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„Nun ist es genug!"
Scharfe nationalsozialistische Warnung an v. Gayl
Beziehungen. Er freue sich, mitzuteilen, daß Lausanne England näher an Frankreich gebracht habe, Frankreich näher an Deutschland und Frankreich und Deutschland näher an England. Die britische Regierung werde sicher forisahren, mitzuwirken, um ihre guten Dienste für den Frieden zu verwenden, das Werk, das m Lausanne nur begonnen habe, »ihm neue Wege zu eröffnen, vielleicht sehr breite Wege, und er bitte für das Werk seiner Kollegen und seiner selbst um die herzliche Zustimmung des Hauses.
Der Führer der Opposition, Landsbury, drückte volle Unterstützung der Opposition für die glänzende Arbeit der Regierung im In- lereffe der Nation und der gesamten Welt laus.
Wie auch aus der ErMrung Macdonalds ihervorgeht, wird von deutscher Seite erneut festgestellt, dah bei einer Nichtratifi- »zierung des Lausanner Abkommens durch eine beteiligte Macht eine neue Beratung ,ber ganzen Reparationsfrage notwendig sein werde. Bon einem Wiederaufleben des Tonngplanes könne also keine Rede sem.
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Die »Deutsche Allgemeine Zeitung" unterstreicht, dah der englische Premierminister die politischen Probleme mit großer Aufrichtigkeit aufgerollt und sich zmn Herold der einfachen Wahrheit gemacht habe, daß di« Wiedergesundung der Well ohne eine Lösung dieser politischen Probleme nicht erreicht werden könne. Er habe sich keineswegs auf die Beseitigung der Kriegsschuldlüge beschränkt, sondern das politische Problem als Ganges um- rissen.
Der „Tag" nennt die Rede einen sehr bemerkenswerten Kommentar zu Lausanne. Der britische Premier sei danach der Ansicht, dah der Poungplan in jedem Falle erledigt sein müsse. Die vorsichtig erscheinende Formel über die deutsche politische Gleichberechtigung sei tatsächllch für englische Berhültnisse sehr weitgehend.
Bernhignug ht Amerika über bas angebliche Gentleman-Agreement
Washington, 12. Juli. Chamber» larnS angebliche Feststellung im britischen Parlament, daß Amerika über das Gentleman-Agreement wühreiü» der Lausanner Verhandlungen unterrichtet worden sei, rief starke Beunruhigung hervor. Staatssekretär Stimson und AnterstaatSsekretär Castle hatten Besprechungen nnt Hoover sowie ein Delephongespräch mit London. Wan beschloß, das Dementi der britischen Regierung Au überlassen, da die AeuHerling aus London gekommen sei und Stimson bereits ein ähnliche« Dementt ausgegeben habe, bevor er geäußert habe, daß Chamberlain sprechen würde. Aach amüicher Auffassung wird man sich über die Frage he« angeblichen Agreements bald beruhigen. Wan weist auf die klare und unzweideutige Erklärung der Reichsregierung hin, die in allen heutigen Wvrgenblättern ausführlich und an hervorragender Stelle ab- gedruckt wurde «nd von der man hier nnt Befriedtgung Kenntnis genommen hat. Da Deutschland der wichtigste Teilnehmer am Lausanner Abkommen sei, fo genüge die deutsche Erklärung zur Feststellung, daß dtz Reichsregierung keine Verbindung zwischen den Reparationen imb Kriegsschulden zugestanden habe. Damit erledige sich der Streit um das Gentleman-Agreement.
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Veröffentlichung der Gentleman- Agreements?
fl. London, 13. Juli. Am Schluß der gestrigen Unterhausdebatte über den Lausanner Vertrag teilte Staatssekretär de« Aeußeren Sir John Simon mit, daß er am Dienstag abend an die anderen beteiligten Regierungen die telegraphische Anfrage gerichtet habe, ob di« Regierungen gegen die Veröffentlichung des Wort- lautes des Lausanner Zusatzabkommens zwischen Großbritannien und seinen ehemaligen Alliierten etwas einzuwenden hätten. Der Staatssekretär führt zur Begründung diese« Schrittes an, dah durch eine solche Veröffentlichung jeder mögliche Argwohn zerstreut werden würde.
Keine Rückkehr zum doungplan!
Berlin, 9. Juli. In der öffentlichen Diskusston über die Frag« der Ratifizierung des Lausanner Abkommens kommt verschiedentlich zum Ausdruck, dah im Falle der Nichtrattfizierung durch irgendeine der beteiligten Mächte der Youngplan wieder in Kraft treten würde.
Demgegenüber wird von unterrichteter amtlicher Seite darauf hingewiesen, dah in öffentlicher Sitzung der Lausanner Konferenz auf eine Aeugerung des Reichskanzlers von Papen hin der Prästdent Macdonald klar zum Ausdruck ge- o rächt hat, dah bei Nichtrattfizierung mich eine beteiligte Macht eine neue Beratung der ganzen Reparationsfrage notwendig sein werde. Bon einem Wiederaufleben des Poungplanes kann also teine Siebe sein. 2m ©egen-
München, 12. Just. Unter der Ueber- schrift: „Nun ist es aber genug" beschäftigt sich der „Bölkische Beobachter" mit oen blutigen Ereignissen des letzten Sonntags und schreibt u .a.: Noch nie habe die rote Bestie mehr Freiheit zu brutalstem Terror gehabt, als heute. Der Staat solle sich der Gefahr, in der et schwebe, bewußt sein, wenn er es dahin treiben laste, daß et das Leben seiner Volksgenosten nicht mehr zu schützen im Stande sei. Es könne eine Macht aufstehen, die die Pflicht zu der ihren mache. Gayl möge vielleicht den guten Willen haben. Es fehle ihm jedoch der Mut zur Tat. Es komme die Stunde, da kein Recht und Gesetz es verweigern könne, wenn der Angegriffene zur Waffe greife und sich wehre. Am Schluß des Atttkels heißt es: In Hagenow haben SA. und SS. von der Notwehr Gebrauch gemacht und in wenigen Minuten war der Haufe von Hell- und Dunkelrot verflogen. Das gelte Herrn o. Gayl und seinen Seifern noch einmal zur Warnung und das möge allen denen zur Lehre sein, die sich über die Ruhe und die schier unfaßbare Geschlossenheit unserer Armee leichtsinnigen Trugschlüssen hingeben. Wir haben unsere Pflicht mehr als erfüllt, wir haben gewarnt, haben mit prallischem Rat nicht gespatt. haben uns zur Verantwortung gestellt. Mehr können wir nicht tun. Noch einmal fordern wir ein Ende von Mord und Terror.
Schwer« Ausbreitungen in Hagen.
Hagen, 11. Juli. Nach einer Kundgebung der Nationalsoziaisteln auf der Kuhweide wurden die geschlossen abmarschierenden Teilnehmer und die sie begleitende Polizei beschosten. Auch im Süden der Stadt kam es zu schweren Zusammenstößen, bei denen ebenfalls geschossen wurde. Die Polizei erwiderte das Feuer. Insgesamt wurden etwa 20 Personen verletzt. 13 Petso neu wurden festgenommen.
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Köln, 12. Juli. In der Palanter Straße in Köln-Sülz kam es heute abend abermals zu schweren Ruhestörungen, bei denen zwei Personen durch Schüsse der Polizei erheblich verletzt wurden. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Straßenpflafter
teil, der Ausgangspunkt einer etwa notwendig werdenden Konferenz werde selbstverständlich das Lausanner Abkommen sein. ! ,
Diese Ansicht kommt auch W den wer» schiedensten Steuerungen des Auslandes, so in der englischen Presse und in der gestrigen Rede Churchills zum Ausdruck. Hinsichtlich des angeblichen Zusammenhanges der Ratifizierung durch die ©laubiger- Mächte mit der Behandlung der interalliierten Schuldenfrage wird von amtlicher Seite auf das bereits gestern veröffentlichte Dementi hingewiesen, wonach für Deutschland keine Verbindung zwischen den Lausanner Abkommen und der Schuldenfrage besteht.
Streit um Ostgrönland
Oslo. 12. Juli. Nach einer bisher noch nicht bestätigten Meldung hat die norwegische Regierung von gewisien Gebietsteilen in Nordostgrönland, wo im vergangenen Jahre norwegische Expeditionen gearbeitet haben, Besitz ergriffen. Dieser Beschluß bildet die Antwort auf die am 7. Juli gemeldete Entsendung dänischer Polizeiexpeditionen nach Ostgrönland.
Nach einer weiteren Meldung dies norwegischen Telegraphenbüros soll die Besitzergreifung in Rordostgrönland heute nachmittag in einem Kabinettsrat beschlossen worden fein und sich auf das Gebiet von etwa 60.30 bis 63,40 Stab beziehen.
Dänemark protestiert.
Kopenhagen, 12. Juli. Zu der' Meldung über eine neue norwegische Befitz- ergreifung in Ostgrönland erklärte Staatsminister Stauning: Diese Okkupation ist nicht nur ein Hebelgriff wie die vorige, sie richtet sich vielinehr direkt gegen das Uebereinkom- men von 1924, da sie einen Eingriff in ein Gebiet darstellt, das Teil eines grönländischen Kolonialbesitzes ist.
Englisch-irischer Streit
ff. London, 13. Juli. Das englische Schatzamt erließ am Dienstag abend die erste Zollnotverordnung unter den Vollmachten des Gesetzes zur Erhebung von Sonderzöllen auf irische Waren. Die Verordnung bestimmt das Inkrafttreten des Warenzolles von 20 vom Hundert am 15. Juli auf den weitaus größten Teil der ittfchen Lebensmitteleinfuhr nach England. Der festgesetzte Wertzoll würde der
aufgerissen und aufgeschichtet. Mehrere Ueberfallkommandos wurden bei ihrem Eintreffen, aus den vollständig verdunkelten Häusern beschosten. Mit großen Scheinwerferlampen wurden die Häuser abgeleuchtet und auf {eben geschaffen, der sich trotz des Verbotes in der Fensterbrüstung zeigte.
Sieben R«ichrba>m»erlettte in Ohlau verhaftet.
Ohlau, 12. Juli. Die schweren politischen Zusammenstöße in Ohlau haben zur Festnahme von sieben Rekchsbannerleuten geführt, die ins Untersuchungsgefängnis eingeliefett worden sind.
Bremen, 12. $uli. Bei der Vernehmung der am Sonntag verhafteten sieben Kommunisten, die in Grambke ein Sprengstoffattentat aut einen nationalsozialistischen Aufmarsch planten, hat sich herausgestellt, daß die beschlagnahmten drei Bomben, die einen außerordentlich gefährlichen Sprengstoff eiit» hielten zu einem Anschlag auf eine nationalsozialistische Wahlversammlung am 10. Juli in Gröpelingen, bei der es zu schweren Ausschreitungen kam, verwendet werden sollten.
Umfangreiche Spreugstoffbiebstähle m Göttingen.
Göttingen, 12. Juli. In der vergangenen Nacht sind im Steinbruch auf dem Hohen Hagen umfangreiche Sprengstoffdiebstähle vorgekommen. Man hat festgestellt, daß bei dem Einbruch sechs Zentner Sprengstoff und 10 00 Sprengkapseln gestohIen worden sind. Die Nachforschungen durch die Kriminalpolizei sind sofort mit Polizeihunden aufgenommen worden. — Einzelheiten sind bisher noch nicht bekannt.
Politischer Mord.
Steeden b. Limburg, 12. Juli. In der Nacht zum Dienstag kam es in einer hiesigen Wirtschaft zu schweren Zusammenstößen zwischen Nationalsozialisten und Anhängern anderer Patteien, in der Hauptsache Sozialdemokraten. Schließlich arteten die Auseinandersetzungen in eine regelrechte Schlägerei aus, in deren Verlauf ein National- s'oziali st mit einem Messer erstochen wurde. Noch in der Nacht trafen Beamte der Staatsanwaltschaft Limburg ein, die die erforderlichen Ermittlungen einleiteten.
Einfuhr des Jahres 1931 entsprechend rund 4 Millionen Pfund jährlich erbringen.
Das irische Kabinett erörterte iit einer Sondersitzung in der Nacht zum Mittwoch die . neuen englischen Sonderzölle auf irische Waren, Wie verlautet, wurde die Möglichkeit erwogen, in Beantwortung der englischen Zollmaßnahmen zunächst die für die englischen Einfuhren nach Irland erfolgte Weltreichs-Vorzugsbehandlung aufzugeben.
In den irischen Landwittschafts- und Handelskreisen herrscht große Bestürzung über die englischen Sonderzölle, die teilweise als ein tödlicher Schlag gegenüber den betroffenen Industrien bezeichnet werden.
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Ausland
Roher lleberfall polnischer Schützen auf eine deutsche Schule.
Könitz, 12. Juli. Bei einem geselligen Beisammensein, bas im Anschluß an ein Kinderfest der deutschen Schule in dem überwiegend von Deutschen bewohnten «renzdorf Blumfelb (Kreis Kronitz) in den Schulräumen stattfand, beengen in den späten Abendstunden plötzlich mehrer« Angehörige de- Polnischen Schützenoerban, des in di« Klaffenräume eie und geiffen die Anwesenden mit Meffeen an. Biee Personen wurden dabei verletzt, eine davon schwer. Die Teilnehmer de» Fest«« veeließen fluchtartig vi« Schul«. Di« gesamte Eiueichtuug bee Schule und di« Fensteescheiben wurden von den Friedens« ftöreen zetteümmeet.
Ablehnung de» Seneealsteeiks in Belgien.
Brüssel, 12. Juli. Der Eeneralrat der Sozialistischen Pattei und das Ratto- nalkomitee der Sozialistischen Eewerk- schaftskommission, die heute hier zusammentraten, um die Möglichkeit eines sofortigen Generalstreiks zu prüfen, haben den Generalstreik abgelehnt.
Fast alle Kohlenbeegwerke hn Lütticher Revier liegen still.
Lüttich, 12. Juli. Aus Solidarität mit den Bergarbeitern der Borinage find heute früh die Bergarbeiter in fast allen Kohlenbergwerken des Lütticher Reviers in den Streik getreten.
Die Regierung von Sao Paolo gestürzt.
Newyork, 12. Juli. Den neuesten Meldungen aus Rio de Janeiro zufolge soll die Regierung des brasilianischen
Staates Sao Paolo gestillt worden sein. Der Staat soll sich in den Händen der Rebellen befinden. Die Revolution scheint sich weiter auszudehmen. Sämtliche Garnisonen des Staates Sao Paolo sollen zu den Rebellen übergegangen sein.
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Deutsches Reich Sozialdemokratischer Parieivorstaud bei» Reichsinnenminister.
Berlin, 12. Juli. Der Reichsminister des Innern empfing heute nachmittag aus ihren Antrag, die Vorstandsmitglieder der SPD., die Abg. Wels und Breit, scheidt, die dem Minister das von der Partei gesammelte Material über die politischen Zusammenstöße der letzten Zeit überreichten. Die Herren machten weiter darauf aufmerksam, daß sie die Lage in Deutschland im Augenblick als besonders ernst ansähen und forderten Maßnahmen für Wiederherstellung der Ruhe um Sicherheit. Insbesondere stellte man die Wiedereinführung des llni- formverbots als notwendig hin. Der Minister erklärte, daß er Provokationen, von welcher Seite Sie auch kämen, nicht billige und auf bas äußerste bedauere, daß es als Folge solcher Provokationen zu blutigen Zusammenstößen gekommen sei. Die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung sei jedoch zunächst Sache der Landesbehörden. Das Reichskabinett werde, nachdem nunmehr der Reichskanzler zurückgekehtt sei, zu der innerpolitischen Lage alsbald Stellung nehmen. Die Wiederein, führung des llniformverbots lehnte der Minister ab.
Abkommen zwischen der deutschen und der belgischen Regierung über den Reis«» verkehr.
Berlin, 12. Juli. Zwischen der deutschen und der belgischen Negierung wurde heute in Berlin eine Vereinbarung über den deutschen Sommerreiseverkehr während der Monate Juli August und September nach Belgien beschlossen. Danach wird deutschen Erholungsreisenden, ähnlich wie es unlängst mit der Schweiz und bet Tschechoslowakei geschehen ist, auch für Reisen nach belgischen Seebädern und Kurorten auf Antrag die Genehmigung erteilt, über die Freigrenze hinaus bis zu 500 oder Devisen im Laufe eines Kalendermonats mitzunehmen. Anträge sind an die zuständige Devisenbeschaffungsstelle zu richten. Die belgische Regierung hat entsprechende Gegenleistungen im Warenverkehr zugesichert. Die Vereinbarung tritt am 14. Juli in Kraft.
Wahlabkommen der Wirtschaftspakt«.
Berlin, 12. Juli. Der Reichsausschuß der Wirtschaftspartei hielt in Berlin eine Tagung ab, um zu dem Wahlabkommen der Wirtschaftspartei mit der Bayerischen Dolkspartei, dem Bayerischen Bauernbund und anderen Mittelstands- Parteien Stellung zu nehmen. Der Reichs - ausschutz stimmte dem Abkommen zu. Der Reichsausschuß hat ferner die Reichsliste der Wirtschaftspattei aufgestellt.
Jungdeutscher Orden und Reichsiagswahl.
Man schreibt uns: „An der kommenden Reichstagswahl wird sich der Jungdeutsche Orden in keiner Form beteiligen. Die Parteien der Mitte sind zwar schwer geschlagen. sie sind aber noch nicht bereit, einer neuen Frontbildung im wahrhaft jungdeutschen Sinne Rechnung zu tragen. An dem „Kuhhandel", der heute noch um ihre sterbenden Positionen stattfindet, nehmen wir nicht teil. Unsere Parole heißt: Hände weo aus dieser Reichstagswahl!"
Di« Arbeitslosigkeit, in Newport. 1 Million Erwerbslose.
London, 12. Juli. Nach einer ,.Ti- mes"-Meldung aus Newyork wird die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Newyork allein jetzt auf eine Million geschätzt.
Äunft und MsseiMaft
— Für die Bayreuther Festspiele 1933 haben jetzt im Festspielhau unter Leitung von Generalintendant Tietjen die szenischen und technischen Vorproben begonnen. Sie gelten einer völligen Erneuerung des Nibelungenrings und einer Neuinszenierung der Meistersinger. Die Spielfolge der nächsten Festspiele umfaßt 8 Meistersinger- und 5 Parstfalvorstellungen, die Arturo Toscanini dirigieren wird, und zwei Ringzyklen unter der musikalischen Leitung Karl Elmendorfss. Als weitere Mitarbeiter am Bayreuther Werk wurden berufen: Professor Emil Preetorius, Leiter der Szenenklaffe der Staatsschule für angewandte Kunst in München, Kurt Palm und Direktor de- Kostümwesens der Preußischen Staats, theater.
Verlag Dr. C. H i tz e r o 1 h. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. Lothar Schneider: für Kom- munalpolftik, Provinz und Lokales: Lothar Schneider in Marburg. — Dr. Scheller beurlaubt