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S»eteeim»e settewe. Martan« e. 8- Mittwoch, beit 13. 3BR 193b

Nr. 162

Aus -er Amsegen-

Aus -er Stu-entenfchaft

Kammerwahlen der A.M.St.

Gestern fanden an der hiesigen Univer­sität in der Zeit von 918 Uhr die Wah­len zur Kammer der Allgemei-, ncn Marburger Studenten­schaft (A. M. St.) statt. Nach der Ent­ziehung der staatlichen Anerkennung der preußischen Studentenschaften und der Gründung der hiesigen A. M. St. ist dies die zweite allgemeine direkte Wahl. Als Vergleichszahlen geben wir in Klammern die Ergebnisse im Vorjahre. , Wahlberech­tigt waren 3835 (4270) Studierende. Ins­gesamt wurden 2404 (3075) Stimmen ab­gegeben (davon ungültig 20 (32) Stim­men), was einer Wahlbeteiligung von 63 (72) Prozent entspricht. Im einzelnen hatte die Wahl folgendes Ergebnis: Liste 1 Nationalsozialistischer Deutscher Studenten­bund 1511 (1527) Stimmen 24 (21) Sitze: Liste 2 Ring Deutscher Studentinnen 112 (73) Stimmen 2 (1) Sitze: Liste 3 Natio­naler Block 560 (776) Stimmen 9 (11) Sitze: Liste 4 Ueberparteiliche Arbeitsge­meinschaft Katholischer Korporations- und Freistudenien 201 (239) Stimmen 3 (3) Sitze.

Zu Errichtung eines Lehrstuhles für Arbeitsdienst.

Die Allgemein« Marburger Stu - dentenschaft nahm in der vorgestrigen Kammersitzung folgenden Antrag an:

Die Allgemeine Marburger Studenten­schaft bittet Rektor und Senat der Phi- lippsuniversität. beim preußischen Mini­sterium für Wissenschaft, Kunst und Volks­bildung die Einrichtung einer P r o - t e'i F u t für Arbeitsbeschaffung, Arbeitsdienst und Siedlung zu erwirken." '

In dem harten Gegenwartsringen des deut­schen Volkes und vor allem der deutschen Ju­gend ist die unmittelbarste und dringlichste Aufgabe die Besinnung auf die Möglichkeit neuen Lebensraumes mit Hilfe von Ärbeits- deschaffung, Arbeitsdienst, Siedlung und Ko­lonisation. Diese Ziele, zuerst von der natio­nalen Jimend in ihrem praktischen und ethischen Gehalt ganz erfaßt, sind sett Mo­naten nun auch Bestandteile offizieller Re­gierungsprogramme. Allgemein herrscht die Einsicht, daß die derzeitige und wohl noch lang anhaltende Abriegelung äußerer Märkte und Beziehungen ein« gerechtere und ausge­glichene Verteilung und möglichste Ausdeh­nung der Binnenwittschast, eine Rückwande­rung vom deutschen Westen zum Osten, von der Industrie und den Großstädten zur Landwirt­schaft und dem Dorf, eine möglichste Ernäh­rung von der eignen Scholle uno eine Wieder­eingliederung des Arbeiters in den Arbeits­prozeß unabweisbar nötig machen Das be­deutet nicht weniger als eine völlige ökono­

mische und soziale Neugliederung und Reu- vereinrguna der Kräfte im nationalen Ganzen. Der ethischen und materiellen Ein­gliederung in dies Ganze soll auf der jugend­lichen Altersstufe vor allem der Arbeitsdienst gelten, der damit zugleich einen Ersatz für den erzieherischen Charakter der früheren all­gemeinen Wehrpflicht bieten, der Kräftigung der Jugend, vor allem aber auch der Ueber- brückung der unheilvollen Gegensätze zwischen allen Klaffen und Schichten dienen rann. Was im 19. Jahrhundert auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet das Reformprogramm des Freiherrn vom Stein, auf geistigem Gebiet der Idealismus Fichtes für den Wiederauf­stieg der deutschen Ration geleistet haben, daß muß heute auf neue Weise und aus neuen Kräften herausströmen.

Für die Universität Marburg im über- tmegenb landwirtschaftlichen hessischen Kern­gebiet Deutschlands ist in der Erfassung und Verwirklichung dieser Gedanken eine einzig­artige Gelegenheit gegeben. Der für Mar­burgs Wirtschaftswissenschaft empfindliche Mangel benachbarter Großindustrie könnte ausgeglichen werden, wenn im Zusammen­wirken mit der landwirtschaftlichen Praxis und den Behörden für Siedlung und Arbeits­dienst hier die gewünschte Lehr- und For­schungsstätte eingerichtet und damit zugleich die Grundlage für eine neue Art produktiver Sozialpolitik im nationalwirtschaftlichen Sinn hergestellt würde. Geschieht dies in Ver- bmdmrg mit theoretischer und realistischer Behandlung der gegenwärtigen Wirtschafts- Probleme, so wird damit das lebendige Jn- tereffe der akademischen Jugend auf neue Weise nach Marburg gelenkt. Es ist daher im Interesse der Stadt und Universität Mar­burg zu hoffen, daß das preußische Staats­ministerium dem an ihn herangetragenen Wunsch Gehör schenkt.

* Handwerkskammer Kassel. Der Vorstand der Handwerkskammer zu Kaffel wählte in feiner Sitzung am 5. ds. Mts. zum stellv. Vorsitzenden der Hand­werkskammer Herrn Malermeister Fritz Fuchs in Fulda.

* Sommerurlaubskarten, Un­terbrechung der Hinfahrt am Tage der Reichstagswahl. Nach den Tarifbestimmungen ist bei Benutzung von Sommerurlaubskarten eine Unter­brechung der Hinfahrt nicht gestattet. Um solchen Reisenden, die sich am Tage der Reichstagswahl auf der Hinfahrt befinden, die Ausübung ihres Wahlrechts zu erleich­tern, wird ausnahmsweise zugelaffen, daß sie am 31. Juli d. 3. gegen Borzeigen des Wahlscheins an der Sperre die Fahrt unter­brechen können. Die Fahrt muß aber am gleichen Tage fortgesetzt werden.

ÄtefS Marvurg

Seidelbeerernte.

s. Aus dem Nordkreise Mar­burg, 12. Juki. Wer gegenwärtig durch den Burgwald wandett, wundert sich über die große Menschenmenge, die Tag für Tag vom frühen Morgen bis zum späten Abend mit dem Sammeln der Heidelbeeren beschäftigt ist. Alt und jung eilt in diesen Tagen in den Wald, um die kostbaren Früchte zu sam­meln. Sogar aus den Nachbarkreisen sttö- men die Menschen herbei und halten sich einige Tage hier aus. In den Orten Münch­hausen, Simtshausen und Mellnau sind Kleinverkaufsstellen eingerichtet, die die Bee­ren an Händler oder dttett in die Großstädte verkaufen. Gegenwärtig werden von bett Aufkäufern 13 bis 15 Pf. für das Pfund geboten.

Kreis fflnbhofn

- Neustadt, 12. Juli. Bei dem Kö­nigsschießen des Schieß- und Spottvereins Horrido" errang bei 5 Schuß aufgelegt mit 55 Ringen die Würde des Schützen­königs Kaufmann Adam Scherg. Eine Eh­renscheibe erzielte Landwitt Heinrich Otto.

«reis Srankenverg

Rosenthal, 11. Juli. Bei herrlichem Festwetter feierte man hier am letzten Sonn­tag das 9. Bundessängerfest des Wohratal^- sängerbundes. Am Sonnabendabend wurde das Fest eingeleftet durch einen Kommers auf dem Festplatz, bei dem der hiesige Musik­verein konzettiette. Sonntag um 1 Uhr grup­pierte sich ein prächtiger Festzug, in dem 18 Bundesvereine und eine große Anzahl Gast­vereine vertreten waren. Boran schritt die Rosenthaler Schuljugend, mitführend das Wahrzeichen der Stadt Rosenthal: das Rad mft bett Rosen. Auf betn Festplatz ange­langt, trug bei gastgebende VereinEin­tracht" Romenthal bas BegrüßungsliebGott grüße bich" vor. Es folgten bann bie Be­grüßungsansprachen fettens bes Vorsitzenden des GesangvereinsEintracht", Stellmacher- meister I. Krauskopf, tntb bes Vorsitzenden des Wohratalsängerbunbes. Eastwitt Staffel« Halsbott, welcher bent GesangvereinEin­tracht" zu fernem 20jährigen Bestehen bie Glückwünsche bes Bundes überbrachte. Nach einem von Fräulein K. Krauskopf gesproche­nen Vorspruch folgte bann unter ber Stab­führung von Th. Meyer-Frankenberg bas Bundeslieb:Wenn sich ber Geist auf An­dachtsschwingen zum Himmel hebt." Anschlie­ßend brachten bann bie Bunbes- und East- Dereme ihre Lieder zu Gehör und bet flotter Tanzmusik, ausgefühtt von der Kapelle Merle-Rauschenberg, nahm das Fest Jemen Fortgang. Für bas leibliche Wohl sorgte ber Festwitt, Eastwitt Happel von hier.

Kreis Ziegenhain

- Seiaertshaufen, 12. Juki. Beim Baben tu bem Feuerteich bes Dor­fes ettrank ber 11 Jahre alte Schüler Hein­rich Schäfer.

Kreis Siedtnkovs

Gladenbach, 12. Juli. Am vergW- gen en Sonnabend gab man Christian Jrle bas letzte Geleite. Die große Betelltgung, bie Kranzniederlegungen am Grabe legten beredtes Zeugnis ab von ber allseitig en Teilnahme, welche man ber schwer geprüften Familie entgegenbrachte, aber auch von ber großen Sympathie, welche ber Verstorbene m allen Kreisen der Bevölkerung genoß. Christian Jrle war wohl eine ber bekanntesten Persönlichkeiten im Kreise, ja wett über bte Grenzen hinaus. Vor Jahren übernahm er bas durch die früheren Postverhältmsse fast historisch gewordene Gasthaus zur Post und §iuf daraus mit seiner ebenfalls m reicher achkemrtnis erfahrenen Lebensgefährtin mit eisernem Fleiß dasHotel zur Post", dessen Name sich wett und breit etnes guten Na- mens erfreut. Wie Mutter Jrles Kochszepter viele Reisende zu schätzen wissen, war Christian Jrle der Witt, zu dem sie alte gern kamen, seien es der einfache Mann aus dem Volke oder der Bauersmann, bie gerne mft ihm ihre Anliegen unb Sorgen besprachen ober seien es Vettrtter von Behörben ober Ver­bänden ober Sommerausflügler, welche rm Hause Jrle bie freundliche Aufnahme und kulante Bedienung des Hotelbesitzers zu schät­zen wußten. Was Christian Jrle stark aus» zeichnete, war feine große Herzensgüte, gepaart mit einem feinen Humor, der sehr oft den notwendigen Ausgleich schäften konnte, wenn einmal die Geister zu sehr aufemanderptatzten. Dabei war er ein guter Deutscher, frei von verbohrter Patteifanatik, aber er scheute sich auch da nicht seine Ueberzeugung zum Aus­druck zu bringen, wo andere geschwiegen hät­ten. Aus dem Kriege hettngekehtt, arbeitete er unverdrossen als Schwerarbeiter ttn Schie­ferbergwerk oder auf der Eisenhütte. Seinen wenigen Erholungsurlaub verbrachte er auch helfend bei fernem Bruder auf dem eiter» Wen Hof, wenn es galt, die Ernte heimzu- brtngen. So sehen wir Christian, Jrle als einen Menschen, von dem viel Liebe aus­strahlte, die uns ihn wiederum als so wett­voll erscheinen läßt. Seine treuforgenbe Liebe roanbte er auch in vollendetem Maße seiner Familie zu. Vor zwei Jahren konnte er noch im Familienkreise mit seiner treuen Lebensgefährtin die silberne Hochzett feiern. Leider sollte bas Glück nur von kurzer Dauer sein. Alle Kunst ber Aerzte vermochte nicht bie Krankheit zu besiegen. Doch fern Geist bleibt im Hause lebendig wetter mittend.

Brieflasten der Schriftleitung.

Ein Arbettsloser. Em Arbeitsloser braucht keine Bürgersteuer zu bezahlen. Ist er aber an den Stichtagen beschäftigt, so muß er den entsprechenden Anteil bezahlen. Rück­erstattung findet nicht statt. Bei landwirt­schaftlichen Arbeitern kommt es darauf an, ob sie Eigenbesitz haben. Wenn ja, bann ist Bürgersteuer zu zahlen.

Marburger Kliniker besuchen Lab Seybausen und Nab Wrmont

Trotz aller finanzieller Schwierigkeiten ist es dem Marburger Klinikerver­band durch die Bemühungen von Herrn Pro- feffor Dr. Klewitz, dem sich liebenswür- vigerweise bei dem Ausflug Herr Professor Dr. Baur angeschlossen hatte, im Sommer- Semester 1932 möglich gewesen, eine wissen­schaftliche Exkursion, diesmal in Form einer eingehenden Besichtigung der Bäder Oeynhausen und Pyrmont durchzu- lühren.

Wird dych gerade der ältere Kliniker und der angehende praktische Arzt durch eigene Anschauung ganz anders in die Praxis ber Vädertherapi« eingeführt als nur durch die einfache Theorie. Und dieses, glaube ich, haben wir 60 Kliniker, die wir fast alle vor dem Abschluß des Studiums stehen, bei der Besichtigung der Bäder nicht nur erlebt, son­dern es auch für unseren Beruf als Wiffens- schatz erworben.

Mit Autobussen wurde bie immerhin air­sehnliche Strecke bei schönstem Wetter, und wie das ja immer bei solchen gemeinsamen Fahrten rst, in glänzendster Stimmung zu- rückgeleat. Trotz eines Motordefektes bei einem -«jagen, ber die Insassen für zwei Stunden in Fritzlar aufhielt, während die erste Gruppe schon vor fuhr, um noch die Besich­tigung Paderborns mitzunehmen, trafen wir alle kurz hintereinander gegen 3 Uhr in Bad Oeynhausen ein.

Bad Oeynhausen, unfern bet Porta West­falica und an den zwei Fern-V-Zugslinien BerlinKöln und DresdenAmsterdam ge­

legen, zeigte uns auf den ersten Blick, daß wir uns hier in einem jeden Ansprüchen ge­nügenden einzigartigen deutschen Heilbad befinden.

Oeynhausen, bie Stadt ohne Stufen. Was heißt das? An Häusern und Sttaßen sind die Stufen durch Rampen ersetzt, um den Kranken überall bequemen Zugang zu bieten.

Und so kommen wir damtt zum zweiten Charatteristikum des Bades, dem Rollstuhl als Heilmittel oder das Bett auf Rädern. Alle Dergnügungseinrichtungen, sei es im Theater, im Kino oder im Kurhaus, find auf die Annehmlichkeiten der Kranken eingestellt. Seber noch so schwer Kranke, in der Haupt­sache also Kranke mit Lähmungen oder Ge­lenkserkrankungen, kann in seinem Stuhl an besonders dafür angegebenen Plätzen voll und ganz das Badeleben mit seinen Unterhaltun­gen genießen. Und gerade dieses Wtedermit- leben in der Gesellschaft wirft sich als wich­tigster Heilfaktor bei der ganzen Behand­lung aus. ,

Seinen Ruf und sein Aufblühen verdantt Bad Oeynhausen vor allem feinen kohle- säurereichen Thermalsolquellen, Die zur Hei­lung der verschiedensten Leiden ihre Indika­tion geben. Uns allen wohl am bekanntesten ist der 1926 erbohrte Jordansprudel, die ge­waltigste Thermalsolquelle der Erde, Die unter natürlichem Druck 42 Meter hoch steigt und täglich über 10 Millionen Liter kohlen- säureretche Thermalfole ausschüttet.

Gehen wir nun durch den von dem be­rühmten Gartenkünstler Lenne erschaffenen wundervollen Kurpark in das Kurhaus so empfinden wir, daß di« psychologische Auf­gabe eines Kurhausbaues int Rahmen der 1

Heiffaktoren hier in vorbildlicher Weise ge­löst ist.

Die gastliche Aufnahme durch die Kurver­waltung unb bte Aerztefchaft Oeynhausens, die wissenschaftlichen Vorttäge und bte Füh­rung, die mit einem Essen unb einem äußerst gemütlichen Beisammensein mit den Vertre­tern bet Kurverwaltung und der Aerzteschaft einen reizenden Abschluß fanden, haben in unserer Erinnerung ein unauslöschliches JBilb hinterlassen und uns zu dankbaren Gasten verpflichtet.

Der zweite Tag unserer Reise galt der Be­sichtigung von Bad Pyrmont.

Alle Alltagssorgen find verflogen unb bei herrlichstem Sonnenschein verlassen wir Oeynhausens gastliche Mauern am nächsten Morgen. Roch vor Mittag erreichen wir Bad Pyrmont. Im Kurhaus ist schon reges Le­ben. Musiker des Philharmonischen Orchesters von Dresden geben das Mittagskonzett. Wir werden schon erwartet; die Zett ist kurz und wir haben viel zu sehen. Ein Vorttag übet die Heilfaktoren des Bades macht uns kurz mit allem bekannt, was wir ball» darauf in Praxis kennen lernen. In entgegenkom­mendster Weise werden unsere vielen Fragen beantwortet. 2n erster Ltnie wurden wir von Grund auf mit der Mootbadb^andlung vertraut gemacht. Dann sehen wir die kohlen, säurehaltigen Stahlbäder unb probieren die verschiedenen Sjeiltrintaäfjer. Wir kommen in den Kurpark, einem Park, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus wegen seiner einzigartigen Schönheit bekannt ist. Die alte Tradttion Pyrmonts ist hier bis in die heutige Zeit hinein fühlbar. Friedrich der Große, Klopstock, Lessing und Goethe, die

Königin Luise, Blücher und viele andere Auserwählte wandelten hier einstmals und fanden Erholung. Die steif geschnittenen Alteen Pyrmonts und die Wipfel der alten Pyramideneichen geben der Stadt ihr Ge­präge. An den Tennisplätzen vorbei kommen wir nun in das Kurhaus, bas mitten im Park gelegen ist. In seinen hocheleganten Räumen atmen Lebensbejahung unb Losge­löstsein vom Alltäglichen. Das gesellschaft­liche Leben, bas sich hier abspielt, bietet Kran­ken und Gesunden viele llnterhaltungsmog- lichkeiten ernster und leichter Art. Wir gehen nochmals über die sogenannte ,,Laster-Allee, wo schon seit Alters her der Platz der kritt- fierenden Masse ist, die hier den Bummel des Badelebens an sich vorüberziehen läßt, unb finden uns dann tn einem kühlen kleineren Saal bes Kurhauses ein, wo uns ein köstlich gedeckter Tisch zum Essen unb Trinken ein­ladet.

Die gastliche Aufnahme und Einfichtnahme in Pyrmonts Badeleben hat uns alle be­geistert. Das Gefühl der Dankbarkeit spricht aus allen Tischreden. Der Nachmittag verlief beim Tanztee, beim Konzert oder auch auf ber Läster-Allee nur allzu schnell. Leise mahnt die Pflicht bes Alltags. Nach herz­lichem Abschied verlassen wir gegen Abend das Bad. In unseren Autos geht es nun durch das wundervolle unb durch seinen eigen­artigen Reiz bekannte Weser-Berglanb rote» ber der alma mater philippina in Mar- bürg zu.

In Hofgeismar ist nochmal eine Rast nötig. Ein kurzer Imbiß unb ein Gläschen Bier ver­einigt uns alle in herzlicher Fröhlichkeit, unb bie letzte Strecke bis Marburg geht nur all. zuschnell zu Lude. G, Et.

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