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scr. roz
(Nachdruck nerboten.)
Anschluß nach Alteichen!
Roman von Anny von PanhnhS.
1.
Wie zwei Kampfhähne standen stch die Derlobten gegenüber. BetthS Mutter versuchte vergebens, zwischen ihnen Frieden tu stiften.
Die Stimme der blonden Betty, denen Besicht sehr niedlich, aber etwas zu pausbäckig war, schlug vor Erregung über.
.ES gibt einfach gar keine Worte für den Blödsinn, den du vochast, Achim. Wenn unsere Bekannten eS hören würden, erklärten sie dich für verrückt, und dein Ehef würde dir ordentlich das Gehalt beschneiden. Und das verdientest du auch." Ihre Stimme nahm jetzt einen absch«l- lirfren Zeterton an. „Hat man je so etwas gehört: Ein Mann, der heiraten will und jeden Pfennig dafür sparen müßte, beabsichtigt, seine Urlaubswochen in einem teuren Waldsanatorium zu verbringen. In so einem, in dem sich Vie reichen Leute ausruhen, die ständig das Scheckbuch in der Tasche tragen. Quartiere dich in einer Dorfwirtichaft ein, aber nicht da, wo Leute wie du mcht hingehören. Erholung gönne ich dir, aber es ärgert mich, daß du dein Mark für Mark zurück- gelegtes Geld zum Fenster hinauswerfen willst."
Er lachte kurz auf.
„Es hat ja eigentlich gar keinen Zweck, dir immer wieder dasselbe zu erklären. Du willst mich nicht verstehen." Gr machte eine ungeduldige Bewegung. „Du bist zu kleinlich, Betth, und gibft dir gar keine -Mühe, mich zu verstehen." Er wandte sich an Bettys Mutter. „Liebe Frau Förster, zeigen Sie wenigstens etwas Der- ständnis für meinen Wunsch. GS ist doch wahrhaftig nichts Schlimmes, wenn ich die lumpigen zwei Wochen Urlaub, die ich nach drei urlaubslosen Jahren diesen Herbst bekommen habe, in einer Umgebung verbringen möchte, in der ich wirk-
Sch etwas davon habe. Meinetwegen soll eS eben ein paar Mark mehr kosten als unbedingt nötig.“
'Betth wartete die Meinungsäußerung ihrer Mutter nicht erst ab, mit beiden Händen fichr sie in der Luft hemm.
„Natürlich," höhnte sie, „auf ein paar Mark kommt es dem gnädigen Herrn gar nicht an, die Hauptsache ift, er möchte mal ordentlich auftrumpfen zwischen allerlei Herrschaften, für die unsereins gar nicht existiert. Du bist und bleibst aber doch nur Ingenieur bei Menke & Co., elektrische Kaffeemühlen und Fleischhackmaschinen, und du wirst nicht mehr, wenn du vierzehn Tage lang mit reichen Leuten zusammen an einem Tisch ißt. Für das Geld, das du dadurch unnütz wegwirfft, könnten wir uns schon den Lister kaufen für unsere Wohnstube, der mir so gut gefällt."
Mote Flecken brannten auf ihren Wangen.
Er seufzte laut, ehe er sagte: „Ich bestehe auf meinem Wunsch, und wenn du mir nicht ^gönnst, worauf ich mich schon das ganze Jahr über freute, dann kann es mit deiner Liebe nicht gar so weit her sein."
Gr sah sie an und fand plötzlich, ihr Gesicht war zu voll, ihre Augen standen zu wett vor, ihre Nase war zu klein Und ihr Hals zu kurz. Niemals vordem war Hm etwas von alledem ausgefallen. Er sah die hübsche Betth mit einem Male ganz nüchtern und sachlich. Als ginge sie Hn gar nichts an, als wäre er ein völlig Fremder. Wie weggeblasen war in diesem Moment alles, was sie mit ihm verband. Die Küsse, Die LiebeSschwüre und das gemeinsame Hinarbeiten auf die gemeinsame Zukunft. Immer hatte er sich auf die Cßereinigung mit Betth Förster gefreut, jetzt empfand er, als er daran dachte, ein Gefühl von leichtem Widerwillen.
Sie zupfte, nervös werdend Unter seinem Blick, an dem Lockenbüschel über den Ohren. Sie trug das Haar im Nacken eingerollt. Sie mochte kurzes Haar nicht leiden, behauptete, es wäre unweiblich, weil ihre Mutter es behauptete.
Frau Förster, deren Züge in ständiger Unfreundlichkeit erstarrt waren, mischte sich, «he Betty weiterreden konnte, ein.
„Ihr solltet euch nicht streiten, ihr habt keinen Grund dazu. GS ist doch itttr em Dreck, mit Respekt zu sagen, um Öen ihr euch zankt." Sie verzog den Mund ein wenig schief, was ein Lächeln bedeutete, wie Joachim Rademacher wußte, der Frau Förster nun schon seit drei Jahren kannte. „Sehen Sie, Joachim, meine Meinung ist, Betth sollte nicht gleich so rabiat sein. Sie aber müßten sich auch mcht auf die Dumm- beit, die Sie vorhaben, versteifen." Eie schüttelte den Kopf, um den das dünne ergraute Haar wie ein enges fleckiges Dach lag. „Sie haben Ihre gute StSvung, und heutzutage kann jeder froh sein, der so im guten Brot sitzt wie Sie, aber Sie fm immer unzufrieden. Wenn Sie die vierzehn Tage Urlaub hierbleiben, ordentlich hier spazierengehen, Sonntags mit uns einen Ausflug machen, erholen Sie sich genau so gut, und der Spaß ist billiger. Sie fönten sich die Idee aus dem Kopf schlagen, seien Sie vernünftig."
Das unangenehme heisere Organ feiner künftigen Schwiegermutter erregte Joachim Rademacher noch mehr als vorhin die zornige Stimme Bettys.
Gr machte eine Handbewegung 9er Ungeduld.
„Herrgott, ich möchte einmal, nur für lumpige vierzehn Tage, vergessen, daß es auf der Welt eine Firma Menke & Co. gibt, und mir einbilden, ich wäre einer von den Glückseligen, die in einem großen Betrieb von Weltruf Förderarllagen entwerfen und bauen dürfen." Seine Augen leuchteten. „Eine Drahtseilbahn möchte ich bauen hinauf zum Mars meinetwegen. Höhe will ich haben, Ausblick von oben über zurückgelegte weite Strecken von Arbeit."
Gr trat auf Betth zu. „Mädel, nicht wahr, du begreifst mich jetzt?"
Bettys rosige Wangen waren fast gelblich vor Schreck. Ihre Augen suchten den
Schach
Geleitet rom Marburger Schachklub
Nr. 31 (13. Juli) von J. Kohtz und C. Kockelkorn (Münchener Neuste Nachrichten 1901.)
a bcdetgh
abcdefgh
8
W
6
5
3
2
Weiss zieht und setzt mit dem dritten Zuge matt.
Weiß: Kb& Ta2, Ld5, Sd3, Bb4=5.
Schwarz: Kbß=l.
Partie aus der Siegergruppe des Emser Auf- stiegturniers. Gespielt in der 4. Runde am 1. April 1932. ,
(Anmerkungen von A. Brinckmann)
Bremer Partie
Weiß: Schwarz:
Blechschmidt (Plauen) Hussong (Ludwigsh.) •
1. c2-c4 8g8—fß
2. g2—g3 e7—eß
3. Lfl—g2 d7—d5
4. Sgl—f3 d5-d4
Damit wird vorzeitig eine zentrale Erstarrung der Bauernkräfte angestrebt, die wir nicht empfehlen möchten. 4. . . ., c7—cd gewährleistet dem Schwarzen ein volles, spannungsreiches Spiel.
5. 0—0 c7—c5
6. d2—d3 Sb8—cß
7. e2—e4 Lf8-dß
8- Ddl—e2 Dd8—c7
Geplänkel um den Punkt eß.
9. Sbl-a3 a7—aß
10. Lei—g5 Sf6—d7
11. Tal—el 0-0
12. Lgö—d2 TaB—b8
13. Sf3—h4 Ldß-e7
14. f2—f4 ....
Die Partie hat bereits scharfe Konturen an
genommen: Weiß spielt rücksichtslos auf Königsangriff, während Schwarz, um überhaupt zu einer Aktion zu kommen, mit b7— bö auf den Damenflügel vorgehen muß. Man siebt schon jetzt, daß sich der weiße Angriff wegen der Entspannung in der Mitte umso leichter abwickeln wird.
14.....
Le7Xh4
15. g3Xh4
eß—e5
lß. 14—tb
f7—fß
17. h4—h5
Tf8—f7
18. Tfl—13
b7-bö
19. Tf3-g3
b5Xc4
20. Sa3Xc4
Sd7—bß
21. Sc4Xbß
TbSXbß
22. b2—b3
aß—a5
23. Tel—cl
Dc7—e7
24. Lg2-fl
Lc8-a6
Von Interesse ist in dieser Partie das Verdi gungsproblem, das dem Schwarzen gestellt ist. Wenn sein Vorgehen auf dem Damenflü- gel erfolgreich sein soll, so setzt das eine gewisse Klärung auf der anderen Seite voraus. Wir hätten daher Kh8 gezogen, um die Möglichkeit zu h7—hß zu schaffen. Falls aber 24 , Kh8. 25. h5—hß. so 25 , Ld7, 28. Dg2, Tb8. 27. Le2, Tg8, 28. Lh5, TffB. So, wie Houssong spielt, erfolgt der Vorstoß h5—hß unter für ihn erschwerenden Umständen.
25. De2—g2 a4—a4
28. h5—h6! a4Xb3
27. a2Xb3 Tbß-b7
Angesichts der Drohung Lfl—e2—h5 hat Schwarz keine Zeit, den Bb3 zu schlagen.
28. Lfl—e2 De7—dB
Stellung nach dem 28. Zuge von Schwarz:
abcdefgh
abcdefgh
8
6
5
5
3
3
2
29. b3—b4! ....
Ausgezeichnet! Das Bauernopfer soll die c- Linie öffnen und das Feld b3 für den weissen Läufer freimachen.
29 c5Xb4
Schwarz muß das Opfer annehmen, denn auf 29....., c4 würde, wie Houssong nach
Schluß der Partie bemerkte, 30. dXc4, SX b4, 31. c5 entscheiden.
30. Le2—dl Kg8-h8
Nutzlos wäre 30. , b3, denn es folgt erst das Ablenkungsopfer 31. L'xb3, TXb3 und dann 32. TXg?+, Kf8, 33. TXf7 + usw.
31. Ldl—b3 Laß—b5
Die Qualität ist nicht zu retten. Falls nämlich 31 Tfc7, so 32. hXg7+, TXg7, 33. Lhß, TXg3, 34. DXg3. und Weiss gewinnt, da die Mattfelder g8 und g7 nur unter Preisgabe des Scß verteidigt werden können.
32. Lb3Xt7 Tb7Xf7
33. Tg3Xg7 Ddß—f8
34. Ld2Xb4! Tt7Xg"
Oder 34. . . „ 8Xb4, 35. TXf7, DXf7 3ß. Tc8+ usw.
35. Lb4XfB Tg7Xg2+
3ß. KglXg2 Lb5Xd3
37. Kg2-f3 Ld3-b5
38. Tel-gl .
Es folgte noch:
38 d4—d3. 39. Lf8-g7-h Kh8- g8, 40. Lg7Xfß+, Kg8—f7. 41. Lf6-h8, d3— d2, 42. Kf3-e3, Sc6-d4, 43. Tgl-g?+, Kf7 —f8, 44. Ke3Xd2, Sd4—f3-h 45. Kd2-e3, Sf3Xh2, 48. Tg7-b7, Lb5-c6, 47. Tb7-c7 Lcß—e8, 48. Lh8Xe5, Sh2-g4+ ^9. Ke3-f4 und Schwarz gab auf.
Lösungen und Zuschriften sind an den Marburger Schachklub au richten.
Lösung zu Aufgabe Nr. 30 (8. Juli): 1. Lai—eo, Tg4—d4, 2. Deß-h3 matt.
1.. . ., Lbß—d4, 2. De6—aß matt.
1..... Bd5—d4, 2. Deß—c4 matt.
1 Tg4—c4, 2. Tc2—d2 matt.
1 beliebig, 2. Tc2—c3 matt.
Richtige Lösungen zu Aufgabe Nr. 29 (29. Juni) sandten ein:
W. Schildbach, P. Bobrowski
Deutscher Nachwuchs im Schachkampf. Das Aufstiegturnier des Deutschen Schachbundes in Bad Ems vom 24.3. bis 7. 4.32.
Emser Schachwoche.
Kongretzbericht, ein Gruppenbild und sämtliche Partten der Siegergruppe mit vielen Diagrammen und ausführlichen Glossen der Teilnehmer. Bearbeitet von SB. Frhrn. von Holzhausen und A. Brinckmann. Preis 1,— Mark. Verlag Hans Hedewig's Nachf. Curt Ronninger, Leipzig C1, Perthesstrahe 10.
Es wird für jeden Schachfreund zweifellos äuherst interessant und lehrreich sein, diese Partten der deutschen Meisterschaftsanwärter kennen zu lernen.
sweet
Vuchstaben-Füll-Riitsel.
la . . ne Seichter Meeresarm.
la . . . rge Vreiförmige Arznei.
ta . . sal Reittnstttut.
an.. h. ung Beweisstellen-Angabe.
. . n . r Mittagessen. <.
p . is . Beute.
e... nbahn Verkehrsmittel.
An Stelle der Punkte sind Buchstaben zu setzen. Sind die angedeuteten SBörter gefunden, so ergeben die betreffenden Buchstaben, aneinandergereiht, einen Wunsch für den Urlaub.
»uchstaben-Rätfel.
bdgiknoortuv.
Aus je zwei der vorstehenden 12 Buchstaben sind Wörter zu bilden, und zwar zweisilbrge. Wie sind die Buchstaben zusammenzusetzen? Die Bildung der Wörter hat in der Weise zu geschehen, datz z. B. g-ge, k-ka lautet.
Silben-Rätsel.
a ce ci bot e e haar ko ko kra ku lern ler mi nar nom-ö pos re rei ro se so ta ta te te ter tes tot rod.
Aus vorstehenden 31 Silben find 11 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Griechischer Philosoph. 2. Römischer Dichtet. 3. Stadt in Holland. 4. Speise- oder Landwirt. 5. Betäubung. 6. Einzelgehöft. 7. Siidamerikanischer Freistaat. 8. Insekt. 9. Russische Landschaft. 10. Heldengedicht. 11. Desttlliergefätz. Sind die Wörter richttg gebildet, ergeben diese in ihren Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen einen Wunsch des Verlages und der Sqriftlei- tung für die Ferienzett.
Bück der Mutter, während fee erwiderte: „ächt Mensch wird daraus klug, was du «den geredeft haft, keine Silbe hab« ich davon begriffen."
Gr seufzte leise, sagte kurz: konn
test «S auch nicht begreifen, du hast recht. Ich rede Ansinn! Aber weißt du, das ist die Folge von dem ständigen Umgang mtt elektrischen Kaffeemühlen und Fleifchhack- maschrnen."
Gr wandte sich schroff auf dem Hacken um, und seine hohe Gestalt verschwand hinter der Tür seines Zimmers.
Betty «nd ühre Mutter waren mm allem. Sie sahen sich an, und Frau Förster tippt« sich mit dem Zeigefinger der Rechten leicht gegen die Stirn.
„Ausruhen muh er, in seinem Oberstübchen spukt es manchmal. Aber das kommt von den verflixten Büchern, in denen er immer rumschmökert, und txm den Zeichnungen, die er macht. Gr ist mit seiner Stellung unzufrieden und sollte doch dem Himmel danken, so gut unter zu sein." Sie flüsterte: „Saft ihn reisen, Detthchen. Wenn er in seinem feinen Sanatorium fitzt, wird er bald erkennen, daß Mutter Förster besser kocht wie der feine Koch, und wenn er sich mordsmäßig langweilt, wird er Sehnsucht nach dir haben, ganz vernünftig wiä» er wieder kommen."
Betth stampfte mit dem Fuß auf und schrie gang laut: „Warum soll ich denn nachgeben? Ein Jahr sind wir jetzt schon verlobt, ich werde also wohl ein Wort tont- reden dürfen. Ich will nicht, daß er das Geld so hinwirst, ich leide es nicht, eher gebe ich ihm den DerlobungSring wieder."
Die Mutter hielt ihr die Hand auf den Mund, flüsterte: „Mr Mädels, die drin Vermögen haben, sind heiratslusttge Männer in guten Stellungen dünn gesät."
Bettt zuckte die Achseln, aber sie schwieg. ES war auch Zeit, ins Büro zu gehen. Sie war Maschinenschreiberin bei einem Rechtsanwalt.
Fortsetzung folgt.
Bilder-Rätsel.
Die in die waagerechten und senkrechtem Felder-Reihen einzutragenden Wörter sind aus den bildlichen Darstellungen zu erraten. Die Wörter der waagerechten Reihen find in dem oberen, die der senkrechten in dem untern Teil des Bildes zu suchen.
Ausiösung der Rats«» in nächst« Nummer.
Auflösung der Rätsel aus voriger Nummer
Auflösung des Ergänzungs-Rätsels: Zelt — Ofen — Pfeil — Pinsel — Orden — Tasche.
— Zoppot. —
Auflösung der Zweisilbigen Scharade: — Eisack. —
Auflösung des Problems Serien":
Man liest in jeder Zeile auf dem Stundenplan erst die Buchstaben, durch welche die Riffe gehen, dann die anderen. Das ergibt: „Die Zeit in der es Ferien gibt die ist bei alt und jung beliebt."
Auflösung des Auszieh-Rätsels:
Dieme Deka« Hiebe Kleie Erwin Lock« Scheu.
— Die Kieler Woche. —
(Die fettgedruckte« Buchstaben find zu streichen!)
Auflösung des Illustrierte« Kreuz-Wort-Rätsels:
Waagerecht: Laute Bahre Kleid Sechs. Senkrecht: Falle Sttzin Maler Truhe.
In dieser Reihenfolge sind die Wörter einzustellen.