Einzelbild herunterladen
 
  

«eit« 9

CeetWm* 3HM »edWte «. L. MAtwoch, den 13. JE T93Z

sre. 162

Nun ist es genug!"

Scharfe nationalsozialistische Warnung an v. Gayl

Beziehungen. Er freue sich, mitzuteilen, daß Lausanne England näher an Frankreich ge­bracht habe, Frankreich näher an Deutschland und Frankreich und Deutschland näher an England. Die britische Regierung werde sicher forisahren, mitzuwirken, um ihre guten Dienste für den Frieden zu verwenden, das Werk, das m Lausanne nur begonnen habe, »ihm neue Wege zu eröffnen, vielleicht sehr breite Wege, und er bitte für das Werk seiner Kollegen und seiner selbst um die herzliche Zustimmung des Hauses.

Der Führer der Opposition, Landsbury, drückte volle Unterstützung der Opposition für die glänzende Arbeit der Regierung im In- lereffe der Nation und der gesamten Welt laus.

Wie auch aus der ErMrung Macdonalds ihervorgeht, wird von deutscher Seite erneut festgestellt, dah bei einer Nichtratifi- »zierung des Lausanner Abkommens durch eine beteiligte Macht eine neue Beratung ,ber ganzen Reparationsfrage notwendig sein werde. Bon einem Wiederaufleben des Tonngplanes könne also keine Rede sem.

Die »Deutsche Allgemeine Zei­tung" unterstreicht, dah der englische Pre­mierminister die politischen Probleme mit großer Aufrichtigkeit aufgerollt und sich zmn Herold der einfachen Wahrheit ge­macht habe, daß di« Wiedergesundung der Well ohne eine Lösung dieser politischen Probleme nicht erreicht werden könne. Er habe sich keineswegs auf die Beseitigung der Kriegsschuldlüge beschränkt, sondern das politische Problem als Ganges um- rissen.

DerTag" nennt die Rede einen sehr bemerkenswerten Kommentar zu Lausanne. Der britische Premier sei danach der An­sicht, dah der Poungplan in jedem Falle erledigt sein müsse. Die vorsichtig er­scheinende Formel über die deutsche poli­tische Gleichberechtigung sei tatsächllch für englische Berhültnisse sehr weitgehend.

Bernhignug ht Amerika über bas angebliche Gentleman-Agreement

Washington, 12. Juli. Chamber» larnS angebliche Feststellung im britischen Parlament, daß Amerika über das Gentle­man-Agreement wühreiü» der Lausanner Verhandlungen unterrichtet worden sei, rief starke Beunruhigung hervor. Staatssekre­tär Stimson und AnterstaatSsekretär Castle hatten Besprechungen nnt Hoover sowie ein Delephongespräch mit London. Wan beschloß, das Dementi der britischen Regie­rung Au überlassen, da die AeuHerling aus London gekommen sei und Stimson bereits ein ähnliche« Dementt ausgegeben habe, bevor er geäußert habe, daß Chamberlain sprechen würde. Aach amüicher Auffas­sung wird man sich über die Frage he« angeblichen Agreements bald beruhigen. Wan weist auf die klare und unzweideu­tige Erklärung der Reichsregierung hin, die in allen heutigen Wvrgenblättern aus­führlich und an hervorragender Stelle ab- gedruckt wurde «nd von der man hier nnt Befriedtgung Kenntnis genommen hat. Da Deutschland der wichtigste Teilnehmer am Lausanner Abkommen sei, fo genüge die deutsche Erklärung zur Fest­stellung, daß dtz Reichsregierung keine Verbindung zwischen den Reparationen imb Kriegsschulden zugestanden habe. Da­mit erledige sich der Streit um das Gentle­man-Agreement.

n

Veröffentlichung der Gentleman- Agreements?

fl. London, 13. Juli. Am Schluß der gestrigen Unterhausdebatte über den Lausanner Vertrag teilte Staatssekretär de« Aeußeren Sir John Simon mit, daß er am Dienstag abend an die anderen beteiligten Regierungen die telegraphische Anfrage gerichtet habe, ob di« Regie­rungen gegen die Veröffentlichung des Wort- lautes des Lausanner Zusatzabkommens zwischen Großbritannien und seinen ehe­maligen Alliierten etwas einzuwenden hät­ten. Der Staatssekretär führt zur Begrün­dung diese« Schrittes an, dah durch eine solche Veröffentlichung jeder mögliche Arg­wohn zerstreut werden würde.

Keine Rückkehr zum doungplan!

Berlin, 9. Juli. In der öffentlichen Diskusston über die Frag« der Ratifizie­rung des Lausanner Abkommens kommt verschiedentlich zum Ausdruck, dah im Falle der Nichtrattfizierung durch irgendeine der beteiligten Mächte der Youngplan wieder in Kraft treten würde.

Demgegenüber wird von unterrichteter amtlicher Seite darauf hingewiesen, dah in öffentlicher Sitzung der Lausanner Konferenz auf eine Aeugerung des Reichs­kanzlers von Papen hin der Prästdent Macdonald klar zum Ausdruck ge- o rächt hat, dah bei Nichtrattfizierung mich eine beteiligte Macht eine neue Beratung der ganzen Repara­tionsfrage notwendig sein werde. Bon einem Wiederauf­leben des Poungplanes kann also teine Siebe sein. 2m ©egen-

München, 12. Just. Unter der Ueber- schrift:Nun ist es aber genug" beschäf­tigt sich derBölkische Beobachter" mit oen blutigen Ereignissen des letzten Sonntags und schreibt u .a.: Noch nie habe die rote Bestie mehr Freiheit zu brutalstem Terror gehabt, als heute. Der Staat solle sich der Gefahr, in der et schwebe, bewußt sein, wenn er es dahin treiben laste, daß et das Leben seiner Volksgenosten nicht mehr zu schützen im Stande sei. Es könne eine Macht aufstehen, die die Pflicht zu der ihren mache. Gayl möge vielleicht den guten Willen haben. Es fehle ihm jedoch der Mut zur Tat. Es komme die Stunde, da kein Recht und Gesetz es verweigern könne, wenn der Angegriffene zur Waffe greife und sich wehre. Am Schluß des Atttkels heißt es: In Hagenow haben SA. und SS. von der Notwehr Gebrauch gemacht und in wenigen Minuten war der Haufe von Hell- und Dunkelrot verflogen. Das gelte Herrn o. Gayl und seinen Seifern noch ein­mal zur Warnung und das möge allen denen zur Lehre sein, die sich über die Ruhe und die schier unfaßbare Geschlossenheit unserer Armee leichtsinnigen Trugschlüssen hingeben. Wir haben unsere Pflicht mehr als erfüllt, wir haben gewarnt, haben mit prallischem Rat nicht gespatt. haben uns zur Verantwor­tung gestellt. Mehr können wir nicht tun. Noch einmal fordern wir ein Ende von Mord und Terror.

Schwer« Ausbreitungen in Hagen.

Hagen, 11. Juli. Nach einer Kund­gebung der Nationalsoziaisteln auf der Kuh­weide wurden die geschlossen abmarschierenden Teilnehmer und die sie begleitende Polizei beschosten. Auch im Süden der Stadt kam es zu schweren Zusammenstößen, bei denen ebenfalls geschossen wurde. Die Polizei erwiderte das Feuer. Insgesamt wurden etwa 20 Personen ver­letzt. 13 Petso neu wurden festge­nommen.

/»xt-f----» L.

Köln, 12. Juli. In der Palanter Straße in Köln-Sülz kam es heute abend abermals zu schweren Ruhestörungen, bei denen zwei Personen durch Schüsse der Polizei er­heblich verletzt wurden. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Straßenpflafter

teil, der Ausgangspunkt einer etwa not­wendig werdenden Konferenz werde selbst­verständlich das Lausanner Abkommen sein. ! ,

Diese Ansicht kommt auch W den wer» schiedensten Steuerungen des Auslandes, so in der englischen Presse und in der gestri­gen Rede Churchills zum Ausdruck. Hin­sichtlich des angeblichen Zusammenhanges der Ratifizierung durch die ©laubiger- Mächte mit der Behandlung der interalli­ierten Schuldenfrage wird von amtlicher Seite auf das bereits gestern veröffent­lichte Dementi hingewiesen, wonach für Deutschland keine Verbindung zwischen den Lausanner Abkommen und der Schulden­frage besteht.

Streit um Ostgrönland

Oslo. 12. Juli. Nach einer bisher noch nicht bestätigten Meldung hat die norwe­gische Regierung von gewisien Gebietstei­len in Nordostgrönland, wo im vergange­nen Jahre norwegische Expeditionen gear­beitet haben, Besitz ergriffen. Dieser Be­schluß bildet die Antwort auf die am 7. Juli gemeldete Entsendung dänischer Poli­zeiexpeditionen nach Ostgrönland.

Nach einer weiteren Meldung dies nor­wegischen Telegraphenbüros soll die Be­sitzergreifung in Rordostgrönland heute nachmittag in einem Kabinettsrat beschlos­sen worden fein und sich auf das Gebiet von etwa 60.30 bis 63,40 Stab beziehen.

Dänemark protestiert.

Kopenhagen, 12. Juli. Zu der' Mel­dung über eine neue norwegische Befitz- ergreifung in Ostgrönland erklärte Staats­minister Stauning: Diese Okkupation ist nicht nur ein Hebelgriff wie die vorige, sie richtet sich vielinehr direkt gegen das Uebereinkom- men von 1924, da sie einen Eingriff in ein Gebiet darstellt, das Teil eines grönländischen Kolonialbesitzes ist.

Englisch-irischer Streit

ff. London, 13. Juli. Das englische Schatzamt erließ am Dienstag abend die erste Zollnotverordnung unter den Vollmachten des Gesetzes zur Erhe­bung von Sonderzöllen auf irische Waren. Die Verordnung bestimmt das Inkrafttre­ten des Warenzolles von 20 vom Hundert am 15. Juli auf den weitaus größten Teil der ittfchen Lebensmitteleinfuhr nach Eng­land. Der festgesetzte Wertzoll würde der

aufgerissen und aufgeschichtet. Mehrere Ueberfallkommandos wurden bei ihrem Eintreffen, aus den vollständig ver­dunkelten Häusern beschosten. Mit großen Scheinwerferlampen wurden die Häuser ab­geleuchtet und auf {eben geschaffen, der sich trotz des Verbotes in der Fensterbrüstung zeigte.

Sieben R«ichrba>m»erlettte in Ohlau verhaftet.

Ohlau, 12. Juli. Die schweren politischen Zusammenstöße in Ohlau haben zur Fest­nahme von sieben Rekchsbannerleuten geführt, die ins Untersuchungsgefängnis eingeliefett worden sind.

Bremen, 12. $uli. Bei der Verneh­mung der am Sonntag verhafteten sieben Kommunisten, die in Grambke ein Spreng­stoffattentat aut einen nationalsozialistischen Aufmarsch planten, hat sich herausgestellt, daß die beschlagnahmten drei Bomben, die einen außerordentlich gefährlichen Sprengstoff eiit» hielten zu einem Anschlag auf eine nationalsozialistische Wahlversamm­lung am 10. Juli in Gröpelingen, bei der es zu schweren Ausschreitungen kam, verwendet werden sollten.

Umfangreiche Spreugstoffbiebstähle m Göttingen.

Göttingen, 12. Juli. In der ver­gangenen Nacht sind im Steinbruch auf dem Hohen Hagen umfangreiche Sprengstoffdieb­stähle vorgekommen. Man hat festgestellt, daß bei dem Einbruch sechs Zentner Sprengstoff und 10 00 Spreng­kapseln gestohIen worden sind. Die Nachforschungen durch die Kriminalpolizei sind sofort mit Polizeihunden aufgenommen wor­den. Einzelheiten sind bisher noch nicht bekannt.

Politischer Mord.

Steeden b. Limburg, 12. Juli. In der Nacht zum Dienstag kam es in einer hiesigen Wirtschaft zu schweren Zusammenstößen zwi­schen Nationalsozialisten und Anhängern an­derer Patteien, in der Hauptsache Sozial­demokraten. Schließlich arteten die Ausein­andersetzungen in eine regelrechte Schlägerei aus, in deren Verlauf ein National- s'oziali st mit einem Messer er­stochen wurde. Noch in der Nacht trafen Beamte der Staatsanwaltschaft Limburg ein, die die erforderlichen Ermittlungen einleiteten.

Einfuhr des Jahres 1931 entsprechend rund 4 Millionen Pfund jährlich erbringen.

Das irische Kabinett erörterte iit einer Sondersitzung in der Nacht zum Mittwoch die . neuen englischen Son­derzölle auf irische Waren, Wie verlautet, wurde die Möglichkeit erwogen, in Beant­wortung der englischen Zollmaßnahmen zunächst die für die englischen Einfuhren nach Irland erfolgte Weltreichs-Vorzugs­behandlung aufzugeben.

In den irischen Landwittschafts- und Handelskreisen herrscht große Bestür­zung über die englischen Sonderzölle, die teilweise als ein tödlicher Schlag gegenüber den betroffenen Industrien bezeichnet werden.

-i -wr-- ..

Ausland

Roher lleberfall polnischer Schützen auf eine deutsche Schule.

Könitz, 12. Juli. Bei einem geselligen Beisammensein, bas im Anschluß an ein Kinderfest der deutschen Schule in dem überwiegend von Deutschen bewohnten «renzdorf Blumfelb (Kreis Kronitz) in den Schulräumen stattfand, beengen in den späten Abendstunden plötzlich mehrer« Angehörige de- Polnischen Schützenoerban, des in di« Klaffenräume eie und geiffen die Anwesenden mit Meffeen an. Biee Personen wurden dabei verletzt, eine da­von schwer. Die Teilnehmer de» Fest«« veeließen fluchtartig vi« Schul«. Di« ge­samte Eiueichtuug bee Schule und di« Fensteescheiben wurden von den Friedens« ftöreen zetteümmeet.

Ablehnung de» Seneealsteeiks in Belgien.

Brüssel, 12. Juli. Der Eeneralrat der Sozialistischen Pattei und das Ratto- nalkomitee der Sozialistischen Eewerk- schaftskommission, die heute hier zusam­mentraten, um die Möglichkeit eines so­fortigen Generalstreiks zu prüfen, haben den Generalstreik abgelehnt.

Fast alle Kohlenbeegwerke hn Lütticher Revier liegen still.

Lüttich, 12. Juli. Aus Solidarität mit den Bergarbeitern der Borinage find heute früh die Bergarbeiter in fast allen Kohlenbergwerken des Lütticher Reviers in den Streik getreten.

Die Regierung von Sao Paolo gestürzt.

Newyork, 12. Juli. Den neuesten Meldungen aus Rio de Janeiro zufolge soll die Regierung des brasilianischen

Staates Sao Paolo gestillt worden sein. Der Staat soll sich in den Händen der Re­bellen befinden. Die Revolution scheint sich weiter auszudehmen. Sämtliche Gar­nisonen des Staates Sao Paolo sollen zu den Rebellen übergegangen sein.

-..... .....-

Deutsches Reich Sozialdemokratischer Parieivorstaud bei» Reichsinnenminister.

Berlin, 12. Juli. Der Reichsminister des Innern empfing heute nachmittag aus ihren Antrag, die Vorstandsmitglieder der SPD., die Abg. Wels und Breit, scheidt, die dem Minister das von der Partei gesammelte Material über die po­litischen Zusammenstöße der letzten Zeit überreichten. Die Herren machten weiter darauf aufmerksam, daß sie die Lage in Deutschland im Augenblick als besonders ernst ansähen und forderten Maßnahmen für Wiederherstellung der Ruhe um Sicherheit. Insbesondere stellte man die Wiedereinführung des llni- formverbots als notwendig hin. Der Minister erklärte, daß er Provokationen, von welcher Seite Sie auch kämen, nicht billige und auf bas äußerste bedauere, daß es als Folge solcher Provokationen zu blu­tigen Zusammenstößen gekommen sei. Die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung sei jedoch zunächst Sache der Landesbehör­den. Das Reichskabinett werde, nachdem nunmehr der Reichskanzler zurückgekehtt sei, zu der innerpolitischen Lage alsbald Stellung nehmen. Die Wiederein, führung des llniformverbots lehnte der Minister ab.

Abkommen zwischen der deutschen und der belgischen Regierung über den Reis«» verkehr.

Berlin, 12. Juli. Zwischen der deut­schen und der belgischen Negierung wurde heute in Berlin eine Vereinbarung über den deutschen Sommerreiseverkehr wäh­rend der Monate Juli August und Sep­tember nach Belgien beschlossen. Danach wird deutschen Erholungsreisenden, ähnlich wie es unlängst mit der Schweiz und bet Tschechoslowakei geschehen ist, auch für Rei­sen nach belgischen Seebädern und Kuror­ten auf Antrag die Genehmigung erteilt, über die Freigrenze hinaus bis zu 500 oder Devisen im Laufe eines Kalender­monats mitzunehmen. Anträge sind an die zuständige Devisenbeschaffungsstelle zu rich­ten. Die belgische Regierung hat ent­sprechende Gegenleistungen im Warenver­kehr zugesichert. Die Vereinbarung tritt am 14. Juli in Kraft.

Wahlabkommen der Wirtschaftspakt«.

Berlin, 12. Juli. Der Reichsaus­schuß der Wirtschaftspartei hielt in Ber­lin eine Tagung ab, um zu dem Wahl­abkommen der Wirtschaftspartei mit der Bayerischen Dolkspartei, dem Bayerischen Bauernbund und anderen Mittelstands- Parteien Stellung zu nehmen. Der Reichs - ausschutz stimmte dem Abkommen zu. Der Reichsausschuß hat ferner die Reichsliste der Wirtschaftspattei aufgestellt.

Jungdeutscher Orden und Reichsiagswahl.

Man schreibt uns:An der kommenden Reichstagswahl wird sich der Jungdeutsche Orden in keiner Form beteiligen. Die Parteien der Mitte sind zwar schwer ge­schlagen. sie sind aber noch nicht bereit, einer neuen Frontbildung im wahrhaft jungdeut­schen Sinne Rechnung zu tragen. An dem Kuhhandel", der heute noch um ihre ster­benden Positionen stattfindet, nehmen wir nicht teil. Unsere Parole heißt: Hände weo aus dieser Reichstagswahl!"

Di« Arbeitslosigkeit, in Newport. 1 Million Erwerbslose.

London, 12. Juli. Nach einer ,.Ti- mes"-Meldung aus Newyork wird die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Newyork allein jetzt auf eine Million geschätzt.

Äunft und MsseiMaft

Für die Bayreuther Festspiele 1933 haben jetzt im Festspielhau unter Leitung von Generalintendant Tietjen die szeni­schen und technischen Vorproben begonnen. Sie gelten einer völligen Erneuerung des Nibelungenrings und einer Neuinszenie­rung der Meistersinger. Die Spielfolge der nächsten Festspiele umfaßt 8 Meister­singer- und 5 Parstfalvorstellungen, die Arturo Toscanini dirigieren wird, und zwei Ringzyklen unter der musikali­schen Leitung Karl Elmendorfss. Als weitere Mitarbeiter am Bayreuther Werk wurden berufen: Professor Emil Preetorius, Leiter der Szenenklaffe der Staatsschule für angewandte Kunst in München, Kurt Palm und Direktor de- Kostümwesens der Preußischen Staats, theater.

Verlag Dr. C. H i tz e r o 1 h. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. Lothar Schneider: für Kom- munalpolftik, Provinz und Lokales: Lothar Schneider in Marburg. Dr. Scheller beurlaubt