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Drei moralische Forderungen Df. h. c. Alfred o. Weg euer
- die Lloyd George wohl mit Recht als iten Teil des Vertrages genannt hat —
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ihoerständigen veröffentlichen.
„Angriff Deutschlands" der Zivilbevölkerung der alliierten und assoziierten Regierungen und ihrem Eigentum zugefügt worden waren. In der Anlage 1 des Artikels 232 des Vertrages wurde die Schadenersatzpflicht im einzelnen genau festgelegt. So enthielt beispielsweise Ziffer 5 dieser Anlage für Deutschland die mit der Lanfingnote keinesfalls in Einklang zu bringende Verpflichtung, auch alle „Pensionen und gleichartige Vergütungen" zu übernehmen. Dadurch stiegen die Reparationsverpflichtungen ins Unermeßliche. Im Laufe der Rachkriegs-Verhandlungen wurden die Schäden selbst überhaupt nicht mehr berücksichngt, sondern lediglich die Leistungsfähigkeit Deutschlands, Zahlungen aufzubrin in Rechnung'gestellt.
Hiermit erschöpfen sich aber nicht die Ungerechtigkeiten des Versailler Vertrages. Die uns zugesagte Abrüstung der anderen europäischen Staaten, die ein erster Schritt für den Frieden der Welt sein könnte, ist bis heute nur ein Versprechen gebieben.
Auch sonst ist am Versailler Friedensvertrag gewiß noch mancherlei auszusetzen, aber diese dtei Punkte: Kriegsichuldlüge, Rechtsbruch in der Reparationsfrage und Bie bis fetzt verweigerte Abrüstung sind Tatsachen, die sich keineswegs mit dem ver-
durch Rußland in der großen Konferenz am 23. Juli unter Vorsitz des Zaren in letzter Stunde vereitelt.
Weiteren Anlaß zur Empörung gegen den Versailler Vertrag gibt der Rechtsbruch, der im Artikel 231 des Vertrags liegt. Deutschland war am 5. November 1918 vor Abschluß der Waffenstillstands- Verhandlungen in der Note des amerikanischen Staatssekretärs Lansing zugesagt worden, daß es nur die „besetzten Gebiete" wieder herzustellen hätte, worunter zu verstehen war, daß Deutschland für die durch seinen Angriff der Zivilbevölkerung der Alliierten und ihrem Eigentum zugefügten «rieben Ersatz leisten sollte. Auf Grund dieser Note hatte Deutschland in dem guten Glauben einen erträglichen Frieden zu erhalten, den Waffenstillstand abgeschlossen und den größten Teil seiner Waffen ausgeliefert. Im Lauf der Friedensverhandlungen wurden trotz des Einspruchs einiger gerecht denkender Amerikaner die klaren Verpflichtungen der Lansingnote verlaßen und die Reparationsforderungen im Artikel 231 des Versailler Friedensvertrages nach anderen Gesichtspunkten festgesetzt. Statt der vereinbarten Wiederherstellung der „besetzten Gebiete" wurde von Deutschland verlangt, alle Verluste und Schäden wieder<^'t,umachen. die durch den
«ußisch, m Ausdruck gekommen ist, muß heute sozi, Zeugnissen erster Historiker und KeleltM echtsgelehrter des In- und Auslandes als 9 verlegt bezeichnet werden. Bereits im vlthl b miheft vorigen Jahres konnte ich in den r'.rd. Perliner Monatsheften" das Zeugnis fast 5 0 ausländischen ersten
sick> klar gegen die Versailler Kriegs- ckdthese ausgesprochen haben. Inzwischen jen a tb neue beachtenswerte Stimmen hervor- efereut aender Persönlichkeiten des Auslandes , kannt geworden. Auch religiöse Ee- nnschaften haben ihrer sittlichen Ent- 16 stung über das Versailler Urteil Aus- ifiihno uck gegeben.
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>o lsch, »rderungen aufzustellen:
im Sie 119 um 3 Uhr nachmittags fand in der stark | piegelgalerie des Versailler <md chlosses d i e Unterzeichnung dre oie ,s erzwungenen Vertrages
£rb Das Urteil von der deutschen Allein- stkamps^ uft> am Kriege, wie es im Friedensver- ig und in der Note vom 16. Juni 1919
Nm 28. Juni jährt sich zum 13. Mal der , an dem die deutsche Regierung in ___ sailles den Vertrag unterzeichnen lud pLißte. der den militärischen Kampf des [JR- Mrieges beendete, ohne Deutschland 'S® i Frieden zu bringen den das deutsche ietzen^ Quf Grund der Wilsonschen Ver- , qu« J rechungen erwarten konnte. Am 28. Juni
h auch dagegen, daß verwerfliche Mittel
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------Reformationsfest, tanderlicher Weise aber soll es an A tal Jahresfest geschehen. Solche Feste ” Gi-oßvflugtage und Großsaattaae
r erst gewandt worden sind, um das faffche abg. j cteil in der Schuldfrage zustande zu in A mgen. Während der Friedensverhand- inn ro «gen in Paris hat eine Kommission von leter i 1 Delegierten über die Schuld Deutsch- Zahlkn «ds am Kriege ein Urteil abgegeben, is aus einem Material beruhte, das zum Sßten Teil unvollständig, lückenhaft, ten- ^^Hiziös und zum Teil sogar gefälscht war. den Fälschungen der Dokumente ist Hebers der Quai d'Orsay beteiligt, der in tent Eeldbuch, das den diplomatischen giftwechsel der Julikrisis enthält, ge- fchte Dokumente veröffentlicht hat mit
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und fti m klar erkennbaren Ziel, die Verant- elzerA Ortung für die russische Mobilmachung
Zusa wtschland und Oesterreich zur Last zu le- ’i n. In Wirklichkeit rvaren die Beweger DA linde des zaristischen Rußlands, den vorreiteten und für den Fakl eines Vor- alliben Heus Oesterreichs gegen Serbien wegen en s Attentats von Sarajewo von PoincarH ■■ für' billigten Krieg zu führen. Selbst die noch M "gliche friedliche Beilegung des Konflikts ist 64« ’^ert Oesterreich und Serbien wurde
anisatü Die Empörung richtet sich aber nicht nur tschlosst gen das Urteil. Deutschland habe den , dies vorsätzlich geplant und absichtlich m Zaune gebrochen, um die Weltherr- aft an sich zu reißen, sondern sie wendet
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nfeerb » roerheißend ausgenommen worden -- Aber freilich: auch der einmal urbar
d nrtl keiner Wanderung durch unser Hes- urch C Eand kehrt der Hessen-Kasielsche Haupt- Ausdn ein der evangelischen Eustav-Adolf- e-.i »et» iftung in diesen Tagen zum sechsten b-rlego al in Marburg ein. In keiner hes- taae > sen Stadt hat er so oft Aufnahme ge- oerehtt tbert als in dieser Stadt. Bereits am
। Januar 1844 war in Marburg ein btcn < °rnnzialverein der Eustav-Adolf-Stif- bcr » ’S für die Provinz Oberhesien gegründet mch da rden. Der Notruf der Elaubensgenosien, ;end » in Gefahr standen, der evangelischen einer < che entrisien zu werden, das Beispiel Weh« Männer, die die heilige Pflicht, den 1 ®’L 'enben Brüdern zu Hilfe zu eilen, zu Ktei tu erkannt und öffentlich bezeugt hatten, bete auch in Marburg. Consistorialrat "sesior T>. Scheffer und Profesior .Nettberg mürben die Führer des ... r,i Iegründeten Vereins und treue, uner- ütteliu bliche Werber für die Mitarbeit an tritt > t begonnenen Liebeswerk.
.3"-. ro betreten wir. wenn wir Heuer — ew K 1 ersten Mal nach 24 Jahren — wieder ertjop trburg zum Ort unserer Hauptversamm- 'S und unseres Jahresfestes gewählt ha- e.‘j '• der freundlichen Einladung der bei- evangelischen Gemeinden Folge end. kein Neuland, das erst bearbeitet ! i-te» l.9eroonnett werden müßte, sondern ' ' .jjj in das der gute Same unseres Lie- s^rkes von Anfang an keimkräftig und
r“S m Mrtsfeft des HellenMMen Gustav-Adols-Atteins
t tn i in Landespfarrer D. Fuchs, Vereins- ten. Vorsitzender.
, c Trema;: aucy oer einmal uroar ' hnr 1 „ Boden muß immer wieder neu b sis. und bepflanzt werden. Das soll zbanb' '.tt ■ wo unser Verein heimisch gewor- Zenta Jahr um Jahr geschehen durch ge- ■ thtf ute Berichte, durch werbendes Wort im ianti^ i dienst, zumal am Reformationsfest, sie ni tanberlidjer Weise aber soll es an
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Em Wagen aus dem trachtenreichen Festrug mit dem Groben Kurfürsten, der seiner Gattin Louise Henriette von Oranien hier ein Schloß errichten lieb. Die Stadt, die sich bis dahin Bötzow nannte, trug künftig den Namen Oranienburg.
fein. An ihnen soll den besuchten Gemeinden in eindrucksvoller Weise die Not unserer Elaubensgenosien in der Zerstreuung vor die Seele gestellt, aber auch der Segen bezeugt werden, der durch den Dienst des Eustav-Adolf-Vereins ihre Not lindern und mindern hilft. Was könnten wir uns und unserem Werk und den evangelischen Elaubensgenosien dieser Stadt Besieres wünschen, als daß unser Marburger Jahresfest den alten Freunden neue Freudigkeit und neue Liebe zu unsrer großen, ernsten und verheißungsvollen Arbeit schenken, erstorbenes und ersterbendes Jn- teresie neu beleben, neue Freunde und Mitarbeiter uns zugesellen, und alles in allem: die Freude an unsrer evangelischen Kirche und an den Gütern der Reformation. um die es uns in unsrem Vereins- werk zu tun ist, und den Bekennermut, der unsren Gemeinden heute mehr denn je nottut, stärken und kräftigen möchte!
Als ein Sammel- und Bauverein ist die Eustav-Adolf-Stiftung vor 100 Jahren ins Leben getreten. Mit dieser Charakterisierung hat man sie zuweilen gegenüber anderen Glaubens- und Liebeswerken als minderwertig herabsetzen zu sollen geglaubt. Beiträge sammeln, um dann mit den Ergebnisien der Sammlung steinere Häuser: Kirchen. Pfarrhäuser, ^Schulhäu- ser, Gemeindehäuser zu bauen — was ist das Sonderliches! Aber wenn nun doch, wie man mit Recht von den Geldgaben gesagt hat, Geld konzentrierte Kraft ist, wenn in dieser Kraft etwas verborgen ist und heimlich mitschwingt von der Glaubens- und Liebeskrast der Spender, wenn in den steinernen Häusern, zumal 'in den Gotteshäusern, die wir unsren unter Andersgläubigen lebenden, oft so vereinsamten Elaubensgenosien bauen helfen, die nach Kraft und Trost Verlangenden g e - sammelt und auf dem unvergänglichen Elaubensgrund auferbaut worden, so ist unser Eustav-Adolf-Verein auch ' int besten und allertiefsten Sinn ein Sammel- und Vauverein, der sich dieser Charakteri- sieruno nickt « ickämen braucht. Längst
freilich ist er mit seinen Aufgaben über den , bloßen Sammel- und Bauverein hinausgewachsen. Nicht bloß, daß ihm seit dem Krieg zu der Pflege einzelner Diasporagemeinden die Fürsorge für ganze Kirch.engemeinschaften — in Lettland, in der ehemals deutschen Ostmark, in der Tschechoslowakei, in Rußland und vor allem in Siebenbürgen — zugewachsen ist. Seine Arbeit erstreckt sich immer mehr auf das persönliche Gebiet, auf Mithilfe zur Aussendung von Diakonissen in die deutschen evangelischen Gemeinden Brasiliens, auf die Ausbildung evangelischer Auslandstheologen zum Dienst in ihrer Heimatkirche. „Die starke Wendung zum Persönlichen hin, die unsere Arbeit in neuerer Zeit genommen hat, — so heißt es int letzten Jahresbericht des Zentralvorstandes der Stiftung —, insbesondere die Betonung unserer Erziehungspflicht an dem Pfarrernachwuchs der Diaspora, fließt aus dem Blick auf die Not unserer Kirche und aus der Verantwortung für ihren Bestand in unserem Volke." In einer Universitätsstadt, wie Marburg es ist, darf wohl die Mitteilung auf besonderes Jnteresie rechnen, daß nicht J weniger als 150 Studenten der Theologie aus Auslandskirchen von dem Zentralvorstand in Leipzig alljährlich mit Stipendien bedacht werden, und daß ht dem vor zwei Jahren errichteten, nach dem verdienten Vorsitzenden der Eustav-Stiftung, Prof. D. Dr. Dr. Rendtorff benannten Franz-Rendtorff-Haus in Leipzig 24 evangelische Auslandsstudenten, darunter auch solchen nichtdeutschen Volkstums, ein Heim bereitet ist.
Wenn die Schriftleitung dieser Zeftung mir als Vorsitzenden des Hesien-Kasieler Gustav-Adolf-Vereins ihre Spalten für ein Erußwort an die evangelischen Gemeinden
• Marburgs freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat, so darf ich wohl mit einer Notiz schließen, die ich in einem Aufsatz aus der Feder von D. Franz Blanck- meifter über „Die Gründung des Gustav- i Adolf-Vereins vor 100 Jahren" fand. Als 1
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lorenen Krieg rechtfertigen lassen. Hieraus ergeben sich von selbst nachstehende Forderungen.
Die unwahre Behauptung. Deutschland sei der alleinige Urheber des Krieges muß ausgegeben werden; das bei der Festsetzung der Reparationen im Vertrag verletzte Recht muß wiederhergestellt und das Versprechen, die Abrüstung durchzusühren, muß eingelöst werden.
Die Empörung des deutsches Volkes über den Vertrag von Versailles ist gerecht, ehr. lich und notwendig. Denn nut aus der Empörung heraus kann derWille geboren werden, die Ungerechtigkeiten des Vertrages zu beseitigen und in Europa den Frieden aufzurichten, den die Völker brauchen, um die Massen vor der gänzlichen Verelendung zu schützen.
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Dr. Ernst Scholz, der langjährige Führer der Reichstags- ftaktion der Deutschen Volkspartei, ist, rote gemeldet, im Alter von 58 Jahren gestorben.
Der Frauenschmuck vor 3000 Jahren.
Museumsdirektor Gemprich in Halberstadt hat in der Nähe der Klusfelsen, einer Felsgruppe im Süden Halberstadts, einen bedeutsamen prähistorischen Fund gemacht. Es handelt sich um einen Bronzeschatz, der in einem Tontopf 60 Zentimeter tief unter der Erdoberfläche ruhte. Das Tonge- fäß enthielt den unversehrten Schmuck einer Frau aus der Bronzezeit von vor etwa 3000 Jahren. Alle Gegenstände sind tadellos erhalten und zeigen neben dem Bronzeglanz eine prächtige grüne Patina. Der Schmuck besteht aus einem großen Ee- wandhalter, einem Halskragen, zwei Halsringen. acht Armringen, einer Armspirale, einem kleinen Spiralhalter, zwei Sicheln zum Aehrenschneiden, sieben kleinen Bron- geringen und zwei Schmuckrollen.
unter dem Eindruck der erhebenden Gedächtnisfeier, die am 6. November 1832, am 200jährigen Todestag Gustav Adolfs, in Gegenwart von 12 000 Menschen in Lützen gehalten worden war, der Gedanke auftauchte und bald in vieler Herzen zündete, dem großen Schwedenkönig, dem Retter der evangelischen Cache in Deutschland, an der Stätte seines Heldentodes, die bis dahin nur durch einen großen Feldstein bezeichnet war, ein Denkmal zu ervt^en und hierfür in ganz Deutschland Geldmittel zu sammeln, da wurde auch in der hierfür besonders interessierten Bevölkerung Leipzigs die Frage erörtert, was mit den Geldmitteln geschehen solle, die mehr eingehen würden, als die Denkmalskosten in Anspruch nehmen würden. Damals schrieb die Redaktion des Leipziger Tageblatts: „Sollten die eingehenden Beträge so beträchtlich werden, daß sich eine selbständige Stiftung dadurch begründen ließe, so tritt ein Verein geachteter Männer zur Beratung darüber zusammen". T>. Blanck- meifter bemerkt hierzu: „Die Anregung zu einer Stiftung gegeben zu haben, dies Verdienst gebührt also der Schriftleitung einer deutschen Tageszeitung." Der Leipziger Superintendent T>. Großmann ist dann der Mann gewesen, der nicht bloß den Gedanken der Stiftung mit liebe- roarmem Herzen aufgriff, sondern ihr auch den Inhalt gab, durch den sie im Verlauf von nun 100 Jahren ein Segen werden sollte für unsere evangelische Kirche und insbesondere für ihre zerstreuten und in ihrem evangelischen Glauben bedrohten Glieder und Gemeinden.
Möge es unferm Eustav-Adolf-Vereins- werk niemals an treuen Werbern. Beratern und Mahnern in Wort und Schrift, in kirchlicher und weltlicher Presie fehlen! Aber möge es vor allem ihm selbst in der Gründlichkeit und Besonnenheit seiner Ar- bett und in dem Ausweis seiner Früchte niemals an der werbenden Kraft gebrechen, ohne die all' unser und unserer Freunde Schreiben und Reden nur toter Buchstabe, nur tönendes Erz sein und bleiben würde!