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Bayern lehnt ab

Offener Gegensatz zur Neichspolitik

Äbechessssche Zeitung

Anzeiger für sdas frühere kurhessifche) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

Leon Blum faßt das Objekt der deutsch­französischen Verhandlungen von der praktischen Seite an.

Wenn man den Angaben der franzö­sischen Presse Glauben schenken kann, so betont er imP o p u l a i r e", so sei Frankreich bereit, die Reparations­zahlungen auf 300 Millionen herab­zusetzen. Diese, Betrag soll zu zwei

Drittel an Amerika abgeführt wer­den. wahrend der Rest nach dem Schlüssel von Spaa unter die Gläu- bigermachte vertrUt werden soll. Der Betrag, den Frankreich erhalten werde, sei also das Streitobjekt i» Lausanne.

Es sei bedauerlich, daß die französische Ab­ordnung um eine derartig lächerliche Summe die moralische Stellung Frank­reichs in der Welt und die Wiederaufrich­tung der internationalen Wirtschaft ge­fährdet

Hoffnungsvollere Beurteilung in London fk. London, 25. Juni. Die Teil­äußerungen des Außenministers Sir John Simon vor dem Kabinett, das sich am Freitag in zweistündiger Sitzung mit

Aufhebung des Demonstrationsverbotes

3m Landtag beschlossen.

ff. Berlin, 25. Juni. Der Preußische Landtag hat gegen 1 Uhr nacht« nach einer erregten Aussprache den nationalfozia- liftischeu Antrag auf Aufhebung de« Demonstrationsverbotes mit bett Stimmen der RSDAP, der DNBP und der KPD angenommen. Weiterhin wurde in der Rachtfitzung ein Ausschuhantrag angenom­men, der umfangreiche Hilfsmaßnahmen für die durch Unwetter geschädigten preuhischen Gebiete fordert.

rascht sein, wenn der bayerische Minister­rat, der sich am Freitag vormittag und auch am Abend des gleichen Tages mit der Abfassung der Antwort an Reichsregierung befaßte, zu t1.. ... durchaus ablehnenden Stand­punkt gekommen ist.

Lausanne, 24. Juni. Die Sitzung Ni deutschen und der französischen Dele- pition hat bis kurz vor 13 Uhr angedauert. ß«i ihrem Abschluß wurde folgendes kommuniqus ausgegeben:

Sie deutsche und die französische Dele- «tion haben heute morgen eine erste Ar»

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Wenn die Reichsregierung sich der Stimme Bayerns gegenüber völlig taub zeigen wolle, dann müsse man wohl d»> mit rechnen, daß das Reichskabinett zu Maßnahmen greifen werde, die man in Bayern als einen Akt der Der- gewaltigung und der Wlllkür be­trachten würde, auch wenn sie in eine zu­nächst gültiges Reichsrecht schaffende Rechtsform gekleidet würden.

etc ^VberhrMsch« Zeitung' et- ßeint sechsmal wöchentlich. Br- ^Aspreis monatl. t Marburg 2.02 KM. ausschl. Zustellungsgebühr, lei unsren Agenturen 1,93 GM. ^zügl. Zustestellungögebühr, durch He Post 2.25 GM Für etwa lurch Streik, Maschinendefekt oder elementare Ereignisse ausfallende Kummern wird kein Ersah ge­leistet. Derlag, Dr. §. Hiheroth» der Univ-Duchdruckerei yfr. Ang. Loch. Markt 21/23. sternsprecher: Rr. 54 und Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt 4. W. Rr. 5015. Sprechzeit kt Redaktion ben 10M und

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Hoheit eingreifende Maßnahmen züzuge- stehen, die im Deutschen Reich verfas­sungsmäßig nun einmal der Staatsge­walt der Länder zustehe.

Bei dieser tiefgehenden politischen und rechtlichen Meinungsverschiedenheit zwi­schen Reichsregierung und bayerischer Stactsregierung werde niemand über»

600 Millionen?

ff. Paris, 25. Juni. Die erste $u= imnrenkunft der deutschen und franzöfi- kn Abordnung in Lausanne findet in der iariser Presse um so größere Be- !htung. als man in ihr ein historisches teignis sieht, da eine so groß aufge- *6tne Konferenz zwischen deutschen und ^nzöfischen Unterhändlern seit Friedens- luß noch nicht zu verzeichnen gewesen ist. «Nn auch das praktische Ergebnis dieser en Fühlungnahme noch recht mager ist, ^.begrüßt man das vor allem, daß die Ee, die gewöhnlich derartige Zusam- ^nkünste kennzeichnet, durch einen freund- *kn Ton (?) ersetzt worden sei.

.Pertinax betont imEcho de sirris", man habe deutscherseits wohl ^e ganze Reihe von Vorschlägen unter« ?rtet, die als Gegenleistung für die «eichunk der Reparationszahlungen d re­

ff. München, 25. Juni. In de, heute zu, Entgegennahme der Regierungs, erklarung einverufenen Bollversamm­lung des bayrischen Landtages erklärte Ministerpräsident Dr. Held, daß die Re­gierung einmütig beschlossen habe, das Er, suchen des Reichsinnenministe'. zur Auf­hebung des bayrischen Uniformverbotes abzulehnen. Die Regierung erblickt in der Aufhebung dieses Verbotes eine derart große Verantwortung, daß sie diese denen überlassen wolle, die auf der Aufhebung bestände». In Abwesenheit der ausge­schlossenen RSDAP. und der nicht an­wesenden DRBP. wurde diese Regierungs- erklärung vom bayrischen Landtag gegen die Stimmen der Kommunisten gebilligt.

Zu den Beratungen des bayerischen Ministerrates schreibt die parteioffiziöse Bayerische Volkspartei-Korrespondenz, der Konflikt, der zwischen Bayern und der Reichsregierung entstanden sei und der von der Presse Hitlers und Hu- genbergs als bayerische Separation und bayerische Reichsfeindlichkeit hingestellt werde, beruhe im wesentlichen darin, daß die bayerische Staatsregierung mit bestem Willen sich nicht den politischen Auffas­sungen der Reichsregierung anschlietzen könne. Man sei in Bayern, wo bis jetzt Ruhe und Ordnung herrschte, voll der ernstesten Besorgnis, daß die Politik der Reichsregierung mit Einschritten auf eine bürgerkriegsschwangere Situation hin treibe.

Dazu komme für die bayerische Staats- regierung noch der Rechtsstandpunkt hin­zu, der es grundsätzlich nicht erlaube, der Reichregierung so tief in die Polizei-

nen sollten. Bis heute könne man sich aber noch kein klares Bild über den Wert dieser Vorschläge machen.

DieR e p u b l i q u e" glaubt zu wis­sen, daß Herriot seinem festen Willen zu einer Zusammenarbeit Ausdruck gegeben, aber gleichzeitig betont habe, daß Frank­reich wegen seiner eigenen internationa­len Verpflichtungen nicht auf seine Rechte verzichten könne.

sondern werde jeweilig entsprechens« Gegenvorschläge im Lause der, Genfer Verhandlungen machen. , i(

Zwischenbilanz von Lausanne. " fk. London, 25. Juni. Die Zwi­schenbilanz, die die Korrespondenten der englischen Presse in ihren heutigen Be­richten aus Lausanne ziehen, sind vor­sichtig, aber keinesfalls hoffnungslos.

Der Sonderberichterstatter derli* m e s" meldet, daß die erste direkte Zu- sammenkunst der deutschen und franzö­sischen Delegationen besser geendet haben, als am Abend nach den in beiden Lagern geäußerten Ansichten erwartet werden konnte. Niemand hier glaube, daß Deutschland jemals wieder Reparationen zahlen werde, aber es sollte, wenn auch nur des Prin­zips Willen, einer Pauschalzah­lung zu stimmen und so die franzö­sische Oeffentlichkeit besänftigen.

v. Papens Berliner Reise

Berlin, 24. Juni. Die Reise des Reichskanzlers nach Berlin hat nach Auf­fassung politischer Kreise den Zweck, daß Herr von Papen dem Reichspräsiden­ten Über die Situation von Lausanne Bericht erstattet und sich außerdem mit den in Berlin verbliebenen Mitgliedern des Kabinetts darüber berät. Voraus­sichtlich wird morgen mittag der Emp­fang des Kanzlers beim Reicksoräsiden» ten und nachmittags eine Kabinetts­sitzung stattfinden. Ursprünglich hatte! man bekanntlich geglaubt, daß der Kanz­ler schon verhältnismäßig bald wieder; nach Berlin zurückkehren könnte. Nach dem tatsächlichen Verlauf der Konferenz ist feine Teilnahme aber notwendiger denn je, denn die Verhandlungen find doch erst heute mit der direkten deutsch.französischen Füh»- nähme in den enffcheidenden Ab­schnitt eingetreten.

Bei seinem Besuch hat der Kanzler auch Gelegenheit, sich wieder genau über die innerpolitische Situation zu informieren, wie sie sich nach der Län­derkonferenz vom Mittwoch ergeben hat. In unterrichteten Kreisen rechnet man für Anfang der nächsten Woche mit einer Entscheidung, wahrscheinlich für Dienstag. Diese Entscheidung wird in den Grundzügen bereits in der morgigen Kabinettssitzung besprochen werden.

Der belgische Plan in Lausanne.

Lausanne, 24. Juni. In einem Eommuniquä der belgischen Delegation heißt es: Die belgische Delegation hat einen Plan ausgearbeitet für den wirt­schaftlichen und finanziellen Ausbau Europas. Die vorgesehene Lösung würde sich hauptsächlich auf die Reorganisie­rung gewisser öffentlicher Un­ternehmungen in Deutschland be­ziehen, ferner auf eine internatio­nale Tributorganisation und schließlich auf eine Reform des Zoll­systems.

Unterbrechung der Genfer Abrüstungs- befprechungen.

Genf, 24. Juni. Die Abrüftungsbe- sprechungen zwischen der amerikanischen, englischen und französischen Delegation sind heute unterbrochen worden. Sie sollen am nächsten Montag wieder ausge- nommen werden.

' g'y Kgnng dex finanziellen und wirtschast-

1 littag stattfinden.

[ 0J5 ®ei Schf"b der heutigen Lorrnittag»-

den Vorgängen in Lausanne und Gens befaßte, haben, wieDaily Telegraph" meldet, dazu geführt, daß die Aussichten der Lausanner Verhandlungen in Regie­rungskreisen etwas hoffnungsvoller be­urteilt werden. Man glaubt, daß die Möglichkeit eines Einvernehmens zwi­schen England, Frankreich und Deutsch­land bestehe, wodurch eine Erleichterung der internationalen Finanzlage erreicht werden könne. Hinsichtlich der H 0 0- ver-Abrüstungsvorschläge sei das Kabinett der Ansicht, daß es die Er­klärung des amerikanischen Präsidenten begrüße, aber der englische Plan für die Herabsetzungen der Rüstungen zur See vorzuziehen sei. Es sei daher, so sagt die Daily Mail", unwahrscheinlich, daß England die amerikanischen Vorschläge in ihrer jetzigen Form annehmen werde,

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e0.20 esprechung gab Herriot Pressevertre« e 0.38 kn eine kurze Darstellung des Verlaufes, '0 08 1 der er betonte, daß es sich um eine gute c0;25 ftbeitsjufommenfunft gehandelt habe. Er q^598 i zufrieden und rechne auf de» guten

Den aller, um zu einem Ergebnis zu gen. Die Verhandlungen würden

en unter Umstände« auch in feiner fenbeit weitergehen. Zum Schluß kterisierte er die Stimmung mit fol- den Worte« in deutscher Sprache: i e inst ist kühl, aber es dunkelt icht!"

Deutschland lehnt energisch ab.

ft Lausanne, 25. Juni. Am Frei, nachmittag sand die zweite Be­ßre chung der deutschen und sranzösi- n Minister statt, ht der nach einem Be­icht französische« Finanzministeriums kr die Wirtschafts- und Finanzlage «ankreichs eine Aussprache stattfand, perriot hielt i« diesen Besprechungen Meingefchränkt an dem französischen Standpunkt fest, und meldete sogar iedernm den Anspruch Frankreichs aus eitere deutsche Tributzahlungen an. Das kzige pofittve Ergebnis bestand in der inbarang. daß deutsche und sranzö- Finanzsachverstandige die Besprechun­fortsetzen werden.

Son de, deutschen Regierung ist der dnzöfische Tributanspruch neuerlich ts# »ischieden abgelehnt worden. Z Reichskanzler Pape« wird hn Lause Ef;lfs Sonnabend i« Berlin ei«treffen nm S;lrni Reichspräsidenten über die Lausanner

!^»Handlungen Bericht erstatten.

Lausanne imkühlen Halbdunkel

Törichte Wortspiele Herriots 600 Millionen? v. Papen nach Berlin unterwegs