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<2berbesfische Seiteng, Mattmrg e. L. Montag, aat u. jun isaa
Nr. rou
Abgesang -er Festspiele
Marburger Slablzeilung
* Bon der Polizei. Sichergestellt wurde ein Fahrrad Marke „<2to= tot“, schwarzer Rahmen und gelbe Felgen mit schwarzen Streifen. Der Eigentümer kann seine Rechte bei der Kriminalpolizei geltend machen. — Gestohlen wurden am 9. d.M. nachm. in der Universität - sftahe ein Fahrrad, »Torpedo-Weil“, vkr. unbekannt, schwarzer Rahmen .am Sattel rechte Feder gebrochen, gelbe Felgen, hinten schwarze Gebirgsreifen, deutscher Lenker, Vordergabel zwei Fuhhalter, am Rahmen schlauchlose Luftpumpe, am Sattel ein Vorhängeschloß. Ferner ein Adlerfahrrad, Nummer unbekannt, schwarzer Rahmen und Felgen, Hinterrad neu, Felgen und Bereifung, Mauchlose Luftpumpe, Sattelmarke »Rebel“. — Weiter in der Kasernenstraße ein Fahrrad, „Expreß-Modell“ Mailand—^München, Nr. Unbekannt, schweizer Rahmen, gelbe Felgen mit schwarzen Streifen abgesetzt, blauem Strahlenkopf, abnehmbarer englischer Lenker, sehr gute Bereifung, Hinterrad Gepäckträger mit Federn, Dynamomaschine ohne Lampe, Kotflügel, Rückstrahler. — Cs sind in unserer Stadt in letzter Zeit Fahrradmarder an der Arbeit. Die Bevölkerung wird um Augenmerk auf diese Leute gebeten und Mitteilung über etwaige Beobachtungen der Kriminalpolizei zu melden.
* Unglücksfälle. Am gestrigen Sonntag haben sich in der Stadt allerlei Unfälle ereignet. So stürzte ein Student aus dem Fen st er und zog sich außer Kopfverletzungen ein Bruch beider Arme zu. — Beim Baden in der Lahn zog sich ein junger Mann einen komplizierten Schlüsselbein- bruch zu. — Auch bei den Faustballspielen aus dem Kämpfrasen verunglückte ein junger Mann durch einen Sturz und zog sich einen schweren B l u t- ergußamArmzu. — Weiter stürzte ein junger Mann vom Rad und verletzte sich am Knie schwer. Alle Verunglückten mußten Aufnahme in der Chirurgischen Klinik finden.
* Ertrunken. Beim Baden in der Lahn in der Nähe der Nehbrücke ist gestern ein junger Mann ertrunken. Die anwesenden Leute beteiligten sich sofort am Rettungswerk. Auch eine junge Dame, die an der Unfallstelle vorbei kam, sprang ins Wasser und versuchte den Mann zu bergen. Nach einer Stunde gelang es einem Einwohner aus Ockers- Haufen, die Leiche zu bergen.
* Großes Glück hatten am Sonnabend nachmittag zwei Motorradfahrer. Sie wollten mit einer großen Geschwindigkeit die Kurve an der Universität nehmen, gerieten in die Geleise der Straßenbahn und stürzten. Ungefähr 10—15 Meter wurden sie über die Straße geschleudert. Sie trugen nur Hautabschürfungen davon, während das Rad in Trümmer ging.
• Seinen Verletzungen erlegen Wie uns heute mitgeteilt wird, ist der junge Mann, der am Donnerstag bei den Ausschreitungen in Naunheim, Kreis Biedenkopf, durch einen Schuß schwer verletzt worden war, seinen Verletzungen erlegen.
• Schweinemarkt. Ain Donnerstag, dem 14. Juli, findet auf der Bürgerwiese ein Fohlen- und Schweinemarkt statt.
* Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund teilt uns mit: Zu den am morgigen Dienstag stattfindenden Wahlen zur Kammer der Allgemeinen Marburger Studentenschaft veranstaltet der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund heute abend, 19 Uhr, im Stadtgarten, Univer- sitätsstratze, eine große öffentliche Kundgebung, bei der die Herren Stoevesandt und Neuburg sprechen werden. Zu dieser Kundgebung sind nicht nur die Studenten, sondern auch die gesamte Bürgerschaft eingeladen. Ab 18 Uhr wird der N. S. D. St. B. gemeinsam mit der SA. und SS. durch Marburg marschieren.
• Sommerfest. Die Südschule feiert ihr diesjähriges Sommer- f eft am Dienstag, dem 12. Juli, auf Spiegelslust“. Um 2 Uhr marschieren die Kinder von der Südschule ab; der Rückweg erfolgt mit Lampions über die Bahnhofstraße, Steinweg, Wettergasie, Markt, Barfüßerstraße, Plan, Hafern en- sftatze zur Schule. — Bei ungünsttgem Wetter wird das Fest verschoben.
# Das Gastspiel Willy Bremen verlängert. Der große Erfolg, den der jugendliche Künstler Willy Bremen in unserer Stadt zu verzeichnen hat, hat die Leitung des Cafö Markees veranlaßt, das Gastspiel bis zum Honntag zu verlängern. "
Vier Wochen Festspielzeit find vergangen. Zum letzten Mal hat Laurentias Liebe den Till vom Galgen befreit, zum letzten Mal hat der behende Droll seinen Schabernak an den Liebenden getrieben jum letzten Mal hat Faust seinen Pakt mit Mephisto geschlossen — vorbei, vorbei! Aller nächtlicher Spuk verschwindet, leer steht die Bühne und wartet auf neue Verwandlung und Verzauberung im nächsten Jahr!
Der kritische Betrachter nimmt noch einmal das Wort zur Rückschau auf das Geleistete und zu Wünschen für ein kommendes Jahr! Das Gelungenste und Beste war ohne Zweifel die Inszenierung des „Sommernachts- träum s". Obwohl schon im vergangenen Jahr gespielt hatte er seine Anziehungskraft nicht eingebützt und gewann durch die neuen Schönheiten, die ihm vor allem im Reich der Elfen durch die Haß'sche Tanzgruppe und ihre Leistungen zuteil wurden, neue Freude. Mag das ein Fingerzeig dafür sein, daß man nie vergißt, welche unerschöpfliche Möglichkeiten gerade für diese Freilichtbühne im Shakespeare'schen Werk liegen! Dann der Till! Es war ein hübsches Spiel das aber (es ist nicht von der guten Aufführung die Rede) doch nicht den Grad der Volkstümlichkeit aufwies, den man sich davon versprach. Gibt es denn kein zeitnahes hessisches Volksstück? — das vielleicht gar weitgehend im Dialekt zu spielen ist? Es ist aber nicht gedacht an irgend ein historisches Festspiel, sondern an ein richtiges Volksschauspiel aus dem hessischen Bauern- und Bürgerleben — an etwas, das den Romanen Alfred Sorte an die Seite zu stellen wäre. Vielleicht liehe sich durch ein Preisausschreiben so etwas gewinnen? Und dann laste man das Wort F e st s p i e l e ruhig fallen! Es find viele, die mit einigem Recht in diesen Zeiten von Festspielen nichts hören wollen. Nennen wir es Schlohspiele oder — wenn die wirkliche volkstümliche Heimatverbundenheit weiter erstrebt werden soll und schon in der Wahl der Stücke erreichbar ist: Hessenspiele oder Hessenwochen in Marburg!
Dah die Spiele darstellerisch und bühnentechnisch gut sein werden, dafür kann die vergangene Spielzeit wohl als Gewähr genommen werden. Dr. Budde beweist in der Wahl seiner Mitspieler fast ausnahmslos einen guten Blick, er selbst hat seine besondere eindrucksstarke Art der Inszenierung, der Bewältigung von Massenszenen vor allem und in Franz Mertz steht ihm ein Bühnenbildner von hohen Graden zur Seite. Die Lösung der Aufgaben beim Faust etwa war schon ganz ausgezeichnet. Freilich darf man wünschen, dah im kommenden Jahr die ganze Arbeit frühzeitiger begonnen werden kann, dann werden auch die Mängel, die vor allem der ersten Faust-Aufführung — sicher nur bedingt durch zu kurze Borbereitungszeit — anhafteten, vermieden werden. Bon den Schauspielern nach den eingehenden Besprechungen noch einmal zu sprechen, erübrigt sich wohl, doch ist soviel zu sagen, dah der Verzicht auf so ganz besondere „Stars sehr richtig ist. Marburgs Schlohspiele wollen und sollen im bewuhten Gegensatz zum Pro-
Kun-se-ung für -le Weit -es S.L.
Der V. C. und 23. A. T. Marburg veranstaltet alljährlich, im Sommersemester den Oberhessischen Turner- schaftstag in Marburg, der eine Kundgebung für dte Einheit d e s V. C. darstellt. In den früheren Jahren wurde dieser Tag auf dem Marktplatz abgehalten, dem ein festlicher Aufzug durch die Straßen der Stadt vorausging. Aber die Not der Zeit hat auch hier Einschränkungen geboten und so wurde der diesjährige* Oberhessische Turnerschaststag im Garten der Turnerschaft „P h i l i p p i n a“ abgehalten, zu dem sich alle dem 23. C. und 23. A. T. Marburg angehörenden Tur- nerschaften eingefunden hatten. Die Verlegung vom Marktplatz nach dem Gatten der „Philippina" hatte der Veranstaltung keinen Abbruch getan. Mit dem Liede „Burschen heraus“ und den Begrüßungsworten des 1. Chargierten Langebartels der Turnerschaft „Saxonia" wurde der Turnerschaststag eröffnet. In seinen Begrüßungswotten betonte der Sprecher die Eeschlossenheat des 23. C. nach innen und außen. Ein wetterer Sprecher der gleichen Turnerschaft hob den erziehettschen Gedanken des 23. C. hervor.
Nach einigen fröhlichen Kommersliedern nahm der 1. Vorsitzende der Ober- hessischen Turnerschasten, Reichsbahnrat Janssen das Wott. Die Zeiten hätten sich geändert und auch die Feier des Turnerschaftstages, so führte der Redner aus, und so habe man sich auch heute zu einer bescheidenen Feier zusammengefunoen. 23on dem eigenllichen Turnerschaststag von stüher sei nur die Erinnerung übrig ge- blieben. Als wir Alten zusammentraten und uns fragten, ob es nicht bester sei, in diesem Jahre der Zeit entsprechend den Turnerschaftstag ausfallen zu lasten, kamen wir doch zu dem Entschluß, die alte Tradition zu wahren. Hier sollen die Al- ten mit den Jungen Zusammenkommen. Dann sollen Erinnerungen ausgetauscht werden. Redner erinnerte dann an die froh erlebten Stunden im 23. C. und gab .fzum, §Hluß^der.Hoffmlvg^Allsdruck^ daß.
minententheater der Großstadt stehen. Daß auch außerhalb der engen Schicht der sogenannten „Prominten“ gute, sehr gute Schauspieler leben, hat ja wohl jeder merken können: Bibetti, Blümner, Büttner, , Matte Hein, Renee Stobrawa — find sie nicht Beweis genug? Und Wüllner? Er gehört nicht zu diesen Prominenten, er gerade gehört mit seinen großen, bewußt dienenden — der Kunst, und nicht den Mastenanspruchen dienenden — Gaben und Leistungen auf solch eine Bühne wie die Marburger! Ihm gebührt Dank, daß er uns den Faust spielte. — und Budde gehött Dank, daß er das Wagnis des Freilichtbühnen-Faust unternahm, in diesem E o e t h e j a h r als Verpflichtung seiner Volks- bühne auf sich nahm — und mit gutem Eellngen durch- fühtte. Sollte man den Faust nicht wiederholen wollen, so wäre zu wünschen, für Ludwig Wüllner andere würdige Rollen zu finden: vielleicht denkt man einmal an den Lear oder an den Prospero in Shake- speares „Sturm“. — Aber den Kern des Spielplans sollte doch ein volkstümliches Stück bilden, damit wirklich die gesamte Landschaft, die enge und weitere Heimat erfaßt wird.
Und damft kommen wft zu dem, was die Spiele für die Stadt Marburg leisten. Sie sind und bleiben die beste (trotz allem!), billigste und wittsamste Werbung! Sie haben tn diesem Jahre trotz der schlechten Wftt- schastslage doch wieder einen großen Strom von Fremden nach Marburg geleitet, der sonst nicht gekommen wäre. Die nähere Umgebung, dann etwa Nauheim, Wildungen stellten ganz erhebliche Besucherzahlen. Eine früh er einsetzende Werbungsarbeit, zu der natürlich Vorbedingung ein frühzeitig festliegender Entschluß zu spielen ist, n>trb n o ch mehr erreichen können. Aber erreicht ist oiel! Es waren manche Tage, an denen die auswättigen Anfragen nach Plätzen gar nicht aufhötten, an denen die Besucherzahlen von auswätts die unserer Mitbürger übertrafen! Wir Marburger müssen uns aber wirklich mit verpflichtet und verantwott- iich fühlen, wenn das Werk seiner kulturellen und seiner wittschastlichen Aufgabe gerecht werden soll. Gegen den Widerstand auch nur von Tellen der Bürgerschaft läßt sich auf die Dauer solch eine Ärbeft nicht leisten, wie sie Dr. Budde und seine Helfer bisher mit Eifer und Hingebung geleistet haben! Seien wir dankbar, helfen wft durch Bejahen, denn dann, aber nur dann dürfen wft an Einzelheften frrtifieren! Im ganzen aber wollen wft doch emgestehm, daß die Festspiele schön und gelungen waren, daß wft große, unvergeßliche Eindrücke hat- ten, wie sie auch weitgehend in dem Urteilen der auswärtigen Presse festzustellen waren. Gerade dies soll man nicht unterschätzen.
o. t.
Nach Schluß der letzten Ausführung stattete die Leitung der Festspiele den Laienschauspielern ihren Dank ab und bat sie, sich heute abend zu einer kleinen Abschiedsfeier im Kurhotel Ortenberg einzufinden.
wenn die Zetten auch noch schlechter würden. der Ooerhesfische Turnertag des 23. C. auch der Zukunft erhalten bleiben möge. Der folgende Salamander galt dem gesamten Verband und dem deutschen Vaterland«. Negierungslandmesfer E i e d e aus Hanau wies noch einmal auf das Zusammengehörigkeitsgefühl des 23. C. hin.
Unter den Klängen der Kapelle Pauli und beim Singen alter Kommerslieder vergingen die fdeinen Stunden allzuschnell.
Kammerwahlen der A.M.S1.
Aus die morgen in der Zeit von 9—18 Uhr stattsindenden Kammerwahlen der Allgemeinen Marburger Studentenschaft wird hingewiesen. .Wahllokale sind: Hotel Schäfer (Bunsensttaße), Restaurant „Alte Post“ (Steinweg), Restaurant „Bopps Terrasse“ (Reitgaffe), Stadtsäle- Iägerzimmer (Universitätsstraße), sowie Casö Klingelhofer (Haspelstraße). Eingereicht wurden vier Wahlvorschläge und zwar: Liste 1 Nationalsozialistischer Deutscher StuSrntenbund, Liste 2 Ring Deuficher Studentinnen, Liste 3 Nationaler Block, Liste 4 Ueberparteiliche Arbeitsgemeinschaft Katholischer Korpora- tions- und Freistudenten. — Pflicht eines jeden deutschen Studenten sollte es sein, sein Wahlrecht auszuüben. — Die Wahlresultate werden gegen 20 Uhr durch ein Extrablatt der „Westdeutschen Akademischen .Rundschau“ bekannt gegeben.
• 23 o I ch s chnle. Morgen '(Dienstag) um 17.30 Uhr findet die letzte 'Führung durch das Museum im Iubi- läumsbau der Universität statt. Es werden bort wieder Werke der modernen Kunst besprochen werden, die vor kurzem in die Sammlungen aufgenommen wurden. — Am Dienstag, dem 19. Juli, wird um dieselbe Stunde die letzte Besichtt- gung des Botanischen Gartens stattfin- den, in dessen Pflauzenbesrand inzwischen manche Wandlung vor sich gegangen ist.
• W eg en Raummangel mußten einige Artikel für morgen zurückgestellt werden.
Bon Kommunisten Überfalle«.
Gemünden, 11. Juli. Als die hiesige SA. gestern von einem Propagandamarsch nach Löhlbach durch das benachbarte Grüßen marschierte, wurden sie hier von Kommunisten überfallen. Nach dem Be. ttcht eines Augenzeugen sollen diese Kommunisten vorher in der Gastwirtschaft ge- fesien haben und stark angetrunken gewesen sein. Sie haben den SA.-Sturm passieren lasten und von hinten die letzte Schar mit Pflastersteinen beworfen. In dem darauffolgenden Handgemenge gingen die Kommunisten mit Pflastersteinen, Messern, Zaunlatten vor. Ein Kommunist kam mit einer Axt in der Hand aus dem Hause, um auch noch einzugreifen. Die SÄ. setzte sich zur Wehr, hatte einen Schwerverletzten und zwei Leichtverletzte. Die Angreifer und der Haupträdelsführer find bekannt.
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Tagesanzeiger.
Montag, den 11. Juli.
Vergnügmigsanrelger.
Cafö Mattees, Reftgasse: 20 Ahr: Gastspiel des 12jShrigen Willy 'Bremen.
Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 20 Uhr: Estin Seidel mit seinen Jazz-Symphonikern.
Restaurant Dcrub, Frankfutter Sft.: 20 Uhr: Konzett mit Tanzeinlagen.
Stadtkeller: 20 Uhr: Künstlerkonzett. Capitol, Diegenstrahe: 17 und 20.15 Uhr:
„Zwei Herzen im '/«-Taft“.
Kamera, Kasernenstr.: 15, 17 n. 20.15 Uhr: „Es war einmal ein Walzer“.
Evangelischer Bund: 15 Uhr im Saale des Hotel Freidhof: Tagung und Vortrag: „Aufgaben des Evang. Bundes im Geisteskampf der Gegenwart".
Festhalle, Bürgerwiese: 16.30 Uhr: Versammlung der Bauarbeiter.
Bund „Königin Luise“, OttSgr. Marburg: 20.15 Uhr im Freidhof- Gründungsfeier.
Marburger Hausftauenverein e. D.: 20.15 Uhr im Saale des Cafe MatteeS, Reit- Igaffe: Vortrag „Die Bedeutung des Reichsmilchgesetzes für die Volksgesundheit“.
Stadt. Bekanntmachung
Vom Dienstag, dem 12. Juli 1932, ab werden in der Gifselberger Sftaße — von der Frankfutter Sftaße bis zur Schützen- pfuhlbrücke — Gleisbauarbeften ausgefühtt.
Der Verkehr wftd für die Dauer der Bau- arbeften auf der Ostfefte der Fahrbahn einspurig durchgefühtt. Die Durchfahtt ist nur geftatiet, roerni von der Mitte der Umbau« strecke aus bei Tag grünes Scheibensignal und bei Nacht grünes Lichtsignal gegeben wftd. Bei Erscheinen von rotem Scheiben- bzw. Lichtsignal ist die Durchfahtt verboten.
Marburg, den 9. Juli 1932. (3924
Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde.
Voß.
Letzte WirMallsmel-uiWn
r. Frankfurt, 11. Juli. Zum Wochenbeginn entwickelt sich an dem Pro- duktenmarkt ein sehr geringes Geschäft Die Händlerschaft ist weiter zurückhaltend doch hört man unveränderte Preise.
r. Berlin, 11. Juli. Bei nicht anregendem Angebot ist die Marktlage am Produktenmarkt unentwickelt und man kann den Markt als ruhig bezeichnen. Die Lieferungspreise für Weizen liegen 1/2 Matt, für Roggen um 1 Mark unter Sonnabend- Schluß. Hafer ruhig bei unveränderten Preisen.
24-27
25-29
20-24
25-28 20-24 16-19
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42-45 43-46 41-45 37-42
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24—27
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22-28
Auftrieb: Rinder 1343, Ochsen 293, Bullen 137, Kühe 477, Färsen 389, Kälber 499, Schafe 43, Schweine 4229. — Marktverlauft Rinder ruhig, Kälber und Schafe langsam« Schweine mittelmäßig
ßKlackwtelmwrtt grontfurl a. M.
11 Juli mittags 12 Hbr. lDorbencht)
1. Rinder:
Ochsen, vollfleischige ausgemästete Ztr. übg. höchsten Schlachtwerts jüngere SRL 34—35 ältere „ 28—31
sonstige vollsleischige jüngere Bullen, jüngere, vollsteischige
höchsten Echlachtwertr sonstige vollfleischige od. ausgemästete fleischige gering genährte
Kühe, hungere, vollfleischige höchsten Echlachtwertr sonstige vollfleischige od. ausgemästete fleischige gering genährte
Färsen (Kalbinnen, Jungrinder) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts vollfleischige fleischige
2. Kälber:
beste Mast- und Saugkälber mittlere Mast- und Saugkälber geringe Kälber
3. Schafe :
Mastlämmer und jüngere
Masthämnrel Weidemaft
Stallmast mittlere Mastlämmer, ältere Mast» Hammel und gut genährte Schafe fleischiges Schafvieh gering genährtes Schafvieh .
4. Schweine:
Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht vollfleisch.Schweine v. ca.240—300 Pf.Lbdg. vollfleisch.Schweine v.cm200—240 PfLbdg. vollfleisch.Schweine v. co.160—200 Ps.Lbdg. fleischige Schweine o.ca.120—180Pf2>tddg. fleischige Schweine unter 120 Pjd.Ldbg.
Sauen