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bot es ermöglichen. Die vorbereitenden Arbeiten sind bereits im Gange. Die ge­setzlichen Bestimmungen der Länder über das Uniformtragen «sw. werden da Reichsrecht Landesrecht bricht, darch eine solche Notverordnung automatisch hinfällig. Den Ländern bleibt allerdings die Mög­lichkeit. soweit die verfassungsrechtlichen Boraussetzungen gegeben stnd. Klage beim Staatsgerichtshof einzureichen. Wie wir hören, wird die bayerische Regierung ge­gebenenfalls von diesem Mittel Gebrauch machen, während die anderen Länder die . neue Notverordnung, wenn auch unter

Protest, hinnehmen werden..

rasse nten 3532

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

Äbecheffischr Zeitung

besonders sei anerkannt worden, batz tiefe Regelung nur mit Hilfe der Ber- tinigten Staaten einen endgültigen

Charakter tragen könne.

fobonalb habe daher Herriot aufgefor- direkte Verhandlungen mit deutschen Ministern anzu- tiipfen. Dadurch wäre es zweifellos

fl. Berkin. 24. Juni. $ee Reichs- kabinett wird sich am Sonnabend mit den Antworten der Länder in der Sache der polizeilichen Verbote beschäftigen. Wie verlautet plant die preutzische Regierung eine Vorverlegung der Polizei, stunde. Rach PressemeUmngen scheint es ferner klar zu sein, batz eine neue Rot- verordmmg über dos Uniformtra­ge» und die Demonstrations- freiheit unvermeidlich ist. Die neue Notverordnung wird voraussichtlich <hn Montag nächster Woche auf Grund des Artikels 48, Absatz 4 der Reichsverfassung verkündet werden und für da» gesamte Reichsgebiet eine einheitliche

Srettag, kn24.3imil932

Die deutschen Unterhändler tten einen bis in die kleinsten Einzel- ten ausgearbeiteten Plan, der jedoch 6 Engländer wenig zusage. Man stütze er auf die Hauptschwierigkeiten einer «gelung.

Savas über die englisch-französische Unterredung.

Varis, 24. Juni. Havas berichtet

Mr die gestrige Unterredung zwischen Irtriot, Germain Martin, Macdonald und j ^ncirnan, datz sich daraus eine deut­liche Entspannung der französisch- | Wichen Neparationsverhandlungen er- I Jen haben. Man scheint sich über eine I !^ahl Grundsätze geeinigt zu haben, die I * Grundlage der gesuchten Lösung bilden

möglich, den zwischen der englischen und französischen These gesuchten Ausgleich zu erzielen.

Die englische wie die französische Dele­gation seien über die Notwendigkeit einer endgültigen Regelung einig, die keine wei­teren Konferenzen erfordern würde. Wäh­rend England die Streichung bet deutschen Verpflichtungen vorschlage, verlange Frankreich die Festsetzung einer Pauschal­summe, die die Höhe der deutschen Ber-' pflichtungen ein für allemal festlege. Anderseits erkennt Frankreich loyal an, datz es Deutschland unmöglich sei, vor Rückkehr seiner normalen Lage irgend­welche Barzahlungen vorzunehmen. Frank­reich verlange daher nur. datz ihm die gleiche Moratoriumsbehanttlung für seine eigenen Zahlungen zugestanden werden. Die Engländer beständen auf der Repa­rationsstreichung, damit die deutschen Zah­lungen der deutschen Wirtschaft nicht schadeten. Um dieser Gefahr zu begegnen seien die französischen Unterhändler be­reit, Deutschland eilte grotzzügige Herab­setzung seiner Verpflichtungen zuzugestehen, eine Herabsetzung, fcfie vollkommen mit der Zahlungsfähigkeit Deutschlands in Ein- klang stehen würde.

Eine neue Notverordnung?

Bayern bleibt hartnäckig

.ObrrheMche Zeitung' et- total sechsmal wöchentlich. Be­ispiels uwnatl.i. Warburg 2.02 M ausschl. Zustellungsgebühr, lei unsren Agenturen 1.93 GW. «ijfigL Zustestellungsgebühr, durch

Post 2.25 GM Für etwa ^ch Streit, Maschinen defekt oder £tnentatt Ereignisse ausfallend« gummern wird kein Ersah ge* ^jstet Verlag, Dr. S Hltzerotb. jnirf Oer Un ib-Bnchdrucker«i Aod Aug. Koch, Markt 21/23. prnsprecher: Nr. 54 und Nr. 55. Postscheckkonti: Am' Frankfurt

M. Nr. 5015. Sprechzeit IH Redaktion von 1011 und

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Letzter Appell des Kanzlers

Lausanne 23. Juni. Bei einem Empfang, den die deutsche Kolonie in Lau­sanne zu' Ehren der deutschen Delegation veranstaltete, führte der Reichskanzler von Papen u. a. folgendes aus-

.Diese Konferenz darf nicht mit Ent- schlietzungen enden, die der Welt nur den Frieden versprechen. Diese Konferenz mutz der Welt endgültig den Frieden zurückgeben. Es geht in Lausanne nicht darum, die Ursachen zu suchen, die die Weltwirtschaft in Unordnung gebracht ha­ben. Diese find zur Genüge bekannt und von allen Sachverständigen der Welt über­zeugend genug dargelegt worden. Heute gilt es, die bereits bekannten Fehler­quellen zu beseitigen.

Die Zeit der halben Matznahmen ist vorbei. Die Volker Europas und der Welt wollen Taten sehen. Ich kann nicht daran glauben, datz die Welt zu einer solchen positiven Arbeit noch nicht reif ist.

Die Geisel der Arbeitslosigkeit lastet schwer auf Deutschland. Die Hoff­nung der Jugend ist fast geschwunden. Das wirtschaftliche Leben gleicht einem Kirchhof. Mehr noch als das materielle Elend lastet auf uns das nieder­drückende Bewußtsein, zu einer Nation minderen Rechtes degradiert zu fein. Kann man sich wundern, wenn ein Volk mit einer so stolzen Geschichte wie das deutsche sich mit allen Fasern seines Her­zens gegen diesen Zustand aufbäumt? Die Welt mutz sich darüber klar sein, datz das materielle Unglück, unter dem Deutschland so besonders schwer leidet, nicht an den Grenzen eines Landes Halt macht und auch darüber, datz die seelischen Spannun­gen Gegenwirkungen erzeugen muffen, die das soziale Gleichgewicht Europas auf das ernsteste bedrohen.

Die gestrige Botschaftdes Präsi­denten H o o v e r hat der Welt erneut bewiesen, mit welchem Ernst die große amerikanische Nation auch ihrerseits be- Weltübel an die Wurzel zu greifen gc willt ist. Entscheidungsvolle Vorschläge verantwortungsbewußter Staatsmänner dieser Art müssen die Welt aus dem ver­hängnisvollen circulus vitiosus der Irr»

Bayern wird für fein gutes Recht kämpfen.*1

München, 23. Juni. Das bayerische Kabinett wird sich am Freitag in einem Ministerrat mit den politischen Wünschen der Reichsregierung befassen. Die baye­rische Regierung stehe, so schreibt die Bayerische Volkspartei - Korrespondenz, was die zu treffendq. Entscheidung anbe­langt, vor einer höchst einfachen Sach­lage, so ernst und kritisch die dadurch be­stimmte Situation auch sein möge. Das was man auf der Innenministerkonfe­renz von den Länderregierungen als politische Anpassung an die Linie der Keichspolitik gefordert habe, bedeute für die bayerische Staatsregierung die Zu­mutung, nicht nur ihren einwandfreien Rechtsstandpunkt preiszugeben, s o n- dern auch notgedrungen eine als geradezu verhängnisvoll empfundene Politik der Reichsregierung gutzuyeitzen. Jede dieser Zumutungen laufe auf die weitere Zumutung hinaus, daß sich die zur Wahrung der Rechte Bayerns ver­antwortliche Staatsregierung selbst auf­heben solle. Die gestellte Zumutung laufe also in diesem Falle schließlich aus einen Verrat der Sache Bayerns und seiner Zukunft hinaus. Das gute Gewissen, Lutsche Politik in Bayern zu treiben, werde auch in diesen Tagen den verant­wortlichen Leitern des bayerischen Ge­schickes den Mannesmut geben, der Reichsregierung offen zu erklären, datz Bayern aus bayerischen und aus deutschen Gründen der gegenwär­tigen Neichsregierung auf ihren falschen politischen Wegen nicht zu folgen ver­möge, und daß es fortfahren müsse, für fein, gutes Recht zu Kämpfen.. .

Störung bet kommerzielle« Beziehungen durch etwaige künftige Zahlungen wün­schenswert ist.

Die englische Forberung.

Lausanne, 23. Juni. Wie aus Kreisen der englischen Delegation ver­lautet, soll das englische Memo­randum zur Reparationsftage u. a. folgende Ansichten enthalten:

Großbritannien wünscht nach wie vor eine endgültige Regelung bet Reparationssrage, um das vertrauen bet Weltöffentlichkeit wieder herzustellen und um so bet Weltwirtschaft einen neuen Antrieb zu geben. Fetner soll in dem Memoran­dum festgestellt werden, daß Deutsch­land augenblicklich nicht in bet Lage sei, zu zahlen.

Das Memorandum laste die Frage einer späteren Zahlungsfähigkeit Deutschlands offen, wünsche aber, datz die wirffchaftliche Wiederherstellung nicht gehemmt werde.

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Die Londoner Presse zu den Lausanner Verhandlungen.

fk. London 24. Juni. Die Nachricht von bet heute bevorstehenden Zusammen­kunft zwischen dem deutschen Reichs­kanzler und dem französischen Ministerpräsidenten, Herriot, wird von der Presse als ein günstiges Zeichen betrachtet.

Der Sonder-Korrefpondent desNews E h r o n i c l e" in Lausanne sagt, der Be­schluß, eine derartige Begegnung zustande zu bringen, würde nicht gefaßt worden sein, wenn Herriot nach wie vor nichts anzubieten hätte, als einen Plan für die schließliche Wiederaufnahme der deutschen Reparationszahlungen, nach einet der wirtschaftlichen Erholung gewidmeten Zeit­spanne. Herriot dürfte beein­flußt worden sein, von dem Nachdruck, mit dem die britische Auffasssung vertreten wurde.

DerTime s--Korrespondent meldet, es sind Anzeichen bemerkbar, datz es keine Meinungsverschiedenheiten zwischen Mac- donald und Herriot darüber gibt, datz Deutschland jetzt oder während dtzr Periode bet wirtschaftlichen Erholung keine Zahlungen leisten kann. Die Fran­zosen geben auch offenbar zu. batz eine endgültige Regelung ohne Beseitigung der Ungewißheit and Wie Sicherheit gegen eine

fl. Lausanne, 24. Juni. Eine neuer« iche Unterredung zwischen Macdonald und strriot hat das Ergebnis gehabt, datz der oglische Ministerpräsident seine versuche, stankreich zu einer endgültigen Losung fct Tributfrage z« veranlassen, als ge- anfgebe und damit seine Ser» ittelnng für beendet ange­hen hat. Am Freitag vormittag findet ehr eine Unterredang zwischen pen «nd Herriot statt, ht der die idnng über die wettere Znknnft der erenz fallen wird.

Obwohl ht Lausanne in international Kreisen über die Zuspitzung ber Kon- izlage keine Zweifel herrschen, wird ie weitere Entwicklung von ben Fran- ifen mit Optimismus beurteilt. Herriot taute am Donnerstag eine Rundfunkrede i Amerika, die jedoch in letzter Stunde igesagt wurde.

Michsbankpräfident Dr. Luther «nd st bekannte Sachverständige für Handels- «tragsfragen, Ministerialdirektor Poffe, ck nach Lausanne berufen worden.

Parisbefnebigf*.

Wfk. Paris, 24. Juni. Die Unterredung erriots mit Macdonald, der heute Frei- B die Unterredung mit dem Reichskanz- Btt Papen folgen soll wird als der A b - Whlnß einer ersten Phase der Wansanner Konferenz bezeichnet leb befriedigt die Pariser Blätter einiger^ Imtzen (?!). Man glaubt aus einigen Mmßerungen des französischen Minister- Mllfidenten annehmen zu können, daß sich Macdonald der französischen Forderung Wicht ganz verschlossen habe.

Pertinax schreibt imEcho l>e Pa- is". daß sich Macdonald gegen die An- ulbigung der Unnachgiebigkeit gewehrt he. Er habe Herriot anheimgestellt, sich kekt mit dem Reichskanzler in Serbin« Slg zu setzen und dabei zu versuchen, sei- in Reparationsplan durchzusetzen.

DasJournal" macht ganz besonders f die hinter den Kulissen stattgefundenen Handlungen über eine deutsch-franzö- he Wirtschaftsverständigung aufmerk- A. die als sehr bedeutend bezeichnet

Konferenzkrise in Lausanne

Macdonald stellt seine Vermittlungsversuche ein Direkte Verhandlungen zwischen v. Papen und Herriot

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