanau, 13. Juli. Bedauerliche Aus­schreitungen haben sich heute in den Mit­tagsstunden zugetragen. Als ein Natio­nalsozialist aus dem Wohlfahrtsamt, wo er gestempelt hatte, heraustrat, wurde er von polittschen Gegnern angerempelt. Diese Reibereien setzten sich dann fort, bis es dann in der benachbarten Hammer­straße zu Ausschreitungen kam. Durch Messerstiche in Kopf und Rücken wurde der Nationalsozialist nicht unbedenklich verletzt: zwei andere Natio­nalsozialisten erhielten ebenfalls Ver­letzungen.

Geschäftliche Mitteilung.

):( Bad Tölz. Die Kurtare wird vom Fremdenpublikum gerne unfreundlich empfun­den, da die Gegenleistungen hierfür entweder nicht auf den ersten Blick m die Augen fallen oder als eine Selbstverständlichkeit hingenommen werden. In Tölz legt man nun besonderes Gewicht auf eine gut ge­pflegte Kurmusik. Der bisherige Tölzer Kur­kapellmeister Herbett Albert wurde ab 1. Juli als Musikdirektor nach Wiesbaden be­rufen, an seine Stelle trat Dr. Müller-Prem, ein gereifter Künstler von großem Format, der früher als Opernlefter an den städtischen Bühnen in Breslau, Stettin und Kaiserslau­tern mit starkem Erfolg ewirfte. lieber 2000 Kurgäste lauschen seit Anfang Mai beim Morgenkonzert in der immer wieder bestaun­ten Wandelhalle den Klängen der Musik und trinken begeistert dabei ihr Gläschen Adelheid- oder Römerguelle, von dem sie neue Lebensfreude und Schaffenskraft er­hoffen.

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56. Forsetzung.

Er faßte nach dem dritten Schreiben mit chinesischen Marken, und prüfend betrach­tete er den starken, gebauschten Umschlag.

Was war da dttn? Don wem kam bas?

Er erbrach den Umschlag und entnahm ihm einen Dries und ein kleines, ver­schnürtes Päckchen. Der Brief? Ja, der kam doch vom Kapitän Brahusen, dem Ka­pitän desKweipautu", mit dem er von Manila nach Schanghai gefahren war! Von Brahusen, der gemeinsam mit ihm den Untergang desDushintang" erlebt hatte!

Erregt flogen Jörgen Bollanders Augen über das Blatt.

Mein lieber Herr Bollander! Sie wer­den nicht wenig überrascht über mein heu­tiges Schreiben sein. Erst wußte ich gar keine Adresse von Ihnen. Aber ntit eben dem Fund, den ich Ihnen heute sende, hatte ich mich vorige Woche bei der hiesi­gen Polizei gemeldet, da ja das Mädchen vomDushintang" immer noch verschollen ist und mein Fund womöglich zu einer Spur führte. Man hüllte sich zunächst in große 'Zurückhaltung. Doch geftern wurde ich zu Dr. Kao-Tse, dem Polizeichef, be­stellt. Dieser Mann begrüßte mich sehr freundlich und händigte mir den abge­lieferten Fund wieder aus. Gleichzeitig gab er mir Ihre Adresse und forderte mich auf, Ihnen beide Dinge gu senden; Eie hätten wohl die richtige Verwendung da­für, denn Sie wären ja mm nahe daran, jenes Mädchen zu finden. Ich fragte den Polizeichef, ob denn das Mädchen wirklrch noch am Leben sei, und er bejahte dies. Wahrscheinlich hat er das Erstrmnen in meinen Augen gelesen, denn er fuhr sott: .»Sie bebt; aber jhe steht in Gefahr. Es

wird viel aus Mr. BoflanderS Handlungs­weise ankommen, wie sich das weitere Schicksal des Mädchens gestaltet." Ich nehme an, daß Dr. Kav-Dse nur die Wahrheft gesagt hat und daß Sie wirk­lich hinter Äle (Geheimnisse gekommen sind, die mit der Berschleppung dieses Mäd- chens zusammenhängen. Mur ist es mir Unerklärlich, wie das Mädchen bis nach Birma kam. And nun hören Sie! Als wir letztmals aus Manila abfahren woll­ten, fehlte Kiru-Iosai. Sobald wir auf See waren, sah ich mir einmal Kiru-Josais Hinterlassenschaft genauer an. Es fand sich nicht diel, etwas schlechte Wäsche, werflofer Kram. And mitten Mischen der Wäsche ziehe ich etwas hervor, in Papier eingewickett. Ich hielt ein kleines Ding in der Hand. Als ich das Papier löste, ist es ein Ring, ein goldener Ring. Mein erster Gedanke: den hat Kiru-Iofai irgendwo ge­stohlen! Wie ich den Mng dann so in der Hcmd herumdrehte, fielen meine Augen auf eine Gravierung innen, und ich lese klar und deutlich: Ingeborg Bergner. Der Bursche besah also einen Ring der Ver­schollenen! Wie er zu diesem Wertstück kam, ist rätselhaft. Ich wollte den Mng schon wieder in das Papier wickeln, da sche ich, daß es ein Fetzen von einem B-üef ist. Ich lese die paar Worte, die da fielen, und eS wird mir klar, dah dies bißchen Papier gar nicht so ohne Bedeutung ist, daß es vielrnchr vomDushintang" Kunde gibt, höchst wcchrscheiMch wenigstens. Eie erhalten beides anbei, und ich bin schauder­haft gespannt, was Sie mir antworten toerben. Wenn mein Fund eine Bedeutung hätte, sollte es mich freuen.

Ihr 3. Brahusen.'

Jörgen (Hollander hiev das Keine Päck­chen in den Händen und löste den Faden. Gr entnahm der Hülle den Mng und bas Stück beschriebenen Papiers.

Der Ring! Ingeb orgs Ring, den sie trug, in dsn chr Rome steht! And bas

Er las die wenigen Worte, die zwei­zeilig übereinander standen:

. . . müschiffs rammen!

... wird Sheiton auch erhalten."

Das war alles, was auf dem zerknitter­ten Papier stand. And doch, war es nicht viel, unerhött viel? Mftschiffs rammen. Das war der Befehl, der ein Verbrechen vorbereitete! Kiru-Iosai hatte den Auf­trag erhalten, ein Schreiben, in dem klar Und deutlich davon die Rede war, ein Schiff zu versenken. Welches Schiff? Den Dushintang"? Wer hatte den Brief ge- schtteben? Wer ordnete die Versenkung des Schisses an und sprach gleichzeitig von Shefton? Da ward Sheltvn in einem Atem mit diesem geplanten Verbrechen genannt. Was sollte er erhalten? 3a, /bann mußte Sheltvn doch den kennen, der diesen Bries geschtteben hatte! Mußte er da nicht auch int die Versenkung des fraglichen Schiffes wissen? DenDushin- ixrng"? And wußte Sheltou darum, was war ihm von 3ngdrarg bekannt?

Es trieb Jörgen Dollander, Mn Hause Sheltvn zu eilen, dem Mann, der Gewalt besaß über Lilfth, all die Fingen vorzu­legen, die ihn beschäftigten.

Frau Mich kam ihm entgegen, aufgeregt und ängstlich, wie er sogleich bemerkte.

»Das ist schön, daß Sie kommen, Herr Bollander! Ich dachte vorhin eben an Sie."

Als Sato-Khin die Tür geschlossen hatte und sie allein waren, tooHte Jörgen Dol­lander sie an sich ziehen. Doch sie flüsterte:

Dofficht!"

Sie lleh sich in einen der Sessel Nieder Und bat:

Kommen Sie, setzen Sie sich zu mir Und erzählen Sie."

And hasttg flüsterte sie:Sato-Khin beobachtet mich."

QBas ist mit dem Diener? Hat Shel- ton ihm anbefohlen, dich zu beobachten, uns beide, wenn ich hier im Hause welle?"

mag sein. Er spricht neuerdings so mißtrauisch von dir. Jörgen, wenn er dir ein Leid antäte!"

Aber Lilith, du sollst doch Mut haben und tapfer bleiben!"

Ich weiß mcht, ob ich das vermag. 3a, wenn du alles sagen würdest, was iw denkst. Aber du willst ja nicht."

darf noch nicht sein, ßiliäj.

Was hast du unternommen? Soll es wirklich geschehen, daß ich frei werde?"

Es soll! Aber ich bitte dich, auszu- harren. And laß Sheltvn nicht metten, wie sehr du dich nach Freiheit sehnst!"

Freiheit. Danach sehne ich mich ja gar nicht. Ich sehne mich ja nach Geborgen­sein an deiner Seite.

Ja, sehne dich. Mich! Der Tag wird kommen, der uns beiden das Glück bringt."

Glück! Mft ja mir ist es Glück. Aber dir, Jörgen, wie kann ich dir das Glück bringen? Ich fasse es nicht, daß du mich llebst. Du weiht ja so wenig von mir, du kennst meine Vergangenheft nicht."

Ich will dich, und ich will die Gegen­watt und Zukunft an deiner Seite. Mich, Und die Vergangenheit, vielleicht kenne ich auch die."

Du? Sage mir alles, ich bitte dich!"

Du darfst noch nicht alles wissen, was ich weiß, was ich nwtmaße. Aber bald."

Hastig trat sie nun von ihm zurück.

Sie hörten draußen Sheltons Stimme. Und gleich darauf stand er vor Jörgen Bollander.

Ah, wieder einmal Gast bei uns, Mr. Bollernder! Du wirst darüber nicht böse sein. Müh, was? Du verstehst dich ja so gut mft Mr. Bvllander."

Sie fühlten beide das Lauernde in Shel­tons Att. Lilith gestand:

Ich freue mich über jeden Besucher, der mir ein. wenig Zett opfert."

Sheltvn lachte.

So so! Dann also auch über Goomar Parubram, wenn er bei dir weilt!"

(Surtfeb-ng folgt?